Ausgabe 
25.10.1932 Frühausgabe
 
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Buntes Allerlei.

Ein Dogelparadieö des hohen Nordens.

Die Daren-Insel im Polarmeer, die 20 Kilome­ter lang and 14 Kilometer breit ist, bildet eins der einsamen Eilande des hohen Nordens. Die einzigen ständigen Bewohner sind vier Mitglieder der meteorologischen und drahtlosen Station, die von der norwegischen Negierung unterhalten wird. Die Insel, die 1596 von dem holländischen See­fahrer Willem Darents entdeckt wurde, er­hielt von ihm ihren Namen, weil er hier miteiner riesigen Bärin zusammenstieh, die allen Angriffen mit Musketen, Hellebarden und Aexten siegreich Widerstand leistete. Die Insel ist ein wüstes Ge­biet, von dem große Teile überhaupt keinen Pflanzenwuchs geigen, sondern mit losen Fels­stücken bedeckt sind. Ihre Tierwelt war bisher noch nicht erforscht worden; diese Aufgabe hatte sich eine englische Expedition gestellt, deren Mit­glieder, Bertram und Lack, im Iuni und Iuli dieses Iahres sieben Wochen hier verweil­ten. Sie haben ein wahres Bogelparadies ent- deckt; unter den gefiederten Bewohnern befanden sich sogar einige Landvögel, und zu ihrem Erstau­nen fanden sie ein paar Stare mit einem Nest, die nördlichsten Store, die bisher festgestellt worden sind. Ängeheuer zahlreich sind die Seevögel; die Südklippen, die an einzelnen Stellen bis 500 Me­ter hoch aus dem Meere oufragen, sind zweifel­los die bevölkertsten Dogelplähe der nördlichen Halbkugel. Lummen bedecken jedes Fleckchen und sind an manchen Stellen so zahlreich, dah man nicht den geringsten Boden bemerken kann. Auge, Ohr und Nase werden gleichermaßen überwältigt, wenn man sich mühsam den Weg durch die hier sitzenden Bögel bahnt, die so zahm sind, daß sie sich streicheln lassen, während sie ihre Eier aus­brüten. Es sind zwei Arten von Lummen, die hier

vertreten sind, die gewöhnliche Lumme und die Drunnich-Lumme, die ein ausgesprochener Polar­vogel ist. Beide wohnen in denselben Kolonien zusammen, und man konnte beobachten, dah bei den häufigen Balgereien unter den brütenden Vögeln Eier und Iunge zeitweise von fremden El­tern adoptiert wurden und sogar von solchen der anderen Art. Die Vögel scheinen nicht imstande zu sein, ihre eigene Brut von der anderer Tiere zu unterscheiden. Manche Lummen brüteten auf Eiern, die im vorhergehenden Iahre gelegt wor­den sein muhten und die von ihnen bei ihrer Rückkehr im Frühling mit Beschlag belegt wur­den. Die Expedition hat die erste genaue Auf­nahme der ganzen Tierwelt auf der Büreninsel durchg rführt.

Ein Gefängnis mit einem Gefangenen.

Augenblicklich scheinen die Irländer wenig­stens in strafrechtlicher Hinsicht das anstän­digste Volk Europas zu sein. Wenn man er­fährt, dah das Gefängnis in Cork in Nordirland zur Zeit nur einen einzigen Gefangenen in seinen gastlichen Mauern beyerbergt, so hält man dos als normaler Mitte'europäer für ein Märchen oder für einen paradiesischen Zustand, den man sich nur im Traum vorzustellen wagt. Aber es ist so. In diesem Gefägnis mit 500 Zellen befindet sich nur ein Gefangener, der unter der liebevollen Ob­hut von einem Gefängnisdirektor, einem Arzt, einem Geistlichen, einigen Strafanstaltsbeamten und vier Wärtern steht. Die einzige Sorge der Gefängnisverwaltung ist, dah der Sträfling sich vielleicht auf die Dauer zu einsam fühlen könnte, weshalb das Gericht ständig bestrebt ist, ihm Ge­sellschaft zu verschaffen. Aber das ist vergebliche Mühe. In den letzten Wochen ist in Cork nur ein Fall von Trunkenheit zur Aburteilung gekorn- men.^Auch der Gefangene hat nur eine Strafe we­gen Sachbeschädigung abzusitzen. Glückliches Irland!

SJ.-fpor<

Deutschlands Tennisrangliste 1932.

Der Ranglisten-Ausschuh des Deutschen Tennis- Bundes hat soeben die Rangliste für das Icchr 1932 veröffentlicht. Sie weist bei den Herren 29, bei den Damen 12 Namen auf und bringt kaum eine Ucberra'chung. Bei den Herren führt selbst­verständlich Daniel $ renn vor G. v. C r a m m, während bei den Damen Hilde Krahwinkel die Liste anführt. Im einzelnen haben die Listen folgendes Aussehen:

Herren: 1. Daniel Prenn, 2. Gottfried von Cramm, 3. bis 5. Iaenecke, Nourney, Haensch, 6. bis 8. Frenz, Schwenker, Wetzel, 9. W. Men­zel, 10. bis 12. Dr. Buh, Dr. De'sart, Weihe, 13. bis 20. Bräuer, Fuchs, Gokewich, Hartz, Lo­renz, Remmert,'cher, Zander, 21. bis 25. Heitmann, Henkel, Heydenreich, Lund, Oppen­heimer. 26. bis 27. Meffert, Satz, 28. bis 29. Pohl- hausen, Walch. Nicht klassifiziert wurden Daller, Froitzheim, Klein-chroth, Kuhlmann und Rahe. Nicht mehr ausgenommen Eichner, Erwen, Gustke, Lindenstädt, Denker.

Damen: 1. Hilde Krahwinkel, 2. Marielouise Horn, 3. Frau v. Reznicek, 4. Aenne Peih, 5. bis 7. Friedlebcn, Hammer, Schomburgk, 8. Kall- meyer, 9. Frau Neppach, 10. bis 11. Sander, Weihe, 12. v. Cnde-Pflügner. Nicht ausgenommen wurden: Cilly Auhem, Buh, Stephanus. Nicht mehr klassifiziert Frl. Kohnert.

Die diesjährige Herrenliste umfaßt also neun Namen weniger als im Vorjahre. Eichner (Glei- wih), Erwen (Frankfurt), von Gustke (Görlitz), Lindenstädt (Vertin) und Denker (Harburg) sind nicht mehr mit ausgenommen worden. Im allge­meinen ist zu der Klassifizierung wenig zu be- merken. Lund ist gefühlsmäßig nicht nach den Resultaten betrachtet --- vielleicht etwas zu tief gerutscht und Weihe, der doch in erster Linie ein Sicherheitsspezialist ist, eher ein wenig zu hoch. Aber im Grunde bleibt bei den heutigen ungleichen Trainings- und Turnierverhältnissen vom dritten Platz an jede Klassifizierung pro­blematisch. Unbestritten und unwiderlegbar ist le­diglich die Position der Spitzenspieler/bei denen man diesmal Daniel Prenn mit Recht allein an die erste Stelle gesetzt hat.

Bei den Damen ist die Rangfolge in diesem Zahre leichter durch Ziffernergebnisse zu belegen als bei den Herren. An der Rangfolge der vier Ersten, von denen Nr. 3 (Reznicek) und Nr. 4 lPcitz) - letztere wahrscheinlich auch unter dem günstigen Eindruck ihrer Siege in wichtigen Dop­pelkonkurrenzen um einige Stufen ausrückten, ist ohne Zweifel nichts auszusetzen. Zweifelhaft könnte sein, ob Frau Friedleben, die immerhin einige recht gute Ergebitisse hatte, nicht Über Ham- itzcr und Schomvurgk gehört. Frl. Kohnert ist

diesmal nicht mehr berücksichtigt. Dah Cilly Äußerns Name sich in diesem Iahre nicht in der Liste der Damen beendet, war zu erraten. Mit der Verminderung der Gesamtzahl der Damen von 16 auf 12 kann man sich ebenso einverstanden er­klären wie mit der Einschränkung der Herrenliste.

Deutschlands Elf gegen Ungarn.

Der Spielausschuh des Deutschen Fußball- Bundes hat noch am Sonntagabend die Mann­schaft aufgestellt, die am 30. Oktober in Budapest das Länderspiel gegen Ungarn bestreitet. Die Mannschaft wird in folgender Aufstellung spielen: Iakob (Iahn Regensburg); Schütz (Eintracht Frankfurt). Wendl (München 1860); Grämlich (Eintracht Frankfurt), Leinberger (Spvgg. Fürth), Knöpfte (FSV. Frankfurt); Fischer (1. FC. Pforzheim), Lachner (München 60), Malik (Bres­lau 08), R. Hofmann (Dresden), Kobierski (For­tuna Düsseldorf).

Garmisch-Partenkirchen oder Schreiberhau?

Das Rennen um die IV. Olympischen Winterspiele.

Als die ersten Meldungen auftauchten, daß das ideal gelegene Garmisch-Partenkirchen vom Deut­schen Olympischen Komitee als Austragungsort für die lV. Olympischen Winterspiele 1936 ausevsehen werden soll, trat Schreiberhau auch als Bewerber auf. Die dortige Gemeinde lieh nichts unversucht und lud die maßgebenden Herren zu einer Besich­tigung des Geländes ein, der aber wohl nicht Folge geleistet wurde. Vielmehr statteten Dr. Lewald und Dr. D i e in am letzten Wochenende Garmisch- Partenkirchen einen Besuch ab. Schreiberhau gibt aber das Rennen noch lange nicht verloren. Die dortige Kurverwaltung macht jetzt durch ein groß­artiges Projekt erneut von sich reden. Oberhalb der 900 Meter hoch gelegenen Josephinenhütte soll noch in diesem Jahre ein Eisstadion errichtet mer« den, das bei einer Fläche von 200 mal 300 Meter eine Sonderstellung in Europa einnehmen würde. Für rund 30 000 Zuschauer soll Sichtmöglichkeit geschaffen werden. Die Vorarbeiten sind bereits in Angriff genommen worden und die Unterlage des Stadions auf einem abgeholzten Waldstreifen zwi­schen der Himmelsgrundschayze und der Autorenn- strecke ist in der Nähe des Bahnhofs Iafephinen- hükte im Entstehen. Die Entscheidung, wer in diesem Wettstreit den Sieg davontragen wird, fällt am ll. November auf der Tagung des Deutschen Olym­pischen Ausschusses in Berlin.

Vor der Begnadigung Ladoumögues?

Als für,; vor den Olympischen Spielen der Fran­zösische Leichtathletik-Verband seinen prominentesten Vertreter, den Weltrekordmann Jules Ladoumögue

Wirischafi.

Die Arbeitsmarktlage in Hessen und Hessen-Nassau.

Frankfurt a. M., 22. Oft. (WSN.) Ueber die Arbeitsmarktlage in Hessen und Hes­sen-Nassau berichtet das Landarbeitsamt Hes­sen, Frankfurt a. M.:

Die Zahl der Arbeitsuchenden stieg in der ersten Oktoberhälfte um 3531 auf 311 626. In der gleichen Zeit des Vorjahres setzte die jahreszeit­liche Verschlechterung des Arbeitsmarktes bereits stärker ein, die Zunahme betrug damals 5156, der Bestand allerdings nur 276 821.

Das Arbeitsbsfchasfungsprogramm der Reichsregie­rung und die Verordnung zur Belebung der Wirt­schaft haben also anscheinend bereits einen günsti­gen Einfluß auf die Entwicklung des Arbeitsmarktes ausgeübt, insofern, als sie ein schnelles Stei­gen der Arbeitsuchendenziffer bis jetzt verhindert haben.

Durch die Maßnahmen der Reichsregierung fan­den nach den Schätzungen der Arbeitsämter in der Zeit vom 1. bis 14. Oktober runb J27OO Personen zum Teil bei Notstandsarbeiten (Straßenbauten), zum Teil in verschiedenen Wirtschaftszweigen, u. a. in der Industrie der Steine und Erden, in der Tabakindustrie usw. Beschäftigung.

Die Verschlechterung des Gesamtarbeitsmarktes wurde verursacht durch Entlassungen in den Saison - Außenberufen (Landwirtschaft, Bau­gewerbe und Lohnarbeit wechselnder Art). Auch die Zahl der arbeitsuchenden Angestellten stieg nicht unerheblich an, ferner wurden aus den meisten handwerkerberufen zahlreiche jugend­liche Arbeitskräfte nach Beendigung der Lehrzeit entlassen.

Die Industrie der Steine und Erden, mit Ausnahme der Ziegel-Industrie, die Chemische Industrie,, das Spinnstoffgewerbe, die Lederindustrie, das Nah- rungs- und Genußmittel- und Bekleidungsgewerbe hatten zum Teil namhafte Abgänge zu verzeichnen.

In der Arbeitslosenversicherung wurden Mitte Oktober 13 001 Personen unterstützt, das sind 1491 weniger als am 30. September 1932. Die Krisen­fürsorge zählte 60 727 Hauptunterstützungsempfän­ger, 2923 weniger als am Stichtag vorher. Die Zahl der Notstandsarbeiter ist in der Zeit vorn 1. bis 30. September ganz erheblich gestiegen, und zwar um 2524 gleich rund 60 v. H. auf 6671 einschließlich 317 Wohlfahrtserwerbslosen.

Verrechnungen im Warenverkehr mit dem Auslande.

In den letzten Monaten find mit verschiede­nen Ländern, in denen eine Devisenbewivtsch af - tung besteht oder die Bezahlung deutscher Wa­ren aus anderen Gründen erschwert ist, Ver­einbarungen zwischen der Reichsbank und der Zenkralnotenbank des betreffenden Landes ge­

schloßen worden, um die Bezahlung des deutschen Exports sicherzustellen. Zur Durchführung dieser Vereinbarungen ha-t der Reichswirt'chaftsmini- ster angeordnel, daß alle Reichsmarkzahlungen, die für Warenlieferungen aus dielen Säubern im Rahmen der Devisengenehmigung geleistet wer­den, auf das bei der Reichsbank Berlin be­stehende Girokonto der betreffenden ausländisches Notenbank geleistet werden müssen. Ist Zahlung in der Währung des Lieferlandes vereinbart, so kann der deutsche Schuldner den geschuldeten Betrag bei der Reichsbank kaufen und im Aus­lände an den betreffenden Exporteur auszahlen la'*en. Dagegen sind Zahlungen in dritter Va­luta im allgemeinen ausgeschlossen.

'^Universum Film AG. (Ufa) Der- I i n. Die Aufsichtsratssihung der Universum AG. (Ufa), Berlin, nahm den Bericht des Vorstandes über den Rechnungsabschluß für 1931 32 ent­gegen. Cs wurden ausgewiesen: Betriebsüber­schuß 29,01 (im Vorjahre 30,46) Millionen Mark, Steuern 4,2 (4,48) Millionen Mark, Zinsen 1,43 (1,66) Millionen Mark und Abschreibungen 18.73 (18,83) Millionen Mark. Es ergibt sich ein Rein­gewinn von 2 019 000 ( 3 002 000) Ml. Der Gene­ralversammlung wird die Ausschüttung einer Di­vidende von 4 (im Vorjahr 6) Prozent vorge­schlagen werden. Die Liquidität der Bilanz hat sich nur unwesentlich verändert.

* Verkauf der Anlagen des Sie­gen-Solinger Guhstahlaktienver- e i n s. Nachdem die Verhandlungen der Nord­deutschen Eisengesellschaft AG., Berlin, wegen eines Erwerbs des Feinblechwalzwerkes des Sie­genSolinger Gußstahl-Aktien-Dereins, Solin» gen zu keinem Ergebnis geführt haben, erfährt WTB.-Handelsdienst, daß die »Hansa"-Eisen- und Metallhandelsgesellschaft m. b. H. in Düsseldorf, die bereits den größten Teil der sonstigen Anla­gen des SiegenSolinger Guhstahl-Aktien-Der- eins erworben hat, nun auch das Feinblechwalz­werk gekauft hat.

frankfurter Abendbörse freundlich.

Frankfurt a. M., 24. Oft. Die Stagnation der heutigen Mittagsbörse übertrug sich auch auf den Abendoerkehr. Die Stetigkeit der Neuyorker An­fangshaltung übte keinen Einfluß auf die Kurs-^ geftaltung aus. Die Stimmung war jedoch im aU-' gemeinen freundlich, JG.-Farben bröckelten gegen den Berliner Schlußkurs zwar etwas ab, blieben aber gegen den Frankfurter Schlußkurs, ebenso wie Metallgesellschaft (plus 0,5 v. H.) und Mannes­mann (plus 0,90 v. H.) gut behauptet. Im Verlaufe hörte jedes Geschäft auf, und JG.-Farben bröckelten auf 93 v. H. ab.

Am Rentenmarkt waren Altbesitz auf nied­rigerer Basis gefragt, Reichsschuldbuchforderungen blieben unverändert. Altbesitz 48,75, Reichsbank 125, Gelsenkirchen 37,50, Kali Aschersleben 97, AEG. 31,50, JG.-Farben 93,25 bis 93, Metallgefell- schäft 34, Hapag 16,25, Mannesmann 50.

zum Berufssportler erklärte, herrschte in der inter­nationalen Sportwelt allgemeine Verwunderung. Trotzdem verfügt der disqualifizierte Ladvumögue in Frankreich noch über eine große Anhängevschar. So ist es nicht Zweiter verwunderlich, wenn man jetzt hört, daß sich maßgebende Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in Frankreich für eine Requali- fifation ,Zules" einfehen.

Verbandsspiele in Hessen.

Während seine gefährlichsten Rivalen Ale­mannia-Olympia Worms und der Titelverteidiger Mainz 05 sehr glatte Siege erkämpften, büßte Wormatia Worms ganz unerwartet einen Punkt ein. Gegen Lorsch, also gegen einen der sichersten Abstiegskandidaten, konnte der Altmeister nur 3:3 spielen. Die Wormser Kombinierten haben dadurch Wormatia wieder eingeholt, sie spielten in Bürstadt 4:0. Mainz 05, das zwar einen Punkt zurückliegt, aber auch ein 'Spiel weniger hat, siegte gegen Mombach überraschend hoch 6:0. Der SD. Wiesbaden kommt jetzt langsam in Fahrt, diesmal verbesserte er seine Position durch einen 2:0-Sieg über Kastel. Langen schlug den Tabellenletzten Urberach glatt 3:0.

Segelflug in Grünberg.

Am Sonntag trat die hiesige Segelfliegergruppe zum ersten Male mit einer Vorführung ihres Flugzeuges an die Öffentlichkeit. Es galt, das von den Mitgliedern unter allerlei Schwierigkei­ten selbst erbaute Fl ugzeugzu taufen und seine Flugtüchtigkeit zu erproben. Mehrere hun­dert Zuschauer hatten sich am Wartturm, dem Ort der Vorführung, versammelt. Nach einer An­

sprache des Vorsitzenden der hiesigen Flieger­gruppe, Herrn Forstassessor Eckstein, der die Schwierigkeiten der Vorstellung schilderte, sowie nach weiteren Worten von Bürgermeister Dr. Mildner und stud. phil. Schmidt, Gießen, die beide der hiesigen Gruppe besten Erfolg wünschten, wurde das Flugzeug unter den üblichen Formen auf den Namen »E Griewe" getauft Hierauf führte stud. Schmidt zwei Flüge aus. die beide sehr gut gelangen.

Rundfunkprogramm.

Freitag, 28. Oktober.

7.05 .Uhr: Frühkonzert auf Schallplatten. 12: Mittagskonzert I. 13.30: Mittagskonzert U auf Schallplatten. 17: Nachmittagskonzert. 18.25: Was muß jeder vom Luftschutz wissen?", Vor­trag von Major Hennig, Werbeleiter der Orts­gruppe Frankfurt des Deutschen Luftschutzverban­des. 18.50:Der Weg aufwärts Zur heutigen: Lage des Handwerks", Gespräch zwischen Dr. Knöpp u. A. Moll jr. 19.30: Freiburg. Rund um den Stefansdom; Original Wiener Schrammel­musik. 20: Abschied vom Lederstrumpf (IV). Don Paul Laven. 20.30: Bässe fingen (II). Fjodor Schaljapin. Eine Schallplatten-Unterhaltung von Hans Rosbaud. 21: Unterhaltungskonzert des Rundfunk-Orchesters. Anschließend: Nacholympi­sches Allerlei, Gespräch zwischen Olympiakämpfer Max Danz und Redakteur Mar Freund über die deutsche Olympia-Expedition 1932. 22.45 bis 24; Nachtmusik der Tanzkapelle der Stuttgarter Philharmoniker.

Kurszettel -er Berliner un- Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlosfenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 o. H.

Frankfurt a. Ul.

Berlin

Schluß» hirt

Schlußk. Abenb- bilrfc

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Schlußk. Mittag» börse

'Datum

22.10.

24.10.

22.10.

24-10.

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71,5

71,25

71,5

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87,13

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87,13

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48,75

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48.8

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6% ehern 8%j>e|i. «olleltaat 1980

6,25

6.2

6,25

6,2

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65,75

64,25

65,75

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Deutsche Komm, eammclabl.

-

-

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75,75

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72,75

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11,5

11.5

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1.05

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6.25

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5,75

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3.25

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5% Rumän. vereinh. Rente 6.1903

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4,8

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4,2

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Berlin

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22.10.

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22.10.

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0

53

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53

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1

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Rheinische Elektrizität . . .

bB

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Vabmetjer & Eo.......

105

105.5

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Deutsche Erdöl......

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0

6

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Ilse Bergbau Genüsse . . .

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10

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Berlin

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6

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Kaliwerke Westeregeln . . .

6

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Kaliwerke Salzdetfurth . . .

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I. G. Farben-Induftrte . . .

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Scheideanstalt.......

10

139,25

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34

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Zementwerk Heidelberg. . .

Eementwerk Karlstadt. . . .

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4,65

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Schultheis Patzenhofer . . . Mu «Allgemeine Kunstseide'

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0

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Hellsioss Waldbos.....

0

42.5

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Zellstoff Aschaffenburg . . .

0

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28

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Dessauer Gas.......

. 7

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Daimler Motoren.....

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19,5

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19

Deufche Linoleum ....

. 0

44

43,5

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Lrenstein & koppel ....

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32,5

32

Leonhard Tieft ....

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43.5

44,5

43,5

SoenZka........

0

Ebade..........

12

152

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frankfurter Maschinen . . .

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-

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-

Griftner.........

Mainkraftwerke Höchst a. M .

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26

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131

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Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. ZIL

22-Ottober

24.Oktober

Amtliche Noiieruna

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Amtliche Notierung

Seid | Srie«

tzelsingfort . Men.... Prag . . . Budapest. . Sofia . . . Holland . . Cslo .... Kopenhagen. Stockholm London. . . Buenos -Ittel Neuyork . . Brüssel. . . Italien. . . Paris . . . Schwei, . . Spanien . . Danzig. . . Japan . . . Rio de Ian.. Jugoslawien. Lissabon . .

6,194 51,95

12,465

3,057 169,73

71.98 74,08 73,63 14,27

0,913 4,209 58,54

21,55

16,56 81,34 34,49 82,02 0,979 0.294

5.594

13,100

6,206

52,05

12,485

3,063

170,07

72,12

74,22

73,77

14,31 0,917

4,217

58,66

21,59

16,60

81,50

34,55

82,18 0.981 0,296

5.606

13,102

Banknoten.

6.144

51.95 12,465

3,057 169.83

71,43 73,33

73,03 14,13 0,913

4.209 58.54

21,55 16,57

81,39 34,49

82.07 0.969 0,294 5,595

12,87

6,156 52,05

12,485

3,063 170,17

71,57 73.47

73,17 14.17 0,917 4.217 58,66 21,59 16,61 81,55

34,55 82.23 0,971 0,296 5,606

12,89

Serkin, 24-Oktober

«eld

»rlrl

Ämerikanische Noten.......

Belgische Noten.........

Dänische Noten.........

Englische Noten.........

französische Roten........

Holländische Roten........

Italienische Noten.......

Norwegische Roten........

Deutsch-Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten........

Schwedische Noten........ Schweizer Noten.........

Spanische Noten.........

Ungarische Roten........

4.20 58.38 73,05

14,09

16,53

169,46 21,50

71,26

2,455 72,85

81,21

34.35

4,22 58,62 73,35 14,15 16,59

170,14 21,58 71,54

2,475 73,15 81,53 34,49