eines einfalt
Dieser Vorgang erklärt
trloßt
weshalb es angenehmer ist
ohne Mundstück zu rauchen.“
nach Klebstoff oder ge-
In der mundstücklosen
farbtem Papier.
Rauchen Sie unmittelbar
der orientalischen Wasser-
nach einer Atikah irgend
eine Cigarette mit Mund
stück. Der Vergleich zeigt
geläutert wird.
Ihnen, weshalb überall in
der Welt gute Cigaretten
nur ohne Mundstück be
vorzugt werden.
biert bittere, scharfe Be-
*
standteile des Rauchs, die
das Aroma schädigen und
die Kehle reizen. Ein Mund
stück dagegen läßt die fil
trierende Feuchtigkeit nicht
durch. Außerdem wird es
schlüpfrig und schmeckt
OHNE MUNDSTUCK
Cigarette spielt sich ein ähnlicher Vorgang ab wie in
pfeife, deren Rauch durch das Wasser gekühlt und
Durch das poröse Papier dringt Feuchtigkeit in das Mundende ein und absor-
Diese Darstellung zeigt deutlich die filtrierende Wirkung der Feuchtigkeit im Mundende einer Atikah ohne Mundstück. Der Tabak ist sichtlich dunkler geworden als bei der Mundstück - Cigarette, bei der das Mundstück das Eindringen der filtrierenden Feuchtigkeit verhindert.
•• Ein Siebzigjähriger. Qlm Montag, 16. November, kann der Oberpostschaffner i. R. Konrad Lehr, Wilhelmstrahe 51, feinen 70. Geburtstag begehen. Der alte Herr, stadtbekannt durch seine langjährige Tätigkeit auf dem alten Stadtpostamt, erfreut sich noch voller körperlicher und geistiger Rüstigkeit.
*• Berufsschulbesuch und landwirtschaftliche Schulen. Bom Landwirtschaftsamt in Grünberg wird uns mitgeteilt: Da durch die Abbaumaßnahmen in Hessen neun landwirt-
Die Vekanntgabe der Wahlresultate
Die Ergebnisse der morgigen Landlagswahl werden wir etwa von 18 Uhr ab durch Aushang in den Schaufenstern unseres Geschäftshauses bekannlgeben.
schaftliche Schulen einklassig gemacht wurden und diese Schulen jetzt nur jeden zweiten Winter neue Schüler aufnehmen können, ist von dem Minister für Kultus und Bildungswesen eine neue Verfügung über den Besuch der Berufsschulen erlassen worden. Hiernach können solche Schüler, die im zweiten Winter nach der Entlassung aus der Volksschule in die landwirtschaftliche Schule nicht ausgenommen werden können, trotzdem von dem Besuch der Berufsschule befreit werden, wenn die Eltern dieser Schüler an den Schulvorstand die schriftliche Erklärung abgeben, daß sie sich verpflichten, ihre Söhne vom dritten Winter ab in zwei aufeinander folgenden Winterhalbjahren die landwirtschaftliche Schule besuchen zu lassen. Gleichzeitig müssen sich die Eltern verpflichten, dafür Sorge zu tragen, dah der Besuch der Berufsschule nachgeholt wird, falls aus irgendwelchen Gründen der Eintritt in die landwirtschaftliche Schule nicht erfolgen kann.
** Schaufen st erwettbewerb der Kaufmannslehrlinge. Vom Deutschnationalen Handlungsgehilfenverband wird uns mitgeteilt: In
9nen Mn ermordet, tomte in der AM "eracht der Polizei» -v'ar durch mehrere
?lMgeSvhn y einwandfrei als rden Es wurde ferner mehrere Stunden a u f tet hatte. Die Pistole r sich in Zivil befand, «t Zwischen Anter und ser Zeit Zwistigkeiten, Lohnes nicht einwand- izei schon des öfteren - Aus diesem Anlaß m Anter schließlich das Verbrecher ist nach ta zurückgekehrturS am Boden liegen-«, he nochmalsge- t noch nicht ding-
Operette „Frauen haben das gern .. .1* von Arnold | und Bach (Musik von Walter Kollo) unter der Spielleitung von Hub-Cuj6-Bäulke. Ende 20.45 Uhr. — Montag, 16. November, 20.15 Uhr kommt als Sondervorstellung Alsbergs und Hesses Zeitschaufpiel „Voruntersuchung" zur Aufführung. Ende gegen 22.45 Uhr.
— Gin jazz-symphonisches Konzert veranstaltet die Kapelle Seitz in Verbindung mit dem VfB. (Verein für Bewegungsspiele) am Mittwoch, 18. November, im Caf6 Leib. Das Konzert beginnt um 20.15 Uhr. Der Ertrag der Veranstaltung soll der Iugendabteilung des VfB. zugute kommen. Die Kapelle Seitz, die sich durch ihre bisherigen Veranstaltungen einen guten Namen gemacht hat, dürfte den Besuchern einige unterhaltsame Stunden bereiten. Näheres in der heutigen Anzeige.
— Eine Kaninchen-Ausstellung findet heute und am Sonntag bei Gastwirt E. Steck, Hammftraße, statt. Näheres in der gestrigen Anzeige.
•’ Von der Landesuniverfität. Der ordentliche Honorarprofessor an der Technischen Hochschule in Darmstadt, Oberforstmeister Dr. Gustav Baader, ist zum ordentlichen Professor der Forstwissenschaft an der Universität Gietzen berufen worden. Prof. Dr. Baader hat den Ruf angenommen und seine Ernennung zum Ordinarius in Gießen mit Wirkung vom 1. November 1931 an erhalten.
** Oberhessischer Kunstverein. Man schreibt uns: Die Kunstausstellung „Drei Frauen der Gegenwart" hat erwartungsgemäß schon in der ersten Woche eine starke Besucherzahl aufzuweisen gehabt. Wir möchten deshalb nochmals darauf aufmerksam machen, dah die noch bis zum 22 November geöffnete Ausstellung neben den Sonntagen von 11 bis 13 Uhr auch an den Werktagen Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 15 bis 17 Uhr besucht werden kann. Ferner weisen wir schon jetzt daraus hin, dah der Oberhessische Kunstverein in Verbindung mit der Gesellschaft der Kunstfreunde am Freitag, 20. November, einen Vortragsabend veranstalten wird, bei dem Herr Professor Dr. Emil Preetorius einen Lichtbildervortrag über „Chinesische Kunst" halten wird.
** Die Museen und der Heidenturm sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr bei kleinen Preisen geöffnet.
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der Zeit vom 12. bis 18. November findet In Gie» fjen ein Schaufensterwettbewerb statt, der vom Bund der Kaufmannsjugend im DHV. veranstaltet wird. Der Wettbewerb wird von den männlichen Kaufmannslehrlingen bestritten. Bisher liegt schon eine Anzahl Meldungen dafür vor. Teilnahmeberechtigt find auch solche Lehrlinge, die dem Bund der Kaufmannsjugend im DHV. nicht angehören. Ein Prüfungsausschuß, der sich aus Geschäftsinhabern und Angestellten zusammensetzt, wird die Preisträger bestimmen.
weitere Lokalnachrichten im zweiten Blatt
Strafkammer Gießen.
* Gießen, 13. Nov. Arn 25. Mär? d. 3. fand in Leih gestern eine nationalsozialistische Versammlung statt, an der auch der heutige Angeklagte in Uniform teilnahm. Die Art und Weise, wie er seinen Mantel aushing, fiel einem politischen Gegner auf; dieser machte die überwachenden Beamten aufmerksam, daß der Angeklagte wohl eine Waffe im Mantel verborgen habe. Auf Befragen zeigte der Angeklagte sofort seinen Mantel, in dem sich eine Hundepeitsche befand. Er erklärte, er habe von deren Vorhandensein nichts gewußt; sie mühte wohl versehentlich in dem Mantel steckengeblieben sein. Das Amtsgericht sprach ihn von der Anklage, bewaffnet an einer öffentlichen politischen Versammlung teilgenommen zu haben, mangels ausreichenden Beweises frei. Die Berufung der Staatsanwaltschaft war ohne Erfolg. Auch die Strafkammer hielt auf Grund der für den Angeklagten nicht ungünstigen Beweisaufnahme ihn für nicht überführt, die Waffe böwuhtermahen mit in die Versammlung genommen zu haben.
Ein Viehhändler aus P i l l k a l l e n war von dem Amtsgericht Vilbel zu 4 0 0 Mark Geldstrafe verurteilt worden, weil er unberechtigterweise im Umherziehen Bestellungen auf Vieh ausgenommen hatte. Da er trotz Ladung in der heutigen Verhandlung nicht erschienen war, muhte seine Berufung ohne Verhandlung verworfen wer- den, obwohl sein Verteidiger erschienen war. 35ci ^Opffd)tncr$Cn/ nervösen, rheumatischen und gichtischen Schmerzen haben sich Togal-Taü- letten hervorragend bewährt. Wenn Tausende von Aerzten dieses Mittel verordnen, können auch Sie es vertrauensvoll kaufen! In allen Apotheken Mk. 1.40. 17.6 Ll. 0.46 ChL, <4,3 Acid acet sallc 6974V
ATIKA
AUSLESE-CIGARETTEN
Selbstverständlich
tneg" bleibt.
An feinem Rande stehen die schlichten Herbergen „3um guten Herzen", darin man allerlei merk- tourbige Wanderer trifft aus der Sippe derer „zwischen zwei Welten"! Und in den Herbergen ist um Menschen und Dinge das klare liebe Herrgottslicht, tmb der ewige Nazarener ist oft Gast unter den Gälten, die aus den vier Weltecken wandern.
Und'das Lachen in der Herberge! Fürwahr, das i[t kein Schenkenlachen, sondern das des reinen Her- gens, der kindhaften Freude, und dabei fitzen doch riandje mit schweren Narben unter den Herrgottslächlern.
Der Weg zum rechten Lachen ist nicht immer ein Hrühlingswiricnpfad, sondern zuweilen ein wilder Herbst- und Winterweg mit Nebeln und oft voll des Deisten, scharfen Sturmes. Aber die ihn schreiten, Dandern ihn als die ewig Frühlingsvollen und die, fo um die Quellen wissen und die rechten Herbergen ainb um Gottes ewige Herdfeuer. Sie alle tragen den «Zlanz der Unverwüstlichkeit in sich bis in die letzte «Stunde, und alles an ihnen spricht Zuversicht und «Sieg!--
WeihnachtsspendefüfdieKnegsblinden
Der Bund erblindeter Krieger (Untergruppe Giehen und anschließende Nachbar- kreise) beabsichtigt zum Weihnachtsfest eine Sammlung vorzunehmen, durch die den erblindeten Kriegskameraden eine kleine Freude in ihr ewiges Dunkel gebracht werden soll. Jeder Sehende erlebt täglich die Wunder der Natur, sieht und kann den Werdegang der Schöpfung verfolgen. Jeder Sehende denke einmal an jene, die vom Kriege am härtesten betroffen wurden. Der Bund beabsichtigt nicht, eine Haussammlung zu veranstalten, sondern er wendet sich, wie all» lährlich, an seine Freunde und Gönner mit der herzlichen Bitte, die Gaben an die Oberfürsor- gerin Schwester Anita Herrn anny (Stadthaus, Gartenstraße 2, Zimmer 12) zu überweisen. Geldspenden können an d e gleiche Adresse, oder auf das Konto der erblindeten Krieger bei der Dezirkssparkasse Gießen, oder auf das Postscheckkonto von Konrad Biedenkopf, Kriegsblinder, Grünberg, Hessen, Nr. 49 157 Frankfurt am Main eingezahlt werden. Für jede, auch die kleinste Gabe, sind die Kriegsblinden dankbar.
Bornotrzcn.
— lagestalenberfürSamstag. SPD.: 20 Uhr, Volkshalle, Wähleroersammlung, Redner: Reichstagspräsident L ö b e, Innenminister Leusch- ii e r, Dr. K. G u m b e l. — Christlich-Sozialer Volks- dienst: 20.30 Uhr, Turnhalle (Steinstraße), Wahlver- i lammlung, Redner Professor t). Strathmann.— VHV.: 20.30 Uhr im Heim, Vortrag: „Unsere Heimat in vor- und frühgeschichtlicher Zeit". — GDA.: 20.15: Uhr, Hotel Hopfeld, Monatsversammlung. — RdZ.: 20.30 Uhr, „Aquarium", Monatsoersammlung. — kaufmännischer Verein Frankfurt a. M.: „Württemberger Hof", Werbenden! — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „M“. — Astoria-Lichtspiele, Seltersweg: „Das Mädel mit der Peitsche" und „Räuber der Unterwelt".
— Tageskalender für Sonntag. Stabt» iheater Gießen: „Frauen haben bas gern ...!", 18.30 bis 20.45 Uhr. — Gießener Konzertverein: 17.30 lihr Unioersttätsaula, Wenbling-Quartett. — Oberlesfischer Kunstverein: Ausstellung „Drei Frauen ber Gegenwart", 11 bis 13 Uhr, Turmhaus am Branb- ftatz. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße (Goethebunb): 11.15 Uhr: „Urwalbsymphonie"; zu ben gewöhnlichen Zeiten: „M".— Astoria-Lichtspiele, Seltersweg: „Das 'Dläbel mit ber Peitsche" unb „Räuber ber Unter» weit".
— Aus bem Stabttljeaterbureau wirb uns geschrieben: Morgen, Sonntag, als Fremben- Vorstellung, 18.30 Uhr, bie erfolgreiche Schwank-
Der Gotteskinbweg ist es, ba von uns Krempel uim Krempel abfällt wie beim alten Weihnachtsphilo- fophen Wilhelm Raabe, ober bei feinem olympischen tlrfreunbe Goethe. Ja, wenn man mit biefen beiben nanbert, ba lernt man bas Lachen bes „hohen Menschen" unb lernt gleichzeitig, alles von sich abzutun, 6)03 nicht zu einem gehört, unb lernt bas fröhliche □Reiben unb bas „Loslassen" ber starken Seele.
Fürwahr, ich selber hab's erfahren, baß man auf diesem Wege ben Feinen unb Weisen begegnet, denen bie in Wahrheit bie verorbneten Diener bes höchsten finb, weil sie mit ihrem ganzen Menschen , unb Dasein Verkünber ber göttlichen Wirklichkeit finb.
Ich sehe ihn noch neben mir schreiten, ben kleinen, ftotfbünnen alten Maler Augen unb Herz voll Lub- rvig-Richter-Licht, in aller Notstänb seines einfalt- treuen Lebens immer lächelnd: gütig, fein, schön aus Weisheit. Sagte er mir nicht beim letzten Male, als mir auf allerlei Drückendes zu svrechen tarnen, das die Zeit mit sich brachte: „Mein Leben ist an Weniges gebunden!" Unb als ich ihn fragte: ..Welches ist dieses Wenige an das Ihr Leben ge- bunben ist?", ba blieb er stehen, sah mich 'euchtenb an unb sprach ganz schlicht, fast bemütig: „Das Wenige heißt: Gott unb meine Kunst!" Unb babei ftanb nieber in seinem Gesichte bas Lächeln, bas ich an ihm so liebe, weil es Ausbruck seiner großen Reife ist. seines Ueberwunbenhabens.
Ja, an ihm erlebte ich, baß ber Weg zum rechten Lachen unb weisen Lächeln ber Weg ist, auf bem man noch ber Demut begegnet unb ber Einfalt, unb baß et In allen Bitternissen ein rechter „heiliger Hunger-
Klus ber Provinzialbaupistabi
Gießen, den 14. November 1931.
Oer Weg zum rechten Lachen.
Von Neinhold Braun.
Lachen unb Lächeln finb Tor unb Pforte, burch bie Gutes in ben Menschen hineinhuschen kann.
Christian Morgenstern.
Der Weg zum Lachen ... „Sonntagsschreiber, wie kannst bu nur in dieser bluternften Zeit solch ein Thema wählen!" höre ich manchen sprechen.
Warte ein Weilchen, wenn du dentst, daß der gemeinte Weg ein Kino- oder Jahrmarktsweg sei, dann bist du halt auf dem Holzwege oder — modern gedacht — Ajphaltwege, der in die Wirrnis fuhrt. Er bedeutet auch keinen Manegenulk unb keine Harle- linabe.
Dem verstänbigen Gemüt stellt er sich gar halb cis ein Weg ins Abseits bar, unb vielen wirb er zum Gipselpfab.
Es ist ber Weg, ben bie Meister ber Armut gehen, die heimlichen Könige, ein echter unb rechter Men» ß-henweg mit allen Irrungen unb Wirrungen unb 1301)1 auch Strecken, ba bie Wüste uns anfällt wie ein ungeheurer Vampyr.
Es ist ber Weg, ba bie wahrhaften Helben schreiten, Menschen im Harnisch mit ber Blume in ber Hanb unb bem Herzen bes Kinbes in ber Brust.
Der Weg, ba bie Verstänbigen unb Verstehenben ■oanbeln mit bem Glanz in ben Augen, ber von innen kommt.
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