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trotz eifrigster Rachstellungen bis jetzt raxf> nicht

gelungen.

der beiden u t t a t kam

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05601. Darmstadt. 20. Iuli. Der 21jährige Ludwig ßoren^ Weingärtner auS Darm­stadt. SunHionär der syndikalistischen Arbeiter­bewegung. hotte sich bet den Vorgängen am Mittwoch besonders hervorgetan. Er war im Desitz einer 6tahlrute, von der er Gebrauch machte. Ove gen Aufruhrs und Verstoßes geyen die Waffenmißbrauch-Verordnung verurteilte ihn der Schnellrichter zu zehn Monaten Ge­

fängnis.

3m Anschluß an die Beisetzung Opfer der Groß-Gerauer Bl

beeren 3540, Dicke Dohnen 1015 Pf daS Pfd, Gelbe Aüben 810, Rote Rüben 810, Ra­dieschen 1015 Pf dos Bund, Kartoffeln per Zentner 4,505 Mk.

Ptornotizcn.

Tageskalender für Dienstag. Stadttheater Gießen:Helene kann doch nichts dafür". 20 bis 22 Hbr. Volk-nationale ReichS- verein.gung, 20.30 tibr. Hotel Köhler, Staats­bürgerabend. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Mordprvzeß Mary Dugan".

Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute. 20 Uhr. 7. Vorstel­lung im Sommer-Abonnement mit dem einmali­gen Gastspiel Berliner Bühnenkünstler. Zur Auf­führung kommt das Lustspiel ..Helene kann doch nichts dafür", von Marrah und Oesterreicher. mir Katta Sterna in der Hauptrolle.Spiel­leitung: Fried Brand: Conference: Otto Waldmann: sonstige Mitw.rkende: Hela von Bühl. Erna Cornel.us. (SLo Nikolaus und Fritz Oesterreicher. Sommer-Abonnenten zahlen einen Aufschlag von 25 bzw. 50 Pf. - Ende 22 Uhr.

pachtet. Der bisherige Pachtpreis betrug Mark.

Vor dem Schnellrichter.

SS Jahre Bavaria in Gießen.

Am Samstagabend beging der Gesellschaftsver- ein B o v a r i a in Giehen in Anwesenheit zahlreicher Gäste bei starker Beteiligung seiner Mitglieder die Feier seines 55jährigen Bestehens in Gestalt eines Wiedersehenstages mit den in allen Teilen des Reiche- und teilweise im Auslande wohnenden früheren aktiven Mit­gliedern des Vereins. 3m großen Gesellschafts­raume des Gasthauses Hindenburg hatten sich von hier und von auswärts die Gäste und Mitglieder in so stattlicher Zahl eingefunden, daß der ge­räumige Saal voll besetzt war.

Der Vorsitzende des Alte-Herren-Verbandes der Bavaria. Herr Carl Berg, entbot den Gästen und den vielen Bundesbrüdern herzlichen Willtommengruß. Er erinnerte an die hohen Ideale der Freundschaft und der Treue nach dem Wahlspruch(Einer für alle, alle für einen", die seit der Gründung des Bundes bis auf den heu­tigen Tag Grundlage und Leitgedanke der Ba­varia und aller ihrer Mitglieder gewesen sind. Weiter gedachte er der verstorbenen unb der im Weltkriege gefallenen Bundesmitglieder, deren Andenken die Versammlung durch Erheben von den Sitzen chrtc, während die Musik einen Oktd des LiedesIch hatt' einen Kameraden" spielte. Mit dem Wunsche, daß die Ideale des Bundes

Zwischen 2 Zigaretten

3 /

Tabletten V

O worecnios. o netto, k» nato Mtcxi» worxig. oeetai eWetftu * Sehnte a Graupeln. * nenel K Gewitter.©winfljuiie-KS Jrtr eicnter Ost ^5 «<$$'oe' tüdaudwesi Q sturmticner nordwesfc Oie »lene nieoen mit dem Winde Die 0ei den Stationen jUnenden Zal^ en geoen die Temperatur an. Pie Limen ueroiw« Orte mit gKKfec^ auf Meereiniveau umger«6nete» Luftdruck

Wettervoraussage.

Allgemeiner Luf t druckanst ieadeu tet daraus hin, daß baS Hochdruckgebiet im Westen seinen Weg nach dem Festland nimmt. Unter seinem Einfluß wird zunächst etwas besseres Wetter eintreten. Eine Erscheinung, welche wahrscheinlich nur vor­übergehend ist, denn zwischen den Britischen 3n» sein und Island rückt eine neue Störung heran. Sie dürste den Hochdruck später abschwachen, so daß die Randstörungen bis in unseren Bezirk wieder wetterwirksam werden.

Vorhersage für Mittwoch: Bewölkt mit Aufheiterung, noch kühl, jedoch etwas wärmer als seither, meist trocken.

Lufttemperaturen am 20. Juli: mittags 18,4 Grad Celsius, abends 13,6 Grad: am 21. Juli: morgens 12,9 Grad. Maximum 18,8 Grad, Minimum 9,6 Grad. Erdtcmperaturen in 10 cm Tiefe am 20. Juli: abends 18,4 Grad: am 21. Juli: morgens 13,8 Grad Celsius. Niederschläge 1,4 mm. Sonnenscheindauer 4V* Stunden.

Reisewetter dienst

der amtlichen Wetterdienststelle Gießen.

Garmisch-Partenkirchen: 9 Grab,

Südwestwind. Witterung heute morgen anhalten­der Regen, seit gestern veränderlich mit Schauern.

Baden-Baden: 12 Grad. Südwestwind, halb bis ganz bedeckt, gestern Dauerregen.

Helgoland: 12 Grad, Rordwestwind, halb bis ganz bedeckt, gestern veränderlich mit Schauern.

Swinemünde: 13 Grad, Westwind, halb bis ganz bedeckt, gestern teils heiter, teil- wolkig.

Verantwort!, f. d. Feuilleton: 103. Dr. Lange.

arbeiten, also gemeinnützig sind.

<> Dornholzhausen. 20. Iuli. Die hiesige Gemeindejagd wurde freihändig an di« Kaufleute Ottmar Wetzel und Wilhelm Den­der zu Frankfurt a. M. zum Preise von Mark jährlich auf die Dauer von 9 Iahren

KrciS Lauterbach.

H Lauterbach, 20. Juli. Bei der gestrige« Wahl des zweiten Beigeordneten der S:adt. dellen Amtszeit in diesem Iahre ab­läuft. wurde der seitherige "Beigeordnet^Prr»- kurist David M ö v e r . mit 1008 Summen wieder» gewählt. Der Gegenkandidat. Gerichtsassellor Hel- muth Scheer, erhielt 791 Stimmen.

preutzen.

Kreis Wetzlar.

Z Wetzlar, 20. Juli. Die Preußisch« Glektrizit ä t S AG iAbtlg. Stromversor­gung Wetzlar) hat an sämtliche Gemeinden ihres DersorgungSgebietes ein Rundschreiben gerichtet, nach dem sie in Ortschaften, in denen Dresch- genossenschasten bestehen, oder in denen die Ge­meinden selbst mit dem Dreschmaschinenbesitzer ein Abkommen sür mehrere Einwohner treffen, oder in denen die Gemeinde einen eigenen Dreschmvtor für gemeinnützige Zwecke besitzt, in diesem Iahr« ohne Rücklicht auf die Derbrauchsmenge den elek­trischen Strom für Drefchzwecke zu 12 Pfennig je Kilowattstunde liefern will, unter der Voraussetzung, daß die Gemeinde den Strom höchsten- mit 15 Pfennig pro Kilowatt­stunde weiterverkaust. Diese Sondervergünstigung gilt nicht sür Mvtore. die lediglich für ben eigenen Bedarf des einzelnen Landwirts arbeiten, sondern nur für solche, die für Gruppen von Landwirten

Hauses und eine Reihe von Persönlichkellen der Lite- ratur und schönen Künste, darunter Max Slevogt. Erfreulich ist es, daß der große Teil der Besucher sich aus deutschen a g n e r ö r e u n D e n zusammensetzt. Von den Ausländern sind d l e Amerikaner in der Uederzahl. Die Festspiele werden programmäßig durchgeführt werden. Alle Gerüchte, die ihren Ablauf mit der augenblicklichen Krise in Deutschland in Zusammenhang bringen, sind völlig aus Der Luft gegriffen. Das künstlerische Niveau der Austührungen wird, wie schon heute nach den jetzt abgeschlossenen Proben gesagt werden darf, um ein nicht geringes die vorjährigen über­treffen.

politische Zusammenstöße bei einem Tanzvergnügen.

In Auszug bei Glogau kam es am Sonntag bei einem bffentlichen Tanzvergnügen zu schweren und blutigen Ausschreitungen zwischen etwa 30 Kom­munisten und Nationalsozialisten, sowie Mitgliedern des Stahlhelms. Drei National- fojialiften find dabei schwer verletzt worden. Der "Ojahrige Landwirt Hermann Schmeißer, der dem Stahlhelm angehören soll, wurde durch einen Schlag mir einer gefüllten Bierflasche auf den Kopf ge­tötet. Das Lokal wurde falt vollständig demoliert und der Gastwirt, ein 80iät)riger Mann, verletzt. Die Staatsanwaltschaft in Glogau hat die Leiche des Erschlagenen beschlagnahmt. Die Täter sollen den Behörden bekannt fein.

Aus her pwvinzialhauptstaht.

Gießen, ben 21. Iul i 1931.

' Der rote Klee blüht.

Herb und würzig steigt der Dust der tief- roten Kleeblüten auf. die von Hummeln unö Bienen in luftigem Getümmel umfchwärmt wer­ben. Ist daS ein Blühen! Man sieht'- der Wiese gar nicht an, daß sie schon einmal ihre prächngste Blüte hergeben muhte. Ietzl hat sich von neuem entwickelt, stolz und stark hat er seine kräftigen Blumen emporgetrieben, ein Lab­sal für die weichen Mäuler der Kühe_ynb Die schnubbernden Rüstern der Pferde. Köstlichsten Honig und kräftigste Rahrung spenden sie, diese Blüten, die in der Heilkunde in frühen Zeiten eine so große Rolle spielten. Sin Tee von den Blättern des RvtklecS wurde von ben Aerzten angewandt, um Fieber zu stillen- 3m fünf­zehnten Jahrhundert benutzte man di« Samen, um Seitenstechen und Wallersucht zu bekänchsen, und noch heute wird in "Nordamerika ein Klee» blütenaufguh al« treffliches Mittel gegen Magen­krebs angesehen. _ c , .

Auf den Grabhügeln unserer Vorfahren stand her Rotklee einst als Sinnbild: so wie der Mensch geduldig aus ein Zeichen von Gotte- Liebe wartet, so geduldig harrt der Rotklee auf Sonne und Regen, so entfaguna-voll trägt und erleidet er alles, was an Unbill über ihn verhängt wird. Er wächst ja nicht nur auf saftstrotzendem Wiesen­boden, auch die dürstigste Heide nährt und trägt ihn: wie Blut leuchten auch hier seine nickenden Blüten.

Die ersten Christen sahen in dem Kleeblatt ein Zeichen der Dreieinigkeit: deshalb benutzte der Apostel der Iren. Patrik, das Kleeblatt als Anschauungsmaterial. Aus jenen frühen Zeiten leitet sich auch der alte Dolksglaube her, daß ein Dicrblättrigc» Kleeblatt ein Glücksbringer sein müsse, hatte man doch damals allgemein die An­schauung, daß jede Abweichung von der Rorm irgendwie bedeutsam sein müsse. Ein Kleeblatt aber, da- nur zwei Blätter hat, gilt als unheil­kündend.

Auch unsere sachliche Iugend freut sich noch, wenn ein Vierklee gefunden wird, und wenn man ihn vielleicht auch nicht mehr zwerchen den Blat­tern des Tagebuches preßt oder wer weiß: vielleicht doch? so ist es eben doch irgendwie eine Freude und eine Glück-Hoffnung, die man nicht gern missen möchte.

Eine richtige Vierkleegeschichte hörte ich neulich erzählen: Kam da ein fremder Herr an einem Garten vorbei, in dem ein Gärtner beschäftigt war. der im Knopfloch ein vierblättriges Kleeblatt hätte. Der Fremde blieb stehen und bat den Gärt­ner, ihm da- Kleeblatt zu schenken, er wolle eine weite Reise machen und möchte gern eine Erinne­rung an die Heimat mitnehmen. Der Gärtner reichte ihm das Kleeblatt, doch da kam der Be­sitzer des Gartens und bezichtigte den Fremden des Diebstahls. Er schleppte ihn mit zum Richter, und es wurde ein Verhör angestellt, bei dem sich die Unschuld des Fremden erwies. Dieser eilte nach dem Hafen der Stadt, sah hier aber zu seinem Entsetzen, daß das Schiff, mit dem er ha'te fahren wollen, bereits abgefahren war. Es blieb ihm nichts übrig, als auf da- nächste Schiff zu tcarten. Als er nach einigen Tagen ziemlich mißmutig in seinem Gasthaus sah, fiel ivm eine Zeitung in die Hand: in dieser las er, daß jenes Schiff ge­strandet und von der ganzen Besatzung nicht ein Mann gerettet worden war. Der Dierklee hatte ihn vor diesem Schicksal bewahrt.

Duftender Klee, der die sommerliche Erde mit feinem weichen Kleide deckt, saftiger Klee, der unzähligen Tieren WoUlat und Labung ist, blü­hender Klee, Sinnbild des Ausharrens und De- lohntwerdenS I Des Sommers Höhe kreuzt er. aber auch durch des Herbste- Tage geht er mit unS, auf Wielen wie auf Heideland. ein Stück Heimat ist er: Wo wir ihn treffen sind wir ... zu

e- dort zu Zusammenstößen mit der Polizei. Dabei wurde der in Mainz wohnhafte Schiffs- Heizer Iosef Karl Zimmermann feftgenom- men, der mit einer Fahnenstange auf Schupo- beamte eingeschlagen und einige habet verletzt hatte. Zimmermann, der bei Heiner Festnahme noch Widerstand leistete, wurde heute von dem Schnellrichter wegen Widerstandes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung zu fünf Mo­naten Gefängnis verurteilt.

Oie Wetterlage.

Gregor als Mary Dugan vermag die schmerz- Echzell, 20. Iuli. Der hiesige Krieger- ersüllte, gequälte Angeklagte in jeder Hinsicht I verein beging gestern in Anwesenheit von 32 überzeugend glaubhaft zu machen. Arnold Vereinen des Hafsia-Bezirks Ridda das Fest Kvrff als unerbittlicher Staatsanwalt fordert seines 50jährigen Bestehens. Vormittags durch seine darstellerische Leistung zu starker De- wurden Ärän^e an den beiden Denkmälern von wunder ung aus. Egon v. Iordan ist der 1870,71 und des Weltkrieges nieder gelegt, und Bruder Mary Dugans. der Verteidiger und der Verein beteiligte sich am Gottesdienst. Rach- Retter der älnschuldigen und fällt in dieser Rolle mittags bewegte sich ein langer Festzug durch durch seine innere Sicherheit auf. Peter Erke- den ^schmückten Ort nach dem neuhergerichteten lenz (als kühl berechnender Mörder), Lucie Festplatz am Dreule. Hier hielt der Vorsitzende Dorarne, Hedwiga Reicher. Iulia deä Echzeller Vereins. Otto Heller, die De- S e r d a u. a. m. verhelfen im Rahmen ihrer grüßungsansprache. woraus seine Tochter. Lila Rollen dem Film zum großen Erfolg. Heller, mit einem Gedicht die neue Fahnenschleise

ttießcncr Wochcnmarktpreise. überneichte. BankvorstMch ©cumrfCHi&ba) mahnte

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: ^^Ach°tt und Sreue, Butter 140-150. Matte 30-35 Pf. das Pfund. ^rn deuttck^sW^

Sier 9 Pf. daS Stück, Käse 10 Stück 60-140 Pf., Laubach schloß ^ne RelX u^d«itscheSW^

Wirsing 12-15, Weißkraut 12-15, Rotkraut 15 ^t einem Hoch auf die Arm«, öc überreizte

bis 20, Spinat 20-25. Römischkohl 8-10. Boh- dein VereinT^Ea^^lne b^cmbere

nen 8-15. Erbsen 10-15, MifchgemÜse 8-10. oVb e i rn

Tomaten 25-40. Zwiebeln 10-15, Rhabarber 8 dem 22ia^gen H^^ch ^Asin Ost h etm bis 10, Pilze 2025, Kartoffeln 5.5-6, Früh- rutell, indem ihm daS Hassia-Ehrenkreuz über ävfel 3035, Falläpsel 68, Aepfel, ausländische, rcK*t ttnrröc- . _ ~

5060, Birnen 25- 35, Dörrobst 30-35, Kirschen Krcts Schotten.

2030, Sauerkirschen 3035, Heidelbeeren 20 bis Hc Schotten, 20. Iuli. Die schon vor Wock^n 30 Stachelbeeren 2025, Iohannisbeeren 20 bis in der Gemarkung Eschenrod gespürten Wilb- 25 Erdbeeren 4050, Zwetschen 3540, Honig schweine, die auch bei Rainrod und zuletzt bei 40^-50, (Junge Hähne 90110, Suppenhühner 90 Eichelsachsen festgestellt wurden, scheinen in den bis 100 Pf das Pfund, Tauben 5070, Blumen- ausgedehnten Wäldern des vom Gackerstein nach kohl 3070. Salat 510, Salatgurken 1530, Eichelsdvrf ziehenden Höhenrückens ihr Stand- Einmachgurken 25, Ober-Kohlrabi 810, Lauch quartier zu haben. Der Abschuß eines Tieres ist 5-10, Rettich 10-15, Sellerie 10-15 Pf. das"----~

Stück, Aprikosen 4050, Pfirsiche 4050, Hirn-

unter den Farben blau-weiß-gvld stets von allen i aktiven Mitgliedern und den Alten Herren hoch- gehalten und gegebenenfalls in die Tat umge- letzt werden möchten, schloß der Redner seine mit lebhaftem Beifall aufgenommene Ansprache.

Kaufmann Wilh. Horn al- Angehöriger bes Alte-Herren-Verbandes der Bavaria hielt eine von hoher vaterländischer Begeisterung und em- st er Sorge um die gegenwärtige schwere Lage un­seres Vaterlandes getragene Ansprache,^ in der er eindringlich aus den Emst dieser Zeit hmwics, aber auch aufforderte, nicht mit Kleinmut und Verzagtheit, sondern mit freudigem Willen xu auf­bauender Arbeit sich in den Dienst des Vater­landes zu stellen und durch die Mitwirkung nach I den Idealen des Bundes mitzuhelsen an der Wie­deraufrichtung des deutschen Vaterlandes. Der Redner wies dabei auf die wech^elvolle Geschichte des Deutschen Reiches hin. aus deren Geschehen beherzigenswerte Lehren für die Gegenwart und für das Wirken zu einer besseren deutschen Zu- I kunft gezogen werden müßten. An dem Vorbild- I lichen Verspiel des Frei Herrn vom ©teilt und des Fürsten Bismarck in der Arbeit für Volk und Vaterland, aber auch an den gewaltigen Talen un­seres Volkes und der deutschen Heere an allen Fronten des Weltkrteges müsse sich jeder Deutsche Kraft. Mut und Willen zu gleicher bingebenber Arbeit im Dienste der Dolksge'amtheit stärken und erneuern, ganz besonder- in der schweren Ge­genwart, damit die heutige Generation ihre gro­ßen vaterländischen Aufgaben in der rechten Weise erfüllen könne. Kopf hoch und die Herzen I empor, treues Zusammenstehen für Deutschlands Shre und Freiheit, stets mannhaftes Eintreten für den Bestand und die Wiederaufrichtung des deut­schen Vaterlandes unter dem Leitgedanken: treu sein für alle Zett. Deutschland über alles, müsse heute und immerdar oberstes Gesetz für jeden beut» schen Volksgenossen fein. Die mit großer Begeiste­rung und lebhaftem Beifall auf genommene An­sprache klang aus in dem gemeinsamen-Ges ang des Deutschlandliede-.

Herr William Strauß aus Amerika und Herr Dr. K a l b f l e i s ch aus Meiningen als Mit­glieder des Alte. Herren-Verbantes sprachen gleichfalls in begeisternden Worten über die enge | brüderliche Verbundenheit in der Bavaria und übet die hohen Ziele, die sich der Bund in der Pflege der Treue und Freundschaft untereinander und in dem Wirken für die Gesamtheit des Vol­ke- gesteckt hat. Im Verlaufe des Abends wurden der Bavaria noch von mehreren Rednern als Ver­tretern befreundeter Korporationen und Vereine herzliche Worte der Anerkennung für ihr bis­heriges Wirken und beste Wünsche für weiteres Walten und Schaffen unter dem bewährten Leit­gedanken zum Ausdruck gebracht. Starker Beifall unterstrich den Eindruck der Ansprachen noch in besonderer Weise.

Gemeinsamer Gesang vaterländischer Weisen und frohgestimmter Volkslieder füllte im übrigen den Abend in bester Weise aus. Die Bavaria kann auf diese Wiedersehensfeier und eindrucksvolle Bekundung ihres Strebens mit Befriedigung zu» rückblicken.

.Mordprozeß Mary Dugan."

Der Film (dem bekannten, viel aufgesührten Bühnenstück von Dayard Deiller nachgeschaffen), der zur Zeit im Lichtspielhaus Bahn­hofstraße aufgeführt wird, ist in mehrfacher Hinsicht außerordentlich. In erster Lin« ist es die Konzeption, in der er sich von anderen Kriminalfilmen wesentlich unterscheidet. Ereignisse und Verkettungen, Ursachen und Wirkungen, die in diesem Film, der eine Gerich tsverHandlung toicbergtbt, Konzentrierung, Riederschlag und schließlich Lösung sinden, sind gewissermaßen aus einer großen Perspektive betrachtet, in einheit­licher Linie verfolgt unb vor dem Zuschauer in chronologischer Ordnung dargelegt. Richt weniger außerordentlich ist dieser Film in Regieführung, Darstellung und Photographie, obwohl diese Dinge angesichts der spannenden Handlung, die dem Film zugrunde liegt, unwesentlich werden und nur sehr indirekt den Erfolg des Vild- streifens vorbereiten. Die Handlung, die in großen Zügen als bekannt vorausgesetzt werden darf, sieht die unschuldige Mary Dugan auf der Anllagebank, hart bedrängt und gequält vom Staatsanwalt, der sich nicht nur zum ©traf*

Eine öffentliche Sitzung de- S t a d t r a t - findet am kommenden Freuaanach- mittag im Sitzungssaals de- Stadthauses, Berg­straße, statt. Die Tagesordnung wird im Laufe des heutigen Tage- bekanntgegeben.

" Aufgehobene Straßensperre, mit­geteilt vom Oberhessischen Automobil-Club E. V. (QL v. D), Gießen: Die Sperre auf der Provin- zialstraßc FriedbergDorheim im Zuge der Straße FriedbergHungen ist aufgeho­ben.

,e Zum Geschäftsverkehr bei der Danat-Bank wird uns von der Leitung der hiesigen Filiale der Darmstädter und Rational- Bank mitgeteilt, daß Schecks auf die Danat-Bank bei Steuerüberweisungen. 'Frachtenzahlung usw. als vollgültige Zahlungsmittel von den Finanz- kasien und der Reichsbank angenommen werden, sofern für diese Scheck- volle Deckung vyrhanden ist. Die Geschäftswelt kann also Einlagen bei der Danat-Bank für diese Zahlungen verwenden, nur muß sie auf den Schecks von der Dank vermerken lassen, daß für den Betrag Deckung vorhanden ist. Im übrigen ist noch zu bemerken, daß die hiesige Filiale der Danat-Bank nach wie vor der Gießener Bankenvereinigung angehört unb beren Richtlinien auch für sie Geltung haben.

Iustizpersonalien. Ernannt wurden bet Oberamtsrichter bei bem Amtsgericht in Als­feld Heinrich Engel zum Oberamtsrichter bei bem Amtsgericht in Zwingenberg, ber Amts- aerichtsrat bei dem Amtsgericht in Homberg Richard Schaeg zum Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht in Butzbach, der Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht in Ulrichstein Walter Eber­hard zum Ooeramtsrichter bei dem Amtsgericht in Hungen, der Amtsgerichtsrat bei dem Amts­gericht in Schlitz Rudolf Page zum Oberamts­richter bei dem Amtsgericht in Rieder-Olm.

Oberheffen.

Landkreis Gictzen.

g. Klein-Linden, 20. Iuli. Für die am 2. August hier ftattfinbenbe Deigeord neten- wahl sind drei Wahlvorschläge eingegangen. Kandidaten sind der Schriftsetzer Iakob Hof­mann, der Kaufmann Friedrich Schimmel und der Invalide Philipp ÄleinV.

L Lang-Göns, 21. Iuli. Am Mittwoch, 22.Iuli, vollendet unsere Mitbürgerin Anna Müller, verwitwete Schneider, ihr 8 0. L e - bensjahr. Frau Müller ist durch ihren bald 50jährigen Besuch des Gießener Wochenmarkt cs in der Stadt befannt geworden. Diese Tätigkeit übt Frau Müller, die sich noch voller geistiger unb körperlicher Frische erfreut, heute noch auS.

Lich, 20. Iuli. Der Sicher Sommer- mar l t, einer bet beliebtesten und besuchtesten Märkte unserer Stadt, wird am nächsten Mitt­woch, 22. Iuli, wieder in hergebrachter Weise be- I gangen. Außer dem üblichen Schweine* und Krä­mermarkt ist mit dem Markt ein Handels- und Zuchtviehmarkt, Prämiierung von Hess. Fleck- unb Vogelsberger Vieh unb Zuchtviehversteigerung I (Dullen unb Eber) verbunden. Am gleichen Tage erfolgt auch die alljährlich ftattfinbenbe Auktion ~v."~r ~ v ~ ffUH.i... »Unr __j. von Iährlingsböcken ber Stammfchäserei der fürst-

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herauSstellt. fogar felbft ber OHörber unb sich Nachmittag erfolgt Umzug ber prämiierten Tiere.

9 Die Tombolaverlosung wirb in größerem Maß.

Sichert begebm^LDnDrrche^rAnge ftabe fl^aIten; für sie stehen wertvolle Gewinne klagten ist es ^2*! zur Verfügung. Hieran wirb sich Volksbelusti-

herbeifuhrt seine Schwester vor k«n elektrifchen » unb Tanz anschuehen. Man beachte die Stuhl rettet unb den Mörder überfuhrt. Dor u

dem Zuschauer rollt nur die Gerichtsverhandlung 9 ® t

ab. in der sich die Vorgänge reflektieren. Durch SltCie tvriCDDCrfl.

das lebhafte Hin unb Her in Frage und Antwort. WSR. Rieder-Wöllstadt, 20. 3un. Die durch die Sorgfältige Schilderung der Charaktere Katholiken der hiesigen Diaspora-Gemeinde feler- unb durch bie Intensität ber Darstellung wirb ten gestern bie Einweihung eine s neu- bet Zuschauer in den Dann ber Geschehnisse errichteten Kirchleins. Die Weihe vahm geriffen unb zur Teilnahme gezwungen. Das Domkapitular Dr. Rauch aus Mainz vor. Fest- ist es. waS ben Erfolg des Filmes ausmacht, redner war Professor Dr. Faustmann aus Einige hervorragende schauspielerische Leistungen Mainz.

geben bem Film den künstlerischen W:rt. Rora Kreis BÜdiNgeN.