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OerLandbundzur Lage der Landwirtschaft

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Die Wetterlage.

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seitherigen Gau anheimgestellt, eine neue Teilung in zwei BeV.r!« vorzunehmen (Gebern-Orten- berg und Büdingen). Mit beginnendem Geschäfts­jahre am 1. Oktober tritt der neugebildete Gau Riddatal", der etwa 20 Verein« umfaßt, aber nach Hungen und L a n b a ch erweitert wer­den kann, als neunter Gau zur Gruppe Ober­hessen. Mit einemHoch" auf das deutsche Lied wurde die Versammlung geschlossen. Sie war um­rahmt von schönen gesanglichen Darbietungen des Platztxreins nge r 1 u st", sowie desMän - nerquartetts" (Büdingen).

Kreis Schotten.

LJ Ulrichstein. 23. Äug. Sein 50. Ju­biläum konnte heute der hiesige Zweigver­ein des Vogelsberger Höhenclubs fei­ern. Die Festlichkeiten dieses Tages wurden durch gemeinsamen Besuch des Gottesdienstes eingelcitet. Vach der Feierstunde auf dem Friedhof, wobei man der verstorbenen Der- einsmitglieder gedachte, versammelten sich die einzelnen Zweigvereine im Gründungslokal, dem .Darmstädter Hof" zu einer Gründungs­feier des Gesamt-VHC. Der Vachmittag war dem Festakt auf historischer Stätte, dem Schloß- berg, Vorbehalten. Vach einem einleitenden Mu­sikvortrag des Musikoercins Ulrichstein begrüßte der Dorsihenbe des Zweigvereins, Tierarzt Weiski, die Gäste und legte dar, daß der Zubelvercin wohl vor 50 Jahren geboren worden sei. aber durchaus nicht alterte, sondern sich jung erhalten habe und es auch für die Zukunft zu bleiben hoffe. Vach einem sinnigen Prolog brachte der Gesangverein Ulrichstein ein Lied zum Vor­trag. Der Festredner, Oberamtsrichter Bach­mann (Gießen), erklärte, daß es einen immer wieder in dieses urwüchsige Gebirge ziehe, dessen

zu teilen, oder ihn in drei D^irke zu gliebern (Vidda, Schotten, Büdingen und Gedern), lösten eine lebhafte Aussprache auS. Vach mehr als zweistündiger Diskussion gelangte ein Antrag zur Abstimmung, die Verein« des V i d d a t a l s zu einem neuen G au zusammei^ufassen und die ükri ... -

Gier 9 biS 10; Blumenkohl 30 bis 70; Salat 5 bis 10; Salatgurken 10 bis 20; Ginmochgurken 2 bis 4; Endivien 10 bis 15; Ober-Kohlrabi 8 bis 10; Lauch 5 bis 10; Rettich 10 bis 15; Sellerie 10 bis 20; das Bund: Radieschen 10 bis 15 Pf.; der Zentner: Kartoffeln 3 bis 3,50 Mark.

Bornotizerr.

Tageskalender für Dienstag. Bauerfcher Gesangverein, 20.30 Uhr, Zusammen­kunft bei Mitglled Sieck. Lichtspielhaus, Bahn­hofstraße: .Das Flötenkvnzert von Sanssouci" (DolkStag).

Dom Erntewagen gestürzt. Gestern, gegen 19 Uhr ereignete sich am Schiffenberger Weg unmittelbar am Bahnübergang ein Un- glückssall. Der etwa 21 Zähre alte Bäckergeselle Heinrich Bindewald, ber bei Srntearbeiten geholfen hatte, stürzte, da einige Garben inS Rutschen gerieten, vom Wagen herab auf die Straß« und erlitt neben einigen geringfügigem Hautabschürfungen eine Gehirnerschütterung, die feine Uebersührung in die Chirurgische Klinik nottoenbig machte. Der Zustand des Verunglück­ten gibt zu keinerlei ernsteren Bedenken Anlaß.

Fahrplanänderung. Der Perfonen- zug 1103, ber Dad-VaubeimRübeSheim (Dad- Vauheim ab 8.57 Uhr, Rübe-Heim an 11.06 Ubr), sowie ber Rückzug 1104 (Rübeshcim ab 19.58 Uhr, Dad-Vauheim an 22.29 Uhr) sollen an allen Sonntagen im September, einschließlich 27. Sep­tember verkehren. Unsprünglich war die Durch­führung dieser beiden Züge nur bis 31. August vorgesehen.

" .Der gedeckte Tisch", die sehenswerte Ausstellung, die vomHauS der Handaroeit" im Lichtspielhaus Seltersweg zusammen mit ver- schiedenen anderen Gießener Firmen veranstaltet wird, hat bisher einen außerordentlich starken Zuspruch gesunden, so daß sich die Veranstalter veranlaßt sehen, die Ausstellung noch um einig« Tage zu verlängern, um damit jedermann Ge­legenheit zu geben, die Ausstellung ebenfalls zu besuchen. Folgende Firmen haben zum Gelingen der Ausstellung beigetragen: Kunstgewerbebaus Bach, Lang & Wieder st ein und Brüder Schmidt stellten Tafelgedecke, Porzellane,Tafel­glas und Tafelschmuck auS, die Firma Hahn- Wehrheim gab die Möbel, das .HauS der Handarbeit" Tischdecken aller Art, Gedecke usw. und daS Dlumenhaus Dietz die Blumenaus- schmückung.

2 0. ArbeitSjubiläum. Der Arbeiter Adolf Walter aus Daubringen konnte gestern auf eine 20jährige Tätigkeit im Botanischen Gar­ten der Universität Gießen zurückblicken.

Personalie. ZollinspektorLudwigH ö hn jun. in Düren im Rheinland, wurde m?t Wirkung vom 1. September 1931 ab zum Ober-Zollinspek- rcr bet dem Hauptzollamt in HeinSberg (Rhein­land) befördert.

Oberbeffen.

50 Jahre Kirchengesangverein Grünberg.

-s- Grünberg. 24. Aug. Der hiesige K i r » chengesangverein beging am Sonntag die Feier seines 50jährigen Bestehens. Don auswär­tigen Kirchengesangvereinen waren erschienen: Burkhardsfelden, Londorf und Watzenborn-Stein­berg. 3m Festgottesdienst am Vachmittag hielt Pfarrer Lic. Dr. Stumpf- Merlau die Festpred.gt, während die Vereine unter Leitung von Lehrer Roth zwei Massenchöre vortrugen. Eine V a ch f e i e r schloß in ber Turnhalle an, bei bet Dekan Schmidt al- Vorsitzender des IubelvereinS allen mitwirkenden Vereinen banftc. Mit Ehrenurkunden konnte er 13 Mitglieder, bi« auf «ine 20- und mehrjährige Mitgliedschaft zu­rückblicken konnten, auszerchnen. darunter drei ber Grünber. Ehrenurkunden erhielten: Frau Sei- f a t t. Ww«.. Fräulein M. Schäfer, Fräulein M. 3 ö ck e l. Fräulein M. Möser. Küfer- meister Möller. Lehrer Roth (Dirigent), Kaufmann Schweihguth, Frau Metzger- meistcr Böß, Frau Rechner Möller, Frau Kaufmann Leineweber. Rettvr Dender, Mehg.rmeister Heidt und Steuerfekretär W. V e e b. Glückwünsche übermittelten Pfarrer Marx- Darmstadt als Vorsitzender des Landes­verbandes hessischer Kirchengesangvereine. Bür­germeister Dr. M i l d n e r für di« Stadt, Pfarrer G r a u I i n g für den Kirchenvorstand, älhr- machermelfter 3öckel für den Männergesang-

die übrigen Verein« des GaueS als Gau Vogels» bc.rg-Süo zu belassen. Dieser Antrag wurde mit Stimmenmehrheit angenommen. Gleichzeitig wurde es dem immer noch 40 Vereine umspannenden

Friedberg, 23. Äug. 3n einer äußerst zahl­reich besuchten Landbundversammlung unter dem Vorsitz von Karl Deith (Reichelsheim) sand hier eine lebhafte Äu-sprache über die derzeitige Wirtschaftslage und über die zu treffenden Maß­nahmen, veranlaßt durch die Mißgunst der Wet­terlage statt. Der Dorfitzende schilderte die für die Landwirtschaft ernste Votlage, wie sie der anhaltende Regen verschärft hat, so daß c- dem Landwirt unmöglich wird, seinen steuerlichen Ver­pflichtungen nachzukommen. ÄuS diesem Grunde wurde die steuerliche Belastung durch die durch die Votverordnung bestimmten 120 Proz. 3ahreS- zinsen für den Steuerverzug als ungerechtfertigt zurückgewiesen. Der LanbcSverbandsvorsitzcndc Dr. v. H e l m o l t befaßte sich mit der Frage ber Maßnahmen zur Behebung ber Röte und Sorgen. Er streifte die vom Lanbbund ein- gebrachten Anträge an di« Ministerien und daS LanbeSfinanzamt gegen bic rigorose Steuerein­treibung.

3n erster Lienie fanben die 5 Prozent ©teuer- Anschläge Ablehnung, da ber Dauer unmöglich als böswilliger Steuerzahler anzusehen fei.

Der Präsident der Hessischen Landwirtschafts­kammer Darmstadt, Hensel, sprach über die beim hessischen Staat, dem Reich und dem Land- wirtschastSrat mit dem Ziele der

Beteiligung der hohen Zinsbelastung und un­bedingter Steuerffunbung für die Landwirtschaft sofort nach Dekanntwerben ber Votverordnung unternommenen Schritte. Schon damals wurde ähnlich ber Osthilfe eine Westhilfe, besonberS für baS hessische Gebiet gefordert. Damals hoffte man noch auf eine reichliche Mittelernte und glaubte, seinen steuerlichen Derpflichtunaen Nach­kommen zu können. Heute wissen di« Landleute nicht wohin in ihrer Vot! Sofort nach den Auswirkungen bei Unwetters hat die Kammer weitere Schritte mit dem Ziele einer Äu-sprache über die zu treffenden Maßnahmen mit den Mi­nisterien unternommen. Dem früheren Bürger­meister G les sing vom LanbeSfinanzamt ist eS

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Aus ber Provinzialbauptssadt.

Gießen, den 25. August 1931.

Die Lehre der Zahlungskrise.

Ällmählich gewinnen wir z» den hinter un- liegenden 3uliwochen genügend Abstand, um in Luhe die zurückliegenden Ereignisse einmal kritisch «u betrachten. Dabei drängt sich dem unbefange­nen Beobachter sehr bald die Feststellung aut daß im Grunde genommen viele- von dem Vatte vermieden werden können, was sich ^l-ernpfind- Kche Störung herau-stellte. Letzten Ende- hat auch die Bevölkerung selbst, zumindest indirekt, Anlaß zu den Votmahnahmen gegeben. Auch tn den vergangenen 3ahren durchlebten Wir un­ruhige Zeiten, die Wirischaslskrise und die poh- tische Krise sind ja leider nicht erst neueren Da­tum- aber immer konnte der Zahlungsverkehr ohne Schwierigkeiten bewältigt werden, weil baS ©ublifum nur die notwendigen Abhebungen vor- nahm und laufend die nicht sofort benötigten Be­träge bei den Geldinstituten einzahlte.

Sine Stockung trat erst ein, als auS weit über­triebenen Befürchtungen herau» am 13. 3uli ein allgemeiner Ansturm auf die Kassen einsetzte. Die Gargeldbeträge waren naturgemäß bald aufge­braucht und die- um so mehr, al- auch ber Ein- Lgenverkehr in Stockung geriet. Einen ganzen Monat hindurch mußten wir eine Zwangswirt­schaft auf dem Gebiete deS ZahlungSwesenS er­tragen, ihre ungünstigen und unerfreulichen Aus­wirkungen find bekannt. Darüber hinaus traten auch schädliche Folgen vor allem In der notwen­digen Erhöhung b«S Diskont- und der ZmSfatze «in die für die kreditnehmende Wirtschaft eine Weitere schwere Belastung nach sich zog. Man mußte daher sobald wie möglich wieder zu freiem Zahlungsverkehr übergehen.

Allen Befürchtungen zum Trotz gelang dieser Lebergang sehr schnell und fast reibungslos. Vun­mehr ftinktioniert der Au-gleich zwischen Ein- und -u-zahlungen. und er wird so lange funktionieren, fo lange zwischen Sin- und Auszahlungen ein gesunde- Verhältnis bestehen bleibt. Man kann also tatsächlich sagen, daß von dem Verhalten der Bevölkerung zum großen Teil die glatte Ab­wicklung de- Zahlungsverkehrs abhängt. Diese einfache Feststellung sollte sich jeder einzelne vor Augen hallen und darau- die richtigen Fvlgerun- ^Man^st heute leicht geneigt, von den Geldinsti­tuten die Unterhaltung einer höheren Liquidität^ guote zu fordern, aber man vergißt dabei, daß die Mittel, die für Liquiditätszwecke zurückgestellt werden, nicht mehr al- Kredite für die Wirtschaft 1 verwandt werden können. Wir leben in einem ka­pitalarmen Land, dessen Kapitalien nach Abzug der AuSlandgelder finanziell noch weiter vermin­dert sind. Wenn wir uns selbst weiterhelfen wol­len -- und wir sind auf un- allein angewiesen, sv bleibt nicht- andere- übrig, als die richtige Lehre au- ber überwunbenen ZablungSkrise zu z ehen, nämlich keine unnötigen Abhebungen vor- zunehmen und alle verfügbaren Gelber zur Kasse zu bringen.

Die Verzinsung ber Steuerrückstände.

wie bat Relchssinan,Ministerium mitteilt, waren die in der Notverordnung über Zuschläge für Lteuerrückstände vom 20. Juli 1931 festgesetz­ten Zinssätze und Verzugszuschläge erforderlich, um wieder pünktliche Steuerzahlungen zu erreichen, von verschiedenen Selten ist mit Rücksicht auf die Herab­setzung des Reichsbankdiskonte» angeregt worden, die getroffenen Maßnahmen auszuheben. Die Aushebung kommt jedoch im Hinblick auf die Finanz­lage de» Reiches noch nicht in Betragt. Die Finanzämter sind aber angewiesen worden, bei Fest­setzung der Stundungszinsen auf die wirk- stzaf tliche Lage de» Pflichtigen Rück- sicht Zu nehmen und soweit erforderlich Lnt- gtgenfommen zu zeigen. Auch bei Festsetzung brr Verzugszuschläge für Steuerruckstände von 5 v. h. fir den halben Monat sollen die Finanzämter un- nötige Härten vermeiden und von der Zestsehung eine» Verzugszuschlages bann absehen. wenn die Frist unverschuldet nur um ein ge­linge» überschritten wird.

Heimattagung aus dem Schiffenberg.

Die am Sonntag auf dein Schissen berg abgehal- t trne Heimattagung war trotz ber zweifelhaften Witterung außerorbentlich gut besucht. Es mögen Wohl 2000 Personen gewesen sein, die aus Stabt tmb Lanb an der in allen Teilen gut burd)geführ­ten Veranstaltung t eingenommen haben. 3n lern reichhaltigen Programm, besonbers aber in ter Ansprache von Bürgermeister Dr. Hamm, e letzen, kam in treff en ber Weise die Bedeutung derartiger Veranstaltungen zum AuSbruck: Pflege deS HeimatfinnS, Hinweis auf bie Schönheiten des vchiffenbergs uixb feiner näheren Umgebung, Stärhing des Zusammengehörigkeitsgefühls von Stadt und Land ohne Unterschied auf Stand und beruf. Reben musikalischen Darbietungen erfreute ber Gesangverein .Germania", Watzenborn-Stein­berg", durch einige gut zum Vortrag gebrachte Lieder. HÄmatdichter Gg. Heß, Leihgestern, »artete mit einem bem Charakter bet Veranstal­tung angepaßten Prolog sowie mit einem wei­nen Vortrag aus seinen Werken auf. Sehr gut ' gefiel auch ber vom Rabsahrverein 1885 Gießen ausgesührte Schmuckreigen. Die vom Turnverein Hausen 1864 gezeigten Freiübungen kamen exakt pr Ausführung. Diel Freube für jung imb alt brachte die Kinder Polonaise mit den anschließen­den Aufführungen deS KafperltheaterS und der Aufstieg eines Luftballon-. Bei ber mit eintre- tenber Dunkelheit einsehenben Lampionbeleuch- iung'bot die Mäbchengrupp« bes Sportvereins Sarbentcich einen effektvollen Elfenreigen. Den Schluß deS offiziellen Programm- bildeten Qeitcr- Mjramiben der 3ugenbgruppe des MarinevercinS Bietzen.

Gietzcncr Wochcnmarktpreise.

C- kosteten auf dem heutigen Wvchenmarkt bas Vsimd: Butter 140 bis 150; Matte 30 bis 35; Jäfe (10 Stück) 60 bi« 140; Wirfing 8 bi- 10; Deitzkraut 8 bis 10; Rotkraut 10 bis 12; gelbe Aden 10 bis 12; rote Rüben 10 bi- 12; Spinat *0 bis 25; Römischkohl 8 bis 10; Dohnen 15 bis Unter-Kohlrabi 5 bis 6; Erbsen 15 bis 20; «Tomaten 15 bi- 20; Zwiebeln 10 bi« 12; Kürbis -bi« 6; Pilze 20 bis 25: Kartoffeln 3,5 bis 4; jMihäpiel 12 bis 15; Falläpfel 4 bi« 5; Dirnen bis 20; Dörrobst 30 bis 35; Pfirsiche 40 bis 60; Mitzelbeeren 30 bis 35; Brombeeren 30 bis 35; pflaumen 10 bis 15; Zwetschen »5 bis 20; fUlira- b«llen 30 bis 35; Reinellauden 10 bis 15; Honig bi« 50; junge Hähne 90 bis 110; Suppen- kühner -0 bis 100; bas Stück: Tauben 50 bis 70;

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Wettervoraussage.

Das neue westliche Tief ist mit seinem Kern bis über Nordsrankreich weitergewandert, hat jedoch an Energie bedeutend einaebüßt. Die ausgleitende Warmluft seiner Vorderseite hat bereits im Lauf« des gestrigen Tages Bewölkungsaufzug und wäh­rend der Nacht auch Niederschläge verursacht. Di» Störung wird bei ihrem Weiterzug a^Fh unseren Bezirk überqueren und noch Niederschlage mit sich bringen, die aber beim Nachfolgen kühler Luft an der Rückseite mehr in Schauern auftreten und teils von Gewitterstörungen begleitet sein dürften. Mit dem Zustrom der Kaltluft, die bereits über den bri­tischen Inseln und Westfrankreich südwärts fließt, ist Lustdruckanstieg verbunden, so daß sich der hohe Druck über Irland mehr nach dem Festlande aus- breiten kann Dabei werden die Temperaturen einen Rückgana erfahren und di« Wolkendecke wird sich mehr lichten.

Vorhersage für Mittwoch: Vorerst noch Niederschläge, jedoch mehr in Schauer übergebens bann wechselnd wolkig mit vorübergehender Aufheite» rung und kühler.

Lufttemperaturen: am 24. August mittag« 17,8 Grab Eelsius, abenbs 14,3 Grab; am 25. Äugust morgens 15,1 Grab. Maximum 18 Grab; Minu- mum 13,6 Grab. Vieberfchläge 2,5 mm. Erb- temperaturen in 10 cm Tiefe: am 24. August abenbs 17,2 G^ab; am 25. August morgen« 15,0 ®rab EelsiuS. Sonnenfcheinbauer 3*/a Stunde^

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®cburt«fhmbc von Feuer und Muren begtettd gewesen sei. Zurück zu Sittenreinheit unb treue sebe« einzelrwn sei Gebot der Stunbe, denn ohne gesunde Keimzellen gebe e# keinen gefunben Or­ganismus. Der Ruf de« Freiherrn vom Stein vor hundert 3ahren dürfe heute erft recht nicht ungehört verhallen. Zahlreich waren die Glück­wünsche, die dem 3ubelverein von ben einzelnen Zweigvereinen bargeboten wurden. Dr Druch- häufer gratulierte al« erster für ben Gesamt- BHE. Da« von ihm verfahte Festspiel fand bank- bare Zuhörer. Mit bem Deutfchlanblieb endete der Festakt. Gemütliches Beisammensein vereinigte sodann bie Teilnehmer noch einige Stunden.

Starkenburg.

Langen (Heften), 24. Aug. (WSN.) In ber Nacht »um Montag hat sich tmAnusgorichlsgciängni»Langen -er Landwiri Bardo nncr au» Dreieichen- ) a i n , ber am vergangenen Donnerstag seine Ehe­rau erschlagen hat, iy seiner Zelle erhängt. Bar- >onner soll ichon früher angekünbigt Haden, daß er einem Leben ein Enbe machen wolle. Damit hat bic Tragöbie ber Familie Barbonner, bic in den letzten Tagen das Tagec-gHpräA von Dreieichendaia und Umgebung bildete, ihren Abschluß gefunden.

Rheinhessen.

WSV. Mainz, 23. Aug. 3n ber Zeit vom 13. bi« 19 September hält die Deutsche Geo­logische Geselllchaft hier ihre Haupt­versammlung ab. Während ber Tagung fin» ben neben wissenschaftlichen Vorträgen im Schloß Exkursionen in ber Umgebung von Mainz, im Taunus, Obenwald sowie im Hunsrück statt.

preuhen.

Kreis Wetzlar.

O Dornholzhausen, 24. Aug. Reges Leben herrschte gestern in unserem Orte. Der Kreis- verbanb Wetzlar ber 3ungmäbchen- oe reine feierte fein bieSjähriges Kreisfest, das ben Eharakter eine« Gautresfen« trug. Den Auftakt zu bem Feste bildete ein Gottes­dienst in ber Kirche. Pfarver Steiner (Leun) hielt bie Festpvebigt. Die VachmittagSveranstal- hmgen würben eingeleitet mit einem Festzug, ber sich von ber Turnhalle zum Walbsportplatz auf bem Kesselberg bewegte. Vach gemcinfamcm Gesang und EingangSgebet von Pfarrer Koch (Lühellinben). begrüßte ber Vorsitzende be« Kreisverbandes, Pfarrer Heiber (Dorlar), die Teilnehmer und Gäste. Der OrtSgeistliche, Pfar­rer Schneider, grüßte die Versammelten im Namen ber Gemeint. 3m Mittelpunkt ber Ver­anstaltung ftanb ein Festspiel, ba« von ben 3ung- mäbchen Hochelheims geschickt aufgeführt würbe. Verschiebene Darbietungen ber anberen Vereine be« Kreis Verbandes verschönten ba« Fest. Ein sinnige« Zwiegespräch zweier Mäbchen au« Lützel- linben beschloß ba« Programm. 3n ber Schluh- anbacht in ber Kirche sprach noch Lehrer K unz (Krvffelbach).

Kreis Marburg.

verein uitb Pfarrer Staubach- Watzenborn- S:einberg in seiner Eigenschaft als Vorsitzenber ber Kirchengesangvereine be« Dekanats Gießen. Es folgten bann Einzelchöre der Kirchengesang- verein«: Durkharbsfelden, Lonborf, Watzerrborn- Steinborg, Grünberg und der beiben hiesigen GesangvcreineMännergesangverein" unb ..Sän« gerkranz". Bei beiben Veranstaltungen wirkte auch bet Musikverein mit.

Landkreis Gießen.

Lang-GönS, 24. Äug. Am SamStag fanb hier, von gutem Wetter begünstigt, auf bem Kirchplatz ba« diesjährige 3ugendfest statt. Vach einer kurzen Ansprache des Ortsgeistlichen, Pfarrer Wahl, sprach der Stift-Pfarrer D raubt au- Lich über bie »Helligkeit ber 3u- genb". 3m Anschlüh daran führten die Kinder der Kleinkinderschule einige Spiele auf. Die Feier endet« mit einem humorvollen Dialog zweier Schülerinnen.

KreiS Büdingen.

nd. Vidda, 23. Aug. Heute wurden bie Konfirmanden im Gottesdienst durch Pfarrer Laut feierlich in den Konfirmanden­unterricht eingeführt. Zu ber Feier wa­ren bie Eltern, Paten und Verwandten der Kin­der sowie die ®cmeinbegiieber de« Kirchspiel« zahlreich erschienen. Der Geistlich« hielt ein« ein­drucksvoll« Predigt. 3hre Zahl ist gegenüber ber Vorkriegszeit klein und beträgt 31 Kinder: 18 Knaben und 13 Mädchen. Hiervon wohnen in Vidda 10 Knaben und 8 Mädchen, in ilnter- Schmitten 3 Knaben und 4 Mädchen, in Kohden 5 Knaben und 1 Mädchen. Au« den Fllialen Michelnau und Bad Salzhausen werden nächste Ostern keine Kinder konsirmiert.

? D1 eiche nbach, 24. Aug. Ein außeror­dentlicher Vertretertag des Sänger­gaues VogelSberg-Süd beschäftigt« sich gestern mit ber Lösung der räumlichen Schwierig- feiten, di« durch bas starke Anwachsen bes Gaues auf 59 Verein« entstauben waren. Zu den Ver­handlungen, die von bem Gauvorfihenben ©in­ner (Bleichenbach) geleitet würben, war auch ber Geschäftsführer des Hessischen Sängerbundes, Roth (Darmstadt), erschienen. 22 Vereine hat­ten Vertreter entfanbt. Di« Vorschläge, ben Gau

zu banken, daß steuerstunbungen nach Maßgabe wohlwollend geprüft werden sollert. An Stelle ber unmöglichen 120prvzentigen Zinsbelastung wirb ein Zuschlag von jährlich 8 Prozent bei Steuerverzug geforbert werben Bei ber Lcha - ben-fe ftftellung wirb g.forbert, daß neben ben Sachverständigen ber Kammer dort, wo ber Bürgermeister fein Landwirt ist, der Beigeordnete mit herangezogen wird.

Dr. Sauer vom Reformbund der Landwirte umrih die

Forderungen der candmirtschastskammer zum Schutze gegen bie fortschreitende Verschuldung.

die im Westen und besonders in Hessen stärker um sich greife. Hilfe muß für alle, nicht nur für einzelne Betriebe kommen. Es bleibt bie Frage, wie bic Einnahmen ungefähr gesichert unb bie Ausgaben gesenkt werben und bic Be- horben auf biefe Möglichkeiten aufmerksam ge­macht werben können. Dabei muß eine zweite PreiSsenkungSaktton, -die wie bie erste auf bem Rücken deS Bauern ausgetragen wirb, unbebingt verhinbert werben. Die Kartosielernt« muß eine LInterstühungsaktion erfahren, notwendig ist bie Senkung ber Kartellpreise für Stickstoff, Tho­masmehl usw. Weitere Forberungen finb Abkehr von ber Lohnpolitik, Beseitigung ber OTebrbe- laftung durch bic Krankenkasse, ein Tariffeierjahr, Senkung ber Strom- unb Gaspreise usw.

Deith (Reichelsheim) gab einen Heberblid über ben Umfang ber WitterungSschäben. Für bic Vassauische Bauernschaft im Bezirk WieS- baben sprach Landwirt Volz die Verbundenheit in der Vot au«, bie er auf ganz Sübwestdeutsch- laixb übertragen willen wollte. Er unterbreitete bic Forberungen ber nassauischen Dauern in Bezug auf bie Herabminberung aller Steuern, Zinsen, Lasten unb ©emcinbeabgaben. 3n ber anschließenden Aussprache wurden die Forderun­gen lebhaft unterstützt. ES wurde eine Kommission f;cbilbct, die die einzelnen Forderungen formu- iert den zuständigen Stellen unterbreiten soll.

1 [ Marburg, 24. Äug. Wie au« Eamp am Rhein gemeldet wird, wurde dort bie Leiche be­vor zeyn Tagen bei einer Pabbelbootfahrl auf dem Rhein verunglückten 81jährigen Stabtrat« a. D. Engel gelänbet. Di« Beisetzung erfolgt Mittwoch tn Marburg.

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