Nr. 255 viertes Blatt
Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen)
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Sreitag, 5’. ®Wer 1033
Wirtschaft.
• Rhein.-Wests. Kohlensyndikat. Dem Bericht des Rheinisch-Westfälischen Kohlensyndikats über das Geschäftsjahr 1929.33 entnehmen wir folgende Angaben: Die deutsche Steinkohlengewinnung hat im vergangenen Jahre ihren höchsten Stand erreicht. Die Förderung betrug 163,44 Mill. Tonnen, das sind 12,56 Millionen Tonnen oder 8,33 Proz. mehr als im Jahre 1928. Die Förderung des Ruhrreviers stellte sich auf 123,58 Mill. Tonnen. Die Steigerung gegenüber dem Vorjahre betrug 9,01, das sind 7,87 Proz. mehr als im Vorjahre. Der Stemkohlenverbrauch Deutschlands stieg im verflossenen Jahre auf 128,54 Mill. Tonnen, das sind 6,81 oder 5,59 Prozent mehr als im Jahre 1928. Der arbeits- tägliche Versand des Syndikats betrug im Durchschnitt des Berichtsjahres 259 810 gegen 242 871 Tonnen im Vorjahre, das ist eine Steigerung um 6 97 Proz. Die höchste arbeitstägliche Versandzifser wies der Rovember 1929 mit 285 785 Tonnen auf. Von da ab setzte ein immer stärker werdender Rückgang ein, so bah die Märzzifser mit 206 882 Tonnen einen Tiefstand darstetlt, der selbst im Krifenjahr 1925'26 nicht unterschritten worden ist. Die Ausfuhr des Syndikats ist im Berichtsjahre wieder auf 35 561 848 Tonnen gestiegen.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 31. Oft. Tendenz: schwächer. — An der heutigen Börse trat ein erneuter Kursrückgang ein, da von verschiedenen Seiten in verstärktem Umfange Material an den Markt gegeben worden sein soll. Mitbestimmend für die nachteilige Tendenzgestaltung dürste in erster Linie ein Sensotionsbcricht der Metallindustrie gewesen sein, in dem besonders das Nachlassen des Auftragseingangs betont wurde. Aber auch die wieder schwächere gestrige Neuyorker Börse und der weiter geringer werdende Ordereingang führten zu Depressionen. Das Geschäft war gering. Die Kulisse schritt in größerem Umfange zu Blankoabgaben, und besonders der Elektromarkt hatte unter der ungünstigen Beurteilung der Lage zu leiden. So er* öffneten AEG. 5,25 u. 5). schwächer, Siemens verloren 4 o. $)., Schuckert und Gesfürel je 3,25 o. $)., Licht und Kraft 2,25 v. H. Am Chemiemarkt eröffneten J.-G.-Farben 1,75 v. S). Deutsche Erdöl 1,5 v. S). niedriger. Im übrigen lagen die Kurse nicht bedeutend abgeschwächt, ohne daß das Geschäft reger geworden wäre. Dem Markte fehlten vor allem Anregungen. Die Wiederaufnahme der Arbeit in der Metallindustrie wirkte wohl beruhigend, konnte der Börse aber keine Stütze bieten. Bauunternehmungen waren knapp gehalten. 3n Zellstoff Waldhof hatte das Angebot nachgelassen, und der Kurs wurde nur geringfügig niedriger festgesetzt. Montanwerke gaben bis zu 1,5 v. H. nach. Bon Kalipapieren verloren Salzdetfurth 2,5 v H. Etwas stärker gedrückt waren noch Banken, von denen Commerzbank, DD.-Bank und Dresdner Bank je 2 v. H. niedriger lagen. Einen größeren Berlust hatten noch Deutsche Linoleum, die 4,5 v. H. einbüßten. Auch der Rentenmarkt hatte nur kleinstes Geschäft. Altbesitz und Schutzgebiete waren leicht gebessert. Im Verlaufe kam erneut Material an den Markt; bei weiter schwächer werdender Tendenz gaben die Notierungen erneut um bis zu 2 v. 5). nach. Am Geldmarkt war Tagesgeld im Zusammenhang mit dem heutigen Ultimo mit 5,5 v. H. stark gesucht. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.1968, gegen Pfund 20,3890, London gegen Kabel 4,8583, gegen Paris 123,8150, gegen Mailand 92,8050, gegen Madrid 43,40, gegen Schweiz 25,0290, gegen Holland 12,0640 (schwächer).
Berliner Börse.
Berlin, 31. Oty. Obwohl für heute einige günstigere Momente, so der Abbruch des Metallarbeiterstreikes, festere Bounganleihe-Kurse im Auslande und ein optimistischer Monatsbericht der Commerzbank vorlagen, war schon der heutige Vormittagsverkehr stimmungsgemäß als eher schwächer anzusprechen. Die ersten- offiziellen Rotierungen lagen dann im Einklang mit der gestrigen schwachen .Ncuyorker Börse 1 bis 3 Prozent niedriger, zumal spekulativen Abgaben so gut wie gar keine Orders gegenuberstanden. Besonders fiel der AEG.-Markt durch schwache Haltung auf, wobei ungünstige Dividendeschähun- gen eine Rolle spielten. Hierbei war anscheinend die überraschende Meldung, daß das Elektrizitäts
werk Schlesien in diesem Iahre ohne Dividende bleiben werde, mitbestimmend. AEG. eröffneten 4,5 Prozent schwächer. Für Elektrische Schlesien kam zunächst überhaupt lerne Rokiz zustande: nach anfänglichen Minus-Minus-Zeichen wurde sie mit gestrichen Brief sestgeskellk. Aber auch Bankaktien waren aus den gestern schon angegebenen Gründen weiter gedrückt. Danatbank eröffneten 2.5 Prozent unter gestern. Sonst fielen noch Chadeaktien mit einem Berlust von 8,25 Prozent aus dem Rahmen. Deutsche Anleihen lagen kaum verändert. Ausländer waren völlig geschäftslos. Der Plandbriefmarkt war zunächst ohne Orders und daher ohne erkennbare Tendenz. Diel besprochen wurde an diesem Markte die Möglichleit, die aus Pressemeldungen hervor- gehl. daß die Hypoihelenbanlen in der nächsten Zeit überhaupt von Reuemissionen absehen könnten. Industrieablösung tendierten schwächer: Reichsschuldbuchforderungen gaben nach ziemlich widerstandsfähigem Beginn später nach. Geld war heute zunächst Weiler fester. Lagesgeld, d. h. heute auch Geld über Ultimo, 6 bis 8 Prozent; die übrigen Sätze unverändert. Rach den ersten Kursen erfuhren die meisten Papiere noch weitere ein- bis dreiprozentige Abschwächungen. Siemens verloren 4 Prozent, wobei ebenfalls herabgestimmte Dividendeerwartungen mitbestimmend gewesen sein dürften. Bankaktien gingen erneut bis 2.5 Prozent zurück. Berger wurden verspätet 4 Prozent niedriger und Bemberg minus 3,5 Prozent festgesetzt. Gegen 12.45 Uhr machte sich auf dieser ermäßigten Basis etwas Deckungsneigung geltend.
Aufgewärmler kohl.
Zur Erklärung des Wortes Kohl im Sinne von Geschwätz, Unsinn zieht die Bücherweisheit seit Herders Aeuherung: ..Man kocht einerlei Wortkohl immer wieder" das Wort eines römischen Satirikers heran, die crambe repetita, den wieder aufgewärmten und wieder aufgetragenen Kohl. Das geht durchaus auf ein Gerede über Dreitgekretenes. besonders auf regelmäßig wiederholten Lehrstoff. Aber es gibt verschiedenen Kohl. Kohl ist erstens das Gemüse, das wir so mit dem aus dem lateinischen caulis entlehnten Worte bezeichnen, namentlich in den Redensarten: seinen eigenen Kohl bauen, alten Kohl wieder aufwärmen — von abgetanen Geschichten reden; der Mittel- und Süddeutsche nennt es Kraut, wie er auch nur Sauer-, Rot- und Weißkraut kennt und ihm etwas nicht den Kohl, sondern das Kraut nicht fett macht. Mit diesem besonders den Norddeutschen geläufigen Worte Kohl hat aber nichts zu tun der Kohl, den man macht oder reißt, mit dem man «jemand verkohlt. Er ist nicht das Erzeugnis des Gärtners und des Kochs, sondern des Köhlers. Dieser stellt Kohl aus seiner Kohlstatt her unter Entwicklung von Rauch und Qualm, und dieser „blaue Dunst" hat dem Kohl die Bedeutung des nichtigen, womöglich aufschneiderischen Geschwätzes und des Unsinns und Spaßes verliehen; wer sich verkohlen läßt, läßt sich blauen Dunst vormachen. Im Erzgebirge sagt man auch Qualm oder Ruß machen leeres oder unwahres Geschwätz vorführen.
Daß man diese Herleitung heute nicht, mehr kennt, hat der Geschlechtswechsel des Wortes Kohl verursacht, von dem der Köhler seinen. Ramen hat. Als brennbar kennen wir heute nur die Holz- oder Steinkohle. Die letztgenannte beruht auf Übertragung des Wortes Kohl(e) für die längst vorhandene Holzkohle auf eine neuentdeckte Sache; sie vollzog sich zuerst 1429 im Saargebiet (steyne kolc); damals war bereits das im Mittelalter sächliche und männliche Wort kol, ahd. cholo, weiblich geworden, doch hat sich landschastlich das männliche Geschlecht noch bis ins 17. Iahrhundert und darüber hinaus erhalten, so noch 1804 in Merkers Beschreibung von Kursachsen. Der Wechsel des Geschlechts hängt damit zusammen, daß das Wort meist in der Mehrzahl gebraucht wird: aus dieser bildete man eine Einzahlform weiblichen Geschlechts, ein Borgang, der auch bei vielen anderen Wörtern zu beobachten ist, z. B. ergab die
Kunst und Wissenschaft.
Professor Emil Preetorius geht nach Berlin?
Rach der Meldung eines Berliner Blattes wir) in M ü n cy e n davon gesprochen, daß eine Berufung des bclanntcn Graphikern, B: hnen- bildners und Lehrers an der Münchener Staats- fchule für angewandte Kunst, Professor Dr. Emil Preetorius, nach Berlin beabsichtigt sei. Obwohl man den Weggang des Künstlers von München lebhaft bedauern würde, sieht man in den dortigen Fachkreisen doch ein. daß Preetorius als Lehrer an den Berliner Bereinigten Staatsschulen ein sehr ergiebiges Arbeitsfeld und überhaupt in der Reichshauptstadt bedeutende Möglichkeiten eines produitiven Schaffens finden würde. — Preetorius ist Hesse; er wurde 1833 in Mainz als Sohn des früheren Großherzoglich Hessischen Generalstaatsanwalts Dr. Preetorius geboten, studierte 1905 06 in Gießen Iura und bestand hier sein Referendar- und Doktorexamen. Später besuchte er die Kunstgewerbeschule in München. Schon während feiner Studentenzeit wurden künstlerische Arbeiten von ihm im Gießener Kunstverein ausgestellt: eine Anzahl seiner Bilder befinden sich auch in hiesigem Privat- besitz. — Eine Bestätigung der Berliner Meldung bleibt im übrigen abzuwarten.
Ueberreichung des LessingpreiseS an Friedrich Gundols.
Im Großen Saal des Hamburger Rathauses fand, wie uns gemeldet wird, die Ueberreichung des Lessingpreises an Professor Dr. Friedrich G u n d o l f statt. Zu der Feier waren neben den "Vertretern des Senats und der Behörden viele bekannte Persönlichkeiten des geistigen Lebens der Stadt, der Universität, der
Mehrzahl Haare zu der sächsischen Einzahl Haar in Obersachsen die volksmähige Einzahl die Haare (ich habe eine Haare drin gefunden); aus dem mittelhchd. zäher ergab sich durch die Mehrzahl hindurch die Zähre, aus der Einzahl der traben die Träne, aus dem Schlaf die Schläfe usw. C. M.
König Georgs Uhren.
Während Iagdabenteuer und Modelaunen des Prinzen von Wales die Oeffentlichkeit dauernd beschäftigen, während jeder kritische Gentleman in dem Prinzen sein leuchtendes Vorbild erblickt, ist über das Privatleben des englischen Königs wenig bekannt. Rur ab und zu weisen ein paar Bemerkungen auf den persönlichen Geschmack und die Neigungen des Königs hin. Da wird jetzt bekannt, daß zwölf ausgewählte Feinmechaniker beauftragt sind, die Uhren des Königs zu putzen. König Georg ist ein passionierter Uhrensammler und bewahrt die schönsten Stücke — 360 an der Zahl — im historischen Schloß von Windsor auf. Zwei dicke Folianten, die in der Hoskanzlei liegen, sind dieser Uhrensammlung gewidmet. Als wertvollstes Stück gilt ein eirundes goldenes Ührchen, mit Liebespfeilen aus Brillanten geschmückt, das Heinrich VIII. der schönen Anna Bolehn zum Angebinde gab. Rachdem Anna Boleyn trotz Diadem und Ehering auf dem Richtblock verblutet war, wurde ihr Besitz verteilt, und die Uhr kam in fremde Hände. Erst Königin Victoria hat das Kleinod dem Königshaus zurückerworben. Unter den verschnörkelten Uhren der Rokoko- und Darockperiode fällt ' groß und kunstlos eine der berühmten „Protestuhren" auf, die nächtlicherweise in den Londoner Straßen aufgestellt wurden, als das Parlament Pitts Vorschlag über die Uhrensteuer angenommen hatte. Sie versenkten ihre Uhren in Truhen und Kästen und liefen auf die Straße, um nach der Uhr zu sehen; aber sie zahlten keinen Penny Uhrensteuer. Uebrigens sind auch im Buckingham-Palast, dem Stadtschloß des Königs, über hundert seltsame Uhren aufgehängt. Darunter ein wahres Muster an Präzision. Ieden Tag punkt zwölf Uhr springt ein kleines Männchen aus dem Werk und bringt die Zeiger automatisch in ihre richtige Lage. Obschon diese Spielerei schon vor der Revolution entstand und zu Rapoleons Zeiten über den Kanal wanderte, versieht das eiserne Männlein noch heute pünktlich seinen Dienst. Diese Uhr ist das Lieblingsstück des Königs.
Buntes Allerlei.
Schule, der jBühne und des Schrifttums erschienen. Bürgermeister R o ß übergab die Urkunde mit e ner Ansprache, auf bic_ Professor Gundols mit einer kurzen Ansprache für die ihm erwiesene Ehrung dankte. Auf die persönlichen Worte des Dankes folgte ein Vortrag Gundo Iss über „Karl In mermann, eine Huldigung an einen großen Deutschen, der nicht vergessen, doch auch nicht ganz w'.rksarn geworden ist '.
Büchertisch.
— Hans Heinrich Ehrler: Die Frist. 200 Seiten 8". Leinen 4,80 Mk. München 1930. Georg Müller "Verlag. (374). — Dies ist ein Buch, in welchem ein Sterbender, dem der Arzt nur iwch ..die Frist" zweier oder dreier Monate geben kann, sein Leben schreibt, die Erlösung seines Lebens vom Tode letzthin. So erwacht dies sterbende Leben in seiner engen Liebe zu den Dingen erst zum eigentlichen Leben ... auch im Hinblick auf Heimat, 'Deutschland, auf "Vergangenheit, Glück und Schuld ... in wunderbarer Weise zu Marianne, der Gattin und Geliebten .. . und alles wiederum im Sinne der letzten milden Wissenschaft.
— 1 000 Worte Deutsch. Ein Sprachführer für Nachdenkliche von Dr. Franz Lepp- m a n n, mit Zeichnungen von S ch ä s e r - A st. Verlag Ullstein, Berlin. Preis der Kassette 5 Mk. (167; — Dieser Sprachführer ist amüsant und gründlich. Er enthält nicht nur Dinge für den unmittelbaren praktischen Gebrauch, sondern auch solche, die zur allgemeinen Bildung gehören. Er verteilt den Stoff praktisch in einer" Kässette auf einzelne Hefte. Ieoes von ihnen Dringt zunächst das Grammatische und dann eine Rubrik „Sprachwidrig-Fehlerhaftes", in der sprachlich nicht korrekte Sähe gegeben und zur Schärfung des Sprachgefühls unter genauer Begründung verbessert und richtiggestellt werden. Ferner enthält jedes Heft einen Abschnitt, in dem die vielen im Volksmunde üblichen Redensarten ihrer Bedeutung und Entstehung nach betrachtet werden. So erfährt man z. B. etwas über Wendungen, wie „Es ist die höchste Eisenbahn" oder „Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts." Einer der brennendsten Fragen, dem Fremd- wörertgebrauch, ist ein besonders ausführliches Kapitel gewidmet, ebenso dem „Schiefen Bild", den Auswüchsen der Geschäftssprache, den verschiedenen Mundarten und anderen Erscheinungen der Sprache. Ueberatl mischt sich Ernstes mit Heiterem, Nützliches mit Angenehmem, Notwendiges mit Anregendem und Interessantem. Dr. Franz Leppmann zeichnet als Verfasser des reizvollen Lehrbuchs, das sich auf die Arbeiten verdienstvoller Sprachforscher und insbesondere auf die Veröffentlichungen des „Allgemeinen Deutschen Sprachvereins" stützt, der Maler Schäfer-Ast hat einen großen Sack luftiger Zeichnungen darüber ausgeschüttet.
Letzte Nachrichten.
Doppelter Bruch des Oderdammes bei Ohlau.
Oh lau, 31.Off. (WTv. Junffprudj.) In der Nähe von Lcheidelwih ist heute nacht der Oderdamrn auf dem rechten Oberufer zweimal gebrochen, und zwar einmal in der Nähe der Försterei Lcheidetwitz 15 Kilometer oberhalb Ohlau und zum anderen etwa einen Kilometer weiter stromabwärts, und zwar in einer Breite von etwa 80 Meter. Die Massermasfen ergießen sich in die anliegenden Forsten. Scheidelwitz steht vollständig unter Wasser und ist von jedem verkehr abgeschnitten. Auch die telefonischen Verbindungen sind unterbrochen.
Schweres Einsturzunglück in Villach.
Klage nfurth, 31. Oft. (WTV. Drahtmeldung.) In Villach ist heute der Neubau der Polizeikommission eingestürzt, wobei 3 0 bis 4 0 Arbeiter unter den Trümmern begraben wurden. Bisher wurde 1 Toter festgestellt; man rechnet jedoch mit mehreren Toten. Die Polizei, Gendarmerie, Vundee-polizei und Feuerwehr sind zur Rettung erschienen.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Neichsbankdiskont 5 o. H., Lombardzinsfuß 6 o. H.
Frankfurt a. Dl.
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Frankfurt a. M
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Frankfurt a. M.
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Banknoten.
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Berlip, 30. Oktober
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Amerikanische Noten.....
Nclgijctse Noten ....... Tonische Noten .......
Englische Noten ........ Französische Noten . ......
Holländische Noten.......
Italienische Noten........
Norwegische Noten.......
Deutsch Oesterreich, 4 1OO Schilling Rumänische Noten.......
Schwedische Noten ....... Schweiler Noten........
Spanische Roten........
Dichechoslowakiiche Noten.....
Ungaüiche Noten .....
Devisenmarkt Berlin
4.187
58.25
111.88
20,34
16.43
168.48
21,88
111.83
58.93
2,47 112,33
81,16
46.61
12.395
73,20
- Jranffur
4,207
58.49
112,32
20.42
16.49
169.16
21.96
112.27
59.17
2.49 112.77
81 .48
46.79
12,455
73,50
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Datum
30 10
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31. 10
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31 10
Datum
30 10
31 10
30 10
31 10
6% Deutsche Retcheanieth« 6 cm 1927 ..........
7% Deutsche Reichsanleihe von 1929 ..........
Ttutfdic ÄnI.-Ablüs.-Schuld mit Auslol.-Rechten.......
Dedgll ohne AuSlos.-Rcchte . .
8% He«. Bolkestaal von 1929 trüchahlb. 102%)......
Oberhesscn Provinz • Anleihe mit AuSlos.-Rechten.......
Deutsche Nomen. SammelabL
Anleihe Serie 1.....
6% Rrünlf. Hyp.-Bank Goldpse XIII unkündbar bis 1934 . . .
7% firanli. Hnv -Bank Goldpsc unkündbar bis 1932 .....
<H% Rheinische Hvp.-Bank
Llau. Goldpsc.........
8% $t. LandeSptandbriesanstalt. Pfandbriefe R. >9 .....
8% Pr Landespiantbriesanstalt.
Komm.-Obl. R. 20......
7% Pr. Landec-oianvbriesanstalt, Pfandbriefe R. 23......
AL-Ä. abg. Por^negk-Obligationen. rückzahlbar 1932
4% Oestcrretchische Golbrente . . <.2O% Oesterreichische Selberrente <% Oesterreichische Einheitliche Renke...........
4% Ungarische Yoldrente ....
4% Ungarifche Staatstente v. 1910 414% öeSfll. von 1913
4% Ungarische Kronenrente . .
<% Türkische rjollanleihe von 1911
4% Türkische Bagdadbahn-Anl Serie 1.....
4% deSgl. Serie 11.......
6% Rumänische vereinh. Rente von 1903 .........
Rumänische vereinh. Rente von 1913 ..........
4% Rumänische vereinh. Rente .
87
98
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89
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98,5
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85
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97
97
94
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23,3
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97
97
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^amdurg-ülmertka Paket . . . < Hamburg-Südam. Dampfschiff. 8 Hansa Tamvsschiss.....10
Norddeutscher Llolid.....8
Allgemeine Deutsche Ereditanst. 10 Barmer Bankverein .... 10 Berliner Handelsgesellschaft . 12 Commerz und Prioat-Bank. 11 Darmstädter und Nationalbank 12 Deutsche Bank und
Dtsconlo-GeleUschaft, ... 10
Dresdner Bank......10
Relchsban!........12
AEG.. ..........
Bergmann.........9
Elektr. Lieferung^elellschaft. 10 Licht und Lrasl......io
Felten & Builleaume . . . iy. Gesellschaft für Elektrische
Unternehmungen .... 10
Hamburger ElektrizitätS-Derle 10
Rheinische Elektrizität .... 9
Schlesische Elektrizität. ... 10 Sdiudett & (lo.......ii
Siemens & Halske ..... 16 Transrabio ........ t llabmeyerLEo.........
Buderus..... .... 6
Deutsche Erdöl ....... 6
Eiiener Steinkohle ...... 8 Geilenkirchener ....... 8 Harpcner ........ 0 Hoeich Eisen. ....... 8^, Ilse Bergbau ....... IC Iklöcknerwerke . ....... 7 Köln-Rcuessen. . ...... 7 ManneLmann-Röhrea .... 7 ManSselder Bergbau . .... 7 Lberschles. Eijenbedarf .... 6 Oberschici. LokSwerke.....7
Phönix Bergbau . .... 6Y-
Rheinische Braunkohlen . . 10 Rheinstahl c
Vttebeck ...... V
77,5
-
77,4
99,25
132,5 118,25
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112
116,75 138
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—
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—
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99.25
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154,75
113.75
113.5
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122,13
139.25
117,5 125.5
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77
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99 105,25 132.75
116.5 152.25
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125,13 115,5
117,5 135,75
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69.5
80.6 73,25 39,2_5
77 67,5 175,5 80.13
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Bereinigte Stahlwerke . - -
Otavi Minen......16'/,
Kaliwerke Aschcröleben . . . lo Kaliwerke Westeregeln ... 10 Kaliwerke Salzdetfurth . . . 15
I. G. Farben Invustrte ... 12 Dtmamit Nobel ....... 6 Scheideanstalt........ 9 Goldschmidt ........& Rütgerswerke ........ 6 Metallgelellichast.......8
Philipp Holzmann......7
Zementwerk Heidelberg . . 10 Cemenlwerk Karlstadt. ... 10 Wanv & Freytag......8
Schultheis Patzenhoser ... 15 L »werke.........12
ölku...........18
Bemberg ........ 14 Rellftrff Woldbos .... 13'/, Zellstoff Aschaffenburg ... 12 Charlottenburger Wasser . . . 8 Teslauer GaS . . ..... 9
Daimler Motoren ...... 0 Deutsche Linoleum ......
Maschinenbau 21.-®. ..... 0 Rat. Automobil ...... 0 Lrenstein 8 Koppel ..... 6 Leonhard Tieg ...... 10 Svenska .......
Frankfurter Maschinen .... 4 Griyner ..... 6
Hevligenstaedt ....... 0 Funghan,.........6
Lechwerke..........8
Mainkraftwerke Höchst a.M.. .8 Miag...........10
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30 Oktober
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3,043 18,84 81.66 1,789 5,445 4,205 3,263
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0,419
59.085
12.434
7,431
73,37
3,037
18,81
81,48
1.784
5.43
4,197
3,257
20,885
169,17 1,441
58,55
112.35
112,36 112,71 10,568
21.99 20,408 4.2005 16.488
81,52 46,75 2.086 0,428
59.205 12,4*4
7,445 73,51
3,043 18,85 81,64
1.789
5,44
4,205 3,263
20,925


