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lag Daran? Knechte gab «s genug, und man löste l Jahren doch nicht schvn ein fertiger Mann wäre sich hinterher mit einer Buhe. Zehn Rostocker und daß man lur Irrungen immerhin d.e ßnt- Silbergulden zahlte damals ein Herr für das schuldigung der Iugend hatte als mildernden Leben eines Knechtes, und das war mehr als ge- Umstand ... Kläglich, ^ewih. aber aller Zorn nug. wenn man in Betracht zog. Daß das Leben gegen sich se bst vcrslng nicht E>n lockendes des Weilands einstmals um eine nur dreifach Wunderland tat sich auf. weit hinten in der

Nachdruck verboten.

9 Fortsetzung

wehrte

(Fortsetzung folgt)

Vom Büchertisch des Sportlers.

Die Deutsche Turnerschaft und der Reichsgedanke. (Zwei Reden aus den 3alj- ren 1863 und 1931). Im Wilhelm-Limpert-Ver- lag, Drcsden^^ 1. Marienftrahe 16. erscheint, her­ausgegeben von dem ersten Vorsitzenden der Deutschen Turnerschaft, dem Staatsminister a. D. Dominicas, eine kleine Schrift, di« zwei auhcrordentlich aufschlußreiche Reden enthält. Aus dem Iahre 1863 ist eine Rede, die von Dr. v. T r e i t s ch k e aus Anlaß des 3. Deutschen. Turnfestes in Leipzig gehalten wurde, veröffent­licht und ihr gegenübergestellt eine Rede des Staatsministers a.D. A. Dominicas (gehalten auf der sechsten Rcichsschulungswoche des Aka­demischen Turnbundes am 21. Ianuar 1931). die überraschende Liebereinstimmungen erkennen läßt. Das Büchlein gehörte in die Hand eines jeden Turners.

Male empfand man nicht mehr dasselbe Scham­gefühl wie beim ersten. Diel leichter schon fetzte man sich über alle Skrupel hinweg, und vier wil­liger stellten sich die Entschuldigungen ein

Die Erwägungen, dah man mit dreiundzwanzig

Ferne, köstliche Abenteuer warteten und geheim­nisvolle Wege, die keines Menschen Fuß zu­vor beschritten. Lind nur ein einziges Bangen be­schwerte die Brust, daß sich im letzten Augenblicke noch vor diesem Wunderlande ein Hinderiris

gab er nicht mehr heraus ...

Aber das waren natürlich leere Hirngespinste, die so rasch wieder verflogen, wie sie gekommen waren. So hatte einmal vor jenen grauen Iahren einer seiner Dorfahren gehandelt, als man ihm die Geliebte ins Kloster gesperrt hatte, und in der Familienchronik war von dessen eigener Hand ein gar ergötzlicher Bericht zu lesen. Wie die Direlitzer Rönnlein geschrien hätten, als er an der Spitze seiner Reisigen vor das Kloster ritt und mit dem Schwcrtlnaufe gegen das verschlos­sene Tor pochte: ..De Iungser Bredowin schall rutkamen. denn ehr Brüdgam stünn buten un hädd nich veel Tied" ... Der Wächter blies Sturm, die Klosterknechte liefen zusammen, aber es half ihnen nichts, was der Graf Römnitz sich vorgenommen hatte, führte er durch. Ein Dutzend Schädel wurden dabei erngeschlagen, aber was

Das bißchen Erde.

Zftonwn von Mchard Stowronnet.

Copyright by I. Engelhorns Nachf.. Stuttgart.

Linden. 5,72; 2. Heinrich Decker. Krofdorf. 8.65 Meter. 4X1 0 0 Meter: 1. Raunheim. 49,5; 2. Rodheim. 50,5 Sek. 3X1000 Meter; 1. Gießen. 9:35; 2. Launsbach, 9:37 Min. 200 Meter: 1. Heinrich Dill. Raunheim, 24,5;

2. Willi Rühl. Raunheim, 24.8 Sek. 100 Ult* ter: 1. Robert Schaum, Krofdorf, 12; 2. Heinrich Dill. Raunheim, 12 Sek.

Jugend: 4X100 Meter: 1. Staufenberg. 54; 2. Odenhausen. 54.2; 3. Gießen. 55.1 Sek. Hochsprung: 1- Walter Mank. Rodheim. 1,50; 2. Reinhold Schäfer. Kinzenbach, 1,45 Meter. 100 Meter: 1. Otto Weiß. Watzenborn, 12,6; 2. Ernst Dellof, Wieseck, 13,2; 3. Willi Simon. Odenhausen, 13,4 Sek.

Sportler über 18 Iahre: Kugel­stoßen: 1. Wilhelm Schwarz, Annerod, 10,93; 2. Wilhelm Zecher. Odenhausen, 10.20 Meter. Speerwerfen: 1. Willi Frey. Wißmar, 41,13; 2. Willi Rühl, Raunheim, 40,80 Meter. 40 0 Meter: 1. Willi Schardt. Watzenborn,57,9; 2. Willi Steiß, Odenhausen, 60 Sek.

Sportlerinnen über 18 Iahre: 100 Meter: 1. Alma Becker, Lollar, 14,2; 2. Rettchen Pfeiffer, Launsbach, 14,6 Sek. Kugelstoßen. 1. Alma Decker. Lollar, 7,60; 2. Rettchen Pfeiffer, Launsbach. 7^41 Meter. Hoch sprung: 1. Anna Sack. Heuchscheim, 1,20; 2. Liese Schaum, Krofdorf, 1,15 Meter. Speerwerfen: 1. Luise Draun, Lollar, 20.85; 2. Rettchen Pfeiffer. Launsbach, 18,86 Meter.

Sportler Iugend: 15 0 0 Meter: 1. H. Wolf, Fronhausen, 5:00.8; 2. Hermann Henkel. Odenhausen. 5:10 Min.

Sportlerinnen Igd.: Kugelstoßen: 1. Frieda 3ung, Krofdorf, 8,27; 2. Karvline Loh. Krofdorf, 7,70 Meter.

Sportler über 18 Iahre: 60 Meter Hürden: 1. Willi Rühl, Raunheim. 11,1; 2. R. Schaum. Krofdorf, 11,2 Sek. Schleuder- ball: 1. Wilhelm Schwarz, Annerod, 50,42; 2. Wilhelm Zecher, Odenhausen, 48,24 Meter. 1500 Meter: 1. Willi Schardt. Watzenborn« 4:59,4; 2. Willi Steiß, Odenhausen, 4:59.5 Min. 5000 Meter: 1. Ioh. Will, Sichertshausen. 17:29,3; 2. Ernst Schmidt. Watzenborn. 17:30.4 Minuten. St ab hoch: 1. Wilhelm Leutner. Burkhardsfelden, 2,95; 2. Wilhelm Hirschhauser. Odenhausen, 2,90 Meter.

Kunstturnen im Gau Hessen (OT.)

Die Gauriege des Turngaues Hessen, der di« besten Geräteturner unseres Heimatgebietes an­gehören, wird sich am 4. Oktober in Gießen im hessischen Provinzialkampf zum drittenmal mit den entsprechenden Mannschaften der Gaue Rhein­hessen und Rhein-Main (Starkenburg) messen. Als Vorbereitung für den Kampf gilt das Auf­treten der Hessenriege bei einem Kunstturnabend, der unter Leitung von Gauoberturnwart Will am 12. September im großen Bühnensaal des Bad-Rauheimer Kurhauses stattfindet.

bis es sich bescheiden .........

Augen einen kümmerlichen Abschiedsbrief schrei­ben. Lind ein heller Zorn sprang ihn an, nach Alten-Krakow zu reiten und zu guter Letzt noch auszuführen, wozu die andern alle ihm geraten hatten. Den heimtückischen Alten zu Boden schla­gen, die Tochter aber vor sich aufs Pferd nehmen und he im reiten in sein festes Haus ... Da mochten sie dann ber'ommen und ©türm laufen, er lachte nur und schickte sie mit blutigen Köpfen w eder fort. Was er einmal genommen hatte.

türmen könnte ... .

Aber das Glück war günstig, der Abschied m Hohenrörnnitz verlief zu Anfang glimpflicher, als er erwartet hatte. Wie immer verging eine ge­raume Weile, bis der anmeldende Lakai den Be­scheid zurückbrachte. Seine Exzellenz wären für den Herrn Grafen zu sprechen. Der CrblanD- Marschall liebte es. seine Besucher warten zu lassen, und in seinem Hause ging es fast förm­licher zu als am großherzoglichen Hofe.

Mit beklommenem Hcrzen folgte Malte dem voranschreitenden Diener durch die Flucht der halbdunkeln Prunkgemächer, in denen die steifen Möbel mit schützenden Lieberzügen standen. Em seltsames Bangeir überkam ihn jedesmal in dem allen Hause, und er vermochte es sich kaum vor­zustellen, daß er hier einmal als Herr stehen sollte. Fremd sahen ihn die Bilder an den Wän­den an, ein Frösteln zog durch die Zimmer und Säle, und fremd klang sein sporenklingender Schritt auf dem spiegelnden Parkett. Drüben aber in Vellahn war es warm und' heimelig, jeder Winkel war ihm vertraut, und von überall her grüßten liebe Erinnerungen ...

Lieber einen hallenden Korridor ging es. der zu dem bewohnten Flügel des Schlosses führte, Hirschgeweihe hingen an den Wänden schier ohne Zahl, alte Waffen dazwischen, und in einer lan­gen Reihe standen die starren ©ifenrüftungeiT der Römnitze aus jenen Zeiten, in denen eine ge­panzerte Faust mehr gegolten hatte als ein ganzes Bündel verbriefter und gesiegelter Rechte. Die leeren Armschienen lagen auf dem Kreuz­griffe der hohen Schwerter, und über den ge­schlossenen Visieren thronte die Helmzier, der auf den Hinterpranken aufgerichtete, zum Angriff schreitende Bär ...

Der Diener öffnete eine Flügeltür, Malte stand in dem Schreibzimmer seines Oheims. Durch helle Fenster grüßte der im ersten Frühlmgs- grün prangende Park herein; an den bis zur Hälfte eichen getäfelten Wänden gingen im Laufe der Jahrhunderte eingedunkelte Bilder von et­lichen Römnitzen, die sich in der langen ®efä)ia)te der Familie besonders hervorgetan hatten, bis zu jenem sagenhaften ersten Vorfahr hinaus, der als ein Lehnsmann Heinrich des Löwen den eisen­bewehrten Fuß auf slawisches Land gesetzt hatte. Im Durgfried des Vellahner Schlosses hing ein verrostetes Kettenhemd, das er der Lieber!iele- rung nach getragen haben sollte. Das Bild aber

in Hohenrörnnitz war das Phantasieerzeugnis eines höfischen Malers aus dem siebzehnten Iahrhundert. Lind er hatte den Lehnsmann des Welfenherzogs gemalt, wie er ihn sich dachte. Als einen Reitcr mit hohen Düffelstiefeln, einem blanken Küraß und breitem Federhut; mit einem Knebelbarte, wie ihn der bei Lützen gefallene Schwedcnkönig getragen hatte. Spitzenaufschlägen an den Aerrneln und einem Korbdegen an der Seite. Aber unter dem in der rechten Ecke an­gebrachten Wappen, dem aufrechten Bären im weißroten Schilde, stand mit verschnörkelten Buch­staben zu lesen:Winifredus Romeniciae comes, obiit anno Domini 1173 ..."

Die Inschrift war das einzige an dem Bilde, was mit der Wirklichkeit übereinftimmte. Eine urkundliche Lieberlieferung nämlich besagte, daß der Graf Winifred Römnitz bei der Verteidigung seines festen Hauses Vellahn gegen den aufrühre­rischen Wendenfürsten Ratis im Iahre 1173 ge­fallen wäre. Schon hätte er feinen Gegner im ritterlichen Zweikampfe gestreckt gehabt, als ihm ein schwirrender Heidenpseil die Kehle durch­bohrte ...

Linier diesem Bilde stand der Herr Crbland- marschall, wie er es zu tun Pflegte, wenn es sich um Entscheidungen in wichtigen 5amilienange- legenheiten handelte. Gleich als wenn er sich unter den Augen des Ahnherrn emes glücklichen Ausganges im vornhinein versichert halten dürfte, und keine Miene in seinem bartlosen Prediger- gesichte verriet, daß er längst schon wußte, was sich am vergangenen Tage zugetragen hatte ...

Mit einem gemessenen Reigen des Kopses empfing er den Reffen, hörte schweigend zu. als dieser nach einigem Stocken die Erlaubnis zu einer geplanten längeren Auslandreise erbat. Aach den Gründen fragte er nicht, begnügte sich mit der Angabe, es wären Verhältnisse eingetre­ten, die das Fortgehen für einige Zeit ersprieß­licher erscheinen ließen als das Verbleiben in Der Heimat. Danach verbreitete er sich mit eini­gen wohlabgewogenen Worten über den bilden­den Rutzen solcher Auslandreisen, wünschte dem Reffen mit einem kühlen Drucke der wohlgepfleg­ten Hand eine gute Fahrt und glückliche Wieder­kehr. Die Audienz war zu Ende, schon wollte Malte sich mit einem erleichterten Aufatmen zum Gehen wenden, aber es gab noch einen kurzen Aufenthalt. Dcr Kammerdiener Paalzow erschien in der zum Rebenzimmer führenden Tür, meldete nach einem fragenden Blicke. Ihre Exzellenz lie­ßen um die Erlaubnis bitten, dem jungen Herrn Grafen Adieu sagen zu dürfen. Der Hausherr nickte mit einem Achselzucken Gewährung und wandte sich zum Fenster. Rührszenen liebte er nicht, und seine Gattin hatte leider allzu nahe am Wasser gebaut. Bei jeder Kleinigkeit flössen ihr die empfindsamen Tränen über die Waw» gen

des Heilands einstmals um eine nur dreifach höhere Summe verkauft wordeii war ... Der Bericht des Römnitzer Grafen schloß mit der Bemerkung, der Ritt nach dem Strelitzer Kloster hätte die Auswendungen verlohnt. Vier Sohne wüchsen ihm aus der Ehe mit der gebürtigen Bredowin heran, und jeder von ihnen verspräche, ein Edelmann nach dem Herzen Gottes zu wer­den ... Lind zu ihrem Ruhen und Frommen hätte er das Abenteuer niedergeschrieben, damit sie sähen, daß ein H:rr sich stets auf eigene Faust verlassen müßte.....ßätocr Unrecht dauhn,

as Unrecht lieben", §leß es in der alten Chronik, un wer bat Metz an rechten Ende hat. de hat ook gewonnen. Wenn uns. lewen Heiland liehrt bat, man müßt ook de annere Back hinhollen nah den ersten Streich, so liggt dat daran, bat hei feen gebürtigen Mecklenoörger west is. Dat is nich goob fär bc hiesigen Toständ, un Dorätocr werd eck mi mit emm utenannerfetten, wenn toi in himmlischen Hohen uns' Kaltschaal drinken dauhn un de letoen Engelein malen mit Fläuten un Zymbal de Musik dartau" ...

So hätte der Graf Römnitz im Iahre des Heils 1480 geschrieben und etliche Iahre früher gehan­delt. Sein letzter Rachkomme aber ließ es bei den bloßen Gedanken, spielte ein paar Augen­blicke damit, was die Herrschaften der Umgebung Wohl sagen mochten, wenn er eine Gewalttat be- §ehen würbe, aber das Grübeln und Rach- enken zerstörten den Entschluß, kaum daß er di« Schwelle des Dewußts«ins überschritten hatte...

Er schob das Brieflein, das ihm der fremde Iunge gebracht hatte, in die Brusttasche, schwang sich in den Sattel und setzte dem behäbigen Gaul die Sporen ein. Am Ende Der Dammallee aber bog er nach links ein. Rach Hohenrörnnitz. statt nach Alten-Krakow .. . UnD währenD er mit ver­hängten Zügeln Den festen Weg entlang jagte, als wäre er auf der Flucht, schalt er sich selbst mit bittern Vorwürfen. Rach dem ersten Schmerze über Den unwiderruflichen Abschied hatte sich in seiner Brust ein leises Gefühl Der Zufriedenheit geregt, daß er nun ja auch frei wäre, tun dürste, was ihm beliebte. Das war vielleicht recht kläglich, aber er war ja mit sich allein wie in jenen Stunden, als er mit verzweifeltem Hoffest einen lehlen Ausweg suchte. Aus andrer Wirr- sal. aber die Art war dieselbe. Eine gar selt­same Art des Suchens: man brauchte nur ein wenig die Augen zuzudrücken, und der Weg öffnete sich von selbst ... Zudem, beim zweiten

E<k si ut Ohlen-Krakow. De Kammerjumfer Mcr.e hält mi Dat gätoen. Eck füllst bloß rätoer- Drageu un utrichten, Antwurt wär nich nöDig, häbd de gnä Baroneß befahlen."

Da griff er mit zitternder Hand nach dem Briefe. Es waren nur ein paar mit Bleistift ge­kritzelte Zeilen und von darüber vergossenen Tränen halb verwischt ...

Vergiß mich. Liebster, ich muß mich fügen. Gott ist mein Zeuge, es geht nicht anders, es handelt sich nicht um meine armselige Person allein. So viel Schreckliches ist um mich her. und das Schicksal, das auf mich war.et. ist schlimmer als der Tod. Die Augen habe ich mir schon blind geweint, aber es geht nicht anders, ich muß mich fügen. Denk nicht schlecht von mir, ich bitte Dich. lieber Malte! Ich müßte ganz und gar verzweifeln, wenn Du mir nicht glauben würdest. Ich küsse Dein liebes Angesicht und werde Dich niemals vergessen" ...

Treis I VfL. Wetzlar II 3:4.

Zum ersten Pflichtspiel weilte Der VfL. Wetzlar in Treis. Die Gäste, Die vier Spieler aus ihrer spiel­freien 1. Mannschaft eingestellt hatten, lieferten ein flottes Spiel und konnten mit Dem Wind in Der ersten Halbzeit 4:0 in Führung gehen. Nach Der Pause fand sich Die Platzelf besser zusammen und konnte Drei Tore aufholen. Ein Unentschieden wäre Dem Spielverlauf gerecht gewesen.

Arbeiter-Turn- und Sportbund.

Leichtathletische Bezirks-Wettkämpfe.

Auf dem Platze der Spielvereinigung 1900 auf dem Trieb fanden am Sonntag die diesjährigen Leichtathletischen Wettkämpfe des 3. Bezirkes statt. Trotz des Regens hatten sich annähernd 300 Sportler und Sportlerinnen zum friedlichen Wettkampfe eingefunden. Um 8 Uhr begannen die Mehrkämpfe, denen die Vorentscheidungen der Einzel- und Mannschaftskämpfe folgten. Ver­spätet. das Wetter war voran schuld, begannen die Entscheidungskämpf«, die bis in die späten Rachmittagsstunden dauerten. Trotz des un­günstigen Wetters wurden bei verhältnismäßig guten Dahn- und Platzverhältnissen noch an­sprechende Leistungen erzielt. Anschließend die

Ergebnisse

in gedrängtem Auszug:

Sportler.

Ueber 18 Iahre (Fünfkampf): 1- Willi Rühl. Raunhein, 317.74; 2. Heinrich Decker. Krof­dorf. 307.48; 3. Rudolf Engelhardt, Annerod. 293.24 Punkte.

Jahrgang 19151917 (Dreikampf): 1. Rudolf Willi. Saubringen, 207; 2. Ernst Fei- ling. Raunheim, 205; 3. Karl Klinke!. Staufen­berg. 203 Punkte.

Jahrgang 19131914 (Vierkampf): 1. Kurt Dönges. Wißmar, 269.98; 2. Richard Schleenbecker, Heuchelheim, 251,36 ; 3. Ernst Dellof, Wieseck. 249,02 Punkte.

3 03 5 Iahre (Dreikampf): 1. Wilhelm Schwarz. Annerod, 179,50; 2. Willi Wagner, Krofdorf. 159,06; 3. Georg Müller. Krofdorf, 158,44 Punkte.

Ueber 35 Iahre (Dreikampf): 1. Alex Dureck, Lollar, 157.63; 2. Reinhold Korwelow, Lollar. 154.95; 3. Karl Bernhardt. Raunheim, 149,57 Punkte.

Sportlerinnen.

Unter 18 Iahre (Dreikampf):!. Frieda Iung. Krofdorf, 178,26; 2. Hilde Bremer, Wieseck, 170 46; 3. Gustel Weiß, Wetzlar, 165,63 Punkte.

lieber 18 Iahre (Vier kampf): l.Alma Decker, Lollar, 292.14; 2. Liese Schaum. Krofdorf, 280.43; 3. Anna Sack, Heuchelheim. 273.74 Punkte.

Fuhball-Dreikampf.

Unter 18 Jahre: 1. Karl Hardt. Hausen, 278; 2. Walter Heil, Grohen-Linden, 265; 3. H. Rachttgall. Londorf, 263 Punkte.

Ueberl8Jahre: 1. Franz Arnold, Heuchel­heim, 298; 2. Karl Keusch, Raunheim, 263; 3. Otto Henkelmann, Heuchelheim, 234 Punkte.

Einzelkämpfe.

Sportlerinnen unter 18 Jahre: Weitsprung: 1. Hilde Bremer, Wieseck, 4,31; 2. Frieda Jung, Krofdorf. 4,17 Meter. 6 0- Meter-Lauf: 1. Gustel Weiß. Wetzlar, 9.1; 2. Frieda Jung. Krofdorf, und Karolme Loh. Krofdorf, je 9.2 Sek.

Sportler Jugend: Speerwerfen: 1. Wilhelm Viehmann. Kinzenbach. 42.86; 2. Hugo Bender. Krofdorf, 38.00 Meter. 1 000-Me- ter-2auf: 1. Hermann Henkel, Odenhausen, 3:07.1; 2. Willi Kunsch. Wetzlar. 3:07.3 Min.

Sportler über 18 Jahre: Diskus­werfen: 1. Wilhelm Schwarz, Annerod, 33,08; 2. Wilhelm Zecher. Odenhausen, 32,05 Meter. Weitsprung: 1. Wilhelm Leitner. Großen-

Er knitterte das schmal« Blatt in der Hand zusammen, ein jäher Schmerz flog ihm durch Die Brust. Er sah sein blondes Liebchen, toi« es sich und verzweiselt gegen den Vater rang, sich bescheiden mußte und mit verweinten

Spielvereinigung 1900 Gießen.

Sie Blauweißen unterlagen im Rückspiel in Wiesbaden-Sotzheim 4:1 (Halbzeit 1:1), da im Sturm immer noch die Besten fehlten. Die beiden Parteien lieferten sich in dem herrlichen Wies­badener StadionKleinfeldchcn" vor mehreren hunDert Zuschauern ein technisch gut ausgegliche­nes Spiel. Ser Gastgeber hatte diesmal seine stärkste Vertretung zur Stelle, so u. a. den fa­mosen Sturmführer Tomczhk und einen sehr guten Rechtsaußen. Beide Mannschaften befleißigten sich einer fairen Spielweise. Wiesbadeii war stets etwas fdynetler, 1900 Dafür im Kopf spiel und in der Kombination besser. Sas Wetter beeinflußte allerdings das Spiel wesentlich.

Der stets ausgeglichene Kampf war reich an spannenden Momenten. Schon beim ersten An­griff der Gießener fetzt Best (1900) einen Pracht- schnß an Den Pfosten. Ser Gastgeber tarn billig zum Führungstreffer, da ein Schuß Tomczyks an einem Gießener Verteidiger unglücklicherweise abprallte und ins Tor ging. Rach oorauögegan- genem tadellosen Kombinationszug zog 1900 durch den Halbrechten gleich. So blieb der Stand bis etwa eine Viertel Stunde nach dem Seitenwechsel. Sann wollte Jäckel einen langen Ball etwas leichtsinnig Dem Torwart überlassen. Ein Gast­geber war schneller und schoß unbehindert ein. In der Folge brachten die 1900er des Gegners Tor mehrfach in Gefahr. Cs tourte aber zu schwach und unplaziert geschossen. Fast schien es, als bliebe es beim 2:1 für Dotzheim, da fielen in den Schlußminuten durch vermeidbare Schnitzer kurz hintereinander noch zwei weiter« Treffer gegen 1900. Sas Resultat entspricht keineswegs dem Spielverlauf; ein abermaliges Unentschieden wäre gerechter gewesen.

-Ne Ligareserve lieferte der gleichen vom Wetz­larer Sportverein ein torreiches Treffen. Sie unterlag 8:5 (Halbzeit 7:2). 1900 begann viel­versprechend. Bereits nach zehn Minuten war der Spielstand 2:0 für die Blauweißen. Dann aber versagten einige Spieler und Wetzlar erzielt« innerhalb einer halben Stunde sieben Treffer. Rach dem Wechsel machten Die Gießener große Anstrengung zum Ausgleich, es reicht« aber nicht ""sie Lehrmannschaft war dem scharfen Spiel ihres Gegners Wetzlar III. nicht gewachsen. Sas Fehlen des Mittelläufers tat das übrige. Trotz­dem ist Die erlittene 6:0-Riederlaae (Halbzeit 2:0) beschämend Sie vierte Mannschaft rettete di« Ehre des Tages durch einen 4- 1-Sieg gegen Wetzlars IV. (Halbzeit 3:0).

Jugendspiele.

1900 2. Jugend Klein-Linden 1. Jugend 3:1; 3. Jugend - Leihgestern 10:3; Schüler Klein- Linden Schüler 0:1.

Zu berichtigen ist, daß die Begegnung 1900 II Jugend VfB. II. Jugend am 9. August 1931 nicht 2: 2, sondern 2:1 für 1900 siegreich endete.

Handball im Gau Hessen (O.T.)

Splclcrgcbniffe vom 16. August.

Meisterklasse : Mtv. Gießen I gegen Po­lizei Butzbach I 7:4 (2:1); Tv. Heuchelheim I gegen Tv. Großen-Duseck I 2:8 (0:5); Tv. 1846 Gießen gegen Tgm. Friedberg I 1:8 (1:4); T.- u. Spv. Butzbach! gegen Sp.-Vgg. 1900 GießenI 5:1 (4:0).

-X-Klasse : Tv. Wetzlar II gegen Tv. Münch­holzhausen I 4:4 (3:1); Tv. CütcliinDen I gegen Tv Riedermörlen I 2:4 (2:1); Tv. Großen-Linden l ' gegen Tv. Pohlgons I 4:7 (1:3); T.- u. Spv Butz­bach ll gegen Polizei Butzbach tt 4:7 (2:4); SurnD. * Hirzenhain I gegen Tv. Ortenberg 1 7:5 (5:3); Tv. » Dorheim I gegen Tv. Gedern > 6:1 (5:1); Turnv.

Treis I gegen DfL. Wetzlar tt 3:4 (0:4).___________

6-Klasse : Tv. Lick I gegen Tv. Ebersgöns I 4:5 (4:3); Tv. Griedel l gegen Tv. Kirchgöns I 2:8 (2:4); Tv. Niedergirmes II gegen Tv. Duten­hofen I 3:3 (1:1); Tv. Klein-Linden I gegen Tv. Krofdorf I 4:3 (3:2).

Jugendklasse : Tv. Wetzlar gegen Tv. Lich 12:0 (2:0); Mtv. Gießen gegen Tv. Großen-Linden 8:0 (2:0); T.- u. Spv. Butzbach gegen Tgm. Fried­berg 4:6 (2:3).

2Utö. I polijei-Sportoerein Butzbach I 7:4.

Die 1. Mannschaft des Männerturnvereins Gießen konnte ihr erstes Verbandsspiel gegen Den Polizei- Sportverein Butzbach mit 7:4 siegreich beenden. Das spannende Spiel wurde allerdings erst in den Schlußniinuten entschieden. Bereits in der ersten Halbzeit wurde erbittert um den Sieg gekämpft. Während der ersten Viertelstunde war die Mtv.- Mannschaft merklich überlegen und ging durch Straf- wurf in Führung. Schließlich aber kamen die Po- lizisten mehr und mehr auf, erzielten durch einen schnellen Vorstoß den Ausgleich und verwandelten bald daraus einen 13-Meter-Ball zum Führunas- treffer für sich. Nach einigen Umstellungen machte sich aber eine erhöhte Durchschlagskraft bei der Mtv.- Mannschaft bemerkbar, die an sich physisch stärkeren Butzbacher hatten sich verausgabt und vermochten nun dem Ansturm des Gegners nicht mehr so recht standzuhalten. Das Ergebnis entspricht dem Spiel­verlauf. In der Mannschaft des Siegers zeigte die Verteidigung und die Lauferei große Hingabe. Der Sturm arbeitete sich durch geschickte Kombination manche Chance heraus und gefiel mit wuchtigen Torschüssen. Der Torwächter der Butzbacher war dem Ansturm nicht mehr gewachsen und mußte einen Ball nach dem andern passieren lassen. Die Polizisten spielten mit großem Eifer und konnten vier Tore auf ihr Konto buchen.

Die Jugendmannschaft des Mtv. begann die Ver­bandsspiele recht verheißungsvoll. Die 1. Mannschaft des Tv. Großen-Linden wurde klar mit 8:0 ge­schlagen.

Tv. GroßenLinden I Tv. pohlgons I 4:7.

Rach einem äußerst harten Kampfe gelang eS Pohlgons, Sieg und Punkte mit nach Haufe zu nehmen. Großen-Linden war Den Gästen im FelD- spiel klar überlegen, aber die besten Torschüsse tour Den eine sichere Beute Des ganz vorzüglichen Pohlgonser Torhüters.

Tv. Lang-Göns II Tv. Kirchgöns II 2:2 (1:2).

Am Sonntag standen sich obige Mannschaften im Freundschaftsspiel gegenüber. Kirchgöns konnte bis zur Halbzeit zweimal erfolgreich sein. Lang-Göns erzielte nur ein Tor. _ Erst in der zweiten Halbzeit gelang es Lang-Gons, den Aus­gleich zu erzielen.

Sic Schüler spielten gegen Kirchgöns' Schüler ebenfalls 2:2 (0:2).

Tv. klein-LInden I Tv. Krofdorf I 4:3 (3:2).

Krofdorf spielte anfangs nur mit 10 Mann, und schon in der 6. und 7. Minute fielen für Klein- Linden Tore. Allmählich fand sich Krofdorf zu­sammen und konnte ausgleichen. Krofdorf drängte kurz vor Svielschluß, konnte aber den weiter er­zielten Vorsprung Klein-Lindens nicht mehr aus- yvlen.

Tv. Lich I Ebersgöns I 4:5.

Die 1. Mannschaft des Turnvereins Lich weilte zum fälligen Verbandsspiel in Ebersgöns. Der Platz- bcsitzcr stellte eine spielstarke Elf. Die Licher nahmen die Gegner zu leicht und wurden knapp mit 4:5 ge­flogen. Die 1. Jugend von Lich trat dem Gau- Jugendrneister Tv. Wetzlar mit nur neun Mann | gegenüber und verlor mit 3:0. Das Ergebnis darf unter diesen Umständen noch als gut bezeichnet | werden. __________________