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England stellt den Van des größten Schiffes der Well ein
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Lerchen und Friedrich K l i n g e l h & f blauen Schwalbentauben.
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und dankte den Ausstellern, den
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Umfang des hessischen DerltenanbaueS und dellen
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Gerstenanbau und die Ergebnis!« der vorliegend den Ausstellung In seinen Ausführung
Preisrichtern für ihre Arbeit. In kurzen Ausführungen hob er hervor, daß der Zwea der Tagung die Förderung des GerstenanbaueL in Obe treffen sei und oaS Ziel in einem einheitlichen Lortenbau besteh«.
Sodann referiert« Diplom-Landwirt M a t - t h e S von der LandwirtschaftSkammer über den
Aus öer ProHn^iofbaupfffoöt
Gießen. den IS. Dezember 1931.
Goll man in dieser Zeit Festlichkeiten veranstalten?
Angesichts der allgemeinen Rotlage unseres DolleS ist die Frage verständlich, ob die Der- anHaltung von Festlichkeiten überhaupt noch angebracht erscheint. Wie alles, so hat auch diese Angelegenheit zwei Seiten, wovon die wirtschaftliche gerade in diesen Zeiten sehr stark interessieren dürste. Die Mehrzahl der Festlichkeiten wird in den (Betrieben deS DaststättengewerbeS abgehalten. Man kann der Auffassung sein, dah ausschließlich dieses Gewerbe wirtschaftliche Vorteile von der Abhaltung von Festlichkeiten habe. Dem ist aber nicht so. DaS Vaststättengewerbe ist zu einem groben Teil BedarfSgewerbe, daS bei einigermaßen gutem Geschäftsgang vielen ©e- Werve- und Industriezweigen, somit also auch den in ihnen beschäftigten Arbeitnehmern, manche Arbeitsmöglichkeiten gibt. Schon die Ankündigung von Festlichkeiten durch Plakate, Anzeigen und sonstige Drucksachen beschäftigt daS Berviel- faltigungSgewerbe. Grob ist die Zahl der Lieferanten des GastwirtSgewerbeS für Rahrungs- und ®cn,ibmittel, wie Bäcker, Metzger, Brauereien, Weinhandel. Zigarrenhändler u. a. Tapezierer und Dekorateure, die den Bäumen das notwendige oder gewünschte Gepräge geben, werden beschäftigt. Der leider so groben Rotlage vieler Künstler und Musiker, deren Mitwirkung bei den Festlichkeiten unentbehrlich ist, kann in erheblichem Mabe gesteuert werden. Auch der Fremdenverkehr, dessen Bedeutung nicht verkannt werden darf, erfährt durch die Abhaltung von Festlichkeiten in manchen Fällen die notwendige Förderung. Die nicht unerhebliche wirtschaftliche Bedeutung deS Gaststättengewerbes erg bt sich beispielsweise schon daraus, dah sein steuerpflich» tigk'r Umsatz im Jahre 1927 sich auf weit über 5 Milliarden Mark belief, womit gleichzeitig die Stellung deS GastfättengewerbeS als Bedarfsgewerbe besonders charakterisiert toitb: denn der Umsatz besteht in diesem Gewerbe doch in der Hauptsache aus den von anderen Dewerbezweigen gelieferten Waren, da eine Eigenproduktion des Gaststättengewerbes so gut wie nicht in Frage kommt DaS Gaststättengewerbe b'schä'tiat in normalen Zeiten rund 331 000 Arbeitnehmer, von denen Ende Oktober 1931 fast 85 000 erwerbslos a"m"ld't w r n Aucb d'"sem Telle der Arbeitnehmerschaft kann durch die Abhaltung von Festlichkeiten De'chälliaung gegeben werden Es soll hier nicht rauschenden und überschwänglichen Festlichkeiten. b:« mit der allgemeinen Bot weiter BolkSkreise nicht in Einklang zu bringen sind, das Wort geredet werben. Sicherlich ist aber die Abhaltung von Festlichkeiten in einem der Zeit entsvrech"n^en Böhmen für viele Gewerbezweige und gleichzeitig auch für die darin beschäftigten Arb"it"ebmer. sowie ‘flr manche Angehörige freier Berufe von nicht zu unterschätzender Wirt- schafl'cher Bedeutu"g Daher sollte man auch in dieser Zeit auf die Abhaltung von netonfdiaft- lichen Veranstaltungen und für manche Vereine geradezu traditionell g^word"ne Festlichkeiten nicht verzichten, um so mehr nicht, da Stu"den der CM«niqtott aera*»« in dielen wenig llchfv^lton Tagen ebenfalls Ihre besondere Bedeutung b"ben.
QI. Sch.
(Widener wochenmorktp eisc.
'Diesten. 15 Dez. S« kosteten auf dem Heu- kigen ^bochenmarkt Kochbutter daS Pfund von 1,10 Mk an. Butler 120-130 Matte 25 35 Pf daS Pfund. Eier 14-15 Pf daS Stück. Käse 10 Stück 60 -140 Ps„ Wirsing 7 -8. Weistkraut 5 b'S 6 Bofkraut 8. Gelbe Büben7 8 10 Bote Büben 8- 10 Spinat 15 20. Unter-Kohlrabi 5 bis 6. Grünkohl 10 12. Rosenkohl 15 20. Feldsalat 80 100 Tomaten 50 60. Zwiebeln 10—12. Meerrettich 15 70 Schwarzwurzeln 25 "5 Kartoffeln 4. Aepfei 8 10. Birnen 8 -10. Dörrobst 30 35 frnniq ^0 R0. Hüffe 35—40. Enten 80 biS 100. Junge Hähne 80 90. Suvvenhübner 70 bis 80. Gänse 70 80 Ps das Pfund. Tauben 50 -60. Blumenkohl 20- 60. Erd'vien 8—10« Ober- Kohlrabi 8—10. Lauch 5 10. Bettich 10—15. Sellerie 10 40 Ps das Stück. Kartoffeln 3.00-3 50, Weistkraut 3.00-3.50. Wirsing 4.00-5,00. Rotkraut 4.00—5,00 Mk per Zentner.
Von der Purpurschnecke zur Koschenille-Farm.
Wenn wir auch durch die Erfolge bei der Herstellung künstlicher Farben von den Farbstoffen der Tiere und Pflanzen nicht mehr abhängig sind, so bietet sich in diesem Bereich des Raturhaus- haltes doch ein sehr interessantes Schauspiel dar. Die älteste tierische Farbe, die benutzt wurde, war das berühmte Purpur von Tyrus, das einst dem Schmuck der gekrönten Häupter Vorbehalten war und erst später allgemeinere Verwendung fand. Es sind drei Arten von Seeschnecken. die diesen kostbaren Stoss lieferten: Murex trunculus, Mu- rex grandaris und Purpura patula. Die antike Sage erzählt, dast Herkules, als er eines Tages mit der von ihm verehrten Bymphe von Tyrus an der Küste spazieren ging, einen Hund yerankommen sah, dessen Schnauze mit einem leuchtenden Violett befleckt war. Die Dame, entzückt von dieser Farbe, befahl dem schmachtenden Helden, ihr ein Gewand von dieser Färbung zu bringen, wenn er ihre Gunst erringen wolle, und die grobe Menge von leeren Muscheln, die man noch heute an den Küsten des Mittelländischen Meeres findet, lästt daraus schliesten, dah der starke Mann des Altertums auch diese Arbeit glücklich zustande gebracht hat. Die Gewinnung von Purpur aus Schnecken war auch in der Reuen Welt bekannt, denn Columbus fand, dast die Indianer das Geheimnis besahen, Farbstoffe Mollusken zu entziehen, die den Schnecken des Mittelmeeres nahe verwandt waren. Die Purpurfarbe, die von den Schnecken gewonnen wurde bestand in zwei Arten, die billigere wurde durch das Pressen von Tieren und Muscheln» in Mörsern gewonnen, während die bessere und teurere Art durch sorgfältiges Ausschneiden der Farbdrüsen erzielt wurde. Ein sehr ähnlicher Farbstoff wird von einer groben Seeschnecke, Aplysia mit Barnen, abgesondert, die damit das Wasser mehrere Meter im Umkreis färbt und sich so einen „Schuhschirm" gegen Fllnde schafft. Während das Pupurrot stets eine gewisse Seltenheit bewahrte, war früher ein weit verbreiteter Farbstoff derjenige, der aus einer groben Anzahl kleiner, au der Familie Coccus gehöriger Insekten hergestellt wurde. Diese Farbe ist unter dem Barnen Koschenille bekannt. Die getrockneten Schildläuse. die nach Europa geschickt wurden, galten dort zunächst für pflanz'iche Produkte, und erst das Mikroslop enthüllte ihre tierische Ratur. Wenngleich die früher allgemein zur Bereitung des Karminrots verwendete Kofchen lle seit E n üh- rung der Teerfarben bei uns ihre Bedeutung verloren hat. so gibt es doch noch in vielen tropischen und subtropischen Ländern ausgedehnte Far-
dcs Eremiten" wurde mit viel Temperament I wiedergegeben. M.t besonderer Sorg'alt brachte | die Kapelle Szenen aus der Wagnerschen Oper „Siegfried" zur Aufführung und erntete dafür vcrdientermahcn lebhaften Beifall Eine „eia- vische Bhasodie" fand hierauf eine sehr lebendige Interpretation. Im weiteren Verlauf des Programms gefielen besonders Debet und Tempelmarsch aus Olaf Ttygvason" (Drieg). AuS- sch Itte aus Duccinis „Madame Butterfly", Straußsche Walzermu i! mit viel innerer Beschwingtheit, eine Komposition unter dem Titel
Friederiziana", der idyllische „Aufmarsch der Wach:Parade" und a m. Ein Lchlagervotpourri, in dem die Kapelle bewies, dast sie auch in moderner Musik taktfest ist. beschloß das gediegene Programm Das Konzert erbrachte erneut den Beweis, dast die Kapelle unter der Leitung ihreS Obermu'ikm'-ist rs zu durchaus künst'etlichen Leistungen befäh'gt und hohen Anforderungen gewachsen ist. die aber nur deshalb er'üllt werden tonnen, weil sich jeder einzelne Musiker der Kapelle eng verbunden fühlt Richt zuletzt sind die vorzüglichen Leistungen ein Verdienst deS Dirigenten Das MusikkorvS bereitete den dankbaren Zuhörern genustreiche Eiunden.
" Stahlhelm-Filmvorführung In einer geschlcssmen Vo führung zeigte am Sonnten ormttag die hiesige Ortsgruppe deS Stahlhelms im Lichtspielhaus Bahnhofstraste drei Filme, die bei den Besuchern groben Anklang fanden. Unter dem Titel „Und Du?" sah man zunächst e nen Bildstreifen, der auS Anlab deS 12 Be chSfrontfoldatentageS in BreSlau ausgenommen worden war Man erlebte den Aufmarsch der Stahlhelmer auf der BreSlauer Brückenaue, die Gefallenenehrung und den Borbeimarfch der Frrmationen vor den Führern. Lustige Bilde.- aus dem Lagerleben, von der Verpflegung, vom An- und Abmarsch nach und von Breslau, Bi der von den Au-flügen der Stahlhelmer in da' Biefengebirge und h rvcrragende Landschcf S- bilder gaben dem Film weiteren 'Wert Din zweiter Filin führte im Geiste nach Bad Harzourg. Die Tagung der Harzburger Opposition, dte Füh c-, die sich dort zusammengesunden hatten de Stah h Im und die SA -Abteilungen der Ra- tionalsoz, al st sch n Deutschen Arbeiterpartei mit >h em Füh e: H tler an der Spitze, waren im Bilde feftg h llen Der Sinzua in Harzburg, der Feldgottesd.enst, der Aufmarsch und Umzug durch die Straften aaben ein Bild von dem Leben und Tre'ben, oaS an jenen Tagen in Harzburg herrschte Der dritte Film von der Stahlhelm- Ro dlandfahrt 1931 war da- Spiegelbild einer unterbaltiamen Reife, daS neben den landschast-
Znfolge der gespannten englischen Wirtschaftslag. soll der Bau des 73 000-Tonnen.Dampfers, der -m Auftrage der Cunard-Linie vor einigen Monaten auf einer schottischen Werft begonnen worden war, vorläufig eingestellt werden Das Schiff das in seinen Ausmahen alle bisherigen Wasterfahrzeuoe der Welt übertreffen sollte war als Rivale für die „Bremen" gedacht und sollte das Blaue Band des Ozean» nach England zurückbringen. Unser Bild zeigt eine Modellzeichnung des Riesendampfers.
licften Schönheiten deS RordlandeS, der Fjorde. dec Berge und der Gletscher auch das lustige Leben und Treiben an Bord des Dampfers „Monte Oliva" toiebergab Der Te?t in Beim- form und musikal.sche Darbietungen unterstützten daS Filmbild.
" Sparerbund und Volksrecht- Partei, Ortsgruppe Giehen In der jüngsten Mitgliederversammlung referierte — wie man uns berichtet — der Vorsitzende, Rentner Ehr. Reiber, über Zweck und Bedeutung der Schutz-Sparkassen, von denen in den letzten Jahren eine ganze Anzahl durch den Sparerbund ins Leben gerufen worden sind Zum Unterschied von anderen Geldinstituten würden die Spareinlagen als Goldmark garantiert und ausschließlich in erststelligen Feingoldhypotheken angelegt Namentlich in den letzten Monaten hätten Die Spareinlagen sehr stark zugenommen. Im weiteren Verlaufe der Versammlung wurde die Kommunal-, Landes- und Reichspolitik behandelt und folgende Entschllestung einstimmig ange- no nme „Dl gulle uchte M tjl ed.rvcrs-mmlung des Sparerbundes und der Dolksrecht - Partei. Ortsgruppe Diesten, erblickt in dem Ergebnis der he s schen Landtagswahl für die Volksrechlbewe- gung keine entmutigende Wahlniederlage, sondern einen Ansporn zur Aufbauarbeit in der Organisation Die zahlreich anwesenden Mitglieder geloben ihrem Reichsparteisührer, LandtagSabge- ordneten B a u s e r, auch weiterhin unverbrüchliche Treue und Gesclg chaft im Kampf für deutsches Recht und nationale Freiheit."
Oberbeffen
hessischer Braugerstentag
L 2 u.g b a ch . 14. Dez Der erst« D r a u • gerftentag. verbunden mit einer Braugersten- schau der neu errichteten Hessischen Landesgersten, stelle der Landwirtschaftskammer für Hessen, war •ein beachtlicher Erfolg Tagung und Ausstellung fanden viel Interesse. Oekonom.erat Breidenbach. Dorheim, begrüßte die zahlreichen Gäste
winfchaftliche Bedeutung für di« hefflfche Landwirtschaft. Der Redner ging weiter auf die Aufstellung selbst ein, die von 79 Ausstellern beschickt war. 74 Bewerber wurden mit Preisen ve» dacht Ausgezeichnet wurden 49 Aussteller aus Oberhessen und 25 auS Starkenburg.
In einem zweiten Vortrag behandelte Land- wirtlchaftsrat Dr. Schneider vom Landwirtschaftsamt in Lich eingehend di« landwirtschaftlich» technifch.-n Mastnahmen im Braugerstenbau. Unter Berücksichtigung von prakti'chen E^ahrun» gcr. deS Brauereibes.hers Melchior, Butzbach. sprachen in der Diskussion Prof. Dr. S e 1 • s ous Giehen. sowie dessen Assistent.
Von oberhesfischen Ausstellern wurden folgende mit Preisen bedacht: 1 Preise: Hch Grieb Dor'-Gill: H Reufel. BellerShe'm: W Eifer Muschenheim: Hch. Brückmann. Reuhof: R. W.'ifel. Sberstadt: Aug. Dörlach. Eberstadt . K Weber. Bellersheim 2 P r e i s e: H rm. Hahn.BellerSheim: I Schwarz Dvr*-G'N Rinn. Utphe: W Reuhl. Ober-Hörgern: K. Müller 111, Bellersheim Hch S'fer.Eberstadt: E. Pein III., Rieder-Bessingen, W Eifer Bellersh-im. 3. Preise: Rinn, Utphe. K Löb«r°ch Eb-rsta^t; Ad Döbel. Bellersheim: W Matthe« fr _ III. und Karl Block. Bettenhaufen: Herm Mü'ler, Weid-MooS: I Imbefcheid. Fauerbach v d H.; Fr. Fauerbach. Sberstadt. Anerkennungen: Ernst v Ziemar. Ferd. Weisel. Herm. Eich au« Eberstadt: E Zimmer. R^eder-B-ffingen. Wl'd» Jung IX., H^lzh-im: I. Imbescheid. Fauerbach v d. H. und W Schepp. Ober-Hörgern.
Landkreis Wicken.
00 Klein-Linden, 14 Dez Der in diesem Frühjahr gegründete Geflügel zuchtverein Klein-Linden trat am SomStag und Sonntag mit einer Werbegeflügelschau im Saale der Wirtschaft .Zur Dura" zum erstenmal an die Oeffentlichkeit. Die Ausstellung war gut beschickt und stark besucht. Die Bewertung der ausgestellten Tiere hatte Preisrichter Otto Watz (Lang-GönS) übernommen. Bon den Ergebnissen seien nur die erwähnt, die mit Shrenvreisen und mit „sehr gut" bewertet wurden. ES erhielten E^-enpreis«: August Schmitt auS Rhodeländer, Lu wig Hildebrand auf Rebbuhnfarbige Italiener. August Lenz auf Gelbe Italiener. Georg Lutz zweimal auf Sftwarz« Zw'rgwyandvtten, Ot o L i p p e r t auf H mburger Silberzw« g' und Wilhelm Lenz auf Deutsche Zwerg« DaS Ergebnis .sehr gut“ erreichten: Otto Etzel auf Bronzevuten und auf Kakienten. Aug Schm i t t auf Rhodeländer, Theodor Leib auf Winvrka, August Lenz zweimal auf G-^lbe Italiener, Hermcnn WülleraufW ih A edtanlfde et- born, Georg Lutz zweimal auf Schwarz« Zwerg- wyandoten und Theodor Leib auf Schwarz» Zwergwyandotten und auf Porzellanfarbig« Zwerge In der Abteilung Tauben erzielten Ehrenpreise: August Lenz mit roten Steiger Kröpsern. Ernst Schaum mit weiften Hessischen Kröpfern. Wilhelm Len z mit fahlen Hessischen Kröpsern. Karl Hinterlang mit schwarzen und mit getigerten Hessischen Kröpfern, Auiust Lenz mit Fränkischen Samtschildern und Wilhelm L u h mit weihen Psautauben. Da« Ergebnis .sehr gut" erhielten: August Lenz mit roten Steigerkröpfern. Wilhelm Lenz zweimal mit fahlen Hessischen Krövsern, Walter Müller mit blauen Hessischen Kröpsern. Karl Hinter- lang mit schwarten und mit getig r'en Hessischen Kröpsern. Otto Weller mit Rürnberger
•• Keine Haftung für ©teuerrüd- stände des früheren Pächter- wenn ein Betrieb vom Verpächter gekauft wird Wir toten in den von dem beeidigten Wirtschaftsprü'er H'rmann W i l I zu Gi hm her- au-gegebenen .Aktuellen Steuertoagen" (Rund- schreiben Rr 24) folgendes: Paragraph 96 der Reich-abgabenordnung a'te Fa's'ing (9 116 neue Fassung! sieht bekanntlich eine Haftung des Er- Werber- eine- Untern--hmens Tür rückständige Steuern vor Der Reichs inonzhof hat in den letzten Monaten In einer Anzahl von Urteilen diese Haftung de« Erwerbers eines Betriebe- eingeschränkt. In die Reihe dieser Einschränkungen gehört ein Urteil vom 30. Juli 1931. in dem folgender Satz aufgestellt ist Wer einen verpachteten Betri--b vom Verpächter kauft ba'tet nicht für Sieuerrückstände de« früheren P.'chter-
ee 3uderfpenöe für dieWinkernot- b i U e Wie der Verein der Deutschen Zucker- Industrie M't'eilt hat die deutsche Zuckerindustrie trotz der schweren Krise, die auf der rübenbauenden Londwirtfcha't und der gesamten Zuckerwirtschaft loste, eine gemeinsame Aktion durchge'ührt. um die Lage der notleidenden Bevölkerung durch Versorgung mit Zucker zu belfern. Die Durch'ührung diefer Eefamtakt'on ist erfo’gt. obgleich schon zahl- reiche Spenden von Zucker von einzelnen Fabriken für örtlich« Wohl'ahrtsorganisattonen gemacht worden find. Durch die grobe gemeinsame Sammlung der Zuckerindustrie konnten der Deutschen Liga der Freien Woblfahrt-pflege bi- jetzt etwa 8'00 Zentner Verbrouchszucker al- ^schenk zur Verfügung gestellt werden Der Liga geboren Wrbllahrisvereinigungen aller Art Ion cffionc’Ier und interfon'e’firneltor an fo dah die Spende wei- testen Kreisen der bedürftigen Bevölkerung zugute kommen wird Die Verteilung erfolgt nach einem bestimmten Schlüssel an die angekb’offenen Organisationen noch vor Weihnachten
" Militärkonzert Am Sonntagabend sand im groften Saale der Lieb.gShöhe wieder ein Mill äckonzert statt D S B'.ufikkorr« untere« 2a- taillonS. unter der Stabühruna von Obermufil- meister Krauste, wartete wieder mit erstklafsi- gen musikalischen Darbietungen au di« von den aufmcrflamcn Zclhörern mit starkem und anhaltenden Beifall ausgenommen wurden Eine schneidige Husarenvendette leitete den Abend ein, die nachfolgend« Ouvertüre zu „DaS Dlöcklein
r. Lang-Döns. 14. Dez Am Sam-tag und Sonntag fand in der Turnhalle eine Lokal- Ausstellung des hiesigen VE f I ü g e l • u d Kaninchenzuchtvereins statt Trotz d:r ungünstigen Witterung und der wirtschastli n Lage war die Ausstellung verhältniSmShig gut beschickt und auch gut besucht Als Preisrichter waren die Herren M o g k (Echzell) für Geflügel und Gerhard iKirch-GönS) für Kaninchen tätig Die ausgestellten Tiere verteilten sich aus 172 Rummern. Die Prämiierung ergab folgende- (E — Ehrenpreis. 1 — 1.PreiS)' V Enten : Dajuga. Otto Hest S und drei 1. 6 Hühner: Stämme, rebhuhnfarb. Italiener W'll Frey E Einzelne. Langfhan: Alb. 6/ miV J. Wyandotten. weih: Rorbert Drüneboum E und zwei 1. Silber-Wyandotten: Wll> Beppler (X Süsser, bunt: O. Heeb S. O 1. Suftoß, hell: O Eckhardt E u. I. Welsumer: Wilh. Henrich E u. 1 Dominikaner. Willi Dechert E u. 1. Willi Dopf 1. Rdvdeland, rot: Karl Stoll zwe E und drei 1. Georg Dörlach S. Minorka: 0. May Qu. I. Rebh Italiener: Willi Frey E u L Italiener schwarz: O Müller Qu. 1. Ludwig Schäler zwei 1. Italiener, gelb: Karl Müller 1. Sachsenhuhner. schwarz: Richard Beppler E. Altsteirer: O Eckhardt zwei 1. Perlhühner: Rich» Beppler zwei 1. C. Zwerge: Langshan, blau: Rich. Bops S u. 1 Langshan. schwarz: Karl Müller II 1. Wyandotten. rebh: 0. Boller L Wyandotten, weih. O Heh zwei E und 1. Antw» Bartzwcrge. Karl Müller II. 2 u. 1. Porzellan- farbige Zwerge m. Bart: Karl Müller E u. vier 1. Sebright. goto: Willi Frey S u. l O. Taube n : Hess Kröpser. weist Rich. Kaiser, bret E und zwei 1. Äoburgcr Lerchen: Rich. Kaiser E u. 1. — Bon Kaninchen waren nur einig« Tier« ausgestellt.
Alten - Bus eck. 14. Dez Der hiesig« Spar - und Dorschuftverein Helt gestern Rachmittag in der Wirtschaft Rau seine diesjährige Generalversammlung ab. Direktor Schwalb gedachte zunächst der Im verflossenen Geschäftsjahr verstorbenen Mitglieder und brachte dann den Geschäftsbericht zur Kenntnis. AuS diesem ging hervor, dah die Desamtlage oet Kasse al« durchaus gesund angesehen werden kann. Der Zusluh bet Spargelder sowohl selten« der Einvohnerlchalt. aU auch der Schuls-arkasse sei durchaus befriedigend. AuS dem anschliehcnden RevifionSbericht ergab sich die einwandfreie Ge- schäfts'ührung der Kasse Dann gab Direktor Schwalb der Versammlung Aufklärung ü' er di« Bestimmungen de« AufwertungSgese-eS und et» luchte die Aufwertungsschuldner dringend, zur Vermeidung von späteren, bestimmt unausbleiblichen ZwangSmastnahmen schon jetzt alle- auf- zubieten, ihren Verpflichtungen dem Verein gegenüber nachzukommen. Rur dann sei der Verein in der Lage, den berechtigten Wünschen der meist in bedrängten Verhältnissen lebenben Aufwertung-gläubiger entsprechen zu tonnen. Wer di« Angelegenheit auf die leichte Schulter nehme und sich auf die Zukunft verlasse, werd« b«stimmt ein« bittere Enttäuschung erleben.
Mrcie Büdingen
△ Bleichönbach. 14. De> Seit einigen Wochen finden hier nacht« Einbrüche statt, bei denen besonder« Lebensrnittel gestohlen werden. Ein gröberer Einbruch geschah End« der
men, auf denen diese Insekten gezüchtet werden. Sine solche Koschenille-Farm ist nichts andere« als ein riesiger Kaktusaarten, in dem nicht selten über 100 000 dieser Pflanzen beifammenstehen. Die .Ernte" wird von den Kakteen mit Bürsten heruntergestrichen. und die Schildläuse werden in Körben gesammelt. — Rur ein Wirbeltier ist als Lieferant eines verwertbaren Farb':o ses bekannt, wenngleich daraus kein grober Rutzen gezogen werden kann. Das ist der Turaku oder Pifang- Frefser, ein schöner Vogel, der sich in großen Mengen in Aethiozien findet. Seine Hauptsär- bunq besteht in einem leuchtenden metallischen Grün. Purpur und Rot. Die roten Federn geben einen schönen Farbstoff, der in Wasser löslich ist und zum Färben von Papieren und andern Dingen verwendet werden kann.
Der gepfändete Säugling.
Den Dauern in Bessarabien geht es samt und sonders herzlich schlecht. Die Steuereinnehmer haben ihre liebe Rot, bei den völlig verarmten Dauern auch nur einen Teil der rückständigen Steuern einzutreiben. Meist kommen sie unverrichteter Dinge zurück. Da hat sich nun in Patrulea bei Kischineff etwas Sonderbares zugetragen, als der Steuereinnehmer des Dorfes in die Wohnung eines gewissen Savila kam und dort nichts vor- fand, was er hätte pfänden können, rih ihm die Geduld. Seit Wochen hatte er keinen Leu mehr hereinkriegen können, und die Folge war, dah er auch fein Gehalt das er sich von den Steuereinnahmen abzicyen konnte, nicht bekam und habet hungern muhte. So nahm er in seiner Wut im Rainen des Königs Savilas Söhnchen im Alter von zehn Monaten aus der Wiege und erklärte, es vis zur Degleichung der Steuerschuld für beschlagnahmt. Ohne sich von der Derzweis- lung der Eltern rühren zu lassen, brachte er den Säugling zu einer ihm bekannten Frau, die das Kind in ihre Obhut übernahm. AIS die Dorfbewohner sich zusammenrotteten, um mit Gewalt den gepfändeten Säugling seiner Mutter zurück- zuaeben. nahmen die Gendarmen zahlreiche Verhaftungen vor. Schllehlich blieb dem atmen Sa- Dtla nichts anderes übrig, als das Saatgut für das nächste Jahr zu verkaufen, um fein Söhnchen auszulösen Merkwürdig an der ganzen Geschichte bleibt nur der Umstand, dah bisber keine der zuständigen Dehörden an der seltsamen Pfän- oungsptaxiS des Steuereinnehmers Anstoß genommen hat. Jedenfalls eröffnet dieser Präze- denzsall allerlei Möglichkeiten, die schon stark an die Zustände in China erinnern, wo bekanntlich der Kinderhandel in Zeiten der Rot gang und gäbe ist.


