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Oberheffen.

Oie Verschmutzung der Horloff und der Nidda.

WSN. Friedberg. 14.San. 3n einer Er­klärung über die neue Verschmutzung der Nidda führt die Direktion des Schwelkraft- werk - Wölfersheim u. a. aus, dah sie im vergangenen Jahre unter Aufwendung hoher Kosten und unter Mitwirkung der zuständigen Behörde einen S t a u t e i ch angelegt habe, in dem die vom Wölfersheimer Werk abfliehenden Schwelwasser gesammelt wurden. Auf diese Weise sollte verhütet werden, dah die Horloff und Nidda dauernd die täglich anfallende Menge au Schwelwasser aufzunehmen hätten. Da der Stau­teich nur eine gewisse Zeit die Schwelwässer aufnehmen konnte, habe das Werk die Hoch- wasferperiode der letzten Tage benutzt, um die im Teich gesammelten Wasser der Horloff zuzu­führen. Das sei wohl die einzige Möglichkeit, wie das Werk sich vor der Notwendigkeit schützen könne, etwa im Sommer in Zeiten tiefsten Wasserstandes solche Maßnahmen treffen zu müssen. Wenn man Wert darauf lege, das Wöl­fersheimer Werk in Betrieb zu halten, dann müsse ihm die periodische teilweise Ent­leerung des Schwelwasserteiches ge­stattet werden. Wolle man diesen Abfluß ver­bieten, dann habe man zwar die Genugtuung, daß das Leben der Fische gesichert wäre, die große Belegschaft des Wölfersheimer Betriebs aber auf der Straße läge. Daran habe wohl auch die Behörde zu denken, die den zweifellos vorhandenen Notstand anerkennen und würdigen werde. Dis jetzt habe sich leider keine brauchbare Lösung gefunden, um eine chemische Vorreinigung der Abwässer vornehmen zu können. Das Werk werde für etwaige Schäden angemessenen Ersatz leisten.

Gemeinderat in Laubach.

Laubach, 14. Jan. In der ersten diesjäh­rigen Gemeinderatssitzung gab zunächst Bürgermeister H ö g y einen kurzen^blick über das abgelaufene Jahr und forderte den Stadtvor­stand zur weiteren sachlichen Mitarbeit auf. Des weiteren gedachte der Vorsitzende des verstorbe­nen ältesten Eemeinderatsmitgliei:es Oöerreaileh- rer i. R. Ludwig Gerhard und widmete ihm ehrende Worte. Unter Punkt 1 der Tagesordnung wurde beschlossen, bei Bewilligung von Steuer­stundungen vom 1. Januar 1932 ab an Stun­dungszins en 5 v. H. jährlich zu erheben. Einige jugendliche Arbeiter, die um Beschäftigung bei der Gemeinde nachgesucht haben, sollen in jedem Monat eine Woche beschäftigt werden. Die in der hiesigen Gemarkung gelegene Kreis- obstbaumschule wird im Laufe dieses Jahres aufgehoben. Das Pachtgelände fällt wieder der Stadt zu. In sämtlichen städtischen Wohnun­gen wird gemäß der letzten Notverordnung mit Wirkung vom 1. Januar 1932 ab die Miete auf 112 Prozent des Friedenssatzes gesenkt. Zum Schlüsse wurde die Erhebung einer Dachreini­gungsgebühr von den Eigentümern derjeni­gen Hofreiten beschlossen, deren Abwässer in Ge- meindebäche oder -gräben fließen, sofern die Hausbesitzer nicht schon zur Zahlung einer Kanal- benuhungsgebühr herangezogen werden.

Geflügel- und Kaninchenschau in Gambach.

Q Gambach, 12. Jan. Am Sonntag veran­staltete der hiesige Kaninchen- und Ge­flügelzuchtverein im Saale der Gastwirt­schaft T. W. Mohr seine lokale Geflügel- und Kaninchen-Ausstellung unter der Leitung seines Vorsitzenden Wilhelm De rg k. Die Anzahl des ausgestellten Geflügels betrug 140 Nummern, die der Kaninchen 36. Das ausgestellte Material dürfte als sehr gut bezeichnet werden. Preisrichter für Geflügel war Herr S ö d l e r (Nieder-Gemünden), für Kaninchen Herr ü II - t i ch (Gießen). Folgende Züchter erhielten Preise (E = Ehrenpreis, sg sehr gut).

Hühner:

Nhodeländer: W. Wächter, W. Schmidt je sg: Whandottes, rebhuhnf.: O. Volk E und sg.: Barne­velder: W. Düringer E, W. Buß sg: Italiener, rebhuhnf.: K. Boller zwei E, K. Doller zwei sg, Fr. Dröder. W. Schuber je sg: Italiener, schwarz: A. Lotz E und drei sg, W. L. Metzger sg: Ita­liener, aelb: A. Rosenbaum E: Italiener, silber- hals.: O. Decker sg: Leghorn: W. Düringer E, E. Langbein, W. Düringer je sg: Rheinländer, schwarz: O. Klein, W. Buß je E, W.Duß drei sg, W. Düringer sg: Hamburger, schwarz: K. OHIe- muh E, W. Dergk sg: Hamburger Silberlack: E. Langbein E und sg: Goldbrackel: H. Deppler E und sg: Zwergrhodeländer: H. Deppler E: Zwerg- whandottes, schwarz: A. Görlach sg, weiß: A. Görlach sg: Porzellanfarbige Zwerge, F. Dröder E und zwei sg.

Enten:

Kaki Champell: H. Wächter E, H. Wächter, H. Doller, O. Volk je sg.

Tauben:

Hessische Kröpfer: W. Schmidt E, W. Schmidt drei sg, Ph. Metzger sg: Strasser: W. Schmidt E und sg: Koburger Lerchen: K. Doller E und drei sg: Drieftauben: H. Müll E, E. Loh sg: Gold- sasan: E. Langbein E.

Kaninchen:

A l t t i e r e: Belgier Riesen: H. L. Metzger 4 E H Metzger 1. Pr: Weiße R efen: K. Mckttern-Dutz- bach 1. Pr. Deutsche Riesenschecke: G. Metzger 1. Pr Blaue Wiener: W. Buß, E und 2. Pr. Groß- Chinchilla: Gg. Karber, 3. Pr. Klein-Chinchilla: 3. Eiff, 1. Pr. Maska: G. Böck, E, H. Dern, 1. Pr. G. Böck, 2. und 3. Pr.

3ungtiere: Groß-Chinchilla: W. Schmidt 1. Pr. Chin-Rex: K. Mattern, Butzbach, 1. Pr.' Belgier Riesen: R. Rah, 1. und 2. Pr. Deutsche Widder: R. Rah, 1. Pr. H. Mattheis, 3. Pr. De^sche Riesen-Schecke: K. Mattern, Butzbach,

Landkreis Gießen.

gck. Groß en-Buseck, 14. 3an. 3n seinem Vereinslokal hielt der Gesangverein,Sän­ge rkranz" am Samstag seine Hauptversamm­lung ab. Der Vorsitzende Wilhelm Seipp erstat­tete den Jahresbericht. Der Besuch der Sing­stunden konnte als gut bezeichnet werden. Dem­entsprechend waren die Leistungen der unter der tatkräftigen, umsichtigen Leitung des bewährten Chormeisters Nicolai stehenden Sängerschar von gutem Erfolg begleitet. Zum vierten Male wurde der gesamte Vorstand einstimmig wieder- aewählt. Unter Würdigung der für die Veran­staltung eines Wintervergnügens sprechenden

Vezirks-Geflügelausstellung in Homberg.

ch Hombergl3.Ian. Der hiesige Geflügel, zuchtverein hatte in der Stadthalle die De* zirks-Geflügelausstellung vorbereitet und mustergültig durchgeführt. Lieber 500 Num­mern Zuchtstämme, Hühner, Taubem Wasser-und Ziergeflügel wurden gezeigt. Mit der Ausstel­lung war eine Prämiierung verbunden. Ms Preisrichter fungierten die Herren Pfeiffer, Marburg, und O st h e i m , Echzell. Das aus­gestellte Tiermaterial war fast durchweg von aus­gezeichneter Beschaffenheit. Nachstehend seien die

Träger der zehn Leistungspreise

aufgeführt. Den 1. Leistungspreis erhielt H. Reinhard ll., Schlitz, für Orpington (48 P.); 2. Pr. K. Strauch, Homberg, für Nürnberger Samtschwalben (34 P.); 3. Pr. K. Fiß ler, Nie- der-Ohmen, für Rhodeländer (33 P.); 4. Pr. Gg. Keil, Griebendorf, für rebhuhnfarbige 3taliener (33 P.): 5. Pr. O. Södler, Nieder-Gemünden, für weiße Wyandottes (32 P.): 6. Pr. Lehrer Lotz, Nieder-Gemünden, für schwarze Whandot­tes (30 P.): 7. Pr. W. 3äck, Homberg, für Brünner Kröpfer (30 P.): 8. Pr. H. Hüben- thal, Homberg, für Kröpfer (24 P.): 9. Pr. 3. Döring, Schlitz, für Zwerg-Langshan (24 P.): 10. Pr. K. Krug, Homberg, für Silberbrakel (24 Punkte).

Oie übrigen Ergebnisse:

Abteilung Zuchtstämme.

Hühner.

Brahma, K. Kehl, Vurg-Gemünden, sg. 1; Wyandottes weih, K. Kehl, Burg-Gemünden, sg 2: O. Herbst, Nieder-Gemünden, g.; Rhodelän­der, K. Fißler, Nieder-Ohmen, 1 und E.; H. Wag­ner, Dannenrod, g.; K. Wittich, Nieder-Gemün­den, g.: Barnevelder, Pfarrer Prätorius, Hom­berg, g.; Welsumer, L. Otterbein, Nieder-Gemün­den, sg. 2: Rheinländer schwarz, Hauptwachtmei- ster Maus, Ruppertenrod, sg. 1; I. Weih, Nieder- Gemünden, sg. 3; Russische Orloff, Ld. Römer, Nieder-Gemünden, sg. 1 und E.: Leghorn weiß, R. 3ung, Zell, g.; Rebhuhnf. 3taliener, K. Wen­zel, Zell, g. 2: Gg. Keil, Strebendorf, g. 3; Hch. Reitz, Durg-Gemünden, sg. 1 und ($.; Schwarze Italiener, Hch. Alexander, Rieder-Ohmen, fg. 2; 3. Mennhardt, Homberg, g.; Hamburger Silber­sprenkel, O. Södler, Nieder-Gemünden, sg. 3

Abteilung Zwerge.

Bantam schwarz, K. Wittich, Nieder-Gemün­den, g.; Cochin schwarz, Th. Schmidt, Ermen­rod, fg. 1.

Enten.

Pommern blau und schwarz, O. Södler, Nie­der-Gemünden, fg. 1 und E.; L. Römer, Nieder- Gemünden, fg. 2.

Hühner.

Brahma, O. Södler, Nieder-Gemünden, G, 3 fg. und 1 g.; K. Maus, Münch-Leusel, 1 g.; Orping­ton gelb, Sy Reinhardt TL, Schlitz, C., 7 fg., 2 g.; Plymouth-Rocks, O. Weller, Schlitz, 1 fg., b.; E. Scholl, Nieder-Gemünden, E., 1 fg., 1 g.; Wyan­dottes weih, Otto Södler, Nieder-Gemünden, DE., 4 fg.; K. Pfifferling, Schlitz, 1 fg.; Wyandottes schwarz, Lehrer Loh, Nieder-Gemünden, E., 3 sg., 4 g.: H. Alexander, Nieder-Ohmen, 1 fg.; E. Scholl, Nieder-Gemünden, E., 2 fg., 3 g.; K. Wald, Nie­der-Gemünden, E., 3 fg.; 3. Seeger, Nieder-Ge­münden, 1 fg., 1 g.; Wyandottes gold, Lehrer Heldmann, Uellershaufen, 2 fg., 2 g.; Whandot­tes silber, Th. Schmidt, Ermenrod, L.-Pr., 2 fg., 3 g., 1 b.; Wyandottes rebhuhnf., K. Maus, Münch-Leusel, 1 b.; Rhodeländer, K. Wit­tich, 1 fg., 1 g.; K. Fißler, Nieder-Ohmen, 3 fg., 3 g.; Lehrer Stoll, Altenburg, E., 1 fg.; Minorka schwarz, K. Pfifferling, Schlitz, 2fg.; Darnevelder, Sy Fiedler, Nieder-Gemünden, 2 g.; 3. Schühler, Nieder-Gemünden, 3 fg., 1 g.; Pfar­rer Prätorius, Homberg, 1 fg.; Welsumer, Ld. Ot­terbein, Nieder-Gemünden, 1 fg., 1 g.; Rheinlän­der schwarz, K. Fihler, Nieder-Ohmen, 1 b.; Hch. Tröller, Nieder-Ohmen, 1 g.; Hauptwachtmeister Maus, Ruppertenrod, E., 3 fg.; O. Reichel, Nie­der-Ohmen, 2 fg., 2 g.; 3. Weih, Nieder-Gemün­den, 2 fg., 1 g.; Italiener rebhuhnf., K. Wenzel, Zell, 1 fg.; O. Hahn, Altenburg, 2 g.; Th. Schmidt, Ermenrod, 3 g.; Sy Euler, Oberbreitenbach, 3 fg., 1 g.; Hch. Reitz, Durg-Gemünden, E., 2fg., 1 g.; Hch. Keil, Strebendorf, E., 4 fg., 2 g.; Italiener schwarz, Hch. Alexander, Nieder-Ohmen, E., 1 sg., 1 g.; 3. Mennhardt, Homberg, 2 g.; Sy Dickert, Schlitz, 2sg.; 3taliener gelb, K. Schäfer, Schlitz, E., 2 fg.; Lehrer Stoll, Altenburg, 1 fg., 1 g.; Italiener silberfarben, K. Werner, Durg-Gemün­den, 1 fg., 1 g.; Silberbrakel, Konr. Krug, Hom­berg, E., 3 fg., 2 g.; Goldbrakei, H. Decker, Hom­berg, 1 fg., 1 g.; Thüringer Pausbacken, Pfarrer Prätorius, Homberg, 2 g.; Hamburger schwarz, A. Lump, Huhdors, 21g., 1 g.; Holländer Weih­hauben, Forstmeister Wagner, Homberg, 1 g.; Leg­

horn weih, Hch. Tröller, Nieder-Ohmen, 1 sg.; Perlhühner, K. H. Reichert, Nieder-Gemünden, 2sg.

Abteilung Zwerge.

Cochin schwarz, Otto Södler, Nieder-Gemünden, 2sg., 2 g.; Wyandottes weih, K. Kernbach, Schlitz, E., 2 sg.; Porzellans., federfüßige Zwerge, O. Söd­ler, Nieder-Gemünden, 4 fg.; K. Wenzel, Zell, 1 fg.; O. Decker, Nieder-Gemünden, 1 sg.; K. Seih, Homberg, 3sg.; Langshan weih, I. Döring, Schlitz, 4 fg.; Holländer Weihhauben, Aug. Schlos­ser, Groh-Felda, 1 sg., 1 g.; Deutsche Zwerge, Hch. Reitz, Durg-Gemünden, G., 1 sg., 1 g.; Ban­tam schwarz, A. Günther, Nieder-Gemünden, 2fg, lg.

Abteilung Tauben.

Englische Kröpfer, O. Södler, Nieder-Gemün­den, 3sg., 1 g., E.; Altdeutsche Kröpfer, O. Hahn, Altenburg, E., 1 fg., lg.; Hessische Kröpfer und Steigerkröpfer, H. Hübenthal, Homberg, 2 fg., E., 3 g., 3b.; Brünner Kröpfer, weih, W. Jäck, Hom­berg, DE.» 5 fg.; L. Römer, Nieder-Gemünden, 2 g.; Koburger Silberlerchen, O. Weller, Schlitz, 2fg., lg.; Forellen-Tauben, Gg. Keil, Streben­dorf, 2fg.; Hch. Wagner, Dannenrod, 1 fg., lg.; Nürnberger Samtfchwalben, K. Strauch, Hom­berg, SE., 3 fg., 4 b.; Thüringer Schnippen, K. Strauch, Homberg, 1 fg., 1 g.; Fränkische Samt­schilder, K. Strauch, Homberg, 1 sg.; Thüringer Schilder, K. Krug, Homberg, E., 1 fg.; Starhals, K. Krug, Homberg, E., 3fg.; Perücken, O. Krei- ker, Nieder-Ohmen, 1 fg.; Elstertümmler, K. Schä­fer, Huhdorf, 1 fg.; K. Krug, Rainrod, 1 fg., 1 g.; Mövchen, K. Krug, Rainrod, E., 2 fg.; Indianer, P. Krug, Nieder-Gemünden, 2fg.; K. Krug, Hom­berg, 1 fg.; Brieftauben, blau, K. Krug, Rain­rod, 1 fg., lg.; K. Schäfer, Huhdorf, 1 fg., 2g.; Brieftauben, dunkel, W. Lang, Rainrod, 1 fg., 1 g.; O. Weller, Schlitz, 1 fg.; Sy Wagner, Dannenrod, lg.; Brieftauben rot, L. Kraus, Nieder-Ohmen, 1 g., 1 b.; Sy Döring, Bernshaufen, 1 fg.; Th. Schmidt, Ermenrod, G., 1 fg.; Gg. Wink, Huh­dorf, 1 fg., 2 g.; W. Lang, Rainrod, 3 fg., 2 g.; Brieftauben rot gehämmert, O. Kreiker, Nieder- Ohmen, 1 g.; Hch. Döring, Dernshausen, 1 fg.; L. Kraus, Nieder-Ohmen, 1 b.; W. Lang, Rainrod, 1 b.; Brieftauben rotgefcheckt, Th. Schmidt, Ermen­rod, E., 1 fg.; O. Kreiker, Nieder-Ohmen, 1 b.; L. Kraus, Nieder-Ohmen, 2 fg.

Abteilung Grohgeflügel.

Truthühner bronzef., Hch. Seibert, Rieder-Oh­men, 1 fg.; Emdener Gänse, R. 3ung, Zell, G., 2 fg.; Peking-Enten, O. Weller, Schlitz, 2 fg.; Kaki--Campbell, Hch. Schäfer, Durg-Gemün- den, 1 fg.

4= Nieder-Gemünden, 13. Ian. Der hiesige Geflügelzuchtverein, der erst seit einem Jahre besteht, hat sich mit großem Erfolg an der Dezirks-Geflügelausstellung in Homberg beteiligt. Mit nicht weniger als 100 Rummern war der hiesige Verein vertreten. Die Tiere brachten ihren Züchtern manche wertvolle Anerkennung und manchen Preis. Ein nicht un­wesentliches Verdienst an den züchterischen Erfol­gen des jungen Vereins hat der Zuchtwart Otto Södler. Zwei der hiesigen Züchter konnten mit Leistungspreisen ausgezeichnet werden. Otto Södler erhielt mit 32 Punkten den 5. Leistungs­preis für Weiße Wyandottes, und Lehrer Lotz für schwarze Wyandottes den 6. Leistungspreis mit 30 Punkten. Von 26 zur Verteilung kommen­den Ehrenpreisen fielen allein 13 an die Mitglie­der des Vereins Rieder-Gemünden.

Die Preisträger sind im einzelnen auS der obigen Liste zu ersehen.

+ Homberg, 12. Jan. Am Sonntag fand hier imFrankfurter Hof" eine Bezirksvertre­terversammlung der Gef lügelzucht- v e r e i n e des Bezirks II (Alsfeld usw.) statt. Der Vorsitzende Otto Södler, Rieder-Gemünden, dankte im Rarnen des Bezirks dem hiesigen Ver­ein für die mustergültig durchgeführte Dezirks- schau. Die Beteiligung der Vereine an der Schau fei sehr gut gewesen. Sodann trat man in die eigentliche Tagung ein. Rach einstimmigem Be­schluß der Versammlung wurde dem Verein Rie­der-Gemünden die Dezirksschau für 1932 und dem Verein Msfeld für 1933 übertragen. Eine neue Regelung der Vergebung der Leistungspreise konnte noch nicht endgültig festgelegt werden, da erst die einzelnen Vereine zu den Vorschlägen Stellung nehmen sollen. Der Vorsitzende legte einen Plan vor, den Bezirk durch Grenzlinien in Gebiete einzelner Vereine aufzuteilen, innerhalb deren ein Mitglied nicht aus einem Verein aus­treten und in einen Rachbarverein übertreten kann. Die Beschlußfassung über diesen Punkt wurde jedoch abgesetzt. Die nächste Dertreterver- fammlung findet tn Alsfeld statt.

Gründe beschloß die Versammlung jedoch, ange­sichts der schwierigen Lage jedes einzelnen, für dieses Jahr von einer Festlichkeit abzusehen. Rach dem Vortrag einiger Chöre fand der Abend feinen Abschluß.

Harbach, 14. Jan. Der vor einigen Mo­naten mit feiner Gattin hier in der alten Heimat zu Besuch weilende Herr Louis Kühn aus Portland (Oregon, Vereinigte Staaten von Nord- amerita; hat sich wie an seine hiesigen Ver­wandten, Landwirt Heinrich Münch und Fa­milie berichtet wird in seiner neuen Heimat in interessanter Weise über seine Eindrücke in Deutschland geäußert, daß er, der als ^jäh­riger Junge nach Amerika gekommen war, nach 51 Jahren wiedersah. Herr Kühn hob bei der Schilderung seiner Beobachtungen in Deutschland besonders hervor, Deutschland sei arm, aber es fei das Gehirn Europas, wenn nicht der .Welt. Seine Berichte haben, wie aus dem vorliegenden Artikel einer deutsch-amerikanischen Zeitung her­vorgeht, bei seinen Mitbürgern großes Inter­esse gefunden und den Beweis erbracht, wie wert­voll für die alte deutsche Heimat derartige Be­suche von Deutsch-Amerikanern sind.

Muschenheim, 14. 3an. Nachdem der neue Lehrer an unserer Schule, der bisher im Neckartal beamtete Lehrer Lehr, in unserem Dorfe Einzug gehalten hatte, brachte ihm am Dienstagabend der GesangvereinLie­de r k r a n z" einen Fackelzug dar, und der Chor sang ein Lied zur Begrüßung. Der Vorsitzende des Vereins, Herr Heck mann, begrüßte den neuen Lehrer, Bürgermeister Decker hieß die Familie im Namen der Gemeinde willkommen. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß der neue Lehrer den Kindern em väterlicher Freund, den

Eltern ein wohlwollender Berater und der Ge­meinde ein treuer Helfer fein möge. Lehrer Lehr dankte für die Ehrung und versprach, seine ganze Kraft in den Dienst von Schule und Gemeinde zu stellen.

Kreis Büdingen.

* K o h d e n, 14. Jan. Der Schmiedemeister Karl Schäfer in Kohden bei Nidda konnte am heuti­gen Donnerstag das Jubiläum des 40jähri­ge n Bestehens seines Geschäftes be­gehen. Der Jubilar hat es verstanden, fein Ge­schäft durch großen Fleiß auf seine heutige Höhe zu bringen.

Kreis Schotten.

# Freienseen, 14.Jan. Dieser Tage hielt das Gräflich Solms-Laubachsche Forstamt in der hiesigen Turnhalle Holoer st eigerungen ab. Die Preise waren ziemlich hoch. Es kosteten: Schei­ter 7 bis 8 Mark; Stammknüppel 6 bis 6,50 Mark, Astknüppel 5 bis 5,50 Mark, Stöcke 4 bis 5 Mark und Reisig durchschnittlich 2,50 Mark. Wegen der guten Preise und der großen Nachfrage läßt das Gräfliche Forstamt die Holzhauerarbeit wieder auf­nehmen.

-r- Eichelsdorf, 14. Jan. Bei der H o l z - Versteigerung aus der hiefigen Försterei waren Kaufliebhaber in großer Zcchl erschienen. Auch die Wetterau war stark vertreten. Die Preise waren infolgedessen höher. Der Raummeter Buchenscheit 1. Klasse wurde mit 8,50 bis 9 Mark gesteigert. Arn Vortage wurden in Ulfa 8 Mark pro Raummeter gelöst.

Kreis Lauterbach.

l. Lauterbach ,14. Jan. Am Mittwochnach­mittag verlor der Führer eines Motorrades mit unbesetztem Beiwagen in einer scharfen

Kurve auf der Straße von Reuters nach Lauter­bach die Herrschaft über seine Maschine und stürzte die Böschung hinab. Das Fahr­zeug überschlug sich und wurde schwer beschädigt. Der Fahrer, ein Reisender aus Frankfurt a. M., erlitt, von einer leichten Kopfverletzung abgesehen, keinerlei Verletzungen.

Preußen.

Gestohlene Oefen im Bergwerksschacht.

Biedenkopf, 14.Jan. (WSN.) Bei den wei­teren Nachforschungen der Gendarmerie wegen der großen Ofendieb st ähle auf dem Eisen- werk Ludwigshütte bei Wallau wurde auch ein 15 Meter tiefer Bergwerks st ollen untersucht, nachdem man ihn durch Auspumpen des hohen Grundwassers trockengelegt hatte. Dabei sand man auf dem Grunde des Stollens weitere vier Oefen, die aus Diebstählen auf der Lud­wigshütte herrührten und in dem Schacht versteckt worden waren. Bei diesem Fund befand sich auch ein wertvoller Ofen mit elfenbeinfarbiger Emaillie­rung. Bis jetzt wurden über 30 gestohlene Oefen wieder herbeigeschafft.

Kreis Wetzlar- __

Launsb ach, 13. 3an. In unserer Ge­meinde ist die Betreuung der jugend­lichen Erwerbslosen den wöchentlich statt­findenden Volksbildungsabenden eingegliedert. Die Höhepunkte dieser Veranstaltungen stellen die musikalischen Unterhaltung^» abenöe dar, für die sich eine Reihe von Per­sonen selbstlos zur Verfügung stellte. Der erste dieser Abende, veranstaltet von der Musik- bereinigung unter der Leitung von Herrn Leib, gestaltete sich zu einer schönen und ein­drucksvollen Feier, die den vollen Beifall der Zuhörer fand.

O Groß-Rechtenbach, 13. 3an. Auf der Kraftpostlinie Groh-Rechtenba ch Wetzlar sind mit dem 1. Januar die ver­billigten Rückfahrkarten zu 80 Psen- nig in Fortfall gekommen, da der Verkehrs- Verein Wetzlar seine Garantiebeteiligung zurück­gezogen hat.

~ Hörnsheim .14. Jan. Gestern fand eine Holzversteigerung im Eemeindewald statt. Man bezahlte für Buchenscheitholz 20 bis 24 Mk.. Duchenknüppel 16 bis 18 Mk. je zwei Raummeter; für Duchenastwellen 8 bis 9 Mk., für Buchen­durchforstungswellen 12 biF 14 Mark je 50 Stück.

<> Dornholzhausen, 14.Jan. Auf eine 25jährige Tätigkeit als Hebamme unserer Ge­meinde kann die Ehefrau Luise Braun zurück­blicken. Aus diesem Anlaß fand gestern abend in ihrem Hause eine schlichte Feier statt, in der Ge- meindevorsteher-Stellvertreter L o tz in Anwesen­heit der Gemeindevertretung einen von der Ge­meinde gestifteten Sessel als Geschenk überreichte und der Jubilarin die Glückwünsche der Gemeinde aussprach Bürgermeister Dr. Neumann (Groh- Rechtenbach) hatte der Jubilarin ein in herzlichen Worten gehaltenes Glückwunschschreiben zugehen lassen. Frau Braun hat den Hebammendienst während ihrer 25jährigen Tätigkeit stets gewissen­haft und zur vollsten Zufriedenheit der Gemeinde versehen und erfreut sich bei den Gemeindeeinwoh­nern allgemeiner Beliebtheit und Wertschätzung.

Kreis Biedenkopf.

T Rodheim a. d. Bieber, 14. Jan. 3m Hinblick auf die Bedeutung der am 2. Februar in Genf b ginnenden Abrüstungskonfere. z veranstaltete der Kreiskriegerverbari j des Kreises Biedenkopf für den südlich .i Teil des Kreises eine öffentliche Kundgebung, deren Durchführung dem Kriegerverei n Rodheim oblag. Der Saal der Gastwickchajt Bender war bis auf den letzten Platz besetzt. Zur Ausgestaltung der Kundgebung hatte sich d'e SängervereinigungEintracht-Liederkranz" u..t:r Leitung ihres Dirigenten Karl Kümmel zur Verfügung gestellt und mit verschiedenen, dem Charakter der Veranstaltung angepahten Liedern zur Verschönerung beigetragen. Der Vorsitzende des Kreiskriegerverbandes, Karl Jacobi (Bie­denkopf), begrüßte die Teilnehmer. Im Mittel­punkt der Veranstaltung stand ein Vortrag des Sekretärs des Dezirkskriegerverbandes, Major a.D. von Reckow (Frankfurt a. M.), über das ThemaWarum Abrüstung?". Der Redner sprach von längst vergessenen Friedenskonferenzen schon vor dem Kriege, vom Wasfenstillstandsabkommen, von dem Diktat von Versailles und der damit ver­bundenen Knechtung des deutschen Volkes. Mit beredten Worten schilderte er die Lage Deutsch­lands, das, umgeben von überrüsteten Nachbarn, jeder Willkür ausgeliefert sei. Deutschland habe unter den augenblicklichen Umständen niemals eine volksbefriedigende Zukunft. Der Eintritt in den Völkerbund habe unserem Vaterlande nicht das gebracht, was man sich versprochen habe. Jrn Hin­blick auf die Abrüsterungskonferenz fei es Pflicht, aufklärend über die Verhältnisse zu wirken und dergestalt dazu beizutragen, dah die öffentliche Meinung die deutschen Vertreter in Genf unter­stütze. Es dürfe in der Welt nicht immer nur hei­ßenSicherheit vor Deutschland", sondern endlich Sicherheit auch für Deutschland". Mit den Worten Selchows:Erst kommt mein Volk, dann all' die vielen anderen; erst meine Heimat, bann die Welt" und mit einem begeistert angenomme­nen Hoch auf das deutsche Vaterland beschloß der Vortragende seine eindrucksvollen und dankbar aufgenommenen Ausführungen, die bu4> eine Reihe von Lichtbildern ergänzt wurden. Einstim­mig wurde zum Schluß eine Entschließung angenommen, in der für Deutschland die gleiche Sicherheit gefordert wird, die auch für andere Länder besteht.

Dillkreis.

Lj Eisemroth 10. Jan. Dieser Tage feierte die Hebamme Frau Diebel Wwe. ihr 50. D i e n st- jubiläum. Im Gemeindehaus wurde aus diesem Anlaß eine kleine Feiet veranstaltet. Außer den Vertretern der Hivil- und Kirchengemeinde waren zahlreiche auswärtige Gäste erschienen. Bürger­meister T h i e l m a n n hielt eine kurze Begrüßungs­ansprache, Landrat B r ü n g e r gedachte in ehrenden Worten der treuen Dienste der Jubilarin. Der Orts­geistliche, Pfarrer Werner, sprach Worte herz­lichen Dankes für die langjährige verantwortungs­volle Tätigkeit der Hebamme. Im weiteren Verlaufe der Feier, die von Gedichtvorträgen der Frauen umrahmt war, wurden der Jubilarin zahlreiche Ehrengeschenke zuteil. Frau Diebel steht im Alter von 74 Jahren und wird auch weiterhin ihren Dienst versehen.

Zur Erlangung schöner weißer Zähne und zur Beseitigung des häßlich gefärbten Zahnbelages benutzt nan zweckmäßig die bekannte gute Chlorodont-Zahnpaste. Unter-Vorkriegspreise. Versuch überzeugt.