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Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien)

Ar. 251 vierter Blatt

Samstag, 2. Oktober 1926

Wirtschaft.

Börse und Geldmarkt.

Die Bereinigung der börfentechnischen Lage, auf die wir an dieser Stelle schon hingewresen haben, ermöglichte schon in der letzten Woche, bestimmte wirtschaftliche Vorgänge auszuwertem So rief das Bekanntwerden des Planes der Ruhrzechen, die Verwertung der Kohle in die eigene Regie zu übernehmeii, eme anhaltende Rachfrage nach Kohlen- werten und gemischten '

aktien hervor. Die Kurssteigerung dieser Pa­piere wurde noch unterstützt von bet Tatsache, daß der englisch- Kohlenstrerk nach wie vor anhält. Reuerdings kommt als stimulierendes Moment weiter hinzu, das) nach langen und schwierigen Verhandlungen die westeuro­päische Rohstahlaemernschaft letzt end' gültig von Deutschland, Frankreich Luxemburg und Belgien unterschrieben ist und die Aus­dehnung dieses Paktes auf Polen, Oesterreich uiü» die Tschechoslowakei in Aussicht steht. Reden her Bewegung der Kohlena5tien ging in den letzteii Tagen eine Bankaktien Hausse ein­her Danat-Bank-Aktien konnten mit 232^2 Pro­zent per Medio Oktober einen Relordkurs ver­buchen. Auch hierfür liegt eine zweifellos stich­haltige Begründung in dem groben Aufschwung des Bankgeschäftes während des laufenden Jah­res vor. Die Zweinwnatsbilanzen, namentlich die letzteii per Ende August erschienenen, legen hiervon Zeugnis ab. Eine anbere Frage ist aller­dings die, ob die derzeitigen Dairkaktien-Kirrse noch standhalten bei einer Rachprüfung der Kurse an Hand der zu erwartenden Renten. Welchen Anteil das Börsengeschäft an der Erhöhung der Bankumsätze im laufenden Jahr hatte, geht aus der Entwicklung der Reports und L v m - bards bei den sechs Berliner Großbanken her­vor die am 28. Februar mit 230,64 Millionen und am 31. August mit 472,63 Millionen aus­gewiesen waren. Auch der Markt der aus­ländischen Renten ist neuerdings wieder in Schwung gekommen. Die weiteren Spezial» bewegungen der Derichtswvche (chemische und Oelwerte, Schubert & Salzer, einige Freigabe- papiere usw.) trugen im Verein mit der freund­lichen Gestaltung der vorgenannten Märkte dazu bei, deni gesamten Effektenmarkt einen Rückhalt zu geben. Die Grundstimmung der Börse war daher, wenn auch hin und wieder die Kurse leicht abbröckelten, in der vergangenen Woche stets freundlich. Die Liquidationskurse zeigen ja auch tatsächlich eine allgemeine leichte Besserung des Riveaus, für Spezialwerte aber kräftige Gewinne gegen Mitte September (Deutsche Erdöl plus 15 Prozent, Harpener Plus 11 Prozent, Danat-Bank plus 11 Prr^ent, Orenstein und Rheinstahl plus 8 Prozent).

Am Geldmarkt war Lagesgeld bis dicht vor dem äiltimo zu niedrigen Sätzen cniherge- wohnlich reichlich vorhanden. Die zur Zeit im A us l a nd e aufgelegten Anleihen, die von der öftentlichen Hand zunächst noch vorübergehend am Tagesgeldmarkt bereitgestellten Mittel und der nur langfam wachsende Bedarf der Wirt­schaft lassen vielfach die Vermutung auftauchen, dab der Börse auch in der nächsten Zeit noch gröbere Beträge zur Verfügung stehen werden. Allerdings bereitet man sich auch in Kreisen der Spekulation auf eine allmähliche Verknap­pung vor. Die Frage einer Abschaffung der Medioliquidationen ist kürzlich wieder leb­hafter behandelt worden, dürfte aber voraussicht­lich nicht vor dem Anfang nächsten Jahres akut werden.

Wirtschaftslage und Börse.

Der jüngste Monatsbericht der Dresdner Bank stellt in der wirtschaftlichen Entwicklung der letzten Wochen eine längs ame Vor­wärtsbewegung der Konjunkturbes­serung fest. Wenn auch manche Erscheinungen sich noch nicht in den Rahmen eines einheit­lichen Bildes einfügen lassen wollen, so ist dies in dem jetzigen Frühstadium des Kvn- junkturaufstieges nicht anders zu erwar­ten, und mahnt daran, daß noch ein langer, vielleicht manche Enttäuschungen mit sich bringen­der Weg vor uns liegt, bis die Wirtschaft zu einem allgemeinen Aufschwung gelangt.

Die Investierung von Kapital in Produk­tionsgütern ist im Zunehmen begriffen: darauf läßt der steigende Eisenverbrauch und das An­wachsen der Eisen- und Stahlproduktion, sowie die neuerdings ziemlich lebhafte Bautätigkeit schließen. Im Kohlenbergbau hat sich der Absatz weiter gesteigert. Hervorzuheben ist, dah jetzt auch der Bezug von Koks im In- und Aus­lande zugenommen hat, so daß die Koksvorräte einen nicht unerheblichen Rückgang zeigen: die Kohlenbestände sind sogar fast ganz von den Halden verschwunden. Auch in der Maschinen- industrie zeigt sich teilweise erhöhter Bedarf des Inlandes, doch läßt sich nicht verhehlen, daß im allgemeinen gerade dieser Zweig von einer Konjunkturbesserung noch am wenigsten berührt worden ist, insbesondere der Auslandabsatz sich eher noch verschlechtert hat. Die Textilindustrie zeigt in fast allen ihren Zweigen einen sichtbaren Aufschwung, auch der Auslandabsatz hat sich in den letzten Monaten ständig erhöht.

Was die Sage auf dem Geld- und Ka­pitalmarkt anbetrifft, so sind allerdings für tägliches Geld nach Erledigung der diesmal ziemlich lange anhaltenden Rachwirkungen des August-Ultimos die Sätze wieder auf einen sehr niedrigen Stand zurückgegangen, doch sind die Gründe hierfür größtenteils markttechnischer Ra- lur. Die einströmenden Auslandkredite und die aus die Inlandanleihen eingezahlten Beträge pflegen alle vorübergehend den Tagesgeldmarkt S.u passieren. Hinzu kommt, daß auch öie offen!» neben Kassen infolge der Steigerung der Steuer­

eingänge wieder mit größeren Beträgen am kurz­fristigen Gelümarft erscheinen. Im Gegensatz zu der Flüssigkeit des kurzfristigen Geldmarktes war ür längere Fristen eine gewisse Versteifung un­verkennbar. Diese Erscheinung entspricht auch durchaus einer beginnenden Belebung der Wirt- chaftslage. Trotzdem war der deutsche Markt in der Lage, die Kapitalerhöhungen der Groß­banken glatt aufzunehmen. Wan wird also auch unter Berücksichtigung des anhaltenden Zustroms von Auslandgeldern und der vorläufig von einer Hochkonjunktur noch weit entfernten Wirtschafts­lage mit einer sich in normalen Grenzen hal­tenden Verknappung für die nächste Zeit rechnen können.

Der Anleihemarkt wurde im August in geringerem Maße in Anspruch genommen als im Juli. Vor allem traten die Jndustrieanleihen vor den öffentlichen Anleihen ganz zurück, und auch im September blieb das Hebcrtoiegen der zahlreichen Städteanleihen auffällig, das zum Teil damit erklärt werden kann, daß die privaten Unternehmen sich mehr und mehr auch durch Kapitalerhöhungen zu finanzieren suchen.

Die als Reaktion gegen die vorherige stür­mische Aufwärtsbewegung der Kurse eingetretene RuheanderBörse entspricht durchaus einer normalen Entwicklung und auch der augenblick­lichen Lago der Wirtschaft, die jetzt allmählich höhere Geldansprüche zum Zwecke zur Finanzie­rung der Produktion stellen muß. Diese Reak­tion hat auch zu einer gewissen Reinigung der Lage geführt, und kann so bei einer weiteren Besserung der wirtschaftlichen Verhält­nisse die Voraussetzung für eine normale börsen- mäßige Auswertung werden.

* Erhöhung der Kohlenpreise? Das Rheinisch-Westfälische Kohlensyndikat be­schloß, ab 1. Oktober, vorbehaltlich der Genehmi­gung der Berliner Stellen, folgende Erhöhungen der Kohlenpreise eintreten zu lassen: Für sämt­liche Drikettsorten um 2,25 Mark, für gewaschene Magersteinkohle und Anthrazitsteinkoyle (west­liches Revier) um 1.50 Mark und für die Eh- und sonstige Magersteinkohle um 2 Mark je Tonne. Rach einer Berliner Meldung von heute früh beanstandete der Reichswirtschaftsminister die Preiserhöhung und verlangte, daß diese Frage zunächst erst noch von dem Ausschuß des Reichs­kohlenrates geprüft werde.

'Amerika der größte Kunstseiden­kunde Deutschlands. Die deutsche Kunst­seidenausfuhr nach den Vereinigten Staaten hat sich, nach Feststellung desKonfektionär", im Laufe des Jahres 1926 außerordentlich gehoben. Bereits in der Zeit von Januar bis Juli macht der Kunstseidenexport nach 11. S. A. mehr aus, wie der Gesamtabsah im Jahre 1925, und er be­trägt nicht weniger als das siebenfache des Ex­portergebnisses von 1924. Die nunmehr vom amerikanischen Handelsamt bekanntgegebenen Zif­fern für den Monat August lassen erkennen, daß die führende Stellung Deutschlands als Kunst- seidenlieferant auch weiterhin angehalten hat. Deutschland erscheint wiederum an erster Stelle mit einem Anteil von 279 000 lb im Werte von 278 000 Dollar, während die Gesamteinfuhr der 11. S. 21. sich aus 661 000 lb im Werte von 557 000 Dollar belief.

* Konkurse im 3. Vierteljahr 1 9 2 6. Da die Anzahl der neueröffneten Konkurse im September wiederum zurückgegangen ist sie beträgt nach einer Zusammenstellung der Finanz­zeitschriftDie Dank" 473 neue Fälle gegen 503 im August so stellen sich die Konkurse im 3. Vierteljahr 1926 auf 1674 gegen 3289 im 2. Vierteljahr. Gleichzeitig sind auch die verhäng­ten Geschäftsaufsichten stark zurückgegangen. Sie betragen 4641 im 1. Vierteljahr, 2146 im zweiten Vierteljahr und 748 im 3. Vierteljahr 1926.

rankfurter Börse.

Frankfurt, 2. Oft. Tendenz: Behauptet. Obwohl sich die Ursachen, die die lebhaftere Hausse­bewegung an der gestrigen Börse veranlaßt haben, keine Aenderung erfuhren, eröffnete der Verkehr zum Wochenschluß etwas unsicher, und die ersten Kurse wiesen nur geringe Veränderungen auf. Wenn nach der ungestümen Aufwärtsbewe­gung keine empfindlicherk Rückschläge eintraten, so dürfte dies in den neu eingegangenen Kaufauf­trägen begründet sein, die dem Markte eine gute Stütze boten. Größere Kursgewinne zeig­ten sich nur für einige bevorzugte Aktien, die weiter lebhaft umgesetzt wurden, während im allgemeinen das Geschäft ruhig blieb. Ein großer Teil der Aktienwerte blieb behauptet, aber auch geringprozentige Rückgänge waren zu verzeichnen. Am Rlontanmarkt stimulierte die Meldung, daß die Regierung einer Preiserhöhung für Stein- kohlenbrike.tts und Magerkohle um 2 Mk. je Tonne ihre Zustimmung erteilt hat. Daraufhin zogen be­sonders Kohlenaktien an. Bochumer und Buderus je plus 1 Prozent, Gelsenkirchen und Oberbedarf plus je 1,5 Prozent, Klöckner plus 2 Prozent, Har­pener und Ilse je plus 2,25 Prozent, Deutsch-Lux plus 2,5 Prozent. Auch K a l i a k t i e n konnten ihre Steigerungen fortsetzen. Von Chemiewerten gingen I. G. Farben leicht in die Höhe, dagegen gaben Scheideanstalt 2,25 Prozent nach. Elektro­aktien lagen unregelmäßig. Niedriger wurden AEG., Lahmeyer, Siemens & Halske (letztere minus 1,5 Prozent). Fest lagen Felten mit plus 2 Prozent. Auch am Banken markt zeigte sich etwas Reali­sationsneigung, so daß Darmstädter 1 Prozent ver­loren, Metallbank minus 0,5 Prozent. Fest lagen Deutsche, Dresdner und Disconto. S ch i f f a h r t s - aktien verkehrten ruhig bei kaum veränderten Kursen. Starke Nachfrage hatten verschiedene Lokal­werte zu verzeichnen, so zogen Wayß & Freytag um 2,25 Prozent an, von Lokalbanken Frankfurter Hypocheken plus 5 Prozent und Pfandbriefbank plus 6 Prozent. Motorenaktien unsicher. Daimler leicht ermäßiat, Kleyer unverändert, NSU. plus 0,5 Prozent. Zellstoffaktien konnten

ihre Steigerungen fortsetzen. Oel - und Zucker­aktien neigten zum Nachgeben, Maschinen- aktien fest. Metallgesellschaft plus 1,75 Prozent. Heimische Renten zeigten freundliche Stim­mung. Kriegsanleihe zogen auf 0,525 an. Im Aus- landrentengeschäft kam es zu einer rück­läufigen Bewegung. Russen lagen etwas fester. Im Freioerkehr notierten die Werte unverändert bei lustlosem Geschäft. Der Geldmarkt beginnt sich etwas zu erleichtern. Tagesgeld 5i bis 6 Proz.', Monatsgeld 5| bis 7£, Privatdiskonten 5$ Proz., Jndustrieakzeple 5| Prozent. Im Devisenoer- k e h r lagen die Kurse fast unverändert. Paris eher schwächer 175,50, Brüssel 179,25, Mailand 129,50. London gegen Kabel 4,85t. Die Reichsmark notierte gegen Kabel 4,1985.

Dors en kur le.

0,505 1

0,525

0,51

0,505

0,46

95 !

17,25

155

126

126,7.

163,75

187

Banknoten.

Berliner Börse

Woche

in

die

132.5

133 5

292,4

123

160.62

155,25

137,2*

201,25

292*

124

160'

174.62

173

156.75

U8.5

140

205,5

91

85,75

44.5

39,75

127

167,25

164

150,5

137.5

8,65

65

153*

97

90

105,75

131,75

95,25

160* 143.75 157,5

8,5

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M. Telegraphis che Auszahlung.

74

122.75

163,5

98

57,25

3

184.5

90,5

106,5

164,5

162.5 i

68 |

131.5

132,5

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123,9

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125.5

165

162.75

157,5 106

137,5 201

90

85

27.4

45,25

92.4

85

0.517

0.505

0,50

0.675

17,6

46,5

226'

140*

232.7'

171'

' 156,5 98,25

i «3

159

174 172.12

142.5

152,5

54.9 72

122,75

163 ! 156,5 1146,75 1 165

162

164.5*

147.5

140

8.5

-I 144

165.5 1163.75

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144

235.5

174,4

155,7' !

172.4

170,75 .

136

147.5

57,75

72

119.5* 162' 156'

68,75

0,49

0.65 I

0.295

0.49

0,48

140.4

206

91,9

86.9

293

124

228

143

234.5

174

das Geschäft zwar eine Verminderung, da sich teil­weise Gewmnrealisationen bemerkbar machten. Die Befestigungen erreichten aus diesem Grunde nicht die Höhe der Vortagssteigerungen, die wichtigen

164.13

161

0.51

0,495 0.4925

0.65

0.3

0,49

0,46

152,9*

96

85.25

134.7'

170,5*

170'

135'

145,5

58.5

72

119,2'

161

154,75

17

38

157,75

96 55,5

3 184

88 105

Berlin, 2. Okt. Die Börse schloß fester Haltung. An den Aktienmärkten erfuhr

5% Deutsche Reichsanleihe . 4% Deutsche ReichSanleihe . B'/e°/n Deutsche Rcichsanlethe 3% Deutsche Reichsanleibe Deutsche Svarprämienanleihe <°/o Preußische ÄonlolS . . 4°/o Heften ... ... ... 3/% Heften ........ S°/o Heilen...........

Deutsche Dertb. Dollar-SnI. bto. Doll.-Schatz-Änlretiug.*)

«/o Zolltürlen.........

5% Goldmexikauer ...

Berliner Handelsgesellschaft. Lommerj- and Pftvat-Bank Darmst. und Nationalbauk . Deutsche Bank.........

Deutsche Bereinsbank .... Disconto Couunandü . - Metallbank...........

Mitteldeutsche Kreditbank . . Ocsterreichische (Kreditanstalt. Weftbank...........

Bochumer <3n& Buderus Caro ....

Deutsch-Luxemburg Geljentirchener Bergwerke. . Öener Bergbau......

verte AschcrSlcben. . . . Kaliwerk Westeregeln.....

Laurahüttc .. . . Oberbedarf . . . . Phönix Bergbau ...... Nveinftahl Riebeck Montau ...... Tellus Bergbau Vereinigte Stahlwerke A.-G- Homburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd.....

Cheramische Werke Albin . . Zementwerk Heioclberg . . . Vbilivv Holzmanu Anglo-Cont.-Guano Chemische Mäher Alapin . . I. G. Farbenindustrie, A.-G. Goldschmidt Hostverkohlung Rülgcrswerkc Scheideanstalt Allg. ElcttrstitätS-Gesellschaft Bergmann ...... . . .

Mamkrastwerke...... .

Schlickert Siemens 4 Halske . .. . G, Adlcrwcrke Kleyer ..... Daimler Motoren . Aeyligenfiacdt...... . ,

Motorenwerke Mannbetm Frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . . Metallgeselllchaft Frankfurt. Per Union A.-G Schuhfabrik Herz ..... Sichel Zellstoff Waldhof.......

Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusu . . .

97.5

161.7* 167.75

144 149

17.25

46,62 |

230,75 i 140,5*

135.5*

172' I

Frankfurt a.M.

Berlin

Schtutz»! l-Uhr. flur» i fiure

Schluß. ISnfang kur» , fiurc

Datum:

1 10. | 2.10.

1. 10. |

2. 10.

1 Oktbr.

2. Oktbr.

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

Brief

Geld

Stier

Amft.-rttoli

167,92

168,34

167,87

168,29

Buen.-Airek

1,716

1,720

1,715

1,719

Brss-Antw

11,38

11,42

11,365

11,405

Christiania

91,85

92,07

91,84

92,06

Kopenhagen

111,35

111,63

111,33

111,61

Stockholm .

112,09

112,39

112,08

112,36

10,589

Helsingfors

10,548

10,588

10,549

Italien. . .

15,75

15,79

15,80

15,83

London. .

20,345

20,395

20,341

20.391

Neuvork . .

4,193

4,203

4,1925

4,2025

Paris. . .

11,80

11,84

11,76

11,80

Schweiz . .

81,04

61,22

81,01

81.21

Spanien . .

73,62

73,78

63,47

63,63

Fapan . . .

3,039

3,049

2,037 0,626

2,14ü

Rio de Jon Wien in D -

0,624

0,626

0.628

Ceft. abgesl

59,215

59,355

59,200

12,417

59,347

Prag ....

12,417

12,457

12,457

Betzrad .

7,417

7,437

7,418

7,4:8

Budapest. .

5,867

5,887

o,87

5,8*.'

Bulgarien

3,025

3,035

u,02o

3,035

Lissabon

tl.475

4,525

21,475

21,525

Danzig. . .

81,40

81,60

81,42

81,62

Konst.niftn.

3,15

3,16

2,157

2,16/

Alben .

4,94

4,96

4,99

5,01

Canada. . -

4.195

4,205

4,194

4,200

Utufluai)

4.21

4.22

4.21

4.22

Berlin, 1 Oktbr

Geld

Briet

Amerikanische Note» .....

4,174

11,37

4,194

Belgische Noten .......

11,43

Dänische Noten ......

111,07

111,63

Englische Noten........

Französische Noten......

Holländische Noten......

20,315

20,415

11,92

11,98

167,65

168,39

Italienische Noten ......

15,Sfe

15,96

Norwegische Noten......

91,59

92,05

Deutsch-Qesserr., ä 100 Kronen

69.09

59,39

Rumänische Noten......

2,15

2,19

Schwedische Noten ......

111,77

112,33

Schwerer Noten .......

80,80

81,20

Spanische Noten.......

63,44

63,76

Tschechoslowakische Noten . .

12,38

12,44

Ungarische Noten.......

5.835

5.875

LOTTERIE ISS®

Terminpapiere hatten aber immerhin Kursavancen von 1,5 bis 4,5 Prozent zu verzeichnen. Schiff- ahrts - und Bankaktien hatten nur geringe Besserungen aufzuweisen. Während der ersten Stunde konzentrierte sich die Aufmerksamkeit der Börse auf Kriegsanleihe, die von 0,517} auf 0,532 anziehen konnten. Ausländische Ren­ken setzten die Aufwärtsbewegung fort. An den Aktienmärkten hielt auch später die Unternehmungs­lust an, mit Ausnahme von Bankaktien und einigen Spezialpapieren, die sehr ruhig lagen. Am Geld markt ist Tagesgeld weiter stark gefragt und stellt sich auf 61 bis 71 Prozent. Im Devisenver­kehr neigten die lateinischen Valuten leich: nach unten. Paris gegen London 173, Brüssel 179, Mai­land 129, London gegen Kabel mäßig fester.

Berliner Produktenbörse.

Verl in, 1. Okt. Trotz des recht schwierigen Mehlgeschäftes, daS hier fast vollständig ins Stocken geraten ist, war bei Beginn des Mittags­verkehrs die Tendenz für Brotgetreide recht fest. Auch das matte Ausland vermochte einen Ein­fluß, wie er durchweg im Frühverkehr, nicht mehr auszuüben. Weizenlieferung stellte sich be­sonders für Hintere Termine bis 2,50 Mark fester, lediglich Oktober 1 Mark unter Vortag, da einige für September begutachtete und beftünmtc Posten für Oktober zur Andienung kamen. Roggen ist vom Jnlande wenig offeriert. Die Abgeber haben ihre Forderungen im Anschluß an den befestigten Weizen erhöht, formten aber nur bis 0,75 Mark

Kauft in Giessen!

höhere Preise durchdrücken. Gerste anhaltend schweres Geschäft. Hafer in guter Ware gesucht, aber nur wenig fester. Von Mais Plataware größer umgeseht. Oelsaaten ruhig. Es notierten per 1000 Kilo: Weizen, märt., 258 bis 261; Rog­gen, märt, 210 bis 215; Sommergerste 205 bis 248; Wintergerste 172 bis 176; Hafer, märt, 172 pis 183; Mais (loko Berlin) 185 bis 187; per 100 Kilo: Weizenmehl 35,50 bis 38; Roggen­mehl 29,75 bis 32; Weizenkleie 10; Roggenkleie 10,70 bis 10,80; Diktoriaerbsen 44 bis 50: kleine Speiseerbsen 32 bis 36; Futtererbsen 21 bis 27; Ackerbohnen 20 bis 22; Rapskuchen 14,40 dis 14,60; Leinkuchen 19 bis 19,20; Trockenschnitzel 8,80 bis 9; Soyaschrot 19,20 bis 19,60; Kartoffel­flocken 19,75 bis 20 Mark.

Spiclplan der frankfurter Theater.

Opernhaus. Sonntag, 3. Okt.: Don Juan.. 7 bis 10 LIHr. Montag, 4.: Der Opernball. Z1/2 bis 10V$. Dienstag, 5.: Der Waffenschmied. 7l/j bis IO1/«. Mittwoch, 6.: Tannhäuser. 7 b;6 lO1/^ Donnerstag, 7.: Tosca. I1/» bis 10. Freitag, 8.: Boccaccio. 71/z bis 10V3. Samstag, 9.: Fidelio. 7 bis 10. Sonntag, 10.: Salome. 8 bis g1/^ Schauspielhaus. Sonntag, 3. Okt.: CKibe- lungen 1. Teit 7 bis 10x/a- Montag, 4.: Der Revisor. 8 bis 10. Dienstag, 5.: Der Revisor. 8 bis 10. Mittwoch, 6.: Ribelungen 1. Teit 7 bis 101/«. Donnerstag, 7.: Ribelungen 1. Teit 7 bis 1074. Freitag, 8.: Der Revisor. 8 bis 10. Samstag, 9.: Prinz Friedrich von Homburg. 71/, bis 10. Sonntag, 10.: Der fröhliche Wein­berg. 8 bis 9V< Tlhr.

Dom Büchermarkt.

Eine Fürstin. Don Maria Schade. Verlag Unter dem Kreuz. Königsberg L Pr. 1926. Ein fesselnd geschriebenes Lebensbild der Landgräfin Maria von Hessen. Zugleich ein Stück heimatlicher Kulturgeschichte zwischen 1700 und 1800. In der kleinen Biographie spiegelt sich Glanz und Rot, Grazie und Derderbtheit eines Kucop. Derlag Oskar Eulitz, Stolp 1925. 378

Wettervoraussage.

Zunächst bedeckt, bann nach vorübergehendem Aufklaren erneute Trübung, doch vorwiegend trocken, tagsüber ziemlich milde.

Gestrige Tagestemperaturen: Maximum 10,5, Minimum 6,5 Grad Celsius. Riederschläge: 0,6 Millimeter. Heutige Morgentemperatur 10,3 Grad Celsius.

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Generalvertreter für Hessen: Jakob Kaufmann, Offenbach am Main