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Wirtschaft.

Wochenbericht vom Frankfurter Effektenmarkt.

Nachdem sich gegen Ende der vergangenen Wochr eine leichte Erholung durchgeseyt hatte, gestützt auf eine bessere Beurteilung der außen­politischen Lage, setzte sich der Kursabbau zu Be­ginn des neuen Berichtsabschnittes weiter fort. Der weitere Verlauf brachte dann wieder die tiefsten Kurse im letzten Halbjahr. Täglich kam in den führenden Werten Material heraus, das nur zögernd Aufnahme fand, so daß die Kurs­verluste zum Teil katastrophales Ausmaß an­nahmen. Die Nachrichten aus Chequers fanden an der Börse sehr geteilte Meinungen. Sn diesem Zusammenhang sei erwähnt, daß zu Beginn der Woche englische Danken ihre Kredite prolongiert haben, offenbar nicht ohne Zusammenhang mit den politischen Vorgängen. Trotzdem war die Stimmung sehr gedrückt, da die inzwischen ver­öffentlichten Notverordnungen sehr verstimmten. Der gewisse Tendenzumschwung an der Neuyorker Börse nach der langen Daisseperiode konnte die Fülle der inneren Sorgen nicht verwischen. Die günstigsten Abschlüsse in der Industrie, wie Nord­deutsche Wolle und Rütgerswerke und der evtl. Dividendenausfall bei dem erst zusammen­geschlossenen Hoesch-Köln-Neuessen-Konzern, wirk­ten sehr störend. Das Hauptverstimmungsmoment in dieser Woche bildeten jedoch die anhaltenden starken Verkäufe am Rentenmarkt, die namentlich von dem ängstlich gewordenen Kleinpublikum vor­genommen wurden, wobei man nicht ganz grund­los Kapitalfluchtbestrebungen vermutete. Auch die starken Goldabgaben der Reichsbank im Zu­sammenhang mit der Schwäche der Mark wurde ungünstig fommentiert, ebenso die sich mehrenden Ablehnungen gegen eine Revision des Voung- planes, besonders von amerikanischer Seite. Die durchschnittlichen Kurseinbußen betrugen auf allen Marktgebieten von 3 bis 6 Prozent. Darüber hinaus verloren Allgemeine Lokal- und Kraft­werke, Elektrowerte, IG.-Farben, Schiffahris- aktien, Warenhauswerte, Mannesmann, Rhein. Braunkohlen. Stahlverein und Kunstseidepapiere bis zu 12 Prozent. Die größten Kursrückgänge hatten naturgemäß Aschersleben ( 19 Prozent), Salzdetfurth (17 Prozent). Westeregeln ( 20 Prozent) und Ilse Bergbau ( 22 Prozent).

Am Pfandbriefmarkt betrugen die Ab­schwächungen bis zu 2 Prozent, bei Industrie- obliaationen bis zu 4 Prozent und bei Reichs- schuwbuchforderungen bis zu 5 Prozent. Von Staatsanleihen gaben b.bprozenttge Vcunganleihe 4 Prozent nach. Liquidationspfandbriefe bis zu 1,5 Prozent rückgängig. Auch Stadtanleihen lagen mit bis minus 4 Prozent sehr schwach. Reichs- altbesihanleihe1.5 Prozent, Schutzgebiete minus 0,5 Prozent, Reubesih ziemlich gehalten, ebenso ausländische Renten. Der Geldmarkt zeigte während der ganzen Woche eine leichte Ver­fassung und erst gegen Ende der Woche trat eine Versteifung ein. Am Devisenmarkt log die Mark andauernd unter Druck, dagegen konnte sich Madrid erholen.

Wochenbericht vom frankfurter Schlachtviebmarkt. Die Preise am Frankfurter Schlachtviehmarkt sind weiter im Absinken begriffen. Rach wie vor bilden die hohen Auftriebe Anlaß hierzu. Der Absatz an den Konsum wurde durch die günstigen Witterungsverhältnisse weiter sehr erschwert. Die . Abschwächung ist nicht zuletzt auf die unsichere Lage im Schweinehandel zurückzuführen. Obwohl «. der Auftrieb mit 5464 Stück um 535 Stück weniger war. bewegte sich das Geschäft in engen Grenzen. ? Rach schleppendem Handel verblieb ziemlich Lieberstand. Die Preise konnten gegen die Vor­woche um 5 Mk. anziehen. Am Nebenmarkt für Schweine drückte jedoch außerordentlich starkes Angebot derart auf die Stimmung, daß die er­zielten Gewinne wieder voll verloren gingen.

Am R i n d e r m a r k t hat sich die Lage schein­bar etwas beruhigt; die Preise blieben durchweg gut behauptet, Bullen konnten sogar um 2 Mk. anziehen. Der Auftrieb war mit 1354 Stück (gegen 1157 Stück in der Vorwoche) ebenfalls größer. Das Geschäft konnte nach langem etwas lebhafteren Umfang annehmen, so daß der Markt geräumt wurde. Cs ist aber nicht ausgeschlossen, daß die Preise wieder nachgeben, zumal bereits von anderen Viehmärkten niedrigere Rotterun« gen gemeldet werden.

Der Kälbermarkt hatte einen ziemlich er­höhten Auftrieb (1834 gegen 1614 Stück) zu ver­zeichnen. Nach anfangs lebhaftem Geschäft und um 2 bis 5 Mk. erhöhten Preisen, trat tim Kälberhauptmarkt durch die starke Beschickung ein scharfer Preissturz ein. Der Handel war schlep­pend, doch wurde der Markt geräumt. Die Preise lagen schließlich wieder bis zu 6 Mk. niedriger.

Das Geschäft am S ch a f m a r k t ist nach wie vor sehr schlecht. Forderungen ermöglichen es nicht, den ziemlich schwachen Auftrieb (83 Stück) abzu­sehen.

Es notierten per Zentner Lebendgewicht in Mark' Ochsen al) 45 bis 49, a2) 40 bis 44, bl) 33 bis 39; Bullen a) 41 bis 44, b) 36 bis 40; Kühe a) 35 bis 39. b) 29 bis 34, c) 22 bis 28; Färsen a) 45 bis 49. b) 40 bis 44, c) 35 bis 39. Kälber b) 56 bis 59, c) 48 bis 55, d) 35 bis 47. Schafe nicht notiert. Schweine b) 45 bis 48, c) 47 bis 50. d) 47 bis 50, e) 45 bis 48.

*

* Dyckerhoff k Widmann AG. «Wies­baden. Die GV. der Dyckerhoff & Widmann AG. genehmigte einstimmig den bekannten Ab­schluß mit der Verteilung einer 8prozentigen Divi­dende. Bezüglich der Aussichten für das lau­fende Geschäftsjahr wurde erklärt, daß sich eine Prognose zur Zeit nicht stellen lasse. Es wurde darauf hingewiesen, daß die öffentliche Hand als Auftraggeber sehr stark zurückgegangen sei und daß die Privatwirtschaft sich äußerste Zurück­haltung auferlege.

* Cornelius Heyl AG., Worms. Die GV. genehmigte debattelos den bekannten Abschluß für das Geschäftsjahr 1929/30, wonach aus 0,93 Mil­lionen Mark Reingewinn 4 v. H. (i. V. aus 0,25 Mllionen Mark Reingewinn keine) Dividende ver­teilt werden.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 13. Juni. (WTB. Draht­bericht.) Tendenz: unsicher. Die Wochenschlußbörse verzeichnete zu Beginn, im Anschluß an die leichte Erholung an der Abendbörse, weiter etwas f e ft e r e St u r f e doch war die Haltung noch ziem­lich nervös. Anfangs bewirkten Deckungen der Spekulation und vereinzelt eingetroffene Kunden- oröers 1 bis 2 v. H. höhere Notierungen, wobei die Markstützung im Auslande etwas anregte. Nach den ersten Stursen kam wieder einiges Material heraus, was nur zu etwas ermäßigten Stursen Ausnahme sand. Wegen der immer noch angespannten inner- politischen Lage verwies man auf die heutige Sitzung der Reichsbank, in der eine Erhöhung des D i s k o n t s a tz es um 1,5 v. H. erfolgen soll, um damit der Markschwäche entgegenzuwirken, ferner auf das nicht unerhebliche Angebot am Rentenmarkt. Bei kleinen Umsätzen ergaben sich Besserungen d o n 1 b i 5 2 d. S). im Durchschnitt. Darüber hinaus gewannen Kaliwerke bis zu 3,5 v. H., Gesfürel 3,75, Bemberg 4 v. H., Chade 4,50 Mark. Am Chemie­markt betrugen die Erholungen bei JG.-Farben 1, Deutsche Erdöl 2,5 und Rütgerswerke 2 v. H. Mon­tanwerte von 0,5 bis 2 v. H. gebessert. Schiffahrts­werte und Bauunternehmungsaktien gewannen bis zu 1,7-5, Deutsche Linoleum 1,5, Siemens und Aku bis zu 1 v. H. Am Anleihemarkt Altbesitz 0,25 v. H. schwächer, Neubesitz knapp gehalten. Die Ver­kaufswelle am Rentenmarkt nahm heute an Umfang und Schärfe eher zu. Liquidationspfandbriefe, Stadtanleihen und Jndu- strieobligütionen weiter angeboten und schwächer. Neichsschuldbuchforderungen lagen um 2,5 v. H. schwächer. Die Schwäche des Rentenmarktes blieb wiederum nicht ohne Einfluß auf die Börse. Obwohl kein großes Angebot zu verzeichnen war, gab die Mehrzahl der Kurse im Verlaufe bis 1,5 v. H. nach. Am Geldmarkt machte sich in Erwartung einer Reichsbankdiskonterhöhung eine Marktversteifung geltend. Tagesgeld wurde um 1 c. H. auf 5 o. H. erhöht. Am Devisenmarkt lag das Pfund inter­national etwas schwächer, die Reichsmark aus den obenerwähnten Gründen etwas gebessert. Man nannte Mark gegen Dollar 4,2142, gegen Pfund 20,4950, London gegen Neuyork 4,8630, gegen Paris 124,20, gegen Mailand 92,89, gegen Madrid 48,25, gegen Schweiz 25,0475, gegen Holland 12,0850.

Berliner Börse.

Berlin, 13. Juni. (WTB. Drahtbericht.) Das Hauptmoment für die heutige Börse war die Ein­berufung des Zentralausschusses der Reichsbank für heute und die beabsichtigten diskontpolitischen Maß­nahmen. Man war sich darüber einig, daß es im Moment wichtiger ist, eine Entspannung am Divi­dendenmarkt herbeizuführen, selbst auf Kosten der

deutschen Wirtschaft. Da aber auch innerpolitisch eine Beruhigung durch die etwas nachgebende Haltung der DVP. erkennbar war, konnte sich die Stimmung zu Beginn des offiziellen Verkehrs allgemein etwas bessern. Die Spekulation sah sich zu Deckungen veranlaßt, die Kurserholungen von 1 bis 3 v. H. zur Folge hatten, und das am Aktienmarkt herauskommende Material war nicht umfangreich. Größeres Angebot bestand aber noch am Rentenmarkt, was zum Teil darin feine Auf­klärung findet, daß die gestern übriggebliebene Ware Unterkunft sucht. Man sah zu den Anfangskursen verschiedene Plus-Plus-Zeichen, bsonders die im Kurse niedriger stehenden Werte waren gesucht. Das Geschäft bewgte sich aber im allgmeinen in sehr engen Grenzen und bestand in der Hauptsache aus Dckungen dr Spekulation, lieber 1 bis 2 v. H. waren nur einzelne Werte gebessert. Julius Berger 4 v. H. Deutsche Erdöl 3,25, Kaliwerte bis zu 3,5, Elektrische Lieferungen und Schlesische Gas 4, Sie­mens 3, Gesfürel 3,5 v. H. usw. Mit Minus-Minus- Zeichen erschienen dagegen Deutsche Eisenhandel und Nordwolle, bei dnen heute die entscheidende Bilanz­sitzung ftattfinbet. Am Anleihemarkt konnten sich die letzten Kurse etwa behauptet, auch Ausländer wiesen kaum Veränderungen auf. Pfandbriefe waren, wie schon oben erwähnt, überwiegend weiter an- geboten. Reichsschuldbuchforderungen um eine Kleinigkeit erholt. Am Geldmarkt trat schon in Er­wartung einer 1- bis 2-v. H.-Diskonterböhung eine Erhöhung ein. Auch im Verlaufe wurde das Geschäft sehr klein, es setzten sich aber zunächst weitere kleine Kurserholungen um 1 bis 2 o. H. fort, im Anschluß an eine Sonderbewegung der Reichsbank. Polyphon und Elektrische ßiefrungen wurden plötzlich auf Effektivabgabe von Bankseite recht schwach.

Gics;cner Wochenmarktpreise.

Cs kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt das Pfund: Butter 140 bis 150, Matte 30 bis 35; Käse (10 Stück) 60 bis 140, Wirsing 20 bis 25; Weißkraut 20 bis 25; Spinat 15 bis 20, Römisch­kohl 10 bis 15, ausländische Bohnen 40 bis 45, Spargel 30 bis 60, Erbsen 20 bis 30, Mischgemüse 10 bis 15, Tomaten 60 bis 80, Zwiebeln 15 bis 20, Rhabarber 10 bis 15, alte Kartoffeln 5 bis 6, neue Kartoffeln 15 bis 20, ausländische Aepfel 50 bis 60, Dörrobst 30 bis 35, Kirschen 25 bis 45, unreife Stachelbeeren 20 bis 25, Erdbeeren 40 bis 55, Aprikosen 70 bis 80, Honig 40 bis 50, junge Hähne 90 bis 100-, Suppenhühner 90 bis 100; das Stück: Tauben 50 bis 70, Eier 9 bis 9, Blu­menkohl 40 bis 70, Salat 10 bis 15, Salatgurken 40 bis 70, Ober-Kohlrabi 10 bis 15, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bs 50; das Bund: gelbe Rüben 15 bis 20, Radieschen 10 bis 15 Pfennig; der Zentner: Kartoffeln 4 bis 5 Mark.

Schweincmarkt in Lauterbach.

Zum Schweinemarkt in Lauterbach waren an Ferkeln und Läufern 442 Tiere und acht große Mutterschweine zur Prämiierung aufgetrieben. Für sechs Wochen alte Ferkel wurden 12 bis 14 Mark, für ältere 18 bis 20 Mark und für Läufer je nach Größe 30 bis 40 Mark bezahlt. Der Han­del ging flott vonstatten.

Daten für Samstag, 13. Juni.

Sonnenaufgang 4.09 Uhr Sonnenuntergang 20.39 Uhr. Mondaufgang 2.11 Uhr, Monduntergang 18.08 Uhr.

1525: Vermählung Martin Luthers mit Katharina von Bora; 1831: der Physiker James Clerk Max­well in Edinburg geboren; 1886: König Ludwig II. von Bayern verunglückt mit dem Irrenarzt B. von Gudden im Starnberger See.

Talen für Sonntags 14. Juni

Sonnenaufgang 4.09 Uhr, Sonnenuntergang 20.41 Uhr. Mondaufgang 2.31 Uhr, Monduntergang 19.28 Uhr.

1828: Großherzog Karl August von Sachsen-Wei­mar in Graditz gestorben; 1880: der Dichter Walter von Molo in Sternberg i. M. geboren.

Spielplan der Frankfurter Theater.

Schauspielhaus. Sonntag, 14.Suni, 20 bis nach 23 Uhr:Der Hauptmann von Köpenick". Montag, 15., 20 bis gegen 23:Elisabeth von England". Dienstag, 16., und Mittwoch, 17., 20 bis nach 22.30:Komparserie". Donnerstag, 18., 20 bis nach 23:Der Hauptmann von Köpe­nick". Freitag, 19., 20 bis 22:Margot urtib das Zugendgericht". Samstag, 20., 20 bis gegen 23:Robert und Bertram". Sonntag, 21., 11 bis 13 (kein Kartenverkauf, Auslosung): Die Laune des Verliebten" (Sonderveranstal­

tung des Vereins Opernhilfe).Lehrstück" (Frank­furter Schauspielschule). 20 bis nach 23:Der Hauptmann von Köpenick".

Opernhaus. Sonntag, 14.3uni, 19.30 bis 22.30 Llhr:Der Zigeunerbaron". Montag, 15., 20 bis nach 22:Wozzeck". Dienstag, 16., 20 bis 22.45:Der lustige Krieg". Mittwoch, 17., 20 bis nach 22.30:Die Boheme". Donners­tag. 18., 19.30 bis gegen 22.30:Cosi fan tutte. Freitag, 19., 20 bis gegen 23:ilnöine. Samstag, 20., 18.30 bis gegen 23:Die Walküre". Sonntag, 21., 20 bis 22.45:Der lustige Krieg".

Aus aller Wett.

Unwetter über Trier.

Gestern nachmittag ging über dem Trierer Tal­kessel ein schweres Llnwetter, begleitet von Ha­gel und gewaltigen Regenmengen nieder. Viele Straßen wurden so stark überschwemmt, daß Keller und untere Wohnräume geräumt werden mußten. 3n das Selbstanschlußamt des Post­amtes drang Wasser ein, so daß der gesamte Fern­sprechverkehr in der Stadt zum Erliegen kam.

Hitzewelle in Frankreich und Spanien.

Seit drei Tagen lagert über Frankreich eine Hitze­welle, die sich besonders in den südlichen Provinzen stark auswirkt. In der Gegend von T a r b e s wur­den gestern nicht weniger als 35 Grad im Schatten und 50 Grad in der Sonne gemessen. Seit 40 Jah­ren hat man hier eine derartige Hitze nicht mehr erlebt.

*

In Sevilla wurde gestern mit 44 Grad im Schatten die höchste Temperatur der Pyrenäenhalb­insel verzeichnet.

Ungeheure heufchreckenichwärme im Süden Desiaraviens.

Der Süden Westarabiens wird bereits seit einigen Tagen von ungeheuren Heuschreckenschwärmen heim- gesucht. Nicht weniger als 20 000 Hektar Saaten sind bisher von den Heuschrecken vernichtet worden. Etwa 15 000 Personen arbeiten Tag und Nacht an der Bekämpfung der Plage.

Srieffaflen der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der SchriftleUung.)

Stammtisch Nr. 1. § 62 des Reichsversorgungs- gesehes bestimmt: Hat ein Versorgungsberechttgter neben den Versorgungsgebührnissen ein Ein­kommen aus öffentlichen Mitteln, das nach der Berechnung zur Einkommensteuer monatlich 350 Mark beträgt (nach der vorletzten Notverordnung minus 6 Prozent 329 Mk. D. Red.), so ruht ein Zehntel der Dersorgungsgebührnisse. Für je weitere 60 Mk. ruht ein weiteres Zehntel. Dem Dersorgungsberechttgten bleiben jedoch mindestens drei Zehntel seiner Versorgungsgebührnisse.

Z. 100. Rach den gesetzlichen Vorschriften sind- Sie zur Beisteuer für den Unterhalt Ihrer Mutter verpflichtet. Diese Zahlungsverpflichtung kann bis zur äußersten Grenze Ihrer eigenen Lebenshaltung in Anspruch genommen werden, solange Ihre Mutter sich in öffentlicher Fürsorge befindet.

H. K. Die Kinderzulage steht Ihnen für den Mai zu. Machen Sie Ihren Anspruch bei dem vorgesetzten Ministerium geltend.

Letzte Nachrichten.

Schwere Llnruhen in Köln.

Köln, 13. Juni. (2BIB. Funkspruch.) In der oer- gangenen Nacht ist es in fast sämtlichen Stadtteilen Kölns zu größeren 2!nfammlungen ge­kommen, wobei an einigen Stellen aufruhr- artige Szenen zu verzeichnen waren. In Köln- Kalk, Mühlheim, Lhrenfeld und mehreren anderen Stadtteilen wurde geschossen, dabei wurden einigepersonenverleht und zahlreiche Fen­sterscheiben zertrümmert. Auch das Rathaus in Lhrenfeld wurde von den Aufrührern be­schossen. Die Polizei war überall Herr der Lage und trieb die Zusammenrottungen aus­einander. Line große Anzahl Personen, schätzungs­weise an die 2 0 0, wurde sistiert. Die Polizei­reviere der Altstadt haben Verstärkungsmannschaften erhalten, um etwaigen Wiederholungen in voller Alarmbereitschaft zu begegnen.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 o. H., Lombardzinsfuß 6 o. H

Krankten a. 1)1.

Berlin

_________________________________________________________________1

Krankten a. Dl.

Berlin

Schmß- hird

1-Uhr- Äurd

Schluß- terd

Ansang- flur4

Schluß- lurd

1-Uhr- Kurs

Schlich­ters

Ansang- fiurd

Datum

12-6.

13.6.

12.6

13.6.

Dalum

12.6.

13.6.

12.6.

13.6.

6% Deutsche RetchSaniethe von 192? .........

7% Deutsche ReichSanIethe von 1929 ..........

Deutsche AnI.-BblSs.-SchuId mH Aullos.-Rechien.......

Detgl. ohne Aulios.-Rechte . .

8% Hell. AoUrkiaat von 1929 trbckzahlb. 102%)......

vberhcllcn Provinz - Anleihe mti Audlos.-Rechten.......

Deutsche Komm. Sammel abl.

Anleihe Serie 1.......

8% firanlf. Hyv.-Bank Goldpse XIII unlünbbar bU 1934 . . .

7% firanlf. Hyp.-Bank Goldpse unlünbbat bU 1932 .....

1%% Rheinische Hov.-Bank

84

95,7

50,75

4,45

89

48,5

99

.93

87

100,5

96,5

19,5

16,13

14,5

2

2,5

2,5

7

12,25

5,1

| | «* | | | | | | | | 1 1 II 1 1 1 1 1 1 II 1 II

84

95

50,9

4,5

88,5

48

100,5

96,5

20,2

16,4

15

2

2

6,8

12,5

5,1

50,8

4,5

1?2

16,25

2,05

2,13

13

5,1

z?omburg-AmeriIa Palei ... 7

Hamburg-Südam.Dampfschiss, 8

Hansa Tampsschiss.....10

Norddeutscher Lloyd.....8

Allgemeine Deutsche Creditanst. 10

Barmer Bankverein ... 10

Berliner HanveiSgesellschast . 12

Commerz- und Privat-Bank . 11

Darmllädl-r und Nationalbank 12

Deutsche Bank und

DiSconto-Gesellschast, ... 10

Dresdner Bank......10

MeichSbant .......12

A.E.lS............8

Bergmann.........9

Elektr. LleferungSgesellschast. 10

Licht und Krast......10

gellen & Guilleaume ... 7% GeleUschas» für Elektrische

Unternehmungen .... 10

Hamburger ElektrizitätS-Werke 10

Rbemische Elektrizität .... 9

Schlesische Elektrizität. ... 10

Schlickert S Co.......n

Siemens & Halske.....16

TranSradto . ........ 8

Lohmeyer S Co.......10

Buderus . . ........6

Deutsche Erdäl . ...... 6 diener Steinkohle ...... k Geilenkirchener ....... t

Harvcner . ....... 0

Hoelch Eilen........6%

Iile Bergbau ....... 10

Kiückncrwerke ....... .7

Köln-Ncucssen..... 7

ManneSmann-Rähre» .... 7

Oberschlcs. Eilenbevars .... 6

Lberlchlel. Kol-werke.....7

Phöniz Bergbau..... 6%

Rheinische Braunkohle« . . 10

Rhelnitahi.........6

Riebeck Monte«......7,2

38

40,25

102 100,25 110,25

100,25

100,25

118

76,5

89

55

93,75

125,5

87

28,5

47,5

52,5

37

46,5

23

36

130

54

39,75

41,25

100,25

110,5

100 100,25 118,25

76,5

89,25

79,5

93

126

22 50

48

36,5

56

38,5

86,25

68

40,25

102,4

100,25 110,25

100,25

100,25

116

75,4

59,75

83 88

54,5

75,5

90

92,75 123

86

26

47,5

52,75

46,5

35,13 122,5

36,5

37,5

45,25 23,75

51,25

35,5 130

53,25

39,4

87,5

86,5

41,5

102,5

100,25

111

100,25 100,25

117,25

76

87

88

56

79

93,75 126

88

28

51

54

48,5

125

37,5

48 25,25

53,25

35,13

132 55

8% Pc. LandeSpsandbriesanstalt, Blandbrtele R.l»......

8% $r. LondcSplonvbriesanNaU, Romm.-Cbl. 81. 20......

?% Pr. LandeSpiandbriekanitaU, $|anbbrie|c 81.11......

ll.E-G. abg. ®onrieg8-Obl!gatü> neu, rückzahlbar 1932 .....

4% Oesterretchtlche Goldrente . . 1,20% Ocilerreichilche Silberrenle i% Ocilerreichilche Einheitliche Mente...........

1% Ungarische Goldrente ....

1% Ungarische Slaatsrente V. 1910 iy*% belgl. von 1913.....

1% Ungarische Kronenrente . . . 1% Türkische Zollanlethe von 1911 4% Türkische Lagdadbahn-Anl.

Serie 1...........

4% de-gl. Serie II.......

6% Rumänische vereint). Rente von 1903 ..........

»%% Rumänische veretnh. Rente von 1918 ..........

1% Rumänische betetet. Rente .

Krankten a. JJi.

Leriln

Schluß« 1 terd |

1-Uhr- Äurd

Schteß- terd

Ansang- Äurd

Datum

12.6.

13.6.

12.6.

13.6.

Bereinigte Stahlwerke

33

34,25

32,25

33,5

Otavi Minen . . .

16'/.

17

16

17

Kaliwerke Aschersleben

10

100

102

98

101

Kaliwerke Westeregeln

10

103

106

103

105

Kaliwerke Salzdetfurth

-

16

154

157,5

153,5

157

I. ®. garben.Invuftrte

12

111

112

110

112,13

Dynamit Nobel . . .

. 6

Scheideanllalt....

. 9

108

108,5

. 6

12,5

33

33

Rütgerswerke ....

. 6

33,5

35,5

34

35,25

Metallgelelllchatt. . .

. 8

52

52

53,25

Dhilivp Holzmann . .

. 7

58

59,5

57

59

Zementwerk Heidelberg

a

10

50,25

Cementwerk Karlstadt.

r.

10

86

Wavb & grevtaa

. 8

15,5

16

15

Schullbeis Patzenhoser

16

112

113

Oitwerte......

e

12

Aku ......

<

18

. 56,5

57.25

55,5

56,25

Bemberg......

e

e

-

14

65

68,75

65

68

Zellstoss Waldbos . .

e

e

1V'/.

63

63,5

Zellswll Alchassenbura

12

49,25

47

Charlottenburger Wäger

. 8

Deliauer GaS

. 9

101,5

103,5

Daimler Motoren . .

e

e

e

. 0

17,5

17,13

18,5

Deutsche Linoleum .

e

e

e

e .

46

47,5

45,65

46,5

Molchinenbau A.-G. .

. 0

-

Not. Automobil . .

e

e

e

. 0

OrenNein & Kovvel .

. 6

32,25

32,65

Leonhard Tietz . . .

10

77

77,5

79,5

Evenska ...

193

191,75

193

grankturter Maschine»

-

. 4

9

8

__

Gritzner......

. 6

27

25

Heyllgentiaedl . . .

. t

Iungbans. . . . .

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Maintrattwerle Höchst a. M..

. 8

52,6

Miag........

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_

Gebr. Roeder ....

10

_

Böig« & Haesfner . .

-

. 9

_

_

_

Süddeutsche Zucker .

10

95

95,25

Banknoten.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

Berlin, 12. Juni

Geld

Arles

Amerikanische «Roten......

4,24

4,26

Belgische Roten. ......

58,53

58,77

Dänische Noten ........

112,58

113,02

Englische Noten ........

20,51

20,59

Französische Noten .......

16,50

16,56

Holländische Noten .......

169,66

170,34

Italienische Noten........

22,02

22,10

Norwegische Noten.......

112,58

113,02

Deutsch-Oesterreich, I 100 Schilling

59,04

59,28

Rumänische Noten.......

2,495

2,515

Schwedische Noten.......

112,88

113,32

Schweizer Noten........

82,02

82,34

Spanische Noten........

42,02

42,18

Tschechoslowakische Roten.....

12,47

12,53

Ungarische Noten .......

73,30

73,60

12-3uni

13. Juni

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Gew '

Aries

Geld

Aries

Amst.« Rott.

169,41

169,75

169,41

169,75

Buen.-AireS

1,283

1,287

1,289

1,293

Brss.-Antw.

58,63

58,75

58,62

58,74

Cbrtstiania.

112,71

112,93

112,71

112,93

floDcnbagcn

112,71

112,93

112,71

112,93

Stockholm

112,80

113,02

112,80

113,02

HcllmgforS.

10,599

10,619

10,595

10,615

Italien. . .

22,06

22,10

22,06

22,10

London. . .

20,474

20,515

20,475

20,515

Okutiort . .

4,209

4,217

4,209

4,217

Paris. . . .

16,475

16,515

16,475

16,515

Schwei» ..

81,79

81,95

81,79

81,95

Spanien. .

42,46

42,54

42,68

42,76

Japan . . .

2,012

2,086

2,082

2,086

Rio de Jan.

0,331

0,333

0,326

0,328

Wien in D^> £?eft. abgeft.

59,185

59,305

59,18

59,30

Prag . . . .

12,479

12,499

12,473

12,493

Belgrad . .

7,455

7,469

7,455

7,469

Budapest. .

73,50

73,64

73,48

73,62

Bulgarien .

3,049

3,055

3,047

3,053

Lissabon .

Danzig. . .

18,58

18,62

18,58

18,62

81,815

81,975

81,815

81,975

Äonfuntin.

1,784

1,789

1,784

1,789

Alben. .

5,458

5,468

5,458

5,468

Lanada . .

4,193

4,211

4,199

2,428

4,207

Uruguay. .

2,428

2,432

2,432

Lotev

21,00

21,04

21,00

21,04