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9.Uport

VfB. Gießen.

Dssv- (Liga) ZT. Wallau (Liga- 2:3 (0:3).

Die Ligamannschast des VfB. trug zu Ostern auf Einladung des alten VcrbandSspielgcgncrs ZT. Wallau ein Freundschaftsspiel in Wallau auS, das die eifrigeren und flinkeren Gastgeber erfolgreich sah. VfB. trat komplett an, war jedoch durch die lange Omnibusfahrt in drang­voller Enge etwas gehandicapt, so daß der An­sturm deS Gegners in der ersten Halbzeit nicht allzuviel Widerstand sand, Außerdem behinderte ein Fehler in der Mannschaftsaufstellung, wenig­stens in der ersten Spielhälfte die Aktionen der VfB er. Trohdem ist der knappe Spielverlust nicht allzu tragisch, denn Wallau stellt auf eigenem Platz tatsächlich einen sehr schwer zu nehmenden Gegner dar, der feinen Meistertitel zu Recht trägt. Die DsB.cr waren technisch besser, in der zweiten Halbzeit - nach erfolgter Umstel­lung kam Wallau nicht mehr zu Erfolgen. DfB. dagegen konnte zwei Tore ausholen, zum Ausgleich reichte cs jedoch nicht kstehr.

Die Grün-Wcißen traten sofort nach Beendi­gung der Fahrt zum Spiel an. Wallau erzielte durch sorschcS Spiel in kurzer Zeit drei Tore, die für Balser unhaltbar waren. Bei ausge­glichenerem Feldspiel ging die erste Halbzeit zu Ende, ohne daß der DsB -Sturm die wuchtige Wallouer Verteidigung hätte bezwingen tonnen. Die zweite Halbzeit brachte nach der Umstellung in der Verteidigung ein ganz anderes Spiel von feiten der Giestener. Wallau kam kaum noch über die Mittellinie. Haupt und Fenster konnten die ausopfernd arbeitende Deckung des Gegners je einmal bezwingen. Aber dabei blieb es. Die VsB.cr standen oft frei vor dem Tor, der erfolg­reiche Schuh blieb jedoch aus.

1. Jugend- Franksurt-EscherShelm l. Jgd. 2:2.

Die 1. Jugend konnte ihre zweitägige Reise erfolgreich abschliehen. Gegen die Frankfnrt- Gschersheimer Jugendlichen konnte ein ehrenvolles Llnentschicden herausgeholt werden. Dos Spiel sah die DsB-er als die technisch Besseren, jedoch waren die Gastgeber körperlich stärker und wuch­tiger. Da- Spiel bot eine Fülle interessanter Momente.

l. Jugend Aiederursel 1. Jugend 4:2.

Obwohl vom Kampf des Vortages etwas er­müdet, zeigten die VfB.er in Ricdcrurscl ein prächtiges Spiel; sie vermochten den spieltüchtigen Gegner mit 4: 2 niederzuringen. Das Spiel war ungleich schwerer als das des ersten Feiertags, zumal der Gegner nut auf Sieg spielte.

2. Jugend Spv. Alöfeld 1. Jugend 4:0.

Auch die 2. Jugend schlug sich aus ihrer zwei­tägigen Reise sehr tapset. Konnten sie doch gegen erste Jugendmannschaften Sieg und Unentschieden herausholcn. Bemerlenswert ist der 4:0-0icg über die spielstarke Alsfelder Jugend. Das Spiel begann nicht sehr vielversprechend für die VfB.er, da die weitaus stärkeren Gegner zu Beginn mächtig loslegten. Der VfB -Sturm schoß schlieh- lich doch vier bildschöne Tore.

2. Jugend Leusel 1. Jugend 1:1.

Das Spiel in Leusel wurde auf grundlosem Boden ausaetragen. Die VsB.er batten Mübe. noch den Anstrengungen des Vortages ein Un- entschieden herauszuholen.

Gpielvereinigung 1900 Gießen.

Die Ligareserve verlor in Steinberg 3:1 (2:1). 1900 trat nicht in stärkster Aufstellung an, verlor bald zwei Spieler durch Verletzung, wovon einer später als Statist auf Rcchtsauhcn weiter mit­wirkte. Die Niederlage war. gemessen an der Gesamtleistung, nicht verdient.

Am 1. Feiertag blieb die Ligareserve beim DsB. Wetter auch nur zweiter Sieger. Fünf weitere Spieler muhten erseht werden. Die er­littene 4:3-(3:1-)Niedcrlage gegen den Liga- gegner ist deswegen nicht als Schlappe zu be­trachten. Die Dlauweihen schlugen sich gut. Die Stützen waren diesesmal Torwart und rechter Verteidiger

Blamabel war die 2:0-(l:0-)Riederlage, die sich die Lehrmannschaft gegen Wetters 2. Elf holte. Bei einem Spiel, saft nur auf ein Tor, fand sich niemand, der den Ball wischen die Pfosten brachte. Der Gegner war bei gelegent­lichen Durchbrüchen glücklicher.

Die vierte Mannschaft absolvierte ihr Öfter- Programm erfolgreich. Einem 4:l-(2:l-:oicg über Steinbergs zweite Elf in Steinberg folgte ein Unentschieden (3:3) gegen Ebsdorfs spielstarke

erste Mannschaft auf des Gegners Platz Auch hier muhte 1900 mehrfachen Ersatz einstellen. Alle Spieler waren aber mit größtem Eifer bei der Sache; auch technisch war das Spiel recht gut.

Gpielvereinigung 1926 Leihgestern.

Leihgestern IRot-weiß" Frankfurt 4:3.

Die Osterfuhballspiele waren für die Spiel- Vereinigung Leihgestern ein grober Erfolg. Am 1. Feiertag weilte eine Auswahlmannschaft von Rot-Weiß' Frankfurt in Leihgestern. Diele Zu­schauer hatten sich zu diesem Spiele eingefunden und wurden Zeugen eines sehr spannenden Kampfes. Gleich in der ersten Minute gingen die Plahbesiyer durch ihren Halbrechten in Füh­rung, in der sechsten Minute jag c der rechte Läufer bereits das zweite Mal den Ball in daS gegnerische Reh. 2:0 für Leihgestern also! In der Folge wurden aufgeregt zwei Handelsmeter für den Gastgeber verschossen Angriff aus Angriff rollte vor das Tor der Frankfurter, jedoch ge­lang es den Gästen, für den Rest der ersten Halbzeit das Tor rein zu halten. Rach der Pau^e führte ein schön eingeleiteter Angriff zum dritten Tor. Runmehr drehten die Gäste aus und erzielten durch ihren Mittelstürmer ihr erstes Tor. die Leihgesterner schossen dagegen ein viertes Tor. Die Gäste verkürzten aber dann im An- schluh an einen Zreistoh und an eine Ecke auf 4:3. Das Spiel wurde sehr fair ausgetragen.

Am zweiten Feiertag weilten die beiden aktiven Mannschaften von VsR. Lich in Leihgestern. Die 2. Mannschaft des Plahvercins gewann nach überlegen geführtem Spiel mit 3:1 Toren; der 1. Mannschaft lag noch das Spiel des Vortages in den Gliedern, sie fertigte die Gäste aber trohdem noch mit 5:0 Toren ab.

Handball der Sp.-Vg. 1900.

1900 I VsL. Sachsenhausen I 6:11 (4:3).

Die Handballmannschaft hatte sich für Ostern einen Gegner aus der moinischen Oberliga ver­pflichtet. Das Spiel auf dem Sportplatz an der Liebigshöhe begann für die 1900er recht vcr- heihungsvoll. Sie griffen ungestüm an und lagen bald durch zwei Slrafwürfe mit 2:0 in Führung. Die Gäste spielten nun auch stark auf Erfolg und holten bis zum Seitenwechsel ein Tor auf. In der zweiten Halbzeit brachten die Frankfurter ihre reifere und wuchtigere Spielweise besser zur Geltung und kamen noch zu acht Erfolgen. Aller­dings war das 1900er Mannschaftsgefüge nicht mehr das der ersten Halbzeit. Die Außenstürmer wurden überhaupt nicht beschäftigt, und auch die Hintermannschaft, insbesondere der Torwart, war nicht immer ausmerksam.

Ardeiter-Turn und Sportbund.

wieseck I (Bieben I 1:2.

Mit Spielbeginn sah man ein flottes Spiel, bei dem die Schluhmännei auf beiden Seiten reichlich Arbeit bekamen. Wieseck ging durch einen Straf­st oh zuerst in Führung. Bald konnten aber die (Siebener durch einen groben Schnitzer des Tor­hüters der Plahbesitzer den Ausgleich erzielen. Rach der Pause drückte Wieseck mehr, kam jedoch zu keinem Erfolg,. Durch ein Selbsttor des rechten Verteidigers konnte Gießen zum Siegestor kommen.

wieseck II GroßenLinden I 2:0.

Wieseck war den Gästen technisch überlegen und konnte als verdienter Sieger den Platz verlassen. Wieseck l.Jgd. gegen Gießen Jgd. 3:0.

Heuchelheim I Raunheim I 1:4.

Der Kreismeister war zu einem Freundschafts­spiel in Heuchelheim zu Gast. Die Raunheimer machten einen etwas überspielten Eindruck. Troh­dem führten sie bald mit 0:2. Heuchelheim holte sodann ein Tor auf. Bis Halbzeit stellte Raun­heim das Ergebnis auf 1:4. Rach dem Wechsel ließen die Gäste merllich nach. Heuchelheim be­drängte nun stark das Gäsletor, konnte jedoch nichts zählbares erreichen. -- Vorher. Heuchel- beim II gegen Raunheim ll 1:1 und Schüler gegen Schüler 0:0.

wieseck I Dietzenbach I 1:2.

Am 1. Oftcrfeiertag hatte Wiesecks Erste die Kreisklassenelf von Dietzenbach zu Gast. Die Gäste stellten eine sehr flinke Els, aber Wieseck war auch gut vertreten. Beide Hüter mußten ihr Können öfter unter Beweis stellen. In der 15. Minute gingen die Gäste in Führung, während Wieseck stark von Schußpech verfolgt war. Halbzeit 0:1. Rach der Pause konnte Dietzenbach durch einen

scharfen Schuh auf 0.1 erhöhen, während bald daraus Wieseck durch Kopfball auf 1:2 verkürzte. Der verdiente Ausgleich blieb versagt.

wieseck II Grohen-Buseck I 9:1.

Wieseck war dem Gegner technisch voraus und konnte bei Halbzeit bereits mit 4:1 führen. Rach dem Wechsel blieb Wieseck weiter im Vorteil und siegte hoch und verdient. Wieseck Schüler gegen Rödgen Schüler 1:0.

Allendorf (Lahn) 1 Gießen I 2:3.

Gießen war in Aliendorf (Lahn) zu Gast. Die Platzbesitzer lieferten den Städtern ein gleichäver- tiges Spiel Gießen gelang es nur durch den Ein­satz aller Kräfte einen knappen Sieg zu erringen.

Lollar I Watzenborn I 12:4.

Datzenbcrn gab Wohl alles her, um den Sturm der Einheimischen in Schach zu halten, konnte aber nicht verhindern, daß er ein Dutzend Tore erzielte, dem nur vier Tore entgegengesetzt wer­den konnten. Vorher: Lollar Jgd. gegen Wie­seck 2. Jgd. 2:1.

Raunheim I Bürgel I 6:1.

Der Kreismeister hatte am 1. Feiertag Offen­bach Bürgel L im Freundschaftsspiel zum Gegner. Diesmal zeigte Raunheim wieder besieres Können als in Heuchelheim. Durch Elfmeter ging Raun­heim in Führung und in kurzen Abständen er­zielte der Halbrechte drei weitere Tore. Halbzeit: 5:0. Rach dem Seitenwechsel ließ das Spiel merk­lich noch. Raunheim kam zum 6. Tor, die Gäste retteten den Ehrentreffer.

Heuchelheim I Dietzenbach I 6:1.

Am 2. Feiertag war Dietzenbach in Heuchelheim zu Gast. Die Mannschaft zeigte hier wenig An­sprechendes. In der ersten Spielhälste sah man ein ausgeglichenes Spiel. Heuchelheim ging zuerst in Führung. Dietzenbach drängte daraufhin etwas, konnte jedoch nichts erreichen. Halbzeit: l:0.Rach der Pause lagen die Dietzenbacher im Angriff, liehen aber bald wieder nach und Heuchelheim kam zu weiteren Torerfolgen. Den Gästen blieb das Ehrentor.

Grohen-Buseck I Bürgel I 2:2.

Am 2. Feiertag war Offenbach-Bürgel inGro- ßen-Buseck zu Gast. Die Platzbesitzer konnten durch übergroßen Eifer das Spiel offen halten. Bei Halbzeit führte Bürgel mit 2:0 Toren. Rach dem Wechsel gelang Grohen-Buseck der Ausgleich und damit ein Achtungserfolg.

Im Spiel Vetzberg l gegen Frankenbach I gab die größere Spielerfahrung der Gäste den Aus­schlag und Vetzberg verlor mit 0:2.

Amtsgericht Gießen.

Bei einem Zusammenstoß zwischen 30 bis 40 Kommunisten und vier Rationalsozialisten am 7. August v. I. in der Reuen Bäue erhielt einer der letzteren trotz der großen älebermacht seiner Gegner, die in einer 2ll>wehr sich nicht befunden haben, einen Messerstich in die Brust, der an feiner Rippe abprallte, so daß eine unmittelbare Lebensgefahr nicht eintrat. Der Verdacht, der Messerheld zu sein, hatte sich im Dorversähren, insbesondere durch schwer belastende Aussagen eines Tatzeugem gegen einen Kommunisten derart verdichtet, daß seine Verurteilung zu erwarten stand. Doch in der Hauptverhandlung reichten die Beurkundungen des Zeugen, der diese seinen früheren Aussagen gegenüber wesentlich ein» schrankte, zu einer Verurteilung nicht aus. DaS gleiche Ergebnis hatte auch die Verhandlung gegen einen weiteren Angeklagten, der ebenfalls der Tat verdächtig war. Beide mußten frei» gesprochen werden.

Dagegen fand eine ebenfalls überaus rohe Tat ihre Sühne durch Verurteilung deS Täters wegen gefährlicher Körperverletzung zu zwei Wochen Gefängnis. Den Angeklagten hatte in feiner Werkstätte ein an zwei Krücken gehender Krüppel besucht, um mit ihm wegen bestehender Differen­zen eine Rücksprache zu nehmen. Jener ging aber nicht darauf ein, sondern ergriff den Krüppel, trug ihn in den Hof. warf ihn dort hin, so daß er mit dem Gesicht auf die Erde zu liegen kam, und schlug mit der Krücke des Invaliden auf ihn ein, so daß dieser nicht unerhebliche Ver­letzungen davontrug. Seinem brutalen Verhalten setzte der Angeklagte die Krone auf, indem er nicht zulassen wollte, daß einige hierüber empörte Leute den Verletzten aus dem Hofe geleiten wollten.

Elektrische Straßenbahnen bedürfen im Verkehr, da sie im Gegensatz zu Fahrzeugen nur auf Schie­nen fahren, diesen nicht ausweichen können und dergleichen mehr, selbstverständlich eines erhöhten Schutzes, und dieser wird auch der Gießener Straßenbahn durch besondere Vorschriften zuteil. Ein hiesiger Autofahrer verstieß gegen diese.

Obwohl er mit den StrahenverkehrSverhLltnfffen vertraut war, trug er bei einer Fahrt diesen und der Lebhaftigkeit deS Verkehrs keinerlei Rech­nung. sondern fuhr auS seiner Toreinfahrt über den Dürgcrstiea nach der Fahrstraße, ohne sich in geeigneter Weife verläffigt zu haben, ob nicht eine nahende Straßenbahn durch ihn gefährdet werde und zunächst ein Halten ober langsames Fahren geboten fei. Sine derartige Gefährdung lag aber tatsächlich vor. Sin elektrischer Wagen befand sich gerade in voller Fahrt in der Rahe der Toreinfahrt, und daS Auto kreuzte die Schie­nen nur wenige Zentimeter vor dem QBagen. Der Angeklagte hatte, um noch unbehelligt vor­überzukommen, Vollgas geben müssen, und dem Wagenführer war es gelungen, den Wagen noch gerade rechtzeitig zum Stehen zu bringen. Der Autofahrer, der bei der gleichen Gelegercheit auch einen Radfahrer angesähren hatte, die ganze Schuld an dem Unfall aber dem Wagenführer zuschob, erhielt eine Geldstrafe von 2 4 Mk.

Kunst und Wissenschaft.

Gchcimrat Professor Dr. Eduard Sievers f.

Der emeritierte Professor der deutschen Sprache und Literatur an der Universität Leipzig, Geh. Hofrat Professor Dr. phil. theol. et ined. Eduard Sievers, ist gestern im 82. Lebensjahr ae ft o r b c n. Eduard Sicvcrs geboren am 25. No­vember 1850 zu Lippoldsberg (Hessen-Nasfaui, wurde bereits mit 21 Jahren außerordentlicher Professor in Jena, wirkte später in Tübingen, Halle und von 1892 bis zu seiner (Emeritierung, 1922, in Leipzig. Er hat eine lange Reihe von Arbeiten über die ältere deutsche Sprache und Literatur veröffentlicht; die von ihm entwickelt.' sog. Schallanalnse hat in der gesamten germanistischen Fachwissenschaft erbeb* liches Aufsehen erregt. Der Gelehrte war lange Jahre hindurch erster Sekretär der Sächsischen Aka­demie der Wissenschaften.

Rovellenpreis derReuen Linie".

Der 15 000-Mark-Rovellenpreis, den die Mo­natsschriftdie neue linic (Dever-Derlag. Leip­zig) auf 5 Jahre angesetzt hat, ist zum erstenmal zur Derteilunggelangt. Für das Jahr 1932 ging es um 3000 Mk. für die beste deutsche Degcn- wartsnovelle. Die Preisrichter Wilhelm von Scholz, Alfons Paquet, Paul Fechter, Bruno E. Werner konnten sich trotz der gewal­tigen Zahl der Eingänge zur Verteilung des er* sten Preises nicht entschließen. Der 2. Preis in Höhe von 1000 Mk. wurde geteilt zugesprochen an: Pia Kämper, Köln, für die Rovelle .Der Weg , und Käthe Lübbert-Griese, Berlin, für die Rovelle .Anna". Den 3. Preis in Höhe von 500 Mk. erhielt M. O. Starck, Zürich, für die Rovelle .Geburtstagsgeschichte". Ferner wur­den für je 300 Mk. angekauft: die Rovelle .Re­gina Amstetten" von Ernst Wiechcrt. Berlin, und die Rovelle »DaS Waldhorn", von Georg Britting, München Die nicht verteilte Summe von 1500 Mk. wurde den Preisrichtern zugeteilt, die eS von sich auS übernommen haben, bis Ende deS Jahres den anderen Mitgliedern der Jury eine Rovelle, die für den ersten Preis in Frage kommt, vorzuschlagen. Sollte diese Ro­velle nicht gefunden werden, wird der Betrag der Preußischen Akademie der Künste, Abteilung für Dichtung, überwiesen. Der Bericht des Preis­gerichts steht im Aprilheft derneuen tinie.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit ds Schriftleitung.)

A. W. St. 1. Wir nennen Ihnen eine alte und zwei neuere Darstellungen, die sämtlich erheblich billiger als das von Ihnen genannte Werk sind: C. G. Carus,Goethe". Alfred Kröner, Leipzig. Robert Z i l ch e r t,Goethe", Emil Roth, Gie­ßen. Georg Witkowski,DaS Leben Goe­thes", Th. Knaur, Berlin. 2. Das Thema wurde bereits vor zwei Jahren in den Familien­blättern behandelt; wir lassen Ihnen die be­treffende Rümmer zugehen.

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Gemeinden.

Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (sübanlage). Samstag, 2. April. Vorabend: 6.45 Uhr; morgens: 9 Uhr; abends: 7.05 und 7.45 Uhr.

Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfeier, den 2. April. Freitagabend 6.30 Uhr, Samstagvormittag 8.30; nachmittags 3.30; Sabbatausgang 7.45 Uhr. Wochengottesdienst: morgens 6.45 Uhr, abends 6.30 Uhr.

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40 Jahren von Spezialisten und Sachverständigen als wirksamstes Hautpflegemittel bezeichnet. Das darin enthaltene Cholesterin verhütet rauhe und gerötete Haut, macht trockene und spröde Haut geschmeidig.

SO

Offenlegung Oer Wülfte für die Mahl des Reichspräsidenten am 10. April 1932 (II. Mahlgang).

Die Wählerliste für die zur Wahl des Reichspräsidenten (II. Wahlgang) in der Stadt Gießen mit Gemarkung Schissen- berg und Hermwald stimmberechtigten Personen liegt am Samstag, dem 2. April 1932, von 8 bis 13 Uhr und 15 bis 18 Uhr, und am Sonntag, dem 3. April 1932, von 9 bis 13 Uhr, im Stadthaus, Bergstraße 20, Zimmer Nr. 13 (Wahlamt) zur Einsichl offen. 251 IC

Einsprüche gegen die Richtigkeit der Wählerliste sind innerhalb der Ossen- legungsfrist bei Meidung des Ausschlusses bei dem Wahlamt schriftlich oder mündlich zu erheben. Soweit die Richtigkeit einer Behauptung nicht offenkundig ist, sind Be­weismittel beizubringen. Wird ein Ein- sprach nicht sofort für begründet erachtet, fo entscheidet über ihn der Kreisausschuß endgültig.

Gießen, den 31. März 1932.

Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Dr. Sei b.

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____________________________________________0196U

Anordnung.

Auf Grund des § 2 Abs. I der Hessischen Verordnung zur Sicherung der Haushalte von Gemeinden, Gemeindeverbänden und sonstigen Körperschaften des öffentlichen Rechts vom 25. September 1931 in Ber. binöung mit Kapitel III Art. 1 Abs. 2 im Ersten Teil der Anpassungsoerordnung des Reichspräsidenten vorn 23. Dezember 1931 wird mit Zustimmung der Landesregie­rung verfügt, daß in der Stadt Gießen die Getränkesteuer auch im Steuerjahr 1932 mit einem Steuersatz von 10 vom Hundert des Kleinhandelspreises weiter erhoben wird.

Gießen, den 29. März 1932. 2503C

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Am Donnerstag, dem 7. April 1932, vor­mittags 9 Uhr, wird im Amtsgerichtsge. bäude zu Gießen, Zimmer 106, das im Grundbuche von Gießen den Jetbinanb Alffen Eheleute zu Gießen zugeschriebene Anwesen, Licher Straße 29, Flur III Rr. 273« = 186 qm Hofreite und Flur III Rr. 273® 10 = 159 qm Grab garten, geschätzt 25 263 Reichsmark, versteigert.

Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel, Bergstraße 20 (Stadthaus), zur Einsicht ausgehängt. 1114D

Gießen, den 8. Februar 1932.

I. 21.: des Hessischen Amtsgerichts Gießen. Leo, Ortsgerichtsoorsteher.

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Der vom Gemeinderat durchberatene Voranschlag für 1932 liegt vom 1. April 1932 ab eine Woche auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters zur Einsicht offen. Einwendungen können während dieser Zeit schriftlich ober zu Protokoll vorgebracht werden. Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. 2509D

Röthges, den 31. März 1932.

Hessische Bürgermeisterei Röthges.

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