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Weih
Wert und Bedeutung des Schülerruderns
Berliner Börse.
Visenmarkt nannte man
Zügen matt.
Ta8; Sa5, b3;
Weiß.
zieht und seht in drei 10 Steine: Ka3; Dh2;
Berlin. 4. Iuli. (WTB. Funkspruch.) Am heutigen Effektenfrühverkehr machte sich in Airbetracht der bisher erzielten Einigung in den französisch-amerikanischen Verhandlungen eine etwas festere Stimmung bemerkbar, zumal man nun eine baldige endgültige Verständigung erhofft. Auch die gestrigen festen Aeuyorker Kurse machten einen guten Eindruck. Man nannte Siemens mit 158 Geld, Farben mit 137 Geld. Umsätze wurden noch nicht getätigt. Arn Devisenmarkt nannte man London gegen Berten 20 80, gegen Kabel 4,8665. gegen Schweiz 25,1365, gegen Paris 124,28 zirka, gegen Malland 92^4, gegen Brüssel 34,9050, Kabel gegen Berlin 4,2940.
ein Liebergewicht und schlug jetzt seinen Gegner mit wuchtigen Hacken, der sich in dieser Zeit nur mit Mühe auf den Beinen halten konnte. Die Bunde ging überlegen an den Deutschen, In oer 10 Bunde griff Schmeling weiter energisch an und Stribbling erschien vollkommen erledigt und wankte nach Schluß der Bunde erschöpft rn seine Ecke. Vollkommen kühl und berechnend nahm Schmeling in der 11. Bunde den Kampf wieder auf und landete bei seinem Gegner wie er wollte. Die 12. Bunde sah den Deutschen abermals groß in Vorteil. Er setzte zum Endspurt an und trieb seinen Gegner im Aing umher. 3n der 13. Bunde versuchte dann Stribbling, sich den Gegner mit Iabs pnd Hacken vom Leibe zu Halten, der gute, sichere Deutsche oteeb aber dauernd am Gegner, der eine bewundernswerte Härte zeigte.
Während der 14. Runde konnte sich aber Stribbling doch kaum mehr auf den Beinen halten
und verteidigte, fo gut er nur konnte. D,e s5. Bunde, die Schlußrunde, zeigte fein wesentlich anderes Bild, Stribbling hielt sich nur noch nut letzter Kraft aufrecht, stellte sich aber zum jnte scheidenden Gang. Schmeling schlug rucksichislr^ weiter, auf den Amerikaner ein, der fchteeßtecy auf einen rechten Hacken hin in sich zusammensank. Für den Best der Bunde bewahrte der Ringrichter den Amerikaner vor weiterem Schaden und erklärte nach 2 Minuten Schmeling । zum Sieger im Weltmeisterschaftskampf durch I technischen K. o.
Schach-Ecke.
Bearbeitet von W. Orbach.
Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schach red aktion des „Gießener Anzeigers".
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Senden Sh klären, Name:
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinden.
Sonntag, den 5. Zull. 5. Sonntag nach Trinitatis.
Stadtkirche. 8 Uhr: Pfarrassist. Seemann: 9.30: Oberstudienrat Professor Michel: 11: Kmderkirche für die Markusgemeinde. — Iohanneskirche. o.-Pfarrer Bechtolsheimer; zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Lukasgemeinde; 9.30: Pfarr- affift. Seemann: 11: Kinderkirche für die Johannes- gemeinde, Pfarraffift. Seemann: 20: Bibelbesprechung im Johannessaal, Pfarrer Lic. Waas. — Rapeue des Alten Friedhofs. 9.30: Pfarrer Lenz. — Slisa- beth-klelnklnderschule. 8.1.?: Christenlehre für die Neukonfirmierten der Petrusgemeinde; 9.45: Pfarrer Lic. Waas: 11: Kmderkirche für die Petrus- gemeinde, Pfarrer Lic. Waas. — Klein-Linden. 9; Hauptgottesdienst: Christenlehre der männlichen
Weih Bc3,e2, e5, g5, h6.
Problem Nr. 296.
Don 3. Obermann, Leipzig.
Schwarz, b c d e f g
Berichtigung. Bei der Aufgabe Br. 291, von A. Schiffmann, Chisinau t. ist der weiße Springer e3 nach e4 zu versehen: ebenso ist bei Endspiel Br. 89, von B. Bett, der weihe Turm zu streichen.
Aus der Schachwelt.
Am Meisterturnier des Deutschen Schachbundes im Juni zu Swinemünde nahmen iu. <t teil: Ahues, Vogoljubow, Helling, Mieses, Richter, Samisch.
Schachbriefkasten.
O. Gießen. Mit der heutigen Berichtigung erledigt.
Schmeling abermals Weltmeister
Stribbling durch technisches f. o. geschlagen. — Kampf über 15 Kunden.
gegen die schwere Konkurrenz behaupten wivd. In der Mädchenklasie B vertreten Losch, Gut und Diehl die Spielvereinigung. ..
An Staffeln wird voraussichtlich die 4X100» Meter-Staffel der Frauen bestritten. 3n diesem Wettbewerb vermochten die 1900erinnen im vorigen Iahre den zweiten Platz hinter Kurh^^ Kassel au halten. Ob die 3X800-Meter-Staffel kelau en" wird, steht noch nicht fest. Die Mädchen Lerden zum 4x75-Meter-Lauf an den Stert gehen. Cs wäre erfreulich, wenn die^^Leichtathletinnen durch einige überzeugende erste Siege den Ruf unserer Stadt auf dem Gebiete des Frauensportes fördern könnten 3n diesem Sinne sieht man den Ergebnissen nut großem Interesse entgegen.
Deutsche Hochschulmeisterschasten.
Am Mittwoch wurden in Braunschweig tror tofe- der gutem Besuch die Deutschen Hochschul meister- schaffen mit den Entscheidungen rm Hockey und Handball fortgesetzt. Im Hockey kam dieTschmsche Hochschule Darmstadt über die ilnwersität Kiel zu einem glücklichen Siege mit ^:2 (2:0). Der sieg bringende Treffer fiel eine Viertelstunde vor Schluß durch den Mittel sturmer, der einen abge- wehrten Ball abfing und placiert einsandfe.
Im Handball führten die Universität Ber lin und die TH. Darmstadt das schönste aller Endspiele vor und zeigten ein wirklich meisterhaftes Können. In beiden Mannschaften wirkten verschiedene Repräsentative der Turner und Sport- ler mit. Mit zäher Energie kam Daunstadt in der zweiten Hälfte zum Ausgleich. Doch beim Stande von 7:6 zogen die Berliner davon und siegten verdient mit 12:8 (6:4).- Der am Dienstag unentschieden abgebrochen Fußballkampf zwischen den UniveMtäfen von Köln und Berlin wird am 11. Iuli in Braunschweig wiederholt.
Ingen!
Bezirksmeisterschasten der Frauen in Kassel.
Am morgigen Sonntag werden auf der Hessenkampfbahn zu Kassel die Bezirksmeisterschaften der Frauen im Bezirk Hesien-Hannover au^ getragen. Zu diesen Wettkämpfen werden dis Kasseler Vereine, insbesondere die Kurhessen, eine starke Vertretung stellen, außerdem teerten t)ic Damen von Wetzlar dabei sein, von Fulda und Göttingen sind Wettkämpferinnen zu erwarten, schliehlich aber wird die Stadt Gießen durch die Damen der Spielvereinigung 1900. die in einer Expedition von voraussichtlich 14 Leichtathletinnen nach Kassel fahren, vertreten. Die VfB.erinnen sind diesmal nicht dabei, da der Verein aus wirtschaftlichen Rücksichten auf erne Beteiligung verzichten muh.
Die Spielvereinigung 1900 stellt einige bewährte Kräfte. Frl. Drews dürfte, soferne sie Gelegenheit zu ernsthaftein Traimng hatte, als die aussichtsreichste Bewerberin der Spielvereim- aung gelten und besonders im Kugelstoßen und im Diskuswerfen eine Bolle spielen. Außerdem wird sie die 80-Metev-Hürden und den 400* Meter-Lauf bestreiten. Frl. Holstein hat die Bezirksmeisterschaft im Speerwerfen zu verteidigen und startet außerdem über 100 Meter nut einigen Aussichten. Frl. Bickel: 100 Meter, Diskus und Speerwerfen. Frl. Hublih durfte für ihre Konkurrentinnen über 200 Meter em« gefährliche Gegnerin darstellen. Die Damen Richt- berg l (Hochsprung und Dreikaüipf) und Bicht- bergll (200 Meter evtl. 3X800-Meter^taffel). sowie Frl. Etzelmüller (800 Meter) sollten zum mindesten gute Plätze halfen. Die genanrcken Damen starten in der Frauenklasse. In der Mädchenklasse A sei Frl. Weyershäuser genannt: es bleibt allerdings abzuwarten, wie 'sie sich.
Wieder einmal erlebte Amerika am Freitagabend im Stadion zu Cleveland euren Do?' weltmeisterschaftskmnpf im Schwergewicht. Diesmal zwilchen dem Titelverteidiger Max Schmeling und dem amerikanischen Herausforderer Stribbling. Wohl zum ersten Male nach dem Kriege endete eine derartige Veranstaltung mit einem ___ _ ,
finanziellen Mißerfolg.
Bur etwa 40 000 Menschen füllten das weite überdachte Stadion zu Cleveland, das über 110 000 Menschen zu fassen vermocht hätte Von 250 Bogenlampen war das Stadion taghell erleu^et. 32 Lampen glühten allein über dem eigentlichen Boxring. Unter den Zuschauern des Weltmeister- • schastskampfes befanden sich zahlreiche prominente Eportleute. _ . —.
Stribbling erschien zuerst im Ring. Zwei Minuten später kletterte Schmeling durch die Seile. 10 10 Uhr amerikanischer Zeit ertönte der Gongschlag zur ersten Bunde. Die erste Runde endete ohne besonderes Ereignis für Schmeling. Die zweite Runde war ziemlich ausgeglichen, die dritte und vierte Bunde endete für Stribbling, die fünfte war ebenfalls wieder ausgeglichen. In • dieser Bunde versuchte der Amerikaner, dessen Base zu bluten begann, sein Heil in Klammern, Die Bunde endete jedoch für Schmeling. In der siebenten Bunde wurde Schmeling erstmalig agres- siver und brachte die Runde groß an sich Für die achte Runde hatte sich Stribbling gut erholt und war seinem Gegner technisch überlegen. Die Bunde ging knapp an den Amerikaner. In der ■ neunten Bunde verschuf. sich Schmeling wieder
nen. Insgesamt liegen Meldungen von 22 Vereinen vor. Das Programm der Regatta sieht ursprünglich 31 Rennen vor. Davon müssen allerdings 5 Wettbewerbe wegen Mangel an Beteiligung ausfallen. In den übrigen Bennen dürften spannende Kämpfe zu erwarten fern, denn namhafte Vereine ringen um den Sieg. So werden die Frankfurter Vereine (1884 und Germania), die Offenbacher (Undine und 1874), die Mainz-Casteler Budergesellschaft am Start erscheinen: Dingen, Ems, Essen, Dortmund, Saar- brückeii, Weilburg, Franksurt-Höchst, Marburg, Kassel, Homberg u. a. m. sind vertreten. Eine Anzahl von Rennen ist mit 7 bzw. 8 Booten belegt. Die Gießener Vereine, ERG., Verein Rudersport, und in diesem Iahre erstmalig auch der Ruderklub „Hassia", stellen ihre, gesamten aktiven Ruderer in dem Wettkampf. Wir kommen aus die vorgesehenen Rennen, die Mannschaftsaufstellungen usw. noch zurück.
Handball im Gau Hessen (O.T.)
Tv. Grotzen-Linden I — Tv. Pohlgöns I.
Obige Mannschaften treffen sich am morgigen Sonntag zu einem Freundschaftsspiel in Grohen- Linden. Pohlgöns verfügt über eine spielstarke Elf, und konnte vor kurzem bei einem Blitzturnier in Butzbach in der Klasie für Landvereine als Sieger den Platz verlassen. Grohen-Linden wird daher keinen leichten Stand haben. Anschließend spielen die Schüler gegen die Schüler des Turn- und Sportvereins Butzbach. Die ll. Mannschaft trägt ihr Rückspiel in Hörnsheim gegen die dortige l. Mannschaft aus.
Leichtathletischer MannschafiSkampst
Kinzenbach-Rodheim-Launsbach.
Am morgigen Sonntag wird dieser Kampf zum zweiten Male ausgetragen. Durch die Teilnahme mehrerer -Gaumeister dürften spannende Kampfe zu erwarten sein. Der Ausgang ist durchaus
Männer, die für die Jugenderziehung und den damals in Deutschland aufblühenden Rudersport gleich warm begeistert waren, setzten ihren Einfluß em, um ein Gegengewicht gegen die sitzende Lebensweise in der Schule zu schaffen und um das Erholungs- leben der Schüler mit gesundem Inhalt auszusullen. So kam es am 28. Mai 1880 zur Gründung des Primaner-Ruderklubs Rendsburg, der als ältester Schülerruderverein Deutschlands heute noch besteht. Am 1. Juli desselben Jahres gründete Dr. Lampe den Schülerruderverein „Olivia" zu Ohlau an der Oder und gab wirksame Anregung zu weiteren Gründungen, so des „Triton" und „Wiking zu Frankfurt a. d. O. Im Westen hat 1883 der Gymna- sial-Turn-Ruderverein in Neuwied durch glückliche Verbindung verschiedener Kräfte dem Schülerrudern eine Heimstätte bereitet.
In H e s f e n hat das Schülerrudern nur ganz allmählich Boden gewonnen. Da hier nicht größere Mittel wie in Preußen zur Verfügung standen, haben sich die Schüler in besonderen Abteilungen den bestehenden Herrenrudervereinen angescklossen. In Worms rudern Schüler seit 1895, in Offenbach wird das Schülerrudern seit 1897 bei der „OR. Undine" gepflegt. Von anderen hessischen Städten sind Gießen und Mainz zu nennen. Allerdings wurde noch 1918 aus letzterer Stadt berichtet, daß die Zahl der rudernden Schüler eine ganz geringfügige sei. da merkwürdigerweise die Schulen sehr wenig Entgegenkommen zeigen, den Schülern das Rudern zu gestatten. In erfreulichem Gegensatz hierzu steht die Tatsache, daß in das Deutsche Lesebuch für die höheren Schulen Hessens (BD. IV, S. 272) ein Aufsatz „Vom Wert des Schülerruderns" ausgenommen wurde.
Erfreulich ist in Gießen, daß die Leiter der höheren Lehranstalten dem Rudern der Schüler und Schülerinnen großes Verständnis entgegenbringen.
Gelegenheit zum Schülerrudern bieten die piefigen Rudervereine
teils in selbständigen Schüler- und Jugendabteilungen, teils im Rahmen des allgemeinen Buderbetriebes.
26. Ruderregatta in Gießen.
Der Lahnregatta-Verband feiert in diesem Iahre das Iubiläum seines 25jährigen Bestehens. Die 26. Lahn-Begatta, die am Samstag, 11., und Sonntag, 12. Iuli, von der Gießener Rudergesellschaft ausgerichtet wirb, ist also zugleich die Jubiläumsregatta des Verbandes. Das Meldeergebnis ist in Anbetracht der wirtschaftlichen Verhältnisse, unter denen auch die Budervereine schwer zu Leiben haben., als sehr gut zu bezeich-
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offen. Im vergangenen Jahre tonnte Rodhelm den Sieg an sich bringen.
Schiedsrichter-Bereinigung Gießen-Butzbach.
Steinberg l — Schiedsrichterdereinigung I 3:1. Garbenteich I — Schiedsrichtervereinigung ll 11:2.
Am Sonntag trat die Schiedsrichfervereinigung Gießen-Duhbach zur ersten Make mit zwei Mannschaften an die Öffentlichkeit, um zu beweisen, baß die Schiedsrichter in der Praxis ebenso zuhause sind wie in der Theorie.
Die I. Mannschaft spielte gegen Steinberg l und verlor 3» 1, nachdem bis fünf Minuten vor Schluß das Spiel noch 1:1 gestanden hatte. Etwa 500 Zuschauer waren anwesend.
Während sich die l. Mannschaft größtenteils aus noch aktiv spielenden Schiedsrichtern zusammensetzte und somit über eine größere Spielerfahrung verfügte, spielten in der zum ersten Male ausgestellten ll. Mannschaft meist ältere Schiedsrichter mit. Statt der alten Herren Gar- benfeichs trat deren erste Mannschaft als Gegner auf den Plan. Die Schiedsrichter verloren 11:2.
Cilly Aussen, Weltmeisterin.
Zum ersten Male in der Geschichteter inoffiziellen Tennis-Weltmeisterschaften in Wimbledon wurde am Freitag das Finale im Damen- Einzel von zwei Deutschen ausgetragen, und zwar von den Rheinländerinnen Cilly Äußern und Hilde Krahwinkel. „Cilly" fand in Frl. Krahwinkel, die noch von dem Spiele am Vortage gegen Helen Iakobs stark mitgenommen war, feine allzustarke Gegnerin und siegte mit 6:2, 7:5. Im Finale des Herren-Einzels kam Sidney Wood kampflos zum Meistertitel, da sein Schluhrun- dengegner Frank Shields sich am Vortage gegen Iean Dorotra eine Fußverlehung zugezogen hatte, die noch nicht ausgeheilt war.
Es hat lange Zeit gedauert, bis bei uns die lieber» zeugung durchdrang, daß der Körper neben dem Geist ein Anrecht auf Pflege und Ausbildung habe. Erst in dem letzten Viertel des vorigen Iayrhun- derts ist die Notwendigkeit, die Jugend zu stärkerer körperlicher Betätigung in der freien Natur anzuregen deutlich erkannt worden. Diese Erkenntnis hat zur Gründung von zahlreichen Vereinigungen ge- führt, die durch Pflege von Leibesübungen den Körper zum starken Träger einer gefunden Seele gestalten wollen.
Von großer Bedeutung war die Hereinziehung des Ruderns in den Kreis dieser Bestrebungen. Gehört es doch bei vernünftiger Ausführung zu den gesündesten aller Leibesübungen.
Ls gibt kaum einen Sport, der den Körper fo durchbildet wie das Rudern.
Mit dem Vorgang eines einzigen Schlages vollzieht sich eine ganze Uebungsgruppe: Beim Ausholen geht der Körper in eine tiefe Kniebeuge mit Rumpfvorbeugen, beim Ziehen werden die Schenkel und der Rumpf gestreckt, die Arme werden gebeugt. Diese regelmäßig fortgesetzten Hebungen versetzen die gesamte Muskulatur des Körpers in Tätigkeit. Daneben wird die Atmung günstig beeinflußt, die Lungen werden geweitet, das Herz gestärkt. Ein besonderer Vorzug besteht ferner darin, daß sich das Rudern in reiner, frischer Luft abspielt und leichte, und luftige Kleidung erfordert, so daß Sonne und Luft das „Wasserturnen" zu einem erstklassigen Lust- unb Sonnenbad machen. Endlich ist daran zu erinnern, daß durch den beständigen Landschaftswechsel Herz und Auge erfreut wird. Neben all diesen Wirkungen sind mit dem Rudern eine ganze Reihe erziehlicher Umstände verknüpft: Der Wille wird gefestigt, der Mut gestählt, kühne Beherztheit und rasche Entschlossenheit werden neben ruhigem Erwägen und besonnener Vorsicht gefordert, ohne Pünktlichkeit, unbedingte Unterordnung und bereitwillige Kameradschaft kann an einen Erfolg des Ganzen nicht gedacht werden. Zuletzt wird die Erhaltung des Rudermaterials zu mancherlei praktischen Arbeiten Anregung geben.
Man sieht, daß sich das Rudern seinem Wesen nach an den reiferen Jüngling wendet, deshalb blieb es lange auf die älteren und kräftigeren Schüler der höheren Schulen beschränkt. Erst während des Krieges, der uns eine fortschreitende Entwicklung und planmäßige Ausbildung der Jugendruderer überhaupt geteacht hat, hat man in Berlin Ruderübungen für Gemeinde- und Fortbildungsschüler eingeführt.
Der Gedanke, Schüler rudern zu taffen, tauchte zuerst im Jahre 1880 auf.
Oie Narrenkappe.
Splitter und Sparren vom RedakttonSttsch.
Neues von Dernard Shaw.
Die Vereinsmeierei, nicht etwa in Deutschland, ondern in England, geht so weit, daß man kürzlich mit dem üblichen Tamtam eine S h a to - Gesellschaft zu gründen für unerläßlich Hielt. Die Gesellschaft machte dann ihrem Titelhelden: in einem großen Schreiben die üblich pompöse Verbeugung, worauf der böse Dichter antwortete: „Der Teufel hole eure Shaw-Gesellschaft! Mein Leben ist auch so schon schwer genug für mich!"
Das GastmahL
Bei dem Berliner Bankier Fürstenberg ist eines jener feierlichen Verpflichtungsesien, an denen niemand, .weder Gast noch ■ Gastgeber, Freude hat. So sehr früh tritt einer der Eingeladenen zu Fürstenberg: „Sie wissen doch, meine Frau ist krank — ich bin etwas unruhig und möchte mich Deshalb schon jetzt verabschieden." Fürstenberg blickt ihm tief in die Pupille, schüttelt ihm die Hand und seufzt: „Was nützt mit einer!"
Poetische Mahnung.
Der bekannte Wiener Konzertagent Hugo K n e p l e r hatte RichardStrauh eine Din- genten-Tournee nach Spanien vermittelt und dafür eine Provision zu fordern, die etwa 1000 Peseten ausmachte. Strauß, der lange von Wien abwesend war, schien aber die Bezahlung vergessen zu haben, und als er wieder einmal in Wien war, schrieb ihm daher der Manager den folgenden Brief: „Verehrter Herr Doktor! Sie scheinen übersehen zu haben, mir meine Provision für die spanische Tournee zu überweisen. Ich befinde mich daher in „Allerseelen"-Stimmung und habe eine Bitte. Wenn Sie gelegentlich bei mir vvrüberkommen: stell auf den Tisch die duftenden Peseten!" Einer so poetischen Mahnung konnte Strauß natürlich nicht widerstehen, sondern kam am nächsten Tage und bezahlte lachend seine Schuld.
Die Festrede.
Es war auf dem Bankett, das man zu Ehren des fünfundzwanzigjährigen Direktorenjubiläums des Berliner Theaterdirektors Victor B a r no w - sky gab. Reden über Reden werden gehalten — endlich steht am Ende Der Tafel ein alter Bühnenarbeiter auf und klopft ans Glas, Damowskh gebietet Schweigen, und der Wackere sagt: „Hier fehlen Kartoffeln!" Lind setzte sich.
Die Operette.
Kommt begeistert ein junger Musiker zu Franz Lehär Kann sein Glück noch gar nicht fassen.
Meister Meister, ich habe Gelegenheit eine große Operette'zu schreiben!!!" — „Sehen Sie sich nur vor, junger Freund, Gelegenheit macht I Dieb e!"
Jugend; 10.30: Kindergottesdienst. — Meseck. 9.30; 10.45: Christenlehre. — Kirchberg. 11: Christenlehre für die konfirmierte weibliche Jugend; 13.30: Mainzer. — Alten-Vuseck. 10: Gottesdienst: 13: Fristen» lehre; 14.30: Kleinkinderschulfest. — Hausen-Garben- leid). 12.30: Hausen: 14: Garbenteich. — Daßen- born-Steinberg. 10.30: Hauptgottesdienst — Lich. 915: Beichte: 9.30: Stiftsdechant Kahn: hl. Abendmahl: 12.45: Kindergottesdienst; Stiftsdechant Kahn. — 7lieber-23effingen. 10.45: Pfarrer Strack.
katholische Gemeinden.
Samstag, den 4. Juli.
Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Deichte.
Sonntag, den 5. Juli. 6. Sonntag nach Pfingsten.
Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe, Kommunion der Männer; 3: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt: 14: Christenlehre und Andacht. — Grünberg. 9.45: Messe mit Predigt. -- Hungen. 17.30: Vortrag und Andacht. — Laubach. 10: Hochamt mit Predigt; 14.30: Christenlehre und Andacht. — Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt; 20: Vortrag und Andacht. — Nidda. 8.30: Hochamt nut Predigt. — Schotten. 10.30: Hochamt mit Predigt.
Mittwoch, den 8. Juli.
Hungen. 6.15 Uhr: Messe.
Donnerstag, den 9. Juli.
Gießen. 17.30 Uhr: Beichte. ____,
Lonntansdicns'd.N^
Dr. Ploch. Dr. ^reyerhost Hirschapoibek^ Zahnarzt: Dr. Buchinger. v
Schwarz 4 Steine: Ka6; La7; Bb6, e4.
Lösung des Problems Nr. 292. Don Prof. I. N. Neukomm.
1. Td6-a6! (Dies stellt Schwarz auf Zugzwang). 1 .. , b7-b6 oder x ab. 2. Ka7xb6 oder X ab, Kgbxfb. 3. Dd3-d6 matt. TZ
1. .... b7-b5. 2. Tab-a5I, b5-b4 oder Kgbxfb.
Dd3xf5 oder Ddb matt.


