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Versammlung des Vereins zur Förderung der Grünlandwirtschaft spricht Generaldirek­tor Dr. Hamann (Darmstadt) überDie Be­deutung der Grünlandwirtschaft und der Futter­konservierung für die Landwirtschaft Hessens". Außerdem tagen der Landesverband der hessischen Geflügelzuchlvereine. der Verband hessischer landwirtschaftlicher Genosse wschaften, die hessischen Saat- ba u stellen, der Landesverband der Haus­frauenvereine, der Landesverband der Ob st- und Gartenbauvereine. 3n der letztgenannten Versammlung behandelt Obstbau­inspektor E n k l e r (Gießen) das Thema:Welche Lehren ergeben sich aus dem 3al)r 1931 für un­seren Obstbau?".

Oberheffen.

Gtadtvorstandssihung in Alsfeld.

Alsfeld, 15. San. Sn der jüngsten Sitzung des Stadtrates wurde die Mietsenkung auf Grund der Vierten Notverordnung geregelt. Vach Vorschlag des Finanzausschusses wurde beschlossen, die Mietsenkung um 10 Prozent der Friedensmiete bei Altwohnungen und eine Senkung von 10 Prozent auch für die Neubau» wohnungen vorzunehmen.

Ein Antrag der Geschäftsstelle des LandbundeS bezweckte die Herabsetzung der Stand­gelder für die Viehmärkte in Als­feld. Cs wurde beschlossen, das Standgeld für Großvieh von 30 Pfennig auf 25 Pfennig für das Stück Vieh und für Schweine und Kleinvieh von 20 Pfennig auf 15 Pf. für das. Stück Vieh zu ermäßigen.

Die Neufassung der Feingoldklau­sel, die von der Landeskommunalbank-Giiozen- trale für die von ihr den Gemeinden gegebenen Darlehen angeregt worden ist, war in der vorigen Sitzung zurückgestellt worden, um noch nähere Er­kundigungen einzuziehen. Snzwischen ist ein auf» klärendes Rundschreiben der D^nk ergangen worin diese darauf hinweist, daß die Aenderung der Fas­sung durch die Notverordnung vom 9. Oktober 1931 bedingt sei, der man sich anpassen müsse. Auch das Snnenministerium hat feine Zustimmung erteilt. Srgendwelche Tesorgnisse wegen Verschlechterung der Währung liegen der Maßnahme nicht zu­grunde. Auf Grund dieser Aufklärung wurde der beantragten Neufassung der Feingoldklausel zu­gestimmt.

Ein Gesuch der Fleischerinnung Alsleld wegen Anlage eines Fernsprechanschlusses im städtischen Schlachthof wurde abgelehnt, da hieran nur die Metzgerinnung Snteresse hat und die Stadt sich daher an den Kosten nicht be­teiligt.

Unter Mitteilungen entspann sich eine längere Aussprache über die Volksküche, über die von verschiedenen Seiten Beschwerde geführt wurde. Snsbesondere wurde bemängelt, daß der Preis von 10 Pfennig für das Essen zu hoch sei. worauf der Rückgang der Besucherzahl um etwa die Hälfte zurückzuführen sei. Der Vorsitzende erklärte, daß er auf Grund dieser Kritik eine alsbaldige Sitzung des Wohlfahrtsausschusses des Ortsverbandcs der freien Wohlfahrtspflege, der die Vo ksküche ins Leben gerufen hat, beantragen werde. Außerdem wurden Beschwerden über die Art und Weise der Veranlagung der Bürger st euer vorgebracht, zu denen der Vorsitzende eingehend Stellung nahm und die er auf Grund der bestehenden Bestimmun­gen der Dürgersteuerverordnung zurückwieS.

Gemeinderai in Hungen.

d. S) u n g e n, 15. San. Sn der jüngsten Ge­meinderatssitzung wurde beschlossen in der Angelegenheit dcs Abbaues der 5. Schul­st eile an unserer Volksschule die Ent­scheidung des Ministers abzuwarten. Die im Sahre 1923 zur Auslosung gebrachten städtischen Schuldverschreibungen werden nunmehr entsprechend aufgewertet. Wegen der Herab­setzung der Sagdpacht haben die Sagt)- Pächter beschlossen, das zuständige Einigungsamt anzurufen. Dem ArbeitergesangvereinEintracht" wurde der Rathaussaal für die älebungsabende zur Verfügung gestellt.

Landkreis Gießen.

I Daubringen, 15.Ian. Der Gesangver­ein Saubringen hielt dieser Tage im Ver­einslokal seine Generalversammlung ab. Der erste Vorsitzende, Kaufmann Wilhelm Roth, gedachte zunächst des im letzten Sahre verstorbenen Ehren­mitgliedes Weimer, dessen Andenken in üb­licher Weise geehrt wurde. Sodann gab er einen Bericht über das abgelaufene Dereinsjahr. Die Arbeitslosigkeit hat auch auf das Dereinsleben ungünstig eingewirkt. Sie war die Ursache, daß im Laufe des Sahres 13 Mitglieder austraten. Eine sehr große Zahl der Sänger ist arbeitslos, und aus diesem Grunde mußten die Singstunden etwa ein halbes Sahr lang ausfallen. Dank dem Entgegenkommen des Dirigenten (Berufsschul­lehrer Eberle, Lollar) ist der Verein nunmehr wieder in der Lage, regelmäßig Singstunden ab­zuhalten. Der Verein hat sich im verflossenen Sahre mehrfach an öffentlichen Veranstaltungen in der Gemeinde beteiligt. Er nahm ferner am Wertungssingen desLumdatal-Sängerbundes" in Oden Hausen (Lahn) mit sehr gutem Erfolg teil. Der Singstundenbesuch muß als gut bezeichnet werden. Eine Reihe von Sängern konnte für regelmäßigen Besuch der Singstunden ausgezeich­net werden. Es erhielten die goldene Ehrennadel (für zweijährige Anwesenheit in jeder Sing­stunde): L. Kraushaar und H. Weimer. Die silberne Ehrennadel (für fleißigen Sing- stundenbesuch im verflossenen Sahr) bekamen: W. Schäfer, L. Reif, W. Michel, W. Al­ba ch, H. K n ö ß und L. A l b a ch. Dem Vor­sitzenden Wilhelm Roth wurde für besondere Verdienste um den Verein auf einstimmigen Be­schluß des Vereins die vomHessischen Sänger? bund" gestiftete Ehrennadel verliehen. Die Vor­standswahl erbrachte die einstimmige Wiederwahl des gesamten seitherigen Vorstandes: 1. Vor­sitzender ist W. Roth, 2. Vorsitzender W. Vogel, Rechner H. Latsch, 1. Schriftführer L. Klingelhöfer, 2. Schriftführer W Dort, Zeugwart K. Bolte, Fahnenträger W. D o - g e l, Stellvertreter K. Bolte, Besitzer L. Kraushaar, Stimmenvertreter K. Wei- mer I., K. Weimer II., A. Kümmel, H. Schäfer, Dereinsdiener H. Weimer 11. Die Rechnungsablage gab in Anbetracht der Ver­hältnisse ein günstiges Bild. Einer Einnahme von 449,76 Mark stand eine Ausgabe von 347.32 Mark gegenüber, so daß ein Ueberschuß von 102,44 Mark verblieb. Sm Schlußwort richtete der Vor­sitzende an die Sänger die Aufforderung, auch in schwerer Zeit dem Verein die Treue zu halten.

WL-SMen in einer Manischen Missionsschule

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Unser Bild zeigt eine reizende Aufnahme aus einer Schule für kleine Negermädchen, wie sie von den Missionsschwestern im Innern Afrikas zahlreich eingerichtet worden sind. Die kleinen Mädchen, die nicht wie ihre europäischen Alterskameradinnen mit gefalteten Händen, sondern mit gekreuzten Armen dem Unterricht folgen, lernen schreiben und rechnen, und was sie von den Missionsschwestern nicht verstehen, erklärt ihnen die schwarze Erzieherin noch einmal.

Industrie- und Handelskammer Gießen.

Heber die jüngste Sitzung der Sndustrie» und Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach wird uns berichtet:

Vor Eintritt in die Tagesordnung begrüßt der Vorsitzende, Herr Fabrikbesitzer L. Rinn, die Versammlung und heißt insbesondere die drei neuen Mitglieder, die Herren H. Spring, W. Denninghoff und S. Maternus, herz­lich willkommen 3n warmen Worten dankt der Vorsitzende dem Mitglied Herrn W. L. Rühl aus Großen-Buseck für die in 25 Sahren der Kammer geleistete wertvolle Arbeit und rühmt die in den kaufmännischen Kreisen des Bezirks immer aufs neue anerkannte geschäftliche Exakt­heit und Korrektheit des Subilars, dessen Zu­gehörigkeit zur Kammer diese auch weiterhin erhoffe. Herr Rühl dankt für diese ehrenden Worte und verspricht weitere treue und fleißige Mitarbeit.

Sn einem kurzen Rückblick auf das ver­gangene Sahr führt der Herr Vorsitzende u. a. folgendes aus:Das Sahr 1931 war für Deutschland ein Krisenjahr schlimmster Art. Man braucht dabei nur an die schweren Tage im Suli und an die sich folgenden Notverordnungen zu denken, die selbst den Leitern der solidesten und am besten fundierten Betriebe Angst und Sorge um das Weiterbestehen ihrer Unternehmungen gebracht haben. Die im Dezember heraus- gekommene 4. Notverordnung legt Beschränkun­gen und Belastungen auf, die kaum zu tragen sind. Trotzdem muß man anerkennen, daß gerade diese Notverordnung bei all den vielen Härten, die sie mit sich bringt, trotz des Schadens, den sie neben manchem Nutzen anrichten wird, eine mutige und zielklare Tat der Regierung war. Sn den Zeiten, in denen wir leben, läßt sich mit halben Mitteln nicht regieren. Es ist hoch anzuerkennen, daß das deutsche Volk diesen folgenschweren Verordnungen gegenüber so still hält und damit die harten Notwendigkeiten an­erkennt. Die Regierung hatte vor Erlaß der 4. Notverordnung Bedenken in diesem Punkt, sonst wäre die vorhergehende Besänftigungsansprache des Reichskanzlers nicht gehalten worden. Der Blick in das kommende Sahr erscheint fas! noch trüber als der Rückblick ins vergangene. Seit Sahren liegt das Grundübel in den Tribut­lasten, die Deutschland nicht mehr bezahlen kann und mit denen endgültig Schluß gemacht werden muß, da es bei den sinkenden Einnahmen schon ungeheuer schwer hält, bin inneren Etat in Ordnung zu bringen. Die letzten Konferenzen haben die Unfähigkeit Deutschlands zu weiteren Tributlasten anerkannt, und in vielen Veröffent­lichungen ist nicht nur von deutschfreundlicher Seite nachgewiesen worden, daß der von Frankreich für den Wiederaufbau angeforderte Betrag durch Deutschland bereits weil überzahlt ist. Trotzdem steht Frankreich einer gänzlrchen Aufhebung ablehnend gegenüber zugunsten eines zweijährigen Moratoriums. Nach meiner Mei­nung ist uns mit solchen halben Leistungen nicht geholfen, die den lastenden Druck der Unsicherheit nicht von uns nehmen, das so notige Vertrauen zerstören und einen gedeihlichen internationalen Verkehr unmöglich machen. Die 4. Notverord­nung bringt uns mit außerordentlich starken Eingriffen in das freie Wirtschaftsleben Preis» und Kostensenkung. Daß hierbei einer natürlichen Entwickelung zum Schaden der Betroffenen vor» gegriffen wird, kann bei dem schwachen Stand

vieler Unternehmungen zur Katastrophe führen. Schon jetzt häufen sich Vergleiche, Moratorien und Konkurse in einem Ausmaß, daß eine zu­verlässige Beurteilung der Sicherheit von Forde­rungen kaum noch möglich ist. Es wird langer und mühsamer Arbeit bedürfen, bis sich Handel und Sndustrie auf die neugeschaffenen Verhält­nisse einigermaßen eingestellt haben und es ver­mieden wird, noch weiter von der meist schwachen Substanz zu zehren. Alles in allem genommen, sind bei dem überaus traurigen Rückblick auch die Zukunftsaussichten mehr als trübe. Trotzdem müssen wir mit starkem, unbeugsamem Arbeits­willen in das neue Sahr hineingehen und die Hoffnung behalten, daß es uns Ende 1932 besser gehen möge als zu Anfang."

Der bisherige Vorstand, bestehend aus den Herren Fabrikbesitzer Ludwig Rinn als Vor­sitzendem, Kommerzienrat Gustav R a m s p e ck und Bankdirektor Ludwig Grießbauer als stellvertretenden Vorsitzenden, sowie Herrn Kauf­mann Carl Röhr als Rechner wird auf. Vor­schlag des Herrn August Noll durch Zurus einstimmig wiedergewählt. Für diesen erneuten Beweis des Vertrauens dankt der Herr Vorsitzende namens des Vorstandes.

Der Voranschlag für das Rechnungs­jahr 1 9 3 2, welcher, den Erfordernissen der Zeit entsprechend, Abstriche bei den einzelnen Positionen vorsieht, wird genehmigt.

Der von der Kammer öffentlich angestellte und beeidigte Wirtschaftsprüfer und Bücherrevisor, Herr Hermann Will, erstattet ein Referat über die steuerlichen Auswirkungen der 4.Notverordnung, an welches sich eine er­sprießliche Aussprache anschließt.

Der Kammershndikus berichtet über die Vor­schläge, welche die Württembergische Staatsregie­rung zur Bekämpfung von Mißständen auf dem Gebiete des Einzelhandels der Reichsregierung unterbreitet. Diese Vor­schläge, welche die Reichsregierung ihrerseits dem Reichswirtschaftsrat zur Beratung überwiesen hat, beziehen sich auf:

die Zulässigkeit der Bezeichnung als Einheits- preisgeschäft,

die Verhinderung unlauterer Machenschaften bei der Bezeichnung von Waren,

die Ermächtigung der Verwaltungsbehörden zur Handelsunterfagung,

die Einführung einer Erlaubnispflicht für Warenhäuser und warenhausartige Unterneh­mungen in Gemeinden unter 20 000 Einwohnern.

Wegen der vorgerückten Stunde konnte in eine gründliche Einzeloeratung der Vorschläge nicht eingetreten werden; sie sollen aber Gegenstand von Verhandlungen zwischen der Kammer und den Einzelhandelsorganisationen des Bezirks sein.

Verschiedene Vorfälle aus der jüngsten Ver­gangenheit geben der Handelskammer Veran­lassung, der Kaufmannschaft des Bezirks eindring­lichst nahezulegen, sich vor Kreditgewährung in jedem einzelnen Falle altbekannter und angesehe­ner Auskunfteien zu bedienen.

Am Schluffe der Sitzung dankt Herr Kommer­zienrat R a m s p e ck noch einmal dem Herrn Vorsitzenden für die umsichtige Führung der Ge­schäfte und gibt unter dem lebhaften Beifall der Versammlung der Hoffnung Ausdruck, daß er noch recht lange seines Amtes als Vorsitzender der Kammer zum Besten von Handel und Sn­dustrie walten möge. Herr Rinn dankt herzlich für diese ehrende Kundgebung.

CO Klein-Linden, 15. Jan. Ein Kursus über Säuglingspflege, Verbandlehre und Kran­kenpflege für die Mädchen des letzten Sahr» gangs der hiesigen Mädchenfortbildungs­schule ging in dieser Woche zu Ende. Der Kursus, unter Leitung von Frl. Griebel- Giehen, dauerte vier Wochen und wurde von 15 Mädchen aus Allendorf (Lahn) und Klein- Linden besucht. Ein Zeichen des gewaltigen Geburtenrückgangs in unserem Dors ist es, daß Ostern 1932 nur 19 Schulrekruten in die Volksschule aufgenommen werden. Das sind etwa 60 v. H. weniger, als vor dem Krieg, wo all­jährlich 45 bis 50 Kinder an Ostern Aufnahme in die Volksschule fanden.

! Hungen, 15. San. Die Reitergruppe Hungen und Umgegend hielt hier ihre diesjährige Generalversammlung ab. Zunächst wurde die Wahl eines Schriftführers 6or- genommen, bei der einstimmig Herbert Schnei­der» Utphe gewählt wurde. Die von dem Rech­ner Robert Wagner erstattete Rechnungsablage

zeigte einen günstigen Stand; dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Die Dereinsbeiträge für das kommende Sahr wurden auf 50 Pf. gesenkt. Dem Sahresbericht war folgendes zu entnehmen: Zu Beginn des Sahres wurde ein Achenbach-Fahr­kurs abgehalten, dessen Prüfung 20 Fahrschüler bestanden. Sm März nahm die Reitergruppe an der Konstitutionsprüfung in Schotten teil. Am 27. und 28. Suni fand das Reitturnier in Hungen statt, das sich zu einem großen Erfolg ge­staltete. An diesem Tage wurde die von Hun­gener Samen gestiftete Standarte der Reiter­gruppe Hungen geweiht. Am 18. Oktober fand die Querfeldein-Stafette nach Laubach statt. Der hiesige Verein durchritt die Strecke Hof Graß Hungen Dillingen Laubach in 40 Minuten. Am 22. November wurde das in zwei Klassen auszutragende Rennen um die von Dr. Schmidt gestifteten Wanderpreise ausgetragen. Weiterhin befaßte sich die Generalversammlung mit der Ausgestaltung der am 24. Sanuar aus Anlaß des 70. Geburtstages von Landstallmeister a.D.

Schörke nach Darmstadt reitenden oder fahren­den Stafette.

Kreis Friedberg.

O Gambach, 15. Jan. Am Mittwoch veranstal­tete der hiesige Obst» und Gartenbau­verein im großen Rathaussaal eine gut- besuchte Versammlung, in der Garteninspektor Rentsch von der Obstbauschule in Friedberg i einen Vortrag überNeupflanzungen und Pflege von Ob st bäumen" hielt. Der Red­ner gab manche Anregung und beachtenswerten Rat und fand für seine Ausführungen ein auf­merksames und dankbares Publikum. Sm Anschluß an den Vortrag wurden verschiedene Anfragen gestellt, die von dem Vortragenden eingehend beantwortet wurden. Sm weiteren Verlaufe der Versammlung wurde noch das ThemaSchäd­lingsbekämpfung" aufgerollt. Man beschloß, vor allem eine Karbolineumspritzung der Zwetschen- bäume durchzuführen. Der Redner gab auf be­sondere Anregung Ratschläge für die Süßmost­bereitung. Ein Antrag auf Herabsetzung der Bei­träge für den Hauptverein wurde einstimmig an­genommen. Zum Schluß fand noch eine Frei­verlosung von 14 Obstbäumen und 4 Nistkästen statt.

Kreis Vüdingen^

! Echzell, 15. San. Sn gut besetztem Saale hielt der hiesige Apbeitergesangverein sein diesjähriges Wintervsrgnügen ab. 3m Mittel­punkt der Veranstaltung stand die Auftührung einer Operette, die großen Beifall fand. Gleich- gute Aufnahme wurde den Gesangseinlagen zu­teil.

Kreis Alsfeld.

^Alsfeld, 15. San. Ein originelles und beacht nSverles Kunstwerk h ben Schüler ver­schiedene. Klassen der hiesigen Oberreal­schule unter Anleitung von Oberreallehrer Dotter geschaffen, nämlich ein Modell des Römerkastells Saalburg in der Gröhe von 1,65 zu 1,05 Meter. Das mit großer Sorg­falt ausgeführte Modell gibt ein anschauliches Bild von einem militärischen Lager zur Zeit der Römerschaft in Deutschland unter den Kaisern Ha­drian und Antoninus Pius.

-s- Nieder-Gemünden, 15.Jan. Der be­kannte Geflügelzüchter Otto S ö d l e r von hier erzielte auf der mit 10 000 Nummern beschickten Lypsia-Schau". in Leipzig (8. bis 10. Sanuar) in der Klasse derPorzellanfarbigen Zwerge" dis beste und zweitbeste Leistung. Sn der genannten Klasse waren 100 Nummern ausgestellt. O. Söd- ler erhielt auf seine ausgestellten Tiere: 1 sg.« 1 C., 1 sg. 1 ZE. (Ehrenpreis und Zusahehren- preis), 1 sg. 2 und 1 g.

<» Nieder-Gemünden, 13.Jan. Der sangvereinEintracht" hielt in der Gast­wirtschaft Schäfer feine Sahres-Hauptversamm- lung ab. Der Präsident Carl gedachte zunächst des verstorbenen Mitglieds Bürgermeister 2 et­ter. Aus dem Sahresbericht ging hervor, daß der Verein zur Zeit 75 Mitglieder zählt. Sm vergangenen Sahre wurden 54 Uebungsstundcn abgehalten. Der Verein beteiligte sich an dem Gaufest in Stockhausen und an dem Sängerfest in Homberg. Die Dechnungsablage ergab in Ein­nahme und Ausgabe den Betrag von rund 400 \ Mark. Das Vermögen des Vereins beträgt ins­gesamt 1400 Mk. Die Prüfung der Kasse gab au keiner Beanstandung Anlaß. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Die vom Vorstand in der letzten Sitzung ausgearbeiteten Sahungsänderim- gen wurden zum Teil angenommen. Sm Anschluß daran hielt Der zweite Vorsitzende Feldmann eine kurze Ansprache, in der er die Verdienste verschiedener langjähriger Mitglieder würdigte. Sn Anbetracht seiner Verdienste um den Verein wurde der erste Präsident Carl, der dem Verein 23 Sahre als aktives Mitglied angehörte und 11 Sahre als Vorsitzender tätig war, unter gleich­zeitiger Überreichung eines Chrendiploms zum Ehrenpräsidenten ernannt. Der Schriftführer Karl Gonter, der dem Vorstand ebenfalls 11 Sahre angehört, wurde zum Ehrenmitglied ernannt. . Für 23jährige Mitgliedschaft wurden die Herren 1 H. Decker VIII., Ludwig Schott, Heinrich Linker und Konrad Seng zu Ehrenmitglie­dern ernannt. Zum Nachfolger des Präsidenten Carl wurde Otto Schlosser, zum zweiten Vorsitzenden wurde Lehrer Lotz gewählt. Die übrigen Vorstandsmitglieder wurden wieder­gewählt. Bei der Behandlung verschiedener in­terner Angelegenheiten wurde u. a. beschlossen«, den Beitrag auf 20 Pf. pro Monat festzusetzen.

-er. Homberg, 13. San. Der hiesige Män­nergesangverein hielt in seinem Dereins- lokal eine Feier ab, die der Ehrung lang­jähriger verdienter Mitglieder galt« Der Vorsitzende Krug hielt nach einleitenden Chordarbietungen unter Leitung des Dirigenten V i e h m a n n eine Ansprache, in der er die Sangesbrüder und den Bundesvorsihenden des Ohm-Lumdatal-Sängerbundes, Becker, willkom­men hieß. Er würdigte dann die Treue, die dis Subilare dem Verein auch in schlechten Zeiten gehalten haben. Der Bundesvorsihende wies auf die Bedeutung des Abends hin, betonte, daß die Treue und der Eifer der alten Sänger den Sungen Ansporn sein möge, dankte im Namen des Hessi­schen Sängerbundes den alten aktiven Sängern, und forderte auf zur weiteren Pflege des deut­schen Männergesanges. 3m Anschluß daran wur­den die Mitglieder Georg Groß, Wilhelm N e b- h u t h und Lorenz Helm mit je einer goldenen Ehrennadel für 50jährige aktive Sangestätigkeit ausgezeichnet, nachdem ihnen in Mainz bereits der Hessische Sängerbrief ausgehändigt worden war. Das Mitglied Heinrich G u n t r u m erhielt die goldene Ehrennadel gleichzeitig mit dem Sängerbrief. Der Sänger Heinrich Kuhl erhielt für 40jährige Sangestätigkeit die silberne Ehren­nadel des Hessischen Sängerbundes. Ein gemüt­liches Beisammensein, durch einige Darbietungen des Chores verschönt, beschloß die würdige Feier.

=er. Homberg , 15. San. Die diesjährigen Hol zhau er arbeiten sind nunm hr nach vierwöchiger Arbeitszeit beendet. Cs wurde vor­wiegend Brennholz aufgearbeitet.

ss. Grebenau, 13. San. Eine Arbeiter- Kolonne von 12 Mann aus dem Odenwald ist in diesen Tagen in Reimenrod eingetroffen, um in der staatlichen Försterei Kiefernzapfen zu brechen. Die gesammelten Zapfen kommen in die staatliche Klenganstalt nach Gammelsbach, werden dort ausgeklengt und die Förstereien werden dann mit dem gewonnenen Samen nach Bedarf beliefert. Bisher wurden in unserem Orte zwei Postbestellungen täglich durchgeführt. Eine der Zustellungen fiel nunmehr den Sparmaßnahmen der Post zum Opfer. Die mittags ankommenden Postsendungen müssen dadurch einen ganzen Tag liegenbleiben und können vorerst, auch nicht vom Empfänger abg«*

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