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Rundfunkprogramm

Wirtschaft

biS

Banfnolen.

gtrlln, 8. Januar

Lombardzinsfuh 8 v. h.

bis

3m bis

22 Ahr: Dienst am Kunden.

Opernhaus. Sonntag, 10. 3anuar, 15 18 Ahr: 3m weißen Röhl. 20 bis 23 Ahr: weißen Röhl. Montag, 11. 3anuar, 19.30

22.45 Ahr: Boris Godunow. Dienstag, 12. 3a- nuar, 19 bis nach 22.45 Ahr: Der Rosenkavalier. Mittwoch, 13. 3anuar, 20 bis 23 Ahr: 3m weißen Rößl. Donnerstag, 14. 3anuar, 20 bis gegen 23 Ahr: Hoffmanns Erzählungen. Freitag. 15. 3anuar, 20 bis 23 Ahr: 3m weißen Rößl. Samstag, 16. 3anuar, 20 bis nach 22.30 Ahr: Madame Butterfly.

* Der Großhandelsindex. Die vom Stati­stischen Neichsamt für den 30. Dezember berechnete Großhandelsindexziffer ist mit 102,9 gegenüber der Vorwoche um 0,3 d. 5). zurückgegangen. Für den Monatsdurchschnitt Dezember stellte sich die Groß­handelsindexziffer auf 103,7 (2,7 v. H).

* Deutsche Gold- und S i l b e r s ch e i d e - an st alt AG. vorm. Roeßler, Frankfurt am Main. Die gestern abgehaltene Generalver­sammlung der Gesellschaft genehmigte einstimmig den Abschluß für das Geschäftsjahr 1930/31 und beschloß die Verteilung von wiederum 10 v. S). Dividende aus dem Reingewinn von 3 996 551 RM. Auf oerschie- dene Anfragen eines Aktionärs wurde von der Ver­waltung mitgeteilt, daß das Ergebnis des vergange­nen Geschäftsjahres verhältnismäßig gut gewesen ist, wenn auch ohne Zweifel ein Abstieg gegenüber dem Vorjahre zu bemerken gewesen ist. Die rück­läufige Entwicklung mache sich weiter bemerkbar.

Amerttamfche Note».......

Belgifche Noten . .......

Dänftche Noten . ........ Cnglildie Noten . ........ ,rrangbfif(he Note«........

Holländifche Note«........

Italienifche Noten ........

Norwegifche Noten .......

Deuftch. Lelterrelch, 100 LchMbm Rumanifche Noten........

Schwedische Noten........ Schweizer Noten. ........ Svaniiche Noten. ........ Ungarische Note« .......

Relchsbankdivkonk 7 v. h.,

Lpi-'lptml der Frankfurter Theater.

Schauspielhaus. Sonntag, 10. 3anuar, 15 bis nach 18 Ahr: Der Hauptmann von Kö­penick. 20 bis 23 Ahr: 3im und 3ill. Montag, 11. 3anuar, 20 bis 23 Ahr: 3im und Iill. Diens­tag, 12. 3anuar, 20 bis nach 22.30 Ahr: Fuhr­mann Henschel. Mittwoch, 13. 3anuat, 20 bis 22 Ahr: Dienst am Kunden. Donnerstag, 14. 3a-

Lonntag, 10. Januar.

7.00 Ahr: Bon Hamburg: Hafenkonzert. 8.15: Friedenskirche Kassel: Morgenfeier, veranstaltet von der evang. Landeskirche. 10.30: Stunde des Chorgesangs. 11.30: Don Leipzig: Reichssendung: Kantate von 3ohann Sebastian Bach. 12.05: Bon Königsberg: Mittagskonzert Des Orchesters des Königsberger Opernhauses. 14.10: Stunde des Landes. 15.00: Stunde der 3ugend. 15.50: Ober- schreiberhau: Hörbericht von der Deutschen Die- rer-Bobmeisterschaft. 16.15: Wiesbaden: Kon­zert des städtischen Kurorchesters. 18.00: Dor- trag. 18.35: Bon München: Der Löwe und die Maus. Verfaßt von den Kindern der Hohen- zollernschule, München. 18.55: Die Dämmer­stunde. 19.30: Karlsruhe: Nikolai Lopatnikoff spielt eigene Klavierwerke. 20.00: Anterhaltungs- konzert auf Schaltplatten. 20.15: Aus dem Me­tropoltheater Berlin: Das Lied der Liebe. Ope­rette von Ludwig Herzer. 23.35 bis 24.00: Tanz­musik.

Das Mehlgeschäft verzeichnete etwas Be­lebung, da der Konsum nach seiner langen Zu­rückhaltung wieder etwas mehr ins Geschäft kam. Besonders Weizenmehl erfreute sich besserer Nach­frage und notierte 0,25 Mark höher, während in Roggenmehl nur Käufe zur Deckung des laufenden Tagesbedarfes erfolgten und die Notiz unverän­dert blieb. Weizenmehl, südd., Spez. 0 mit Aus- tauschweizen notierte mit 35 bis 36, dasselbe, Sondermahlung mit 33,25 bis 34,25 Mk.; Weizen­mehl, Niederrhein., Spez. 0 mit Austauschweizen 35 bis 35.75 und Sondermahlung mit 33 25 bis 34 Mark. Roggenmehl 0- bis 60proz. Ausmahlung kostete 30 bis 31 Mark je 100 Kilo ab Frankfurt.

Am Kartoffelmarkt blieb die Stimmung zwar ruhig, doch hielt die etwas gebesserte Nach­frage an. Äe Notiz blieb gegenüber der Vorwoche unverändert und stellte sich auf 2,70 Mark Per 50 Kilo 3ndustriekartoffeln hiesiger Gegend.

Gießener Wochenmar!tpreise.

* Gießen, 9.3an. Es kosteten auf dem heu­tigen Wochenmarkt: Kochbutter von 80 Pfennig an pro Pfund, Butter 100 bis 110, Matte 25 bis 30, Käse (10 Stück) 50 bis 120, Wirsing 8 bis 12, Weißkraut 7 bis 8, Rotkraut 8 bis 12, Gelbe Rüben 8 bis 10, Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20 bis 25, Anter-Kohlrabi 5 bis 6, Grünkohl 8 bis 10, Rosenkohl 20 bis 25. Feldsalat 80 bis 100, Tomaten 50 bis 60, Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 35, Kartoffeln 4, Aepfel 8 bis 10, Birnen 8 bis 10, Dörrobst 30 bis 35, Honig 40 bis 50, Nüsse 35 bis 40, junge Hähne 80 bis 90, Suppenhühner 80 bis 90, Enten 80 bis 100, Gänse 90 bis 100; Tauben 50 bis 60 Pfennig das Stück, Eier 11 bis 13, Blumenkohl 20 bis 60, Endivien 8 bis 10, Ober-Kohlrabi 8 bis 10, Lauch 5 bis 10, Ret­tich 10 bis 15, Sellerie 10 bis 40; Kartoffeln 3,00 bis 3,50 Mark der Zentner, Weißkraut 4,00 bis 5,00, Wirsing und Rotkraut je 7,00 bis 8,00 Mark der Zentner.

Oderheffen.

Landkreis Gießen.

-s: Lich, 8.Jan. Der Männergesangver­einE ä c i I i a" hat in Anbetracht der schlechten Wirtschaftsoerhältnisse sein diesjähriges Wintervcr- gnügen ausfallen lassen. Um aber den Musikfreun­den der Stadt und der Umgegend doch von der künstlerischen Betätigung des Vereins Rechenschaft zu geben, beschloß der Verein, am 21. Februar ein Konzert unter Mitwirkung der Gießener Reichs- wehrkaoelle zu veranstalten.

)( Lich, 8. San. Der K i r ch e n g e s a n g v e r- e i n hielt im Gemeindesaal seine Generalversamm-

nuar, 20 bis gegen 23 Ahr: Der Kaufmann von Venedig. Freitag, 15. Januar, 20 bis 23 Ahr: Iim und Jill. Samstag, 16. Januar, 20 bis

Dienstag, 12. Januar.

7.20: Frühkonzert. 12.05: Von Berlin: Konzert. 13.00: Von Köln: Konzert. 15.15: Hausfrauen- Rachmittag. 15.45 bis 16.00:Hausfrauen, gebt keine Aufträge an Schwarzarbeiter", Vortrag von Dr. Hans Knöpp. 17.05: Konzert des Rundfunk­orchesters. 18.40: Verwaltungsvereinfachung und Verwaltungsreform in Hessen-Nassau", Vortrag von Regierungspräsident Dr. Friedensburg. 19.05: Strenge und Goethe in der Erziehung", Vor­trag von Stadtschulrat Gerweck. 19.45: Alte Tanz­musik. 20.30: (Nach Köln und Königsberg): Ro­mantische Improvisationen. Eine Hörfolge aus deutscher Romantik. 22.50 bis 23.30: Anterhal- tungskonzert.

Mittwoch, 13. Januar.

7.20: Frühkonzert. 10.10 bis 10.40: Schulfunk: Die Gerichts!zenen ausKaufmann von Venedig",

Montag, 11. Januar.

7.20: Frühkonzert. 12.05: Von Berlin: Konzert. 13.05: Von Köln: Konzert. 17.05: Cafe Wilhelms- bau: Konzert der Kapelle Rose. 18.35:Der Be­ruf des Dolmetschers", Vortrag von Dr. Curt Gutkind, Mannheim. 19.00: Von der Deutschen Welle:Die Landwirtschaft an der Iahres- wende", Vortrag von Reichsminister Dr. h. c. Schiele, Berlin. 19.25: Englischer Sprachunterricht. 20.00: Opern-Konzert des Rundfunkorchesters. 21.00: Aus dem Kleinen Saal des Saalbaus, Frankfurt a. M.: Stunde der Kammermusik. 21.30: Mundarten II. Westfalen. 22.20 bis 23.30: Tanz­musik.

lung ab. Stiftsdechant Kahn als Leiter des Ver­eins gab der Freude darüber Ausdruck, daß sich der Qterein innerhalb kurzer Zeit wieder so erfreu­lich entwickelt habe und bereits über einen Mit­gliederbestand von 90 aktiven Sängern und Sänge­rinnen verfüge. Bei der Vorstandswahl wuroen außer den beiden Geistlichen und dem Leiter, die nach den Satzungen ständige Mitglieder des Vor­standes sind, folgende Herren und Damen in den Vorstand gewählt: Kaufmann Hillemann, Schreinermeister K a m b e i tz, Lehrer Kuhn, FabrikantP appe, Frl. Derk, FrauDchmid t, Frau Dr. S t o tz und Frl. S ch w e n k.

Kreis Schotten.

wg. Gedern. 8. Ian. Dor einigen Tagen starb hier nach kurzer Krankheit der ä l t e st e Einwohner unserer Stadt, der weithin bekannte Altbürger m ei st erKarlNispel im Alter von fast 84 Iahren. Mit außerordent­licher Tatkraft und Pflichttreue und mit unermüd­licher Arbeitsfreudigkeit hatte er 30 Iahre lang (1889 bis 1919) die Geschicke unserer Gemeinde ge­leitet. Er erfreute sich allgemeiner Achtung und Beliebtheit. Ein« Reihe von Ehrenämtern be­kleidete er viele Iahre hindurch. Lange Zeit war er Präsident des hiesigen Kriegervereins und Mit­glied des Kreisausschusses des Kreises Schotten. 42 Iahre lang gehörte er dem Kirchenvorstand der hiesigen Gemeinde an, und er hat sich um das kirchliche Leben sehr verdient gemacht. Bei der Be­erdigung, die sich zu einer eindrucksvollen Kund­gebung der Dankbarkeit gestaltete, würdigte der Ortsgeistliche die mannigfachen Derdienste des Toten. Dem Derstorbenen wurden zahlreiche Kränze und Nachrufe gewidmet.

O Groh - Eichen, 8. Ian. Gestern starb die alte ste Einwohnerin unseres Ortes, Frau Christine Momberger geb. Erbes, die noch vor kurzem ihren 89. Geburtstag feiern konnte. Am ll.Ianuar feiert Ioh. Sann seinen 83., und Christian Schlosser seinen 81. Geburtstag. Beide Iubilare sind noch recht rüstig.

Sie leuchten, weil das Dennoch de« Glaubens als Panier aufgeworfen wird. So wird aus Kudroli in Indien berichtet, daß die arbeitslos gewordenen Ziegeleiarbeiter den Lockrufen kom­munistischer Agenten nicht folgen und festhalten am Evangelium. And wenn die indische Missions­gemeinde Mangalur im letzten Iahre 112 000 Mk. für kirchliche und Missionsbedürfnisse aufgebracht hat, wenn in Pamu auf der Goldküste die Heiden­christen mehr als. die Hälfte ihres Einkommens für Kirche und Mission freiwillig opfern, so sind das erhebende Zeugnisse des Lebens, nicht minder die Tatsache, daß die farbigen Gehilfen der Missionare zusammen mit den Missionsarbeitern auf allen Feldern sich bereit erklärt haben, ihre an sich schon geringen Gehälter empfindlich kürzen zu lassen. Ist solcher Idealismus und solche Opferfrcudigkeit nicht beschämend für die heimat­liche Christenheit?

Des Glaubens Dennoch siegt, es siegt trotz aller Krisen auf wirtschaftlichem, politischem und religiösem Gebiet. Das zeigt kein Werk deutlicher, als das Werk der Mission. Daran wollen wir denken am Landesmissionssonntag und daraus Kraft schöpfen, nie zu verzagen und nie müde zu werden im Wollen und Bekennen: Dennoch bleibe ich stets an d ir!

von Shakespeare. 12.05: Don Berlin: Konzert. 13.00: Don Köln: Konzert. 15.15 bis 16.00: Stunde der Iugend. 17.05: Nachmittagskonzert des Rund­funkorchesters. 18.40:Das Aussterben von Tier- und Menschenrassen", 1. Dortrag von Prof. Dr. Fritz Drevermarm. 19.05: Dortrag von Oberre­gierungsrat Dr. Kümmerlen. 19.45: Eine halbe Stunde Chinesisch, mit Schallplattenbeispielen.

20.15: Dinorah, oderDie Wallfahrt nach Ploer- mel". Komische Oper in 3 Akten. 21.45: Moderne Wiener Komponisten. Gespielt von Paul Pisk (Klavier).

Donnerstag, 14. Januar.

7.20: Frühkonzert. 12.05: Don Berlin: Konzert. 13.05: Don Köln' Konzert. 15.30: Stunde der Iu­gend. 17.05: Karlsruhe: Das Kornett-Quartett des Landestheaterorchesters spielt. 17.30: Frei­burg: Konzert des Freiburger Konzertorchesters. 18.40: Zeitfragen.Mißtrauen Eine Frage der Zeit", Dortrag von Dr. Ludwig Marcuse. 19.05: Erwerbslosensiedlung", Gespräch zwischen Dr. Karl Busemann und Stadtrat Niemey-r. 19.45: Begegnungen. Erika Mann und Klaus Mann. 20.15: Das Spitzentuch der Königin. Oper»Ue in 3 Aufzügen. 23.00 bis 24.00: Tanzmusik.

Freitag, 15. Januar.

7.20: Frühkonzert. 12.05: Don Berlin: Konzert. 13.00: Von Köln: Konzert. 17.05: Konzert des ©täbt. Kurorchesters Wiesbaden. 18.40:Wirt­schaftlicher Rückblick und AuMick zur Iahres- wende" Vortrag von Dr. Köhner, Syndikus der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main. 19.05: Aerztevortrag:Moderne Heillehre des chronischen Magengeschwürs." 19.30: Mann­heim: In tyrannos (Schillers Räuber). Hörfolge von Friedrich Walter. 20.45: Russische Volks­lieder. Gesungen von Max v. Wistinghausen. 21.15: IV. Symphonie in Es-®ur von Anton Bruckner. 22.40 bis 24.00: Mannheim: Tanzmusik.

Samstag, 16. Januar.

7.20: Frühkonzert. 10.20 bis 10.50: Schulfunk. Don meiner Arbeit". Der Schauspieler Paul Wegener erzählt. 12.05: Don Berlin: Konzert. 13.00: Don Köln: Konzert. 15.15: Stunde der Iu­gend. 16.20: Nachmittagskonzert des Rundfunk­orchesters. 18.35:Die Aufgaben der Arbeiter­bildung in der Gegenwart", Dortrag von Dr. Fritz Pappenheim. 19.05: Spanischer Sprachun­terricht. 19.35: Dom Feldberg: Anter ^Zünf­tigen". Skiläufer spinnen ein Garn. 20.15: Heil­bronn: Bunter Abend, zugunsten der Württem- bergischen Nothilfe. 22.40 bis 24.00: Tanzmusik.

Frankfurt freundlich.

Frankfurt a. M., 8. Ian. Das anhaltende Interesse für deutsche Werte an den Ausland­börsen und die weiterhin zuversichtlichere Stim­mung bezüglich der bevorstehenden Reparations­konferenz bildeten die Hauptmotive für die weiter freundliche Haltung im tele- phoni.chrn Freiverkehr von Bureau zu Bureau. Die gestern nachmcktag eingetretme Abschwächung um etwa 1 bis 1,5 Prozent, die vornehmlich auf Gewinnmitnahmen der Spekulation zurückzuführen war, wurde heute durch neue Kauforders der Kundschaft wieder ausgeglichen, wenngleich die Geschäftstätigkeit eine gewisse Einschränkung er­fahren hat. An den Aktienmärkten blieben die Mehrzahl der Kurse auf dem gestern er- I höhten Niveau gut behauptet, teilweise stellten sich weitere Besserungen um etwa 1 Prozent ein. So bestand für Schiffahrts- und einige Montan­papiere weiteres Interesse, desgleichen am Clek- trornarkt für Schuckert.

Oie gestrigen Devisenmärkte.

Berlin, 8. Ian. (WTB.) An' den inter­nationalen Devisenmärkten setzte sich heute die Befestigung des englischen Pfun­des weiter fort, doch war das Geschäft nicht sehr umfangreich. Die Tendenz des Pfundes wird in der Hauptsache durch eine etwas günstigere Beurteilung der Lage in Dritisch-Indien beein­flußt, außerdem sind erhebliche Goldbeträge in der letzten Woche aus Britisch-Indien der Bank von England zugeflossen. Eine weitere Anregung ging von der Nachricht aus, daß keine französi­schen Kredite aus England zurückgezogen werden. Gegen den Dollar befestigte sich das Pfund auf 3,4272, später schwächte es sich leicht, nämlich auf 3,413/i ab. Gegen den Gulden stellte es sich auf 8,53, gegen Paris auf 87,21, gegen Zürich auf 17,527» und gegen die Reichsmark auf 14,41 (heute morgen 14,3272)- Der Dollar tendierte ebenfalls etwas fester. Die Reichsmark war gut behauptet, in Amsterdam notierte sie 59,1772, in Zürich 121,75 und in Paris 605. Die Nord­devisen waren ziemlich gut gehalten, ebenfalls die Südamerikaner, der französische Frank war knapp behauptet.

Am Nachmittag war der Dollar wieder fester, während sich das englische Pfund auf seinen Mittagsstand ziemlich behaupten konnte; es notierte gegen den Dollar 3,4078. gegen Amsterdam 8,5072, gegen Paris 87,00, gegen Zürich 17,4672 und gegen die Reichsmark 14,36. Der französische Frank tendierte wieder fester. Die Reichsmark behauptete sich gut, in Amsterdam stellte sie sich auf 59,2072, in Zürich auf 121,65 und in Neuhork auf 23,78. Die Norddevisen lagen etwas fester.

Wochenbericht

vom Frankfurter produktenmarkt.

An der Frankfurter Getreidebörse ist mit Beginn des neuen Iahres etwas Belebung in das Ge­schäft gekommen. Man hofft auch für die nächste Zeit mit einer weiteren Gesundung des Marktes. Eine spürbare Anregung erhielt der Markt durch das in den letzten Tagen eingetretene bes/ere Mehl- aeschäft und durch das anhaltend knappe Ange­bot in Brotgetreide.

Am Drotgetreidemarkt konnte man zu­nächst noch größere Zurückhaltung beobachten; dann zeigte sich für Weizen, als Auswirkung einer Besserung im Mehlgeschäft, stärkere Nachfrage. Der Weizenpreis stieg gegenüber der Dorwoche um 4,50 Mark auf 232,50 Mark per Tonne. Rog­gen stellte sich um 2,50 Mark höher. Amtlich no­tierte man für 72-lcg-bl-Gewicht 217,50 Mark per Tonne.

Auch amGerstenmarkt trat eine leichte Be­lebung ein, doch blieb die Notiz für Braugerste mit 175 Mk. per Tonne unverändert. Futtergerste wurde zu etwa gleichen Preisen gekauft. Sehr ruhig war dagegen das Geschäft am H a s e r m a r k t. Der Preis ging erneut um 2,50 Mark auf 147,50 1 bis 155 Mark per Tonne zurück.

Der Reichsbanlfiatus am Jahresanfang.

Berlin. 9. Jan. (WTB. Funkspruch.) Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 7. Januar hat sich in der verflossenen Bankwöche die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 516,4 Millionen auf 4130,8 Millionen Reichsmark verringert. Im einzelnen haben die Bestände an Handelswechseln und -schecks um 289,9 Millionen auf 3854,1 Millio­nen Reichsmark, die Bestände an Reichsfchatzwechfeln um 80,9 Millionen auf 17 Millionen Reichsmark und die Lombardbestände um 145,6 Millionen auf 99 Millionen Reichsmark abgenommen. An Reichs­banknoten und Rentenbankscheinen zu- sammen sind 208,9 Millionen Reichsmark in die Kassen der Reichsbank zurückgeslossen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 200,2 Mil­lionen auf 4575,6 Millionen Reichsmark, derjenige an Rentenbankfcheinen um 8,7 Millionen auf 413,3 Millionen Reichsmark verringert. Dementsprechend haben sich die Bestände der Reichsbank an Renten­bankscheinen auf 14,1 Millionen Reichsmark erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 417,2 Millionen Reichsmark eine Abnahme um 337,7 Millionen Reichsmark.

Die Bestände an Geld und deckungs­fähigen Devisen haben sich um 14,9 Millionen auf 1141,3 Millionen verringert. Im einzelnen haben die Goldbestände um 4,9 Millionen auf 979 Millionen Reichsmark und die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 10 Millionen auf 162,3 Millionen Reichsmark abgenommen.

Die Deckung der Noten durch Gold und dcckungsfähige Devisen beträgt 24,99 v. H., gegen 24,2 v. H. in der Vorwoche.

Oie Arbeiismarkilage in Hessen und Hessen-Nassau.

Sprunghaftes Ansteigen der Arbeitslosenzahl.

WSN. Frankfurt a. M., 8. Ian. Aeber die Arbeitsmarktlage in Hessen und Hessen-Nassau berichtet das Landesarbeits­amt Hessen in Frankfurt a. M.: Während der letzten Dezemberhälfte ist die Zahl der Ar­beitsuchenden sprunghaft angest le­gen. Das ist zum Teil auf den üblichen saison­bedingten Rückgang der Beschäftigung in Land­wirtschaft. Steinindustrie, Baugewerbe und Der- kehrsgewerbe zurückzuführen. Aber auch durch das Frostwetter muhte eine größere Anzahl Arbeitskräfte freigesetzt werden. Die Forstwirt­schaft hat den Holzeinschlag zum größten Teil schon beendet, sie entlieh ebenfalls zahlreiche Arbeiter. Ferner ist die in diesem Iahre sehr schwach in Erscheinung getretene konjunkturelle Belebung in den meisten Berufszweigen, bei­spielsweise in der Tabakindustrie, im Beklei­dungsgewerbe und in der Lederwarenindustrie, schon wieder abgeflaut, so daß auch bei diesen Gruppen umfangreiche Zugänge zu verzeichnen waren. In der Metallindustrie ist die Arbeits­losigkeit stärker gestiegen als zuvor (Zunahme 3722 oder 6,9 Prozent); in Öen Angrstelttenberu- fcn ist es gleichfalls zu zahlreichen Entlassungen gekommen. Die Zunahme an Arbeitsuchenden betrug in dieser Derichtszeit 18 556 oder 6 Pro­zent (in der Dorberichtszeit 9360 = 3,1 Prozent). Insgesamt wurden am Iahresschluh 3 29 8 47 Arbeitsuchende, darunter 52073 Frauen, gezählt. Die Zahl der Hauptunterstützungs­empfänger in der Arbeitslosenversicherung stieg um 9481 oder 11,7 Prozent auf 90 514. In Krisenfürsorge befanden sich 84185 Hauptunter­stützungsempfänger, also 4762 oder 6 Prozent mehr als am 15. Dezember.

* Süddeutsche Zucker AG., Mannheim. Die gestrige Generalversammlung der Süddeutschen Zucker AG., Mannheim, genehmigte die Anträge der Verwaltung und setzte die Dividende für die Stamm­aktien auf 8 (10) Prozent und für die Borzugsaktien auf wieder 7 Prozent fest.

Internationale Haussespekulation?

Berlin, 9. Jan. (WTB. Funkspruch.) Heute zum Wochenfchluß entwickelte sich das Geschäft im hiesigen telephonischen Freioerkehr bemerkenswert ruhig. Die Umfafotätigteit war besonders für einen Samstag z iemlich rege und erstreckte sich auf fast alle Marktgebiete. Es scheint sich jetzt international eine Haussespekulation zu bilden, die immer wieder an den einzelnen Plätzen einschlagende Bewegungen neu anfacht. Auch in .Neuyork konnte man gestern diese Beobachtung 'machen. Nach schwächerer Eröffnung war der Schluß wieder außerordentlich f e ft. Politische Mo­mente blieben eindruckslos. Die Kriegsstimmung im Osten, die Vorgänge in Indien, die Schwierigkeiten des französischen Kabinetts, die Unsicherheit um Hindenburg ufw. konnten das Publikum nicht von neuen Anlagekäufen abhalten, wobei vielleicht die etwas hoffnunasvolleren Wirtfchastsansichten des bekannten englischen Nationalökonoms Keynes für das Jahr 1932, die er gestern in Hamburg aussprach, mit eine Anregung gaben.

Das Hauptinteresse erstreckte sich heute auf den Aktienmarkt.« Während Pfandbriefe kurs­mäßig wenig verändert, eher angeboten waren, wurden Liquidationspfandbriefe teilweise bis zu 1 Prozent höher gesucht. Auch Kommunalanleihen besserten sich abermals um V» bis 1 Prozent. Es befriedigte an diesem Markt besonders, daß die Stadt Berlin die zum 1. Januar fälligen Koupons prompt eingelöst hat, was ja auch in den starken Kurssteigerungen der Berliner Anleihen in den letzten Tagen zum Ausdruck kam. Farbenbonds lagen ziemlich fest. Reichsbahnvorzüge waren da- acgen im Zusammenhang mit dem ungünstigen Abschluß etwa 1 Prozent niedriger angeboten.

Am Anleihemarkt fand die Neubesitzan­leihe weiter Nachfrage, während Altbesitz etwas unter gestern umging.

Von den einzelnen Marktgebieten der Aktienwerte läßt sich folgendes sagen: Banken waren mit Ausnahme der festeren Reichsbank un­verändert. Schiffahrtswerte zogen gegen gestern er­neut um etwa 1 Prozent an. Auch am Elektromarkt waren meist Besserungen von 1 Prozent zu ver­zeichnen. Farben lagen gut behauptet, Kaliwerte mit Ausnahme von Salzdetfurth fest und bis zu 3 Pro­zent höher, Kunstseideaktien waren bis zu 3,5 Pro­zent gebessert. Weitaus an erster Stelle stand aber heute der Montanmarkt, an dem in ziemlich erheb­lichem Umfange Käufe des Rheinlandes getätigt fein sollen. Die Führung des Marktes hatten wieder Mannesmannaktien: aber auch Hoefch, Gelsenkirchen, Oberkoks, Phönix, Rheinstahl ufw. lagen bis zu zwei Prozent gebessert.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M

Letzte Nachrichten.

Am 25. Januar

Beginn der Konferenz von Lausanne.

Berlin, 9. Jan. (WTB. Drahtmeldung.) Wie wir erfahren, ist nun eine (Einigung über das Konferenzdatum der Lausanner Konferenz erzielt worden. Die Konferenz beginnt am 2 5. Januar. Diese Verschiebung geht auf den Wunsch Frankreichs zurück. (England und Deutschland haben sich damit einverstanden erklärt.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uyr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.

8. Jan ar

9 Januar

Amtliche Roiieninq

Amtliche Dotierung

l»el"

Arie

Geld

3rlei

Helfingsor» .

Bien . .

6,044

6,056

6,044

6,056

50,05

49,95

12,47

50,05

49,95

Prag . .

12,49

12,47

12,49

Budapest . .

63.94

64,06

62,94

63,06

Sofia

3,057

3,063

3,057

3,063

Holland . .

168,93

169,27

168,83

169,17

C410 . . .

Kopenhagen.

78 52

78,68

78,17

78,33

79,42

79.58

79,07

79,23

Gtodbolm

80,22

80,38

79,97

80,13

London . . Buenos Aire«

14.40

14,44

14,33

14.37

1.058

1,062

1,038

1,042

Neuhorl

4.209

4,217

4,209

4,217

B rüffel. .

58.44

58,56

58,44

58,56

Italien. . .

21,41

21,45

21,33

21,37

Paris . . .

16,50

16,54

16,49

16,53

Schweiz

82,02

82,18

81,87

82,03

Spanien

35,71

35,79

35,66

35,74

Danzig . .

81,92

82,08

81,87

82,03

Japan

Rio de Ian..

1,479

1.481

1,499

1,501

0,254

0,256

0,249

0,251

Iuaoslawien. Llllaboa

7,433

7,447

7,433

7,447

13,04

13.06

13,04

13,06

«eld

SFÜT

4.20

4,22

58 28

58.52

79,24

79,56

14.36

14,42

16.46

16,52

168,56

169,24

21,34

78,34

21,42

78,66

2,48

2,50

80,04

80,36

81.84

82,16

35,58

35,72