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Nr. 5 viertes Blatt

Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheften)

Bicns'ag, 5. Januar 1952

Wirtschaft.

Dor dem Abschluß der Zinsberatungen

Berlin, 5.3an. (CAD. Eig. Meld.) Wie wir erfahren, haben die Verhandlungen zwischen den Spihenverbänden 1)er Geldinstitute und dem Dan- kenkommissar über die neuen Zinssätze zu einer Einigung in den Hauptfragen geführt; nur noch einige Teilsragen müssen ge­regelt werden. Es ist ein Rahmenvertrag für die Behandlung sowohl der Haben-, als auch der Sollzinsen und der Provisionen ausgestellt worden, der den einzelnen Verbänden des Geldgewerbes zuaeleitet worden ist. Unmittelbar nad) der Ge­nehmigung dieses Rahmenvertrags durch die Ver­bände wird der vorgesehene zentrale Kreditaus- schust zum ersten Male zusammentreten, um dann über dir Höhe der Sähe im einzelnen zu beschlie­ßen. QMt der Veröffentlichung des Zinssenkangs- Vertrags ist Ende der Woche zu rechnen.

Sronffurf: erst fest, dann unsicher.

Frankfurt a. M., 4. Jan. «Der telephonische Effektenfreiverkehr eröffnete die neue Woche trotz der recht matten Reuyorker Börse und der unge­klärten innen- und außenpolitischen Situation in erneut be f^e st igter Tendenz. Es sollen ver­schiedentlich kleine Kauforders vorgelegen haben, so daß gegen das bereits erhöhte Kursniveau vom Samstag abermals Kursbesserungen von etwa 1 bis 2 Prozent zu verzeichnen waren. Am Aktienmarkt machte sich besonoers nach IG.« Farben, Reichsbank und Siemens Rachfrage be­merkbar, während in Rebenwerten kein nennens­wertes Geschäft fcstzustcllen war. Gegen Mittag wurde die Stimmung wieder unsicher, ohne daß ein störendes Moment vorgelegen hätte. Die Mehrzahl der Kurse gaben ihre Gewinne wieder her. besonders Reichsbank waren mit minus | 3 Prozent stärker offeriert.

Am Rentcnmarkt fanden weitere Käufe für An agezwecke statt, doch wandte sich nur den gangbaren Werten mehr Interesse zu, in denen sich bereits Materialmangel bemerkbar machte. Die Tendenz war recht fest, und für 8prozentige Goldpfandbriefe ergaben sich 1 2prozentige Kurs­erhöhungen. Auch Liquidationspfandbriefe setzten ihre Aujwärtsbewegung um zirka 1 Prozent fort. Von deutschen Anleihen entwickelte sich für Alt- besitz lebhaftes. Geschäft bei einer Besserung von 2 Prozent. Reichsschuldbuchforderungen zogen gleichfalls etwas an. Kommunale Werte lagen still, während von Industrie-Obligationen 7pro- zentige Stahlverein und Mainkraft bei höheren Kursen gesucht waren.

Am Geldmarkt war die Tendenz leicht; Ta­gesgeld stellte sich auf 6,5 Prozent.

Berlin erholt.

B e r l i n , 5. Jan. (WTB. Funkspruch.) Aus Grund der inner- und außcnpolitifcheß Unsicherheit herrschte zu Beginn des heutigen Freiverkehrs ft ä r k e r e Zurückhaltung. Man befürchtete wohl auch, daß der wieder schwache Verlauf der gestrigen Neu- liorker Börse und die Vorgänge in Indien Ab­gabeneigung auslösen könnten, zumal markttechnisch die Situation als ziemlich ausgeglichen angesehen wurde.

Die Spekulation war nach den Deckungen zum Jahresultimo f a st glatt, und die Umsatztätigkeit in den letzten Tagen, die an und für sich nicht sehr groß war, beruhte in der Hauptsache wohl aus An­lagekäufen. Nachdem sich die Nachrichten über Un­ruhen in den deutschen Jndustriebezirken als über­trieben hcrausgestellt hatten, war in den gestrigen Abendstunden eine Erholung eingetreten, die heute eher noch Fortschritte machen konnte. Eine Anregung ging hierbei von einem Gerücht aus. daß es gelungen sei, bei den Berliner Still- halteverhandlungcn eine provisorische Lö­sung o o r l ä u s i g für ein Jahr zu finden. Zu­verlässiges war hierüber aber nicht zu erfahren.

Wieder machte sich für Spezialitäten Interesse be­merkbar. und zwar standen heute Charlottenburger Wasser und Schiffahrtsaktien im Vordergründe. Bankaktien waren unverändert, Berliner Handels- gesellschaft neigte sogar eher zur Schwäche. Von Kaliwerten konnten sich Bürbach mehrprozeniig bessern. Kunstseidenwerte behaupteten ihren letzten Stand.'für Montan und Elektropapiere bestand zu 1 v. Sy höheren Kursen Interesse, und auch Farven gingen 1 v. Sy höher um. Von Nebenwertcn sanden AG. für Verkehrswesen, Schultheis. Deutsche Erdöl und Rütgerswerke einige Beachtung. Im Laufe des Vormittags tritt gegen ..e Anfangskurse wieder eine leichte Abschwächung ein.

Am A n l a g e m a r f t blieb die Tendenz allge­mein r e ch t z u v c r s i ch t l i ch. Koldpsandbriefc und Landschaften zogen erneut um 0,5 bis 1 v. Sy an. Erwähnenswert ist, daß die tzprozentigen Pfandbriefe gegenüber den 7prozentigcn Kursdifferenzen bis zu 4 v. Sy aufweisen können, was man darauf zurück führt, daß nach 1933 ja immer noch die Möglichkeit bestehe, daß der durch die Notverordnung aufgeho­bene Urzustand wiederhergestell^werden könne. Auch Reichsschuldbuchforderungen und Altbesitzanleihe blie­ben gefragt.

* Konkurse und Vergleichsverfah­ren im Dezember. Rach Mitteilung des Statistischen Reichsamts wurden im Dezember 1931 durch den Reichsanzeiger 1178 Konkurse ohne die wegen Massemangels abgelehnten An­träge auf Konkurseröffnung und 864 eröffnete Vergleichsverfahren bekanntgegeben. Die entspre­chenden Zahlen für Rovember stellten sich auf 1215 bzw. 935.

* FrankschcCisenwerkeAG. Adolfs- Hütte bei Dillenburg. Zum Zwecke der Betriebskonzcntration sind bei der Frankschen Eisenwerke AG. seit einigen Monaten Maßnah­men im Gange, die eine Zusammenfassung ihrer Handclsgußerzeugnisse an einer Stelle, nämlich

auf dem Hauptwerk Adolfshütte bei Dillenburg, zum Ziele haben. Demzufolge soll in einigen Tagen die Gußwarenerzeugung auf dem Werk Rievernerhütte bei Bad Ems bis auf weiteres eingestellt werden. Die Verwaltung verspricht sich hiervon neben Vorteilen für den Vertrieb eine Senkung der Verwaltungs- und Betriebskosten.

* Kündigungen bei den Adlerwer­ken. Frankfurt a. M. Mit Wirkung zum 1. Juli 1932 haben 140 Angestellte der Adlerwerke Dorrn. Heinrich Kleyer AG., Frankfurt a. M., die

Gießener MnternotWe 1931/32

Helft den Mei Wen! Zede Gabe ist willkommen!

Sachspenden an das Städt. Wohlfahrtsamt Gartensiraße 2, Zimmer 9, erbeten; auf Wunsch erfolgt Abholung. Telephon 2855 Geldspenden nehmen auch die Sanken und Sparkassen entgegen; ferner sind (Einzahlungen auf das Winternothilfe.Konto Nr. 3372 bei der Äezirkssparlasse Gießen möglich.

Kündigung erhalten. Es steht jedoch noch keines­wegs fest, ob die Leute tatsächlich zur Entlassung kommen, es handelt sich vielmehr um eine vor­sorgliche Maßnahme, da sich die Verwaltung für den Fall einer weiteren Verschlechterung der all­gemeinen Wirtschaftslage freie Hand sichern will.

Oevifenmarkl Berlin Frankfurt a. 2H

Banknoten.

4. Januar

5. Januar

Amtliche Notierung Ocio | Ariel

Amtliche Notierung

Seid »riet

6el|ing|ot» . Wien

Brog . .

Budapest . . Sofia . . Holland . . Calo . .

fiopenbagee. Gtodbolm London Buenos Aires Neunork Brülle, gialirn . . Paris . . Gdiivel$ . . Spanien . . Danzig . . Japan Niv ve Jan., nufloflarotee. Öiilabon

6.044 49,95 12,47 64,93

3,057

168,98 77,62 78,42 79,37

14,18

1,048 4,209

58.49 21,28 16,51

82,12 35,71

82,07 1,449 0,251

7,423 12.94

6,056 50,05 12,49 65,07

3.063

169,32 77,78 78,58 79,53 14,22 1,052 4,217 58,61

21,32 16,55

82,28 35.79

82.23 1,451 0,253

7,407 12,96

6,044 49,95

12,47 64,93

3,057

169,13

77.52

78,32 80,17

14,16

1,048 4,209

58,54

21,33 16,52

82,12

35,76

82,02 1,449 0,251

7,433

12,89

6,056 50,05 12,49 65.07 3,063

169,47

77,78 78,48 80,33 14,20 1,052 4,217 58,66 21,37 16,56 82,28 35,84

82,18 1,451 0,253 7,447

12,91

Berlin, 4. Januar

Gew

Zrief

.'inieri'anilchc Noten ......

4,20

4,22

Bclgiiche Noten .......

58,33

58,58

Dänische Noten ......

78,24

78.56

Englijche Noten .......

14,14

14,20

t'rtanjöfildie Noten ....

16.47

16,53 .

Holländiiche Noten .......

168,61

169,29

jlalicniidie Noicn .......

21,21

21 .29

Norwegische Noien .......

77,44

77,76

Deuifch-Cesterreich, * 100 Schilling

Rumäniiche Noten .......

2.48

2.50

Schwedifche Noten........

79,19

79,51

Schweizer Noten. ........

81.94

82,26

Spanische Noten. ........

35.58

35,72

Ungarische Noten . . ...

Reichsbankdiskont 7 o. h.,

Lornbardzinsfuß 8 v. h

Oie gestrigen Devisenmärkte.

Berlin, 4. Jan. (WTB.) An den internatio­nalen Devisenmärkten waren heute vor­mittag das englische Pfund, die Reichsmark und der Dollar angeboten und schwächer. Bei dem englischen Pfund wirkten vor allem die Ereignisse in Britisch-Jndien verstimmend, gegen den Dollar ging es auf 3,3750 zurück, nachdem es am Samstag noch mit 3,4050 geschlossen hatte. Gegen Den Gulden schwächte es sich auf 8,4050, gegen Paris auf 85,90, gegen Zürich auf 17,28 und gegen die Reichsmark auf 14,2250 ab. Der Dollar gab ziemlich stark nach (in Amsterdam 249,39, in Zürich 512,39 und in Paris auf 25,48), da die neuen Bankschwierigkeiten in den Ver­einigten Staaten beunruhigend wirkten. Bei der Reichsmark verstimmte die anhaltende Unge­wißheit über die Regelung der Schuldenfrage, sie ging in Amsterdam auf 59,10 zurück und in Zürich, auf 121,30, nachdem sie heute morgen noch mit 121,65 eingesetzt hatte. Der französische Fran­ken, Zürich und Amsterdam waren gut behaup­tet, die Rorddevifen tendierten leichter, ebenfalls die Südamerikaner.

Die führenden Devisen gaben auch am Rach­mittag weiter nach. Das englische Pfund schwächte sich bis auf 3,37 gegen den Dollar ab, erholte sich dann aber wieder auf 3,3775, gegen den Gulden notierte es 8,3925, gegen Paris 86,06, gegen Zürich 17,2650 und gegen die Reichsmark 14,2350. Der Dollar lag ebenfalls ausgespro- chen schwach, vor allem ging er in Amsterdam zurück und stellte sich mit 248,80 fast 70 Cents un­ter Samstag. Termin-Pfunde und Termin-Dol­lar waren in Amsterdam besonders rückgängig. Die Reichsmark ging in Amsterdam auf 58,9250, in Reuyork stellte sie sich auf 23.75 nach 23.69. Von den Rord-Devisen lag Kopenhagen und Oslo schwächer, Stockholm dagegen fester.

Letzte Nachrichten.

Verlängerung des Stillhalteabkommens um ein Jahr.

B c r I i n , 5. 3an. (WTB. vrahlmeldung.) wie in politischen Kreisen verlautet, konzentrierten sich die Verhandlungen der ausländischen und deutschen Bankoertreter über die Stillhaltefragen da­hin, das bisherige Abkommen mit gewissen Verbesserungen um mindesten» ein Jahr zu verlängern.

Kohlenverbilligung für die hilfsbedürftige Bevölkerung.

Berlin, 5. Ion. (WTB. Funkspruch.) Im Rah­men der Winterhilfe hat die R e i ch s r e g ie - r u n g weitere Mittet zur Verfügung gestellt, um für die nächsten Monate neben der Fleischverbilli. gung eine Kohlenverbilligung für die hilfsbedürftige Bevölkerung durchzu- ühren.

Die näheren Bestimmungen enthält ein Erlaß des Reichsarbeitsministers und des Reichsministers des Innern vom 23. Dezember 1931. Danach sind zur Teilnahme an der Kohlenverbilligung berechtigt «alle Hauptunter st ützungsempfänger der Arbeitslosenversicherung und der Krisenfllrforge, die Familienzuschläge erhalten, ferner die von der öffentlichen Fürsorge laufend als Hauptunter- tützte in offener Fürsorge Unterstützten, die einen eigenen Haushalt führen, und schließlich Emp­

fänger der M i n d c st r e n t e nach dem Reichs- Versorgungsgesetz, soweit sie einen eigenen Haushalt führen und ausschließlich auf Rente und Zusatzrente angewiesen sind. Es werden Bezugs­scheine ausgegeben, die nicht übertragbar sind, und zwar für die Hauptunterstützungsempfänger der Arbeitslosenversicherung und der Krisenfürsorge durch die Arbeitsämter, für die von der öffentlichen Fürsorge laufend unterstützten Personen und für die Empfänger von Zusatzrente nach dem Reichsversor- gungsgesetz durch die Dienststellen der öffentlichen Fürsorge.

B e z u g ft e l l e n für verbilligte Kohlen sind alle K o h l e n u e r f a u f s ft e 11 e n , die sich bereit er- klären, den Bezugsschein in Zahlung zu nehmen und den dort gegebenen Vorschriften zu entsprechen. Oie Verkaufsstellen werden durch Aushang kenntlich ge macht. Jeder Berechtigte kann monatlich zwei Zentner verbilligter Kohlen erhalten. Der verbilligte Preis muß für den Zentner 30 Pf. unter dem Tagespreis oder sofern für Unterstützungs­empfänger durch Preisnachlässe bereits Verbilligun­gen erzielt sind, 30 Pf. unter diesen verbilligten Preisen liegen. Die Verbilligung wird für alle Arien von Kohlen, auch für Braunkohlenbriketts, gewährt. Der erste für den Monat Januar gültige Bezugs schein mit zwei auf je einen Zentner Kohlen laufen den Abschnitten wird im Lause dieses Monats aus­gegeben werden.

Gleichzeitig gelangt ein weiterer, vier Wochen um- fassender Bezugsschein für verbilligtes Fleisch zur Ausgabe.

VfB.-Giehen.

VfB. Liga Sp. CI. 03 Kassel 0:4 (0:1).

Die DsBer mußten auch im Rückspiel gegen Sp. El. 03 Kassel eine Niederlage hinnehmen. Beide Gegner waren sich spielerisch ebenbürtig, jedoch hatten die 03er einen weit besseren Start und der Sturm war äußerst schußfreudig. VfB. setzte dem Drängen der 03er allerstärksten Widerstand entgegen, alle Teile der Mannschaft schlugen sich tapfer, ins­besondere Balser im Tor schien unüberwindlich.

Aus dem Spielverlauf: In der 1. Halb­zeit gaben die Kasseler den DsBern oft das Nach­sehen infolge ihres überaus schnellen Spiels. Oft kamen erstere in den lorraum, aber das Schluß­dreieck, in dem Singel durch Verletzung allerdings nicht in volle Fahrt kommen konnte, war nicht zu schlagen. Erst dem Mittelläufer Engelhardt war es vorbehalten, durch Bombenschuß den 03ern die Füh­rung zu geben. In der zweiten Halbzeit war das Spiel verteilter, der VfB.-Sturm kam wiederholt schön durch, aber den Mut zum Schießen fand keiner. Wlodareck wurde verletzt und konnte nur als Statist Mitwirken. Aus einem Gedränge vor dem Tor fiel, nachdem Kassel einen Elfmeter verschossen halte, durch den Mittelstürmer das zweite Tor für Kassel. Zwei weitere, zum Teil vermeidbare Tckke, mußten gegen Ende des Spiels noch hingenommen werden.

Das Spiel wurde ungemein schnell und hart durch­geführt. Der Schiedsrichter bot keine überzeugende Leistung.

Das Spiel der Ligareseroe fiel aus. Die 3. Mann­schaft mußte, nicht vollständig antretend, in Duten­hofen die Punkte lassen. Dutenhofen gewann nach durchaus nicht einseitigem Spiel 2:4.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

Das Spiel der Ligamannschast in Vottenhorn wurde beim Stande von 3: 2 für den Gastgeber etwa eine halbe Stunde vor Spielende abge­brochen. Man braucht der Entscheidung der Be­hörde nicht vorzugreifen. Der Verlauf dieser Wettfpielreise wird bei allen Teilnehmern die unangenehmsten Erinnerungen zurücklassen. Im Postauto über gefährlich vereiste Straßen, durch Motorpanne, kurz vor dem Ziel, in Bottenhorn zu spät antretend, grundlose Spielfläche, schwacher Ersahschiedsrichter, dazu ununterbrochen Regen, nahmen auch jedem der Beteiligten die letzte Freude am Fußballsport für diesen Sonntag wenigstens.

Aus dem Spielverlauf ist erwähnenswert, daß 1900 ohne Göbel ein ausgezeichnetes Spiel ge­liefert hätte, bei besserer Dodenbeschassenheit, denn auch so waren die Gießener größtenteils feldüberlegen Schon gleich nach Beginn pfiff der Spielleiter auf Zuruf des Publikums ein Tor, obwohl es gar keines war. Der etwas einfeitiae Riederwurf brachte dem Platzverein den Füh­rungstreffer. Gießen kam dann mächtig auf und bald hieß es 2:1 für die Dlauweißen. Eine fragliche Strafstohentscheidung ergab den Aus­gleich für Vottenhorn, dabei wurde 19006 Tor­wart Schmidt in robuster Weise an der Hand verletzt Leicht kam dadurch Dottenhorn bei einem Durchbruch zu einem dritten Treffer. Rach Wiederbeginn bat 1900 den Spielleiter nochmals um Abbruch wegen der Spielunfähigkeit des Platzes. Der Schiri glaubte aber dazu die Zu­stimmung des Gastgebers haben zu müssen und der war geteilter Meinung. 15 Minuten nach Wiederbeginn mußte er jedoch Schluß machen, da Spieler und Zuschauer von Vottenhorn gegen die Gießener tätlich wurden.

Sportabteilung des TD. Wieseck.

Am Sonntag trafen sich die Mannschaften von Wieseck und Steinberg (kombiniert) zu einem Freundschaftsspiel in Wieseck. Steinberg lieferte trotz Ersatz eine gute Partie. Auf beiden Seilen wurde eifrig erkämpft, soweit es die schlechten Boden­

verhältnisse gestatteten. Bei Halbzeit stand das Spiel 2:0 für Steinberg. Das Endresultat lautete 3:1 für die Gäste. Ausschlaggebend für den Sieg war die reifere Spielweise und das rationellere Stürm-r spiel, das bfc Steinberger zeigten. Schiedsrichter Noll (Gießen) war gut.

Suddeutschlands Fußballer repräsentativ.

Rach dem Reujahrsspiel gegen Rorddentsch- land hat Süddeutschland zwei weitere Repräsen­tativspiele vor )idy Am Dreikönigstag 16. Ja­nuar) tritt eine süddeutsche Els in Stuttgart ge­gen Budapest an. Budapest wird seine Els aus den zur Zeit aus einer Reise befindlichen Mann­schaften der Hungaria und des FTE. bilden und den Süddeutschen damit einen sehr schweren Geg­ner stellen. Angesichts der. durch die Weih- nachts- und Re'.'jahrsspiele vielfach ' bewiesenen ileberlegenbeit des österreichischen und ungarischen Fußballs erscheint die Aufgabe für die süddeut­schen Vertreter reichlich schwer. Die hohe 7:1- Riederlage des Südens in Budapest ist ja noch allgemein in Erinnerung.

Süddeutschland wird den Kamps in folgender Aufstellung bestreiten: Kreß (Rotweiß Frankfurt); Schütz, Stubb (Eintracht Frankfurt); Gräm­lich (Eintracht Frankfurt), Tiefei (Union Rieder­rad). Blum (VfB. Stuttgart); Langenbein (VfR. Mannheim), Koch (VfB. Stuttgart), Ruh (Rot- weiß Frankfurt), Rühr (FE. Schweinfurt), Lind­ner (Union Riederrad).

Strafgericht über Germania Bieber.

DerFall Tischner" in der Gruppe Main ist jetzt abgeschlossen. Germania Bieber hat alle mit dem Spieler Tischner errungenen Punkte, 11 an der Zahl, abgejprochen erhalten, die den jeweiligen Gegnern gutgejchrieben wurden. Dadurch ist Bieber auf den vorletzten Platz der Tabelle zurückgefallen und wird unter Umständen abfteigen müssen.

Handball im Gau Hessen (D T.)

Das angesetzte Aufstiegspiel zwischen Tv. Kirch Hain und Mtv. Gießen fiel der schlechten Witterung zum Opfer. Der Schiedsrichter erklärte den Platz für unbefpielbar.

Handball im DsB.

VfB. I To. Hausen I 1:4.

Trotz 6es überaus schlechten Bodens lieferten sich beide Gegner einen interessanten Kamps, der von den Turnern verdient gewonnen wurde. VfB. zeigte sich fast ebenbürtig, lediglich im Zuspiel waren die Gäste den VfBern voraus. Hausen stellte eine kräs tige, faire Elf ins Feld. Bei Halbzeit stand die Partie 1:0 für Hausen.

Oorimunder Sechstagerennen.

Zum Dortmunder Sechstagerennen, das am Frei tag beginnt, wurden 13 Mannschaften verpflichtet, und zwar: P. v. Kempen.Pijnenburg, Dülberg Tietz, Kroll Maidorn, Charlier Denees, Funda Maczinsky, Manthey Oszrnella, Linari Dinale, '2:>opel Korsmeier, Rieger / Schenk, Schön I Göbel, Pützfeld / Meyer, Wambst.Broecardo, Rausch Hürtgen.

Kurze Sportnotizen.

Der dänische Amateur-Gewichtsheber Svend Olfen stellte im Halbschwergewicht im beid­armigen Stoßen mit 155,3 und im beidarmigen Reißen rfiit 119,1 Kilogramm zwei neue Weltrekorde auf.

Einen weiteren Olympiakurs der Springer, der auch für die Turner offen ist, Höll der Deutsche Schwimm-Verband Ende Januar in Wüns- dorf ab.

I n den Kämpfen um die Eishockey Meisterschaft von St. Moritz mußte sich der Berliner Schlittschuh-Club mit dem Racing Club Paris punktgleich in den ersten Platz teilen.

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