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S.Upori

Nund um die Anlagen.

Nach 6jähriger Unterbrechung wird am kommen­den Sonntag wieder einmal der StaffellaufRund um die Anlagen" durchaeführt. Die Ausrichtung des Laufes hat der VfB. Gießen übernommen, der in Verbindung mit der Spielvereinigung 1900 den Lauf vorzubereiten und durchzuführen hat. Man rechnet mit einer starken Beteiligung aller Gießener Sport- und Turnvereine. Wir kommen auf die Ver­anstaltung noch zurück.

Leichtathletik der Ep.-Bg. 1900.

Gerhardt (1900) wird FünfterQuer durch Berlin.

Bei der ersten internationalen Veranstaltung die­ses Jahres, dem vom Berliner Athletik-Klub ver­anstalteten 25-Kilometer-LaufenQuer durch Berlin" wartete 1900s Vertreter Gerhardt mit einer feinen Leistung auf. In einem äußerst starken, aus den besten deutschen Langläufern und hervorragen- den Ausländern gebildeten Feld belegte er den fünf­ten Platz. Sieger des Laufes wurde der Charlotten­burger Brauch, gefolgt von Boß (Osram Ber­lin), M o t t m ll l l e r (Riga) und Zeilhofer

(München). Von Gerhardt auf den sechsten Platz verwiesen wurde kein geringerer als der deutsche Marathonmeister Geißler (SC. Charlottenburg), der seinerseits den Tschechen Sulc (Prag) hinter sich ließ. Bemerkenswert ist, daß bekannte und in dieser Saison auch schon erfolgreiche Leute wie Kapp (München) und Dreckmann (Hamburg) dem scharfen Tempo der Sieger lief 1 Stunde 33:26,8 Min. zum Opfer fielen und aufgeben mußten. Der Lauf fand die stärkste Anteilnahme des Berliner Publi- kums. Wohl über Hunderttausend bildeten Spalier.

Handball der Sp.-Dg. 1900

Zu einem Wochentagsspiel hat sich für morgen abend 1900s zweite Mannschaft die erste Elf der 3. Komp, des hiesigen Bataillons verschrieben. Es fragt sich sehr, ob sich 1900s Reserve damit nicht etwas zu viel zugemutet hat. Wenn die Leute aus der Alten Kaserne auch in ihrer Spielstärke nicht ganz an die Mannschaften der 1. und 2. Kompanie heranreichen, so dürften sie doch eine so schlagkräftige Elf ins Feld stellen, daß die Spieloereinigungsleute alles aufbieten müssen, um glimpflich dabei weg- zuk^mmen.

Die Jugend auf den Sportplätzen.

Der vergangene Sonntag war der Jugend Vor­behalten. Olm Sonntag gehörten der Jugend die Sportplätze. 3m ganzen Reichsgebiet beherrsch­ten die Jugendlichen der den beiden Verbänden DFB. und DSV. angeschlossenen Vereine die Sportplätze. Die aktiven Mannschaften mußten bereits am Samstag Spiele austragen, sofern sie auf Wettspiele nicht ganz verzichteten.

Für den Gau Gießen-Wetzlar war die Durch­führung des 3ugendtages und der damit ver­bundenen sportlichen Wettkämpfe der Spielver­einigung 1900 Gießen übertragen. Bei der großen Anzahl sportbegeisterter Knaben war die Leitung des Vereins vor schwere Aufgaben gestellt. Die Veranstaltung war vom Wetter begünstigt und nahm einen befriedigenden Verlauf. Den Zu­schauern mußte sich das Bewußtsein aufdrängen, daß in den Sportvereinen eine ernste Arbeit geleistet wird, der man die Anerkennung nicht versagen darf.

Am frühen Rachmittag wurde mit den Fußball­spielen begonnen, deren insgesamt zwölf zum Austrag gelangten. Die Spiele wurden nicht in der regulären Spielzeit von 2X45 Minuten, sondern mit nur je 2X20 Minuten durchgeführt. Die einzelnen Begegnungen brachten folgende Ergebnisse:

1900 I - VfB. I 6:0 (3:0).

1900 MI Rieder-Weisel 6:1 (2:0).

1900 H VfB. II 1:0 (0:0).

1900 III Leihgestern 1:0 (0:0).

1900 (Schüler) Butzbach (Schüler) 2:0 (2:0).

D,B. Gießen (Schüler) Wetzlar (Schüler)

Großen-Duseck Lich 1:2 (0:0).

Heuchelheim Lollar 1:0 (0:0).

Garbenteich Flensungen 3:0 (2:0).

Lollar (Schüler) Garbenteich (Schüler) 0:3 (0:0).

Leihgestern (Schüler) Wieseck (Schüler) 1:1 (1:0).

Butzbach Ettingshausen 1:0 (1:0).

Die Spiele nahmen durchweg einen sehr schönen Verlauf. Die Mannschaften bemühten sich sicht­lich, mit aller Fairneß zu spielen, so daß di« Wettkämpfe werbenden Charakter trugen und dazu beigetragen haben dürften, daß manches Vorurteil, das bei einzelnen Eltern gegen das Fußballspiel besteht, geschwunden sein dürfte.

3m Anschluß an die Fußballspiele, die auf vier verschiedenen Plätzen zum Austrag gelangten, trafen sich Hie Handballmeisterschaften von Gießen und Wetzlar im

Gtädiespiel

Dehlar Gießen 10:7 (5:3).

Cs war ein torreiches Treffen. 'Beide Mann­schaften befleißigten sich einer fairen Spielweise und machten so dem Schiedsrichter Ettling von der Turngemeinde Dockenheim fein Amt leicht. Der Spielanfang sah die Gäste sofort in Front. Schon in der 5. Minute mußte Balser einen un­haltbaren Wurf des Halblinken passieren lassen. Allerdings dauerte die Freude der Wetzlarer nicht lange: derrn bald darauf erzielte Schmitt durch fein placierten Wurf den Ausgleich. Schon in der ersten Viertelstunde zeigte es sich, daß die Gießener Hintermannschaft taktisch falsch spielte. Die Läuferreihe rückte meist zu weit auf und

konnte den schnellen Wetzlarer Sturm bei seinen gefährlichen Durchbrüchen nicht mehr erreichen. Dies wurde in der Folgezeit zum Verhängnis. Mit 5:3 Toren für Wetzlar ging es in die Halb­zeit. Rach der Pause, die infolge des Paarlau­fens etwas verlängert werden mußte, legten die Gäste sofort ein scharfes Tempo vor und konnten in schneller Folge auf 8:5 erhöhen. Sten Vor­sprung von 3 Toren hielten sie auch bis zum Schluß. Wenn zur Kritik der Einheimischen etwas zu bemerken ist, so muß man sagen, daß der Hin­termannschaft das nötige Stellungsspiel fehlte, während im Sturm besonders die Flügel mangel­haft bedient wurden. Der Mittelstürmer Schmitt war ein vollwertiger Ersah für Krämer und führte sich gut ein. Balser im Tor zeigte einige schöne Paraden. Sämtliche Tore waren unhaltbar.

Die Gästemannschaft spielte geschlossener. Be­wunderung verdient der Sturm, der sowohl im gegnerischen Felde Erstaunliches leistete und auch bei den Gießener Angriffen im eigenen Straf­raum zu finden war. Das Rückspiel findet aller Voraussicht nach im 3uni in Wetzlar statt.

Mit gesteigertem 3nteresse sah man dem

Halbstundenpaarlaufen

entgegen. Dieses Rennen, das in Gießen erst­malig gezeigt wurde, verdiente alle Beachtung. Es stellte an die beteiligten Mannschaften große Anforderungen und nahm einen prächtigen Ver­lauf. Vier Mannschaften stellten sich dem Starter. 1900 hatte zwei Mannschaften genannt. 3n der ersten Mannschaft traten P e t e r s l. und Schaaf an, in der zweiten Kochi, und G l a g o w. Der Fußball-Sportverein Frankfurt schickte Kauf­mann und Hetzel, zwei befähigte Läufer, an den Start. Der Sportverein Wetzlar wurde durch H e b e r l i n g und Wambach vertreten. Gegen das Ende der ersten Halbzeit des Städte-Hand- ballspiels fiel der Startschuß. Die Frankfurter übernahmen zunächst die Führung. 3n Abständen von 1 bzw. P/2 Punkten wechselten die Läufer jeweils ab. Das Rennen wurde bis zum Schluß in einem sehr gleichmäßigen Tempo gelaufen. 3n der zehnten Minute hatten die Läufer bereits etwa 3500 Meter zurückgelegt, die Frankfurter hielten mit 10 Meter Vorsprung vor Peters und Schaaf die Spitze, die Wetzlarer waren bis zu diesem Zeitpunkt etwa 200 Meter zurückgefallen, die zweite Mannschaft der 1900er folgte in kurzem Abstand. Gegen die 15. Minute trat bei den Frankfurtern eine Schwächeperiode ein, die den Gästen die Führung kostete, die 1900er schoben sich nach vorne und vermochten in kurzer Zeit einen Vorsprung herauszuholen, den die Frank­furter nicht mehr zurückerobern konnten. 3n der 20. Minute hatte die Führung 7225 Meter hinter sich. Ohne wesentliche Veränderung der Situation wurde das Rennen zu Ende geführt. Die Hiesigen errangen einen ebenso sicheren wie eindrucksvollen Sieg, der um so höher zu bewerten ist, als die Frankfurter als sichere Favoriten galten. Pe­ters I. und Schaaf liefen hervorragend, besonders gefiel Schaaf, der das Rennen in großer Form bestritt.

Die Ergebnisse lauteten: 1. Peters-Schaaf (1900) 10 027 Meter: 2. Kaufmann-Hetzel (FSV. Frank­furt 9783 Meter: 3. Heberling-Wambach (Sport­

verein Wetzlar) 9518 Meter: 4. Koch-Glagow (1900) 9374 Meter.

Der restliche Rachmittag die Zett war in­dessen reichlich vorgeschritten war den leicht­athletischen Wettkämpfen der 3ugenb- lichen gewidmet. Leider mußten eine Reihe der 3ugendlichen schon aufbrechen, um Zuganschlüsse rechtzeitig zu erreichen, so daß die Mannschaften, wie sie ursprünglich gemeldet wurden, nicht immer komplett antreten konnten. Trotzdem entwickelte sich noch ein lebhafter Betrieb. Spannende Ren­nen lieferten sich die 3ugendlichen der A-Älaffe im 100-Meter-Lauf, die B- und C-3ugcnb, haupt­sächlich die 3üngsten, beteiligten sich in großer Anzahl an den Wettkämpfen und waren mit großem Eifer bei der Sache. Es wurden zum Teil sehr gute Zeiten erzielt. Die Dahn befand sich in denkbar bestem Zustand.

Ein nicht weniger spannendes Ringen entwickelte sich an der Sprunggrube und bei den Hochsprung- konkurrcnzen, beim Kugelstoßen und beim Ball­weitwurf. Auch beim Tauziehen wurde hart um den Sieg gekämpft. Es war eine Freude, zu sehen, mit welchem Eifer und mit welcher Energie sich die 3ugendlichen an den Wettkämpfen be­teiligten.

Den Abschluß bildete die Preisvertei­lung. Der Gauvorsitzende Klier hielt eine kurze Ansprache, ermahnte die Knaben, auch weiterhin im gleichen Geiste sportlich tätig zu sein, mit dem gleichen Eifer auch dann, wenn nicht jedem der Sieg zuteil werden kann. Die siegreichen Mannschaften erhielten als Anerken­nung für ihre Leistungen ein einfaches aber ge­schmackvoll ausgestattetes Diplom. Auf die Er­gebnisse der leichtathletischen Wettkämpfe kommen wir zurück.

(Schluß des redaktionellen Teils.)

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Gießen, den 4. Mai 1931. (3041C

Der Oberbürgermeister.

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Die noch rückständigen Beträge für Gas im Monat März d. I. und für Wasser in der Zeit vom 1. Januar bis 30. März d. I. können bis zum 15. d. M. noch ohne Kosten bezahlt werden. 3133D

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Eine schriftliche Mahnung erfolgt nicht mehr.

Gießen, den 2. Mai 1931.

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