Versammlung des Vereins zur Förderung der Grünlandwirtschaft spricht Generaldirektor Dr. Hamann (Darmstadt) über „Die Bedeutung der Grünlandwirtschaft und der Futterkonservierung für die Landwirtschaft Hessens". Außerdem tagen der Landesverband der hessischen Geflügelzuchlvereine. der Verband hessischer landwirtschaftlicher Genosse wschaften, die hessischen Saat- ba u stellen, der Landesverband der Hausfrauenvereine, der Landesverband der Ob st- und Gartenbauvereine. 3n der letztgenannten Versammlung behandelt Obstbauinspektor E n k l e r (Gießen) das Thema: „Welche Lehren ergeben sich aus dem 3al)r 1931 für unseren Obstbau?".
Oberheffen.
Gtadtvorstandssihung in Alsfeld.
Alsfeld, 15. San. Sn der jüngsten Sitzung des Stadtrates wurde die Mietsenkung auf Grund der Vierten Notverordnung geregelt. Vach Vorschlag des Finanzausschusses wurde beschlossen, die Mietsenkung um 10 Prozent der Friedensmiete bei Altwohnungen und eine Senkung von 10 Prozent auch für die Neubau» wohnungen vorzunehmen.
Ein Antrag der Geschäftsstelle des LandbundeS bezweckte die Herabsetzung der Standgelder für die Viehmärkte in Alsfeld. Cs wurde beschlossen, das Standgeld für Großvieh von 30 Pfennig auf 25 Pfennig für das Stück Vieh und für Schweine und Kleinvieh von 20 Pfennig auf 15 Pf. für das. Stück Vieh zu ermäßigen.
Die Neufassung der Feingoldklausel, die von der Landeskommunalbank-Giiozen- trale für die von ihr den Gemeinden gegebenen Darlehen angeregt worden ist, war in der vorigen Sitzung zurückgestellt worden, um noch nähere Erkundigungen einzuziehen. Snzwischen ist ein auf» klärendes Rundschreiben der D^nk ergangen worin diese darauf hinweist, daß die Aenderung der Fassung durch die Notverordnung vom 9. Oktober 1931 bedingt sei, der man sich anpassen müsse. Auch das Snnenministerium hat feine Zustimmung erteilt. Srgendwelche Tesorgnisse wegen Verschlechterung der Währung liegen der Maßnahme nicht zugrunde. Auf Grund dieser Aufklärung wurde der beantragten Neufassung der Feingoldklausel zugestimmt.
Ein Gesuch der Fleischerinnung Alsleld wegen Anlage eines Fernsprechanschlusses im städtischen Schlachthof wurde abgelehnt, da hieran nur die Metzgerinnung Snteresse hat und die Stadt sich daher an den Kosten nicht beteiligt.
Unter Mitteilungen entspann sich eine längere Aussprache über die Volksküche, über die von verschiedenen Seiten Beschwerde geführt wurde. Snsbesondere wurde bemängelt, daß der Preis von 10 Pfennig für das Essen zu hoch sei. worauf der Rückgang der Besucherzahl um etwa die Hälfte zurückzuführen sei. Der Vorsitzende erklärte, daß er auf Grund dieser Kritik eine alsbaldige Sitzung des Wohlfahrtsausschusses des Ortsverbandcs der freien Wohlfahrtspflege, der die Vo ksküche ins Leben gerufen hat, beantragen werde. Außerdem wurden Beschwerden über die Art und Weise der Veranlagung der Bürger st euer vorgebracht, zu denen der Vorsitzende eingehend Stellung nahm und die er auf Grund der bestehenden Bestimmungen der Dürgersteuerverordnung zurückwieS.
Gemeinderai in Hungen.
d. S) u n g e n, 15. San. Sn der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde beschlossen in der Angelegenheit dcs Abbaues der 5. Schulst eile an unserer Volksschule die Entscheidung des Ministers abzuwarten. Die im Sahre 1923 zur Auslosung gebrachten städtischen Schuldverschreibungen werden nunmehr entsprechend aufgewertet. Wegen der Herabsetzung der Sagdpacht haben die Sagt)- Pächter beschlossen, das zuständige Einigungsamt anzurufen. Dem Arbeitergesangverein „Eintracht" wurde der Rathaussaal für die älebungsabende zur Verfügung gestellt.
Landkreis Gießen.
I Daubringen, 15.Ian. Der Gesangverein Saubringen hielt dieser Tage im Vereinslokal seine Generalversammlung ab. Der erste Vorsitzende, Kaufmann Wilhelm Roth, gedachte zunächst des im letzten Sahre verstorbenen Ehrenmitgliedes Weimer, dessen Andenken in üblicher Weise geehrt wurde. Sodann gab er einen Bericht über das abgelaufene Dereinsjahr. Die Arbeitslosigkeit hat auch auf das Dereinsleben ungünstig eingewirkt. Sie war die Ursache, daß im Laufe des Sahres 13 Mitglieder austraten. Eine sehr große Zahl der Sänger ist arbeitslos, und aus diesem Grunde mußten die Singstunden etwa ein halbes Sahr lang ausfallen. Dank dem Entgegenkommen des Dirigenten (Berufsschullehrer Eberle, Lollar) ist der Verein nunmehr wieder in der Lage, regelmäßig Singstunden abzuhalten. Der Verein hat sich im verflossenen Sahre mehrfach an öffentlichen Veranstaltungen in der Gemeinde beteiligt. Er nahm ferner am Wertungssingen des „Lumdatal-Sängerbundes" in Oden Hausen (Lahn) mit sehr gutem Erfolg teil. Der Singstundenbesuch muß als gut bezeichnet werden. Eine Reihe von Sängern konnte für regelmäßigen Besuch der Singstunden ausgezeichnet werden. Es erhielten die goldene Ehrennadel (für zweijährige Anwesenheit in jeder Singstunde): L. Kraushaar und H. Weimer. Die silberne Ehrennadel (für fleißigen Sing- stundenbesuch im verflossenen Sahr) bekamen: W. Schäfer, L. Reif, W. Michel, W. Alba ch, H. K n ö ß und L. A l b a ch. Dem Vorsitzenden Wilhelm Roth wurde für besondere Verdienste um den Verein auf einstimmigen Beschluß des Vereins die vom „Hessischen Sänger? bund" gestiftete Ehrennadel verliehen. Die Vorstandswahl erbrachte die einstimmige Wiederwahl des gesamten seitherigen Vorstandes: 1. Vorsitzender ist W. Roth, 2. Vorsitzender W. Vogel, Rechner H. Latsch, 1. Schriftführer L. Klingelhöfer, 2. Schriftführer W Dort, Zeugwart K. Bolte, Fahnenträger W. D o - g e l, Stellvertreter K. Bolte, Besitzer L. Kraushaar, Stimmenvertreter K. Wei- mer I., K. Weimer II., A. Kümmel, H. Schäfer, Dereinsdiener H. Weimer 11. Die Rechnungsablage gab in Anbetracht der Verhältnisse ein günstiges Bild. Einer Einnahme von 449,76 Mark stand eine Ausgabe von 347.32 Mark gegenüber, so daß ein Ueberschuß von 102,44 Mark verblieb. Sm Schlußwort richtete der Vorsitzende an die Sänger die Aufforderung, auch in schwerer Zeit dem Verein die Treue zu halten.
WL-SMen in einer Manischen Missionsschule
4
M5
Unser Bild zeigt eine reizende Aufnahme aus einer Schule für kleine Negermädchen, wie sie von den Missionsschwestern im Innern Afrikas zahlreich eingerichtet worden sind. Die kleinen Mädchen, die nicht wie ihre europäischen Alterskameradinnen mit gefalteten Händen, sondern mit gekreuzten Armen dem Unterricht folgen, lernen schreiben und rechnen, und was sie von den Missionsschwestern nicht verstehen, erklärt ihnen die schwarze Erzieherin noch einmal.
Industrie- und Handelskammer Gießen.
Heber die jüngste Sitzung der Sndustrie» und Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach wird uns berichtet:
Vor Eintritt in die Tagesordnung begrüßt der Vorsitzende, Herr Fabrikbesitzer L. Rinn, die Versammlung und heißt insbesondere die drei neuen Mitglieder, die Herren H. Spring, W. Denninghoff und S. Maternus, herzlich willkommen 3n warmen Worten dankt der Vorsitzende dem Mitglied Herrn W. L. Rühl aus Großen-Buseck für die in 25 Sahren der Kammer geleistete wertvolle Arbeit und rühmt die in den kaufmännischen Kreisen des Bezirks immer aufs neue anerkannte geschäftliche Exaktheit und Korrektheit des Subilars, dessen Zugehörigkeit zur Kammer diese auch weiterhin erhoffe. Herr Rühl dankt für diese ehrenden Worte und verspricht weitere treue und fleißige Mitarbeit.
Sn einem kurzen Rückblick auf das vergangene Sahr führt der Herr Vorsitzende u. a. folgendes aus: „Das Sahr 1931 war für Deutschland ein Krisenjahr schlimmster Art. Man braucht dabei nur an die schweren Tage im Suli und an die sich folgenden Notverordnungen zu denken, die selbst den Leitern der solidesten und am besten fundierten Betriebe Angst und Sorge um das Weiterbestehen ihrer Unternehmungen gebracht haben. Die im Dezember heraus- gekommene 4. Notverordnung legt Beschränkungen und Belastungen auf, die kaum zu tragen sind. Trotzdem muß man anerkennen, daß gerade diese Notverordnung bei all den vielen Härten, die sie mit sich bringt, trotz des Schadens, den sie neben manchem Nutzen anrichten wird, eine mutige und zielklare Tat der Regierung war. Sn den Zeiten, in denen wir leben, läßt sich mit halben Mitteln nicht regieren. Es ist hoch anzuerkennen, daß das deutsche Volk diesen folgenschweren Verordnungen gegenüber so still hält und damit die harten Notwendigkeiten anerkennt. Die Regierung hatte vor Erlaß der 4. Notverordnung Bedenken in diesem Punkt, sonst wäre die vorhergehende Besänftigungsansprache des Reichskanzlers nicht gehalten worden. Der Blick in das kommende Sahr erscheint fas! noch trüber als der Rückblick ins vergangene. Seit Sahren liegt das Grundübel in den Tributlasten, die Deutschland nicht mehr bezahlen kann und mit denen endgültig Schluß gemacht werden muß, da es bei den sinkenden Einnahmen schon ungeheuer schwer hält, bin inneren Etat in Ordnung zu bringen. Die letzten Konferenzen haben die Unfähigkeit Deutschlands zu weiteren Tributlasten anerkannt, und in vielen Veröffentlichungen ist — nicht nur von deutschfreundlicher Seite — nachgewiesen worden, daß der von Frankreich für den Wiederaufbau angeforderte Betrag durch Deutschland bereits weil überzahlt ist. Trotzdem steht Frankreich einer gänzlrchen Aufhebung ablehnend gegenüber zugunsten eines zweijährigen Moratoriums. Nach meiner Meinung ist uns mit solchen halben Leistungen nicht geholfen, die den lastenden Druck der Unsicherheit nicht von uns nehmen, das so notige Vertrauen zerstören und einen gedeihlichen internationalen Verkehr unmöglich machen. — Die 4. Notverordnung bringt uns mit außerordentlich starken Eingriffen in das freie Wirtschaftsleben Preis» und Kostensenkung. Daß hierbei einer natürlichen Entwickelung zum Schaden der Betroffenen vor» gegriffen wird, kann bei dem schwachen Stand
vieler Unternehmungen zur Katastrophe führen. Schon jetzt häufen sich Vergleiche, Moratorien und Konkurse in einem Ausmaß, daß eine zuverlässige Beurteilung der Sicherheit von Forderungen kaum noch möglich ist. Es wird langer und mühsamer Arbeit bedürfen, bis sich Handel und Sndustrie auf die neugeschaffenen Verhältnisse einigermaßen eingestellt haben und es vermieden wird, noch weiter von der meist schwachen Substanz zu zehren. — Alles in allem genommen, sind bei dem überaus traurigen Rückblick auch die Zukunftsaussichten mehr als trübe. Trotzdem müssen wir mit starkem, unbeugsamem Arbeitswillen in das neue Sahr hineingehen und die Hoffnung behalten, daß es uns Ende 1932 besser gehen möge als zu Anfang." —
Der bisherige Vorstand, bestehend aus den Herren Fabrikbesitzer Ludwig Rinn als Vorsitzendem, Kommerzienrat Gustav R a m s p e ck und Bankdirektor Ludwig Grießbauer als stellvertretenden Vorsitzenden, sowie Herrn Kaufmann Carl Röhr als Rechner wird auf. Vorschlag des Herrn August Noll durch Zurus einstimmig wiedergewählt. Für diesen erneuten Beweis des Vertrauens dankt der Herr Vorsitzende namens des Vorstandes.
Der Voranschlag für das Rechnungsjahr 1 9 3 2, welcher, den Erfordernissen der Zeit entsprechend, Abstriche bei den einzelnen Positionen vorsieht, wird genehmigt.
Der von der Kammer öffentlich angestellte und beeidigte Wirtschaftsprüfer und Bücherrevisor, Herr Hermann Will, erstattet ein Referat über die steuerlichen Auswirkungen der 4.Notverordnung, an welches sich eine ersprießliche Aussprache anschließt.
Der Kammershndikus berichtet über die Vorschläge, welche die Württembergische Staatsregierung zur Bekämpfung von Mißständen auf dem Gebiete des Einzelhandels der Reichsregierung unterbreitet. Diese Vorschläge, welche die Reichsregierung ihrerseits dem Reichswirtschaftsrat zur Beratung überwiesen hat, beziehen sich auf:
die Zulässigkeit der Bezeichnung als Einheits- preisgeschäft,
die Verhinderung unlauterer Machenschaften bei der Bezeichnung von Waren,
die Ermächtigung der Verwaltungsbehörden zur Handelsunterfagung,
die Einführung einer Erlaubnispflicht für Warenhäuser und warenhausartige Unternehmungen in Gemeinden unter 20 000 Einwohnern.
Wegen der vorgerückten Stunde konnte in eine gründliche Einzeloeratung der Vorschläge nicht eingetreten werden; sie sollen aber Gegenstand von Verhandlungen zwischen der Kammer und den Einzelhandelsorganisationen des Bezirks sein.
Verschiedene Vorfälle aus der jüngsten Vergangenheit geben der Handelskammer Veranlassung, der Kaufmannschaft des Bezirks eindringlichst nahezulegen, sich vor Kreditgewährung in jedem einzelnen Falle altbekannter und angesehener Auskunfteien zu bedienen.
Am Schluffe der Sitzung dankt Herr Kommerzienrat R a m s p e ck noch einmal dem Herrn Vorsitzenden für die umsichtige Führung der Geschäfte und gibt unter dem lebhaften Beifall der Versammlung der Hoffnung Ausdruck, daß er noch recht lange seines Amtes als Vorsitzender der Kammer zum Besten von Handel und Sndustrie walten möge. Herr Rinn dankt herzlich für diese ehrende Kundgebung.
CO Klein-Linden, 15. Jan. Ein Kursus über Säuglingspflege, Verbandlehre und Krankenpflege für die Mädchen des letzten Sahr» gangs der hiesigen Mädchenfortbildungsschule ging in dieser Woche zu Ende. Der Kursus, unter Leitung von Frl. Griebel- Giehen, dauerte vier Wochen und wurde von 15 Mädchen aus Allendorf (Lahn) und Klein- Linden besucht. — Ein Zeichen des gewaltigen Geburtenrückgangs in unserem Dors ist es, daß Ostern 1932 nur 19 Schulrekruten in die Volksschule aufgenommen werden. Das sind etwa 60 v. H. weniger, als vor dem Krieg, wo alljährlich 45 bis 50 Kinder an Ostern Aufnahme in die Volksschule fanden.
! Hungen, 15. San. Die Reitergruppe Hungen und Umgegend hielt hier ihre diesjährige Generalversammlung ab. Zunächst wurde die Wahl eines Schriftführers 6or- genommen, bei der einstimmig Herbert Schneider» Utphe gewählt wurde. Die von dem Rechner Robert Wagner erstattete Rechnungsablage
zeigte einen günstigen Stand; dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Die Dereinsbeiträge für das kommende Sahr wurden auf 50 Pf. gesenkt. Dem Sahresbericht war folgendes zu entnehmen: Zu Beginn des Sahres wurde ein Achenbach-Fahrkurs abgehalten, dessen Prüfung 20 Fahrschüler bestanden. Sm März nahm die Reitergruppe an der Konstitutionsprüfung in Schotten teil. Am 27. und 28. Suni fand das Reitturnier in Hungen statt, das sich zu einem großen Erfolg gestaltete. An diesem Tage wurde die von Hungener Samen gestiftete Standarte der Reitergruppe Hungen geweiht. Am 18. Oktober fand die Querfeldein-Stafette nach Laubach statt. Der hiesige Verein durchritt die Strecke Hof Graß — Hungen — Dillingen — Laubach in 40 Minuten. Am 22. November wurde das in zwei Klassen auszutragende Rennen um die von Dr. Schmidt gestifteten Wanderpreise ausgetragen. Weiterhin befaßte sich die Generalversammlung mit der Ausgestaltung der am 24. Sanuar aus Anlaß des 70. Geburtstages von Landstallmeister a.D.
Schörke nach Darmstadt reitenden oder fahrenden Stafette.
Kreis Friedberg.
O Gambach, 15. Jan. Am Mittwoch veranstaltete der hiesige Obst» und Gartenbauverein im großen Rathaussaal eine gut- besuchte Versammlung, in der Garteninspektor Rentsch von der Obstbauschule in Friedberg i einen Vortrag über „Neupflanzungen und Pflege von Ob st bäumen" hielt. Der Redner gab manche Anregung und beachtenswerten Rat und fand für seine Ausführungen ein aufmerksames und dankbares Publikum. Sm Anschluß an den Vortrag wurden verschiedene Anfragen gestellt, die von dem Vortragenden eingehend beantwortet wurden. Sm weiteren Verlaufe der Versammlung wurde noch das Thema „Schädlingsbekämpfung" aufgerollt. Man beschloß, vor allem eine Karbolineumspritzung der Zwetschen- bäume durchzuführen. Der Redner gab auf besondere Anregung Ratschläge für die Süßmostbereitung. Ein Antrag auf Herabsetzung der Beiträge für den Hauptverein wurde einstimmig angenommen. Zum Schluß fand noch eine Freiverlosung von 14 Obstbäumen und 4 Nistkästen statt.
Kreis Vüdingen^
! Echzell, 15. San. Sn gut besetztem Saale hielt der hiesige Apbeitergesangverein sein diesjähriges Wintervsrgnügen ab. 3m Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Auftührung einer Operette, die großen Beifall fand. Gleich- gute Aufnahme wurde den Gesangseinlagen zuteil.
Kreis Alsfeld.
^Alsfeld, 15. San. Ein originelles und beacht nSverles Kunstwerk h ben Schüler verschiedene. Klassen der hiesigen Oberrealschule unter Anleitung von Oberreallehrer Dotter geschaffen, nämlich ein Modell des Römerkastells Saalburg in der Gröhe von 1,65 zu 1,05 Meter. Das mit großer Sorgfalt ausgeführte Modell gibt ein anschauliches Bild von einem militärischen Lager zur Zeit der Römerschaft in Deutschland unter den Kaisern Hadrian und Antoninus Pius.
-s- Nieder-Gemünden, 15.Jan. Der bekannte Geflügelzüchter Otto S ö d l e r von hier erzielte auf der mit 10 000 Nummern beschickten „Lypsia-Schau". in Leipzig (8. bis 10. Sanuar) in der Klasse der „Porzellanfarbigen Zwerge" dis beste und zweitbeste Leistung. Sn der genannten Klasse waren 100 Nummern ausgestellt. O. Söd- ler erhielt auf seine ausgestellten Tiere: 1 sg.« 1 C., 1 sg. 1 ZE. (Ehrenpreis und Zusahehren- preis), 1 sg. 2 und 1 g.
•<» Nieder-Gemünden, 13.Jan. Der sangverein „Eintracht" hielt in der Gastwirtschaft Schäfer feine Sahres-Hauptversamm- lung ab. Der Präsident Carl gedachte zunächst des verstorbenen Mitglieds Bürgermeister 2 etter. Aus dem Sahresbericht ging hervor, daß der Verein zur Zeit 75 Mitglieder zählt. Sm vergangenen Sahre wurden 54 Uebungsstundcn abgehalten. Der Verein beteiligte sich an dem Gaufest in Stockhausen und an dem Sängerfest in Homberg. Die Dechnungsablage ergab in Einnahme und Ausgabe den Betrag von rund 400 \ Mark. Das Vermögen des Vereins beträgt insgesamt 1400 Mk. Die Prüfung der Kasse gab au keiner Beanstandung Anlaß. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Die vom Vorstand in der letzten Sitzung ausgearbeiteten Sahungsänderim- gen wurden zum Teil angenommen. Sm Anschluß daran hielt Der zweite Vorsitzende Feldmann eine kurze Ansprache, in der er die Verdienste verschiedener langjähriger Mitglieder würdigte. Sn Anbetracht seiner Verdienste um den Verein wurde der erste Präsident Carl, der dem Verein 23 Sahre als aktives Mitglied angehörte und 11 Sahre als Vorsitzender tätig war, unter gleichzeitiger Überreichung eines Chrendiploms zum Ehrenpräsidenten ernannt. Der Schriftführer Karl Gonter, der dem Vorstand ebenfalls 11 Sahre angehört, wurde zum Ehrenmitglied ernannt. . Für 23jährige Mitgliedschaft wurden die Herren 1 H. Decker VIII., Ludwig Schott, Heinrich Linker und Konrad Seng zu Ehrenmitgliedern ernannt. Zum Nachfolger des Präsidenten Carl wurde Otto Schlosser, zum zweiten Vorsitzenden wurde Lehrer Lotz gewählt. Die übrigen Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt. Bei der Behandlung verschiedener interner Angelegenheiten wurde u. a. beschlossen«, den Beitrag auf 20 Pf. pro Monat festzusetzen.
-er. Homberg, 13. San. Der hiesige Männergesangverein hielt in seinem Dereins- lokal eine Feier ab, die der Ehrung langjähriger verdienter Mitglieder galt« Der Vorsitzende Krug hielt nach einleitenden Chordarbietungen unter Leitung des Dirigenten V i e h m a n n eine Ansprache, in der er die Sangesbrüder und den Bundesvorsihenden des Ohm-Lumdatal-Sängerbundes, Becker, willkommen hieß. Er würdigte dann die Treue, die dis Subilare dem Verein auch in schlechten Zeiten gehalten haben. Der Bundesvorsihende wies auf die Bedeutung des Abends hin, betonte, daß die Treue und der Eifer der alten Sänger den Sungen Ansporn sein möge, dankte im Namen des Hessischen Sängerbundes den alten aktiven Sängern, und forderte auf zur weiteren Pflege des deutschen Männergesanges. 3m Anschluß daran wurden die Mitglieder Georg Groß, Wilhelm N e b- h u t h und Lorenz Helm mit je einer goldenen Ehrennadel für 50jährige aktive Sangestätigkeit ausgezeichnet, nachdem ihnen in Mainz bereits der Hessische Sängerbrief ausgehändigt worden war. Das Mitglied Heinrich G u n t r u m erhielt die goldene Ehrennadel gleichzeitig mit dem Sängerbrief. Der Sänger Heinrich Kuhl erhielt für 40jährige Sangestätigkeit die silberne Ehrennadel des Hessischen Sängerbundes. Ein gemütliches Beisammensein, durch einige Darbietungen des Chores verschönt, beschloß die würdige Feier.
=er. Homberg , 15. San. Die diesjährigen Hol zhau er arbeiten sind nunm hr nach vierwöchiger Arbeitszeit beendet. Cs wurde vorwiegend Brennholz aufgearbeitet.
ss. Grebenau, 13. San. Eine Arbeiter- Kolonne von 12 Mann aus dem Odenwald ist in diesen Tagen in Reimenrod eingetroffen, um in der staatlichen Försterei Kiefernzapfen zu brechen. Die gesammelten Zapfen kommen in die staatliche Klenganstalt nach Gammelsbach, werden dort ausgeklengt und die Förstereien werden dann mit dem gewonnenen Samen nach Bedarf beliefert. — Bisher wurden in unserem Orte zwei Postbestellungen täglich durchgeführt. Eine der Zustellungen fiel nunmehr den Sparmaßnahmen der Post zum Opfer. Die mittags ankommenden Postsendungen müssen dadurch einen ganzen Tag liegenbleiben und können vorerst, auch nicht vom Empfänger abg«*
J
ein« /&
& für®»'
Ä*
wurde
*'tr gerne)
pellt-
i Krofdorf
SaIcnbtSe & 92 Sterbefalle 5 219 Geburten $ie Gesamt'^ & und Launs 10. Oktober 1930 «et aus fen e,r Äffern: Dort file; Staudesan kr ’ Krofdorf (K Dehbergl: bb.c und Dihmar). boulen und vc i Detzber krGemein berichten: Der nächst des bun fiorbenen Gen Mdann tour Schmidt, al Die diesjährig Gemeindetoald losen in eint dies nicht am Dege der all geführt Werder der Aachbargei die Station uns 50 Mark M
O Hoche solöenenH Eheleute Land Heinz und K Jubilar ist 73,
Sirdj
Lai
3 Lollar, Kirchspiels $ Ziffern: Kirchlich, MM 50 und 2 auf die einzelnen
23 Zeerdigm senberg lauteten d folge 5:4:12, für p 7:7:13 und ’
0 Holzheil W Statistik k durden 15 Kinder bilden waren es dulden 8 Paare M der Hauptg Wittszahl der 1 Kauen und 80 K 4® statt 3m ganz ^Abendmahl (8 Kben der Mchf y ein. Das b
das Opfer v > Trüninge
in unserer K »5 Haare »Men, 3 M «udigt.
J Dahenbo Laufenen Sabj Nnde 42 § Minder (71 KL tes
ftr
S" ä vK SÄ
ZHr Dark gebest &thnulInro ZK
»EUTSC,


