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Ohne Gewahr

19. August 1931

v. Ziehungslog

1000 M. 21795 27730 31726 32497*

Vornotizen.

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346 I 2 372876 394493

103265 156484 225719 352613

73966 105160

131881 155992 173972 200687 228682 252547 283301 318952 351673 379278

399855

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359492 383528

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334918

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381363 397878

109885 140498 163329

180367 214345 233380

259030 296632

323368 355770

384021

146192 177723 102598 227710

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316857 3 »991 365732

383326

153631 184426 226557

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133684 160900 212954 270612 326870 371703

149968 178012

199525

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316430

337827 369482

384358

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187529 242615

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276283 328636 378706

112683 164289 198997 243401 290448 312599 328258 357491 374876 396168

150082 172421

19>528 220810 250143 277464 314712 342040 373577 395526

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3000 W. 157603

2000 W. 115954 198477 239892 361745

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147178 166033

186444 216439

243254 260153 306463

3 19084 360025 389024

153717

170348 200999

243387

276898

285316 :i 8801

943911 371070

391917

für bas f)ttr, für den Reichstag u. a. m. sprachen in der Gegenüberstellung -u den vorkriegsauswen- düngen in den gleichen Positionen eine eigene und deutliche Sprache über die veränderten Verhältnisse

8903 19321 69788 60637 159477 161872 177617

1345 34288 68600 98409

118576 125102 143291

199723 203492 206177

254750 304160 348772

2888 29961 32167 37789

392861

98etolnnt |u

Gewinnauszug

5. Klasse 37. Preubisch-Sübbeutsche (263. Preuß.) Elaats-Lotterle

Xage»Ialenb«r für Freitag. Licht­spielhaus, Bahnhofstraße: .Alraune".

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.

Anzeigenaustr'äge sind lediglich an dl« Geschäfts st elle ju richten.

Jür unverlangt eingesandte Manuskript» ohne belgesügtes Rückporto wird keine Gewähr übernommen.

Aus der Provinzialhauptstadt.

Gießen, den 21.August 193L

Oer Obstbaum im Hose.

3n der heutigen Dormlltagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen

2 »ttDlnne iu 100000 M. 144722

2 »«pinne iu 25000 M. 164417

2 »«pinne m 10000 W. 217558

22 »ewinne in 5000 «HL 106313 155278 195832 206998 213957 214709 298415 312928 366734 387910 388833

26 »«Pinne fu 3000 TL 13968 26668 74633 117258 186934 222514 234795 235342 256002 301363 322005 357888 387406

48 »ewinne iu 2000 9JL 21302 39698 41293 78054 82502 97851 127211 157943 161465 183233 184872 185011 224050 224073 229046 235367 291689 307784 314916 318260 382725 371085 383443

Im Gewlnnrade verblieben: 2 _ .

600000, 2 Gewinne zu je 500000, 2 zu je 300000, 2 zu je 200000, 6 zu je 75000, 6 zu je 60000, 24 zu je 25000, 136 zu je 10000, 328 -u je 6000, 670 zu je 8000, 2020 zu (t 2(00, 40(4) zu je 1000, 6546 zu ie 600, 19926 zu je 400 Mark.

6 »«pinne ?u

22 »«Pinne >ü 105867 157254 233981

50 »ewinne in

3n der heutigen Nachmiltogszlehung wurdeii Gewinne über 400 M. gezogen

Auf jede gezogene Rümmer find zwei glelch hohe Gewinne gesallen, und zwar je einer aus die Lose gleicher Rümmer in den beiden Abteilungen I und II

2 »«Pinne |u 10000 UL 205949

6000 M. 61561 129724 300189

397703

184 »«pinne p 500 M. 7749 21283 23089 24250

25350 27687 27744 37306 38063 42738 47666

50267 53017 63057 65381 70334 71307 73173

----- 86633 87817 92928 93744 93932 97563 ------ ------ 110155 119867 121706

62609 72111 83754 87192 90253 ----- ------ ------ 137866

Erweiterungsbau der Provin - zialpslegeanstalt. Aus dem Gelände der Provlnzialpslegeanstalt wird zur Zeit ein Gr- Weiterungsbau erstellt, der im Rohbau nahezu fertig ist. GS handelt sich um die Errichtung eines Kinderheimes, daS in ähnlicher Form be­reits bestand. DaS neue Gebäude soll etwa 40 Kinder beherbergen und voraussichtlich zum Ende de- Frühjahres 1932 feiner Bestimmung übergeben werden. Die Bauleitung liegt in Hän­den des Stadtbaurats Dravert. Die durch diesen Neubau freiwerdenden bisherigen Räume des Kinderheimes sollen für die Männerabteilung der Provinzialpslegeanstalt verwandt werden.

Heimattagung auf dem Schiffen­berg. Zu dem Heimattag auf dem Schissenberg wird unS noch mitgeteill, daß Vorsorge getroffen worden ist. die Deranstaltung auch bei ungün- ft^ger Witterung durchzuführen, zumal Auto- Pendelverkehr vom Ludw gsplatz zum Hchifsen- berg und zurück eingerichtet ist. Di« Ansprache wird der 2. Vorsitzende der Heimatvereiniaung, Bürgermeister Dr. Hamm, halten. (RäyereS

ES ist schon lange her. Aber je länger desto wärmer grüßen die Erinnerungen aus der Ju­gendzeit in daS spätere Leben oirvin. Eine solch« lieb« Erinnerung sind mir zwei Daume un Hof« deS elterlichen Hause«, ein ^p^kofenbaum. der in der Blütezeit und viel mehr noch bei der Fruchtreife die Herzen der Kinder erfreute unb ein mächtiger Maulbeerbaum nut feinem schat- tigen Laubdach und seinen schwarzen, '<rfNgen Fruchten, die zum Verdruß der Mutterso schöne Flecken auf den Kleidern^orl unter den Bäumen war unser Sptelpla^dvrt der

ist sie doch noch fast doppelt so hoch als der Reichsdurchschnitt für die Mittelstädte. Auch in den kleinen Städten und größeren Landgemeinden, ja sogar auf dem flachen Lande, find die Wohl- fahrtSerwerblosen in Hessen wesentlich zahlreicher als im Reiche.

Tic Arbeitsvermittlung der Inneren Mission in Hessen. Seit ihrem Bestehen arbeitet die Innere Mission auf dem Gebiet der Arbeitsvermittlung. In der Fürsorge- arbeit an Trinkern, Gefangenen, sittlich Gefähr­deten usw. ergab sich die Rolwendigkeit, Die Schutz befohlenen in eine geregelte Arbeitstätig­keit hineinzubringen, um nicht da« mrgefangene Werk vernichtet zu sehen. Bei dieser sich im Lause der Jahrzehnte segen-reich au-wirken den Ver­mittlung muhte darauf geachtet werden, daß sich Arbeitgeber fanden, die den besonderen Bedürf­nissen Rechnung trugen. Darau- entwickelte sich eine Sonderarbeit-nachweiStätig- k e i t der Inneren Mission. Sie arbeitet tm Rahmen deS seit 1922 bestehenden ReichSarbeitS- ncxchweiSverbandeS der Inneren Mission, einer Zusammenfassung sämtlicher Provinzial- und Lande-vcreine der Inneren Mission. Innerhalb deS Hessischen LandeSvereinS besteht ein Lande»- arbeitsdienst, der neben direkter Stellenvermitt­lung für persönliche Weiterbildung der in der DermittlungStättgkeit Stehenden sorgt und die Verbindung mit dem Lande-arbeit-amt aufrecht» erhält.

Genaue Anschrift schütztvor Ver­lusten. Fast V/i Millionen unzustellbare Post­sendungen können jährlich wegen mangelhafter | Anschrift und unterlassener Absen der an gäbe nicht ausgehändigt werden. Sie verursachen Verdruß und Unkosten. ganz abgesehen davon, daß sie di« glatt« Abwicklung deS Postbetriebes erschweren. Di« Reich-post erinnert deshalb jetzt wieder alle Kunden an die Regeln für Postanschriften. Deut­liche und vollständige Bezeichnung de- Smpfän-

I aerS nach Rame, Stand oder Firma ist Haupt- | bedingung: ferner die richtig« und nähere An- | gäbe de« Bestimmungsortes; Angabe deS Zu- stellungSpostamteS in Großstädten: Straße, HauS-

I nummer. Stockwerk auch bei bekannten Gmpfän- I gern; Sendungen an Abholer müssen den Der- I merkPostfach" tragen; bet Sendungen nach Landorten ist daS Leitpvstamt mit dem Zusatz

I Land anzugeben, z. B Steglin KöSlin Land; I bei Ctten ohne Postamt muß die Zustellanstalt I angegeben werden; in di« Pakete gehören Doppel der Anschrift. Besonder- wichtig ist endlich die vollständ:ge Angabe deS Absenders. Die Beach­tung dieser Vorschriften schützt vor Verlusten und beschleunigt die Beförderung der Sendungen.

"GeringeAuSsichtenfürstellung- suchendeDeutscheinFrankreich. Wenn I auch in Frankreich die wirtschaftlichen Derhält- I nisse nicht so ungünstig sind wie z. Z. in Deutsch­land. so wird doch allgemein eine sehr ruhige Geschäftslage gemeldet, die zu einet Verschlech­terung de» ArbeitSmarkteS. insbesondere für AuS- I länder, geführt hat. Auf jeden Fall empfiehlt es sich nicht, aufS Geratewohl nach Frankreich zu fahren, zumal eS eine ArbeitSlosenfürsorge für Richt-Franzosen in Frankreich nicht gibt und daher die deutschen Stellungsuchenden in die I größte Rotlage geraten können. Wer zur Der- I besserung seiner französischen Sprachkennlnisse I nach Frankreich will und nicht auf eigene Kosten I dort längere Zeit leben kann, sondern auf die Erlangung einer Stellung angewiesen ist, sollte I sich vorher genau über die Bedingungen unter­richten. denen Ausländer in Frankreich hinsicht-

I lich der Arbeitsaufnahme unterworfen sind.

Oberheffen.

Landkreis Gießen.

meine Zähne. Nach dreimalig. GebrauL blendend weiße Zähne, trotzdem diestlben durch vielesNauchen braun u. unlchSn wirkten. Ich werde nichts anderes mehr gebrauchen, als (EblorobonL* S., Horst Berg. Man verlange nur die echte Thlorodont.Zahn» palte, Tube 54 Pf. u. SO Ps., und weise jeden Ersatz dafür zurüch

380039 391188

190 »«pinn* tu 800 W. 6301 664 8 6770 7800 8050 14037 17870 35315 35793 39361 47199 64794 85275 58862 63713 66239 74065 79343 82161 87668 99150 100537 108819 110714 115303 119560 ------ ------ ------ - ...... 140078

Rester zu zerstören.

Die zwei Bäume, der Aprikosenbaum in seinem Blütenschmucke. wenn ihn der Vater in der Zeit der Ei-Heiligen vor dem Frost schützte, undder Maulbeerbaum mit seinen anfang- grünen, spater roten und dann schwarzen Fruchten, beide Bäum« mit dem an der HauSwand befindlichenWetnstlX«. der uns aber nur interessierte, wenn die Trauben reis waren, sie waren Mittelpunkt und Zeu»r unserer jugendlichen Freuden und Leiden bi- zu den Jahren, wo deS Leben» Ernst begann, Und wie ernst und feierlich war die Stunde, wenn beim Tode eine- Lieden au» der Familie der geöffnete Sarg vor dem Weg zum Friedhof noch einmal unter den lieben Bäumen stand, gleichsam zum Abschied von den Bäumen und unserem Spielplatz. Durch das ganze Leben «hindurch be­gleitete mich die Erinnerung an die Obstbäurn« tm Hose deS Vaterhauses, und später habe ich gar oft die Jungen gewarnt vor der Beschädigung der Obstbäume. vor der Verfolgung der Sing­vögel, sie gemahnt zum Schuhe der Vögel, der Bäume, der Anlagen.

werdSlosigkeit betroffen ist al» der RcichSdurch- schnitt. Rach dem Stande vom 31. Mai 1931 ent­fielen auf 1000 Einwohner der Großstädte von 100 OCX) bt» 500 000 Einwohnern im ReichSdurch- schnitt 26.8 WohlfahrkSerwerbslole gegenüber 32 in Main^ In den vier hessischen Städten zwischen 25 000 und 100 000 Einwohnern entfielen nicht weniger al» 43,6 Wohlsahrt»erwerb»lose auf 1000 Einwohner gegenüber 23 4 im Reichsdurchschnitt. Obwohl sonach diese hessische Durchschnittszahl neben den ganz besonder» hart betroffenen Städten Offenbach und Worm» auch noch die beiden Städte Darmstadt und Gießen umfaßt.

Ich meine, wenn überall die Kinder von jung auf mit Liebe und Verständnis und mit ernfbem Rachdruck auf die schlimmen Folgen der Be­schädigungen in der Tier- und Pflanzenwelt hin- gewiesen werden, wenn Kinder sehen und hören, wieviel Sorgfalt Vater und Mutter und ältere Geschwister den jungen Pflanzen in Flur und gesteckt habe. Garten zuwenden, dann möchten Bapmschäden, Beifall ausgenommen.Jcacg einer vauje ipraaj Tierquälereien und Obstfrevel doch nicht so über» | Reichstagsabgeordneter Feder in Beantwortung Hand nehmen, wie eS leider immer noch der Fall " " K'~

ist. Aber eS scheint, daß unserer heutigen Jugend oft das Beispiel im Elternhause mangelt, der Obstbaum im Hose. Mein Enkelsohn, der im Garten sein eigene» Gartenbeet hat, war im vorigen Jahre mit seiner Mutter in der Sommer­frische und wollte jeden Tag unterrichtet fein über den Stand im Garten bi» in» einzelne. Durch

einiger an ihn gestellter Fragen über den Schenker- Vertrag, über Maßnahmen gegen das russische Dumping und über bas ProblemVolk ohne Raum". Die Versammlung verlies ruhig.

X K l e i n - L i n d e n, 20. August. Die hiesige Kleinkinderschule wird ihr diesjähriges IahreSseft am nächsten Sonntag im Rinn- schen Garten feiern. Bei der Feier wird der hie­sige Posaunenchor mitwirken. Um den mehr­fachen Mißständen abzuhelsen. die die jetzige Lage de» Sportplatzes, in der Rähe des FriedhosS und der verkehrsreichen Frankfurter Straße verursacht, wird jetzt in der Rähe der Pfingstweide ein der Gemeinde gehöriges größeres Terrain, zu einem Sportplatz ausgebaut. ,

4- Grünberg, 20. Aug. Da in diese» Jahr da» 4 5 0. Jubiläum deS GalluSmark- te» fällt, soll derselbe besonders festlich auSge- ftaftet werden. So sollen alle ehemaligen Grün- berger durch besondere» Rundschreiben zum Be­such deS IubiläumsmarkteS eingeladen werden. Am zweiten Markttage soll tm Wirtszelte aus dem Markte eine gesellige Zusammenkunft abge- | halten werden. Don feiten der Stadt ist ein be­sonderer Festakt geplant, der am vorheraehen- den Sonntag in der Turnhalle stattfindet. Reben einer Ansprache des Bürgermeisters steht im Mit­telpunkt de» Festes die Aufführung eine» histori­schen Festspiel» .Dallusmarkt". das von Dete- rinärrat Dr. Stein, Friedberg, einem gebore­nen Gründerger, versaßt ist. Eine Wiederholung desselben für die auswärtigen Marktbesucher ist für den zweiten Markttag vorgesehen.

I Hungen, 18. Aug. Die Fünsigjähri- g e n unserer Stadt trafen sich am vorigen Sonn­tag zu einer WiedersehenSfeier im .Darmstädter Hof". Es waren 34 Alterskame­raden anwesend. In der festlich geschmückten Kirche fand ein die Feier einleitender Gottes­dienst statt, in dem Pfarrer Dr. H-Heymann (Langsdorf) predigte. Er gedachte besonder- der verstorbenen Kameraden. Im Anschluß an den Gottesdienst sand ein Besuch deS Friedhofes und deS Gefallenendenkmal» statt. Am Rachmittag sanden sich die Schulkameraden mit ihren An­gehörigen zu fröhlicher Unterhaltung tm Saale dc» .Darmstädter Hof ein. Die Begrüßungs­ansprache hielt K. S ch ä s e r. Lehrer Schmidt (Hungen) würdigte die Bedeutung deS Tage». Äei weiteren Ansprachen und Gedichtvorträgen ernsten und heiteren Inhaltes verbrachte man den Rachmittag.

Kreis Büdingen.

Hirzenhain. 20. Aua. Am 30. August soll zum zweiten Male die Wahl de»Oberhaup­tes sür die hiesige Gemeinde ftattfin-

in der heutigen Anzeige.)

Herostluftverkehr der Luft­hansa. Am 1. September beginnt der Herbst - lustverkchr der Deutschen Luft-Hansa AG., der für Gießen einige Aenderungen im Streckennetz vorfieht. Die Start- und Lande­zeiten in Gießen ändern sich wie folgt; Start 12.20 Uhr. Landung 1325 Uhr. Außer den An­schlüssen deS Sommerflugplane» nach Frankfurt (Ankunft 12 45 Uhr). Darmstadt (13.10), Mann- heim (13.40), Karlsruhe (14.15). Baden-Baden (14.40). Freiburg (15.30), Konstanz (1625), Bafel (1520). Genf (17.00), Saarbrücken (14.20). Paris (1720). Köln (14.05), Sssen-Mülheim (14.50), Stuttgart (14.00), Friedrichshafen (1520), Zürich (15.30) und Bern (16.40) hat der Herbstsluaplan noch folgende weitere Anschlüsse nach Aachen (14.50). Düsseldorf (14.40), Amsterdam (17.00), Dortmund (14.30), Hannover (15.15), Hamburg (16.30). Bremen (16.10). Halle-Leipzig (15.10) und Berlin (16.30) zu verzeichnen. Der Flugpreis von Gießen nach Frankfurt beträgt 7 Mark.

* Anmeldungen zur Gesellenprü­fung für Schneider in Stadt und KreiS Gicßcn müssen am Montag, 24.. und Dienstag. 25. August, von 17 bi» 19 Uhr, bei Schneider­meister Robert Gärtner sen. Gießen, Ludwig- strahe 59, erfolgen. Räheves in der heutigen

Hessen doppelt so viel Wohl- f ahrtSerwerbSlose al» im Reichs- durchschnitt. Die jetzt errechnete Verteilung der Wohlfahrtserwerbslosen auf die Gemeinde- Größenklassen läßt nach Mitteilung de» Hessischen Landesstatistischen Amte» erst richtig erkennen, wieviel härter Hessen von der langfristigen Er-

meine Anleitung hat er Sinn und Verständnis I für den Garten und die Ratur. So sollte e» über- I all fein.

Wohl hat der Obstbau im letzten Jahrzehnt Fortschritte gemacht, dank der vielfachen An­regungen durch dir Presse und die berufenen I Organisationen mehren sich die Obstanpslan^un^rn in Feld und Garten, aber Baum- und Obstfrevel durch kleine und große Kinder sind in vielen I Fällen die Ursachen, warum sich manche Land­wirte ablehnend verhalten. Mancher sieht von den Obstbäumen, die der Großvater gepflanzt hat, einen nach dem anderen absterben, er legt aher keine Hand an, um einen jungen Baurn zu pslan- I zen. Wenn nun aber die Väter die Bäum« für unS gepflanzt und sie gehegt und gepflegt haben, so ist eS doch nur billig, daß wir aiech für die Kinder pflanzen. Der Dichter und VokkSfoeund Hebel sagt in einer Epistel über die Daurnzucht: .So ein Baurn, wenn er gesetzt oder gezweigt wird, kostet nichts oder wenig; wenn er aber 1 groß ist. so ist er ein Kapital für die Kinder und trägt dankbare Zinsen. "

In manchem Hose wäre noch reichlich Platz für einen Obstbaum! Der Aprikosen- und Maul­beerbaum au» meiner Jugendzeit, sie werden seltener auf dem Hofe, der O oft bäum im Hose mit dem Spielplatz und dem Sandhaufen für die junge Welt, mit den Freuden und Erwartungen für das Kinderherz und den Belehrungen und dem Beispiel der Eltern sollte in keinem Hose fehlen. Gr.

Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei.

Reid)s(agsabgcort>ndec Jeder spricht In Gießen.

In einer gutbesuchten Versammlung der Natio­nalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei sprach am Mittwochabend im Coss Leib der Reichstagsabge­ordnete Feder über das Thema:Wirtfchafts- fragen, Wirtschaftspolitik und nationalsozialistischer Staat". Alle Augen feien zur Zeit, so führte er aus, auf die NSDAP. gerichtet. Die Partei habe es sich zur Aufgabe gewacht, Deutschland aus seinen Nöten zu reißen. In diesem Zusammenhang seien drei Fragen zu beantworten: Wie steht es? Wie kam cs? Was soll werden? In der Beantwortung der elften Frage gab der Redner einen Ueberblick über die augenblickliche Lage in Deutschland. An Hand eines umfangreichen Zahlenmaterials charakteri­sierte der Redner die Steuerpolitik, sprach von den Notverordnungen und den mannigfachen Delastun- gen, die Volk und Wirtschaft bis an die Grenze der Leistungsfähigkeit drängten. Den Nationalsozia­listen sei der Vorwurf gemacht worden, daß sie dem Kolke Unwahrheiten unterbreiteten. Das habe, fo führte der Redner aus, die Partei nicht nötig. Die Zahlen der Steuerpolitik, die Gestaltung des Reichs- Haushaltes, der Derwaltungsaufwand, der Aufwand

In diesem Zusammenhang ging er besonders auf die Haltung der NSDAP, bei der Bewilligung des Gefrierflelfchkontingentes ein. In der Beantwortung der dritten Frage legte der Redner eine Anzahl grundsätzlicher nationalsozlallstischfr Forderungen bar.

(Er sordete zunächst an Stelle von Wirtfchasts- egoismus den Gedanken, der dem Volksganzen gegenüber verantwortlichen Wirtschaftspolitik, er sprach gegen den wirtschaftlichen Kollektivismus, da jener gegen die elementarsten Grundsätze laufmän- nischer Praktiken verstoße. Der Staat müsse, so fuhr er fort, über der Wirtschaft stehen, müsse sich da fernhalten, wo die schöpferische Persönlichkeit das Besicre leiste (in der Produktion); erst in der Zirku- lationssphäre zwischen Produktion und Kon ' tion (in geldwirtschaftlichen und verkehrspolltischen Dingen) sei der Staat einzugreifen berechtigt. Geld- I wirtschaft und Verkehr seien naturgegebene Do­mänen Des Staates. Im übrigen müße der ®irt- fchaft freie Hand gelassen werden. Allerdings müffle dem Staat ein Eingriffsrecht im Intereffle der All- I gemeinheit vorbehalten bleiben. Der Staat dürfe I aber niemals der Besitzer von Kuxen fein, denn er werde dadurch zum wirtschaftlichen Interessenten I und verliere den Charakter als Vertreter des Vol­kes. Das nationalsozialistische Programm wolle wei- ter der Arbeit und dem Ertrag der Arbeit bas Primat verschaffen, bas zur Zeit bas Finanzkapital an sich gerissen habe. Die Arbeit bürfe nicht mehr Sklaoendienst sein, sondern Arbeit, die Ertrag und Eigentum bringe. Die NSDAP, sei stets für bas | (Eigentum gewesen. Kernfrage ber Gegenwart sei! aber die Wiebereinglieberung von 5 Millionen Ar­beitslosen in den Wirtschastsprozeh. Als Heber- gangsmahnahme (und fei es nur aus erziehlichen Gründen) wolle die NSDAP, den Arbeitsdienst eingeführt wissen sie werde sich ferner dafür ein-

I setzen, daß die i)auszinssteuer Denjenigen Hausbe­sitzern erlassen werde, die Rechnungen über die Vor­nahme von Reparaturen an ihren Häusern oor- legen könnten und damit dazu beigetragen haben, Erwerbslosen Arbeit zu oerfchassen. Um der Zins­knechtschaft entgegentreten zu können, werde sich die Partei für die restlose Verstaatlichung des Geld­verkehrs einsehen. Oefsentliches Interesse liege außerdem bei Der Elektrizitätsversoraung vor, Die ebenfalls verstaatlicht werden müsse. Alle diese und andere Maßnahmen könnten aber nur dann durch­geführt werden, wenn Die politische Macht auf der oeite Derer sei. Die sich für Die Allgemeinheit ver­antwortlich fühlen. Die NSDAP. roerDe alle Kräfte aufbieten, Diese Macht zu erringen. Die innerpoli- tische NcuorDnung, Die Wiedererringung Des außen­politischen Ansehens und schließlich die Vereinigung I des deutschen Volkes zu einer einzigen großen Schicksalsgemeinschaft seien und damit schloß der Redner weitere große Ziele, Die sich die Partei ' Der Vortrag wurde mit lebhaftem ausgenommen. Nach einer Pause sprach

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Den. Zu Dem festgelegten Stick>tag sind Drei Wahl» Vorschläge eingeveicht worden und zwar: Bei­geordneter Hemrick) Vilmeter. Kausmaimund Unteverdeder Otto Hen«ch«. Avchidekt Philipp Ha m b a ch. Dem diesmaligen Ergebnis De» Wahlganges si«ht man mit Spannung entgegen.

Starkenburg.

WSR. Darmstadt, 19. Aug. Die Rational- svzialiften haben sich letzt auch in Darmstadt «tu .Braune» Haus" zuaelegk. Die Villa de» Rechts­anwälte» Dr. Reuschasser an der Ecke der Frankfurter Straße wurde ihnen zu diesem Zweck vermietet. Da» Hau- erhält den Ramen .Erich- Ioost-Heun". nach dem gleichnamigen jungen Wann aus Lorsch, der eine» der ersten Opfer der RSDAP. in Hessen war

WSR. Dreieichenhain. 20 AugDonner»- tagmitiag wurde die Ehesrau Marie Bardon­ner im Ziegenstall ihre» Anwesen» Zreigasse 10 in einer großen Blutlache liegend tot aus- gesunden. Der Kops der Leiche wie» be- trächtlicheSchädelverletzungenaus.di« mit einem harten Gegenstand beigebracht worden sein müssen. Da bisher kein Raub oder Diebstahl festgestellt werden konnte, nimmt man an, daß Frau Bardonner nach einem Streit ge­tötet wurde oder daß ein Racheakt vor­liegt. Rach Ansicht de» medizinischen Gut­achter» muß die Tat ein bl» zwei Stunden vor der Aussindung der Leiche vor sich gegangen sein. Staatsanwaltschaft und Morbkommission weilen zur Zeit am Tatort, um weiter« Erhebungen an- zustellen.

Rheinheffen.

WSR. 0H al n». 20. Aug. Zwischen Stahlhel­mern In Uniform, die von einer Beerdigung heim- kchrten. und politischen Gegnern kam es am Mitt­wochabend in Momdach zu einer Schlägerei. Der Führer der Mainzer Ortsgruppe de» Stahllxlm», Staatsanwalt Wolf, erhielt eine Stichverletzung in der Rähe be» Auge». Man brachte ihn in» Krankenhaus, da« er aber nach ärztlicher Be­handlung wieder verlassen hat.

In Der Republik

In weiteren Ausführungen wandte sich Der ReDner Der Beantwortung ber zweiten Frage zu, gab in großen Umrissen einen Ueberblick über bie Entwick­lung des letzten Jahrzehnts, über Die Technik, Der Inflation und über Die stetig anwachfenDe Deutsche Verschuldung im In- und Ausland«. Insbesondere gab er an Hand vieler Zahlen ein Bild von dem Ausmaße ber Schuldbelastung Der öffentlichen Hand. Schließlich ging er aus die Außenhandels­bilanz ein, nannte die Beträge, die jährlich für aus- ländisches Obst, Fleisch Gemüse, für Fertigwaren, - - . Autos u. Dgl, in Das Ausland ab wandern, und da-

___________ i|er Spielplatz. Dort ber grobe mil bftn deutschen Volksvermögen verloren gehen. Sändhäufen, echter Rheinland, der jede» Früh- | gn biefem Zusammenhang ging er besonders auf iobr erneuert wurde, au» dem wir dl« runden, platten Kirfelsteinchen und Muschelchen zum Spie­len herau»suchten und wo im Sande KlndeShände unb Klnde»phantasle die mannigfaltigste An- reaung und die kühnste Betätigung sanden. Wie lange die Bäume schon standen, wußten wir nicht. Der Vater hatte tan Aprikosenbaum ge- pslonzt, ber Maulbeerbaum, ein prächtiger Daum mit stattlicher, regelmäßiger Krone, ein Bild von Kraft und Schönheit, da» den ganzen Hosraum belebte, war wohl schon vom Großvater gepflanzt worden. Sin Finkenpaar war in der heimisch, in deren Zweigen e» nistet« und sein junge» Volk großsütterte. 3n Der nahen Mauer De» Hause» hatte In einem Loch ein Rotschwänz­chenpaar fein Rest. War da» ein Fliegen, ein Zwitschern unD Singen unD ein ©taunen unD Forschen für Da» KinDergemut. UnD welch« Freu De. wenn Die Schwälbchen Ihren Jungen tm Reste unter Dem Gesirn» Des D«tz» am Hau» die Fliegen in Die weit geöffneten Schnäbel Dar- reichten. In Der Schule hatten wir gichörf unD gelernt, wie nützlich Diese kleinen Vögel seien In Feld unD Garten, weil sie Da» Ungeziefer ver­tilgen. Das Den Obstbäumen Schaden bringt^Sine schwere Sünde nannten e» Die Eltern unD Groß­eltern, den Singvögeln nachzustellen und ihre