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Nr. 75 Sechstes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderheften)Samstag, 29. Marz 1950
Wirtschaft.
Beginnende ZrühjahpSenilastung auf 1 dem Arbeüsmarkt.
Wie die Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung | und Arbeitslosenverficherung mittcilt. hat sich die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger in der Arbeitslosenversicherung in der ersten Märzhälfte 1930 um über 120 000 Personen auf den Stand von 2 253 000 am 15. März verringert. Diese Verringerung in der Inanspruchnahme der Arbeitslosenversicherung beweist den Beginn der üblichen Frühjahrsentspannung aus dem Arbeitsmarkt der äußeren Berufe. Dagegen hat die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger in der Krisen- unterstützung noch um etwa 9000 auf 236000 Personen am 15. März 1930 zugenommen. Die Zahl der A 0 t st a n d s a r b e i t e r konnte um 6500 auf 25 000 Personen am 15. März 1930 erhöht werden. Die Gesamtzahl der Arbeitslosen bei den Arbeitsämtern, die bekanntlich höher ist als die Unterstützungsempfänger, betrug am 15. März rund 3 278 000 Personen. Diese Ziffer hat gegenüber dem Höchststand am 28. Februar 1930 um rund 88 000 abgenommen.
Wochenbericht
vom Frankfurter Effektenmarkt.
Die Derichtswoche eröffnete in freundlicher Haltung. Die Kursbewegung nach oben macht« weitere Fortschritte. Die Diskontsenkung der Dank von England machte einen guten Eindruck und regte die Kulisse allgemein an. Auch das Ausland. sowie daS Publikum zeigten vermehrtes Interesse. Die vorteilhaften internationalen Geld- marktverhältnisse trugen xur Besserung der Lage ebenfalls einen wesentlichen Teil dazu bei. Die Nachricht, daß zwischen Hapag und Nordlloyd eine Arbeitsgemeinschaft zustande gekommen sei, reget ebenfalls an. Das Geschäft wurde aber mit dem Fortschreiten der Zeit wieder etwas kleiner, obwohl die Reichsbank eine erneute Diskontsenkung um 0,5 Prozent vornahm. Die Spekulation schritt in Spezialaktien weiter zu Mei- nungskäusen, so daß die Kurse erneut anziehen konnten, wenn sich auch jetzt die Erhöhungen in kleinerem Rahmen bewegten.
Das Interesse für die Aktienmärkte von Publikums- und Auslandseite hat beträchtlich nachgelassen, doch konzentrierte sich diese Seite jetzt stärker auf den Renten- und Pfandbriefmarkt, so daß man auf diesen Gebieten von einer Hausse sprechen konnte. Durch beabsichtigte Steuererleichterungen und durch die weitere Geldverbilligung haben sich die Gewinnchancen für diese Papiere beträchtlich vermehrt. Im Vordergründe standen neben deutschen Renten, türkische und österreichische Renten, die sprunghaft in die Hohe gingen. Bei Türken stimulierte das Kommunique, daß eine Zahlungseinstellung der Zinsen nicht in Frage komme. Das Geschäft zwischen Aktien- und Rentenmärkten war sehr unterschiedlich, man konnte vielfach bemerken. daß Aktien gegen festverzins- .liche Werte getauscht wurden. Aber trotzdem war die Stimmung fast die ganze Woche hindurch auch hier freundlich, da das herauskommende Material keinen größeren Umfang annahm, und soweit dies zutraf, wurden der Unterbringung keine Schwierigkeiten entgegengesetzt.
Die Besserung der Tendenz an den Auslandmärkten und die fortschreitende Verbilligung der Geldsähe, sowie die Interessengemeinschaft in der Detriebsführung der beiden größten deutschen Schiffahrtsgesellschaften fanden in Börsenkreisen einen guten Widerhall, so daß die Aktivität der Kulisse doch über dem Niveau der sonstigen Zeiten stand. Renten standen weiter bei lebhafterer Nachfrage im Vordergründe, der Aktienmarkt konnte sich dieser Situation aber nicht anpassen Vereinzelt wurden Gewinnrealisationen vorgenommen, so daß die Börse öfters Schwankungen unterworfen war. Gegen Ende der Woche schränkte sich jedoch das Geschäft auch am Rentenmarkt erheblich ein. Dabei machte sich von der ungeklärten innerpolitischen Lage hinsichtlich der Finanzreform eine stärkere Zurückhaltung bemerkbar, so daß auf allen Märkten das Geschäft wieder viel zu wünschen übrig ließ. Aufträge trafen kaum mehr ein; dies war aber vielleicht auf den in nicht mehr in weiter Ferne stehenden
Ultimo zurückzuführen. Die Kulisse schritt, veranlaßt dadurch, in manchen Werten zu Realisationen. und es traten jetzt eigentlich zum ersten Male Kursabschwächungen in etwas größerem ^lm» fange ein. Doch trat bald wieder ein Tendenz- umschwung ein und die Stimmung wurde wieder ausgesprochen freundlich. Größere Käufe von hol- ländckscher Seite in Kunstseideaktien waren in erster Linie dazu angetan, eine Besserung der Tendenz herbeizuführen, Aku, die in der ganzen Woche angeboten waren und etwa 7 Prozent einbüßten, konnten diesen Verlust daraufhin an einem Tag wieder ausgleichen. Die ungünstigen Gerüchte, die hierzu die Veranlassung boten, verstummten vollkommen. Ebenso erging es den Bembergaktien Mehr hervortreten konnten noch Dauunternehmungen. Besonders Wayh & Frey- tag standen an der Spitze, die auf das Herein- kommcn eines größeren Reparationsauftrages immer noch gesucht blieben Doch war an einem Tag hier ein größerer Kursverlust zu verbuchen, der aber nur auf Gewinnmitnahmen zurückzuführen war. Trotzdem ergab sich noch ein Gewinn von 5 Prozent gegenüber der vergangenen Woche. Selbstverständlich dürfen Schiffahrtswerte nicht vergessen werden, die aus dem bekannten Grund bis zu 5 Prozent höher lagen. Bei Nordd. Lloyd muh aber der Dividendenabzug berücksichtigt werden. Auch am Elektromarkt ergaben sich bei den meisten Werten recht ansehnliche Gewinne; Gesfürel besonders lagen 8 Proz. fester. Siemens, Schuckert und AEG. lagen bis 4 Proz. höher. Don Auslandwerten zogen Chad« 3 Mark und Svenska 6 Mark an. Am Kalimarkt traten noch Salzdetfurth mit plus 7,5 Prozent starker in Erscheinung. Sonst gingen die Besserungen bis zu 2 Prozent. I.-G^ Farben lagen 5 Prozent gebelfert Der Montanmarkt war auf den weiteren Rückgang des Ruhrkohlenabsatzes und der Arbeiterentlassungen bei verschiedenen Betrieben auch in dieser Woche vernachlässigt. Die Werte dieses Marktes lagen zumeist eher etwas schwächer. Die Börse schloß zuversichtlich und freundlich, und neue Aufwärtsbewegungen gaben der Börse eine feste Note. Renten lagen bis zu 3 Prozent fester. Am Geldmarkt war Geld flüssig und verschiedentlich schwer unterzubringen. Zum Ultimo trat jedoch eine Versteifung ein. Am Devisenmarkt waren kaum Veränderungen festzustellen.
Wochenbericht vom Sronffurfer Schlachtviehmarkt.
Der weitere Rückgang der Schweinepreise und die immer noch sehr gespannte Wirtschaftslage übten einen nachteiligen Einfluß aus, so daß auch in dieser Woche das Geschäft auf dem Frankfurter Schlachtviehmarkt wieder recht klein war. Nur der Export nahm wieder einige größere Käufe vor, während die Metzger nur den allernotwendigsten Bedarf deckten. Am Rindermarkt war der Auftrieb etwa der gleiche dcr Vorwoche. Das angetriebene Vieh war von mittlerer Qualität. Das Geschäft setzte zunächst ruhig ein, belebte sich später etwas, um aber zum Schluß des Marktes stark abzu- flauen. Es verblieb geringer Ueberstand. Die Ausfuhr nach auswärts betrug etwa 50 Proz., insbesondere nach Hessen (namentlich nach der Provinz Oberhessen), Rheinprovinz und Hessen- Nassau. Auf dem Schweinemarkt war die Beschickung etwas geringer, als in der Vorwoche. Das Geschäft setzte ebenfalls nur langsam ein und fiel gegen Schluß immer mehr ab. Der Markt konnte jedoch geräumt werden. Die Folge der nun von Markt zu Markt sinkenden Preise legt man insofern aus, daß sowohl die litauischen Schweine, als auch die holländischen und dänischen Schweinehälften dem Markte ferngeblieben sind. Bei dem Zoll und den höheren Spesen ist das Ausland bei niedrigeren inländischen Schweinepreisen nicht mehr konkurrenzfähig. In Händlerkreisen nimmt man an, daß sich die Preise um 70 Pf. herum halten werden und daß die vorjährigen hohen Preise, die durch eine starke Verminderung der Zucht künstlich herbeigeführt wurden, nicht mehr erreicht werden. Kälber und Schafe wurden nach ziemlich langsamem Handel ausverkauft. Schafe wurden nicht notiert.
Der Gesamtauftrieb bestand aus 1418 Rindern,
darunter befanden sich 327 Ochsen, 76 Bullen, 513 Kühe und 350 Färsen, ferner aus 1512 Kälbern, 350 Schafen und 5332 Schweinen. Verglichen mit dem Auftrieb der vergangenen Woche waren 27 Rinder 42 Kälber und 155 Schweine weniger angetrieben, während 118 Schafe mehr zum Verkauf standen.
Bezahlt wurden per Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochfen: al) 55 bis 53, a2) 50 bis 54, bl) 46 bis 49, Bullen: a) 53 bis 55, b) 48 bis 52. Kühe: a) 45 bis 47, b) 41 bis 44, c- 35 bis 40, d) 28 bis 33. Färsen: a) 56 bis 59, b) 52 bis 55. c) 48 bis 51. Kälber: b) 76 bis 80, c) 70 bis 75, d) 62 bis 69. Schafe nicht notiert. Schweine: a) 65 bis 68, b) 66 bis 69, c) 66 bis 69, d) 66 bis 69, e) 63 bis 65. Im Vergleich mit den Preisen der vergangenen Woche lagen Schweine 3 Mark, Dullen und Kühe je 1 Mark niedriger. Kälber zogen um 2 Mark an, während Ochsen und Färsen behauptet blieben.
• Darmstädter und Nationalbank K. -G. a. A., Berlin. Der Aufsichtsrat der Darmstädter und Nationalbank K.-G. a. QL, Berlin, schlägt der Generalversammlung die Verteilung einer Dividende von wieder 12 Prozent auf das Aktienkapital von 60 (60) Mill. Mk. vor. 2m einzelnen erbrachten Einnahmen aus Provisionen (alle Zahlenangaben in Mill. Mk.) 38,04 (41,02), aus Zinsen 34,70 (34,32). Effekten- und Konsortialgewinne (i. D. 5,0) sind diesmal nicht ausgewiesen. Demgegenüber erforderten Derwal- tungskosten 56,71 (56,18) und Steuern mit 7,27 (10,04), rd. 2,75 weniger als im Vorjahre. Der Gewinn stellt sich einschl. des Gewinnvortrages von 3,03 (2,59) auf 11,80 (16,71), ist also um rd. 5,0 geringer als im Vorjahre. Dem Pen- fionsfonds für Beamte wird 1,0 (1,0) zugeführt und 3,12 (3,03) werden auf neue Rechnung vorgetragen. Im Vorjahre wurden noch der besonderen Reserve 5,0 zugeführt.
* Preuhische Pf an dbr i ef -Dank. Berlin. Die G. V. der Preußischen Pfandbrief- Dank setzte die Dividende wieder auf 12 Prozent fest und genehmigte einstimmig den bekannten Fusionsvertrag mit der Centralboden, sowie die Erhöhung des Grundkapitals um 11 auf 236 Millionen Mark. Zur Begründung der Fusion betonte die Verwaltung, daß das Hypothekenbank- wesen unter der Einschränkung des Kapitalmarktes leide. Es sei nötig, größere Gruppen zu bilden, die den Pfandbriefmarkt rationeller als bisher bearbeiten. 2n ihrem Urteil über die Aussichten erscheint der Verwaltung Zurückhaltung geboten, da der Hypothekenmarkt stark beengt ist. Dor einem übertriebenen Optimismus in bezug auf die Auflockerung des Kapitalmarktes sei zu warnen.
• Preußische Central-Dodenkredit A. - G., Berlin. Die Generalversammlung der Preußischen Central-Bodenkredit QI.-®., Berlin, setzte die Dividende auf 12 Prozent (im Dorjahre 10 Prozent) fest. Der Fusionsvertrag mit der Preußischen Pfandbrief-Bank, Berlin, wonach mit Wirkung ab 1. Januar 1930 die Central-Boden auf die Preußische Pfandbrief übergeht und die Stamm- und Dorzugsaktionäre der Central-Boden 18,2 Millionen Mark Aktien der neuen Gesellschaft mit der Firma „Preußische Central- Bodenkredit- und Pfandbrief-Dank" im Derhält- nis von 1:1 erhalten, wurde ohne weitere Debatte genehmigt. Heber die Geschäftslage wurde von der Verwaltung u. a. ausgeführt, daß in den ersten drei Monaten des neuen Geschäftsjahres rund 30 Millionen Mark Pfandbriefe und Kommunalobligationen verkauft worden seien, davon 20 Millionen Mark durch freihändige Begebung an der Börse. Als wesentlich für die weitere Entwicklung betrachtet die Verwaltung die Lösung des Kapitalertragssteuerproblems. Im allgemeinen sieht nach Ansicht der Verwaltung die Zukunft etwas günstiger aus.
* Bayernwerk Mittlere Isar-Wal- chenseewerk-A. -G., München. Die bayrischen Großwasserkraftwerke Bayernwerk-A.-G., München, Mittlere Isar-A.-G., München, und Walchenseewerk-Ql.»G., München, legen ihre Abschlüsse für das Geschäftsjahr 1928/29 vor. Die Einnahmen zeigen bei allen drei Gesellschaften, namentlich aber beim Dahernwerk, eine beträchtliche Erhöhung. Trotz erhöhter Olbschreibungen weisen das Daycrnwerk und die Mittlere Isar eine fühlbare Steigerung des Reingewinns aus, wogegen der Reingewinn beim Walchenseewerk einen ziemlich bemerkenswerten Rückgang zeigt.
DaS Dahernwerk verzeichnet einen Reingewinn von 370 674 Mark gegen 267 280 Mark, die Mittlere Isar einen solchen von 513 013 Mark gegen 383 321 Mark, und das Walchenseewerk endlich einen solchen von 261 999 Mark gegen 360 290 Mark. Die heute stattfindenden Generalversammlungen sollen die Dividendenvorschläge der Verwaltungen, die auf je 5 Prozent gegen 4 Prozent im Vorjahre lauten, genehmigen.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a.M., 29. März. Tendenz: fest. — Trotz der immer noch ungeklärten innerpolitl|chen Lage eröffnete die Wochen|chlußbörse in freundlicherer Haltung. Auch sollen verschiedentlich Aufträge eingetroffen sein, so daß die Tendenz eher als fest zu bezeichnen war. Gegenüber den höheren Kursen an der gestrigen Abendbörse ergaben sich teilweise noch ganz beträdjtlidje Besserungen. Die feste gestrige Neuyvrkcr Börse sowie die immer noch günstige Geldmarttlage blieben nicht ohne Einfluß auf die Gcschäftsentwickluna. Auch wurden Käufe in etwas größerem Umfang für Ultimo April vorgenommen. Das Geschäft war gegen die sonstigen Samstagsbörsen in Spezialwerten zufrie. den st eilend. Lebhafteres Interesse bestand in erster Linie für Maschinenbauunternehmungen, die bis zu 3 0. H. gewannen. Im Zusammenhang mit der milden Witterung wurde mit einer Belebung der Bausaison gerechnet; höhere Dividendekombinationen gaben hier eine Anregung. Aber auch für Elektrowerte machte sich weitere Nachfrage bemerkbar. Chadeaktien standen mit plus 3 Mark an her Spitze. AEG., Licht & Kraft und Schuckert lagen bis 1,75 v. H. fester. Siemens gewannen 2 v. H., Felten sogar 3 v. H. Farbenwerte eröffneten durchweg bis 2 v. S). hoher. Etwas lebhafter gehandelt . wurden noch Kaliaktien, wobei die günstig verlaufenen Stickstoffoerhandlungen anregten. Salzdetfurth Sius 2,5 v. S). Banken waren trotz des vorteilhaften
Schlusses der Danatbant wenig gefragt, doch lagen diese Papiere unter Führung von Reichsbank bis zu 1,5 v. $). fester. Montanwerte still, Renten freundlich. Am Geldmarkt war der Satz für Tagesgeld unverändert 6 v. H. Im Verlaufe war die Tendenz ausgesprochen fest. Die Kulisse schritt im Zusammenhang mit eintreffenden Aufträgen weiter zu Deckungen, so daß erneut unter Bevorzugung von Spezial- werten Besserungen bis zu 2 0. H. eintraten. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1872, gegen Pfund 20,3740, London gegen Kabel 4,8655, gegen Paris 124,26, gegen Mailand 92,81, gegen Madrid 39,1250, gegen Schweiz 25,1325, gegen Holland 12,1250.
Berliner Börfe.
Berlin, 29.März. Schon im heutigen Vor- mittagsoerkehr zeigte sich trotz der Zurückhaltung der Spekulation eine zuversichtlichere G r u n b-ft immung. Der feste Schluß der gestrigen Neuyorker Börse und günstige Nachrichten aus der Industrie ließen an der Vorbörse die freunblidjere Stimmung anhalten, wenn auch noch keine Umsätze getätigt wurden. Vor Beginn des offiziellen Verkehrs diskutierte man vor allem über den sehr optimistischen Geschäftsbericht der Danatbanf, hörte mit Befriedigung von einer weiteren Entspannung des Arbeitsmarttes, und die Beurteilung der Aussichten für die Regierungsbildung war recht günstig. Zu den ersten Kursen lagen infolge des frühen Samstagbeginns noch nicht auf allen Märkten Orders vor, so daß die Kursgestaltung sich zwar überwiegend freundlicher, doch nicht ganz einheitlich gestaltete. Lebhafter lagen I.-G. Farben, plus 1,5 v. 5)., wobei die günstig verlaufenen Stickstot'oerhandlungcn anregten. Holzmann, bei denen man auf eine Erhöhung der Dividende rechnet, gewannen 3,40 v. H. Etwas fester eröffneten Schubert & Salzer, Bem- berg, Berger, Kali Aschersleben, Braubank, Dessauer Gas, Svenska und Oberbedarf, die 2 bis 2,5 v. H. gewannen. Auch Karstadt, GHrlottenburger Wasser usw. hatten heute etwas mehr Geschäft. Auf der anderen Seite lagen Stöhr auf die sehr diplomatische Verwaltungserklärung in der Dividendenfrage 2 v. H. schwächer. Auch Rheinische Braunkohlen verloren 2 v. H. Deutsche Anleihen freundlich. Ausländer teilweise schwächer. Der Pfandbriefmarkt war vorläufig sehr ruhig Der Geldmarkt war unuer- ändert. Im Verlaufe traten besonders Sprit-, Kali-, Farben- und Elektrowerte hervor, für die Orders eintrafen, und bei denen es zu recht beachtlichen Gewinnen von 2 bis 3 v. H. kam. Für Schultheiß und Ostwerke gingen die Erhöhungen sogar bis 5 und 5,25 v. H. Auch Rütgerswerke, Reichsbank, Braubank, Maschinenbauuntern^hmungen, Polyphon, Allgem. Lokal- und Kraft und eine Reihe anderer Werte zogen kräftig an. Die Stimmung war allgemein fest.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 v. H., Lombardzinsfuß 6 v. H.
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—
—
49
49.5
Rat. Automobil . . .
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—
Orenltein & Kovvel . •
. . 6
—
-
75
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Leonhard Tietz ....
. 10
—
154
154
——
Svenska ....
356
-
352
354
ixranthirtet Matchtne» .
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33.5
34
—
Grinner ....
• . 6
39
39.25
HeoligenNaedt ....
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Iungbans ....
. . 6
38
37,5
——
Lechwerte......
. . 8
>06.13
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—
Mainkrostwerke Hichn a. M. - 8
106
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—
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Miag - . .
. 10
133
—
131,5
131,5
Gebr. Roeder ...
. 10
105
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-
Voigt & Haessner . . •
. .
218
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218
Süddeutsche Zucker • •
. 10
159,5
1
158,25
1 -
Bantnoten.
Devisenmarkt Berlin—-Frankfurt a. 2H.
Serlin, 28^M2r,
Meld
Brief
Lmeritanitche Uiotcn.....
4.171
4,191
belgische 'IJofen . .......
58,21
58,45
Dänische Noten ......
111.85
112.29
Englische Noten........
20,322
20,402
16,37
16,43
ftnllnnbifthe Noten ......
167,53
168.21
^t lienische «ttoten ......
21.99
22,07
Norwegische Noten.....
111,90
112,34
Deuisch-Oesterr,4100 Kronen
58.90
59.14
Rumänische Noten......
2,47
2,49
Schwedische Noten......
112,23
112,67
Schweiler Noten.......
80.93
81.25
Evanische Noten.......
52,25
52.45
Tichechoslowakische Noten ..
12,37
12.43
Ungarische Noten
72.85
73.15
z8. »idn
>9. uidn
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
Aries
Geld
»ries
'TlnifL- Rott.
167.86
168.20
167.87
168.21
Buen.'Aires
1.589
1,593
1 599
1 603
Brss.-Antw.
58.355
58.475
58 375
58 495
Christiania -
112,03
112.25
112 03
112.25
-Kovrndag.'n
112.06
112.28
112 08
112 30
Stockholm -
112.44
112.66
112.46
112.68
HelüngforS.
10.523
10.543
10 517
10.537
Italien. . .
21 935
21.975
21.93
21 97
London. . .
20.349
20.389
20 355
20 395
Oieutjort . .
4.1835
4 1915
4 1830
4 1910
PoriS....
16.375
16.415
16.375
16.415
Schweiz ..
80 995
81.155
80 965
81 125
Sva iea -
51.80
5190
52.15
52.25
Javan . . . •H|o de Jan
2 068
2,072
2.068
2.072
0.487
0.489
0 488
0.490
Wien in T-- Ceft. abfleft
59.96
59.08
58.97
59 09
Prag . . .
12.398
12.418
12.307
12,417
Äelirad • .
7.393
7,407
7.396
7.410
Dudav-'si. .
73.07
73.21
73.065
73 205
Bul arten
3,037
3 043
3.037
3.043
Lissabon
18.73
18 77
18.76
18 80
Danzig. . . Konst Nlill.
81.43
81.59
81.44
81 60
1 785
1.789
1.784
1.788
Athen. . .
5,425
5 435
5.425
5.435
Ennada
4 181
4.189
4.182
4.190
llru uav. .
3.746
3.754
3,776
3.784
Cairo ...
20,875
I 20,915
20,875
1 20,915


