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Br. 6 Drittes Blatt

(Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhessen)

Sreifag, 8. Januar 1952

S.J.-fport

Banknoten

Wirtschaft

Lombardzinssuh 8 v H.

1ACERT,

SCHMERZBEKÄMPFUKG

ZUVERLÄSSIG UND RASCH BEI KOPFSCHMERZ MIGRÄNE- NEURALGIEN UND ZAHNSCHMERZ AHRZEHNTE BEWÄHRT

CITROVANILLE

^ach Meldungen aus der tschechoslowakischen Hauptstadt wird jedoch die dortige Kunsteisbahn kaum noch in Betrieb genommen werden können. Wenn nicht noch eine Verlegung nach der Hohen Tatra erwogen wird, dann ist es leicht möglich, daß sich Berlin, das schon im letzten Jahr Schau­platz der Kämpfe war. erneut um die Durchfüh­rung bewirbt. Der Zeitpunkt vom 15. bis 22. März liegt durchaus günstig, denn bis dahin ist die deutsche Mannschaft wieder aus Amerika zurück­gekehrt.

Eisschnelläuferelite in OavoS.

Bei den am Wochenende in Davos stattfinden­den Europameisterschaften der Eisschnelläufer wird sich die gesamte europäische Spitzenklasse ein Stell­dichein geben. Der sinnische Weltmeister und Titelverteidiger Thunberg ist mit seinem Landsmann Blomquist schon lange zur Stelle. - 2etzt sind auch die Norweger Ballangrud, Staks- rud und Pedersen eingctroffen. Der deutsche Mei­ster B a r w a Hot im Training bereits beachtliche Zeiten erzielt. Mit einem starken Aufgebot sind die Holländer mit van der Heyden, van der Scheer und Koops an der Spitze erschienen. Aus Wien kommen noch Riedl und Moser, und aus Budapest werden Kimmerling und Winter er­wartet. Bereits am Freitag wird als Einleitung zu den Europameisterschaften ein 3020-Meter- Laufen um den Drohen Preis von Davos aus­getragen.

Najuch-Mßlein in USA. geschlagen.

Die beiden deutschen Tennislehrer Rajuch und Nühlein traten schon zwei Tage nach ihrer An­kunft im Reuyorker Madison Square Garden gegen die Amerikaner Tilden und Hunter im vchluhrundenspiel um die Reuyorker Hallen-

Oe st erreichs Kun st laufmei st erschoft für Paare fiel an die Wiener Frau Gail­lard Scholz-Petter.

Devisenmärkte und Reparationsfrage.

An den internationalen Devisenmärkten war das interessanteste Moment heute die Be­festigung des englischen Pfundes. Gegen seinen gestrigen Schluhkurs eröffnete es noch unverändert mit 3,3525 gegen den Dollar, im Laufe des Bormittags zog es dann auf 3,3863 an. Gegen den Gulden befestigte es sich auf 8,43, gegen Paris auf 86,31, gegen Zürich auf 17,36 und gegen die Reichsmark auf 14,28 (heute morgen 14.12). Der Dollar 'war unverändert. Die Mark behauptete sich gut mit 59,15 in Amsterdam, 121,55 in Zürich und 604 in Paris. Die Norddevisen wa­ren knapp behauptet,, die Südamerikaner unver­ändert, der französische Franc etwas leichter.

Am Nachmittag waren die führenden De­visen stärkeren Schwankungen unter­worfen, es genügte verschiedentlich schon geringe Nachfrage, um gröhere Veränderungen hervor­zurufen. Die Deurteilung'der bevor- stehenden Reparationskonferenz ist weiter g ü n st i g e r. Die R e i ch s m a r k ist gut behauptet, in Neuyork eröffnete sie fest mit 23,80, um sich dann später auf 23,76 abzuschwächen, in Amsterdam notierte sie 59,18, in Zürich 121,65 und in London 14,2450. Das e n g l i s ch e P f u n d toar zunächst weiter f e st e r und zog bis auf 3,3925 gegen den Dollar an, ging wieder auf 3,3850 zurück, gegen den Gulden stellte cs sich auf 8,45, gegen Paris auf 86,43, gegen Zürich auf 17,3850 und gegen Brüssel auf 24,4350. Der Dol - I a r tendierte f e st, in Amsterdam konnte er bis auf 249,30 anziehen. Der französische Franc war knapp gehalten, die Südamerikaner waren kaum behauptet, die Norddevisen unverändert.

Witterung um 7,2 v. H. stieg, haben auch die über­wiegend von der Konjunktur abhängigen Be­rufsgruppen eine, wenn auch schwächere Zunahme, nämlich um 5,1 v. f). zu verzeichnen.

Der Druck, der von den internationalen Wäh- rungsschwierigkeilen und von den Absperrungs- mahnahmen wichtiger Abnehmerländer ous- geht, hat sich weiter verschärft

und hat die Auswirkungen der auch sonst nach dem Weihnachtsgeschäft üblichen Stille verstärkt.

Die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger be­trug am 31. Dezember in der Arbeitslosenversiche- rung rund 1 642 000, in. der Krisenfürsorge rund 1506 000. Bon der Gesamtzunahme um rund 214 000 entfielen rund 154 000 auf die Arbeitslosen­versicherung, rund 60 000 auf die Krisenfürsorge

Oie Zinsvereinbarungen.

Berlin, 7. 3an. (WTB.) Die Verhandlungen mit den Spihenvcrbänden über die Vereinbarun­gen betretend die Festsetzung von Zinsen und Provisionen am Geldmarkt sind, wie WTB.-Handelsdienst erfährt, so weit geiördert worden, daß in der heute beim Reichskommissar für das Bankgewerbe abgehaltenen Sitzung der Wortlaut der Abkommen von den Ver­tretern der beteiligten Spihenverbän.'e endgül­tig s e st g e st e l l t worden ist. Da bei den Ver­bänden die internen Bedenken noch eine abschlie- hende Klärung durch die Verbände notwendig machen, ist der Termin für die Leistung der Unter- schriften auf Samstag, 9. Januar, nachmittags ver­schoben worden. Sollten die Verträge bis zu die­sem Zeitpunkt nicht unterschrieben werden, so gel­ten die Verhandlungen als gescheitert.

* DerlinerMaschinenbau 21®. vorm. L. Schwartzkopff, Berlin. Nach dem Ge­schäftsbericht der Berliner Maschinenbau 21®. vorm. L. Schwartzkopff, Berlin, betrug der Umsatz der Gesellschaft, von dem reichlich 75 Prozent ins Ausland gingen, im Geschäftsjahr 1930 31 nur 3/ 5 desjenigen vom Vorjahre. Die Lokomotiv- werkstätten waren im abgelaufenen und noch in das neue Geschäftsjahr hinein mit der Abwicklung einiger mitflerer Auslandsaufträge beschäftigt. Sur Zeit ruht das Auslandsgeschäft nahezu voll­ständig, es liegt überhaupt kein nennenswerter Bedarf vor. Die Gesellschaft schließt mit einem Betriebsverlust von 185 814 Mk. (i. B. 2,67 Mill. Mark Reingewinn), wozu noch Abschreibungen mit 0,82 (0,88), Generalunkosten mit 1,79 (2,11) und Steuern mit 0,68 (Steuern 0,76 und Zinsaufwen- dungen 0,22) Mill. Mk. kommen, so daß sich un­ter Berücksichtigung einer Zinseinnahme von 0,09 Mill. Mark ein Verlust von 3 335 719 (1 242 205) Mark ergibt, der wieder aus dem Reservefonds gedeckt werden soll.

Frankfurt sehr fest.

Frankfurt a. SR., 7. Ian. Die feste Grundten- denz des gestrigen Freiverkehrs übertrug sich auch auf den heutigen telephonischen Effektenhandel von Bureau zu Bureau, zumal man zu einer allge­mein befferen Beurteilung d e r poli­tischen Situation kam und auch das anhal­tende Interesse für deutsche Werte an den inter­nationalen Börsenplätzen anregte. Es lagen wieder­um größere Kauforders der Kundschaft vor, denen nur sehr geringes Angebot gegenüberstand, so daß auch heute wieder zum Teil Materialmangel be-

Aus aller Welt.

Jnternafionater Wettbewerb für die schönsten Rosen.

Der Gouverneur von Rom hat einen internatio­nalen Wettbewerb für die schönsten Rosen ausge­schrieben, der ab 1933 alle zwei Jahre st-a 11 - finden soll Die Teilnehmer werden ersucht, fünf Stück ihrer Rosengattungen schon im Februar 1 9 3 2 e i n z u s ch i ck e n , damit sie i n R o m e i n - gepflanzt und bis zum November beobachtet werden können. Das Preisrichterkollegium soll sich aus je einem deutschen, holländischen, französischen, englischen, luxemburgischen und amerikanischen Rosenzüchter zusammensetzen.

Die polnischen Gefängnisse überfüllt.

Nach einer statistischen Zusammenstellung waren am 1. September dieses Jahres in den etwa 300 polnischen Gefängnissen 3 3 917 Gefanaene untergebracht. Im Vergleich zu 1928 ist d i e Z a h l um 5 00 0 gestiegen. Die Gefängnisse sollen be­reits überfüllt sein. Das Anwachsen der Ge­fangenenzahl wird auf drei Gründe zurückgeführt: Einmal ist in den letzten Jahren die Zahl der poli­tischen Gefangenen gestiegen; zweitens kön­nen die zu Geldstrafen verurteilten Personen infolge der Wirtschaftskrise ihre Strafen nicht be­zahlen und gehen daher ins Gefängnis und drit­tens haben sich die Diebstähle aus Notin der letzten Zeit sehr stark vermehrt.

Meisterschaft an. Überraschenderweise holten sich die beiden Deutschen den ersten Satz mit 7. 5. Den zweiten Sah aber mußten sie an die Ameri­kaner abgeben. 3m entscheidenden dritten Satz, in dem auf beiden Seiten erbittert gekämpft wurde, unterlagen die Deutschen ebenfalls. Der Steg siel mit 5:7, 6:3, 9:7 an die Amerikaner.

Kurze Sportnotizen.

Als erstes Paar für das am 29. Januar in der Festhalle beginnende 5. Frankfurter Sechstage- rennen wurden schon jetzt die Publikumslieblinge Schön-Goebel verpflichtet.

Der Deuts ch e Fußball-Bund trägt sich mit der Absicht, im Berliner Westend ein Haus für 180 000 Mk. zu erwerben.

Das tschechische Olympische Komi­tee hat in seiner letzten Sitzung beschlossen, vier Skiläufer zu den Olympischen Winterspielen zu entsenden.

Infolge technischer Schwierigkei­ten ist damit zu rechnen, daß die Europameister­schaft im Eishockey, die in Prag ausgetragen werden sollte, nach Berlin verlegt wird.

3n Lake Placid gewann der schwedische Skr-Dauerläufer iltterftröm einen 14-Kilometer- Langlauf überlegen gegen die amerikanische Kon­kurrenz in 56:08 Min.

2Haf Echmeling hat am Donnerstag den Kampfvertrag mit Mickey Walker unterzeichnet. Don den Einnahmen des am 25. Februar in Miami stattfindenden Trettcns wurden Schmc- ling 40 Prozent und Walker 15 Prozent ga­rantiert.

Rund 5,6 Millionen Arbeitslose

Steigender Druck der internationalen Währungsschwierigkeiten und der Handelssperren.

während die Spekulation eher Zurückhaltung übte, nachdem die Tendenz schon in den gestrigen Abend stunden hauptsächlich wohl auf Gewinnmitnahmen der Kulisse eine kleine Abschwächung erfahren hatte. Das Geschäft war daher heute etwas ruhiger, als an den Vortagen, und die Kursbewegung nicht so stürmisch wie gestern, die Grundstimmung blieb aber doch freundlich Es ergaben sich gegen die gestrigen Abendkurse meist wieder etwa j-v. H. Besserungen. Bemerkenswert fest tendierten Schissahrtswerte, Charlottenburger Wasser, Mannesmann, Oberkoks und Schlickert. Aber auch die Hauptwerke wie Far den, Siemens, AEG. und Reichsbank waren bis zu 2 v. H. erhöht. Deutsche Erdöl und Bürbach konnten dagegen ihre gestrigen Gewinne nicht voll behaupten und gaben um etwa 1 bis 2 v. H nach. Der Pfand briesmarkt hatte weiter freundliche Tendenz. Die Kursveranderungen hielten sich aber auch hier heute in bescheideneren Grenzen. Reichsbahnvorzugsaktien und Farbenbonds lagen behauptet. Bon Deutschen Anleihen bestand weiter Interesse für Neubesitz.

Deolsenmarkt Berlin Frankfurt a TR

m h«ul£h s1*"

6 Pulver oder 12 Obia en-Pacn« g nM. , 10.

Berlin, 7.3an. (WTB.) Nach dem Bericht der Reichsanstalt für die Zeit vom 16. bis 31. Dezember 1931 bot der Arbeitsmarkt am Ende des 3a hres 1931 das Bild einer anhaltenden tiefen Depression. Innerhalb der allgemeinen Entwicklung steigt die jahreszeitliche Linie der Ar­beitslosigkeit weiter an, deren Höhepunkt erfah­rungsgemäß erst gegen Ende Februar zu er­warten ist.

Die Zahl der Arbeitslosen betrug am 31. De­zember rund 5 666 000, d. h. um etwa 316 000 mehr als Milte des Monats.

Im Vorjahre wurde am Iahresschluß nach einer Zunahme im gleichen Zeitraum um rund 407 000 eine Arbeitslosenzahl von rund 4 384 000 erreicht.

Neben den Saifonaußenberufen, in denen die Arbeitslosenzahl infolge der ungünstigen

Wir schließen mit der Veröffentlichung dieser Ausführungen die Debatte über diesenFall" in unteren Spalten. Den Tatbestand im einzelnen zu klären und die entsprechenden Konsequenzen k ziehen, ist die Angelegenheit der Vorstands- ochörden des WSV-

Kerencuaros in Fulda siegreich.

Der ungarische Herbstmeister war am Mittwoch tnii seiner Mannschaft in Fulda zu Gast und schlug

4000 Zuschauern die dortige Stadtelf mit 5:2 (5:0). Die Ungarn spielten nur die erste Hälfte mit »oller Kraft, schossen fünf Tore und hatten damit ihre Schuldigkeit getan.

(Portabteilung des Turnvereins Lollar

Am Sonntag empfängt die erste Mannschaft des Lurnvereins Lollar die erste Mannschaft des vkertve.e ns Kirchhain zum Cese ls a t spie . Tenn Lollar das Spier gewinnen will, dann muß do Mannschaft Besseres zeigen, als im Vorspiel. Kirchhain konnte das Vorspiel überlegen mit 7:2 «©innen. Lollar ist auf eigenem Ge!ände wohl zu schlagen und dürfte Sonntag einen gleich­artigen Gegner für Kirchhain abgeben. Die zweite Aailuscha't hat a le: Voraussicht nachC c mania Aarburgs Dritte zu Gast und wird wohl um eine Aicderlage nicht herumkommen.

5ie erste Handball - Mannschaft hat die gdcite des Polizeisportvereins Butzbach auf cige- jwi Gelände zum Gegner. Das Vorspiel sah die 'Polizisten knapp als Sieger, da Lollar mit nur Wn Mann antrat. Die Plahbesiher werden sich .Mttmal aber sehr anstrengen müssen, wenn die '«iedcrlage vom Sonntag wettgemacht werden 'WI. Die Butzbacher treten verstärkt an.

Arbeiter-Turn- und Sportbund

Am kommenden Sonntag beginnt die Serie vt r vier Gruppenrneistcr der Kreis- mfle: Hau heim, Franks, r -Dorihirn, Frankfurt- Hockenheim und Egelsbach. Zn Naunheim ist WM zum ersten Spiele Frankfurt-Bornheim zu soft. Mit großer Spannung sieht man diesem

'«effen entgegen, da es den Beweis erbringen oll. ob die Spielstärke der ersten Gruppe der .«vßstadtgruppe die Waage hält. Den von bei- Gegnern bis jetzt erzielten Resultaten ent- 'brechend, ist der Ausgang des Spieles völlig "sscn.

.Um die Dezirksmeisterschaft des 3. Be­zirkes stehen sich in Allendorf (Lahn) am Sonn- tafl Lollar 1. als Meister der ^-Klasse und Menöorf 1. als Meister der K-Klasse gegenüber. Mi Spannung sieht man diesem Treffen ent- 8,«{en. Allendorf hat in seinen bis jetzt auf eigenem Platze gezeigten Spielen bewiesen, daß auch dem starken Gegner standhallen. Lollar Mrd deshalb gut tun, den Gastgeber nicht zu «tlerschähen, wenn es den Anschluß an die Ärete- Krffe nicht verpassen will.

Gronhoff startet in der Schweiz.

ter bekannte Frankfurter Segelflieger und Welt- rErdmann Günther Gronhoff beabsichtigt, fo- 5ml5 sich gutes Wetter eingestellt hat, einen Segel- io^ppflug von Dübbendorf nach Daoos zu unter «fernen. Dabei ist eine Landung auf der Eisfläche Hi Davofersees vorgesehen.

EiShockey-Europameisterschast in Berlin?

Sn diesem 2ahre sollten die Europameister- 'hcstcn der Eishockeyspieler in Prag stattfinden.

standen haben soll. Das Geschäft war sowohl am Aktien-, als auch am Rentenmarkt recht lebhaft.

Die Kurserhöhungen des A k t i e n m a r 11 e s be­trugen ziemlich einheitlich 2 bis 3 Prozent. Größe­res Interesse bestand heute für Kunstseidewerte, von denen AKU. etwa 4 und Bemberg 5 Prozent an- «sogen. Am Markte der Elektroaktien ergaben sich bei sehr lebhaften Umsätzen erneut Kursavancen von 2 bis 4 Prozent. Von lokalen Papieren setzten Scheide- anftatt ihre Aufwärtsbewegung um etwa weitere 5 Prozent fort. Am Montanmarkt erhielt sich eben­falls weiter kleine Nachfrage, während Bankaktien kaum verändert lagen. Nur Reichsbahnkanteile, die abermals 3 Prozent fester notierten, zogen weiteres Interesse auf sich. Von Kaliwerten nannte man Salz­detfurth etwa 3 Prozent fester. Bürbach und Win­tershall lagen gleichfalls mehrprozentig höher.

Am Rentenmarkt hatten 8prozentige Gold­pfandbriefe und 4/4prozentige Liquidationspfand­briefe auf weitere Käufe des anlagesuchenden Publi­kums lebhafte Umsätze zu verzeichnen, wobei sich Ge­winne bis zu 2 Prozent einstellten. Von deutschen Anleihen zogen Altbesitz 0,50, Reichsschuldbuchforde- rüngen bis zu 1,25 Prozent an. Kommunal- und In- buftrie-Dbligationen lagen nur wenig verändert. Fremde Werte ohne Geschäft.

Günstige Stimmung in Berlin.

B e r l i n, 8. Jan. (WTB. Funkspruch.) Die gestrige Aussprache zwischen Brüning, G r o e n e r und Hitler gab zwar auch heute noch Stoff für die Unterhaltungen von Bank zu Bank, sie trat aber vor den außenpolitischen Problemen etwas in den Hinter­grund. Man will wohl mit seinem Urteil nicht der für morgen zu erwartenden Entscheidung der NSDAP, vorgreifen. Es sollen von dieser Seite im Zusammenhang mit der Zustimmung zu dem Plan Brünings, eine A m t sverlängerung des Reichspräsidenten herbeizuführen, keine Be­dingungen gestellt werden, sondern es dürften ledig­lich einige Wünsche geäußert werden, deren Er­füllung dann nach Erledigung der Angelegenheit freiftänöe. Außenpolitisch hielt inzwischen die zuversichtliche Stimmung in der Welt an. England setzt sich mehr und mehr für eine End- löfung in Lausanne ein, aber auch in Frank­reich scheint die Beurteilung für Deutschland in den letzten Tagen optimistischer geworden zu sein, denn man fuhrt auch die Festigkeit der deutschen D o l l a r b o n d s an der aeftrigen Neuyorker Börse in der Hauptsache auf französische Käufe Zurück. Diese sensationelle Steigerung der deutschen Auslandwerte ließ seitens der deutschen Kundschaft auch heute weitere Anlagekäufe folgen,

«eld

4,20

58.33

78.44

14,20

16,47

168,71

21,31

77,74

2.48

80,36

81,94

35.48

Handball im Gau Hessen (D. T.)

Meiskerschastsspiel Tg. Friedberg I gegen

Mtv. Gießen I.

Am kommenden Sonntag findet auf dem Sport- plitz am Sch.ffenberger Weg das Rückspiel zwischen bei beiden Gruppenmeistern Turngemeinde Fried beg und Männerturnverein Gießen statt. Da sich tjiir die beiden spielstärksten Mannschaften des Emes gegenüberstehen, dürfte sich ein spannendes 5)itl entwickeln. Die Tg. Friedberg stellt den Haupt- gWner für den Mtv. in den Ausstiegspielen dar. Sie scheint in Anbetracht der Wichtigkeit des Spieles mt ihrer stärksten Mannschaft, die durch verschiedene »Jitter der aufgelösten HandballabteUung des VfB. urftärft ist.

Der Mtv. tritt dem Gegner in folgender Besetzung entgegen: Niedermayer, Seyb, Volkmann; Schor- fopf, Salz, Mager; Rothermel, Schüler, Nehren, Seipp, Stremmel. Die Mannschaft erscheint in dieser Lsstellung stark genug, um einen knappen Sieg heraus,iufpielen. Doch muß die Friedberger Mann f da ft, die sämtliche Derbandsspiete ihrer Gruppe atne Punktverlust beenden konnte, als ernsthafter (frgner angesehen werden. Das Vorspiel konnte der Pto. nach beiderseits guten Leistungen mit 3:2 ge= mnnen. (Näheres in der heutigen Anzeige.)

Zum Spielabbruch in Bottenhorn falt die Spielvereinigung 1 900 Gie­ßen im Anschluß an die Erklärung des Spiel- urd Sportvereins Bottenhorn mit, daß die Spiel- »ncinigung 1900, wie schon im Spielbericht er- vähnt, der Entschließung des Bezirksvorstandes In dieser Angelegenheit nicht vorgreift, wenn aud) der Schiedsrichter dieses Spieles im Gegen- foy zu seiner Aussage nach dem Spiel, der Be- hirde andere Angaben machte. Wer ihn dazu verleitete, wird es zu verantworten haben. Zu der Behauptung, daß Tätlichkeiten überhaupt nicht vorqelommen seien, stellen wir fest, daß der Mittelstürmer 2 a k o b y, Bottenhorn, wegen Rätlichkeit an dem angeblich des Feldes dtrwiesenen Gießener Spielführer H e i l m a n n durch den Schiedsrichter mit Platzverweis bestraft wurde, bevor dieser das Spiel abbrach. Die Feststellung der Namen der tätlich gewesenen Zivilisten soll Sache der Instanzen sein. Den wenigen Gießener Reisebegleitern war dies -aues Wannten Gründen unmöglich.

rkaufs^ der Ausve*3 ,ufen^

3jCßen

Jrlcf

4.22 58,57 78.76 14,26 16,53

169.39 21,39 78,06

2,50

80,66 82,26 35,62

SS?»-?

Berlin, 7. Januar ÄtnetttantfSe Waten.......

Belgilche Noten Idnildie Noten Enftltjcke Noten.........

«ranzösilche Noten........

OollanMldic Noten 3iallentidie Noten Norwegiiche Noien $cutf(h-£eftcneid), i 100 Schilling Rumänische Noien........

Gdiroebiftfie Noten Schweizer Noten Spanische Noten. ....... Unflarilctie Noten ......

Reichsbankdiskoni l o. h.,

7.3anoar

83anuar

Amtliche <*el'

Notierung

Ziric'

Amtliche «eld

Notierung i'rie'

HelltngiorS . Wien

6.044

6.056

6.044

6,056

43,95

50,05

49,95

50.05

Prag . .

12.47

12,49

12,47

12.49

Vudapeü . .

64.93

65,07

63.94 '

64.06

Sofia

3,057

3.063

3,057

3.063

Holland . .

169.08

169.42

168.93

169,27

Cilo

77,42

78.08

78 52

78.68

R-epenhaaen.

78.62

78.78

79,42

79.58

Stockholm

80.52

80.80

80.22

80.38

London

14.24

14,28

14.40

14,44

Buenos Aires

1.048

1,052

1.058

1.062

Neunori

4.209

4.217

4 209

4.217

vruiiel

58.49

58,61

58 44

58.56

Italien. . .

21.38

21,42

21.41

21.45

Paris . . .

16,51

16,55

16.50

16.54

Schweiz

82 12

82.28

82.02

82.18

Spanien

35,61

35.69

35.71

35.79

Danzig

81.97

82.13

81.92

82 08

Japan

1,449

1.451

1,479

1.481

Rio De 3an..

0,245

0.247

0.254

0.256

Iugoilawt«.

7,433

7.447

7.433

7.447

Liiiaüon

12,94

12,96

13.04

13.06