S.jf.-fpor/
Vor dem Abschluß der 13. Rhön.
Die vorläufigen Wertungen.
3m Verlauf des Freitagvormittag kehrten die am Vortage auf Strecke gegangenen Flieger wieder ints Fliegerlager Wasserkuppe zurück. Auch der heutige Lag brachte eine kleine Sensation: Dem unermüdlichen württembergischen Hebungß- flieget Haken-Jost gelang es auf „Lore", die Bedingungen des Milseburg-Preises zu erfüllen, der mit 2500 Mk. dotiert ist. Dem eifrigen 3imgflieger fällt damit auch der „Rehring-Ge- dächtnis-Preis" des Kreises Gersfeld zu. 3m älebungs-Wettbewerb kommen als erste Anwärter für den 1000-Mark-Preis für die größte Ge- samtflugdauer der 3unioren in Frage: Ditt- mar mit 181/» Stunden, 3ans mit 11^/. Stunden, und Renner mit 81/* Stunden. Bel den fortgeschrittenen Segelfliegern stehen an erster Stelle im Preise für die größte Flugdauer Hake n - 3 o st mit 201/o Stunden, Peters mit 16Vr Stunden, und Künzer mit 8 Stunden. 3m
I500-Mk.-Preis für die größte Gesamthöhe führen Haken-Jost mit 2320 Meter, der Pole La - p a t n i n k nut 1530 Meter, und Dittmar mit 1370 Meter. 3m Streckenflug liegt Peters an erster Stelle (45,9 Kilometer) vor Di11mar (43,5 Kilometer) und Haken-3ost mit 42,2 Kilometer. Aller Voraussicht nach dürfte Haken-Jost mit Dittmar als Sieger aus dem plebungs-Wettbe- werb hervorgehen. 3m Leistungs-Wettbewerb steht noch der Fern-Ziel-Flug aus. Den 1500-Mk.-Streckenflug und Ermunterungs-Preis für die Flieger, die noch keine 30 Kilometer geflogen haben, konnten sich Deutschmann mit 66,4 Kilometer, und Pernthaler mit 59,2 Kilometer sichern. Der Fern-Segelflug-Preis, der mit 2500 Mk. ausgeschrieben ist, fällt an Wolf Hirth mit 154 Kilometer und Mayer -Stettin mit 125 Kilometer. Mayer konnte auch die Bestimmungen deS Höhen-Forschungs-Preises erfüllen. Da mit dem heutigen Tag die Zahl der Flüge auf 450 gestiegen ist, rechnet man damit, daß die Dor- jahressumme von 500 Flügen wieder erreicht wird.
Olympisches Tagebuch.
3um Beginn der Olympiade.
Los Angeles' männliche Pythia äußerl sich ...
In letzter Minute wurde zu den olympischen Vorbereitungen ein großer Fachmann zugezogen — nämlich der Hellseher von Beverley Hills, der Villenvor- stadt von Los Angeles. Er sollte sich über die Aussichten der nationalen Mannschaften äußern. Wie lautete seine Prophezeiung? Im Gesamtklassement werden die Japaner an erster Stelle, die Amerikaner an zweiter, und die Deutschen an dritter Stelle stehen. Aenderungen vorbehalten! Soweit der Spruch der männlichen Pythia von Kalifornien. Noch interessanter als das, was er sagte, ist vielelicht, was er verschwieg. Man hätte gern erfahren, ob der finnische Meister Nurmi endgültig zum Marathon-Lauf zu- gelassen werden wird, ob Ben Castmnn seinen körperlichen Zusammenbruch überwinden wird, ob Metzner, unbeschadet seiner verstauchten Zehe, ob Paul de Bruyn trotz seines Uebertrainings gut abschneiden wird ...
200 hoffnungsfrohe Japaner sind da!
Diese Männer, deren Können der Hellseher so hoch einschätzt, sind in drei Raten, auf drei Schiffen, in der phantastischen Stärke von 203 Mann in Los Angeles eingetroffen. Allein 150 von ihnen find aktive Leichtathleten, der Rest besteht aus Journalisten, Trainern, Köchen. Es find sehr ehrgeizige Leutchen, diese Japaner. Sie setzen alles daran, um die übernächste Olympiade des Jahres 1940 für Tokio zu sichern. Sie haben bereits einen heiligen Eid darauf abgelegt, daß in ihrem tausendjährigen Kalender für dieses Jahr kein Erdbeben vorgesehen ist. Zum Zeichen ihrer unverbrüchlichen Treue für Olympia haben sie bereits die Häuschen aufgcfauft, die sie in der olympischen Siedlung während der Zeit der Wettkämpfe bewohnen werden. Sie wollen sie im Triumph über den Stillen Ozean bringen, um sie auf japanischen Boden zu verpflanzen. Vielleicht wollen sie sie auch in Gold rahmen lassen.
Neues aus dem deutschen Lager.
Aber noch vor Tokio 1940 ist Berlin 1936 an der Reihe. Den Deutschen werden allenthalben in Los Angeles die größten Sympathien entgegengebracht. Sie haben es verdient. Sie sind so fleißig, wie der deutsche Michel es im Bilderbuch zu sein pflegt. Namentlich die deutschen Sprinter bestechen durch glänzende Form. I o n a t h ist ganz groß — selbst nach amerikanischem Urteil. Und wenn Metzner seinen Verband, den er an der einen Zehe trägt, rechtzeitig ablegen kann, so wird auch sehr ernsthaft mit ihm zu rechnen sein. Ob die amerikanische Sprin- termannschast tatsächlich die deutsche schlagen kann? Die beiden populärsten Figuren im deutschen Lager sind übrigens der Münchner Schwerathlet Rudolf I s m a y r , ein prächtiger Bursche, und die Wiener Athletin Mady E p p l i, die so viel kann wie drei Schlangenmenschen und Aga, die schwebende Jungfrau, zusammengenommen...
Bittersüßen Gesichts läßt Uncle Sam zwei Neger für Amerika laufen.
Das heißt — da sind immerhin in der amerikanischen Mannschaft zwei Gentlemen, die den Deutschen eine harte Nuß zu knacken geben werden. Metcalfe und Tolan. Und — Wunder über Wunder! — beides sind Neger. Hier hat im Sport sich einmal wirkliches Können allen Rassenvorurteilen zum Trotz durchgesetzt. In den Vorkämpfen ließen alle beide die weiße Garde hinter sich. Mit sauersüßem Lächeln haben die Amerikaner diese ausgezeichneten Sportler
als ihre Spitzenkandidaten für kurze Strecken nominiert — was blieb ihnen schließlich auch anderes übrig? Denn ihre Kurzstreckenläufer gehören nicht unbedingt zur ersten Weltklasse. Die Stärke der Amerikaner liegt in den großen Distanzen von 400 und 800 Meter. Sie liegt in darr und Eastman — wenn Eastmann überhaupt im olympischen Stadion starten kann.
Wasser — stark gefragt!
Sehr aufschlußreich ist es, den Kassenapport für die ersten olympischen Tage durchzusehen. Da stellt sich heraus, daß, obwohl die leichtathletischen Veranstaltungen naturgemäß den Kern des olympischen Programmes bilden, jetzt schon sämtliche Karten für die Schwimmtage restlos vergriffen sind. Auch bei fliegenden Händlern ist keine einzige Karte mehr erhältlich. Von diesen Vorführungen scheint man sich Wunderdinge zu versprechen.
Birken für Finnland.
Nicht nur für die Trainingsmöglichkeiten, sondern auch für das Wohlergehen der einzelnen Sportler ist denkbar intensiv vorgearbeitet worden. Ein Beispiel: Dor wenigen Tagen traf aus Alaska ein großer Posten Birkenzweige ein. Für wen? Für die finnische Mannschaft. Und wozu? Nun, die Finnen können es nun einmal nicht lassen, sich in ihrem Dampfbad nach der Kur mit Birkenzweigen abreiben zu lassen. Für sie ist nun einmal ein Dampfbad ohne Birkenruten kein finnisches Dampfbad.
Der Olympia-Film fehlt nicht!
Die aktuellste aller Filmreporter, der pfiffigste aller Hollywooder Routiniers, Douglas Fairbanks, hat noch vor Beginn der olympischen Spiele einen besonderen Olympia-Film herausgebracht, der hier als besondere Sensation vorgeführt wird. Natürlich muß er der Hauptdarsteller fein. Allerdings glaubt man ihm noch, dem rüstigen Herrn, seine sportlichen Fähigkeiten. Gelegentlich, etwas weiter im Hintergrund tauchen bann auch die richtigen Sportkanonen auf. Barnes, der Stabhochspringer, ist dabei, der Sprinter Wykoff, der Leichtathlet Brix. Merkwürdigerweise alles Leute, die nicht zur amerikanischen Mannschaft gehören. So ist die Propagandaaktion, als die dieser Film in ziemlich anspruchsvollem Maßstab gedacht war, ein wenig ins Wasser gefallen ...
Kaffee! Kaffee!
Die brasilianische Mannschaft ist hier mit einem großen Sack Kaffee eingetroffen, aus dessen Erlös sie ihre Ausgaben zu decken hofft. Ihr Hauptquartier ertrinkt in schönen, ungerösteten Kaffeebohnen. Allerdings stehen ihre Aussichten in dieser Beziehung herzlich schlecht. Denn Los Angeles hat mehr als genug Kaffee für die 325 300 olympischen Gäste. Und sogar in Brasilien soll man ja wiederholt Kaffee ins Meer geschüttet haben, nur um die Preise dieser billigen Ware hochzuhalten ...
Los Angeles Hal das Geschäft schon sorgfältig ausgerechnet.
Am 30. Juli wird über dem Haupteingang der Olympiade jene Fackel angezündet werden, die 16 Tage lang ununterbrochen den Kampfplatz beleuchten soll. Diese Olympiade soll ein lichtvolles Unternehmen werden — in mehr als einer Hinsicht, lieber den Sport hinaus verspricht sich der Staat Kalifornien Wunderdinge von dieser Sensation. Er hofft nämlich auf ein ganz großes Geschäft. Man hat ausgerechnet, daß etwa 325 300 Bssucher zu den Wettkämpfen in Los Angeles erscheinen werden. Diese
Leute werden während der 16 Tage zur Deckung ihres Lebensbedarfs eine tägliche Durfchnittsfumme von 1 977 900 Dollars ausgeben. Dies ergibt, wenn man die Eintrittskarten zum Stadion noch nicht einmal mitrechnet, eine Gesamtsumme von 37 581 400 Dollars die der olympischen Stadt zugute kommen sollen. Diese Rechnung basiert auf der Statistik des vorigen Jahres, aus der hervorgeht, daß jeder Besucher Südkaliforniens sich durchschnittlich 19 Tage in diesem Lande aufhielt und durchschnittlich 6,08 Dollars am Tag ausgegeben hat.
John Becker.
Um den Davispokal.
Frankreich—Amerika nach dem ersten Tag 2:0.
Entgegen den Erwartungen konnten die Franzosen im Endkampf um den Davispokal in Paris bereits am ersten Tage eine Führung von 2:0 herausholen. An einem französischen Endsiege ist kaum noch zu zweifeln. Den ersten Kamps des Tages gewann der wieder herangezogene alte B o r o t r a gegen den amerikanischen Meister und Wimbledonsieger Bin es mit 6:4, 6:2, 3:6, 6:4. 3m zweiten Kampf des Tages gewann Henry C o che t gegen den Amerikaner Allison 5:7, 7:5, 7:5, 6:2. Allison war von den Amerikanern an Stelle von Shields für die Einzelspiele eingestellt worden. Die Vankees hatten keinen schlechten Griff getan, denn Allison setzte Frankreichs „Aß" einen starken Widerstand entgegen, wie die knappen Ergebnisse der ersten drei Sätze beweisen. Die Amerikaner führen damit 2:0.
Kurze Sporinoiizen.
Anerkannt wurde vom DSV. der am 13. 3uli von Gerda Stegemann aufgestellte deutsche Rekord im 800-Meter-Kraulschwimmen mit 13:06,4.
Gar Wood, der amerikanische Motorbootrennfahrer, hat noch nicht die Absicht, den Weltrekord von Kaye Don schon m nächster Zeit anzugreifen. Er wird diesen Versuch erst nach dem Rennen um die Harmsworth-Trophae unternehmen.
*
Zu den deutschen Rudermeister- sch asten in Passau haben 40 Vereine mit 119 Booten und 507 Ruderern gemeldet.
Eine Vereinsfusion gab es in Worms, wo sich Alemannia und Olympia Worms zu einem Verein zusammengeschlossen haben.
*
Eduard Martini, der bekannte süddeutsche Fußballführer, ist am Mittwochabend in Nürnberg an einer Fleischvergiftung gestorben.
Wieder ein neues Verkehrsmittel. Neue dieselelektrische Triebwagen mit 100 Kilometer Geschwindigkeit.
WSR. Frankfurt a. M., 29. 3uli. Die Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. setzt zum erstenmal einen schweren dieselelektrischen Triebwagen für den Personenverkehr ein, welcher von der Eifenbahn-Verkehrsmittel A. G. Berlin, Werk Wismar, in Verbindung mit den Maybach-Motorenwerken Friedrichshafen erbaut worden ist. Diese Wagen sollen zunächst auf den Strecken Frankfurt—Wiesbaden, Frankfurt— Mainz und Frankfurt—Darmstadt verkehren. Zwei weitere Wagen werden voraussichtlich in Kürze folgen. Diese drei Wagen sollen den Dienst der bisherigen Dampfkleineilzüge übernehmen. Sie werden eine Geschwindigkeit von 95—100 Kilometer entwickeln. Der Triebwagen enthält 16 Plätze 2. Klasse und 56 Plätze 3. Klasse. Die Heizung geschieht durch das Motor-Kühlwasser. Die Beleuchtung ist elektrisch. Der Antrieb geschieht durch einen 12-Zylinder-Mahbachmotor von 410 PS. Die Steuerung des Triebwagenzuges kann sowohl vom Triebwagen, als vom Anhänger aus erfolgen, so daß ein Wenden nicht notwendig ist.
Heute vormittag fand eine Probefahrt dieses neuen Verkehrsmittels statt, zu der die Presse eingeladen war. Sanft gleitend verließ der Wagen die Bahnhofshalle und hatte schon bald eine erhebliche Geschwindigkeit erreicht, ohne daß man dabei auch nur im geringsten irgendwelche Erschütterungen verspürte. Mit 70 Kilometer schon ging es über die Mainbrücke, und in Reu-3senburg hatte die Maschine 100 Kilometer „drauf". 3n knapp 20 Minuten war Darmstadt erreicht. Auf der Rückfahrt das gleiche Gefühl einer angenehmen Reise. Viel ruhiger und sanfter wie in den Eil- oder Schnellzügen sausen wir dahin, und dabei hat man absolut nicht den Eindruck, als ob man mit 100 und mehr Kilometern durch die Landschaft rast. Zurück dauerte es gar nur 17 Minuten.
Wirtschaft.
• Frankfurter Maschinenbau AG., vorm. Pokorny & Wittekind, Frankfurt a. M. 3n der heutigen Generalversammlung der Franlfurter Maschinenbau AG., vorm. Pokorny & Wittekind, Frankfurt a. M., wurde der Abschluß für das Geschäftsjahr 1931 einstimmig genehmigt. Die Verwaltung bemerkte hierzu, daß sich die durch die Sanierung ermöglichte reichliche Dotierung der Reservekonten sehr bewährt hätten, so daß man noch in das Jahr 1932 mit einer Sonderreserve hätte eintreten können. Der Beschäftigungsgrad in der Maschinenindustrie sei nunmehr auf 27 Prozent des Solls herabgesunken, bei der FMA. sei der Prozentsatz noch geringer, da bei ihr die in dieser Zahl berücksichtigten Russenaufträge fehlten. Die Höhe des Auftragsbestandes sei völlig unzureichend, und man bemühe sich weiter, die Unkosten dem Produktionsrückgang entsprechend zu senken. Gegenüber manchen Anzeichen, daß dec Tiefpunkt der Krise überschritten sei, wäre die Verwaltung skeptisch.
* Wayß & Frey tag AG., Frankfurt a m M a i n. 3n der gestrigen GV. wurde der bekannte Abschluß für das Geschäftsjahr 1931 32 ohne Aussprache genehmigt, ferner wurde Mitteilung gemäß § 240 HGB. gemacht. Vorstand und AR. wurden entlastet und es wurde der Verwaltung die Erlaubnis zur Errichtung der „Baugesellschaft Wayß & Freytag AG." in der vor- geschlagenen Art erteilt. Dor dem Eintritt in die TO. machte der Vorsitzende einige Ausführungen über die Ereignisse, die zu der Kapitalzusammenlegung 12:1 geführt hätten. Sieber das Wesen der beiden Gesellschaften erklärte der Vorsitzende auf Anfrage, daß die alte Wayß & Freytag nur mehr die noch laufenden Arbeiten, mit Ausnahme der auf die neue Gesellschaft übertragenen Bauten in Dünkirchen und 3stanbul, erledigen und keine neuen Aufträge mehr entgegennehmen wird. Bei Dünkirchen handele es sich um ein langfristiges Geschäft bis 1935, an dem die Gesellschaft in Gewinn und Risiko zu einem Drittel beteiligt sei. Auch nach Ablauf des Hoover-Jahres« würden für die Durchführung keine Schwierigkeiten erwartet. Der Auftrag für die Kanalisation in Istanbul sei um eine Kleinigkeit gekürzt worden, was jedoch
durch die Vergrößerung des Auftrags für Pera mehr als ausgeglichen würde. Für die holländischen Bauausführungen stelle die Ballast Mij. Kapital zur Verfügung. Von den deutschen Behörden seien der Gesellschaft verschiedene Projekte zur Bearbeitung überwiesen worden. Die Finanzierung der neuen Gesellschaft sei durch sichere Debitoren, durch die laufenden Einkünfte und durch die holländische Firma gesichert.
* Finanzhilfe f ü r Junkers Hauptbüro und Forschungsan st alt. Zwischen den drei Banken, DD-Bank, Commerz- und Privatbank und Abteilung Anhalt-Dessauische Landesbank der ADCA. einerseits und Professor Junkers anderseits ist unter Mitwirkung von Staat und Stadt Dessau ein Abkommen zustande gekommen, wonach die Banken Professor Junkers Mittel zur Befriedigung der Angestellten des Junkersschen Hauptbüros und der Forschungsanstalt zur Verfügung stellen. Damit ist ein weiterer Schritt auf dem Wege zur befriedigenden Ordnung im Rahmen des Vergleichsverfahrens getan worden.
Frankfurter Abendbörse behauptet.
Franksurt a. M., 29. Juli. Nach den Befestigungen zum Schluß des Mittagsverkehrs setzte die Abendbörse aufgrund der meist schwächeren Auslandsbörsen zunächst nur knapp behauptet ein, zumal man auch wegen der Wahl wieder Zurückhaltung bekundete. Später wurde die Haltung wieder fester, wobei man auf die im Verlauf befestigte Neuyorker Börse verwies. IG. Farben stiegen bis auf 88,5 v.H. nach einem Eröffnungskurs von 88,13 v. H., um aber im Verlaufe wieder auf 88,25 v. H. abzubröckeln, ba von Großbankseite etwas Material abgegeben wurde. Die Umsätze hielten sich in engen Grenzen.
Der Renten markt lag zwar sehr ft i 11, die erhöhten Kurse für deutsche Anleihen und Reichsschuldbuchforderungen blieben aber behauptet. In Goldpfandbriefen fanden keine Umsätze statt. Neubesitzanleihe 5,70, Altbesitzanleihe 45,5, Reichsbank 125 5, Gelsenkirchen 32,75, Phönix 14,25, Stahlverein 12,25, AEG. 28.25—28,5, IG. Farben 88,13 bis 88,25, Gesfürel 60,25, Schuckert 64,39. Südd. Zucker 107, Reichsbahn-VA. 75,5, Hapag 12.
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.
Deolfenmatfl Berlin — Frankfurt a. M.
Berlin
IVranftun a. M.
.yranliur. u. Dl.
■öeriiu
e»;;6- SÄ'
börie I börse
28.7. ! 29.7
Datum
88.25
88,25
86,9
86,65
40,5
42,65
68,5
68
31,5
32,5
78,75
79,5
68,5
Banknoten.
68
6,5
Datum |
4,65
3,25
3,35
3,35
4,05
31
36
31
17,13
32,25
24,25
10,5
1,05
6
12
2
9
11
14
12
8
7
7
0
3,3
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8
7
8
133.25
16.5
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24.75
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36
31
4
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66,15
17 32.65 25.25
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• 0
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45,5
5,7
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7.4 3.75 17,25
3.6
17
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. 0 . 6
10
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. 0 . 8 *Vi
10 . 6
133,5
17
32,25
25 I
Franktuner Maschinen . .
Gritzner........
Mamkrastwerke Höchst a. M.
Süddeutscher Zucker . . .
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 o H, Lombardzinsfuß 6 v. H.
28.7 29.7.
4% Oesterreich«cke Golvrenie . . 4,20% Oesteneichische Silberrente 4% Ungarische Goidrente ....
4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4Y,% desgl. von 1913 ....
6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie I . . . .
4% desgl. Serie II.....
fr%fRumän. vereinh. Rente 0.1903 4^,%Rumänseretnh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente
i Anatolier.....
Schultheis Patzenhoser . . . Aku «Allgemeine Kunstseide) Bemberg.........
Zellstoff Waldhos.....
Zellstoff Aschaffenburg . . . Dessauer Gas...... •
Daimler Motoren . . . . Deutsche Linoleum . . . . Orenstein & Koppel . . . . Leonhard Tietz......
SvenSka.........
Thade..........
Philipp Holzmann . . Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt.
Wayß & Freytag . .
5rant|urt a. M.
JJerlin
Schluß- kurs
Schluß«. Abend« börs-
Schluß« lure
Schluß!. Mlltag- börse
■Datum
28 7
297
28 7.
29 7
Rieveck Monian . . .
. . . 7,2
—
—
—
—
Vereinigte Stahlwerke
. ... 4
12
12,25
12,5
12,13
Otavi Minen ....
. . 16’/,
10,5
11
10.65
11,25
Kaliwerke Aschersleben
. . . 10
91
——
91.5
93
Kaliwerke Westeregeln
. . . 10
101
102
100
102
Kaliwerke Salzdetsurih
. . . 15
159
161
159
160
28-Juli
29. Juli
Amllichc Notierung
(Viflh | Stic1
Amtliche Notierung
Geld 1 Arie'
Helsingfor« .
Wien...»
6,374
6,388
6,344
6,356
51,95
52,05
51,95
52,05
Prag . . .
12.465
12,485
12,465
12,435
Budapest . .
—
—
—
—
Sofia . . .
3,057
3,063
3.057
3,063
Holland . .
169,63
169,97
169,53
169,87
Oslo. . . .
74.28
74,42
73,93
74,07
Kopenhagen.
79,87
80,03
79,42
79,58
Stockholm .
76.07
76,23
75,72
75,88
London. . . Buenos Aires
14,81
14.89
14,73
14.77
0,918
0,922
0,913
0,917
Neuyork . .
4,209
4,217
4.209
4,217
Brüssel. . .
58.30
58,42
58,31
58,43
Italien. . .
21,44
21,48
21,42
21 .46
Paris . . .
16,475
16,515
16,465
16.505
Schweiz . .
81,84
82,00
81,77
81,93
Spanien . .
33,62
33,68
33,72
33,78
Danzig. . .
81,97
82,13
81,92
82,08
Japan . . .
1,159
1,161
1.159
1,161
Rio De Ian..
0,325
0,327
0,325
0,327
Jugoslawien.
6,693
6,707
6.693
6.707
Lissabon . .
13,59
13.61
13,49
13,51
Schluß« kurs
Schluß!. Abend« börse
Schluß» turs
Schluß!, mittag« börie
28 7
29 7.
28 7.
29.7.
11,25
12
11,5
12
—
——
—
—
—
—
—
17,5
12,75
13,5
13
13,4
28
29
28,5
29,5
90
89
90
89,5
16
16
53,5
53.5
18,25
18,5
18,5
18,5
75
75
75
75
18,25
18,5
18,5
18.5
124
125,5
124,65
125,65
27
28,5
27,25
28,13
■
——
——
21
—
—
60
59
69,5
72.5
69,5
72
36
36
35,75
37,25
57,5
60,25
58,5
60,25
64.5
—
65
63,5
62,25
64.4
62
63,5
121
121
120.9
121,25
79,5
82
—
81,65
25,5
26
25.5
26
69.25
71,5
69,65
70,75
32,5
32.75
32,75
33,25
49
50,5
49,25
50,75
—
21,13
22
—
—
128,5
126
—
——
92
93
——
21,5
21,75
21,5
36,5
36.4
36
36,75
1 . 11
11
—
11
—
29.25
30,13
14,25
14,25
14,4
14,5
173
172
173
171
46,5
47.5
47
47,25
62.5
62
Hamburg-Amerlla Pakei
66,25
66,75
Hamburg-Südam. Dampfschiff
57.75
59
Hansa Dampfschiff . . .
Norddeutscher Lloyd ....
44,25
45,65
Sl.G. für Verkehrswesen Aki.
5,5
5,75
Berliner Handelsgesellschaft .
Commerz, und Privat-Bank .
52,5
50
Darmstädter und Nalwnalbank
Deutsche Ban! und
—
—
Disconto-Gesellschafl. . .
Dresdner Bank ......
41,6
42
Reichsbank........
—
—
A.E.G...........
Bergmann........
•—
—
Elektr. LiefernngSgesellschaft.
Licht und Straft......
—
—
Felten & Guilleaume....
Gesellschaft für Elektrische
—.
Unternehmungen .... Rheinische Elektrizität . . .
68,25
68
Schuckert & Go. ..... .
Siemens 8 Halske .....
—
—
Lahmeyer & Go. - .....
10,9
10,75
Buderus.........
1,05
Deutsche Erdöl......
6
5,9
6,6
5,13
Gelsenkirchener......
6,6
5,25
Harpener.........
Harsch Eisen........
4,75
Ilse Bergbau.......
Ilse Bergbau Genüsse . . .
3,35
3,4
ielocknerwerte.......
3,3
3,4
Mannesmann-Röhren . . .
3,4
3,45
Manssclder Bergbau ....
4,05
Oberschles. Kokswerke . . .
7,7
3,8
3,65
Phönix Bergbau......
Rheinische Braunkohlen. . .
17,3
17,25
Rheinftahl........
6% Deutsche Retchsanleihe v. 19‘2'.
61
7% Deutsche Reichsanleihe v. 1929
65,5
6y,% Doung-Anleihe von 1930 .
Deutsche Anl.-ALlös.-Schuld mit
—
Auslos.-Rechten.......
44
DeSgl. ohne Auslos.-Rechte . 8% Hess. Bollsstaat von 1929
5,4
(rüctzahlb. 102%)......
Oberhessen Provinz-Anleihe mit
—
Auslos.-Rechten.......
Deutsche Komm. Sammelabl.
—
Anleihe Serie 1.......
8% Franks. Hyp-Bank Boldpfe
41
15 unkündbar bis 1935 . .
7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse unkündbar bis 1936 Serie 16 . ty,% Franks. Hyp.-Bank Ligu.«
69
—
Pfandbriefe.........
4y,% Rheinische Hyp-Bank-Lign
78
Goldpse........ ■
8% Pr. LandespsandbriesaNstalt
79,75
Pfandbriefe R. 19......
7% Pr. Landespsandbriefanstalt,
68
Pfandbriefe R. 10
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I. ®. Farben-Industrie . . . Verein, diem. Industrie Frank-
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Berlin, 29.Juli Amerikanische Noten.......
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4,20
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4,22
Belgische Noten.........
58,15
58,39
Dänische Noten.........
79,24
79,56
Englische Noten.........
14,69
14,75
Französische Noten........
16,425
16,485
Holländische Noten........
169,16
169,84
Italienische Noten........
21,38
21,46
Norwegische Noten........
73,75
74,05
Deutsch-Oesterreich, 4 1OO Schilling
—
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Rumänische Noten........
2,49
2,51
Schwedische Noten........
75,55
75,85
Schweizer Noten.
81,59
81,91
33,58
33,72
Ungarische Noten ........
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