Einzelbild herunterladen

Dienstag, 51. März (931

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhefsen)

Nr. 76 Drittes Blatt

rnstdü,

Wirffchast

L»Ui 3,

gegen

1IBA

tfranffurt a.

Datum

31.3

Hemden

74.9

58.13

147,65

150,75

147,25

114,25

114,5

Hemden

56,75

56,25

108,5

93,5

108,5

39,5

38,5

39,75

100,5

81,75

83,25

121,5

136,13

135.75

96,5

184,13

33.65

57,75

23,75

2,25

19,3

15,9

15,5

4,15

37,5

61,9

122,3

W

150.25

133.5

56.75

221.75

in beiten Fällen nicht ergeben.

Die ausscheitenten Herren des wurden wiedergewählt, und den Organen wurde Entlastung erteilt.

84,75

99,75

57.6

6.35

93,5

Aufsichtsrates Verwaltungs-

127.25

113.75

111.5

111.5

91,5

128.5

63,25

87,5

71^5

82,25

48,5

56,5

74.5

34.25

96.75

141.65

34.5

55,75

122,25

48,5

56,5

75,75

freundlich, Z.°G.-Farben fester. Die heutige Dürfe eröffnete in etwas freundlicherer Haltung, ob­wohl besondere Anregungen nicht Vorlagen. 3m Zusammenhang mit den sehr schwachen Ausland-

100,5

95,75

93,2

100,5

19,3

16,8

57.5

6,25

93,5

19,4

16.5

1-sthr- fiur#

135,5 125.5

111,4

111,25

100,5

134.5

126.5

91,5

57,25 73,25

84.25 74,25

73.25

183.5

72

80.5

81,75

80,65

62.75

125.75

90,75

80,25

62.9

189.25

87,75

82.5

90,5

102.25

179.5

83.5

91

101,13

168.07 1.457

58.23

112.15 112.16

112 24 10.549

21.96 20.371 4.1930 16,397 80.665

45.70 2.070 0,317

58,945 12.422

7,365 73.03

3.036 18,82

81.47 1,784 5,435 4,190 2.982

20,895

168,41 1.461

58.40

112.37

112.38 112.46

10.569

22,00 20,411 4.2010 16,437 80.815

45.80 2,074 0.319

53.065 12.442

7.379 73.22 3,042

18.86

81.63

1.789

5,445

4,198

2.988

20,935

168,20 1,459

58,325 112.22 112.20

112,28 10.557 21.975 20.382

4,196 16,41

80.715

45.80 2.046 0,314

59,01

12,433 7,365

73,12 3.039 18,82 81,47 1,784

5,437 4,192

2,982

20,905

ydilufi' für 8

111,75

111,4

168,54

1,463

58.445

112.44

112.42

112.50

10,577

22.015

20,422

4.204

16.45

80.875

45.90

2,080 0,316

59,13

12.453

7,379

73.26

3.045

18.86

81.63

1,789

5,447

4,200

2,988

20,945

9,65

15.9 i

7-8 |

Amtt.-Nott. iLu-n-AireS Brss.-Amm ^trrifhmua Äupinbagen Stockholm HclüngforS. 5mlien. . - London. . . Weunort . . Paris.... Schweiz .. Spa neu . - Yavan . . . wo be Ian. Wien in D - Ceft. abgeft Prag . . . Belzrad . . fcabaixfi . . SjuLariea - Lissabon Tan4tg . . Sonftmtnx. allen.

Tonaoa lltu mW. . idro .. -

3. ®. Karben Industrie Tynamil Nobel ... Eckeideanstall.... Goldlchmidl .... Rüfflcritcetfe .... Melavgelelllchast. . .

»opelin* m Kragen

itasiesocKen

vorschriftsmässig auf Moltkestrasse fuhr, widrigen Fahrens befehl über 25

31. Marz. Tendenz

4% OestecrelchitLe Goldrente . . 4,20% OcstcncichNche Eilberrente 4% Lesterrcichitche Einhetiliche

Scnte

4% Ungarilche Solbrente .... 4% Ungcrifdie SlaalZrente V. 1910 414% dekgl. von 1913

4% Unponlcbe Kronen rento . . . 4% TürlNche Zollanleche von 1911 4% Türkiiche Bagdadbahn^lnl

Seriel ....

4% deSgl. Serie U 5% Sdimänischs Verein-. RaUr

von 1903 .

SlmnSnischr Verein-. Rente von 1913 4% Rumänische verriuh. Reut». .

Äeu |, '7 "inner

Mmeriianbdie Noten ...... 4,181

BelgNcke Roten. ....... 58,08

Tönliche Noten ........ 111,83

Endliche Noten ....... 20.32

fiMajiiiidie Noten ....... 16,41

Hoständstche Noten ....... 167,71

gialienijche Noten........ 22,05

Norwegitcke Noten....... 111,83

Deuhch-Oesterreich, * 100 Schilling 58.79

Rumünilche Noten....... 2.475

Eckwedilche Noten....... 111,95

Schweizer Noten........ 80,44

Svaniiche Noten........ 45,71

T'chechoNowoliiche Noten..... 12,38

Ungariiche Noten ... 72,91

Devisenmarkt Berlin Frankfurt

Mailand 92.78; gegen Madrid 44,6275 Schweiz 25,2550; gegen Holland 12,1175.

Berliner Börse.

Phstivv Hol,mann . . Zementwerk Heidecherg Cemennverk Karlstadt. BaDB & Rteotag . .

Kirchliche Nachrichien.

Katholische Gemeinden.

Dienstag, den 31. März.

Giessen. 18.30 Uhr: Fastenandacht.

Israelitische Gemeinden.

Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage) Donnerstag, den 2, und Freitag, den 3. April. Donnerstag: P a s s a h f e st ; Borabend 6.45 Uhr; morgens 8.30; Predigt, Freitag: Vorabend 6.45; morgens 8.30; Predigt. Samstag, 4. April. Vorabend 6.45; morgens 8.30; abends 7.10 und 7.50 Uhr.

Israelitische ReligionsgefeUschasl. Donnerstag, den 2 April, und Freitag, den 3. April 1931: Passah- f e ft. 1. Tag. Vorabend 6 45 Uhr, vormittags 8: Predigt ; nachmittags 4. 2. Tag. Vorabend 7 45; vormittags 8. Sabbatfeier den 4. April. Frei, tag abend 6.35; Samstag vormittag 8; nachmittags 4; Sabbatausgang 7.50. Wochengottesdienst: mor­gens 6.30; abends 6.30 Uhr.

Hamburg-Lüdoni. Dampfschiff. S Hanta Dampfschiff 10

Norddeullcker Lwvd . .... 3 Allgemeine TeuilcheCredllanst. 10 Barmer Bankverein . . . 10

Berliner HandcIege1ellILa,l . 12

Commerz- und Prioal-Banl. 11| Tarnislädler und Nalionalbank 12j Deutsche Boni und

Ttscvnio GeieUtchasl, ... 10

Dresdner Bant ..... 10 RelchSbank

.................8

Bergmann 3

Gicht. Lteserungsgesellschall. 10 Licht und Straft 10 Jelle» « Guilleaume . . . 7% GcleUichasr für Slettrilchr

Unieniehmungcn .... io Hamburger ElektrizitätL-Werke 10 dibetnifdie eiehrijität .... 9 Eckilcstlche Elektrizität. ... 10 Schucken L Co H Siemens 8c Halkke 16 Tron-rravlo.........8

r-abweyerLCo.......10

Buderus * Deutsche Erdöl SUcner ...............

Geilenkirchener =

Hawcner ....... "

Hoelck Eilen. ..»

I>se Bergbau ...... 1® Slöcknerwerke

Söln-Ncuefleu....*

Mannertnann-Otohre» 7 ManSIelder Sargbau .

Oberschlei. Eiienbevars . . . .

£bcrid)!cf. SokSwerte.... . -

Bbönlr Bergbau 6¥i Rbeinilche Branulohielt . . ic

Rheinst^lhI *

Riebeck Mont« .....

Kühe

in. Er schützt Ihr An- -undstücke auf Jahre > Unterhaltungskosten t aufzustellen, wegen im Einkauf von Dr. hl- ekommen Sie bei mir Handwerkszeug dazu.

6% Deutsche RelchSanleihe von 1927

7% Deutsche Neichranleihe von 1929 Deulsche Aul.-Ablöf..SchuN» mii Auelos.-Rtchlen.......

Detgl. ohne Auilos.-Rechls . . - 6% Hell. Boll'slaat von 1929 «rückzahib. 102%) .....

Oderhesscn Provinz - Anleihe mH Auslos^Rechlen

Deutsche Komm. Sammelabl.

Anleihe Serie 1 ....

8% fironff. Hvp.-Bank Goldpse

XIII unkündbar bis 1934 . . . 7% Franks. Hvp.-Bank Goldpse unkündbar bl8 1932 4y,% Rheinische Hyp.-Bank

yiqu. Goldpse 8% Pr. Lanterpiandbrteflwstall.

Psandbriese R. 1» 8% Pr LandeSplanebrtekanllall,

Koinm^Odl.N. »0......

7% Pr. Landekvlandbrietanstall, Psoubbriese 8i. 81......

A E G. obg. Bonrlegr-Obstgatio- ncn, rückzahlbar 1932

Berlin, 31. März. Nachdem im heutigen Vormittagsverkehr bei der herrschenden Geschäfts­stille und infolge fehlender Momente stärkste Zu­rückhaltung bestand, eröffnete die Börse freund- lich undlebhaft inSpezialwcrten. Be­sonders Farben standen im Vordergründe und konnten bei grosseren Amsähen 2,13 Prozent ge­winnen. Angeblich interessierte sich Amsterdam stärker für diesen Markt, an dem sich die Hoff­nungen auf eine 12prozentige Dividende erhielten. Eine gewisse Anregung ging ausserdem von den Wirtschastsberichten einiger Bankfirmen (Gross- Tanken und Privat-Banken) aus, die alle ein- heitli che Zeichen einer Konjunktur- besserung erkennen zu können glauben. Auch von. ter heutigen Rede Dr. (S u r t i u » im Reichs­tag versprach man sich einen gewissen Erfolg. Eine Beruhigung ging auch von der Tatsache aus, dass sich die übrigen Auslandsbörsen von der schwachen Reuyorker Tendenz freimachen konnten. Mit we­nigen Ausnahmen, bei denen Svenska mit minus 5,25 Mk. an erster Stelle stand, waren die ersten Kurse sehr gut behauptet. Ausgesprochen sest la­gen Hansa mit plus 3,5 und Bergmann mit plus 2,5 Prozent, Rheinische Brai^ikohlen plus 2,75 Prozent, und die eingangs schon erwähnten Far­ben. Anleihen nicht ganz einheitlich. Altbesitz zo­gen ijin 0,5 Prozent an. Von Ausländern waren Mexikaner bis 0,5 Prozent hoher, teilweise sogar plus-plus. Pfandbriefe leicht freundlich. Reichs- schuldbuchforderungen bis 0,25 Prozent fester. Der Geldmark wies gegen gestern kaum noch Verände­rungen auf, nur ist heute Tagesgeld und Geld über Ultimo resp. über die Feiertage auf 6 bis 8 Proz. angezogen. Monatsgeld und Warenwechsel unver­ändert. Auch im Verlaufe erhielt sich die freund­liche Stimmung. Das Geschäft war, abgesehen von den wenigen Spezialwerten, weiter klein. Am Kalimarkt, und besonders in Salzdetfurth, machte sich etwas Realisationsneigung geltend, die später auf die Tendenz der übrigen Märkte übertrat, so dass sich das Kursniveau teilweise unter Anfang senkte.

Amtsgericht Gießen.

Ein Lieferkraftwagen fuhr, aus ter Roonstrasse kommend, durch die Moltkestrasse nach ter Oft- anlagc. Er nahm die von den beiten Strassen gebildete Ecke zu kurz und bog auf der linken, statt, wie Vorschrift, auf der rechten Seite in die Moltkestrasse ein. Der Wagenführer veranlasste dadurch einen ernstlichen Zusammenstoss mit einem Ml^orradfahrer. ter. von der Ostanlage kommend.

ist angetlagt, in ter Hauptsache auch geständig, in der Rächt vom 14. zum 15. Januar d. 3. mit einem anderen, bereits Erwachsenen, auf einem Grund­stück3m Pfarrgarten' zu Giessen einen Rasse- Hafen von besonderem Werte mittels Einbruchs­diebstahls entwendet zu haben. Er hat das Tier sodann zu Hause geschlachtet, nachdem er feine El­tern über dessen Herkunft belogen hatte. Das Fell verkaufte er für wenige Pfennig an einen Pelzhändler. Das Urteil lautete auf drei Wochen Gefängnis. Da der 3unge jedoch arbeitsscheu, seinen Elternüber den Kopf ge­wachsen" und im häuslichen Benehmen ein flegel­hafter Geselle ist, ter bisher feinen Eltern nur Sorgen bereitet hat, ordnete das Gericht feine sofortige Fürsorgeerziehung an.

R, GIESSEN

WARTEN -

durch die Beweisaufnahme, namentlich durch einen gerichtlichen Augenschein, nachgewiesen, dass sein? Geschwindigkeit in dem kritischen Zeitpunkt nicht eine derartige gewesen sein rann, dass er sein Rad auf die kürzeste Entfernung hätte zum Stehen bringen können. Unter den gegebenen Verhält­nissen war es aber seine Pflicht, hieraus bedacht zu fein, einmal, weil die Strasse infolge von Rässe schlüpfrig war. dann aber, weil er der Ein­mündung einer Rebenstrasse (Roonstrasse) ent­gegenfuhr. die er bei einiger Aufmerksamkeit in ihrem Endteil schon von der Moltkestrasse aus hätte überblicken können und müssen; denn an der Ecke befindet sich leicht übersehbares Garten­gelände. Bei genügender Achtsamkeit seinerseits wäre der Unfall vermieden worden. Er erhielt, da immerhin die Hauptschuld den Center des Cieserkrastwagens traf, eine verhältnismässig ge­ringe Geldstrafe. -

Ein hiesiger Kaufmann kreditierte einem Wetz­larer Ehepaar für Kleidungsstücke den Kaufpreis von fast 100 Mk. und zwar nur deshalb, weil ihm, wie er eidlich aussagte, dasselbe versichert hatte, es komme in aller Kürze durch Entrichtung einer Abfindungssumme von 2000 Mk. zu Geld und dann erfolge fraglos Zahlung. Die Angaben waren unwahr. Die Ehefrau wurde zu einer ansehnlichen Geldstrafe verurteilt, der Ehemann war ausgeblieben, so dass der gegen ihn ergan­gene Strafbefehl rechtskräftig wurde.

Ein hiesiger Hausbesitzer jenseits der Cahn musste durch eine Gerichtsverhandlung erfahren, dass jemand in der Stadt auch zwei polizeilich anmeldungspflichtige Wohnungen haben kann. Seine Tochter und sein Schwiegersohn hatten Wohnung in seinem Haus genommen. Er meldete sie nicht an und bestritt, dass 1ic bei ihm wohnten. Die Beweisaufnahme ergab aber das Gegenteil. 3eht verteidigte er sich damit, fein Schwiegersohn wohne bei feinen Eltern, wie dieser ebenfalls behauptete. Aber auch hiermit konnte er nicht durchdringen. Selbst wenn seine Angabe richtig gewesen wäre, hätte ihn dies aus dem oben angedeuteten Grunde nicht straflos machen können. Strafe: 2 Mk.

Gießener Jugendgericht.

3n der Märzsihung des Giessener Zugend­gerichts wirkten als Jugendschöffen mit Fräulein Berta K 0 rel 1, Lehrerin in Giessen, und Wil­helm 3un g V., Landwirt in Leihgestern.

Ein Lehrjunge eines hiesigen Geschäfts hat in diesem oder dem dazu gehörigen Lagerraum einige Geschäftsartikel, Bügeleisen, Bohner, eine Fleisch­maschine und verschiedene sonstige Gegenstände entwendet. Er gibt an, dass er zu seinen Verfeh­lungen von einer mit feinen Eltern im gleichen Hause wohnhaften Frau angeftiftet worden sei, die ihm die entwendeten Gegenstände weit unter dem wahren Werte abgekauft habe. Trotz Warnung durch feinen Geschäftsherrn hat er feine Diebstähle fortgesetzt. Er erhält, da er nunmehr offenbar Reue zeigt und vollkommen geständig ist, eine Gefängnis st rase unter Strafaussetzung. Die Bewährungsfrist wurde auf vier 3ahre festgesetzt. Gleichzeitig wurden Erziehungsmassregeln ange­ordnet, über die der Vormundschaftsrichter befin­den wird.

Tei unerlaubtem Musizieren hat sich ein ju­gendlicher, bereits wegen schweren Diebstahls mit Gefängnis vorbestrafter junger Mensch beteiligt und hierbei gebettelt, obwohl feine gut beleumun­deten Eltern in sicheren Verhältnissen leben und der Zunge, der fremden, verderblichen Einflüssen ausgesetzt ist und sich ihnen nicht entzieht, keinen Anlass hat, sich auf unerlaubte Weise Geld zu verschaffen. Er erhält deshalb eine Haftstrafe von zwei Tagen. Der gleiche junge Mensch

im Jahre 1930. Frankreich hat im Jahre 1930 aus Deutschland 178 000 Schweine, aus Italien 70 000 und aus Südslawien 8800 Stück Rinder und Schweine eingeführt.

* Portland-Eem entwerte Heidel­berg-Mannheim-Stuttgart AG. Wie die Verwaltung der Portland-Eementwerke Hei- delberg-Mannteim-Stuttgart dem WTB.-Han- telsdienst mitteilt, wurde in der Aufsichtsrats- fihung beschlossen, ter am 15. Mai in Mainz ftatt- sindenten Generalversammlung für das Geschäfts­jahr 1930 eine Dividende von 7 Prozent (i. D. 10 Prozent) in Vorschlag zu bringen.

'Frankfurter Hypothekenbank. Die Verwaltung ter Frankfurter Hypothekenbank hat in ihrer gestrigen Dilanzsihung beschlossen, der GV. aus einem Reingewinn von 2 415 291 Mt. die Verteilung einer Dividende von 12 Prozent auf das Stammaktienkapital vorzuschlagen. Hierbei ist neben sonstigen Rückstellungen eine Erhöhung des gesetzlichen und ausserordentlichen Reservefonds auf insgesamt 12 Millionen Mk., d. s. 100 Pro­zent des Stammaktienkapitals, durch Zuweisung von 600 250 Mk. vorgesehen. Die GV. findet am 23. April statt.

frankfurter Börse.

Oie Friedberger Stadtbibliothek im Jahre 1930.

dr. Friedberg. 27. März. Die Stabt* bibliothek (Haagslrasse 16) wird unter dem schweren Druck der wirtschaftlichen Rot in stei­gendem Messe von Wissenschaftlern ausgesucht, denen die Benutzung auswärliger Institute aus Geldmangel unmöglich ist. Zm Zähre 1930 zählte man 287 Benutzer an Ort und Stelle. Die mit dem Stadtarchiv in drei grossen Sälen vereinigte Siadtvibliothet birgt unersetzliche Werte. Der Zugang durch Austausch. Schenkung oder Ankauf, betrug während des letzten Zahres 603 Rum» mern. Die zahlreichen Zeitschriften aus allen Gebieten der Altertums-, Geschichts- und Landes­kunde sind besonders begehrt. Starke Rachsrage besteht desgleichen nach dem Schrifttum der Ab­teilungen: 'Wetterau, Hcssenland, Deutsche Ge­schichte, Weltkrieg, Hilfswissenschaften. Die Ver» waltungstätigleit umfasste im abgelaufenen Zähre 1006 Dries», 782 Drucksachen- und 31 Paketaus­gänge. denen alles in allem 1575 Posteingänge gegenüberstehen. Die Stadt Friedberg trägt durch Bereitstellung der notwendigen Mittel ihr red­lich Teil bei zur Pflege der Wissenschaft, Bil­dung und kulturellen Fortentwicklung unseres Volkes. So wird das Museum z. D. Iahr für Zahr von mehr als 4000 Personen ausgesucht, ein erfreulicher Beweis für den Heimatsinn der Wetterauer Bevölkerung.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

Gardenheim, 30. März. Auf ter Kreis- strahe zwischen Garbenheim und Dorlar ist am Sonntagnachmittag der Gärtner Alfred M a h o i aus Wetzlar beim Motorradfahren tob- l ich verunglückt. Mahoi war mit einem Be­kannten aus Wetzlar auf dessen Motorrad als Beisitzer nach Giessen gefahren. Auf dem Rück­weg bei Block Dorlar veranlasste er feinen Freund, ihm das Kraftrad zu einer kurzen Probe­fahrt zu überlassen. Als diese gut abgelaufen war, behielt Mahoi, der nur wenig fahrkundig und nicht im Besitz eines Führerscheines war. die Führung des Rates, während ter Besitzer auf dem Sozius Platz nahm. Vor der Garben­heimer Höhe fuhr er zu weit nach rechts auf eine Kicsablagerung am Strassenrande und stürzte. Der Schwerverletzte wurde in das Krankenhaus nach 'Wetzlar gebracht, wo er verstarb. Der Be­gleiter des Verunglückten erlitt leichtere Ver­letzungen.

der rechten Seite durch die Wegen seines vorschriits- crhiclt er einen Straf- Mk. Die polizeilichen Gr­aber, dass auch der Motor-

börfen hatte man vormittags noch mit einer ebenfalls schwächeren Borke gerechnet, sah sich aber zum offiziellen Verkehr angenehm über­rascht. Eine Version, dass die Z.-G-Farben eine 12proz?ntige Rcttodividende zahlen, lieh für diese Werte stärkeres Znterefse zu Tage* treten, zumal von eingeweihten Kreisen grossere Käufe uorgenommen wurden. Die Spekulation schritt infolgedessen zu Deckungen und Käufen, so dass bei Z.-G.-Farben ein Gewinn von 3 Pro­zent zu verzeichnen war. Die Umsätze bewegten sich allgemein in sehr engen Grenzen, und nach Festsetzung der er st en Kurse stag- nierte der Verkehr fast vollkommen. Für den heutigen Zahltag befürchtet man keine Schwierigkeiten. Von Elcttrowcrten lagen AEG., Elektrische Lieferungen und Siemens je 1 Proz. freundlicher, dagegen Licht & Kraft etwas schwä­cher. Etwas lebhafter war das Geschäft inMon- tantcertcn, die meist Besserungen bis 1,5 Proz. auswiesen. Stärker abgeschwächt lagen am Kali- markt Westeregeln, die 3,5 Proz. einbüssten. Am Bauunternehmungsmarkt lagen Zement Heidel­berg aus eine 7prozrnlige Dividende 2 Prozent fester, während man vorher nur mit einer sol­chen von 6 Proz. gerechnet hatte. Leichte Kurs- ermässigungcn hatten Aku, Deutsche Linoleum.- Daimler, Commerzbank und Chemienebenwerte. Riedriger setzten noch Wayss & Freytag (minus 0,75 Proz.) und Zellstoff Aschersleben (minus 1 Proz.) ein. Der Anleihemarkt lag stärker ver­nachlässigt. Von fremden Werten fielen Gold- mexikaner auf, erschienen jedoch gut behauptet. Der Pfandbriefmarkt lag sehr still. Reichsschuld- buchsorderungen geringfügig fester. 3m Verlause der Börse trat keine Geschäftsbelebung ein, doch blieben die Kurse gut behauptet. Rur bei 3.-G.»Farben kamen vereinzelt noch Um= sähe zustande. Am Geldmarkt wurde der Sah für Tagesgeld zum heutigen Zahltag auf 5,5 Prozent festgesetzt. Monatsgeld mit 5,25 bis 5.5 Prozent etwas leichter. Am Devisenmarkt lag die Mark etwas schwächer. Man nannte Mark gegen Dollar 4.1990, gegen Pfunde 20,3990; London gegen Reuhork 4,8580; gegen Paris 124,20; gegen

Mittelungen ergaben radsahrer nicht schuldlos an dem Unfall war. Dieser bestritt aber jede Schuld, doch wurde ihm

15,75

7,75 I

Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern- geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Neichsbankdiskont 5 o. H., Lombardzinsfuss 6 o. H

brennhoiz fc;» ,ltlOn^U814® JnJ;'Velihi)fer «3cNon Au

193 Kian, linbenben

Kreli Bie|ta . l'Nd die L_

Stillegung der Hefrag in Wölfersheim wie wir Horen, hat die h e f r a g tatsächlich be­schlossen. ihre Betriebe slillzulegen, da sich infolge der schwierigen Wirtschaftslage die Absatz­bedingungen (ür die in Wölfersheim anfallenden Produkte feit einiger Zeit st a r k verschlechtert haben und eine Besserung der Marktlage nicht ab­zusehen ist. Bon der Stillegung werden etwa 1300 ArbeiterundAnge st eilte betroffen werden.

Niddaer Bank A. G.

< R i d d a . 29. März. Am gestrigen Sams- tag fand im Hotel ..Zur Traube" unter Leitung des Vorsitzenden des Aufsichtsrates, Oberreal- lehrcr i. R. Küfer, die diesjährige Gene­ralversammlung der Riddaer Bank AG.. Ridda, statt.

Aus dem von Bankvorsteher E e u m vorgetra- genen Geschäftsbericht über das 62. ®c- schäftsjahr 1930 ist folgendes zu entnehmen: Die Weiterentwicklung der Dank war'im 3ahre 1930 trotz wirtschaftlicher Depression befriedigend. Die Ausleihungen haben sich auf dem Hypo­theken- und Darlehenskonto um 42 660.81 Mark auf 472 169.49 Mk. erhöht, das Konto der Schuld­ner in laafender Rechnung um 48 150,45 Mk. auf 510 385.46 Mark. Durch Uebernahme einer Reihe von Güterkaufschilkingen ist das Kaufgeld-Konto um 56 806.96 Mark auf 92 538,68 Mark ange­wachsen. 3m eigenen Depot der Bank befanden lich am Zahresschluss für 29 684,77 Mark Wechsel. Das Obligo ter in der Hauptsache an die Reichs­bank weitergegebenen Wechsel betrug 31 385,16 Mark. Die übrigen Posten der Aktiven weisen gegenüber dem Vorjahre keine nennenswerten Veränderungen auf. Das Spareinlage-Konto be­trägt 835 627,85 Mark und hat sich um 242 916,62 Mark erhöht. Die Kontokorrentguthaben haben sich um 38 183,73 Mark vermehrt, so dass sie am Ende des Zahres 308 608,82 Mark betrugen. Das Aktienkapital beträgt nach wie vor 55 000 Mark, wovon noch 19 455,05 Mark einzubezahlen find. Der Reingewinn beträgt 16 579,37 Mark. Reben anderen Ucbcrtocifungcn wird eine D i - vidende von 10 Prozent an die Aktio­näre zur Ausschüttung gebracht. Verluste waren in dem Berichtsjahre nicht zu beklagen.

Der Aussichtsrat hat durch eine besondere .Kommission die Bestände der Bank und die gesamte Geschäftstätigkeit einer eingehenden Prü­fung unterzogen. Ausserdem hat in der Zwischen­zeit eine gesetzliche Revision durch den Revi- sionsverband ftattgefunten. Anstände haben sich

30.3.

72.65

122,5

74,75

31.3

72.75

30.3.

72,5

GthultbeU Layenhotek ... 15 ..................12 atu...........1?

»embetfl........."

ZellNoy SalDbol .... IS'/, Bpllftcfl Sfdiaffenbatfl ... 12

Charlottenburger ZBallei ... 8 $ellauet ffles . ...... 9

Tmmler Motoren ..... 0 Deutsche Linoleum ..... Malckmenban A.-T. ..... c Oiat. Automobil ..... C Crenftein & Koppel 6 Leonhard Tietz ..... IC SvcnLla .......

Frankfurter Malchioeo ... . Sritzner

Heollgenkaedt ...<

IungbanS .....(

Leckiwerke . i

Mainkraftwerke HichO a-M.» . t Miag...........1<

Gebt. Roeder 1< Soigt L Harsfner i Süddeutsche Zucker .... 11

Berlin

«Lchluv-IAnfaug- hird | Kurs

Banknoten.

Berlin. Zg.März

iuveigeben.Lewiv der wollen dir m * 0. «Ho. cinreidicn. WWeittli.cieükl- Ms, SllWM bti Mcke,

HÄerayyeiT harten. tiornb:-M beieiiifli restlos auch m den barinäckiflst. .rauen todsicher um, (Sat.innetlj.Mifl,

Erhält! nur Löwen. Drogerie W. Wlhimer

1 Nacht, Seitenweg ö.

gl |W

/i

$ranrtun a. 2)1.

Berlin

Schluß-! 1-Uhr- hir< I Äurt

Echluß- furd

Anfang« Kur-

Datum

30.3.

31.3.

30.3.

31-3

30.Marz

31 Mär,

Amlliche Notierung

OSeio Seiet

iumlliche Nolierung

Selb | Srir

Frankfurt a. j. i. |

Berlin

Schluß- wr-

1 «Uhr- Kur-

Eckluß- tur<

Antanq« Kur-

Dalum

30.3.

31.3.

30.3.

31.3.

Bereinigte Ltohlwerle.....

Ltavi Minen .... 16'/,

59,5

61

60,5

60,4

32

31,9

31,5

Salimerle 8Iidiert!eben . . . V

157,5

157.5

156

Kaliwerke Westeregeln ... 10

165

161,5

164

162.25

Kaliwerke Salzdetfurth ... 15

247

247

248,5

Selb

Brief

4.181

4,201

58,08

58.32

111,83

112.27

20.32

>. 20.40

16,41

16.47

167,71

168.39

22,05

22.13

111,83

112,27

58,79

59.03

2,475

2,495

111,95

112,39

80,44

80.76

45.71

45.39

12,38

12.44

72,91

73,21