Nr. 280 viertes Blatt
Samstag, 29. November 1930
Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
Wirtschaft.
Wochenbericht
vom Frankfurter Effektenmarkt.
Die Tendenz neigte auch in dieser Woche, zumeist unter dem Druck der starken Zuruckhal- hing der Spekulation und des teils in gröberem Umfange an den Markt kommenden Materials, zur Schwäche. Ferner drückten die überwiegend schwächeren Auslandbörfen und neue Bankinsolvenzen in Frankreich, aber auch in anderen Ländern, stark auf die Stimmung. Das De- schäft war zeitweise gleich Null. Das herauskommende Material konnte in der Hauptsache nur mit Kursverlusten ausgenommen wer- den. Die zwischendurch vorgenommenen Inter- ventionskäuse der Grobbanken, denen sich auch verschiedentlich die Kulisse angeschlossen hatte, konnten nie eine Besserung von längerer Dauer herbciführen. Ausschlaggebend war noch der e r - hebliche Rückgang derPounganleihe, der verschiedentlich zur Besorgnis Anlab bot. Dazu kam das Monatsende, da in Agbetracht des Liquidationstages die Händler aus Borsichtigkeits- gründen jedes verfügbare Material Herausgaben.
Besonders stark war das Angebot in erster Linie in K a l i a k t i e n. Mitbestimmend war hier rwch, und sogar ausschlaggebend, die Erzeugungseinschränkung in der Wintershallgruppe. Auch nach Berücksichtigung des Reportgeldauf- fchlages verloren Aschersleben 32 Proz., Salzdetfurth 25 Proz. und Westeregeln 33 Proz. Das Angebot hat jedoch gegen Wochenschluß nachgelassen. Die stark ermäßigten Kurse blieben dann gehalten. Gröber war das Angebot noch in I.-G.-F o r b e n, das auf eine Betriebseinschränkung Im Leunawerk, die nur vorübergehend sein soll, zurückzuführen war. Man hatte sich aber an diesem Markt bald wieder beruhigt, und der Verlust der Farbenaktie war nur ganz minimal. Da- zum Stillstand gekommene Angebot in Deutsche Linoleum hatte auch nicht lange angehalten. Es ergab sich nochmals eine Einbuße, bei Unterschreitung der Parität, von 10 Proz. Im übrigen war das Angebot nicht sehr dringend, da der Engagementsumfang doch in letzter Zeit stark zusammengeschrumpft war. Im wesentlichen hatten die Großabgoben bald ausgehört, wodurch eine merkliche Beruhigung der Stimmung zu verzeichnen war.
Die allgemeine Lage lautete, abgesehen von zu- meit erneut schwächeren Auslandbörsen und der weiteren Zunahme der Arbeitslosigkeit im Reiche, wieder günstiger, zumal die Zukunftsprognose, wenigstens von höherer Stelle, etwas zuversichtlicher hingestellt wurde. Die Kulisse hatte in Verbindung mit Bankkäufen den Mit zu Deckungen zu schreiten, so daß sich das Kursniveau bei einstellendem Stückemangel wieder etwas heben konnte. Die Stimmung war zum Wochenschluß freundlicher. Am Geldmarkt war Tagesgcld mit 5 Prozent gesuchter. Am Rentenmarkt lagen Deutsche Anleihen, sowie Ausländer meist schwächer. ,
Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt.
Die Preisschwankungen an den amerikanischen und kanadischen Getreidemärkten waren in den letzten Tagen wiederum lebhaft. So setzte am Montag eine kräftige Erholung ein, gestützt auf Käufe der Stabilisierungsgesellschaft und auf einen Bericht hin, demzufolge die Regierungen der Prärieprovinzen nun alle Hebel in Bewegung sehen, um eine umfangreiche und durchgreifende Stützungsaktion in die Wege zu leiten.
Der Frankfurter Markt wurde von den Erholungen ebenfalls leicht beeinflußt, so daß zu Beginn der Woche in Weizen das Geschäft recht lebhaft war. Der Preis konnte sich um etwa 2,50 Mark per Tonne erholen. Die Deihaltung des Vermahlungszwanges für Inlandweizen für Dezember wirkte auch etwas nach.
Am Roggenmarkt bewegte sich die Umsatztätigkeit mir in engen Grenzen, doch konnte sich zunächst, im Einklang mit der festeren Haltung des Weizenmarktes, eine kleine Erholung durchsetzen, die iedoch gegen Ende des Derichts- abschnittes wieder verloren ging, da etwas mehr Angebot auf den Markt drückte.
Mehl hatte stillen Markt, da der Konsum mit genügend Ware versehen sein soll. Die Käufe
blieben auf den dringendsten Bedarf beschränkt. Die Preise blieben gegen die Vorwoche vollkommen unverändert.
Hafer und Gerste hatten zu weiter unveränderten Preisen etwas besseres Geschäst. Besonders Industricgerste war mehr gefragt, auch für gute Brauqualitäten hielt die Nachfrage an.
Die Woche schloß zu folgenden Notierungen in Mark (für Getreide je Tonne, für die übrigen Waren je 100 Kilogramm): Weizen 265—266,50, Roggen 167,50—170, Gerste 205—210, Hafer 152,50 bis 157,50; Weizenmehl, füdd., 41,00-42,25, Weizenmehl, niederrheinifches, 41.00— 42,00, Roggenmehl 26,50—27,50, Weizenkleie 8,25—8,35, Roggenkleie 8,25. Kartoffeln per Zentner Industrie hiesiger Gegend 1,90—2,10 Mk.
Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Arn Frankfurter Schlachtviehmarkt setzten sich in dieser Woche die Preisrückgänge in verschärftem Tempo fort. Der Handel war in allen Diehgattungen ziemlich schleppend, da die Metzger auf keinen Fall die Preise anlegen wollten, die von den Händlern verlangt wurden. Der Auftrieb war in Rindern und Kälbern wieder größer, sonst aber nur wenig verändert. Das Angebot in Rindern war auch in dieser Woche für die schwache Nachfrage zu groß, so daß die Preise bei sehr ruhigem Handel und größerem Ueoerstand 1 bis 2 Mark nachgaben. Arn Kälber markt war der Preisrückgang mit 7 Mark am größten. Nur für beste Tiere wurden zuweilen noch Preise über Notiz bezahlt. Die anhaltende Konkurrenz von billigem Wild und Geflügel machte sich weiter stark fühlbar. In geringeren Qualitäten war der Verlust meist noch viel stärker. Auf dem Schaf markt nehmen die Zufuhren immer mehr ab. Trotzdem war das Geschäft auch hier nur klein, und nur mit Verlusten von 1 bis 3 Mark konnte man die Ware an den Mann bringen. Die festere Tendenz auf den Schweine markten hat ihr Ende ziemlich schnell erreicht, doch ist die Lage zur Zeit ziemlich stabil. Wenn auch das Geschäft sehr langsam vonstatten ging, so blieben die Preise gegen die Vorwoche doch vollkommen unverändert, was gegen die Rückgänge auf den anderen Märkten immerhin bemerkenswert ist. Gute, mittlere Fleischschweine bleiben am meisten begehrt; weniger dagegen Fettschweine und ganz leichte Schweine unter 160 Pfund, sie sehr vernachlässigt sind.
Der Gesamtauftrieb bestand aus 1451 (1405) Rindern, darunter befanden sich 324 Ochsen, 100 Bullen, 485 Kühe und 415 Färsen, ferner aus 1493 (1045) Kälbern, 455 (547) Schafen und 5350 (5393) Schweinen. Bezahlt wurden pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen Al 54 bis 56, A2 48 bis 53, Bl 42 bis 47; Bullen A 52 bis 55, B 47 bis 51; Kühe A 43 bis 46, b 38
bis 42, C 33 bis 37, D 28 bis 32; Färsen A 54
bis 57, b 49 bis 53, C 43 bis 48; Kälber B 65
bis 70, C 59 bis 64, D 48 bis 58, Schafe Al 44
bis 47. b 38 bis 43, C 30 bis 37; Schweine A 62 bis 65, B 62 bis 65, C 64 bis 66, D 63 bis 65, E 58 bis 63.
frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 29. Nov. Tendenz: nach- gebend. Die Wochenschlußbörse eröffnete unter dem Druck der gestrigen matten Neuyorker Börse und des wieder geringer gewordenen Ordereingangs in l u st - loserchaltung. Den Markten fehlte heute jegliche Anregung, so daß bei der bestehenden Zurückhaltung der Kulisse etwas Material herauskam. Die Abgaben waren jedoch in keinem Falle dringend, und die Verluste gingen nur in Ausnahmefällen über 1 v. H. hinaus. Es ist immer noch fraglich, ob mit einem englischen Bergarbeilerstreik zu rechnen ist, so daß auch dem Montanmarkt die Möglichkeit einer Geschäftsbelebung vorläufig genommen war. Innerpolitisch hofft man, die neuen Gesetze auch ohne Notverordnung durchzubringen. Die Tendenz war daher auf dem etwas ermäßigten Niveau recht widerstandsfähig. Etwas mehr gedrückt eröffneten jedoch von Elektrowerten Siemens und Licht & Kraft, die je 1,5 v. Sy nachgaben. AEG. und Schlickert büßten je 0,75 v. Sy ein. Am Farbenmarkt lagen Farben, nachdem dieses Papier an der gestrigen Abendbörse zum Schluß schon etwas nachgegeben hatte, knapp gehalten, Metallgesellschaft und Rütgerswerke gaben
bis zu 3 v. H. nach. Am Montanmarkt waren die Umsätze ebenfalls minimal. Rheinstahl lagen zur Erstnotiz gut behauptet, während Mannesmann etwas nachgaben. Gut behauptet eröffneten noch Deutfcye Linoleum, Karstadt, Iunghans, Dresdner Bank und Barmer Bank, während Conti Gummi 1 vH. schwächer waren. Am Rentenmarkt lag das Geschäft ebenfalls sehr still. Deutsche Anleihen waren leicht nachgebend. Auch Ausländer gaben etwas nach. Im Verlaufe fetzten sich auf Wochenschlußdeckungen kleine Besserungen durch. Im Vordergründe standen Elektroaktien, die bis 1,5 v. H. anziehen konnten. Zum Teil ergaben sich aber auch Wochenschlußglattstellungen. Das Geschäft war jedoch weiter- hin klein. Am Geldmarkt war der Satz für Tagesgeld mit 5,5 v. H. festgesetzt, Tagesgeld war weiter gesucht. Der Devisenmarkt lag nur still. Die Mark war jedoch weiter leicht befestigt. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1950, gegen Pfund 20,3650, London gegen Kabel 4,8550, gegen Paris 123,61, gegen Mailand 92,79, gegen Madrid 43,75, gegen Schweiz 25,0725, gegen Holland 12,0680.
Berliner Börse.
Berlin, 29. Nov. Zum Wochenschluß eröffnete die Börse in eher schwächerer Haltung. Schon vormittags taxierte man leicht abbröckelnde Kurse, da man immer noch Schwierigkeiten von dem Pariser Ultimo befürchtet; und der schwache Schluß bet gestrigen Neuyorker Börse verstimmte ebenfalls. Anderseits lauteten die Nachrichten über den voraussichtlichen Beginn des englischen '-Bergarbeiter* streiks am Montag für die deutschen Montanaktien etwas günstiger, denn cs ist zum mindesten mit leib streiks zu rechnen. Bei geringem Ordereingang war die Umsatztätigkeit nur klein, und die Spekulation nahm, wenigstens im Moment, von weiteren Deckungen Abstand. Die Kursentwicklung war keine einheitliche. Die gestern besonders stark erholten Werte mußten sich kleine Rückgänge gefallen lassen. Kaliwerte waren auf die gemeldeten Feierschichten besonders stark gedrückt und bis 4,90 v. H. schwächer. Durch feste Haltung zeichneten sich Julius Berger, plus 1,5 v. Sy, Gebrüder Körting (plus-plus), plus 3,13, und Harpener und Mannesmann, die je 1,5 v.H.
höher lagen aus. Deutsche Anleihen neigten zur Schwäche. Ausländer lagen geschäftslos. Rumänen bröckelten etwas ab. Der Pfandbriefmarkt war sehr ruhig. Reichsschuldbuchforderungen auf Deckungen und besonders in späteren Fälligkeiten kräftig bis zu 1,5 v. H. erholt. Geld war zum Ultimo stark gefragt. Tagesgcld, d. h. heule auch Geld über Ultimo, 6 bis 8 v. Sy, Monatsgeld 6,5 bis 8 v. H. und Warenwechsel 5,5 v. Sy Nach den ersten Kursen war die Stimmung uneinheitlich, neigte aber überwiegend zur Schwäche. Zumeist konnte man Rückgänge von 0,5 bis 1 vH. feststellen. Salzdetfurth lagen um weitere 2,5 v. H. gedrückt. Später erholten sich die Kurse aber meist wieder, da Verkaufsorders von Auslandseite nicht mehr eingetroffen waren. Polyphon zogen um 2,5 d. Sy an. Licht & Kraft wurden verspätet mit 118,5 d. Sy um 2 d. Sy niedriger gegen gestern festgesetzt. Philipp Holzmann gewannen im Verlaufe der Börse 2 o. Sy
Letzte Nachrichten.
Nun doch Notverordnung?
Berlin, 29. Nov. (IDIB. Drahlmcldung.) wie wir erfahren, liegt die endgültige Antwort der Sozialdemokratie, in der ihre Stellungnahme zum Sinan,Programm präzisiert ist, vor. Die Formulierung hak die ovtimiktifche Austallung über die Aussichten einer parlamentarischen Erledigung, die an den unterrichteten Stellen gestern abend noch vorherrschte, zerstört. Man betrachtet dieNotvcr- orbnung nunmehr als s o gut ro i e f i d) c r. Das Kabinett wird sie voraussichtlich am Sonntagvormittag so weit fcrtigffellen, daß sie dem Neichs- präsidenten zur Unterschriftvorgelegt und am Montag, spätestens am Dienstag, veröffentlicht werden kann. Die Verhandlungen, die der Kanzler heute mit den Parteiführern führt, Haden den Zweck, eine Mehrheit für Sie Aufhebung der Notverordnung zu verhindern.
Rundfunkprogramm.
Sonntag, 30. November.
7.15 (von Hamburg): Hafenkonzert. 8.15: Morgenfeier, veranstaltet von der Cvangel. Landeskirche Frankfurt a. M. 10.30 (von Kassel): Stunde des Chorgesangs. 11.30: „Die Bedeutung der ersten Blätter der Bibel im Lichte der Wissenschaft und des Glaubens", Vortrag von Kirchen- rat Christian Eisenberg, Kassel. 12 (von Leipzig): Märchen-Musik. 14: Stunde der Iugend. 15: Stunde des Landes: „Die Zusammenarbeit der öffentlichen und privaten Fürsorge auf dem Lande", Vortrag von Regierungsrat Dertsche, Niederlahnstein. 15.20 (von Köln): Damenländer- spiel im Hockey, Deutschland—Australien. 15.40: Standes des Landes II. — „Theaterspiel in der Weihnachtszeit", Gespräch zwischen A. Keller und H. Iunggeburth. Altenhain. 16: Nachmittags- Konzert des Rundfunkorchesters. 18: „Rheinische Charakterbilder: Hildegard von Dingen", Vortrag von Dr. I. M. Nielen, Fran^urt a. M. 18.30: Novellen von Carl Dreyfuß, gelesen vom Verfasser. 19.30 (vom Landestheater Karlsruhe): Falstaff, Lyrische Komödie in 3 Akten von Arrigo Doitv. 22.20: Tanzmusik.
Montag, 1. Dezember.
7.30: Frühkonzert. 12.20: Schallplattenkonzert: Lieder von Mozart, Beethoven, Schubert, Brahms, Schumann, Mahler, Richard Strauß. 15 (von Kassel): Iubiläum der Landesbibliothek. 16 (von Gießen): Konzert des Musikkorps des 1. Hess. Grenadier-Bataillons 15. Inf.-Rgts. Gießen. 18.05: „Kriegsbeschädigte". — Gespräch zwischen Vertretern des Reichsverbandes und des Zentralverbandes deutscher Kriegsbeschädigter. 18.35: „Rundfunk und Hausmusik", Vortrag von Artur Holde, Frankfurt. 19.05: Englischer Sprachunterricht. 19.30: Besuch beim Dichter. 20.10: Schubert-Lieder! 21: Konkurssache Wormbach. Ein Hörspiel von Auditor. 22.45: Tanzunterricht. 23.15: Tanzmusik.
Dienstag, 2. Dezember.
7.30: Frühkonzert des Rundfunkquintetts. 12.20: Tlnterhaltungs-Konzert. 15: Hausfrauen-Äach-
mittag. 16: Nachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. 18.05: „Aus der Urgeschichte des Menschen: Ihre Bedeutung für die Abstammung des Menschen und die Rassenkunde", Vortrag von Professor Weidenreich, Frankfurt. 18.35: „Landschaft und Mensch in der Nordmark", Vortrag von Dr. Karl Klingenfuß. 19.05: „Der Atlas in der deutschen Völkerkunde, ein wissenschaftliches Nationalunternehmen", Vortrag von Geh. Rat Prof. Dr. Friedrich Panzer, Heidelberg. 19.30: Klavierwerke von Felix Petyrek. 20 (aus der Stadtholle Hanau): Berenys ungarische Zigeuner- Sinfoniker. 22.30 (von Köln): Reportage vom Sechstage-Rennen. 0.30 (nur für Frankfurt und den Kurzwellensender Königswusterhausen): Nachtkonzert des Rundfunkorchesters.
Mittwoch, 3. Dezember.
7.30: Frühkonzdrt. 10.20: Schulfunk. 12 20: Schallplattenkonzert: Alt-Oesterreichische Militär- märsche. 15: Stunde der Iugend. 16: Nachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. 18.05: „Vom Weihnachtseinkauf", Vortrag von Hildegard Neumann. 18.35: Esperanto-Anterricht. 19.05: „Erlebte Novellen", vorgetragen von Harms Iohst. 19.30: Nationale Tanzweisen, gespielt vom Philharmonischen Orchester, Stuttgart. 20: Konzert des Salzburger Domchors. (Madrigal-Vereinigung.) 21: Der Vogelfrieder. Schwäbisches Horsviel in sechs Bildern von Gerhard Beitter. 22: Kammermusik.
Donnerstag, 4. Dezember.
7.30: Frühkonzert des Rundfunkquintetts. 12.20: Schallplattenkonzert. 15: Stunde der Iugend: „Eindrücke eines deutschen Schülers auf einem französischen Gymnasium", verfaßt und vorgetragen von Felix Hartlaub. 16: Konzert des Rundfunkorchesters. 18.05: Zeitfragen. 18.35: „Die Verflechtung des Saargebiets mit der rheinischen Wirtschaft", Vortrag von Dr. Hermann Overbeck. 19.05: Französischer Sprachunterricht. 19.30: Die Instrumente des Orchesters. 20 (aus dem Landestheater Darmstadt): Simone Doccanegra. Oper in einem Vorspiel und drei Akten (5 Bildern). Musik von Giuseppe Verdi.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Retchsbankdiskont 5 o Sy, Lombardzinsfuß 6 o. Sy
Frankfurt a. Ul.
2$er1ln
(Schluß-
i-Uhr-
Schluß-
Ansa. g-
für«
flur#
für#
fiurei
Datum
28 11
29 11
28 11
29 11
6% Deutsche Reichsanleibe
von 1927 .........
7% »eutfifie Reichsanlethe
86,5
—
86,75
—
von 1929 ......
98,25
—
98,4
——
teufidje «nl.-Ablöi.-Schulb mit
Suslos.-Rechten ■ ■
52,25
52,1
52,25
52,1
Te«flL ebne AuSlos.-Rechte . . 8% Hesl. PolUftaal von 1929
6,05
6,05
6,15
88,25
6
trihhabib.102%) ....
Cberbeficn Provinz • Anleihe mit
—
—
—
Ausloi.-Rechten.....
—
—-
—
Deutlche flamm. Sammelabk.
Anleihe Serie 1 ....
8% Rranll. Hnv.-Bank Goldpfe
—
—
49,5
—
XIII unkündbar bh 1934 . .
97
——
—
-
7% Rranlf. Hyp.-Bank Loldpse unkündbar bl« 1932 . . .
4fc% Rheinische HvV^Ban!
92,5
—
—
—
185,9
8% Pr. Landesvkandbriesanfialt,
Pkandbrieie R. 1» . .
8% Pr LandeSpiandbriesanfiall,
100
—
100
—
flomm.-Cbl.iR. 20. . .
97
-
97
_
7% Pr. 8anbeeiifant)briefanfialt,
Pfandbriefe R 81 .....
97
_
97
_
L.E.G abfl. 8 ounegS-ebHgatio-
neu. rückzahlbar 1932 .....
95
—
—
—
4% Oefierrerchtlche Toldrente . .
26,13
4,20% Oefierreichiiche Silberrente 4% Oefierreichiiche Einheitliche
2,4
—
2,4
—
Rente
—
__
_
_
4% Ungarifche Golbrentr ....
22,75
—
22,7
22,7
4% Ungarifche Staatsrente V. 1910
—
, —
18
4V,% Beugt, von 1913
—
—
18,9
4% Ungarifche Kronenrenie
1,5
—
1,5
_
4% Türkfiche Zofianleihe von 1911
4% Türkfiche Bagdadbahn-Anl
3,1
—
3,1
—
Serie 1 . -
a,1
—
3,1
—
4% desgl. Serie N.......
6% Rumänische vereinb. Rente
3,1
—
3,1
—
von 1903 ...
4H% Rumänische vereinb- Rente
8
—
R
7,75
von 1913 .........
—
—
12,75
12,4
4% Rumänische vereinb- Rente .
6,4
—
6,4
6,4
Jranffurt a. v"
Berlin
Schluß-s rurt !
1-Uhr- Kurs
Schluß-1 hir< |
Anfang- Kurs
Oatutn
28 11
29 11
28 11
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x>amvurg-Amerika Paket . .
. 1
70,25
—
69,25
68,k
Hamburg-Südam. Dampfschiff
. 8
—
—
148,5
148
Hania Tampsichiss . . .
10
—
—
124
124
Norddeutscher Lloyd ....
. 8
70,65
69,75
70,25
70
Allgemeine Deutsche Ereditanfi. 10
98
98
97.5
«armer Bankverein . . .
10
100,13
100,25
100,13
100,25
Berliner Handelsgesellschaft .
12
125
—
125,5
126,5
Sommer,- und Privat-Bank .
11
111
110,5
111
130,5
Darmstädter und Nationalbanl
12
149,25
—
148,75
148
Deutlche Bank und
DiSconto-GeseUschaft, . . .
10
109
—
109
109
Dresdner Bank......
10
109
109,5
109
109.5
Reichöbank...... .
12
219
—
219,5
217
A.ir.S...........
. 0
106,5
105,75
107
105,25
Bergmann........
. 9
125,5
—
125,25
—
Elektr. LieierungLgelelllchaft.
10
—
109
112
111
Licht und Kraft......
10
—
—
120,5
—
Reiten & Guilleaume . . .
7 y>
69
-—
90,25
90,25
Gefeifichaft für Elektrische
Unternehmungen ....
10
115
—
115.5
113
Hamburger ElekirftttStS-Werke
10
—
106
105
Rbcmfiche Elektrizität . . .
. 9
—
—
—
—
Lchieiifche Elektrizität. . . .
10
-
—
111,5
110,25
Schütten S Eo..... .
11
—
121,5
122,25
122
Siemens & Halske .....
16
163,5
162
164
162,5
DranSiadio . .......
. 5
—
—
—
—-
]i
126
125,75
_
• 6
53
52
53
52,75
Deutsche Erdöl ......
. 6
—
—
60,9
61
Essener Steinkohle.....
. 8
—
—
—
——
Geilenkirchener......
. 8
85,5
—
85
85,5
Harpener . ......
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76,5
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76,5
78
Hoeich Eisen. .......
6Vi
—
—
69,5
69,5
Ii!e Bergbau ......
10
——
—
161,5
160
«locknerwerke . ......
68
—
68,5
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—
——
77,75
78
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67,5
69
PlanSselder Bergbau ....
7
—
—
38
—
Oberschles. Eisende parf . . .
. b
—
—-
38,5
—
cberschies. Kokawerke. . . .
—
—
69,5
69,13
Phönix Bergbau ....
*Vi
61
—
61,5
60,75
Rheinische Braunkohlen • •
10
158
—
157,75
155,75
. 6
73
73
72,5
73,5
Riebe <1 ............
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—
——
—
Frankfurt a. M
Berlin
(5o)iu6»i
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Schluß-!
Anfang-
kurs |
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Kurs
Datum
28 11
29 11
28 11
29 11
vereinigte Stahlwerke .
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—-
65
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Otavi Minen ....
6'/.
—
32,65
32,25
Kaliwerke Aschersleben . . .
10
154
—
150.5
148,25
Kaliwerke Westeregeln . . .
10
156
—
152,9
150.5
Kaliwerke Salzdetfurth . . .
15
232
—
232,9
228
9. G. Farben-Indufirle . . .
12
133,25
133
134
133,75
Dynamit Nobel ......
. C
—
——
63.25
—
Echeideanfialt.......
. 9
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128,75
_
Goldschmidt .......
. 5
43
—
—
—
Rbtgerewerke ......
. 6
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45,6
46.25
46
MetallgeieUickaft......
. 8
84
83,5
83,5
83,5
Philipp Holzmann.....
. 7
74
_
73,5
73
Zementwerk Heidelberg . .
10
76
—
Cementwerk Karlstadt. . . .
10
——
Wavß & Frevtag.....
. 8
-
45
45,5
—
EchuirbeiS Patzenhoser . . .
15
-
-
172
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Cftroerfe.........
12
—
——
136,25
—
atu...........
18
65
—
65
63.5
Bemberg.........
14
66,5
—
66,5
64.75
Zellfiosf Waldbos .... IS'/,
104,5
104
103,5
103.75
Zellstoff Aschaffenburg . . .
12
—
74,5
75,25
75,25
Charlottenburger Waller . .
. 8
—
81
81
Deiiauer GaS . .....
. S
—
-—
109,75
109.4
Daimler Motoren.....
. ü
—
—
24,25
24.75
Deutsche Linoleum ....
• .
101
101
102
103,5
Maschinenbau A.-S. ....
. 0
—
—
32
32,4
Nat. Automobil .....
. 0
—
——
—
—
Crenftem & Koppel ....
. 6
—
—
44,65
44.25
Leonhard Tietz ......
10
113
—
113,75
112,5
Svenska ........
• -
—
-
272
270
frankfurter Maichine» . . .
. 4
10
11
10,5
—
Gritzner.........
. 6
28
—
•—
Heyligenfiaedl ......
. v
—
—
—
—
Iunghans.........
. 6
28
28
27
26,5
Lechwerke.........
. 8
—
77,5
—
——
Mmnkraftwerke Höchst a. M..
. 8
62
—
—
»tag .........
10
—
62
—
Sebr. Roeder.......
10
82
—
—
—
Boigt & Haeffner.....
. S
150
_
150
Süddeutsche Zucker ....
10
135
-
134
—
Banknoten.
Serlln, 28. November
ffielb
»riet
Amerikanische Noten.....
4,181
4,201
Belgische Noten .......
58,25
58,49
Dänische Noten .......
111,85
112.29
Englische Noten ........
20,315
20,395
Französische Noten .......
16,436
16.496
Holländische Noten .......
168,28
168,96
Italienische Noten........
21,86
21,94
Norwegische Noten.......
111,83
112,27
Deutsch-Oesterreich, * 100 Schilling
58,85
59.09
Rumänische Noten.......
2.472
2,492
Schwedische Noten .......
112,23
112,67
Schweizer Noten........
81,07
81.39
Spanische Noten...... .
46,31
46.49
Tschechoslowakische Noten.....
12,385
12,445
Ungariidje Noten .....
73,10
73,40
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
28 November
29 Novembei
Amwch. Gelb
iioncrung /'ne
AmiOch« Xpnerung
Geld
»ne
168.65
168,99
168.60
168,94
Buen-ÄireS
1,432
1,436
1,439
1 .442
Brss.-Antw
58,43
58,55
58,425
58.545
(£briftiania.
112,03
112,25
112,02
112.24
Kopenhagen
112.08
112,30
112.06
112,28
Stockholm -
112.48
112,70
112.45
112.67
Helsmgfors.
10,545
10,565
10,543
10.563
Italien. . .
21,92
21,96
21,92
21,96
London- . .
20,347
20,387
20,344
20,384
Neunork . .
4,1905
4,1985
4.1905
4,1985
Poris....
16,458
16,493
16,457
16,497
Schwei; . .
81,155
81,315
81.135
81.295
Spanien .
46,59
46,69
46,62
46,72
Fapan . . .
2,076
2.080
2,076
2,080
•üio de Ian Wien in T -
0,395
0,397
0,398
0,400
£tft- abgeft
58,98
59,10
58.98
59,10
Prag . .. . Belirad .
12,43
12.45
12,428
12,448
7.408
7.422
7.410
7.424
Budapest. .
73,25
73.39
73,25
73,39
Bulearieu .
3,035
3,041
3,038
3.044
Lissabon
18,80
18,84
18,80
18,84
Dantig. . flonft ntüi.
81.39
81.55
81.38
81.54
1,784
1,789
1.784
1,789
Athen- .
5,431
5,441
5,426
5,436
Canada -
4.193
4,201
4.192
4,200
Urn uat).
3,257
3.263
3,257
3,263
Cairo . .
20,87
20,91
20,87
20,91


