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OerBau derOrthopädischen Klinik

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Da- aber wäre die Welt für uns ohne Farben?

Knegerkomeradschaft Maffia"

amt Darmstadt 2524 (Kammer II - Oberbesfen *31) Fälle, beim RelchSoersorgungSge.icht Berlin und ReichSverficherungSamt in Berlin 692 Fälle. Au« den Reihen der Versorgung-berechtigten wir»

Rlter-tum-sunde In Siesten. Während de- jetzt vollendeten Abbruch- des Hause« Walltorstrahe-Scke Dammstraste wurden nach Mitteilung des Städtischen HochdauamteD zwei Ofenplatten gefunden (wahrscheinlich au» Hirzenhain). Ruf der einen Platte ist die Rück­kehr de- verlorenen Sohne- In Bild und Schrift dargcstcllt (etwa Mitte de- 17. Jahrhunderts): auf der anderen ein Stück au» der Erschaffung der Welt (etwa Mitte de- 18. Jahrhundert-). Ferner fand sich in einer Decke ein Stück Hol» au» dem alten Portal dcS durch Umbauten ftarf

®» kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 140 bis 150 Pfennig, Matte 30 bi« Käse (10 Stück) 60 bis 140, Wirsing 8 bi« Weißkraut 8 bi- 10, Rotkraut 10 di- gelbe Rüben 8 bi- 10, rote Rüben 10 bis

veränderten Untergeschosse-, aus dem wohl der Tag der Erbauung (19. September», aber nicht da- Jahr angegeben ist. AI» Bauze

genommen: erste Hälfte de» 17. Jahrhundert«. Den interessantesten Fund machten die Rrbeiter

ken etwa 80 ,Hassia"-Kameraden bei Fürsorge­behörden mit. Die Kriegerkameradschaft .Hassia" trug sämtliche Kosten, die die Fürsorgetätigkeit be­nötigte.

Don der Kriegerkameradschaft .Hassia" wurden da» 3ugendwesen und das Kleinkali - berschiesten geförbert. Jugend- und Kleln- kaliberschützenabteilungen sind In so großer Zahl erstanden, daß diese Tätigkeitsgebiete heute schon zu den wesentlichsten Arbeiten deS Verbände- ge­rechnet werden müssen.

Die .Hassia" umfaßte 1930 in 38 Bezirken und 779 Vereinen (-f-14 gegenüber 1929) 56 843 ordentliche Mitglieder (Oberhessen: 18 Bezirke, 349 Vereine und 19 095 Mitglieder) 3n den Schühenabteilungen waren 1930 weitere 4387 (Oberhesssn 1717), in den Hassic^Iuaendgruppen 1862 (Oberhessen 556) Kameraden und Zungman- nen eingegliedert. Die Reubildung von Schühen­abteilungen und Iugendgruppen geht auch im Jahre 1931 rege weiter. Da» Kleinkaliberschießen sindet immer mehr Eingang: 191 Schießabtcilungen pflegten diesen Sportzweig.

Den schwierigen wirtschaftlichen Derhält- nissen Rechnung tragend, wurden auch Im Berichtsjahre für notleidende Mitglieder durch den Verband größere Geldbeträge gezahlt. So wurden aufgewendet aus Verbandsmitteln 13625 Mark für allgemeine Unterstützungen, 4238 Mk. als Zu­lage- und Weihnachtsspende für Veteranen von 1870/71 und früherer Kriegs an Waisen anläßlich ihrer Konfirmation 1250 Mark.

Rätselhafter Tod eines Kindes.

Die Bewohner unsere» Rachbarortes Leih­gestern wurden gestern gegen Abend durch ein tragisches Ereignis im Hause de» früheren Sisenbahnbeamten und jetzigen Landwirts Karl B r ü ck e l. Zahlgasse, in große Aufregung ver­seht. Drückei war mit seiner Frau in den ersten RachMiltagSstunden auf dem Felde tätig, während sein 10 3ich re alter Sohn Han» Brücke! bi­ld Uhr in der Schule weilte und von den Eltern beim HinauSfahren zur Feldarbeit noch aus dem Turnplatz gesehen worden war. Gegen 17 Uhr kehrten die Eltern vom Felde heim, um Kaffee zu trinken. Sie fanden da» Wohnhaus in ge­wohnter Weise verschlossen vor, trafen aber ihren 3ungen nicht an, so daß sie der Meinung waren, der Knabe befinde sich irgendwo im Doria. Rach der Desperpause wollten die Leute wieder zur Feldarbeit zurückkehren, kurz zuvor beaab sich der Mann aber noch in da» Obergeschoß de« Hause-, um dort etwas zu holen. Hier fand er

Die Kriegerkameradschaft .Hassia" betreute im 3ahre 193?, nach dem 3ahre-bericht der .Hassia", 17 914 versorgung-berechtigte Kriegsbeschädigte und Kriegerhin­terbliebene. gegenüber 15 866 im 3ahre 1929. ®» wurden vorbereitet und vertreten beim Hessi­schen DersorgungSgericht und Oberversich amt Darmstadt 2524 (Kammer II - Ob

Bornotizen.

Tageskalender für Samstag Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:Die blonde Nachtigall".

Tageskalender für Sonntag. Licht- spielhaus, Bahnhofstraße:Am großen Strom", 11.15 Uhr. Mto.: Wanderung, Abmarsch 7.30 Uhr. Guttempler-LogeHassia": Lichtbildervortrag 20 Uhr, Großer Hörsaal der Universität. Daldeslust:

nerhalb einer Stunde brannten vier Feld­scheunen mit großen Srntevorräten nieder. Roch während die Feuerwehr den ersten Brand bekämvste, stand eine etwa 200 Meter entfernt liegende Scheune plötzlich in ihrer ganzen Breite in Flammen. Die Erntevorräte sowie 3o Schweine verbrannten. Die allgemeine Aufregung steigerte sich, al» wenige Minuten später eine dritte Scheune unter deftigen Detonationen in Flam­men ausging. Auch hier fielen elf Schweine und die wertvolle Ernte dem Feuer zum Opfer. Die Erregung der Bevölkerung erreichte ihren Höhe­punkt, al» unmittelbar darauf eine vierte große Scheune aus die gleiche Weise vernichtet wurde. Landjägerei und Staatsanwaltschaft erschienen so­fort an der Brandstelle. Die Drandstiftunaen sind offenbar planmäßig organisiert. Es handelt sich vermutlich um einen Anschlag auf die Srntevor- röte. Don den Tätern fehlt jede Spur.

Bluttat einte Jugendlichen.

(Ein Waldwärter überraschte am Freitag im Walde bei Stralsund zwei Jugendliche bei Schieß- Übungen und nahm sie fest. Auf dem Wege zur Polizei fielen die Verdufteten. der 16jah- rige Schlosserlehrling (Eoloffer und der löiährige Laufbursche Breese, über den Waldwärter brr Colosser zog seine Pistole und gab mehrere Schüsse ab, durch die der Wärter und eine in der Nahe befindliche Frau verletzt wurden: Bei der Verfolgung erhielt der Täter einen Schuß in den Oberschenkel, kannte aber trotzdem zunächst ent­kommen, wurde aber in der Wohnung der (Eltern ermittelt. Beim Nahen der Polizei brachte er sich einew Schuß bei und starb auf dem Wege ine Kran­kenhaus. (£ wurde festgestellt, daß Colosser die Waffen und die Munition bei einem Einbruch in ein Daffengeschäft gestohlen hatte.

beim Betreten eine- Zimmer- seinen Sohn bewußtlos in einer großen Blut­lache am Boden liegend schwer ver­letzt auf. DaS Kind hatte eine Schußwunde im Kopfe, die durch einen glatten Durchschuß von der einen Schädelseite zur anderen herrührte. Die außerordentlich bestürzten Eltern riefen so­fort ärztliche Hilfe herbei, jedoch konnte der Arzt nicht» ankere» tun, al» das bedauernswerte Älnb schleunigst nach der Ehirurgischen Klinik .in Gießen zu bringen, wo e» im Laufe der letzten Rächt verstorben ist, ohne da» Be­wußtsein wieder erlangt zu haben. Sine Schuß­waffe wurde bei dem Kinde, oder in dem Zimmer nicht aufgefunden. Die Ermitte­lungen de» LandeSkriminalpolizeiamteS Gießen wurden gestern abend sofort ausgenommen, jedoch ist der ganze Vorgang bi» zur Stunde noch in Dunkel gehüllt. Die Polizeibehörde begab sich heute früh zur weiteren älntersuchung wieder nach Leihgestern.

Gießener Wochenmarktpreise.

Aus Oer Provinzialhauptstadt.

Gießen, den 29. August 1931.

Oie Welt im Licht.

Wo» die Welt wohl für un» wäre ohne den farbigen Glanz, der jetzt wieder so freigebig über sie sälltl

Die Sonne steigt empor hinter dem Wald. Lange vorher schon kündet sie sich an. Hebet den Bergen leuchten die Wolken auf in rosigem Schimmer, und die Hänge selbst, die soeben noch grau und einförmig balagcn, find von freund­lichem Licht überflutet Die lauten Stimmen deS Tage- schweigen noch: desto eifriger werfen die Vögel ihr Zubellled in den Jungen Tag hinein. Run hat da- strahlende Gestirn die Höhe er­klommen und blickt ungehindert in» Teil hinein, auf die Giebel der Häuschen, die hingestreut scheinen, wie wenn sie willkürlich streuender Hand entfallen wären, und doch sinn« und zweckvoll dem Bach folgen, an Straßen entlang erstellt worden sind und Besiherfreude und Besitzersorge haben. 3n den Fensterscheiben sunkelt das Licht, findet zugezogene Gardinen und weckt da und dort einen Schläfer, der sich die Augen reibt. Ein Funkeln und Glänzen ist über der Welt, daß sie eine ganz andere scheint, al» sie vor Tagen war, wo der Himmel grau und verdrossen auf sie herniederblickte ...

Die Mittagsglocke läutet Machtvoll ist die Sonne über das weite Firmament gezogen. Darm liegen die steilen Strahlen im Tal, und eine Lichtfülle ist auf den Dächern, auf den farbigen Giebeln, daß sich da- Auge schmerzhaft schließt und doch immer wieder bewundernd nlebcrblldt auf den Farben- und Formenreichtum zu den Füßen. 3n den Gärten blühen die Dahlien, Elemati- und wie sie alle heißen, die Kinder Flora- und deS Sonnengottes.

Einige Stunden später, und die Sonne steht wieder an einem Bergrande, schickt schräge Stcah- len inS Tal und wirst die Schatten weit über die Berglehnen hinunter. Weich und zärtlich ist diese» Licht wie wenn efl die Dinge noch einmal liebkosen möchte, bevor sich die Dunkelheit auf sie niedersenkt und die Farbe erstirbt. Rot glühen die Dächer und Giebel, und golden spie­gelt sich da» Licht der scheidenden Sonne in den Fenstern. Zarter Dust schwebt über dem Walde, und die Wolken über den Höhen ziehen wie brennende Schisse über das lichte Blau.

Hnd wieder nur kurze Zeit. Das Licht ist er­loschen. Die Berge stehen schwarz, und schweigend ruht die Welt wie ein Riese, der ein Geheimnis hütet Der Himmel ist dunkel, und man weih nicht, ist er näher oder ferner als am Tage. 2ln den Häusern leuchten die Fenster wie Lämp­chen, friedlich und matten Lichts. Da zieht e» tote Silberlicht in der fernen Talsenke heraus. Wölkchen wandern über den weißen Grund und fangen einen Teil jene- Leuchten- ein Heller und kräftiger wird da- Leuchten, und jetzt hebt sich schimmernd der Mond empor. Roch berühr! er die Zackenkrone deS Walde-, und die Schatten eilen unsicher hin über die Weite Doch nun hat er sich ganz von der Srdenschwere befreit, schwebt über der Welt, in die zarten Wolken hinein, die schimmern wie lichte- Wellengekräusel. Samten sind die Schatten Im Tal, und wo da» Licht die Umrisse erhellt, ist e». wie wenn man eine schimmernde Perlenkette um sie gelegt hätte.

Und da- nur ein einziger, von Sonne übet-

In einer Mauernische, in der ein kleiner ver­siegelter Sack einqeschlossen axrr. Bei Ocffnung sanden sich etwa 120 bi» 150 Blätter, teils sehr von Motten und Mäusen zerfressen, au» der Korrespondenz de» HolbankierS Mark 3 o s e f au» Wetzlar vor. Die Briese stammen au» der Zelt von 1724 bl» 1735 und besitzen teilweis« noch die sehr feinen, sauberen Siegel der Rechts­anwälte Kaufleute usw., mit den der Bankier geschäftliche Beziehungen hatte Vielleicht werden wir in einigen Tagen Lichtbilder der wichtigsten Fundstücke Im Dilderkasten an unserem Geschäfts­haus zum Aushang bringen können. Sin AuS- toerten derselben soll später erfolgen.

Für Motorräder gesperrt! Zn dem neuesten Amtsoerkündigungsblatt wird eine Ergän­zung zur Polizeioerordnung über die Derkehrsrege- iung in der Stadt Gießen veröffentlicht, nach der in Zukunft die Johannes st raße von Neuen Baue bis Plockstraße, die Liebig st raße von Frank­furter Straße bis Ludwigstraße, die Klinik- ft raße von Frankfurter Straße bis Uhlandftrahe und die Friedrichstraße von Frankfurter Straße bis Röntgenstraße für Motorräder gesperrt sind. Die Sperrung tritt sofort in Kraft. Zuwider- handelnde können mit einer Geldstrafe bis zu 150 Mark belegt werden.

"KündigungdesAngestelltentarlfs. Wie uns mitgeteilt wird, hat der Arbeitgeberverband für Lahngau und Oberhessen den Gehaltstarif für Die Angestellten und Werkmeister in Oberhessen zum 30. September gekündigt. Der Zeitpunkt der Der- Handlungen über den neuen Tarif steht bis jetzt noch nicht fest.

* Nur Durchschreibe-Ouittungen sind gültig. In einer Bekanntmachung der Stadtverwaltung im heutigen Anzeiaenteil wird darauf hingewiesen, daß nur die aus Durchschreide- büchern ausgeschriebenen Quittungen des städtischen Pfandpersonals Gültigkeit haben.

e* D l e Museen und der Heldenturm sind am Sonntag zwischen 11 und 13 älhr bet gewöhnlichen Preisen geöffnet.

Dr. Hugenberg kommt nach Gießen. Wie man uns mitteilt, wird voraussichtlich am Samstag, 24. Oktober, Dr. H u g e n b e r g, der Vor­sitzende der Deutschnationalen Dolkvpartei, in Gießen (Volkshalle) sprechen.

** Weihe Woche bei Schmücker. Dis Firma 3. Schmücker, Marktstraße, veranstaltet in diesen Tagen eine .Weiße Woche", für deren Ausgestaltung man eine besondere Form gewählt hat. Die Dekoration der Schaufenster und vis Ausstattung in den Verkaufsräumen ist in hol­ländischem Stil gehalten. Aus unendlich vielen blauen und weißen Papierservietten wurde z. B. kunstvoll eine holländische Windmühle gebaut, die dem Verkaufsraum im Erdgeschoß da» be­sondere Gepräge gibt. Um da» .Milieu" zu wahren, ist da- DerkausSpersonal auch .auf hol­ländisch auSgestattet" worden: die Mädchen prä­sentieren sich in der freundlichen blautoeißen Tracht der Holländerinnen, während die jungen Märmer in weiten Pluderhosen und der bunten Sacke mit der hohen Mütze ihrer Arbeit nach­gehen. Die originelle Aufmachung dieser Weißen Woche dürfte sicherlich lebhaftem 3nteressr be­gegnen.

"SinheitSkurzschrift. Der Kurzschrift­verein von 1861, der am 13. August auf ein 70- jähriges Bestehen zurückblicken konnte, eröffnet am Montag, 7. September. 19 Ahr, in der Doethe- schule (Westanlage) wiederum einen Ansänger­lehrgang in der deutschen SinbeitSkurzschrist. Die gleichzeitig beginnenden Fortbildungs- und Dik- tailehrgänge geben weiterhin Gelegenheit, sich in der Beherrschung der Kurzschrift auSzubilden. RähereS ist auS der heutigen Anzeige zu ersehen.

Aus dem Amisverfündigungsblatt.

* Das AmtSverkündigungSblatk Olr 60 vom 28. Auaust enthält: Die Erhebung einer Diersteuer in der Gemeinde Hausen Stock- Hausen und Göbelnrod. EchlachthauSanlage des Ludwig Doge! VI. in Mainzlar. Kraft- sahrzeugverkehr in der Gemeinde Lollar. Die Verkehrsregelung in der Stadt Gießen. Krast- droschkenwesen in der Stadt Gießen. Dienst­nachrichten.

Seit 3adre-frift ist auf dem Grundstück »toi» Wxm der Gasskhstraße. der Freillgrakhstrahe und Kömeritraße. in unmittelbarer Rähe der Heil­stätte SelterSberg, der Dau der Orthopä­dischen Klinik im Gange. 3n wenigen Wochen, zu Anfang Oktober, wird der Bau, Der unter der Oberleitung de» Stadtbaurat» Gra­ve r t errichtet toirtK beendet werden. Am 9. Okto­ber soll die neue Klinik in die Verwaltung de» Bauherrn, de» Hessischen Fürforgevereln» für Krüppel tn Darmstadt, über gehen.

Der dreiteilige Bau

gliedert sich tn den Behandlung-bau (mehr­geschossig), den eingeschossigen Bettenbau und in den Verbindungsbau. der die Turnhalle ent­hält, die zugleich auch al» Hörsaal Verwendung finden wird. Da- Gelände ist Insgesamt etwa 6000 Quadratmeter groß, von Denen etwa 2500 Quadratmeter auf den mit Hainbuchen- hecke umgrenzten und mit etwa 60 Obstbäumen bestandenen Gpielwiesengarten entfallen, wäh­rend der übrige Teil auf die Gebäude selbst, den großen Vorgarten und auf den zwischen dem Behandlungsbau und dem Bettenbau gelegenen Turnhvf entfällt. Die Klinikräume sind auf zu­nächst 80 Patienten berechnet, e» ist aber Vor­sorge getroffen, daß auch 100 Patienten In den Räumen un ter gebracht werden können. Für spä­terhin bestehen Erweiterung-Möglichkeiten für den Bet len bau wie für den Behandlung-bau.

Der Behandlungsbau

al» Kernstück der gesamten Klinik liegt mit der Front nach der Klinikstraße zu und btlbet durch seine Ausführung in weißgelben Klinkern einen sehr wirkungsvollen Abschluß der Klinikstraße. 3m Kellergeschoß befinden sich die mit elek­trischer Heizung versehene Küche samt den Reben­räumen, die Heizung, die orthopädischen Werk­stätten. AusenthaltSräume für die Lehrlinge und Lagerräume. Don diesem Geschoß au», bat in allen Teilen hell und luftig gestaltet ist, kann man unmittelbar anschließend in die Räum­lichkeiten unter der Turnhalle und unter den Betten bau gelangen: unter der Turnhalle ist ein kleine» Dureauzimmer für die Küchen Verwal­tung, ferner ein Räh- und Bügelzimmer vor­gesehen, weiter befinden sich hier Kühlräume und Kellergelah. Sin Verbindung-gang führt von der Küche au» zwischen den Räumen unter der Turnhalle hindurch bi» unter den Dettenbau, zu dem die Speisen auf einem TranSportwagen von der Küche hesangeschasst und durch einen Aufzug nach oben befördert werden. Der Der- bindung-gang findet dann seinen Anschluß in rechtem Winkel wieder an da» Kellergeschoß und den Behandlung-bau.

Da» LrdgeschoßdeS Dehandlungsbaue- hat sein Hauptpvrtal an der nördlichen Seite nach der Freillgrathstrahe zu. Hier gestattet eine drei­teilige Flügeltür den bequemen Transport von Patienten auf Tragbahren, die breitfeitig au» Fahrzeugen vor dem überdachten Portal In die Eingang-Halle hereingehoben werden können. Un­mittelbar gegenüber dem Haupteingang liegt die Turnhalle, die nach Süden zu mit Fenster­türen vom Fußboden bi» jjur Decke ausgestattet ist, damit Sonne und Llcht in ausgiebigstem Maße Einlaß finden können und zugleich den Insassen der Klinik der bequeme 5>erau«tritt au» der Turnhalle zum Turnhos möglich ist. Recht» vom Haupteingang befinden sich im Be­

handlung-bau da» Pförtnerzimmer. die Räume der Verwaltung, Warteraum für Pattenten, Untersuchung-räume für ambulante Behandlung, weiterhin Röntgenraum, die Ehefarztz immer, Operatton-räume für Mutige und unblutige Operationen, Sterilisation-raum, Laboratorium usw. Sämtliche Räume sind den neuzeitlichen Erfordernissen enttprechend in den räumlichen Au-mahen gestaltet, ferner ist alle» vorgesehen, toa» für die moderne klinische und orthopädische Behandlung notwendia ist.

3m Oberaeschoy befinden sich im über­höhten Mittettrakt die Wohnungen und der Aufenthalt-raum für die Aerzte. im südlichen Teile die AusenthaltSräume und Wohnungen für die Schwestern, Lernschwestern und Hel'enn- nen. Ferner sind alle modernen Rebenräume zu den Wohnungen tn bequemer Gestaltung und guter Raumbemessung vorhanden.

Der Betten bau

liegt parallel zum Hauptgebäude und ist ein- schossig durchgcführt. Sr hat al» Unterkellerung, tote schon erwähnt, nur einen Flurraum al» 3ubringertoeg der Speisen au» der Küche zum Anrichteraum. Dom Hauptbau au», an der Tum- halle vorbet, passiert man im Bettenbau zunächst die AusenthaltSräume für Männer, ferner die Krankenstationen der Männerabteilung. Daran schließen sich an je zwei Räume für Knaben. Säuglinge. Mädchen und Frauen, schließlich der Aufenthaltsraum für Frauen und Mädchen. Alle diese Räume entsprechen den Anforderungen nach viel Licht und Luft in hohem Maße. Die Krankenzimmer sind so eingerichtet, daß sie den Vorteil der stärkenden Frühmorgensonne in vol­lem Maße besitzen, die 3nsassen aber vor der Einwirkung der sengenden Sonnenstrahlen am Mittag und Rachmittag durch ausgiebige Schat­tenspendung schützen. Breite Türen vom Fuß­boden bi» zur Decke bieten die Möglichkeit, die Kranken in ihren Betten bequem au» den Zim­mern in den Garten zu transportieren, damit sie dort den für ihre Heilbehandlung außerordentlich großen Vorteil der Frischluftbehandlung ständig genießen. 3n dem Beitenbau befindet sich auch eine Privatstation mit mehreren Zimmern, damit allen Ansprüchen der Heilung suchenden Pa­ttenten genügt werden kann.

Umfangreiche (Barfenan lagen

werden dem Bau zur äußeren Zierde gereichen. Dor dem Hauptbau wird link» vom WirischastS- eingana ein Gemüsegarten angelegt werden, auf der rechten Seite wird sich ein Blumengarten für bie Schwestern anschließen. Seitlich de» Haupt- einganges sollen Rasenflächen geschaffen werden; ha» große Garienstück neben dem Dettenbau wird durch Sinsäen von VraSsamen zur Spiel­wiese gestaltet.

Der Gesamleindruck dieses flllnifbauei

ist schon heute, da die Werkleute tn den Räumen noch eifrig hantieren, ein sehr guter. Man darf sagen, daß der bauleitende Architekt, Stadtbaurat G r a v e r t, mit diesem Dau ein Werk schaffen wird, da» sich durch seine schlichten und schönen Dausormen, wie auch durch die Gestaltung In allen Einzelheiten in jeder Weise sehen lassen kann. Der Hessische Fursorgeverein für Krüppel und die Kliniken unserer Stadt werden auf diesen Dau zum Besten der leidenden Mitmenschen mit Stolz blicken können.

Die Fledermaus", öd)aaplanrnübertrogung< Verein Rudersport und Akademische IRuberabteilungl Herdstregatta, Book-hau», Vorrennen 8.30 Ubr, Hauptrennen 14 Uhr Lichtspielbau», Bahnhof- ftraße:Die blonde Nachtigall".

Au» dem Stadttheaterbureaii wird uns geschrieben: Da die für btt Sommer» spiclzelt 1931 vorgesehenen Gastspiele auswärtige« Bühnenkünstler beendet sind, wird die 3ntendanz die Sommerspielzeit mit Aufsührungen durch ba» eigene Ensemble beenden, ilnb zwar sind für den Spielplan noch vorgesehen da- Dolk-stück .Alt- Heidelberg" von Mever-Förster, sowie die Ko­mödie .Der Garten Eden" vonDernauer und Oefterreicher Die meisten Mitglieder de» Ensem­ble» 1931 32, vor ollem die Dlcuengoü irrten. wer­den Gelegenheit haben, sich dem Gießener Publi­kum in dielen beiden Ausführungen vorzustellen. .Alt-Heidelberg" wird am Sonntag, 6 September. 19 Ubr in völlig neuer 3nszenierung (Spiel­leitung: Karl Dolck) erstmalig zur Aufführung gelangen.

Spinat 20 bi» 25, Römischkohl 8 bi« Dohnen 15 bis 25, Unterkohlrabi 5 bi» Tomaten 15 bi» 20, Zwiebeln 10 bi« Kürbi« 5 bi« 6, Pilze 20 bis 25. Honig 40 bi» 50 Kartoffeln 3,5 bi« 4 (pro Zentner 3 bi» 3,50 Mk.)' Frühäpfel 10 bi« 15, Falläpfel 4 bi« Dirnen 10 bis 20, Dörrobst 30 bi« w Pfirsiche 40 bis 60, Preihelbeeren 35 bi« 40 Brombeeren 30 bis 35. Zwetschen 15 bi« 20 Mirabellen 30 bis 35. Reineclauden 10 bi« jg- Hähne 90 bis HO. Suppenhühner 90 bi« 100 Pfennig pro Pfund: Eier 9 bi« 10. Salat 5 bi« 10 Blumenkohl 30 bis 70. Endivien 10 bi« 15* Salatgurken 10 bis 20, Einmachgurken 2 bi« 4 Oberkohlrabi 8 bis 10, Sellerie 10 bi« 20,' Lauch 5 bis 10. Rettich 10 bis 15. Tauben 50 bi« 70 Pfennig pro Stck.; Radieschen 10 bi« 15 Pf. pro Dd.

glänzter Tag, und sein Farbenwunder nur flüch­tig skizziert. Wer vermöchte denn auch, seine Farben und Schönheiten mit Worten zu schreiben?

Erfahrung von t -

Fabrlklager: Werner Gerson, Frankfurt a,H., HohenetanfenstraBe 5, Tel. Main rau 71075,

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