Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien)
Ar. 251 vierter Blatt
Samstag, 2. Oktober 1926
Wirtschaft.
Börse und Geldmarkt.
Die Bereinigung der börfentechnischen Lage, auf die wir an dieser Stelle schon hingewresen haben, ermöglichte schon in der letzten Woche, bestimmte wirtschaftliche Vorgänge auszuwertem So rief das Bekanntwerden des Planes der Ruhrzechen, die Verwertung der Kohle in die eigene Regie zu übernehmeii, eme anhaltende Rachfrage nach Kohlen- werten und gemischten '
aktien hervor. Die Kurssteigerung dieser Papiere wurde noch unterstützt von bet Tatsache, daß der englisch- Kohlenstrerk nach wie vor anhält. Reuerdings kommt als stimulierendes Moment weiter hinzu, das) nach langen und schwierigen Verhandlungen die westeuropäische Rohstahlaemernschaft letzt end' gültig von Deutschland, Frankreich Luxemburg und Belgien unterschrieben ist und die Ausdehnung dieses Paktes auf Polen, Oesterreich uiü» die Tschechoslowakei in Aussicht steht. Reden her Bewegung der Kohlena5tien ging in den letzteii Tagen eine Bankaktien Hausse einher Danat-Bank-Aktien konnten mit 232^2 Prozent per Medio Oktober einen Relordkurs verbuchen. Auch hierfür liegt eine zweifellos stichhaltige Begründung in dem groben Aufschwung des Bankgeschäftes während des laufenden Jahres vor. Die Zweinwnatsbilanzen, namentlich die letzteii per Ende August erschienenen, legen hiervon Zeugnis ab. Eine anbere Frage ist allerdings die, ob die derzeitigen Dairkaktien-Kirrse noch standhalten bei einer Rachprüfung der Kurse an Hand der zu erwartenden Renten. Welchen Anteil das Börsengeschäft an der Erhöhung der Bankumsätze im laufenden Jahr hatte, geht aus der Entwicklung der Reports und L v m - bards bei den sechs Berliner Großbanken hervor die am 28. Februar mit 230,64 Millionen und am 31. August mit 472,63 Millionen ausgewiesen waren. Auch der Markt der ausländischen Renten ist neuerdings wieder in Schwung gekommen. Die weiteren Spezial» bewegungen der Derichtswvche (chemische und Oelwerte, Schubert & Salzer, einige Freigabe- papiere usw.) trugen im Verein mit der freundlichen Gestaltung der vorgenannten Märkte dazu bei, deni gesamten Effektenmarkt einen Rückhalt zu geben. Die Grundstimmung der Börse war daher, wenn auch hin und wieder die Kurse leicht abbröckelten, in der vergangenen Woche stets freundlich. Die Liquidationskurse zeigen ja auch tatsächlich eine allgemeine leichte Besserung des Riveaus, für Spezialwerte aber kräftige Gewinne gegen Mitte September (Deutsche Erdöl plus 15 Prozent, Harpener Plus 11 Prozent, Danat-Bank plus 11 Prr^ent, Orenstein und Rheinstahl plus 8 Prozent).
Am Geldmarkt war Lagesgeld bis dicht vor dem äiltimo zu niedrigen Sätzen cniherge- wohnlich reichlich vorhanden. Die zur Zeit im A us l a nd e aufgelegten Anleihen, die von der öftentlichen Hand zunächst noch vorübergehend am Tagesgeldmarkt bereitgestellten Mittel und der nur langfam wachsende Bedarf der Wirtschaft lassen vielfach die Vermutung auftauchen, dab der Börse auch in der nächsten Zeit noch gröbere Beträge zur Verfügung stehen werden. Allerdings bereitet man sich auch in Kreisen der Spekulation auf eine allmähliche Verknappung vor. — Die Frage einer Abschaffung der Medioliquidationen ist kürzlich wieder lebhafter behandelt worden, dürfte aber voraussichtlich nicht vor dem Anfang nächsten Jahres akut werden.
Wirtschaftslage und Börse.
Der jüngste Monatsbericht der Dresdner Bank stellt in der wirtschaftlichen Entwicklung der letzten Wochen eine längs ame Vorwärtsbewegung der Konjunkturbesserung fest. Wenn auch manche Erscheinungen sich noch nicht in den Rahmen eines einheitlichen Bildes einfügen lassen wollen, so ist dies in dem jetzigen Frühstadium des Kvn- junkturaufstieges nicht anders zu erwarten, und mahnt daran, daß noch ein langer, vielleicht manche Enttäuschungen mit sich bringender Weg vor uns liegt, bis die Wirtschaft zu einem allgemeinen Aufschwung gelangt.
Die Investierung von Kapital in Produktionsgütern ist im Zunehmen begriffen: darauf läßt der steigende Eisenverbrauch und das Anwachsen der Eisen- und Stahlproduktion, sowie die neuerdings ziemlich lebhafte Bautätigkeit schließen. Im Kohlenbergbau hat sich der Absatz weiter gesteigert. Hervorzuheben ist, dah jetzt auch der Bezug von Koks im In- und Auslande zugenommen hat, so daß die Koksvorräte einen nicht unerheblichen Rückgang zeigen: die Kohlenbestände sind sogar fast ganz von den Halden verschwunden. Auch in der Maschinen- industrie zeigt sich teilweise erhöhter Bedarf des Inlandes, doch läßt sich nicht verhehlen, daß im allgemeinen gerade dieser Zweig von einer Konjunkturbesserung noch am wenigsten berührt worden ist, insbesondere der Auslandabsatz sich eher noch verschlechtert hat. Die Textilindustrie zeigt in fast allen ihren Zweigen einen sichtbaren Aufschwung, auch der Auslandabsatz hat sich in den letzten Monaten ständig erhöht.
Was die Sage auf dem Geld- und Kapitalmarkt anbetrifft, so sind allerdings für tägliches Geld nach Erledigung der diesmal ziemlich lange anhaltenden Rachwirkungen des August-Ultimos die Sätze wieder auf einen sehr niedrigen Stand zurückgegangen, doch sind die Gründe hierfür größtenteils markttechnischer Ra- lur. Die einströmenden Auslandkredite und die aus die Inlandanleihen eingezahlten Beträge pflegen alle vorübergehend den Tagesgeldmarkt S.u passieren. Hinzu kommt, daß auch öie offen!» neben Kassen infolge der Steigerung der Steuer
eingänge wieder mit größeren Beträgen am kurzfristigen Gelümarft erscheinen. Im Gegensatz zu der Flüssigkeit des kurzfristigen Geldmarktes war ür längere Fristen eine gewisse Versteifung unverkennbar. Diese Erscheinung entspricht auch durchaus einer beginnenden Belebung der Wirt- chaftslage. Trotzdem war der deutsche Markt in der Lage, die Kapitalerhöhungen der Großbanken glatt aufzunehmen. Wan wird also auch unter Berücksichtigung des anhaltenden Zustroms von Auslandgeldern und der vorläufig von einer Hochkonjunktur noch weit entfernten Wirtschaftslage mit einer sich in normalen Grenzen haltenden Verknappung für die nächste Zeit rechnen können.
Der Anleihemarkt wurde im August in geringerem Maße in Anspruch genommen als im Juli. Vor allem traten die Jndustrieanleihen vor den öffentlichen Anleihen ganz zurück, und auch im September blieb das Hebcrtoiegen der zahlreichen Städteanleihen auffällig, das zum Teil damit erklärt werden kann, daß die privaten Unternehmen sich mehr und mehr auch durch Kapitalerhöhungen zu finanzieren suchen.
Die als Reaktion gegen die vorherige stürmische Aufwärtsbewegung der Kurse eingetretene RuheanderBörse entspricht durchaus einer normalen Entwicklung und auch der augenblicklichen Lago der Wirtschaft, die jetzt allmählich höhere Geldansprüche zum Zwecke zur Finanzierung der Produktion stellen muß. Diese Reaktion hat auch zu einer gewissen Reinigung der Lage geführt, und kann so bei einer weiteren Besserung der wirtschaftlichen Verhältnisse die Voraussetzung für eine normale börsen- mäßige Auswertung werden.
* Erhöhung der Kohlenpreise? Das Rheinisch-Westfälische Kohlensyndikat beschloß, ab 1. Oktober, vorbehaltlich der Genehmigung der Berliner Stellen, folgende Erhöhungen der Kohlenpreise eintreten zu lassen: Für sämtliche Drikettsorten um 2,25 Mark, für gewaschene Magersteinkohle und Anthrazitsteinkoyle (westliches Revier) um 1.50 Mark und für die Eh- und sonstige Magersteinkohle um 2 Mark je Tonne. — Rach einer Berliner Meldung von heute früh beanstandete der Reichswirtschaftsminister die Preiserhöhung und verlangte, daß diese Frage zunächst erst noch von dem Ausschuß des Reichskohlenrates geprüft werde.
'Amerika der größte Kunstseidenkunde Deutschlands. Die deutsche Kunstseidenausfuhr nach den Vereinigten Staaten hat sich, nach Feststellung des „Konfektionär", im Laufe des Jahres 1926 außerordentlich gehoben. Bereits in der Zeit von Januar bis Juli macht der Kunstseidenexport nach 11. S. A. mehr aus, wie der Gesamtabsah im Jahre 1925, und er beträgt nicht weniger als das siebenfache des Exportergebnisses von 1924. Die nunmehr vom amerikanischen Handelsamt bekanntgegebenen Ziffern für den Monat August lassen erkennen, daß die führende Stellung Deutschlands als Kunst- seidenlieferant auch weiterhin angehalten hat. Deutschland erscheint wiederum an erster Stelle mit einem Anteil von 279 000 lb im Werte von 278 000 Dollar, während die Gesamteinfuhr der 11. S. 21. sich aus 661 000 lb im Werte von 557 000 Dollar belief.
* Konkurse im 3. Vierteljahr 1 9 2 6. Da die Anzahl der neueröffneten Konkurse im September wiederum zurückgegangen ist — sie beträgt nach einer Zusammenstellung der Finanzzeitschrift „Die Dank" 473 neue Fälle gegen 503 im August — so stellen sich die Konkurse im 3. Vierteljahr 1926 auf 1674 gegen 3289 im 2. Vierteljahr. Gleichzeitig sind auch die verhängten Geschäftsaufsichten stark zurückgegangen. Sie betragen 4641 im 1. Vierteljahr, 2146 im zweiten Vierteljahr und 748 im 3. Vierteljahr 1926.
rankfurter Börse.
Frankfurt, 2. Oft. Tendenz: Behauptet. — Obwohl sich die Ursachen, die die lebhaftere Haussebewegung an der gestrigen Börse veranlaßt haben, keine Aenderung erfuhren, eröffnete der Verkehr zum Wochenschluß etwas unsicher, und die ersten Kurse wiesen nur geringe Veränderungen auf. Wenn nach der ungestümen Aufwärtsbewegung keine empfindlicherk Rückschläge eintraten, so dürfte dies in den neu eingegangenen Kaufaufträgen begründet sein, die dem Markte eine gute Stütze boten. Größere Kursgewinne zeigten sich nur für einige bevorzugte Aktien, die weiter lebhaft umgesetzt wurden, während im allgemeinen das Geschäft ruhig blieb. Ein großer Teil der Aktienwerte blieb behauptet, aber auch geringprozentige Rückgänge waren zu verzeichnen. Am Rlontanmarkt stimulierte die Meldung, daß die Regierung einer Preiserhöhung für Stein- kohlenbrike.tts und Magerkohle um 2 Mk. je Tonne ihre Zustimmung erteilt hat. Daraufhin zogen besonders Kohlenaktien an. Bochumer und Buderus je plus 1 Prozent, Gelsenkirchen und Oberbedarf plus je 1,5 Prozent, Klöckner plus 2 Prozent, Harpener und Ilse je plus 2,25 Prozent, Deutsch-Lux plus 2,5 Prozent. Auch K a l i a k t i e n konnten ihre Steigerungen fortsetzen. Von Chemiewerten gingen I. G. Farben leicht in die Höhe, dagegen gaben Scheideanstalt 2,25 Prozent nach. Elektroaktien lagen unregelmäßig. Niedriger wurden AEG., Lahmeyer, Siemens & Halske (letztere minus 1,5 Prozent). Fest lagen Felten mit plus 2 Prozent. Auch am Banken markt zeigte sich etwas Realisationsneigung, so daß Darmstädter 1 Prozent verloren, Metallbank minus 0,5 Prozent. Fest lagen Deutsche, Dresdner und Disconto. S ch i f f a h r t s - aktien verkehrten ruhig bei kaum veränderten Kursen. Starke Nachfrage hatten verschiedene Lokalwerte zu verzeichnen, so zogen Wayß & Freytag um 2,25 Prozent an, von Lokalbanken Frankfurter Hypocheken plus 5 Prozent und Pfandbriefbank plus 6 Prozent. Motorenaktien unsicher. Daimler leicht ermäßiat, Kleyer unverändert, NSU. plus 0,5 Prozent. Zellstoffaktien konnten
ihre Steigerungen fortsetzen. Oel - und Zuckeraktien neigten zum Nachgeben, Maschinen- aktien fest. Metallgesellschaft plus 1,75 Prozent. Heimische Renten zeigten freundliche Stimmung. Kriegsanleihe zogen auf 0,525 an. Im Aus- landrentengeschäft kam es zu einer rückläufigen Bewegung. Russen lagen etwas fester. Im Freioerkehr notierten die Werte unverändert bei lustlosem Geschäft. Der Geldmarkt beginnt sich etwas zu erleichtern. Tagesgeld 5i bis 6 Proz.', Monatsgeld 5| bis 7£, Privatdiskonten 5$ Proz., Jndustrieakzeple 5| Prozent. Im Devisenoer- k e h r lagen die Kurse fast unverändert. Paris eher schwächer 175,50, Brüssel 179,25, Mailand 129,50. London gegen Kabel 4,85t. Die Reichsmark notierte gegen Kabel 4,1985.
Dors en kur le.
0,505 1
0,525
0,51
0,505
0,46
95 !
17,25
155
126
126,7.
163,75
187
Banknoten.
Berliner Börse
Woche
in
die
132.5
133 5
292,4
123
160.62
155,25
137,2*
201,25
292*
124
160'
174.62
173
156.75
U8.5
140
205,5
91
85,75
44.5
39,75
127
167,25
164
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153*
97
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105,75
131,75
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160* 143.75 157,5
8,5
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. Telegraphis che Auszahlung.
74
122.75
163,5
98
57,25
3
184.5
90,5
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164,5 ।
162.5 i
68 |
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157,5 106
137,5 201
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85
27.4
45,25
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85
0.517
0.505
0,50
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' 156,5 98,25
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68,75
0,49
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0.295
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0,48
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293
124
228
143
234.5
174
das Geschäft zwar eine Verminderung, da sich teilweise Gewmnrealisationen bemerkbar machten. Die Befestigungen erreichten aus diesem Grunde nicht die Höhe der Vortagssteigerungen, die wichtigen
164.13
161
0.51
0,495 0.4925
0.65
0.3
0,49
0,46
152,9*
96
85.25
134.7'
170,5*
170'
135'
145,5
58.5
72
119,2'
161
154,75
17
38
157,75
96 55,5
3 184
88 105
Berlin, 2. Okt. Die Börse schloß fester Haltung. An den Aktienmärkten erfuhr
5% Deutsche Reichsanleihe . 4% Deutsche ReichSanleihe . B'/e°/n Deutsche Rcichsanlethe 3% Deutsche Reichsanleibe ■ Deutsche Svarprämienanleihe <°/o Preußische ÄonlolS • . . 4°/o Heften ... ... ... 3’/•% Heften ........ S°/o Heilen...........
Deutsche Dertb. Dollar-SnI. bto. Doll.-Schatz-Änlretiug.*)
«•/o Zolltürlen.........
5% Goldmexikauer ...
Berliner Handelsgesellschaft. Lommerj- and Pftvat-Bank Darmst. und Nationalbauk . Deutsche Bank.........
Deutsche Bereinsbank .... Disconto Couunandü . - Metallbank...........
Mitteldeutsche Kreditbank . . Ocsterreichische (Kreditanstalt. Weftbank...........
Bochumer <3n& Buderus Caro ....
Deutsch-Luxemburg Geljentirchener Bergwerke. . Öener Bergbau......
verte AschcrSlcben. . . . Kaliwerk Westeregeln.....
Laurahüttc .. . . Oberbedarf . . . . Phönix Bergbau ...... Nveinftahl Riebeck Montau ...... Tellus Bergbau Vereinigte Stahlwerke A.-G- Homburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd.....
Cheramische Werke Albin . . Zementwerk Heioclberg . . . Vbilivv Holzmanu Anglo-Cont.-Guano Chemische Mäher Alapin . . I. G. Farbenindustrie, A.-G. Goldschmidt Hostverkohlung Rülgcrswerkc Scheideanstalt Allg. ElcttrstitätS-Gesellschaft Bergmann ...... . . .
Mamkrastwerke...... .
Schlickert Siemens 4 Halske . .. . G, Adlcrwcrke Kleyer ..... Daimler Motoren . Aeyligenfiacdt...... . ,
Motorenwerke Mannbetm Frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . . Metallgeselllchaft Frankfurt. Per Union A.-G Schuhfabrik Herz ..... Sichel Zellstoff Waldhof.......
Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusu . . .
97.5
161.7* 167.75
144 149
17.25 ।
46,62 |
230,75 i 140,5*
135.5*
172' I
Frankfurt a.M.
Berlin
Schtutz»! l-Uhr. flur» i fiure
Schluß. ISnfang kur» , fiurc
Datum:
1 10. | 2.10.
1. 10. |
2. 10.
1 Oktbr.
2. Oktbr.
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
Brief
Geld
Stier
Amft.-rttoli
167,92
168,34
167,87
168,29
Buen.-Airek
1,716
1,720
1,715
1,719
Brss-Antw
11,38
11,42
11,365
11,405
Christiania •
91,85
92,07
91,84
92,06
Kopenhagen
111,35
111,63
111,33
111,61
Stockholm .
112,09
112,39
112,08
112,36
10,589
Helsingfors
10,548
10,588
10,549
Italien. . .
15,75
15,79
15,80
15,83
London. .
20,345
20,395
20,341
20.391
Neuvork . .
4,193
4,203
4,1925
4,2025
Paris. . .
11,80
11,84
11,76
11,80
Schweiz . .
81,04
61,22
81,01
81.21
Spanien . .
73,62
73,78
63,47
63,63
Fapan . . .
3,039
3,049
2,037 0,626
2,14ü
Rio de Jon Wien in D -
0,624
0,626
0.628
Ceft. abgesl
59,215
59,355
59,200
12,417
59,347
Prag ....
12,417
12,457
12,457
Betzrad • .
7,417
7,437
7,418
7,4:8
Budapest. .
5,867
5,887
o,87
5,8*.'
Bulgarien
3,025
3,035
u,02o
3,035
Lissabon
tl.475
4,525
21,475
21,525
Danzig. . .
81,40
81,60
81,42
81,62
Konst.niftn.
3,15
3,16
2,157
2,16/
Alben .
4,94
4,96
4,99
5,01
Canada. . -
4.195
4,205
4,194
4,200
Utufluai)
4.21
4.22
4.21
4.22
Berlin, 1 Oktbr
Geld
Briet
Amerikanische Note» .....
4,174
11,37
4,194
Belgische Noten ■ .......
11,43
Dänische Noten ......
111,07
111,63
Englische Noten........
Französische Noten......
Holländische Noten......
20,315
20,415
11,92
11,98
167,65
168,39
Italienische Noten ......
15,Sfe
15,96
Norwegische Noten......
91,59
92,05
Deutsch-Qesserr., ä 100 Kronen
69.09
59,39
Rumänische Noten......
2,15
2,19
Schwedische Noten ......
111,77
112,33
Schwerer Noten .......
80,80
81,20
Spanische Noten.......
63,44
63,76
Tschechoslowakische Noten . .
12,38
12,44
Ungarische Noten.......
5.835
5.875
LOTTERIE ISS®
Terminpapiere hatten aber immerhin Kursavancen von 1,5 bis 4,5 Prozent zu verzeichnen. Schiff- ahrts - und Bankaktien hatten nur geringe Besserungen aufzuweisen. Während der ersten Stunde konzentrierte sich die Aufmerksamkeit der Börse auf Kriegsanleihe, die von 0,517} auf 0,532 anziehen konnten. Ausländische Renken setzten die Aufwärtsbewegung fort. An den Aktienmärkten hielt auch später die Unternehmungslust an, mit Ausnahme von Bankaktien und einigen Spezialpapieren, die sehr ruhig lagen. Am Geld markt ist Tagesgeld weiter stark gefragt und stellt sich auf 61 bis 71 Prozent. Im Devisenverkehr neigten die lateinischen Valuten leich: nach unten. Paris gegen London 173, Brüssel 179, Mailand 129, London gegen Kabel mäßig fester.
Berliner Produktenbörse.
Verl in, 1. Okt. Trotz des recht schwierigen Mehlgeschäftes, daS hier fast vollständig ins Stocken geraten ist, war bei Beginn des Mittagsverkehrs die Tendenz für Brotgetreide recht fest. Auch das matte Ausland vermochte einen Einfluß, wie er durchweg im Frühverkehr, nicht mehr auszuüben. Weizenlieferung stellte sich besonders für Hintere Termine bis 2,50 Mark fester, lediglich Oktober 1 Mark unter Vortag, da einige für September begutachtete und beftünmtc Posten für Oktober zur Andienung kamen. Roggen ist vom Jnlande wenig offeriert. Die Abgeber haben ihre Forderungen im Anschluß an den befestigten Weizen erhöht, formten aber nur bis 0,75 Mark
Kauft in Giessen!
höhere Preise durchdrücken. Gerste anhaltend schweres Geschäft. Hafer in guter Ware gesucht, aber nur wenig fester. Von Mais Plataware größer umgeseht. Oelsaaten ruhig. Es notierten per 1000 Kilo: Weizen, märt., 258 bis 261; Roggen, märt, 210 bis 215; Sommergerste 205 bis 248; Wintergerste 172 bis 176; Hafer, märt, 172 pis 183; Mais (loko Berlin) 185 bis 187; per 100 Kilo: Weizenmehl 35,50 bis 38; Roggenmehl 29,75 bis 32; Weizenkleie 10; Roggenkleie 10,70 bis 10,80; Diktoriaerbsen 44 bis 50: kleine Speiseerbsen 32 bis 36; Futtererbsen 21 bis 27; Ackerbohnen 20 bis 22; Rapskuchen 14,40 dis 14,60; Leinkuchen 19 bis 19,20; Trockenschnitzel 8,80 bis 9; Soyaschrot 19,20 bis 19,60; Kartoffelflocken 19,75 bis 20 Mark.
Spiclplan der frankfurter Theater.
Opernhaus. Sonntag, 3. Okt.: Don Juan.. 7 bis 10 LIHr. Montag, 4.: Der Opernball. Z1/2 bis 10V$. Dienstag, 5.: Der Waffenschmied. 7l/j bis IO1/«. Mittwoch, 6.: Tannhäuser. 7 b;6 lO1/^ Donnerstag, 7.: Tosca. I1/» bis 10. Freitag, 8.: Boccaccio. 71/z bis 10V3. Samstag, 9.: Fidelio. 7 bis 10. Sonntag, 10.: Salome. 8 bis g1/^ — Schauspielhaus. Sonntag, 3. Okt.: CKibe- lungen 1. Teit 7 bis 10x/a- Montag, 4.: Der Revisor. 8 bis 10. Dienstag, 5.: Der Revisor. 8 bis 10. Mittwoch, 6.: Ribelungen 1. Teit 7 bis 101/«. Donnerstag, 7.: Ribelungen 1. Teit 7 bis 1074. Freitag, 8.: Der Revisor. 8 bis 10. Samstag, 9.: Prinz Friedrich von Homburg. 71/, bis 10. Sonntag, 10.: Der fröhliche Weinberg. 8 bis 9V< Tlhr.
Dom Büchermarkt.
— Eine Fürstin. Don Maria Schade. Verlag Unter dem Kreuz. Königsberg L Pr. 1926. — Ein fesselnd geschriebenes Lebensbild der Landgräfin Maria von Hessen. Zugleich ein Stück heimatlicher Kulturgeschichte zwischen 1700 und 1800. In der kleinen Biographie spiegelt sich Glanz und Rot, Grazie und Derderbtheit eines Kucop. Derlag Oskar Eulitz, Stolp 1925. 378
Wettervoraussage.
Zunächst bedeckt, bann nach vorübergehendem Aufklaren erneute Trübung, doch vorwiegend trocken, tagsüber ziemlich milde.
Gestrige Tagestemperaturen: Maximum 10,5, Minimum 6,5 Grad Celsius. Riederschläge: 0,6 Millimeter. Heutige Morgentemperatur 10,3 Grad Celsius.
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wie Bohnenkaffee und MalzkaHee ist Quieta. Er ergibt stets guten, billigen und dabei selbst Kindern und Kranken bekömmlichen Kaffee.
Gold 120 Pfg.. Gelb 90 Pfg., Rot 55 Ptg., Grtln 28 Pfg. Quieta ist 2—3 mal so ausgiebig wie Bohnen* und Malzkaffeei
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Generalvertreter für Hessen: Jakob Kaufmann, Offenbach am Main


