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Nr. 31 Drittes Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhefsen)

Samstag, b. Februar 1952

vermehrten Steuer

Der

für die Reform der Arbeitslosenversicherung

nach

Wirtschaft

Bei

des Gesamtvereins aussprechen und zugleich

irn

bat

Reichsbankdiskoni 7 o. 6

Lombardzinssuh 8

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Zum Heu-

non

Deu11 che C t ä b t c t a g und die übrigen Or­ganisationen der Kommunen tollten sich auch

Bild im Namen des ehemaligen Grosttzerzogs Hesfen mit Namensunterlchrifi überreich

sich laufende Zinoeinnahmen schaffen, zugleich

1 bter ZürsorgepUicht durw Wieder- zuführung von Arbeitslosen zu den Arbeit»- statten vermindern und durch deren erneute Tätig­ten wieder vermehrte Seitragequellcn für sich erschließen An dieser Reform, die durch einen Ausbau der iedt bereite durch die Notverordnung vom 5.Jun 1Q31 gegebenen Möglichleiten zu vollenden wäre, haben auch die Kommunen ein starkes 3nterel|c. da für sie von der Wieder­belebung de» ArbeitSmarkte» nicht nur eine Entlastung in der Sozialfürsorge, sondern auch eine Besserung ihrer F i -

erwarten fein wird

zinsliche Werte etwas freundlicher

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 211.

n a n 8 e n durch r i n g a n g zu

dem hier batgelegten i^ebanlengang nachdruck- llch einletjen, damit möglichst beschleunigt eine Umgestaltung durchgesührt wird, die man viel­leicht in einigen Monaten unter weit ungünstige­ren Bedingungen al» heute doch vornehmen must, weil es auf die Dauer nicht möglich ist. fo ge­waltige Summen wie bei der Arbeitslosenhilfe in der bisherigen volkswirtschaftlich unproduk­tiven Weise zu verwenden. Diese Reform ist ein bedeutfamer Anteil an unlerer gesamten wirt­schaftlichen Neugestaltung, die mit der Preissenkungsaklion. dem Lohn- und Gehalts- abbau und der Ermästtgunst de# ZinSniveau# be­gonnen wurde und die nicht abgeftoppt werden darf durch Hemmungen, die heute noch alS stark angesehen werden, die aber nicht unüberwindlich sind, wenn überall der ernste Wille besteht, da» wirtschaftliche Reformwerk und damit die Sanierung unserer gesamten öf­fentlichen Finanzen zum Nusten aller DolkSteile baldmöglichst zu vollenden

>2 Lollar, 4 Febr Die Gemeinde Lollar . im Jahre 1931 zur Beschäftigung von C r

denz ein. Die Spekulation bekundete starke Zu­rückhaltung im Hinblick auf die innerpolitische Lage und auf die Schwankungen der legten läge an der Neuyarker Börse. Da auch das Publikum dem Markt wieder fast vollkommen fernblieb, nahm die Kulisse eher Glattslellungen vor, so dast die Kurse bei lehr kleinem Geschäft m e > ter etwas ab bröckelten. Die Rückgänge be­trugen jedoch selten mehr als 1 Prozent, und nur die in den letzten lagen starker favorisierten Werte wurden hiervon betroffen, wahrend sonst die Kurse ziemlich gehalten blieben, zumal auch nennenswer­tes Angebot nicht vorlag Größeres Geschäft ent­wickelte sich lediglich für Reichsbahnvorzugsaktien, die auf gestriger Basis gesucht waren

Der R e n t e n m a r f t lag bei kleinem Umsatz ebenfalls sehr ruhig und ohne besondere Berande rungen. Einiges Interesse erhielt sich für Reichs scknildbuchsorderungen und für Liquidations-Pfand­briefe, von denen besonders Frankfurter Hypo­thekenbank Liqui. gefragt waren Bon fremden Werten lagen Anatolier erneut fest und % Prozent höher

Im Nachmittagsfreiverkehr war die Stimmung sowohl für Aktien, als auch für festver-

wirtschaftlich notwendiger Arbeiten aulgewandt, so wäre dem Arbeitsmarkt eine lehr bebeutfamc Entlastung und der getarnten DolkSwirtlchaft eine starke Förderung zuteil geworden. Denn mit vieler Milliarde hätte man eine lehr groste Menge Mentchen wieder zur Arbeit bringen, he wirtschaltlich und steuerlich leistungsfähig machen können, und austerdem hätte die Reichs- anstatt für ArbeitSlofenverficherung felbft in­fofern wieder Nutzen auS der veränderten Sach­lage gezogen, dast alle auf diesem Wege in die Produktion erneut eingeführten Arbeits­kräfte wieder Beitragszahlungen an die Arbeit# - lofenverficherung zu leisten gehabt hätten WaS bisher nach diefer Richtung h,n verfäumt wurde, tollte nun unter dem Drucke der steigenden Finanznot möglichst rafch nachgeholt werden Bor einigen Tagen wurde berichtet, dast man in Württemberg den Bau de» Neckar-Kanals als volkSwirtfchafthch notwendige DerbindungSftraste dringend wünsche. Zur Finanzierung diese-- Pro­jekte- wurde die Aufnahme einer Anleihe von 100 Millionen Mark beim Völkerbund al# log Völkerbund»- Anleihe empfohlen. Wir muffen sagen, dast wir für diefen Finanzierungsvorschlag gar kein Verständnis hoben Ganz abgesehen davon, dast der Völkerbund jetzt felbft in Finanz- fchwierigkeiten steckt und deshalb den Bau feine# Palastes ftillcgen muhte, ist nicht zu verstehen, warum man sich wiederum mit 100 Millionen Mark dem Ausland tributpflichtig machen will, während die Möglichkeit der Finanzierung einet volkswirtschaftlich so bedeutsamen Projekte# wie de# Neckar-Kanal# durch die Geldmittel der Arbeitslosenversicherung innerhalb unserer Lan­desgrenzen gegeben ist. Dabei könnte die Ar­beitslosenversicherung. wenn sie einen Teil der von ihr bercitgcftellten Gelder für solche Bauten al# langfristige Anleihen geben würde,

tigen Telephonverkehr wieder Realisations­neigung, zumal aus der Politik und der Wirt­schaft keinerlei Anregungen Vorlagen. Die Ausland- borscn meldeten eher schwächere Kurse, und nur die deutschen Werte in Amsterdam waren zum Teil noch etwas fester. Da aber das Disagio zwischen den Auslandkursen und der hiesigen Bewertung 20 Prozent betragt, ist ein direkter Einfluß auf die Tendenz in Deutschland gehandelter Werte dersel- ben Gesellschaft nicht unbedingt notwendig. Es herrschte im allgemeinen weiter ziemliche Un­sicherheit. Es bestand Überhaupt nur für ganz wenige Papiere Intereste, und das in Publikums keifen zweifelsohne noch vorhandene Anlagebe- durlnis hielt sich offenbar heute starker zuruck. Man diskutierte weiter die englischen Zollmastnah- men, die bei der Besprechung des Finanzetats in Preußen auftretenden Schwierigkeiten, die Rätsel um die Wagemann Reformpläne und die Frage der Bankensanierung. Letztere ist de- kanntlich durch die Reise des Kanzlers nach Genf etwas zurückgestellt, man glaubt aber, dast hierdurch auch gleich andere Absichten verwirklicht werden könnten, die sich auf das Verhältnis der Banken zur Börse erstrecken. Angeblich soll auch in Deutschland nach amerikanischem Vorbild an eine Teilung der Banken in Depositen- und Essektenbanken, ober wie man es sonst nennen will, gedacht fein Tatsache ist jedenfalls, dast die Kurse saft aller Werte heute abgeschwächt lagen.

Ein schlechter ReichSbahn-AuSweiS.

Berlin, 5. Febr (WDB ) Der Güterver­kehr der Deutschen Reichsbahn erreichte im Dezember 1931 einen bisher nicht gekann­ten Tiefstand. Der Wettbewerb des Last­kraftwagen# machte fich im Fernverkehr in dem bisherigen Umfange fühlbar Der verstärkte Wett­bewerb der englifchen Kohle wirkte fich in einer Abnahme des Brennst off verfandeS nach der Schwei z und nach Italien aus. Der Personen­verkehr erreichte durch die bekannten tarifa» rischen Erleichterungen zum WeihnachtSfest einen beachtlichen Umfang Die Einnahmen be­trugen inSgefamt 263.6 (November 290.1) Mill. Mark Die Einnahmen au# dem Perfonen» und Gepackverkehr blieben im Dezember 1931 gegen­über 1930 um rund 16 v. H zurück. Der Güter­verkehr hak im Dezember 1931 stärker al» bisher nachgegeben, und zwar gegenüber 1930 u m 2 9,2 v Sy Rach den vorläufigen Ab- fchlustzahlen ergibt fich bei den Gesamteinnahmen gegenüber 1930 ein Rückgang von 7 2 7,7 Mi11. Mark

Oie Spareinlagen am Jahreswechsel.

Berlin, f Febr (WTB.) Die Sparein­lagen bei sämtlichen deutschen Sparkassen be­trugen Ende Dezember 9722,23 Mill Mk.. gegen­über 9744.64 Mill. Mk. im November vorigen Zähre# Der BerichtSmonat weift mithin eine Abnahme um 22,44 Mill Mk.. gegenüber einer Abnahme um 191,55 Mill Mk im November auf. 3m einzelnen betrugen die Einzahlungen 594.02 ( 308,72). davon au# Aufwertung 9.01 (1.99) und au« ZinSgutfchristen 165,04 (3,07) Mill. Mk. Die Auszahlungen stellten fich auf 616,43 (572.27 > Mill AN. Die Depofiken-. Giro- und Kontokorrent Einlagen betrugen Ende Dezember 1204.0 (1218.91 Mill. MI

Holzversteigerungs - Termine.

Montag, 8. Februar.

Hessischer- Forstamt Schiffenberg: Zusammenkunst imDeutschen f)aus zu Klein-Linden, 10 Uhr

Hessisches Forstamt Gießen: Zusammenkunft in der Willfchen Wirtschaft zu Ircis a. d. Lumda, 9.30 Uhr

Bürgermeisterei Nieder-Weisel: Versteigerung im Gemeindewald. Zusammenkunst auf der Straste ButzbachHochweisel (an der Waldecke), 10 Uhr.

Hessisches Forstamt Grünberg: Zusammenkunft bei Gastwirt Schmitt, Wwe., zu Saasen, 9.15 Uhr.

werbslosen zwei neue Strasten, Ebert- und Dergstraste, in eigener Regie ausbauen, die Lumda­user auf etwa 300 Meter befestigen, Graben, Feld- und Waldwege in Ordnung bringen lassen. Wie der Bürgermeister nunmehr in der jungften Gemeinde ratssitzung bekanntgab, erforderten diese Arbeiten einen Aufwand an Arbeitslohn für die Zeit vorn 15 3uni bis 24. Dezember 1931 von 22 586,70 Marl Für Materialbeschaffung, Fuhrlöhne wurden 11910,66 Mark verausgabt Zum Schutze des heimischen Gewerbes und der Geschäftswelt beschlost der Gemeinderat, für Wanderlager den 100- prozentigen Zuschlag zum korisniastigen Satz zu erheben. Die Mieten sollen rückwir­kend ab 1. Januar 1932 bei Neubauten um 15, bei Altwohnungen um 10 Prozent gesenkt werden

Grasten-Buseck, 4 Febr In der jüngsten Versammlung der Freiwilligen Feuer­wehr Grasten Buseck teilte der erste Som Mandant, Beigeordneter und Maurermeister W .n a r b a d), zunächst mit, dast der Feuerwehr (Bro stcn-Bus.ck der Herbstverbondstag für 1 9 3 2 übertragen wurde Diese Versammlung werde in den lagen vom 9. bis 11 Juli mit dem 25. Iu bilaum der Freiwilligen Feuerwehr verbunden Von den Gründern gehören der Wehr zur Zeit noch 17 Kameraden aktiv an. Ihnen sollen demnächst durch den Kreisfeuerwehr-Inspeklor Dickor# (Gie sten) die entsprechenden Auszeichnungen des hes fischen Innenministeriums überreicht werden. Bei der Generalversammlung der Wehr wurde der seit- herige zweite Kommandant Harbach zum ersten Kommandanten bestimmt. Der übrige Vorstand wurde einstimmig wiedergewahlt. Die Rechnungs­ablage wies, dank verschiedener Zuwendungen der Gemeinde, einen günstigen Stand der Raffe aus. Die Vereinstätigkeit war im verflossenen Jahre sehr reg.

Lich. 4. Febr. Der Rothschc Männer- ch o r hielt seine diesjährige lehr gut besuchte Generalversammlung im ..Holländischen Hol" ab Der Vorsitzende, Jak Schmidt, gedachte in seiner BegrüstungSansprache auch der im ver­flossenen 3ahre verstorbenen Mitglieder, deren Ehrung in üblicher Weise stattfand. Da» ver- flofknc Jahr stand im Zeichen der 40jährigen Jubiläumsfeier Das brachte der vom Zestfchrift- führer K. Kuhn verfastte Festbericht in Er­innerung. Ein Rückblick auf das verflossene Jahr berechtigt zu der Feststellung, dast der Verein in gefänglicher und mufikalifcher Hinsicht einen er­heblichen Aufschwung genommen hat Diesen ver­dankt der Verein feinem Ehormeister Lehrer Karl Stein- Lich Die von dem Rechner Robert 3 e n f d> ausgestellte Rechnung sand nach Prü­fung die Genehmigung der Generalversammlung Bei der Vorstand-Wahl wurde da# Ehren- und seitherige Vorstandsmitglied August Weber- Lich zum Ehrenvorstandsmitglied ernannt. Die ausfcheidenden Vorstandsmitglieder wurden wie­dergewählt. Austerdem wurden durch Erwei­terung deS Vorstände# die beiden Mitglieder Karl A l b a ch und Herrn L e m m e r neugewählt. Der Mitgliederbeitrag wurde von 50 auf 40 Pf pro Monat herabgefetzt Trotz der Vorarbeiten »ut Jubelfeier waren die Singstunden gut be-

Oberheffen.

Landkreis Wicken.

. Alten-Buseck, 4 Febr. Dieser Tage fand in der Wirtschaft von Wilhelm Ruhl die dies­jährige Generalversammlung des K r i e g c r u n d Schüftenvereins statt Der Vorsitzende Hein­rich Freund II. begrustte die Mitglieder und teilte mit, dast der Verein im Vereinsjahr 1931 zwei Mit glieber durch Tod verloren hat. Die Verstorbenen wurden in üblicher Weise geehrt Sodann verlas der Rechner den Rechenschaftsbericht. Danach sind die Vermögensverhaltnisse des Vereins als recht gut zu bezeichnen Dem Rechner wurde Entlastung erteilt Dem seitherigen Vorstand wurde das Der trauen des Vereins ausgesprochen und die Mu glieber durch Zuruf neu gewählt. Für das freiwillig aus dem Verein ausgeschiedene Vorstandsmitglied Karl W cimer, der die Belange der Schutzenah- teilung innerhalb des Gesamtvereins vertrat, wurde Karl schöfer in derselben Eigenschaft einstimmig in den Vorstand gewählt. Das älteste Vereinsmit glieb, Johannes Schwarz aus Trohe, feierte gestern seinen 8 5. Geburtstag. Der Verein liest durch den Vorsitzenden die besten Glückwunsche

Eine Betestigung in den gestrigen Nachmittag» liunben führte man auf Deckungen der Tagenspeku lation zurück aber gegen die niedrigeren Kurse von geltem mittag lagen die meisten Werte noch 1 bu- 2 Prozent gedruckt Die einzige Ausnahme bildeten Ehade Attien. die aegen gestern mittag etwa 5 Mk gewannen Svenska waren dagegen im gleichen Ausmaste avgeichwacht Von den übrigen Maikien ist nichts besonderes zu berichten Bankaktien lagen auf verändertem Niveau vernachlässigt Auch in fest verzinslichen Werten war das Geschäft recht flau selbst in den Werten, die in den letzten Tagen etwas bevorzugt waren, zeigte sich eher Realisation» neigung Rur Deutsche Anleihen und Reichsbahn Vorzugsaktien waren relativ behauptet cptclplnn Per iyrantfurtcr Thraker.

Frankfurter Schauspielhaus Sonn tag, 7 Februar. 11 UhrDer Multurroert bet- Theaters in harter Zeit 15 bi» nach 1*- UhrDer Hauptmann von Köpenick". 20 bis 23 UhrJini und Jill' Montag, N. Februar, 19 bis 23 Uhr * Wallenstein Dienstag, 9. Februar, 19.30 bis gegen 22 Uhr.Alt Frankfurt" 22 30 Uhr:Die et'ottoogcr Mittwoch, 10 Februar, 19.30 bi- 23 Uhr:Die Unüberwindlichen - Donnerstag. 11 Februar. 16 bis 17.30 UhrLiebelei". 19 bi» nach 23 UhrWallenstein" Freitag, 12 Fe bruar, 20 bis 23 UhrJim und Jill" Sam» tag, 13 Februar, l'< bis nach 23 UhrWallen stein" Sonntag, 14 Februar, 16 bis gegen 1830 UhrAlt Frankfurt". 20 bis 23 UhrJim und Jill".

Frankfurter Opern haus Sonntag. 7. Februar, 15 bis 18 UhrIm meisten Rostl 20 bi» 23 UhrIm meisten Rösti". Montag.

8. Februar, 20 bi» 23 UhrIrn meisten Rostl". Dienstag, 9 Februar, 19.30 bi» 22.30 UhrDei Zigeunerbaron". Mittwoch, 10. Februar, 20 bis 23 Uhr:Im meisten Rostl" Donnerstag, 11 Fe bruar, 20 bis nach 22 30 UhrMacbeth" Frei tag, 12. Februar, 20 bis 23 Uhr3m weihen Rösti" Samstag, 13. Februar. 20 bis gegen 22.30 Uhr:Tosco" Sonntag, 14. Februar, 15.30 bi» 18.15 UhrUndine". 20 bis 23 UhrIm weihen Rostl".

Berlin unsicher.

Berlin, 6. Febr. (WTB Funkspruch.) Wochenschluh zeigte die Spekulation im

VoIksbank Giesten e G. m. b.H. Die dem Verband der hessischen landwirtschaftlichen Ge­nossenschaften angeschlossene Kreditgenossenschaft hielt am Mittwoch in Giesten ihre diesjährige Gene­ralversammlung ab, die von icher 200 Mitgliedern besucht war. Rach dem Geschäftsbericht für 1931 hat sich die Zahl der Genossen von 450 auf 475 ei bäht. Der Umsatz betrug 27 Millionen Mark, die Bilanzsumme 828 481 Mark. Trotz der Geld­krise haben sich die Einlagen um 30 000 Mark er­höbt und die Bankverpflichtungen vermindert. Noch erhöhten Abschreibungen auf Effekten, Bankgebäude und Inventar verblieb ein Reingewinn von 14 274 Mark, der zu Ueberroeifungen an die Reserven und einer 8prozcntigen Dividende verwendet wird. Für etwaige Risiken in den Austenständen ift eine Kon tokorrentreserve vorhanden. Die offenen Reserven betragen jetzt 24 000 Mark, die Geschäftsguthaben der Äcnoffen 128 000 Mark, d,e Gesamtbaftfumme 336 000 Mark. Oberst a. D. Kock von Giesten und Landwirt Zimmermann von Lützellinden wur­den in den Aufsichtsrat gewählt.

Vereinigte Elektrizitätswerke Westfalen AG.. Dortmund Die Strom- abgabc der Gesellschaft stellte sich im abgclaufenen Jahr auf rund 450 Millionen Kilowattstunden; da# bedeutet gegenüber dem Vorjahr einen Rück­gang des Absatzes um 7.43 D. Sy Die'es Ergebnis rann im Vergleich mit dem durchschnittlich höheren Rückgang anderer Stromerzeugungsgefellfchaften als relativ befriedigend bezeichnet werden, zumal auch auf der älnkostenfeite Einsparungen vorge- nommen werden konnten. Wie WTD-HandelS- dicnft hört, sind über das vorausfichtliche finan­zielle Ergebnis Angaben nodj nicht zu machen Die Bilanz werde kaum vor April oder Mai fcrttggeftellt sein.

Sronffurt schwankend.

Frankfurt o. M., 5. Febr. Nachdem in der gestrigen Schlustftunde des Freioerkehrs plötzlich eine recht schwache Tendenz zum Durchbruch kam, setzte der heutige Schasteroerkehr in ruhiger Ten-

DieAinanzsorgen der Kommunen.

Es ift kein Geheimnis der Kommunalverwal­tungen. dast die städtischen Haushalte für da# Rechnungsjahr 19 31 32. da# am 31. 2HärA zu Ende gebt, mit einem erheb­lichen Fehlbetrag abfchliesten werden.Selbst solche Städte, wie z. B G i c st c n. die das Rech­nungsjahr 1930 31 noch mit dem Ausgleich zwi­schen Einnahmen und Ausgaben beenden konnten, sehen sich jetzt einer Finairzlage gegenüber, die wenig erfreulich, vielfach sogar katastrophal ist DaS Derwaltungstahr der Reichs-, Staat#- und Kommunal-NotverordnungSdiktatur hat zwar wobei erfreulicherweifc Giesten nicht mit in Be­tracht kommt mit mancherlei Sünden einer hemmungslolen AuSgabenwirtfchaft zur Befriedi­gung aller möglichen Sonderwüntche Schiust ge­macht. aber doch nicht verhindern können, dast die öffentlichen Kaffen immer leerer geworden find. Die Urfachen diefes kommunalwirtfchaftlichen KrebSaanges find einerfcit# die rapide angewach- fenen Ausgaben für die WehlfahrtSerwerbSlofen und für den kommunalen Anteil an der Krifen- türforge, anderseits die stark gefchwächte Steuer­kraft breiter BcvblkerungSfchichten mit steigenden Ausfällen auf dem ganzen Steuergebiet Infolge- bellen find bei ben ©cmeinben bic ReichSfSeuer- antcile um ein Viertel bi# ein Drittel und zum Teil noch mehr der zu Beginn des Haushall s- jähre# veranschlagten Summen zuräckgegangen. während die Wohlfahrtslaften etwa im gleichen Verhältnis gestiegen find. Die von der ReichS- rcgicrung mit der log Relchshilfe erzwungene Erhöhung d<H Bürgersteuer auf mindesten# 300 Prozent de# LandeSfatzeS. die Verdoppelung der Biersteuer und die welentliche Erhöhung der Gemeinde-Getränkefteuer (in Giesten auf 10 Pro­zent des KleinverkaufSpreifeS) vermochten nicht einen Ausgleich für die kommunalen Mehraus­gaben bet der DvhlfahrtSerwerbSlofenfürforge zu fchaffen. da trotz diefer vermehrten Kommunal- Neuern Einnahmeausfälle durch steigende 2r- werbSlofigkeit und wachsenden Rückgang im Bier-

unb Getränkelonfiim entstanden, während gleich­zeitig die Wohlfahrlssürforgelast immer mehr an- wuchs Für die Stadt Giesten. die den Haushalt 1931 32 trotz Anspannung aller Kräste mit einem ungedeckten Fehlbetrag von rund 304 000 Mark begann, für bat Schiust des Jahres ein Defizit von rund 500 000 Mark wohl nicht zu hoch veranschlagt fein.

Wie die kommunalwirtschaftlichen Verhält- ntffe zur Zeit liegen und fich voraussichtlich in ben nächsten Monaten gestalten werden, ist es not. wendig, baldmöglichst eine gründliche fi­nanzielle Feldbereinigung vorzuneh. nun. Zu dem Fehlbetrag be» lausen­den Rechnungsjahre# kann sich unmöglich ein weitere# Defizit schon zu Beginn der lommenden HouShaltsperiode hinzugesellen. weil fonft die ganze fommuiiak Finanzwirtfchaft in eine bei Hofe Position geraten würde. Dast weder im Reiche, noch in den Ländern und Gemeinden an neue Steuern gedacht werden kann, >st selbst, verständlich, da die bisherige Gesamlsteuerlast schon so gewaltig geworden ist. dast einfach nicht# mehr herausgeprestt werben kann, im Gegenteil eine Steuererleichterung nur förderlich für die Be- mÜbungen zur DirlfchaftSbelebung wäre Per Leitgedanke einer grundlegenden Finanzreform must fein, nun endlich die kommunalen Fi. nanzen als Fundament c<*r staatlichen IeNen- bildung gründlich zu f a n i e r c n und da. bei gleichzeitig eine Entlastung de# Steuerzahler# anzustreben Dinen praltifchen Weg zur Errei­chung diele# Zieles hat der Deutsche Städtetag mit seinem Vorschlag, die gesamte Erwerb#- l osenfürsorge organisatorisch in einer Hand zusammenzufasfen und die Kosten zu 50 Prozent auf da# Reich und zu je 25 Prozent auf die Cänbcr und Gemeinden um- .zulegen, gemacht. Diese# Projekt bringt zwar noch keine Entlastung der Steuerzahler, aber eS hat ben Vorteil für sich, dast die kommunalen Fi­nanzen durch die bisher noch fehlende Inan, spritchnahme der Länder für die Zwecke der Er. werbSlosensürforge und durch die stärkere Heran- ziehung der Reichsfinanzen entlastet werden. Zur viele Städte, darunter auch für Giesten. würde die Verwirklichung diese# Projekte# die Sanierung de# kommunalen Haushalts bedeuten, da die gegenwärtige Defizitwirtfchast in diefen Kommu. neu nur von der übermäßigen Belastung durch bic WoblfahrtSerwerbSlosenfürforge herrührt. Denn nach den Vorfchlägen de# Deutfchen Städte, tage# verfahren wird, ist im Anschluß an bic Minderung der kommunalen DohlfahrlöauSgaben wohl eine Wiederbelebung der heimischen Wirt­schaft durch verstärkte# Auftreten der Gemeinde al# Auftraggeber zu er­warten. die Wiedereinfchallung zahlreicher Ge­werbebetriebe und Arbeiter in den Produktion#, prozest wird deren SteuerleiftungSfähigkeit ver. stärken und dadurch den kommunalen Finanzen eine Besserung verschaffen, die fich 'chliestlich wieder zum Vorteil her Steuerzahler selbst auswirken wird. Der Hessische S t ä b t c t a g und bet Deutsche Ctäbtctag sollten angesichts der besorgniserregenden Aus- fichten für die Weiterentwicklung bet kommunalen Finanzen ungefaumt unb mit aller Kraft bei den mastgebenden Stellen be# Reiche# ans die Der. wirklichung de# Reformvorfchlages des Deutfchen Städtetages bringen.

AIS zweiter Weg einer verheistungsvollen Finanzreform unb Wirtfchaftsbelebung ift bic in unseren Spalten schon mehrfach angeregte produktive Verwendung der Gelo- mittcldcrArbcitslosenverfichcrung anzusehen. Nach einer Mitteilung be# Präsi­denten Dr. Svrup von der ReichSanstalt für Arbeitslosenversicherung find im Jahre 1931 von der ReichSanstalt. dem Reiche unb ben Gemeinden 2973 Millionen Mark für die Arbeitslosenhilfe aufgewandt worden. Die ReichSanstalt trug dazu 1436 Millionen Mark, das Reich 801 Millionen Mark und die Gemeinden 736 Millionen Mark bei. Man wird natürlich, schon um die freie Wirtschaft nicht schwer zu schädigen, nicht von heute auf morgen die ganze Finanzkraft der Arbeitslosenhilfe der Reichsanftalt. be# Reiche# und der Gemeinden grundstürzend umstellen kön­nen. aber es sollte doch nicht unmöglich sein, wenigstens ein Viertel ober ein Drittel der gewaltigen Geldsumme für pro­duktives Wirken bei der Schaffung von volks­wirtschaftlich notwendigen Arbei­ten zu verwenden. Hätte man z. D. von den rund 3 Milliarden Mark des VoriahreS nur 1 Milliarde Mark für bic Finanzierung voll#-

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6. Februar

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Banknoten.

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4.20

4.22

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58,51

58,75

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79.94

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14,48

14.54

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16.52

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169.16

169.84

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21.82

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Kumantldie Noten........

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81.66

G*roelie: Noten. . .......

81.89

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33.07

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