Einzelbild herunterladen

fane und er wolle eine bundesstaatliche Rep ubl ik Spanien, bestehend aus den drei am meisten entwickelten Provinzen Kata­lonien, Andalusien und dem Basken­land, und als vierte Gruppe das übrige Spanien, das noch nicht so weit entwickelt sei. Erste Aufgabe dieser bundesstaatlichen Pro­vinzen wäre die Erziehung und Ausbildung des Volkes. Auf die Frage, ob seine Anhänger an den Wahlen teilnehmen würden, könne er erst nach Fühlungnahme mit diesen antworten. Er wolle jetzt eine katalanische Partei der Einigung bilden.

Llnstimmigkeiien bei den Sozialisten.

Madrid, 23. Febr. (Havas.) Ti- Beratung der Vorstände der Sozialistischen Partei und der Allgemeinen Arbeitergewerkschaft haben dazu ge­führt, dah der Führer der Sozialistischen Partei, B e st e i r o, sowie fünf andere sozialistische.Mit­glieder zurückgetreten sind, weil sie sich in der Minderheit betrachteten, da sie für eine Beteiligung der Sozialisten und der Gewerkschaftler an den Wahlen seien. Die Beratung der beiden genannten Organisatio­nen bestätigte den Beschluß, dah die Sozialistische Partei und die Allgemeine Arbeitergewerkschaft an den Corteswahlen nicht teilneh- men, sich dagegen an denStadtrats - und Provinzialwahlen beteiligen würden, weil diese nach ihrer Ansicht einen rein verwal­tungsmäßigen Charakter trügen.

Mahraun fordert ein Hindenburg-Bottsbegehren.

Berliingernng der Amtszeit des Reichspräsidenten auf Lebenszeit.

Holzminden, 23.Febr. Auf einer

hier abgehalkenen Tagung des Jungdeulschcn Ordens gab der Hochmeister Arthur Mahraun die Stel­lungnahme des Jungdeutschen Ordens zum Stahl­helm-Volksbegehren auf Auflösung des Preußischen Landtages bekannt. Er sagte, es sei sehr richtig, sich gegen ein Parlament zu wehren, das nicht mehr dem Sinne der preußischen Bevölke­rung entspreche. Daher werde der Jungdeutsche Orden empfehlen im Sinne dieses Volks­begehrens zu stimmen. Da» Skahlhelmvolksbe- gehren umfasse jedoch nur einen Teil der na­tionalen Kräfte. Es sei notwendig, eine ganz große nationale Einheit herzustellen, um das Gerede von der Bürgerkriegsgefahr in Deutsch­land zu beseitigen, das dem Deutschen Reich und vor allem der deutschen wirtschaft schweren Schaden bringe. Eine solche große Einheit sei zur Zeit nicht durch Ideen zu erreichen, sondern nur durch eine Person, durch den Reichspräsidenten von Hindenburg. Die Amtszeit Hindenburgs dürfe nicht im nächsten Frühjahr beendet sein. Hin­denburg müsse dem deutschen Volke als Führer erhalten bleiben. Um ihn, als Symbol der Einheit, müsse sich die große nationale Front bilden. Deshalb schlage der Jungdeutsche Orden vor ollen anderen Volksbegehren ein solches auf Verlän­gerung der Amtszeit Hindenburgs auf Lebenszeit vor. Dieses Volksbegehren, dar nicht von den Jungdeutschen allein, sondern von allen wahrhaft nationalen Gruppen ausgchen soll, könne allein die nationale Ei­nigung bringen, die notwendig sei, damit das deutsche Volk wieder den Glauben an sich selbst be­komme und damit das Ausland erkenne, daß cs noch eine Autorität in Deutschland gibt, ' die eine stetige Entwicklung sichert.

1 Arbeitslosigkeit und Wehrmacht.

Vorschläge

des Stahthelmführers Düsterberg.

Altvna, 24. Febr. (TU.) Der Elbe-Trave- Gau des Stahlhelms veranstaltete am Montag eine öffentliche Kundgebung, auf der Oberstleut­nant a. D. Düsterberg eine programmatische Rede über die Fiele des Stahlhelms hielt. Er führte u. a. aus, der Stahlhelm müsse verlangen, dah -auf der Abrüstungskonferenz imJahre 1932 deutscherseits eine Wehrmacht gefordert werde, die wenigstens in der Lage sei, eine be- waffnet e Neutralität für Deutschland zu gewährleisten. Selbstverständlich gestatte die trost­lose Lage Deutschlands nicht die sofortige Auf­stellung einer ausreichenden Wehrmacht. Aber die Forderung auf absolute Wehr Hoheit müsse gestellt werden, damit Deutschland in der Lage sei, sich ein Reichsheer mit etwa 300 000 Mann in neuzeitlicher Aus­stattung und Ausrüstung in den nächsten Jah­ren zu schaffen. Außer der Rüstungsfrage bedürfe auch die T r i b u t f r a g e der Klärung. Die fünf Millionen Arbeitslosen könnten durch eine Ver­mehrung der Reichswehr und der damit verbundenen Belebung der Landwirtschaft und Industrie durch Hecresaufträge ver­mindert werden. Ferner könne man durch Ein­führung einer A r be i t s d ie n st p f.l i ch t wenig­stens einen Teil der Arbeitslosen wieder in den produktiven Prozeß eingliedern, natürlich nicht für privatwirtschaftliche, sondern nurfürStaats- Aufgaben. Richt im Klassentompf, sondern nur im engsten Zusammenarbeiten aller Volksschichten würde die Befreiung des deutschen Vaterlandes möglich sein.

Die Dicilenanttcige der ASDAP.

Im Aeltestenrat des Reichstags.

Berlin. 23. Febr. (Vdz.) Der Aeltestenrat des Reichstags hielt eine Sitzung ab, an welcher auch der Vorsitzende der deutschnationalen Frak­tion, Dr. Oberfohren, teilnahm. Dr. Ober» fohren beteiligte sich an den Debatten, berührte aber nicht die Frage der Teilnahme seiner Frak­tion an den PlenarVerhandlungen. Der national* sozialistische Abg. Stöhr hat sich vor zwei Ta­gen als Mitglied des Aeltestenrates an Stelke seines Fraktionskollegen Feder eintragen lassen, nahm an der heutigen Sitzung des Aeltestenrates aber nicht teil.

Der Aeltestenrat beschäftigte sich mit dem Er­suchen des Abg. Stöhr, die Siätcnanträge der Nationalsozialistischen Partei im Plenum in Abwesenheit dieser Partei zu verhandeln und dabei die 107 nationalsozialisti--. scheu Stimmen -trotz ihrer Abwesenheit als für die Diätenanträge abgegeben anzusehen und m i t- zurechnen. Der Ältestenrat schloß sich der Meinung des Reichstagspräsidenten an, daß die Mitzählung abwesender Stimmen

Heue MenverhalAulWU in Paris.

Henderson unterhandelt persönlich mit den Franzosen. Noch keine Einigung über ein Seeabrüstungsabkommen.

London, 23. Febr. (WTB. Funkspruch.) Außenminister Henderson und der Erste Lord der Admiralität, Alexander, sind am Mon­tagmorgen in Begleitung des Abteilungschefs im Foreign Office, Craigie, und eines Sach­verständigen der Admiralität nach Paris ab» gereist, um dort die Verhandlungen mit den amtlichen französischen Stellen über die Flvt- tenfrage, die bereits seit einiger Zeit zwi­schen Craigie und der französischen Regierung im Gange sind, fortzusehen. Das Reuterbureau erwähnt die Möglichkeit, daß Hender.on und Alexander im Falle des Erfolges ihrer Pariser Mission nach Rom Weiterreisen werden, um Italiens Beitritt zum Londoner Flotten­vertrag zu erreichen. 3n diplomatischen und politischen Kreisen hat die unerwartete An­kunft der britischen Minister in Paris völlige Verblüffung erregt. Man ist sich klar darüber, daß die Flottenverhandlungen, die seit April vorigen Jahres im Gange waren, jetzt in ein entscheidendes Stadium getreten sind. Henderson, Alexander und die begleitenden Sach­verständigen hatten im Außenministerium mit Briand und dem Marinemin.ster Dumont eine ein stündige Unterre­dung, der auf französischer Seite auch der Abrüstungssachverständige Masfigli beiwohnte. Kurz nach 19 ilbr verließ Henderson in Beglei­tung des Botschafters Lord Tyrrell den Quai d'Orsay. Alexander und Craigie setzten dagegen mit dem Marineminister Dumont und dem fran­zösischen Sachverständigen die Beratung fort.

Die Erörterung hat noch zu keiner Entscheidung geführt, aber morgen wird eine lange Sitzung abgehalten werden, und Henderson und Alexan- der sollen ihr hoffnungsvoll entgegensehen. 'Cs verlautet, daß die von Craigie gemachten Vor­schläge die Streichung von'lOOOO-Tou- nen-Kreuzern und von A- Booten durch Frankreich einschliehen. Der Wert der ungeschützten oder leicht gepanzerten 10 000-Ton- nen-Kreuzer, die Frankreich zum Rückgrat seiner Nachkriegsflotte gemacht hat, wird von den Sach­verständigen bereits als zweifelhaft ange­sehen. An Ll-Booten besitzt Frankreich eine Tonnage von 77 000 Tonnen, die sich in Verfolg seines jetzigen Dauprogrammes im Jahre 1936 auf 97 000 Tonnen erhöht haben würden. Die jetzigen Vorschläge sollen eine wesentliche Ver­minderung der A-Doottonnage und als Entschädigung eine größere Tonnage von Zerstörern umfassen. Aber die bisheri­gen Zugeständnisse Frankreichs würden die bri-

nicht möglich sei und dah die Antragsteller selber dafür sorgen mühten, dah ihre Anträge auf die Tagesordnung gesetzt würden. Es wurde darauf hingewiesen, dah die jetzige Regelung der Diäten im Plenum des Reichstags ohne jeden Widerspruch, auch der Na­tionalsozialisten, beschlossen sei. Cs wurde weiter zum Ausdruck gebracht, daß die Nationalsozialisten, als sie ihren Austritt aus den Verhandlungen erklärten, versichert hätten, dah sie kein Gesetz, das dieser Reichstag an» nehme, für rechtsverbindlich halten wür­den, und es wurde eigentümlich angesehen, daß die Nationalsozialisten das Verlangen stellten, daß der Reichstag von ihnen beantragte Gesetze annehmen solle, die sie fefber nicht als rechtsverbindlich befrachteten.

Kleine politische Rachrichten.

Der Herr Rei chspräsident empfing eine Vertretung der im Reichsausschuh der K r i e g s - beschädigten- und Krieger Hinter­bliebenen- Fürsorge zusammengeschlossenen Organisationen, bestehend aus den Herren Oberst a. D. v. Rauch, Amtsgerichtsrat Dr. Plein und Major a. D. Goedicke, welche dem Herrn Reichs­präsidenten über die in den Kreisen der Kriegs­beschädigten und Kriegerhinterbliebenen bestehen­den Besorgnisse wegen des Planes einer Umge­staltung der Versorgungsverwaltung (Versor­gungsämter und Hauptversorgungsämter) berich­teten.

Der Reichstag begann am Montag mit einer Trauerkundgebung für die Opfer der Grube Eschweiler-Reserve". Ein kommunistische Hilfe­antrag wurde der Ausschußberatung überwiesen. In allen drei Lesungen verabschiedet wurde eine Novelle zum Gesetz über die Rentenbank- Kreditanstalt. An den Auswärtigen und den Sozialpolitischen Ausschuß ging ein Vertrag mit Oesterreich über Sozialversicherung, an den Han­delspolitischen Ausschuß der Zusatz zum Handels­vertrag mit Frankreich, an den Sozialpolitischen Ausschuß der Cntwurs über den Ausbau der Angestelltenversicherung.

In Wiesbaden starb im Alter von 75 Jahren Admiral a. D. Eduard von Capelle. Von Capelle war 1855 als Sohn eines Fabrikbesitzers in Celle (Hannover) geboren und trat im April 1872 in die Kaiserliche Marine ein. 1891 kam er in das Neichsmarineamt, in dcm er mit einer kurzen Un­terbrechung bis zu seinem Ausscheiden aus dem Dienst geblieben ist. Er war die rechte Hand des Großadmirals von Tirpitz, dessen Nachfolger als Staatssekretär des Reichsmarinea ml s er 1916 wurde. Im Oktober 1918 trat Admiral von Capelle, der im Jahre 1912 in den erblichen Adel­stand erhoben worden war, zurück. Er lebte dann einige Jahre in Berlin und zuletzt in Wiesbaden.

*

Die Durchsicht des bei den Haussuchungen i n d e r Berliner Geschäfts st ekle der national- s o z i a l i st i s ch e n S A. - A b t e i l u n g c n und deren Führer beschlagnahmten Materials ist nun­mehr beendet. Der größte Teil der Dokumente ist be­reits wieder vom Untersuchungsrichter Dr. Beck­mann frei gegeben worden, vor allem die be­schlagnahmte Kartei usw. Nur der Briefwechsel zwi­schen der Berliner SA.-Leitung und Herrn von Maltitz in Innsbruck befindet sich noch in den Hän­den der Staatsanwaltschaft.

*

Der Polizeipräsident von Berlin hat an die sog. Revolutionäre Gewcrffchaftsopposition, die für den 25. Februar 1931 die Aufhebung des Demonstationsverbotes beantragt, für einige Straßen Ämzugserlaubnis nachgesucht und die Zurückziehung der Polizei von den

tische Admiralität zwingen, gewisse Fahrzeuge über die Vertragsmähige Alters­grenze hinaus im Dien st e zu behal- t e n. 'Bevor diese S 4 oierigkeit beseitigt ist, kann der Abschluß einer Vereinbarung nicht erfolgen.

Echo de Paris schreibt: Man habe von Frank­reich verlangt, es solle sein 1922 vom Parlament gebilligtes Flottenbauprogramm von 805 000 Tonnen auf 640000 Tonnen herab- sehen. In Wirklichkeit sei die Herabsetzung noch beträchtlicher, die englische Admiralität wolle sogar eine Herabsetzung auf 620 000 Ton­nen. Die Differenz von 20 000 Tonnen betreffe das Anterscebootbauprogramm (die französische Anterseebootflotte werde bei den Ver­handlungen besonders in Mitleidenschaft gezogen) und das Torpedobootbauprogramm. Ein weiterer Punkt der Diskussion betreffe den 23000 - Tonnen - Kreuzer, den man sranzöfischerseits als ersten einer Serie in Bau nehmen wolle, um mit den Ersahbauten in Deutschland Schritt zu halten. Die Englän­der wollten, dah Frankreich sich auch gegen­über der Ersah-.,Preußen" mit seinen alten, lang­sam fahrenden und seinen zu wenig gepanzerten neuen Heinen Kreuzern begnüge.

Auch politische Schwierigkeiten seien vorhanden. Falls Italien sich weigern würde, Frankreich einen Vorsprung von 150 000 Tonnen zuzuerkennen, wie cs in dem französisch-englischen Kompromiß ursprünglich ins Auge gefaßt worden fei, müsse Frankreich sich unbedingt die Möglich­keit Vorbehalten, dem Londoner Seeabrüstungs­abkommen nur bei Einfügung einer Schiffsklausel beizutreten, die es ihm er­laube, nötigenfalls den gewünschten Vor­sprung seiner Flotte gegenüber der Flotte seines Nachbarlandes zu wahren. Außerdem wolle die französische Regierung, daß das englisch-fran­zösische Flottenabkommen integrierender Bestand­teil eines französisch-englischen Abkommens werde, das für die ganze Abrüstungskonfe­renz überhaupt gelten solle. London bringe diesen verschiedenen Forderungen eine gewisse Ab­neigung entgegen.Petit Parisien" erklärt, französischerseits sei man geneigt, in der Frage der Tonnageziffer bei den Unterseebooten, die die Engländer besonders beschäftige (man könnte die französische .Unterfeeboottonnagc auf die franzö­sische Tvrpedoboottonnage verteilen), nachzugeben, wenn gewisse beträchtliche Kompensationen auf an­deren Gebieten der Abrüstung und auf dem Ge­biete der Politik englischerseits als Gegenleistung angeboten werden würden.

Straßen und vom Lustgarten gefordert hatte, ein Schreiben gerichtet, in dem er unter Hinweis auf die in den letzten Tagen vorgekommenen Plünderungen und Gewalttätigkeiten diese An­träge ä b l e h n t und darüber hinaus auch die für den Lustgarten usw. beabsichtigten Versammlungen und Umzüge unter freiem Him­mel verbietet.

Reichsminister des Auswärtigen Dr. Cur» tius ist aus seinem Urlaub nach Berlin zu- rückgekehrt und hat seine Dienstgeschäfte wieder aufgenommen.

*

Die französische Finanzgruppe, die sich um die Konzession zum Bau und Betrieb der Eisen­bahnlinie Ostoberschlesien Gdin­gen bewirbt, wird gemeinsam mit der staat­lichen polnischen Landeswirtschaftsbank in der nächsten Zeit eine französisch-polnische Aktiengesellschaft ins Leben rufen, die dann mit der polnischen Regierung wegen Ueber- tragung der Konzession verhandln wird.

*

Die argentinische Regierung hat durch ein soeben veröffentlichtes Dekret eine ganze Reihe bisher zollfreier Artikel mit Ein­fuhrzöllen von 5 bis 32 Prozent belegt. Das Dekret tritt am 23. Februar in Kraft.

Aus aller Well.

Starker Schneefall in Südbayern.

Der seit Samstag andauernde Schneefall hat in Südbayern und besonders in den Bergen eine Schneehöhe ergeben, wie sie in diesem Winter noch selten und im Februar seit vielen Jahren nicht erreicht worden ist. In München betrug am Montagmorgen die Schneehöhe 29 cm, im Ge­biete der Voralpen ist fast durchweg eine neue Schneedecke in Höhe von einem halben M c t e r gemessen worden, so daß der Verkehr auf den Straßen stark behindert ist und oftmals Autos ausgeschaufelt werden müssen.

Lawincnunglückc.

Am Monte Rosa sind drei deutsche Tou­risten von einer Lawine ersaßt worden. Einer von ihnen konnte nur noch als Leiche ge­borgen werden. Nachrichten von der Ber­gung des bei dem Lawinenunglück auf dem Pat- scherk 0 fel verschütteten Wieners T 0 n i M ü l- ler bestätigen sich nicht. Toni Müller scheint an der tiefsten Stelle der Lawine zu liegen und konnte trotz angestrengtesten Suchens bis jetzt noch nicht gefunden werden. Ob die Bergungsarbeiten morgen fortgesetzt werden kön­nen, hängt von der Witterung und der damit verbundenen Lawinengefahr ab.

Drei Todesopfer einer Explosion.

In Kronstadt in Siebenbürgen erfolgte im Laboratorium des Filmbureaus Concordia eine Ex­plosion. Drei Personen wurden buchstäblich in Stücke gerissen. Mehrere Personen wurden verletzt. Die Explosion verursachte einen Brand, der von der Feuerwehr nicht gelöscht werden konnte, so daß das ganze Gebäude eingeäschert wurde.

Der Anschlag auf den Schwedcnzng vor Gericht.

Dor dem Schwurgericht Prenzlau wird sich der Arbeiter Ernst Ladewig wegen versuch­ter Tötung, versuchten Raubes und Transportgefährdung zu verantworten haben. Ladewig hat am 26. November 1930 ver­sucht, zwischen Seehausen und Prenzlau einen Anschlag auf den D-3ug Berlin S10 ckh 0 lmzu verüben. Der Anschlag, der viele Menschenopfer gefordert hätte, ist Ladewig aber mißlungen. Ladewig hatte in einer Kurve, in der der Bahndamm eine Höhe von etwa 16 Meter hatte, einige Eisenteile eines Brücken­geländers festgeklemmt. Durch die Räder der

Lokomotive wurde das Hindernis zum Teil zer­splittert, zum Teil von dem Schienenräumer fortgestoßen. Die Ermittlungen der Krimi- nalpolizei ergaben ferner, daß ein Kilometerstein umgerissen war, den Ladewig auch auf die Schie­nen legen wollte. Der Dahnassistent Radecke in Seehausen beobachtete nun Ladewig, als dieser einen Zug in Richtung Berlin besteigen wollte. Radecke schöpfte Verdacht und veranlaßte seine Verhaftung, die dann in Angermünde er­folgte. Ladewig ist Kommunist und gehört einer Organisation an, die bestrebt ist, sämtliche Kapitalisten nach und nach umzubringen. Ob das aber der Grund des Anschlages gewesen ist, Wird erst die Verhandlung klären müssen. Da Ladewig ein sehr großer Frauenfreund gewesen ist und viel Geld brauchte, ist es nicht von der Hand zu weisen, daß Ladewig den Anschlag verübt hat, um durch Beraubung der verunglückten Reisenden zu Geldern zu kommen.

kommunislenangrifs auf einen Fackelzug.

In Zittau kam es bei einem Fackelzug, den die N. S. D. A. P. durch die Hauptstraßen der Stadt veranstaltete, zu schweren Ausschreitungen. Als der Zug auf der Bautzener Straße anlangte, wurde er von Kommuni st en angegrif- f e n. Ein Nationalsozialist wurde schwer verletzt, während zwei weitere Personen leichtere Ver­letzungen erlitten. Gleich barauf^en in der Frauen-Strahe mehrere Schüsse, durch die ein unbeteiligter Mann tötlich verletzt wurde und ein weiterer einen leichten Rückenschuß erhielt. An dem herbeigerufenen Polizeiauto wurde durch einen Schuß eine Scheibe zertrümmert.

Kunst und Wissenschaft.

Deutsche Kunst in London.

Die große Saison der Londoner Oper von C 0 0 e n t - G a r d e n, die am 27. April eröffnet und zehn Wochen dauern wird, wird wiederum hauptsächlich im Zeichen der deutschen K u n st stehen. Mit Bruno Walter, der die Aufführungen nunmehr zum achten Male dirigiert, kommen Lotte Lehmann, Marianne Olszewska, Frieda Leider, Melchior, Schorr und andere nach London. Der Bayreuther Tenor Gotthelf Pistor und der Wagnersänger Willi Wele werden zum erstenmal vor dem Londoner Publikum erscheinen, ebenso Ma­rion Nemeth von der Wiener Oper, die bisher nur in Konzerten in der Queens-Hall gehört wurde, und Margit Angerer, die den Octaoian im Rosenkavalier spielen wird. Im Programm herrscht die deut­sche Oper vor. Der Ring der Nibelungen wird zweimal gegeben. In ihm wird die deutsch- amerikanische Sopranistin Juliette Lippe die Brün- Hilde und Siglinde darstellen. Auch Wagners T r i - st an und Isolde, ferner die Fledermaus und Mozarts Zauberflöte stehen auf dem Pro­gramm.

Der Dante-Forscher Professor Luigi Dalli f.

Professor Luigi Valli, der über die Grenzen Ita­liens hinaus als Dante-Forscher, Wissenschaftler, Schriftsteller und Redner bekannt ist, ist während eines Vortrages im Faschistischen Kulturinstitut in Terni an einem Gehirnschlag im Alter von 53 Iah-' ren gestorben. Noch kurz vor seinem plötzlichen Tode, der ihn mitten in einem seiner bevorzugten Dante- Themata erreichte, hatte Valli zu den Umstehenden ausführlich von seinen politischen Eindrücken gespro­chen, die er während seines letzten Be­suches in Deutschland gesammelt hat.Deutsch­land und Oesterreich waren ihm in der Tat bekannte Welten, wie er auch die deutsche Sprache beherrschte und tief in das deutsche Geistesleben eingedrungen war. obwohl er durch und durch ein national- bewußter Italiener war. Mit Valli verliert die rö­mische Gesellschaft eine der bekanntesten Persönlich­keiten.

Oie Wetterlage.

m

Oslo 01

6 « HLoni

0^:

wai1

X*?

^r 4 sfr Paris

,rsT6 (

b tüttn

q wolkenlos. O neuer <> naio oedecKt» woucig. v"e"r>RtOen» * Schnee graupeln e Hebei K Crv/ittcr.@wmdstiiic.O' sehr leichter Ost d massiger Südsüdwest Q stürmischer Mordwest Ole Pfeile fliegen mit dem winde Oie oeioen Stationen stenenden Z«h- (en geben die Temperatur an. Oie Limen verbmdco Orte mit gleichen» auf Mecresnweau umgerechneten Luftdruck

Wettervoraussage.

Unter dem Einfluß hohen Druckes ist in unserem Bezirk im Laufe des gestrigen Tages die Bewölkung zurückgegangen und die Sonnenstrahlung brachte Temperaturanstieg von 6 bis 8 Grad über Null. Während der klaren Nacht bewirkte die Ausstrah­lung wieder Temperaturrückgang bis 5 Grad unter Null. Mittlerweile hat sich der hohe Druck weiter aufgebaut und zeiat Barometerstände von 770 mm. Infolgedessen bleibt, von einzelnen Nebel- oder Dunstbildungen abgesehen, das meist trockene und heitere Wetter bestehen. Nachts kommt cs weiter zu Frost und tagsüber zu Tauwetter.

Aussichten für Mittwoch: Stellenweise neblig oder dunstig, sonst aufheiternd, trocken, Nacht­frost, taasüber Temperaturen über Null.

Aussichten für Donnerstag: Wenig Aenderung der Wetterlage.

Lufttemperaturen am 23. Februar: mittags 3,8 Grad Celsius, abends0,5 Grad; am 24. Fe­bruar: morgens4,4 Grad. Minimum4,4 Grad. Maximum 4,8 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 23. Februar: abends 0,2 Grad, am 24. Februar: morgens 0 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 4Vi Stunden.

MS W*

befeind« vv" Svcrh

rfe" Mdenes £ nur uni Lebensdauer jlalionsZc'i Achtes rtln*» 5 lid des KlageH mit bem A-i betonte, dav -eil in der «Höhen und J 3m ubn & um m AtMgunS tot Gemeind tigunfl ulv>) D lediglich KsOrtsbur, aut Grund ^esuhrd in* Feld. 3 kraus hm! spruch insosi erst nach w Mhnung a getreten fei wie auch J Steinberg l längeren 21 kam nach eu der Klage 1 teil mit dei aus Auiwei

Die Klag ser und : Gemeinde ' chen W derter La entschieden

Sefämf

In der bauvereir Bekam l inge, dringend orterung. Obstbaum nahegebn stellten so Hessische j inirtfäaftli kundige Kl sügung. Oll Jammen besiher garten, in Organisati geboten. 1 beten, iid abend za! lichen Ir den. Am Baumbesi

I