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WiingsOchose im sranzöflschen Senat

Frankreich fühlt sich -urch das Panzerschiff »Oeuffchland" bedroht.

Pari», 2.Juli. (TU.) Der französische Senat begann am Donnerstag die Beratung des Gesetzes- Vorschlages über das Flottenbauprogramm für 19 3 1/32 und zwar derjenigen (Einheiten, die im Programm für 1931 vorgesehen waren, je- doch nicht zur Durchführung kamen. Die Kammer, die sich bereits mit diesem Gesetzesoorschlag beschäf- tigt hatte, der eine Kiellegung von 38 000 Tonnen insbesondere diejenige eines 25 000-Tannen-Kreuzers vorsah, hat bekanntlich nur Kredite für 16 000 Ton­nen verabschiedet und den «au des Panzerkreuzers für fpäter zuruckgestellt. Der General» berichlerstatter des Marineausschusses des Senats wies einleitend noch einmal darauf hin, daß das Flottenbauprogramm für 1931 einen Panzerkreu­zer, zwei Kreuzer zweiter Klaffe, einen Aviso und einen Kreuzer für die Kolonien mit vier Begleit­schiffen vorsah. Es sei wohl gut, den Frieden ju suchen. Die» sei aber kein Grund, einem Deutsch- land gegenüber abzurüsten, das eine Flotte von Panzerkreuzern von ganz besonderem Wert baue und einem Italien gegenüber, das im Jahre 193t) 60 000 Tonnen vom Stapel gelassen habe und schließlich gegenüber England, das die Herrschaft auf dem Meere beibehalte.

Der BeridjterftaUer de» TNarincaUsschusse» ver­trat die Ansicht, dah Frankreich auf der sofortigen Kiellegung der Im vorliegenden Bauprogramm vorgesehenen Schisse bestehen müsie, wenigsten» solange, wie Deutschland sein Panzerschissbau- gramm nicht aus dem Altar de» Jdeben» geopfert habe.

Frankreich habe genug Opfer gebracht und nicht nötig, noch weitere zu bringen. Auch d e r M a * rineminister pflichtete der Ansicht bei, dah man die Ausführung des Bauprogramms be­schleunigen müsse, weil daS ßanb, es nicht ver­stehen werde, dah man die französische Seever­

teilung angesichts der neuen deutschen Flotten­bauten nicht sichere. Der Marineminister bezich­tigte sodann Deutschland der 11 cVertretung deS Versailler Vertrages und erflärtc, dah die Reich-- regierung an dem Haushaltsplan von 1931 einen Anhang gebracht habe, der Ersahbauten für acht Kreuzer, 25 Torpedoboote und 25 Torpedoboots- zerstvrer vorsehe. Es handelt sich hierbei um die Flotte des Versailler Vertrages mit einer 25prozentigcn Erhöhung. SS sei not­wendig, diesen Punkt einmal ausführlich zur De­batte zu ftelten, um zu sehen, wie Deutschland den Versailler Vertrag entstellt habe. Frank­reich brauche sofort ein Schiff, um der .Deutschland" entgrgenzutreten und ein andere-, um einer zweiten .Deutschland" entgegenzutreten. Vur das Aus tauchen der »Deutschland" nötige Frankreich zum Dau eines Panzerschiffe-.

Der deutsche Panzerkreuzer gebe der deutschen Flotte die Möglichkeit, den Atlantik ju beherr- schen und Frankreich die Versorgung mit Petro­leum sowie seine Verbindung nach Dakar abzuschneiden.

Der Dau der beiden anderen Kreuzer sei not- wendig gewesen, um der .Leipzig" einen Gegen­wert gegenüberzustellen, die im Dezember in Dienst trete. Unter den Rednern, die besonders scharf gegen die deutschen Flottenbauten zu Felde zogen, branden sich die Senatoren L 6 merh und Rio. Auch Senator Ehsron konnte sich nicht enthalten, die Demerkung zu machen, dah der DurchschnittSfranzose cs nicht verstehe, dah Deutschland dauernd sein Elend In alle Welt hin­ausschreie und doch Geld finde, eine solche Ma­rine aufzubauen. Senator Hennessy bemerkte da­zu. Deutschland baue eine Angriffs­zwecken dienende Flotte, während es 1914 nur eine Defensivflotte besessen habe.

Aus oller Welt.

Die Hinrichtung Kürten».

Nachdem das Gnadengesuch des Düsseldorfer Massenmörders Peter Kurten vom preußischen Staatsministerium abgclehnt worden war, wurde die unverzügliche Hinrichtung de» neunmal zum Tode Verurteilten angeordnet. Da in dem Gefäng­nis in Düsseldorf-Deerendorf, in dem Kürten bisher inhaftiert gewesen war, kein Hof vorhanden ist, der nicht von außen eingesehen werden kann, wurde der zum Tode Verurteilte Mittwoch um 15 Uhr nach dem Kölner Gefängnis am Klin­ge l p ü tz übergeführt, wo Oberstaatsanwalt Dr. Eich ihm eröffnete, daß die Strafe am folgenden Morgen vollstreckt werden würde. Auf die Frage des Oberstaatsanwalts nach etwaigen Wünschen bat Kürten, dah sein Beichtvater in Düsseldorf, der Franziskaner-Pater Albrecht, zu ihm kommen möge. Dieser Wunsch wurde sofort erfüllt. Puter Albrecht sowie Pfarrer Faßbender und Kaplan Wei mann verbrachten die Rächt mit Kürten, der an die Angehörigen aller seiner Opfer Briefe schrieb, in denen er die tiefste Reue über seine Ta­ten zum Ausdruck brachte und um Vergebung bat. Freitagsrüh 6 Uhr fand durch den Scharfrichter Gödecke (Magdeburg) die Hinrichtung statt in Ge­genwart deS Präsidenten des Strafvvllzugsamtes Lembke, des Oberstaatsanwalts Dr. Dich, des Mi­nisterialrats Dr. Weddingen (Berlin), der Mit­glieder der Deschlußstrafkammer Düsseldorf und des Strafsenats deS Ob:rlandeSgerich'.es sowie von zwöls unbescholtenen Bürgern der Stadt Köln.

Frecher Cohngelbraub.

Aus der Grube Konkordia bei Brügaen an der Erst wurde ein Kassenbote, der vom Magazin zur Grube gehen wollte, und eine Tasche mit 2500 Mk. Lohngeldern bei sich führte, von zwei maskierten Männern angehalten, die ihn unter Bedrohung mit Parabellum-Pistolen die Aktentasche entrissen. Dar­auf flüchteten die beiden Räuber in den nahegelege­nen Wald, wo sie zwei Fahrräder stehen hatten, auf denen sie die Flucht ergriffen.

Jnsektenfchwärme überfallen ein Sportstadion.

DaS E'.evelander Stadion, in dem der Welt­meisterschaftsborkampf zwischen Schmeling und Stribling ftattfinbet, wurde von Riesenschwärmen groh- geflügelter Insekten, di« im Volk-- munde ..Kanadische Soldaten" genannt werden und in den Sommermonaten häufig an den Ufern des Eriesees anzutreffen sind, überfallen und vollkommen zugedeckt. 3n wenigen Minuten war der Boxring fingerbreit hoch mit loten Insekten bedeckt. Arbeiter, die in dem Augenblick mit der Prüfung der Beleuchtungs­anlage beschäftigt waren, konnten sich nur mit MüA in Sicherheit bringen. Die Veranstalter des Borkamps cs haben barcuftin bereit- starke Ventilatoren bestellt, um unangenehmen Ueber- raschungen am Kampfabend vorzubeugen.

Das Burgenland ehrt Joseph Joachim.

AuS Anlaß des 100. Geburtstage- des berühm­ten Geigenvirtuosen Joseph Joachim, der als Di­rektor der Staatlichen Hochschule für Musik in Berlin gewirkt hat, wurde an dessen Geburtshause in Kittsee im Burgen!ande eine Gedenktafel feier­lich enthüllt, die von der Landesregierung des Burgenlandes und den heimischen Vereinen ge­stiftet worden war. Bei der Enthüllung, die der Landeshauptmann Leser vornahm, sprach alsDer- treter der Hochschule für Musik in Berlin Richard Rösler, ein Schüler des Meisters. *

Aus der Provinzialhauptstadt.

Gießen, den 3.Juli 1931.

Singender Bahndamm.

Ich liege im Gras irgendwo draußen vor der Stadt, wo nichts mehr zu hören ist vom Geschrei der grauen Straßen, nichts mehr zu sehen ist von der jagenden Eile der Vielen.

Ich bin ziellos hinausgegangen in den Sommer, ich bin zwischen blickweiten Feldern auf schmalen und sandigen Wegen gewandert, ich habe kleine versteckte Häuser und buntblumige Gärten passiert und mich nun endlich, ausgedörrt von sengender Sonne, müde vom langen Weg durch das Land, inS Gras gelegt. Gras eines Bahndamms ...

Ueber mir glitzert ein endlos blauender, ganz klarer und weiter Himmel, und ich bin still und bewege mich nicht, um aufzugehen in dieser Weite, in dieser durchsichtigen Bläue, in der hoch oben eine unsichtbare Lerche hängt unb ihr silbernes Dingen verschwendet in den Sommertag. der sich wie eine schimmernd« Glocke über dem glühenden Flirren der Aecker wölbt.

ES ist etwas Seltsames an einem Bahndamm zu liegen und sich durch ihn verbunden wissen miit der ganzen Welt. Wie ein langer Arm dieser großen, bewegten, abenteuerlichen Erde greift der Damm hinein in meine ländliche Abgeschieden­heit, und ich sehe dem glitzernden Doppelband der Schienen nach, meine Augen kaufen wie hastige Züge auf ihnen bi- zum Horizont, in dem alles zitternd verschwimmt. Meine Gedanken aber reifen weiter auf dem stählernen Strang, durch Städte und Dörfer, über Brücken und Weichen, vorbei an Seen, Wäldern und winzigen 03todbäufern, an endlosen Kornfeldern und win­kenden Menschen am 'Weg.

Dicht neben mir strebt ein Telegraphenmast empor zu den leise schwingenden Drähten in seiner Spitze. Drähte, durch die stumme Worte, Rachrichten. Bitten, Befehle und glückliche Grüße mit Gedankenschnelle laufen, Drähte, auf denen der Sommerwind sein zärtliches Lied harft und die ihr Klingen hineinschicken in das rissige Holz der Masten, daß sie zitternd summen in einem geheimnisvollen Ton ...

Haben wir nicht alle als Kinder da- Ohr an den grauen Stamm gelegt und mit angehaltenem

Atem gelauscht? Wir dachten, eS feien bic eiligen Botschaften selbst, die wir hörten und hofften, wir könnten die Worte verstehen, die dort oben durch den Draht huschten in ungewisse, unbekannte Femen ...

Aber die Drähte verraten nicht-. Schwalben Oeratmen auf ihnen vom sausenden Flug und zwitschern das Lied des Bahndamms Und im Gras, das sich hinaus bis zu den rötlichen Steinen des Schotter- zieht, zirpen die Grillen. Tausende von Grillen zwischen Pusteblumen und den weißen Dolden der Schafgarbe zirpen neben mir und längs des Schienenbandes.

Der Bahndamm singt, ist wie ein atmendes, lebendes Wesen, das eine nimmermüde Stimme hat, die auch nachts nicht zum Schweigen kommt, eine Stimme, die das Lied der Fernsehnsucht singt, Lied von Grillen, Lied der zwitschernden Schwalben, Lied der summenden Drahte des Bahndamm-, der wie ein ewiger Wanderer hin- ausläuft über das Land... v. M.

Bornottzcn.

Tage-kalendersürFreitag: BDI. Stamm Langemarck: Walter Flex-Abend, Aussüh- rung.Die Bauernführer", 20.15 Uhr Lass Leib. VHE. Monatsversammlung bei Hopfeld. Lichtspielhaus Bahnhofstraße: .Der Tanzhufar".

D. D. A. und Ostbund Laden auf mor­gen, Samstag, 19.30 Uhr in- (Safe Leib zu einem Deutschen Abend ein. In der diesjährige QBerbe» und Summe.woche des D. D. A. sollen, wie man uns schreibt, die D'.icke durch diese Veranstaltung nach Osten gelenkt werden. Pfarrer Pelz (Kassel) wird für den Ostbund, Studienrat Dr. König (Gießen) für den D. D. A. sprechen. Die Iungschar des Deutschen OstbundeS auS Frankfurt a. M. wird mit Iugendgruppen Gie­ßens außer einem Dühnenspiel eine Fülle wert­voller Gaben bieten. Alle Freunde der volks­deutschen Sache sind eingeladen.

Gehaltskürzung auch bet den kirchlichen Beamten in Hessen. Die hessische evangelische Kirchenregierung und der Finanzausschuß der Landeskirche Haden über die Anwendung der Rotverordnung bei kirchlichen Beamten Beschluß gefaßt. Bei der seit Jahren bestehenden besonderen Belastung der Geistlichen und der außerordentlichen Kürzung der Gehälter der kirchlichen Beamten sind sie nur mit größten Bedenken der Rotverordnung gefolgt. Sie haben aber geglaubt, bei der in Reich. Land und Ge­meinden herrschenden Rot dennoch auch die neuen Kürzungen im Bereich der Landeskirche anwen­den zu müssen. Auch die Bezüge der Bediensteten der Kirchcngemeinden sind entsprechend zu kürzen.

Preußisch-Süddeutsche Klassen- I o 11 e r i e. Die Erneuerung der Lose zur 4. Kl. muh spätestens bis zum 6. Juli. 18 Uhr, bei Ver­lust des Anrechts in der zuständigen Lotterie- Einnahme geschehen.

Rachschicken von Postsendungen. Zu Anträgen aus Rachsendung von Postsendungen sind möglichst die amtlichen "Vordrucke zu be­nutzen, die an den Postschaltem und von den Postzustellern zur Abgabe bereitgehalten werden. Die Verwendung dieser amtlichen Vordrucke ge­währleistet die pünktliche Rachsendung der Post und ist daher zum Vorteil der Empfänger.

Zusainmenrechnung des Einkom­mens von Ehegatten. In den von Steuer­syndikus Herrn. Will zu Gießen heruuSaegebe- nenAktuellen Steuers ragen" (Rundschreiben Rr. 13) lesen wir: Das Einkommen von Ehe­gatten wird grundsätzlich zusammengerechnet. Ausnahmen von dieser Regel: Einkommen der Ehefrau aus Arbeit und sogenannter selbstän­diger Berufstätigkeit werden mit dem des Ehe­manns nicht zusammengerechnet. Dabei ist zu­nächst auf'eins hinzuweisen: Der Laie saßt den Begriff einer selbständigen Berufstätigkeit viel weiter, als das Steuerrecht es teilt; so versteht ber Laie unterselbständiger Berufstätigkeit" auch die Ausübung eines Gewerbebetriebes durch die Ehefrau, während das Steuerrecht nur die Tätigkeit der Ehefrau a'ls Ar^t. Anwalt, Heb­amme u. dgl. versteht. Streitig ift nur die Grenze zwischen Gewerbebetrieb und selbständiger Berufstätigkeit; diese wird neuerdings beleuchtet durch ein Urteil des Reichsfinanzhofs vom 4. 2 1931 (veröffentlicht Aprilheft St. u. W. Rr. 280). Hier hat der Reichsfinanzhof eine Räherin. die ohne Hilfspersonal arbeitete, nicht als selbstän­dig tätig, sondern als eineGewerbetreibende" bezeichnet und danach Zusammenrechnung des Einkommens der Ehegatten gebilligt.

** Volkstümliche Rheinfahrt. Die Ha- pagvertretung in Gießen veranstaltet, wie man uns mitteift, am Samstag, 26. Juli, eine volkstümliche Rheinfahrt. Die Sonderfahrt geht von Gießen nach Mainz-Kaftel, von dort gebt die Reife mit einem Sondersalsndampfer nach Rüdesheim und Aßmanns- housen weiter. Hier ist ein Aufenthalt von je 2% Stunden zum Besuche des Riederwald-Denkmals und der Bauernschänken in Aßmonndhausen vor­gesehen. Rheinisches Leben und rheinische Fröhlich­keit wird man hier kennenlernen. Don Aßmanns- Hausen fährt der Dampfer nach Koblenz, Besichti­gung des Deutschen Ecks usw. Heimfahrt durch dos Lahntal nach Gießen. Ankunft hier kurz noch 22 Uhr.

Für Musik, Tanz und Unterhaltung an Bord de» Dampfer» ist Sorge getragen. Da eine weitere Fahrt an den Rhein in Diesem Sabre nicht vorgesehen Ist, dürfte sicherlich große Nachfrage vorliegen, weshalb baldige Anmeldung zu empfehlen ist. Nähere» Ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich.

ee DerkehrSunsälle. Gestern nachmittag ereigneten sich in der Ludwigstraße «wischen der Dabnüberführung und der L.ebigstraße zwei Ver­kehrsunfälle. AIS ter Bureau angestellte Karl Reinhard von hier auf seinem Fahrrad non der Liebigstraße her in Richtung Ludwigstraße den Berg herabfuhr, lief dem Radler ein Hund in daS Fahrrad. Der Radler stürzte mfolgcbeffcn und mußte mit einer Gehirnerschütterung, Ver­letzungen am re ch cn Auge und Hau'abschürt unDen von der Freiwilligen SanitätSkolonne vom Roten Kreuz der Ehirurgischen Klinik angeführt werden. Gegen 15 Uhr ereignete sich an der gleichen Stelle ein Zusammenstoß zwischen einem Lieser- krastwagen einer auswärtigen Mineralwa'sersirma und einem Personenauto. Der Personenwagen fuhr nach dem Zusammenprall gegen einen Baum und wurde schwer beschädigt. Am Lieferauto ttnrrbe lediglich der Kotflügel verbogen. Der Lenker des Personenkraftwagens erlitt leich ere Verletzungen am Kopf und an den Händen; eine Dame, die im Fond deS Wagens sah, erlitt anscheinend einen Rerven schock.

> Die Arbeitsgemeinschaft ober- hessischer Obftbaumtoärter hielt in Musch enheim bei Gastwirt Roth eine gut besuchte Tagung ab. Der Sitzung ging ein Rundgang unter Führung des Obstbau- Inspektor- Enkler. Dießen, voraus, der den in dortiger Gemarkung durchgeführien Spritz- Versuchen aegen die Schildläuse an Pflaumen,- und Zwetschenbäumen galt. Die Untersuchung er­gab, daß von den vier verschiedenen Versuchen nur ObftbaumlarboCineum hundertprozentig ge­wirkt hatte. 3m Anschluß an den Rundgang sprach Obstbau-Inspektor Sn kl er über Spritz- vcrsuche und ihre Erfolge. Dabei wurden man­nigfache Anfragen der Teilnehmer fachmännisch beantwortet. Die weiteren Ausführungen des Redners gälten der Obstverladekontrolle, die in diesem Jahre erstmalig in Hellen geplant ist. Reicher Beifall belohnte die lehrreichen Aus­führungen des Dorttagenden.

Die Wetterlage.

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Wettervoraussage.

Während im nördlichen Deutschland die Süd­seite der Rordmeerstörung wolkiges Wetter und vereinzelt etwas Regen verursacht hat, ist unser Gebiet bis jetzt noch unberührt geblieben. Da aber die Zufuhr ozeanischer Warmluft noch kei­neswegs beendet ist, so besteht auch bei unS, be­günstigt durch weitere Erhitzung, die Möglichkeit zu Störungsbildungen.

Aussichten für Samstag: Schwüles, zeitweise wolkiges Wetter mit einzelnen Gewitter­störungen oder Riederschlägen.

Aussichten für Sonntag; Etwa- kühler, bewölkt mit Aufheiterung.

Lufttemperaturen am 2. Juli mittag» 26,7 Grad Celsius, abends 20,0 Grad; am 3. Juli morgen» 19,2 Grad. Maximum 28,6 Grad, Minimum 11,8 Grad Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 2. Juli abends 26,4 Grad; am 3. Juli morgens 20,8 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 9% Stunden.

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