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20.8.1932 Erstes Blatt
 
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Samstag. 20. August 1932

182. Jahrgang

Ür. 195 Erstes Statt

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Milliardenkredite für Arbeitsbeschaffung.

Wer von uns zweifelt denn noch daran", so erklärte mit erhobener Stimme der Führer des Deutschen Landgemeindetages und zugleich des Verbandes der preußischen Landgemeinden, Land­rat a.D. Dr. Gereke, »daß es in Deutsch-

im negativen Sinne etwas sagen liehe. Es scheint, als ob zunächst die beiderseitigen Forderungen dargelegt worden seren, während die eigentlichen Verhandlungen darüber noch ausstehen. Ein« Mitteilung über den Inhalt der gegenseitigen Forderungen wird vorläufig von den Derhandlungsparteren ab-

Grundzüge dieses Programms wird der Reichskanz­ler in feiner für den 28. August vorgesehenen Rede vor den weftsälifchen Bauern bekanntgeben.

Brüning bei Schleicher und KaaS.

D e r l i n , 20. Aug. (CAD.) Wie die .,DAZ." zu berichten weih, hat der frühere «Reichskanzler Dr. Brüning dieser Tage eine Aussprache mit Reichswehrminister v. Schleicher gehabt. Dr. Brüning habe sich im Anschluß an diese Besprechung nach Rom begeben, um dort mit dem Vorsitzenden der Zentrumspartei, Prälaten Dr. Kaas, wegen der innenpolitischen Entwick­lung in Deutschland Fühlung zu nehmen.

Eine Warnung an denVorwärts".

Berlin, 20. Aug. (ERB.) Durch ein Schrei- ben des Polizeipräsidenten wird der Vorwärts", wie das Blatt selbst mitteilt, wegen eines am 14. August veröffentlichten Ar­tikelsZurück zum Rechtl" verwarnt. Der einem weiteren Verstoß gegen die gesetzlichen Vorschristen wird dem Blatt ein längeres Verbot angedroht. In den Ausführungen des genannten Aufsatzes wird den Mitgliedern der Reichsregierung, wie es in dem Schreiben des Polizeipräsidenten weiter heiht, der Vor­wurf einseitiger Parteiregierung gemacht. 3n dem Schreiben heiht es am Schluß:Sie verstoßen daher gegen die Verordnung des Reichspräsi­denten gegen politische Ausschreitungen vom 14. Juni 1932 und würden mich zrr einem Der- bot desVorwärts" berechtigen. Wenn ich dies­mal von einem Verbot der Zeitung noch absehe,

Frage der Neubildung der preußischen Regierung ist heute fortgesetzt worden mit einer Aussprache zwischen dem Landtagspräsi­denten K e r r l und dem Vertreter des Zentrums

sie mit ihm zusammen am Ring gestanden hätten und erst von einem nationalsozialistischen Motor­radfahrer angegriffen worden seien. Günstig stehen die Aussagen ferner für den AngeklagtenM e i e r, von dem bisher Reichswehrangehörige mit Be­stimmtheit behaupteten, ihn in Ohlau gesehen zu haben. Zwei Zeugen bekunden, dah er um jene Zeit in einem Vorort von Ohlau getanzt habe. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft werden noch einmal neu geladene Entlastungszeugen gehört, die im wesentlichen die bisherigen Schilderungen über den Lleberfall auf den Trecker und die Schießerei an der Ohlebrücke geben.

Damit ist die Beweisaufnahme erledigt. Rach einer längeren Pause stellen die Verteidiger den Antrag, drei weitere Entlastungszeugen zu ver­nehmen. Das Gericht beschließt, diesen Anträgen zu entsprechen und vertagt dann die Weiterver­handlung auf Samstag 9.15 Llhr.

3m Anschluß an die Verhöre der neugeladenen Zeugen werden die Vertreter der Staatsanwalt­schaft das Wort nehmen. Die Urteilsverkündung dürfte am Samstag erfolgen.

Neue Sondergerichts'Llrteile.

Die Strafkammer in Halle a. S. verhandelte gestern gegen 24 Kommunisten aus dem Mans- felder Lande, die unter der Anklage des Land- sriedensbruches standen. Die Beschuldigten hat­ten am 25.3uni einen Rachtmarsch unternommen, auf dem es zu Zusammenstößen mit politischen Gegnern gekommen war. Drei Angeklagte wur­den zu je sechs Monaten, 14 zu drei und vier zu 4 Monaten Gesängnis verurteilt.

Hauptmann Förtsch wurde an Stelle des zum Reichspressechef ernannten Majors Marcks mit der Leitung der Pressestelle des Reichswehrministeriums betraut.

Berlin, 19. Aug. (TA.) Ein Artikel im p r e u h. Pressedienst der RSDAP- nimmt in scharf polemischer Weise gegen die Reichsregierung v. P a p e n Stellung. Es heißt darin u. a.:Wenn das Kabinett Papen sich dem Reichstag stellt, dann werden über 600 AbgeordneteOlein zu ihm sagen, denen die 36 Deutschnationalen gegenüber- stehen. Wenn sie gleichwohl im Amte bleiben und das oppositionelle Parlament nach Hause schicken wollen, so mag abge­sehen von dem, was dann kommt der Buch­stabe der Versassung unverletzt sein. Der Sinn des Grundgesetzes aber würde durch eine solche Maßnahme tödlich getroffen, denn sie be­deutet nichts anderes, als dah die Herren Papen-Schleicher entschlossen sind, gegen den Willen von 95 Prozent des deutschen Volkes, von dem za wohl nach der Verfassung die Staatsgewalt ausgeht, zu amtieren und zu re­gieren. Woher Herr v. Papen unter solchen Am- ständen den Mut nimmt, von Achtung vor der Versassung zu sprechen und sich selbst eine lange Amtsdauer zu prophezeien, ist unersindlich.

Einstweilen sind alle, aber auch alle Möglich­keiten von der Auflösung des Reichstages bis zum Rücktritt Hindenburgs, von der Ausschrei­bung von Reuwahlen bis zur Richtbeteiligung der RSDAP. an diesem Mahlgänge, von der Verschiebung neuer Dahlen durch das Kabi­nett bis zur erzwungenen Abdankung dieser Regierung völlig offen. Die sie ausgenuht wer-

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gelehnt. .

3m übrigen hat das Zentrum den La n d - tagspräsidenten gebeten, mit Rücksicht auf den Katholikentag die nächste Landtags- sihung nicht am 1. September, sondern am 2 5 August anzuberaumen. Präsident K e r r l dürfte noch heute über diesen Wunsch entscheiden.

Reichskanzler und Reichsbankpräsident einig

Berlin, 20. Aug. (ERB. Funkspruch.) Die Ve- fprechungen zwischen dem Reichskanzler und dem Reichsbankpräfidenten find auch gestern forlgesührt worden. Die wir von unter- richteler Seite hören, haben sie zu einer voll- ständigen Einigung geführt. Die wertvollen Anregungen, die Dr. L u t h e r zum wirtschaslspro- gramm gegeben hat, werden als Unterlagen für das wirtschaftliche Aufbauprogramm verwertet. Die

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Berlin, 20. Aug. (VDZ. Funkspruch.) wie das Rachrichtenbureau des VDZ. meldet, hak der Prä­sident des Preußischen Landtags k e r r l nunmehr das Landtagsplenum für Donnerstag, 1. September, 13 Uhr, zufammen- berufen. Die Tagesordnung sieht große poli­tische Debatten über die Einsetzung des Reichskommissars in Preußen und die verschiedenen blutigen Zusammen st öhe vor. Für Freitag, 2. September, sind Abstimmungen angeseht, u. a. auch über die verschiedenen Berg- wcrksanträge, vor deren Befchluhsafsung das Haus in feinem letzten Sihungsabfchnitt beschlußunfähig gemacht worden war. Der Aeltestenrat, der am Donnerstag, 1. September, vor Plenarbeginn zu- fammentritt, wird zu entscheiden haben, wie lange der Septembersihungsabschnitt dauert und ob und wann die Wahl des Ministerpräsidenten auf die Tagesordnung gesetzt wird.

Die Fühlungnahme zwischen Zen­trum und Rationalsozialiften in der

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Oesterreichs Trauer um Schober.

Wien, 20. Aug. (WTD.) Bundeskanzler Dr. Dollfuß richtete an die Witwe des verstor­benen Altbundeskanzlers Dr. 6 cf) o b e r ein Bei­leidstelegramm, in dem es u. o. heißt:Mit Altbundeskanzler Dr. Schober scheidet eine der markantesten Gestalten Oesterreichs, deren Wir­ken ohne Unterbrechung und mit reichen Er­folgen dem öffentlichen Leben gewidmet war. Die großen Erfolge ,die er dank seines hohen Blickes, seiner Tatkraft und unermüdlichen Arbeit er­zielte, werden in der Geschichte Oesterreichs un­vergessen bleiben.

Sämtliche Blätter geben der tiefempfundener» Trauer um den Verstorbenen Ausdruck und wür­digen seine Verdienste um Oesterreich als Beam­ter, besonders in der Zeit des Umsturzes. sowie seine politische Tätigkeit.

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Scharfe Kampfansage der NSDAP

Einstweilen sind alle Möglichkeiten offen".

so geschieht das in der Erwartung, dah Sie sich fortan größter Zurückhaltung be­fleißigen.

Oer neue preffechef

des ReichswehrministerinmS.

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3uni 1932 einen S.

LS «0 tis Ms cben mit itu» ,,

ÄÄ Kh167!o,78)®illionen Wem bereits 10 v.h nal-ed)u(bDerfd)reibungtn schultet sind, mürbe bc- 111 c,ne weitere leilaus- 3ar angelünbigt.

>8 Maschinenfabrik rii (Hanomags, Hannover.

1931 einen Aerlust von

'N Tieichsmark, bei Ab- 134) und SonberQbjdjre'. ien Reichsmark. Der ®e. Mitteilung gemasi § 240

er innerbelgifcben id)flft. Nachdem bereits - iation der belgischen Stick- nunmehr unter der 8c- beige des producteurs Genossenschast ins Leben aus die technische Verein- I der Betriebe bezieht. Das sich auf 100 000 Franks, öht werden. An der 6e- ebeutenöen Werke teil, na.

Produits chimiques de grais azotes.

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t zeigte sich weitere Aa». I anleih«, während beutiie I iqe estverzinsliche Man. 1 gleicht Mert mm. I blieben Ungar. ,@olbrente | >m WittagAMU unver. I Oleubefit) 5,50 » I ichsbank 129.50. Mannes I 50 Etahlverem 15,63. M I che'Erd°l74 M-Sar^i I Schösserhof.Dmding M I

preußischer Landtag zum 1 September einberufen

Nie Fühlungnahme zwischen Zentrum und RSDAP. heute fortgeseht.

» an ist als G°Iamch-it n.cht neu. und qu* Sie Liderung, die Arbeiten nach einem lest- Eiligem mehrere J-Hre umlastenden Plan mit eiüem Äeichskammistar str.Arbettsbelchastung an der Spitze zu betreiben, überrascht Den Zenner der Wirtschaftspläne nicht. Aeberraschend, und umwälzend ist ledoch folgende .

Ein sübrender Kommunalverband Jteut unter scharfen Angriffen auf die Reichsbankleitung und unter Hintansetzung der Ernwande der führenden LstLllen Verbände die Forderung auf, meh- rere Milliarden für neue Kredrre zur Verfügung zu stellen. Dem Einwand, daß eme solche Kreditausweitung eine Alllationsgefahr heraufbeschwöre, wird folgende These entgegen gesetzt die Mark ist im Ausland gefährdet toenn in Deutschland nichts geschaht und die Wirtschaft dem Rande des Abgrunds immer

Sie ist nicht gefährdet, wenn eine | planmäßige Vermehrung des Geldumlaufes ge­schallen wird, die unter strengster Kontrolle n rr d-0- Zw ccke der rob 3n-

llati°"am.^well Planlos mehr Geld ausgegeben wurde als verantwortet werden konnte Eme Planmäßige Kreditausweitung zum Zwecke der Arbeitsbeschaffung stärke die Wirtschaft und dos Vertrauen zur deutschen Wirtschaft. Dem Einwand daß immer neue Kredite ausgegeben werden mußtem well die für die Arbeitsbeschaffung angelegten Gelder ja erst nach langer Zit produktiv werden und zurück- fließen könnten, wird entgegengehmlten daß der ichtbare p r odu k t i v e Endzw eck der Kul­tivierungsarbeiten eine solche laufende Kreditbcrgabe erklärlich mache und rechtfertige.

Die Bereitstellung und Begrenzung der Kredite soll nach den örtlichen Verhaltnissen ausgetellt werden. Die Gemeinden haben die Aufgabe, alle in ihrem Gebiet möglichen Aufbauarbeiteni ju- sammenzustellen und demgemäß zinslose Anleihen von den öffentlich rechtlichen Kreditanstallen zu

fordern. Die Berechtigung über die^ der Anleihen wird durch Kreditausschusse der Lander geprüft. Zinslosigkeit und ausschließ- liche Verwendung für die Arbelts- b e s ch a f f u n g sind das Kennzeichen dieser An­leihe Die Arbeiten sollen zu vollem Lohn aus- qeführt werden, weil nur eine Konsumver- größerung bei vollem Lohn der Wirtschaft ^Mes/s ^Programm ist das einzige, das ohne die Struktur der deutschen Wirtschaft völlig zu ändern, in großem entscheidendem Ausmaße eine Arbeitslosenhilfe bringen will. Man hort daß auch der Reichspräsident von Hindenburg für diesen Plan sehr lebhaftes 3nterelle gezeigt bat so daß die Konsequenzen dieses Vorgehens des Landgemeindetages nicht abzusehen sind.

Dr. Gereke Reichskommiffar für Arbeitsbeschaffung?

'Koriin 19. Aug. (ERB.) Wie dieTägl. Rundschau" 'wissen will, beabsichtigt die Reichs- reqierung, einen besonderen Relchskommis- far für Arbeitsbeschaffung emzusetzen. Der Präsident des Landgemeindetaaes^ Dr. Gereke, soll die meisten Aussichten haben.

Oer Ohlauer Aufruhrprozeß.

Briea 19 Aug. (ERD.) 3m Ohlauer Aufruh'rprozeh wurden frnite vormittag in der Hauptsache E n t l a st u ng s zeu gen gehört Durch drei von ihnen wurde der An^llagte ötiQ I 2 isse wesentlich entlastet. Sic bekundeten, daß

Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher.

Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Rs» dlameanzeigen von 70 mm Breite 35 Relchspfennig, Platzvvrschrist 20 , mehr.

Thesredakteur

Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Lrnst Dlumschein und für den Anzeigenteil Max Fister, sämtlich in Gießen.

Öen, ist Sache des Führers, wir werden nicht zu kreuze kriechen!

Wir stehen in der Opposition, nicht um der Opposition willen, sondern um Deutschlands willen. Man hat uns diesen Kamps aufge- zwungen, und man soll sich nicht darüber tau­schen, daß er bis zur Entscheidung gehtl Wir fühlen uns dem Schicksal verhaltet, und wir wissen, dah der Berliner Vertreter des Reuter­bureaus wohl in nicht allzu ferner Zeit eine Neuigkeit nach London kabeln wird, deren 3n- halt Herrn v. Papen als schlechten Propheten kennzeichnet.

Frankreich und die deutsche Wehrforderung.

DerDemps" fragt nach Gegenleistungen.

Paris, 19. Aug. (ERB.)Temps" beschäf. tigl sich in seinem heutigen Leitartikel mit den Er­klärungen, die Reichskanzler o. Papen durch das Neuterbureau hat veröffentlichen taffen. Darin werden

die Forderungen nach Rüstungsgleichheit und nach Gleichberechtigung auf kolonialem Gebiet von dem offiziösen Blatt bekämpft.

An dem Tage, an dem so schreibt derTemps die deutsche Regierung eine diplomatische Partie von solcher Wichtigkeit einlei­ten werde, werde sie klug handeln, sich nicht leicht­fertigen Illusionen hinzugeben, indem sie etwa auf

Vor dem Lhcker Sondergericht, dessen erste Sitzung gestern in Lötzen abgehalten wurde, hatten sich vier Kommunisten wegen eines vor acht Wochen erfolgten Llebersalles auf einen nationalsozialistischen Werbeumzug zu verant­worten. Rach Vernehmung von etwa 20 Zeugen (hauptsächlich Teilnehmern des nationalsozialisti­schen Tlmzuges) fällte das Gericht folgendes Urteil: Der Angeklagte Hausmann, zwei 3ahre drei Monate Zuchthaus, die Angeklagten Serocka und Paninka je eineinhalb 3ahre Zuchthaus und der Angeklagte Klimmeck zehn Monate Ge­fängnis. Den drei ersten Angeklagten wurden die Ehrenrechte auf die Dauer von vier 3ahren aberkannt.

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krscheini täghd), außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat >m Bild Die Scholle

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GiehenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

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land für Milliarden Arbeitsmög- lichkei ten gibt? Sie werden nicht ausgenuht, weil man noch nicht den Mut findet, eine grundsätzlich neue Linie der Wirt­schaftspolitik einzuschlagen, obwohl man in den bisherigen Bahnen längst nicht mehr wei^r- kommtl" Dr. Gereke, ein ruhiger und sachlicher Redner, leitete mit diesen Sähen die Verkündung eines Wirtschaftsprogramms ein, dessen umwäl­zende 3deen bisher noch von keiner führenden Organisation der Wirtschaft so deutlich und radi­kal ausgesprochen worden sind. Und Dr. Gereke begründete anschließend, weshalb gerade ein Ver­band, dessen Bindungen an amtliche Stellen sehr eng sind, der in feinem Tagewerk auch nicht dazu berufen ist, große Wirtschaftspolitik zu betreiben, mir einem so umwälzenden Programm an die Öffentlichkeit trete.3n Berlin weiß man an- sdheinend immer noch nicht, wie dicht die deutsche Wirtschaft vor dem Zusammenbruch steht. Wir, die wir 46 OOO deutsche Landgemeinden vertreten, sind über die --hältnisse der deutschen Wirf schast besser un .richtet, als irgendein wirt­schaftlicher 3ntercssenverband. Geschieht nichts Entscheidendes, so sehen wir den Weg, den Deutschland in diesem Winter zu gehen hat, klar vor Augen: ein großer ^eil derGen^indenist i ~~- -J a fc. Das Datum des 1. September für e,nfad> nicht mehr >n beüSage d-n Aw°rbsl^°n die PIen°rfih-ng-n Ist aUetöings infofern Ungünstig X Afe tÄS ÄÄ gemäb«. west nm biefe Z-i, in (Elfen ber «°.h°- Ung-r und &etenbnn5. m litentog flafffinbel, an dem b.e Zentrum-abge-

Kann man, so erklärte Gereke im Rainen des ordneten teilzunehmen wünschen. Das Zentrum Hai Landgerneindetöges,ohne eine Kreditaus» öesbalb Bemühungen unternommen, den Tagungs- Weitung, die eine M i l l i a r d e n s u m rn e er- tcrmin um einige Zeil hinauszufchieben.

reicht Arbeitsbeschaffungspolitik in

einem Ausmaße betreiben, daß den Arbeitslosen Am OieNStag Fortsetzung OCF

Koalitionsverhandlungen in Preußen.

wickelte er das Wirtschaftsprogramm des Land- Verlin, 20. Aug. (VDZ.) Wie das Rach- aemeindetages. Er fordert Ausbauarbei- n^tenbureau des VDZ. hört, werden die Ko a-

ten Me eine K r e d i t v e r m e h r u n g von fitionsbesprechungen zwischen Ratio-

mehreren Milliarden erfordern. Sie n al s o z i al i st e n und Zentrum m Preu-

sollen das Land verkehrsmäßig erschließen, die kn kommenden Dienstag fortgesetzt werden,

Ernährung des deutschen Volkes aus eigenem tD05i sich bisher über den Stand der Verhand-

Dodenwachstum sichern und bevölkerunc^politi- sangen nach Meinung unterrichteter barla*

schen Belangen Rechnung tragen. Ernahrungs- mentarischer Kreise weder im positwen noch

politische Ausbauarbeiten zur Sicherung der negativen Sinne etwas sagen liehe. Cs scheint, Selbstversorgungsgrundlage des deutschen Volkes f üß zunächst die beiderseitigen

sollen folgende sein: wasserbautechnischer Ausbau der deutschen Stromgebiete von der Mundung vis zur Quelle, Eindeichungen und Entwässerungs- arbeiten zur Reugewinnung und Verbesserung landwirtschaftlicher Nutzflächen Ruff orstungen

Aus Doden-Meliorationen ist besonderer Wert zu legen. Volkspolitisch sollen die Ausbauarbeiten das Ziel haben, bevölkerungs- und wehrwirt- schaftliche Grundlagen zur Wiedergewinnung der Rutschen Weltgeltung zu fallen. Bauem- und Handwerkersiedlung, vornehmlich m Ostdeutsch land, gärtnerische und halblandliche Siedlungen in den Großstadt- und 3ndustriegebieten. Same- rung der unhaltbaren Wohnverhältnisse m ^n Altstädten. Derkehrspolitisch ist an die^Ersthlie- ßung und Daureismachung deÄ flachen Landes durch Dau großer Schnellverkehrsverbindung^i aller Art und Ausbau des dazu Sehorigen Rah verbindungsnehes gedacht. Dazu gehört auch der Ausbau der Wasserstraßen Schaffung e.neÄ engen Rehes von Flugplatzen. Druckenbau D

Äraft-, Wasser- und Gaswerken nebst Leitungs

Kl