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Kompanie der ehemalige Ehrenkompanie o

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Brüning.

Oie Koaliiionskrisis in Thüringen.

Berlin. 12.Mär-. Der Reichskanzler empfing heute mittag auf ihren Wunsch die Ab- geordneten Döbrich, Hepp. Dr. Schenk, Freiherr v. Stauffenberg, Dr. Fehr, Sachfenberg, Freybe. " Sinzendörfer, Freiherr v. Hammerstein-Loxten, Graf Westarp und Bornemann zu einer Aus­sprache, in der ihre Auffassungen über die ge- samtpolitische Lage, insbesondere auf dem agra- t rischen Gebiete, vorgebracht und eingehend be­sprochen wurden. Wie dieDAZ." erfährt, haben 5" die Reichstagsabgeordneten der Mittelparteien dem Reichskanzler erklärt, daß sie jede ne '» Steuererhöhung ablehnen mühten.

Oie Erkrankung Hermann Müllers.

Berlin, 12. März. (VDZ.) Lieber das Befin­den des früheren Reichskanzlers Hermann M ü l l e r wir > von sozia de.no. ra scher Se.te mit­geteilt, daß sein Zustand nach wie vor ernst ist. Es liegt eine citrigeEntzündung der Gallenwege und eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse vor. Die Erkrankung, die wahrscheinlich aus Rückständen in der Leber von der letzten Operation entstanden ist, lokalisiert sich in einem Abzeh, der unter LImständen durch Operation entfernt werden kann. In der achten Abendstunde fand eine Llntersuchung des Spanten statt, die von den Professoren Borchardt, Sauerbruch, Zondek und Unger sowie Assistenzarzt Dr. Hehn vorgenommen wurde. Eine für Freitagvormittag vorgesehene Opera­tion ist aufgcschoben worden, da die Llntersuchung ergab, das; in Anbetracht des Allgemeinbefindens des Patienten von einem operativen Eingriff gut Zeit Abstand genommen werden müsse. Die nächste Konsultation ist für Freitagabend vor­gesehen. Reichspräsident von Hinden­burg und Reichskanzler Dr. Brüning werden laufend über den Zustand des früheren Reichs­kanzlers informiert.

Besprechungen beim Reichskanzler.

Landwirtschaftliche Fragen im Finanzausschuß.

Französische Kultur­propaganda im Baltikum. Rev al. 12. März. (211.) Dem Französi­schen Lyzeum in Riga wurde ein Reubau Ü6erge6cn, der unter Beisein höchster offizieller Persönlichkeiten eingeweiht wurde. Wie das Re- valer BlattSönumed" zu berichten weih, hat das Rigaer Französische Lyzeum in der letzten Zeit im ganzen Zuw cn düngen in der Höhe von 4 00 000 Franken durch das französische Auhenministerium erhalten. Auch das Re v a l e r Französische Cpgeum wird mit bedeu­tenden Summen unterstützt. Alle Unkosten der Schule werden zur Hälfte von den Franzosen bezahlt. Die Subvention dürfte nach Airsicht des Blattes über 1 0 000 Kronen jährlich betragen. Dor einiger Zeit hat der französische Gesandte mitgeteilt, dah die französische Re­gierung jederzeit bereit wäre, die Hälfte der Kosten für einen Neubau des Französischen Lyzeums in Reval zu übernehmen, um der Schule, die bisher in unmodernen gemieteten Räumen untergebracht ist, ein würdiges Heim zu verschaffen. Die Revaler Stadtverwaltung will dem Lyzeum tostenbos einen Bauplatz ab­treten. So kann mit der baldigen Errichtung des französischen Schulhauses gerechnet werden. Auch dieAlliance F r a n $ a i f e entwickelt eine lebhafte Tätigkeit. So wurden in diesem Winter eine Reihe von Vorträgen durch bekannte französische Persönlichkeiten in Revar gehalten. Auf den mit der Trikolore versehenen Einladungskarten stand u. a. die Aufforderung, sich während der Deranstaltung nur der fran­zösischen Sprache im Gespräch zu bedienen,

Lächerliche Strafen im Hohenbirkener Terwrpwzeß

Nur für zwei Angeklagte vier Monate Gefängnis, olle übrigen freigesprochen

Hengsthaltung durchaus gute Erfahrungen gemacht worden seien. Don 50 Hengsten seien 26 in Pri­vatbetreuung und 24 im Gestüt.

Bei Kapitel 85 (Landwirtschaftskam­mer) entspann sich eine lebhafte Aussprache über den um 33 870 Mark verminderten Zuschuh der Landwirtschaftskammer. Hierzu erklärte der Mi­nister, dah diese Abstriche nicht als dauernd ^ge­dacht, aber in diesem Jahre notwendig seien. Er wolle zudem der Landwirtschaftskammer die staatlichen Landwirtschaftslehrer zu Dortragszwecken unentgeltlich zur Derfü- gung stellen. Der Minister erklärte gegenüber scharfen Bemerkungen der Landbundvertreter, dah er den hessischen Ackerbau für den intensivsten der Welt halte. Diesem Hochstand der Boden­kultur entspreche aber nicht die Organisation des Absatzes und die Standardisierung der Produkte. An Stelle des verminderten Staatszuschusses er­halte die Landwirtschaftskammer aus Reichs­mitteln (Westhilfe ufto.) in diesem Jahre er­hebliche Zuschüsse.

Der volksparteiliche Dertreter erklärte sich gegen die Herabsetzung des Zuschusses an die Landwirtschaftskammer und gegen die vom Land­bund geforderte Entnahme der Mittel aus dem Theaterfonds. Rach kurzer Aussprache, in der vor allem eine bessere Verwertung der landwirtschaftlichen Produkte gefor­dert wurde, wurde der Antrag des Landbundes, den um 33 870 Mark gekürzten Zuschuß für die Kammer wiederherzustellen, mit fünf gegen drei Stimmen bei drei Enthaltungen abgelehnt.

Aus aller Welt.

vermißte Bergsteiger glücklich zurückgekehrt.

Eine Gesellschaft von acht Herren und sechs Damen, größtenteils aus München, versuchte am Freitag von Lauterbrunnen aus über die ..Kleine Schcidcgg" und dasJungfraujoch" über die Concorbiahütte eine Partie nach Dem Aletsch-Gletscher hinunter ins Rhonetal zu unternehmen. Die Touristen waren zuletzt noch auf dem ..Jungfraujoch'^ gewarnt wor­den, da das Wetter sich fortwährend verschlech­terte. Infolge starken Schneesturmes wurden die Touristen nun drei Tage in der Con­cordiahütte zurückgehalten, so daß man bereits große Sorge um sie hegte. Als aber am Mittwochmorgen die Sonne hervortrat, konnte man die Touristen vomJungfraujoch" aus in der Rähe der Hütte bemerken. Am Mittwoch­mittag begannen sie den Wiederaufstieg zum Jungfrauioch", wo sie gegen 19 Llhr stark er­müdet eintrafen. Einem Herrn waren Die Zehen erfroren. Auch Drei Baseler Touristen, Die bei einer Skitour auf die Ober-Aarjochhütte ver­mißt wurden, sind wieder lebend zum Dorschein gekommen. Sie hatten sich auch infolge des

Weimar. 12. März. (TU.) Nachdem Dienstagabend der interfrattionelle Ausschuß durch die Meinungsverschiedenheiten zwischen Deutscher Dolkspartei und Nationalsozialisten auf geflogen ist, wodurch die Haushalts­beratungen der Regierungsparteien nicht fort­geführt werden konnten, haben die R a t i o n a l- sozialisten an Den Dorsitzenden des inter­fraktionellen Ausschusses ein Schreiben gerichtet, in dem sie einen baldigen Wiederzusam- mentritt des Ausschusses fordern und be­tonen, daß die Frage der Reichspolitik im Thü­ringer Koalitionsverhältnis keine Rolle spielen Dürfe. Der Vorsitzende des Ausschusses hat nun­mehr Die Fraktionen der Regierungsparteien und die Staatsminister zu einer neuen Sitzung einberufen. Die Deutsche Dolkspartei hat jedoch dem Dorsihenden des interfvaktionellen Aus­schusses mitgelcUt, daß sie den neuen Bespre­chungen zur Beilegung der Krise fernblei­ben werde, da Die Nationalsozialisten ihre Pressebeleidigungen gegenüber der Dolkspartei bisher noch nichtzurückgenommenha- ben. Die Volkspartei erklärt sich jedoch bereit, Vorschläge Der Rationalsozialisten über die Be­seitigung der Differenzen entgegenzunehmen.

R y b n i f. 12. März. (WTB.) Der dritte Der- handlungstag im Hohenb.rkener ^rogef} begann mit der Vernehmung einer Reihe von E n t - lastungszeugen, durchweg De'wandten ter Angeklag.en oder auch Mitglieder des Aufstan- dis. enverbandes. Die Vernehmung belrä tigte je­doch den Eindruck, daß die Hetze gegen d ? Deut­schen in Hohenbirken am Hebersalltage vis zur Siedehitze aufgepeitscht worden ist. Ebenso muhten die Entlastungszeugen zugeben, daß sich am fraglichen Tage tatsächlich eure An­zahl von Ortsfremden, wahrscheinlich Auf* ständiscken, im Ort befand und mit den orts- anfäf; ge.i Au'stünd'.sche.i in ei.-.e n Restaurant ei c Art Siegesfeier veranstaltet hatte. Kurz vor Schluß der Beweisaufnahme beantragte Der Rechtst-eistand Der Rebenklager die Verlesung eines Aufrufs des Aufftändifchenverbandes, Der seinerzeit in Der ..Pelonia" erschienen war und in Dem die Ausstand s.hen des Kreises Rybmk zu Gewalttätigkeiten gegen die Deut­schen auf gefordert wurden. Die Derlesung wurde abgelehnt, desgleichen ein Antrag Der Verteidigung, einen Sachverständigen für die Prüfung der S ch a de ne r s a tz a n f p r ü ch e der Geschädigten hinzuzuziehen.

Ter Staatsanwalt erklärte sodann, das; der Verlauf des Prozesses die Schuldlosigkeit der Angeklagten nicht ergeben habe. Aber es müsse berücksichtigt werden, daß die polnische Bevölkerung sich in einer hochgradigen Erregung darüber befunden habe, daß die polnische

für Zwecke der öffentlichen Wege- Unterhaltung au verwenden und nach Dem für Die Verteilung des Aufkommens aus Der Kraftsahr­zeugsteuer geltenden Schlüssel an die Länder abzuführen sind. Die Kraftsahrzeug­steuer ist vom 1. April 1932 unter Verwendung Der den Ländern zufließenden neuen Mittel zu senken. Weiter soll im Hinblick auf die hohe öffentliche Belastung des Kraftverkehrs jede wei­tere Verschärfung des Spritbeimi­schungszwanges abgelehnt werden.

D a r m ft a D t, 12. März (WHP.) Der Finanz­ausschuß des Hessischen Landtages führte heute die Beratung des Kapitels Feldbereinigung zu Ende. Bei den Abstimmungen wurde der Zentrums­antrag auf Ergänzung des Bachgesetzes angenom­men, ebenso cm Landbundantrag, die Regierung um Auskunft über die Kosten für Die Feldbereini- S, Meliorationen usw. zu ersuchen, ferner Der

ag, vor Inangriffnahme Der Feldbereinigung in Den Gemarkungen einen spezifizierten, mit Fi­nanzierungsplan versehenen Voranschlag aufzustel­len und der Landbundantrag, Feldbereinigungs­arbeiten einzustellen und geplante Feldbereinigungen nicht zu beginnen, wenn der aufgestellte Finanzie­rungsplan den Jeldbereinigungsgesellfchaften un­tragbare Lasten ouferlcae.

Bei Kapitel 84 (Förderung einzelner Zweige Der Landwirtschaft, erklärt der Minister zu Den Aushebung des Landesgestüts: Der Aufbau der Leihhengsthaltung wird demnächst die Unterbringung einer Anzahl von Landgestütsauf­schern in geeignete freie Beamtenstellen erforder­lich machen. Hierfür kommen in erster Linie die jüngeren, noch im Dienst befindlichen Landgestüts­aufseher in Frage. Es ist beabsichtigt, nach Maß­gabe der Unterbringung solcher Beamten in an­dere Stellen im Rahmen des dringendsten Be­dürfnisses ältere, auf Wartegeld gesetzte Gestüts* vberaufseyer wieder in den Dienst zu bringen und Deren Bezüge auf Die durch ander weite Verwen­dung bzw. Anstellung frei gewordenen Gehälter pon Landgestütsaufsehern zu verrechnen. Der Mi­nister teilt mit, daß mit der Privatisierung der

schlechten Wetters länger als geplant auf der Hütte auf halten müssen.

Estnische Seehundjäger verschollen.

Wie sich jetzt herausstellt, sind etwa 43 Fischer von Der estnischen Insel Khnö, die auf Seehundjagd waren, infolge des star­ken Sturme s verschollen. Da die Leute bereits teilweise vor einem Monat ihre Heimatorte verlassen haben, muß damit gerechnet werden, daß sie nunmehr den Tod gefunden haben oder daß sie sich irgendwo auf einer treibenden! Eisscholle befinden. Eisbrecher und Flugzeuge sind aufgeboten worden, um die Nachforschungen zu betreiben. Weiter werden von 18 Seehund­jägern von der Insel Runö mitten im Rigaschen Meerbusen, die voretwa drei Wochen ihre Insel verlassen haben, noch fünf vermißt, von Denen man ebenfalls annimmt, daß sie Den Tod gesunden haben. Sie befanden sich in einem leichten Boot, das unmöglich den wilden Stürmen standhalten konnte.

Dr. Eckener in Washington.

Dr. Eckener hatte eine Reihe von Besprechungen mit dem M a r i n e a m t über eine eventuelle noch­malige Benutzung des Flugplatzes von L a k e h u r ft ehe Die dortige Luftschiffhalle nach Fertigstellung des zur Zeit in Akron im Bau befindlichen neuen Marinezeppelins nicht mehr verfügbar wird. Dr. Eckener konferierte ferner mit Vertretern der an Der Luftfahrt interessierten Kreise über die Auswahl eines geeigneten möglichst sturmfreien Landungs­platzes für den geplanten Zeppelindienst zwischen Europa und Amerika. Er verhandelte auch mit dem Postministerium über die Schaffung einer gesetzlichen Grundlage für die Uebernahme der Poftbeförderung, sobald nach Fertig­stellung des in Friedrichshafen im Bau befindlichen deutschen Zeppelins, die in etwa zwei Jahren zu erwarten ist, die Frage der Einrichtung eines regelmäßigen Luftverkehrdienstes zwischen Europa und Amerika spruchreif wird.

Große Erdrutsche in Savoyen.

Bei Chatelard hat Der Boden, anscheinend durch Die Gegengüsse auf geweicht, nachgegeben, und eine Erdmasse von etwa 6 Millionen Kubik­meter bewegt sich mit einer StundengeschwinDig- keit von 150 Meter talabwärts. Zwei s a - vohische Dörfer sind bereits zerstört und Die Erdmasse bedroht gegenwärtig noch we­nigstens 10 Häuser, die geräumt wurden. Die Ingenieure versuchen, die abgleitende Erdmasse in eine Schlucht abgulciteiL Bis jetzt haben 125 Personen ihre Wohnungen verlassen müssen, sind jedoch nicht zu Schaden gekommen.

Jleue Erdstöße In Südserbien.

Die Erdstöße im südserbischen Erdbebengebiet haben sich erneuert. Die Bevölkerung wagt noch nicht in die Häuser zurückzukehren. In Strumitza wo das dortige Gerichtsgebäude vollkommen eingestürzt ist, hat eine Gerichtsverhandlung unter freiem Himmel stattgefunden.

Minderheit in Deutschland weit schlechter behandelt worden sei als Die deutsche in Polen (!), durch die fortgesetzten Provokationen Der Hitler-Leute und Die Gerüchte, daß ein Angriff auf die pol* nis che Grenze deutscherseits bevorstehe und daß dabei gerade Hohenbirken in allererster Linie in Mitleidenschaft gezogen werden würde. Das lasse die Schuld Der Angeklagten in einem milDcrcn Licht erscheinen. Der Schulleiter Schy* manski habe durch seine Ansprachen den Zünd­stoff in Die hochgraDig erregte Bevölkerung hin- eingetragen. Der Staatsanwalt beantragte schließlich gegen sämtliche Angeklagten einean­gemessene Bestrafung".

Das Gericht verurteilte die Angeklagten Popella und Jambor zu je vier Monaten Gesang- n i s unter Anrechnung der Untersuchungshaft und zur Tragung Der Gerichtskosten in Höhe von j e 20 Zloty. Die anderen Angeklagten werden sämtlich auf Kosten der Staatskasse freigesprochen. In der Begründung führte der Vorsitzende aus, daß die Strafen für Popella und Jambor deshalb so niedrig ausgefallen feien, weil ihnen lediglich eine mittelbare Beteiligung an Den Vorgängen nachaewiefen werden konnte, während bei den ande­ren Angeklagten der Freispruch eintreten mußte, da die Beweisaufnahme ihre Schuld nicht ein­wandfrei ergeben habe. Gleichzeitig erkannte das Gericht Den Geschädigten ein Schmerzensgeld zu, das sich zwischen 100 und 1000 Zloty bewegt.

, er Reichswehr in

Beuthen mit der Bataillonskapelle von Breslau zur Teilnahme an den Abstimmungsfeierlichkeiten in Beuthen ein Der Sonntag, 22. Marz, bringt eine Fülle von Abstimungsgedenkfeiern. Im ganzen Reiche werden die Glocken der Kirchen um 11.30 Uhr ein zebnminutiges Geläut anstimmen. Im Mittelpunkt aller Gedenkfeiern steht DieAbstimungs-Gedenk- stunde des deutschen Volkes" in der Hindenburg- Kampfbahn zu Beuthen, die von allen deutschen Rundfunksendern übertra­gen werden wird. Einladungen zu dieser Gedenk- stunde des deutschen Volkes sind u. a. an die Reichs- wie auch an die übrigen deutschen Länderregierungen ergangen, dann auch an die Regierung von Oester­reich und Danzig. Hauptpunkt des Programms ist die Ansprache des Reichskanzlers Dr.

Oie Abstimmungsfeier in Oberschlesien.

Tcr Reichskanzler wird inBeuthen sprechen.

Beuthen, 13.März. (WTB. Funkspruch.) An­läßlich Der Wiederkehr des Tages, an dem vor zehn Jahren die Bevölkerung Oberschlesiens ihre Treue zu dem deutschen Vaterland in einer Volksabstim­mung ohnegleichen bewies, haben dieVereinigten Verbände heimattreuer Oberschlesier" ein Programm von Gedenkfeiern ausgestellt, das die Zeit vom 19. bis zum 23. März umfaßt.

Gleichzeitig mit der Uebergabe des Reubaues des B e u t'h e n e r Museums werden am Don­nerstag. dem 19. März, eine Abstimmungs­ausstellung, eine oberschlesischeJugend- a u s st e l l u n g und eine Buchausstellung er­öffnet. Die Buchausstellung bildet gleichzeitig einen Teil der aus Anlaß der Abstimmungsgedenkzeit ge­plantenOb erfchlesischen Literatur- w o ch e".

Der Freitag, 20.März, bringt dieGedenk­feier der Oberschlesischen Jugend" am Zehnjahrestage der Abstimmung, die in der Hinden­burg-Kampfbahn zu Beuthen um 9.30 Uhr ihren Anfang nimmt. Diese Feier wird im Rahmen des Schulfunks über ganz Deutschland verbreitet. Für Oberschlesien ist bekanntlichschulfrei" angeordnet worden, während im übrigen Preußen eine G e - denkstunde für Die gesamte Schulju­gend vom Kultusministerium verfügt worden ist, die auch den Kultusministern der übrigen deut­schen Länder anempfohlen wurde und von sämtlichen angenommen wurde.

Am Samstag, Den 21. März, trifft Die 2. Kom­panie des 7. Infanterieregiments, die Traditions-

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Aus der provinzialhauptstabt.

Gießen, Den 13. März 1931.

Oie Ernährung des nervösen Kindes.

Don Dr. med. ei Phil. Trendtel, Altona.

Die Frage der Nervosität spielt nach Den Er­fahrungen Der letzten Jahre nicht nur im Erwach­senenalter, sondern auch im Kindesalter, ja selbst beim Säugling, eine größere Rolle. Viele Dinge, welche im Volke unter einer sogenannten »Neu­ropathie", D. h. krankhaften Reizbarkeit Des Ner­vensystems verstanden werden, gehören gar nicht in Dieses Gebiet, und es ist schwierig, Die ein­zelnen Zeichen Des echten nervösen Kindes klar- zumachen.

In einer Frage herrscht jedoch Lieber einstim* mung, und hier hanDelt es sich um Den Zusammen­hang zwischen Ernährungsstörungen Des Säug­lings, KleinkinDes unD Schulkindes und seiner ner­vösen Veranlagung. Solche KinDer leiden oft an einer abnormen Llnruhe, Verkürzung Der Schlaf­zeiten, und gerade Diese Llnruhe, , Diese nervöse Grundeinstellung, führt schließlich zu einer Dauernden Abnahme Des Körpergewichts und einer Steigerung Des Stoffwechsels. Ist eine solche Abnahme des Körpergewichts cingetotyj, so stei­gern sich gleichzeitig Die nervösen Erscheinungen, und wir können nur helfend eingreifen, indem wir das Kind zum Gedeihen zu bringen versuchen.

Hier dient die Milch als Grundlage der Ernäh­rung solcher nervösen Kinder. Gerade Die Ner­vösen nehmen nicht viel Nahrung zu sich, Darum muh Diese möglichst konzentriert verabfolgt wer­den. Gibt man in Milch Butter und Mehl hin­ein, so erhöbt man hierdurch beträchtlich deü Nährwert und gleichzeitig Das Sättigungsgefühl, und es kommt, besonders beim Säugling, zu einem raschen Gedeihen und Damit einer Aen* Derung seiner nervösen Grundeinstellung.

Beim nervösen Säugling, Der noch von der Mut­ter genährt wird, hat man vielfach als einzige Erscheinung eine rasche Ermüdbarkeit nach Dem Trinken an der Brust festgestellt. Man muh sich Dann entschließen, schon eher eine Ziehmilchernäh- rung, D. h. eine Mischnahrung von Frauenmilch und Kuhmilch, zu geben, um das Kind zum Ge­deihen zu bringen. Vielfach ist in solchen Fällen auch die Milchsekretion bei Der Mutter sowieso schon herabgesetzt. Man kann hier einen sehr raschen Erfolg sehen, wenn das Kind ausreichend mit einem künstlichen Milchgemisch ernährt wird.

In vielen Fällen hilft man sich einfach so, daß man stark gezuckerte Vollmilch oder Vollmilchbrei selbst Dem Säugling von 4 bis 5 Monaten schon löffelweise zu seiner Brustnahrung zugibt. 'Beson­ders Die nervösen Kleinkinder leiden nun unter einer großen Reihe von Schwierigkeiten in der Nahrungsaufnahme. Bald handelt es sich um eine Geschmacksüberempfindlichkeit, bald um eine allgemeine Ehunlust. Eigentliche Ernährungs­störungen, Die durch allgemeine Milchnahrungs­gabe des Säuglings entstehen, sehen wir heutzu­tage selten, weil jede vernünftige Mutter schon vor dem 1. Halbjahr dem Kinde meist Obst- oder Gemüsesaft usw. gibt.

Kommt man im Kleinlindesalter mit Der bis­her durchgeführten ErnährungsmethoDe nicht recht zum Ziele, so muß wieder auf die Bedeutung Der gemischten Kost hingewiesen werden. Falsch wäre es, einem Kinde etwa in Der Geschmacksrichtung zu folgen, das nur saure Speisen, wie Outten, Salate usw., verlangt. In kleinen Mengen sind Diese ein sehr erwünschter Bestandteil Der ge­mischten Kost, außerdem Gemüse, Obst und Milch* breinabrung in jeder Form.

Ganz besonders wichtig ist es aber für _ Das künstlich genährte Kind, chronische Durchsallstörun*

Oie Wetterlage.

©wolkenlos. © neuer. 3 naib Dedecut.» woiKifl. O OfutctiRefle» ¥ Schnee 4 Graupeln, c Nebel K Gewitter.© Windstille. O-« seh/ «enter Ost nassiger SüdsüdwestS stürmischer lordwest Oie Pfene fliegen mit dem Winde Die oeiden Stationen stehenden Z«h» .en geben die Temperatur an. Die Limen verbinden Orte mit gleicher» auf heeresmveau umoererhnrte» Luftdruck

Wettervoraussage.

Während im nördlichen Deutschland durch den Abzug der Ostfeestörung kältere maritime 2uft vorherrscht, welche diir Temperaturen um Null Grad hielt, hat sich in Mittel- und Süddeutsch* land kontinentale östliche ßuft eingestellt, die un­ter Herausbildung eines fla ;cn Hochdruckgebietes Frost brachte. 3n unserem Bezirk lagen Die Mor­gentemperaturen 5 Grad und in Süddeutschland bis zu 14 Grad unter Null. Vom Atlantischen Ozean rückt eine neue (Störung heran, die ihren Einfluß gegenwärtig über Island und Schottland entfaltet. Die Vorherrschaft des hohen Druckes Dürfte zum Schwinden kommen, so daß nach an­fänglichem Frost allmählich die Ausläufer d«S neuen Fallgebietes Milderung bringen werden.

Aussichten für Samstag: Dunstig und bewölkt mit Aufheiterung, Nachtfrost, tagsüber Milderung, noch trocken.

Aussichten für Sonntag: Aufkommend« Niederschlagsneigung und mildere-, meist wolki­ges Wetter wahrscheinlich