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Donnerstag, 1 .§ebruar (932
182. Jahrgang
GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Vrvik enö Verlag: Vrühl'sche Uitveißtütr-Vuch' hhö Stetnöruderei k. Lange in Sieget. Sdjrlftleitnng und Geschästrstelle: S^nfWraM 7.
Grandi fordert Durchführung des Abrüstungsversprechens
Zapan und Polen im smnMchen Fahmaffer
Lebhaster Beifall für Grandi
Deutsch-italienische Zusammenarbeit in Genf.
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ist, als fjlnter- Länder
n der Atcdaktion.
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Angrisjümillel des ch e - baf leriologif djen Mrl;
Aus allen Gebielen:
1. Abschafsung der mischen und Kriege, jeder
rüstens, das um so beängstigender man diese Erscheinung bei dem düsteren gründ der Wirtschaftskrise, die alle ersah! hat. belrachlel.
zur Verhütung des Kriege» erstreben. E» war also nicht eine verpslichlung, die eine Slaalcngruppe gegenüber einer anderen Gruppe übernommen Hal. L» war eine allgemeine verpslichlung eine» jeden von un» gegenüber ollen anderen. 3n den Friedensoerträgen hat man für Deutschland und seine ehemaligen Verbündeten veschränkungen geschossen, die dem Gedanken entsprachen, den Streitkräften dieser Staaten diejenigen Kriegrmiltel zu entziehen, die einen out- gesprochenen Angrissscharokter hoben und die» gerade im Hinblick aus eine inlernationole Organisierung des
2. Revision der internationalen Abkommen zue Sicherung eines vollständigeren und wirksameren Schahe» der Zivilbevölkerung.
3m einzelnen führte Grandi au6:
GS gibt zwei Wege, die nach meiner Auffassung zu nichts führen können: Der eine ist der Weg der Abrüstungsdemagogie, der andere der Weg der A b r ü st u n g s s o P h i st i k. Unsere Arbeit muh sich aus die Rotwendigkeit gründen, daS Abrüstungsproblem in praktischer Weise zu lösen und uns nach den internationalen Verpflichtungen zu richten, die wir eingegangen sind.
Diese Verpflichtungen sind p o f i t i v und klar. Sie sind im Teil V der Friedensoerträge, in den Statuten des Völkerbundes und im Pro- lokoll von Locarno in einer Form niedergelegl. die weder Zögern noch vngewihheil zulaffen. Die Fortsetzung der unfruchtbaren Aussprache über da» Verhältnis zwischen Abrüstung und Sicherheit würde bedeuten, doh wir in den Fehler verfallen. den ich die A b r ü st u n g » s o p h i st i k genannt habe. Die Tatsache zeigt uns, doh es ohne Abrüstung keine Sicherheit geben kann Wir befinden uns auf der schiefen Ebene eines neuen wett-
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Dr. Fnedr. Wild. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Rr. Wilh. Gange; für ireuiUeton Dr H.Ibyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für de» Anzeigenteil Max Filler, sämtlich in tbiehen
Genf, 10. Sehr. (WTB.) Auf der heutigen öit- zung der AbrüstungSkonseren^ nahm der Italic, nifche Außenminister Grandi das Wort zu einer überaus bemerkenswerten Darstellung der Aul. sofsung seines Landes über die AbrüstungSfrage.
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Friedens, die der Völkerbund verwirklichen sollte.
Zum Schluß iciner Rede wies Grandi darauf hin, daß die schwersten Opfer,tn_b er A b - r ü ft u n g von den st ö r k st e 'n Staaten verlangt werden muhten; aber das sei nur gerecht. Die am stärksten bewaffneten Staaten hätten am w e n i g ft e n z u fürchten und muhten mit gutem Beispiel voran gehen. Sie mühten zuerst auf die Waffen verzichten, die wesentlich für einen Angriffskrieg bestimmt seien. Rach Abfchassung dieser Kriegsmittel werde man leichter und rascher zu einem Abkommen über Verminderung und quantitative, Begrenzung der anderen Rüstungen gelangen.
Wie der deutsche Reichskanzler gestern so richtig erklärt bat, hängt der praktische Wert der Abkommen und der zwischen den Völkern aus- getauschtcn Erklärungen über die Ausrechterhaltung des Friedens von den Ergebnissen der gegenwärtigen Konferenz ab. Grandi wendet sich entschieden gegen die Aufrechterhaltung eines Zustandes, den er das Regime deS A ü - stungsübergcwichtcS nannte. Jedes militärische älebergewicht sei zwangsläufig dazu bestimmt. aus die Gefomtheit der internationalen Beziehungen seinen Druck fühlbar werden zu lassen. und es wäre müstig. zu hoffen, daß es diesen Druck immer im Dienste der Gerechtigkeit ausüben werde. ES handele sich für die Konferenz jetzt darum, de in Rechte mehr Macht und nicht der Macht mehr Recht zu geben.
Sie kennen die beiden Hauptpunkte, die der Regierungschef meines Landes für die italienische Haltung in dieser Hinsicht ausgestellt^ hat: Die Gleich berechtigung aller Staaten und Ausgleich der Streitkräfte auf dem niedrig st en Niveau.
Die Friedensoerträge bestimmen unzweideutig, doh die militärischen Verpflichtungen, die gereifte Staaten übernommen haben, den Anfang einer allgemeinen Abrüstung barfteUen. Diese Bestimmungen sollten nicht für blefe Staaten den Zustand dauernder Unterlegenheit schassen, sondern sie stellten, rote es der Präsiden: der Friedenskonferenz feierlich erklärt hat, den ersten Schritt zu jenerpllgemeinen Herabsetzung und Begrenzung der R ü st u n gen dar. die die alliierten und assoziierten Mächte als eines der besten Mittet
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bisher gehalten wurde. Kein Wortführer irgendeiner Delegation hat daS Gebiet der .qualitativen Rüstungsbegrenzung" so umsasfend und so kategorisch bezeichnet wie er. Die bestimmte, aber nicht herauSsordernde Art. mit der er die bei He Frage der Gleichheit der Rüstungen behandelte und die praktische Anwendung des Böt- kerbundSstatuts bei Dorbandenlein der Ungleichheit als unmöglich bezeichnete, bat Bewunderung erregt „Times" sagt Der Beifall, der Grandi bekundet wurde, galt in erheblichem Maste seiner Erklärung, dast alle Rationen gleichberechtigt sein müssen. DaS Programm GrandiS gründet sich sest auf die allgemein anerkannte Voraussetzung, dast in einer Welt, die sich gegen Angriffskriege auSgefprochen bat, An - griffetoaffen ein Anachronismus sind. Der italienische Dorfchlag gebt weit, aber er enthält nichts. waS eine zur Behandlung der Ab- rüflungsfrage emberufene Derfammlung als phantastisch beiseite schieben könnte. Grandi habe, wie bereits Dr. Brüning.. Gleichberechtigung für alle Rationen und Herabsetzung der Rüstungen aus das niedrigste Riveau verlangt. Diese Forderung sei in keiner Weife unverträglich mit Sicherheit 3m Gegenteil würde dies »um D e r f ch w i n d e n der auf dem Kontinent herrschenden ilnrube führen. Es gebe keine stärkere und praktischere Garantie gegen daS von Frankreich und Dolen befürchtete Wiederausrüsten Dca.schlands a s die Herabsetzung derRü- stungcn auf ein niedriges Riveau durch einen allgemeinen Deschlust. Das verlangen Deutschlands nach Beseitigung der Angleichheit sei natürlich und vernünftig und führe zur wahren Sicherheit
Englands Llebergang zum Schutzzoll.
Tao tlci bleiben brr frcil)änhicrifd)cn Minister im englischen Mabineti.
London, 10. Febr iWTB.l Ein volles Haus und gedrängte Galerie lauschten heute mit Spannung der ersten Rede Lord Snowdens im Oberhaus, in der er das Verbleibender sreihändlerifchen Minister in der Regierung rechtfertigte. Snowden erklärte, die sreihändlerifchen Mitglieder der Regierung hätten von Anfang an betont, dast sie Tarife nicht ablehnen würden, falls diese zeitweilig notwendig und nützlich erschienen, aber dast sie keinen Anteil an der Einführung eine- ständigen Schutzzollsystems haben könnten. Er hob noch einmal hervor, dast sie bereit wären, aus der Regierung auszuscheiden und nur aus nachdrücklichen Wunsch darin verblieben Die Bedingung für ihr Dcrbleiben im Kabinett sei. dast die freihändlerischen Minister dieselbe Freiheit hätten, ihre Meinung zu vertreten, wie dieienigen, die anderer Ansicht seien. Snowden betonte, dast in den Fragen Reparationen, Kriegsschulden. Weltpolitik. Sparmastnahmen. Abrüstung und Indien vollkommene Einigkeit innerhalb der Regierung bestehe.
Bei der Abstimmung über die Zollvorlage im Unterhaus haben ebenfoviele Liberale für wie gegen die Regierung gestimmt. Ihre Anzahl betrug auf beiden Seiten 32. linier den Liberalen, bie gegen die Regierung stimm- len, befanden sich neun Minister, der Innenminister Sir Herbert Samuel und der Präsident des Unterrichtsamtes Sir Donald Mac Lean an der Spitze Der Präsident des HandelSamlev Runciman und fünf weitere liberale Mitglieder gaben ihre Stimmen für die Regierung ab.
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„Tic Spitze andauernd gegen Frankreich gerichtet "
Paris, 11. Febr. (WTB. Funkspruch.> Mit der Rede GrandiS auf der Abrüstungskonferenz ist man in Paris nicht zufrieden Das bringt in prägnanter Weife ..Echo de Paris" zum Ausdruck. das erklärt. Grandi habe die Rede gehalten, die Brüning nicht zu halten wagte. Das Schwarzhemd habe wie ein Braunhemd gesprochen Er werde nicht nur den Beifall der italinifchen Faschisten. sondern auch die Zustimmung des Hitlcr- Deutschlands und deS übrigen Deutschland erhalten. Die Spitze der italienischen Rede fei andauernd gegen Frankreich gerichtet gewesen. .Petit Parifien" urteilt: Der Erfolg des italienischen Außenministers ist grob und verdient gewesen. Born dialektischen Standpunkt gesehen, ist in der Tat die Beweisführung Gran- dis fast unangreifbar. Wenn man ihre Dor - auSfetzungen zulöstt. greift alles wunderbar ineinander und nichts am Ende erschiene natürlicher als die Lchlustfolgerungen. Leider find diese Voraussetzungen stets von Frankreich als unannehmbar erklärt worden. Unsere Logik bäumt sich dagegen auf, dast in einer Stadt ohne Gendarmen, in der niemand sich gegenseitig hilft, das beste Mittel gegen die Getehr darin bestehen soll, feinen Revolver weg- zuwerfcn. Mil derartigen Mcinungsverlchicden- heiten schon bei Beginn des gemeinsamen Deges wird man zweifellos nicht lange zu- sammenarbeiten können. Grandi will zur Revision der Verträge, zur Gleichheit der Rechte zwischen allen Staaten und zum völligen Ausgleich der betoaffneten Streitmacht gelangen.
England ist einverstanden.
Abrüstung die beste Garantie derLicherhcit.
London, 11. Febr. (WTB. Funkspruch.) Die gestrige Rede Grandis wird von der Morgenpresse mit Wärme begrüßt, wahrend die Ausführungen der Wortführer Japan- und Polens wenig Beachtung finden. „Daily Telegraph" sagt: Grandis Rede war d i e I o n k r e t e st e. die
Scharfe Attacke gegen die französische Sicherheiisthese. - Schluß mit der Ungleichheit der Rüstungen Oie schwerbewaffneten Machte müssen mit der Abrüstung vorangehen.
mische Waffen verpflichten sollen, um damit übrigen Mächten ein Beispiel zu geben.
Paris verstimmt.
G e n s, 10. Febr. tTTl. Funkspruch.) Die Aufsehen erregende Rede des italienischen Außen- Ministers Grandi wurde von einem Teil der Konferenz mit stürmischem Beifall a u f genommen, der fast den Charakter einer Kundgebung annahm. Grandi wurde von allen Seiten aufs wärmste zu feinen klaren Ausführungen beglückwünscht. Man sah den amerikanischen Botschafter G i b f o n, den deutschen Botschafter R a - dolny, Sir John Simon, die Vertreter iln- garnS. Österreichs u id zahl, eiche leitende Staatsmänner neutraler Länder Grandi die Hand schütteln. Der entscheidende Rachdruck der Rede Grandis lag in der geforderten Aufhebung der ungleichen Behandlung Deutschlands. Immer wieder unterstrich Grandi die bindende feierliche 'Verpflichtung, die die Alliierten in 'Versailles gegenüber Deutschland eingegangen sind. Großer Beifall wurde dem Vertreter Italiens, als er Gleichberechtigung für alle Staaten forderte und mit besonderer Betonung erklärte, dast die einseitigen Entwaff- nungebeftimmungen des Versailler Vertrages nicht dazu da seien, eine ständige militärische Unterlegenheit Deutschlands und seiner Verbündeten gegenüber den anderen Staaten zu schaffen.
In unterrichteten Konserenzlreisen besteht der Eindruck, daß in den Unterredungen, die in den letzten Tagen zwischen dem Reichs- kanzlerund dem italienischen Aust e n- m i ni ster ftattgefunben hatten, eine grundsätzliche Liebereinstimmung über d i e Erklärungen erzielt worden war. die die deutsche und italienische Regierung in der Abrüstungskonferenz abgeben würden. Die ilcbcrcinfümmung soll sich besonder- auf den festen Entschluß der beiden Regierungen bezogen haben, in der Abrüstungskonferenz sich mit aller Entschiedenheit für eine allgemeine Abrüstung und für die Gleichstellung alter Mächte einzusetzen Diese beiden Forderungen sind, wie hervorgehoben wird, in der gleichen Weise in der deutschen und italienischen Erklärung stark zum Ausdruckge- kommen. Die italienische Regierung ist jedoch als militärische Großmacht Europas einen Schritt weitergegangen und hat gefordert, daß die militärischen Großmächte der Welt als erste sich zu der Abschaffung der großen Angrtffswaffen. wie U- Boote. Tanks. Bombenflugzeuge. GaS- und che-
und eine entschiedene Ablehnung der Politik deS unbeugsamen Egoismus, die Wiederholung der Musfolintfchen Forderung nach Gleichberechtigung aller Staaten, die ausführliche Entwicklung des Gedankens, daß die deutsche Abrüstung nur der Anfang der all- gemeinenAbrüstung fein dürfe, unter Hinweis auf die Abrüstungsmethoden bc^ Versailler Vertrages, der in dem Verbot der Angrifsswas en allgemeine Rachahmung verdiene, »n diesem Sinne erklärte Grandi die Zustimmung seines Lande- zu einem ,organischen Plan der qualitativen Rüstungscinschränkung", der folgende Punkte umfaßt:
Aus dem Gebiete der Flollenrüflungen:
1. Gleichzeitige Abschaffung der Linienschiffe und der U-Boote;
2. Abschaffung der Flugzeugträger.
Auf dem Gebiete der Landrü st ungen:
1. Abschaffung der schweren Artillerie jeder Art;
2. Abschaffung der Tank» jeder Art.
Auf dem Gebiete der Luflrü st ungen: Abschaffung der Bombenflugzeuge.
Dor einem neuen japanischen Angriff aus Tschapei.
Schanghai, 10. Febr. ($11.) Die Japaner bombardierten am Mittwoch zum erstenmal den Kiangwan-Bahnhof und die Fort-, wo sich die chinesischen Truppen zusammengezogen haben. Die Ehineten antworteten durch heftiges Arsilleriefeuer Später fliegen mehrere chinesische Flugzeuge auf und überschütteten die japanischen Bombenflugzeuge mit Maschinenge- wehrfeuer, dis sich biete zurückzoaen. Auch der Rordbahnhof wurde von den Japanern weiter beschossen.
Die Lage bei den Wusungforts ist noch unverändert. Während die Japaner einen neuen großen Angriff vorbereiten, arbeiten die Ghinesen fieberhaft an der Verstärkung i b t e r Stellungen. Auch an dem nördlich der Fort- gelegenen Wusungkanal haben die Ehinefen nunmehr Schützengräben ausgehoben und Maschinengewehre aufgeftellt, wodurch den Japanern der Weg flußaufwärts nach Schanghai vollkommen abgetebnitten ist Die Japaner versuchten verschiedentlich Pontonbrücken über den Kanal zu fd) lagen, doch machte da- chinesische Feuer den Versuch unmöglich.
SS herrscht die Ansicht, daß innerhalb von 48 Stunden eine große japanische Offensive zur Vertreibung der Ehinefen auS Tschapei beginnen werde Iavanifche Truppen wurden an
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Japan sekundiert der französischen Sicherheitsthese.
Rach Grandi hielt der japanische Botschafter M a t s u d e i r a eine Rede, die im Hinblick auf die Greigniffe im Fernen Osten einer gewißen Ironie nicht entbehrte. Er erklärte, bedauerlicherweife wäre dieLageim Semen Often etwas getrübt. RichtSdestoweniger habe Japan noch immer den Wunfch. in der Sache der Abrüstung mitzuarbeiten. Diese Frage sei jedoch eng mit der Frage der nationalen Sicherheit verbunden. Diese hänge von den geographischen, politischen, finanziellen und wirtschaftlichen Bedingungen eines jeden Landes ab. Wenn eine Regierung, seine internationalen Verpflichtungen nicht einhalte, so bedeute das eine ständige Bedrohung des Friedens. Diese Gesichtspunkte müßten für die Abrüstungskonferenz maßgebend sein. Der Botschafter machte bann in uferlosen Ausführungen Zahlenangaben über bic Verminderung der Rüstungen Japans. Die völlige Abschaffung der H-Voote lehnte Japan ab, verlangte jedoch eine Beschränkung der Verwendung von H-Booten Dagegen verlange Japan Abschaffung der Bombenflugzeuge und des Gaskrieges. Der Botschafter stellte zum Schluß die For- derung auf, bah bic Abrüstung gleichzeitig mit einer allgemeinen Besserung ber internationalen
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Beziehungen durchzuführen sei. Solange noch älr» fachen von Unruhen und Erregungen beständen, wäre eine völlige Abrüstung undenkbar. Die Ausführungen deS japanischen Botschafters fanden in der Derfammlung eine stark geteilte Aufnahme.
Oer polnische Trabant.
Genf, IO. Febr. Die französische These wurde ferner unterstützt von dem polnischen Außenminister Z a l c f f i. Er begann mit einem Hinweis auf die geschichtliche Entwicklung und die geographische Lage Polens, die in dem polnischen Memorandum vom 14. September 1931 als Begründung für die Aufrechterhaltung deS polnischen RüstnngsstandeS angeführt wird. Zale- ski forderte, daß der Konventionsentwurf bi« Ha uptbasiS für die Arbeiten der Abrüstungskonferenz bilden teile. Diefer Entwurf müsse aber im Sinne der polnischen Auffassung ergänzt werden. Zate- ski erklärte, daß die sogenannte indirekte Methode auf dem Wege der Budgetbegren- z u n g das einzig wirksame Mitte! sei, um zu einer Abrüstung zu gelangen. Im weiteren Verlauf feiner Ausführungen trat Zalefki im Sinne des französischen Memorandums für die Schaffung eines organisierten internationalen Sicherheits- und Sanktionssystems ein. — Die Debatte wurde sodann auf DonnerStagvor- mittag vertagt.


