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Nr. 279 vierter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen)Freitag, 28. November MO

Wirtschaft.

Oer Rückgang des Welthandels.

3n den meisten Ländern hat sich im zweiten Vierteljahr 1930 die stark rückläufige Ve« wegung des Außenhandels weiter fort­gesetzt. Der Außenhandelsumsatz von 48 Ländern, auf die zusammen sieben Achtel des gesamten Welthandels entfallen, verminderte sich laut Wirtschaft und Statistik' um 9 Prozent, und zwar von 56,8 Milliarden Mark auf 51,7 Mil­liarden Mark gegenüber 63,7 im zweiten Viertel­jahr 1929. Dieser Rückgang der Wertzahlen ist indessen nur zum Teil durch eine Minderung der umgeseh en Mengen verursacht. Zum Teil erklärt er sich daraus, daß die meisten wichtigen Welthandelswarcn weiter stark im Preis ge­fallen sind. So sank vom ersten zum zweiten Vierteljahr 1930 die Großhandelsindexziffer des 'Bureau of Labor (Vereinigte Staaten) um 3,5 Prozent, die des Voard of Trode (Groß-Vritan- nien) uln 4,4 Prozent. Soweit es sich um den Rückgang von Mengen handelt, ist dieser wie­derum zum Teil als Saisonerscheinung zu werten. Die konjunkturell bedingte Minde­rung der umgesehten Mengen ist demnach ver­hältnismäßig gering; sie dürfte sich gegenüber dem Vorvierteljahr verringert haben. Indes ist zu berücksichtigen, daß der Welthandel sich gegen­wärtig auf einem verhältnismäßig niedrigen Stand bewegt. Jin zweiten Vierteljahr 1930 war der Außenhandelsumsatz der 48 Länder um 18,9 Prozent geringer als im zweiten Vierteljahr 1929. Während der gleichen Zeit betrug der Rückgang der oben genannten Großhandelsindexziffern aber nur 8,8 bzw. 10,7 Prozent, die Senkung der Umsätze des Welthandels ist für diese Zeit nur zum Teil auf den allgemeinen Preisrückgang zurückzuführen. An dem Rückgang find die euro­päischen Länder in erheblich geringerem Masie beteiligt als die außereuropäischen Länder. Der Anteil der europäischen Länder am Welt­handel, der bereits im vergangenen Jahre namentlich infolge des stärkeren Rückganges der überseeischen Außenhandelsumsätze eine steigende Tendenz zeigte, hat sich weiter erhöht.

Den absolut größten Rückgang des Außen­handels verzeichnen die drei großen europäischen Welthandelsländer Großbritannien, Deutsch­land und Frankreich. Auf diese drei Länder zusammen entfallen annähernd zwei Drittel des Rückganges in Einfuhr und Ausfuhr der euro­päischen Länder (minus 15,8 Prozent). Bei der Einfuhr dieser drei Länder handelt cs sich in der Hauptsache um einen verminderten Import von Rohstoffen und Lebens­rnitteln; daneben sind aber auch von allen drei Ländern Fertigwaren, bei denen der Preis­rückgang von geringer Bedeutung war, in nicht unbeträchtlichem Umfange weniger eingeführt worden als im Vorjahre. Der Rückgang der Ausfuhr der drei Länder, der bei Großbritan­nien sowohl dem Werte nach (565 Millionen Mark) als auch verhältnismäßig (20 Prozent) am größten war, entfällt vorwiegend auf indu­strielle Fertigwaren, in erster Linie Textilwaren, sodann hauptsächlich bei Deutschland auf Eisen- waren usw.

Bei den außereuropäischen Ländern beläuft sich der erneute Rückgang des Außenhandels gegenüber dem Vorjahre auf 23.2 Prozent. Dabei ist die Einfuhr im ganzen noch stärker zurückgegangen als die Ausfuhr, worin die Schwächung der Kaufkraft der über­seeischen Länder stark zum Ausdruck kommt. Die Ausfuhr hat unter allen außereuropäischen Ländern am meisten (um 1,1 Milliarde Mark) in den Vereinigten Staaten abgenommen, wobei die Hälfte des Rückganges auf industrielle Fertig- tvaren (drei Fünftel auf Automobile) entfällt. 2l"ch am Rückgang der Einfuhr der außereuro­päischen Länder sind die Vereinigten Staaten am meisten beteiligt; ihre Einfuhr sank gegen­über dem Vorjahr um 1,26 Milliarden Mark.

Preußen-Elektra zur Frage der Strompreissenkung. Tie Preußische Elek- trizitäts-AG. erklärt dem Amtlichen Preußischen Pressedienst zur Frage der Strompreissenkung, daß bereits bei der bisherigen Zusammenfassung der Verteilungsnehe die Gesellschaft eine Herab­setzung überhöhter Tarife durchgeführt habe, und

zwar zum großen Teil erst im Laufe des ver­gangenen Sommers. Die Preuhrnelektra würde aber bei den ihr nahestehenden Derteilungsge- fellfchaften für einen neuen Tarif eintreten, der fo aufgebaut ist, daß er den mittleren Strompreis der versorgten Gebiete weiterhin herabscht. Bei Anwendung des geplanten Haushaltstarifes, der z. B. für Koch- und Heizstrom einen Preis von 10 Pfennig je Kilowattstunde vorsieht, werde sich für die Abnehmer im Mittel eine Senkung des Strompreises um 5 bis 10 Prozent und darüber hinaus ergeben. Anschließend solle eine ent­sprechende Reuregelung der ötromtarise für land­wirtschaftliche Betriebe, das Kleingewerbe und sonstige mittelständische Erwerbsgruppen, insbe­sondere auch die Einführung eines Sondertarifs für elektrifches Kochen und Heizen bei diesen er­folgen. Weiter wird hervorgehoben, daß alle Lie­ferungsverträge der Preuhenelektra an industrielle Großverbraucher und Kommunen eine Kohlenklau­sel enthalten, die bei einer Senkung der Kohlen­preise automatisch eine Strompreissenkung herbei­führt.

* Don der Frankfurter Börse. Am 24. Dezember findet die Börse wie an Sams­tagen von 11 bis 13 Uhr statt. Die Abendbörse fällt an diesem Tage aus.

* Heinrich Lanz AG., Mannheim. Wie früher schon angekündigt, soll der Betrieb der Heinrich Lanz AG., Mannheim, nunmehr endgültig während der Monate Dezember und Januar stillgelegt werden. Daö Unternehmen beschäftigt zur Zeit etwa 2000 Arbeiter und 660 Angestellte. Sollte jedoch schon vor Ablauf dieser Zeit eine Geschäftsbelebung eintreten, so wird die Betriebsaufnahme entsprechend früher er­folgen. Don der Belegschaft werden etwa 700 bis 800 Arbeiter, wenn auch stark verkürzt, in den Stillegungsmonaten beschäftigt. Die Beam­ten und Angestellten werden bei einer 15- bis 20prozentigen Gehaltskürzung weiterbeschäftigt.

* Mafchinenbaugesellschaft Karls­ruhe. Die Generalversammlung genehmigte den Abschluß für 1929 und beschloß Dortrag des Derlustes von 1 488 654 Mk. Rach dem Bericht des Aufsichtsrates sind die Be­mühungen, das Werk zu erhalten oder zu ver­kaufen, auch im Laufe dieses Jahres fortgesetzt worden, jedoch bisher vergebens. In Durchfüh­rung des Derglciches vom Juli d. I. sind inzwi­schen die Gläubiger bis zu 300 Mk. voll befriedigt worden, ebenso ist eine Quote bis zu 5 Proz. auf die anerkannten Forderungen zur Auszahlung ge­langt. Inzwischen hätten sich die Derhältnisse wei­ter verschlechtert, so daß mit dem Verlust des ganzen Aktienkapitals gerechnet werden müsse. Welche Quote die Gläubiger erhalten werden, sei noch ungewiß.

Marburger Lchweincmarkt.

J [ Marburg, 27. Rov. Der heutige letzte Schweinemarkt in diesem Jahre zeigte eine Anfuhr von 615 Ferkeln und 30 Läufern. Es kosteten 6 Wochen alte Ferkel 1518 Mk., 68 Wochen alte 18-25 Mk., 8-13 Wochen alte 25 bis 35 Mk. und Läufer 40 bis 60 Mk. das Stück. Bei starker Rachfrage wurde der Markt fast ge­räumt.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M, 28. Rov. Tendenz: fester. Die heutige Börse eröffnete in festerer Haltung. Die Kulisse schritt in Anbetracht der Gering­fügigkeit^ des Engagementsumfanges wieder in etwas ftärlerem Umfange zu Rück^ckungen. Aber auch der neue Monat mit seiner langen Zeit bis zum kommenden Ultimo gab der Händlerschaft einen Ansporn. Die gestrige Rede des Reichs­bankpräsidenten Dr. Luther wirkte vorteilhaft, anderseits war man beruhigt darüber, daß das Ausland seine Abgaben eingestellt hat. In Spe- zialwertcn war das Geschäft ziemlich lebhaft, zumal auch von Großbankseite größere Kauf­orders vorgelegen haben sollen. Für den heu­tigen Ultimo erwartet man keine Schwierig­keiten mehr. Gegenüber der gestrigen Abendbörse ergaben sich für Spezialwerte Gewinne bis zu 4 Prozent. Im übrigen gingen die Erholungen bis zu 1,5 Prozent. Etwas mehr Rachfrage be­stand nach Kaliaktien; Salzdetfurth eröffneten 5 Prozent höher, Aschersleben und Westeregeln lagen bis 4 Prozent gebessert. Lebhafter war das

Geschäft am Elektromarkt. Siemens standen mit plus 4 Prozent im Vordergründe. AEG., Licht & Kraft und Bergmann konnten um 2 bis 3 Pro­zent anziehen. Am Montanmarkt fielen Rhein­stahl mit einem dreiprozentigen Gewinn auf. 3m übrigen war hier die Umsatztätigkcit gering. Far­ben gewannen bei. größerer Rachfrage 2,13 Pro­zent, Metallgesellschaft und Scheideanstalt er­öffneten 1,13 Prozent erholt. Deutsche Linoleum setzten bis 2 Prozent höher ein. Dis zu 1,5 Pro­zent höher lagen noch Karstadt, Rorddeutscher Lloyd und Bankaktien. Schwächer eröffneten noch Dauuntemchmungen, von denen Wayh & Frey- tag und Zement Heidelberg bis 1 Prozent ver­loren. Am Anleihemarkt konnten sich Reubesitz kräftig erholen. Don ausländischen Werten ge­wannen Gold-Mexikaner 0,75 Prozent. Auch im Verlaufe bestand weiter etwas Deckungsneigung, und die Kurse konnten erneut etwa 1 Prozent anziehen. Am Psandbriefmarlt war das Geschäft zunächst noch klein, doch war der Markt natur­gemäß ebenfalls etwas freundlicher. Am Geld­markt bestand für Tagesgeld mit 5 Prozent etwas Rachfragc. Am Devisenmarkt lagen Devisen gegen Reichsmark etwas schwächer. Man nannte Mark gegen Dollar 4,195 150, gegen Pfund 20.37, London gegen Kabel 4,8555, gegen Paris 123,61, gegen Mailand 92,85, gegen Madrid 43,60, gegen Schweiz 25,0725, gegen Holland 12,0625.

Berliner Börse.

Berlin, 28. Rov. Das Dekuvert, das. wie ja schon seit Tagen bekannt, in einigen Werten in größerem Umfange besteht, löste heute an den Märkten keine nennenswerten Derkaussorders aus. Schon za Beginn der Börse zeigte die Speku­lation Deckungsneigung, auf die Reden in der gestrigen Hauptausschuhsitzung des Reichsverban­des der Deutschen 3ndustrie, die eine freundliche Beurteilung erfuhren, und auch hinsichtlich der innerpolitischen Situation war man etwas op­timistischer gestimmt. Obwohl die Reuyorkor Mel­dungen von gestern fehlten und auch sonst wenig neue Anregungen Vorlagen, konnten die ersten Kurse ziemlich einheitlich, allerdings bei verhält­nismäßig geringen Umsätzen, um 1 bis 3 Pro­zent anziehen. Darüber hinaus waren Feldmühle, Polyphon und Thüringer Gas bis zu 5 Prozent gebessert. Weiler notierten fast 1 Prozent höher, wobei die Fusion Bosch und Rag dem Markte eine Anregung bot. Am Montanmarkt wollte man rheinische Kausorders beobachten. Anscheinend hofft man die gemeldete Zunahme der Haldenbe­stände bei einem eventuellen englischen Bergarbei- terstreik schnell ausgleichen zu können. Für die Kaliwerte war sicherlich anregend, daß die fran­zösischen Kalipreise entgegen anders lautenden Meldungen keine Ermäßigung erfahren werden. Deutsche Anleihen zogen leicht an. Ausländer ziemlich geschäftslos. Pfandbriefe ohne erkenn­bare Tendenz, da der Ordereingang bisher noch sehr minimal ist. Rcichsschuldbuchforderungen la­gen naturgemäß etwas freundlicher. Zum heu­tigen Ultimo, der im übrigen einen glatten Ver­lauf zu nehmen schien, zog der Sah für Tages­geld auf 5,75 bis 7,75 Prozent an; auch Monats­geld erhöhte sich auf 6,5 bis 8 Prozent; nur Warenwechsel waren ziemlich nominell unverän­dert 5,5 Prozent. Aber auch diese an und für sich ja normale Geldversteifung hinderte die Spe­kulation nicht, weitere bedangen vorzunehmen, zu­mal auch kleine Kauforders zur Ausführung ka­men. Die Kurse besserten sich im Derlause um weitere 1 bis 2 Prozent im Durchschnitt. Leb­hafter war das Geschäft aber besonders in Sie- mans, Farben und Julius Berger. Siemens und Berger zogen gegen den Anfang um zirka 4 Pro­zent an. Auch BMW. gewannen im Verlaufe, veranlaßt durch die Zusammenschlußbestrebungen in der Autoindustrie, 3 Prozent. Für Thörls Oel, die anfangs wieder mit Minus-Minus-Zeichen an der Mallertafel erschienen, kam zunächst keine Rotiz zustande, später wurde der Kurs mit 22 nach 24 Prozent gestern festgesetzt. Rachdem das Geschäft vorübergehend etwas nachgelassen hatte, setzte sich gegen 12.45 Uhr eine neue Aufwärts­bewegung durch.

Gießener Jugendgericht.

3n der jüngsten Sitzung des 3ugendgerichts wirkten als 3ugendschöffen mit Frau Margarete Schreine r, Witwe, von Alten-Buseck und Leh­rer Philipp Hofmann von Lang-Göns.

Am 28. August d. 3. fand in der Wehsteingasse unter Jugendlichen eine Schlägerei statt, bei der

ein sremder Bursche von hiesigen körperlich ver­letzt wurde. Rachdem die Täter der Polizei nam­haft gemacht worden waren, sollten sie zur Poli­zeiwache gebracht werden. Einer von ihnen war jetzt, wegen Wider st ands gegen d i e Staats-' g c to a 11 angeklagt. Da der Wachtmeister, dein gegenüber der Angeklagte sich tätlich widersetzt haben soll, zur Zeit erkrankt ist und die übrigen \ Zeugen keine ausreichende Auskunft geben konn­ten, mußte die Hauptverhandlung bis zur Gene­sung des Hauptzeugen ausgesetzt werden.

Ein anderer Jugendlicher bzw. sein Vater hat gegen einen Strasbefehl Einspruch eingelegt, durch den er wegen FahrensinderDunkelheit mit einem unbeleuchteten Rade in eine Geldstrafe genommen worden war. Er erzielte eine geringe Herabsetzung seiner Strafe, nicht jedoch die gewünschte Freisprechung, weil das Gericht den Angaben des bett. Rachtschuhmannes, daß um die betreffende Zeit noch Dunkelheit geherrscht habe, vollen Glauben beimaß.

Büchertisch.

Frank Matzke: Jugend bekennt: So s i n d w i r I Ganzleinen 6,50, kart. 4.50 Mk. Verlag Philipp Reclamjun., Leipzig. (481.) Die Probleme der jungen Generation stehen jeht im Mittelpunkt der Erörterung. Das vorliegende Buch stößt zum erstenmal radikal bis ins Zentrum der neuen Jugend vor. Sein Autor entstammt der Generation zwischen zwanzig und dreißig. Er versucht nicht, an Einzelheiten des Reuen her­umzudeuten ihnt geht es um das Ganze. Er legt das innerste Wesen der neuen Jugend frei. Dadurch, daß das Wesen der neuen Generation in ihrer Form erkannt ist, sind alle Feststellun­gen über den üblichen Streit der Meinungen hin- ausgehoben in eine allgemeinere Gültigkeit. Was dem Reuen im Wege steht, wird leidenschaftlich angegriffen. Dabei ist die Haltung des Autors durchaus sachlich. Sein Buch ist das Bekenntnis einer Generation.

Edmund Kih: Das gläserne Meer. Roman aus Urtagen. Leipzig 1930. Koehler & knie­lang, Verlag. Ganzleinen 6 Mark. (388.) Die Geschichte der Sintflut, des auf die Erde nieber» brechenden Mondes in der Offenbarung Johannis als dasgläserne Meer" geheimnisvoll angedeutet, läßt der Dichter in einem spannenden Roman er­stehen. Die gewaltsamen Veränderungen des Erd­körpers zerstören alles Leben, ganze Völker sterben in Nacht und Eis wohin die Menschen fliehen, sie laufen dem Tod in die Arme. Zochaan, dem Er­wählten des Geistes, ist es gegeben, die Sintflut zu meistern, aus dem Zusammenbruch Trümmer der Menschheit zu neuem Leben zu retten. Zn Leben und Lieben, Denken und Handeln vermochte der, Verfasser sich in eine vor Jahrtausenden versunkene, Zeit hineinzufühlen, um Menschen zu schildern, die das furchtbare Schicksal dieser Erdumwälzung ge­tragen haben.

Gustav Renkcr: Bcrgkri stall. Ro­man. 227 Seiten 8". Leinen 6 Mk. Verlag von Friedrich Reinhardt in Basel. (383) Das Buch ist nur eine Schilderung des Hochgebirges mit seinen stillen, arbeitsamen Bewohnern, es ist zugleich eine Auseinandersetzung eines kraftvollen Menschen mit unserer Ueberzivilisation. Aus der Großstadt rettet sich ein junger Maler in die Reinheit der Bergnatur. Auf einer verlassenen Alp läßt er sich nieder und sucht sich innerlich von der Großstadt und ihren Menschen zu lösen. Die einzelnen Personen sind durchdacht und er­lebt.

Abriß der Sozialpolitik. Von Pro­fessor Dr. Ludwig Heyde. 6. überarbeitete Auf­lage. Gebunden 1.80 Mk. 3n Sammlung Wissen­schaft und Bildung, Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig. (202) Der Verfasser bringt das ganze Gebiet der Sozialpolitik leicht faßlich, aber doch wissenschaftlich, unparteiisch zur Darstellung und ermöglicht so einen raschen Ueberblick.

Deutscher Bierkalender 1931. Ein künstlerischer Wandabreißkalenker. zweifarbig ge­druckt, mit 120 Bildern. Verlag Kno-r & Hirth, G. m. b. H. München. Preis 2.75 Mk. (477.) Zum viertenmal erscheint derDeutsche Bierlalen- der" als unterhaltsamer Beitrag zur Kultur­geschichte des deutschen Brau- und Gastwesens und seiner Rebenindustrie. Seine Ausstattung ist ge­diegen. Sämtliche 120 Blätter sind zweifarbig auf Kunstdruckpapier gedruckt. Künstlerisch besonders wertvoll sind das vierfarbige Titelbild von Prof. Ludwig Hohlwein und die für das Werk eigen- gezeichneten Monatsblätter von Prof. Hermann Stockmann.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse

Banknoten.

Sranffud a. M

Berlin

Datum

27 11

28 11

63.5

229

131,13

133.25

131,25

132.4

128,5

69

27 Jloptmber

68,5

71

28 Jlopembtf

74,5

45,25 !

45 ;

44,25

75

101

112

28

27

27

62

Ganaba .

78

150:

135 I

150

134 I

Ote hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 o. H^ Lombardzinsfuß 6 o.H.

24

99

45,75

83,5

45

83

142

143.5

224

11 |

28

170,5

134,25

61.25

64,25

103,5

80,75

108,5

24,75

99,5

168,71 1,436

58,445 112,05 112,10 112,51 10,546

21,92 20,351 4,1915 16,462 81,155

46,65 2,076 0,399

58.995 12,431

7.408

73.26

3.035 18,80

81,39 1,784

5,431 4.193 3,277 20,87

169,05

1,440

58,565

112,27

112,32

112,73

10,566

21,96

20,391

4,1995

16,502

81,315

46,75

2.080

0,401

168.65 1,432 58,43

112,03 112,08

112.48 10,545

21.92 20.347 4,1905 16,453

81,155 46.59 2,076 0,395

58.98 12.43 7.408

73.25 3.035 13.80

81.39 1,784

5,431

4,193 3,257 20,87

59,10 12,45 7,422

73,39 3,041

18,84 81.55

1,789 5.441 4,201

3,263 20,91

63.5

32.13

144

146.5

226

59,115 12,451

7,422 73,40 3,041 13,84

81,55 1.789 5,441 4,201

3,283 20,91

168,99 1,436

58,55 112,25 112.30 112,70 10,565

21,96 20,387 4,1985 16,498 81,315

46,69 2,080 0,397

8

9 O

42

44

84,25

42,5 112.25

269 I

168

133

61,75

64

101,5

75

30

107

23,5

98

30,75

128

42

44,65

83,5

15

12

18

14 13'/,

, 0

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8

8

10

10

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10

43

112,25

272

, 0

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II

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16/,

10

10

15

Schluß« für« i

Philipp Hol,mann . . ßementroetf Heidelberg (Eementroctf Äarlfia6t. Wavb & irrentafl . .

Bereinigte Stahlwerke . Otavi Minen.....

Kaliwerke Aschersleben . Kaliwerke Westeregeln . Kaliwerke GaUbetfurtb .

63,5

31,5 I

141,25 ;

143,5

223 I

11 I

28 1

I. G. Farben.Invuftrte. Dynamit Nobel . . . . EcheideonstaU. . » . . Goldschmidt . . . . . RüigerSwerke.....

Metallgelelllchaft. . . .

IW fl"r *

Danzig. . Aonit.ntin. Arden. .

11 ru uäv. Cairo . .

9

5

6 B

Schluß«. Anfang« fürs | Nur«

Amtlich, Kotierung Geld vrie

27 11 28. 11

yirnft.« Ron. Buen.-AireS Bris.'Anlw. Christiania. Roprndagrn Stockholm - Heisingfors. ytalten. . . London. . . Weunoct . . Poris.... Schweiz .. Spanten.

?, apan . . . Aio be Jan. Wien In D-- £ eft. abgeil Prag - . . . Bcirrad . . Budapest. . Bulgarien Lissabon

Amnichr lionerung

Weid »ne

Frankfurter Maschine« . Griyner.......

Helsliaenstaedl .... Äungbans.......

Lechwerke.......

Mainkraftwerke Höchst a. Miag. .......

Gebe. Roeder ..... Boigl & Haefsner . . . Süddeutsche Zucker . .

23

61,75

Echulldels Patzenhofer . Lstwerke.......

Bfu.........

Lemberg.......

Zellstoss Saldbol . . . Zellstoss Aschossenburg . Charlottenburger Waller Dessauer Gas .

Daimler Motoren . . . Teutlche Linoleum . . Mchchinenbau A.-S. . . Rat. Auwmobil . . . Lrcnstein & Koppel . . Leonharv Tietz . . Evenska ......

60.13

64.5

101.75

75

Frankfurt a. WI.

Serif'

Frankfurt a. Ti.

«Berlin

Schluß- hirt

l'Uhr- Kurs

Schluß« kure

Anfang« Kurs

(Schluß, turs

1 «Uhr- Kurs

Schluß, kurs

Anfang- Kurs

Datum

27 11

28 11

27 11

28 11

Datum

28 11

27 11

28 11

27 11

6% Deutsche Reich-anleihe

86,5

Hamdurg-Amettla Pakei . . . <

68

67,75

66,75

67.5

von 1927 ..........

7% Deullche Reichsanleihe

86,9

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 8

Hansa Dampslchiss.....10

-

143,5

121,5

144

122

von 1929 ..........

Deutsche Anl.-AblSl.-SchuId mit

98,25

98,5

Norddeutscher Lloyd.....8

Allgemeine TeutscheCreditanst. 10

68,25

69,25

68

96,25

69

97

Auelos.-Rechten .....

51,9

52

52,25

Barmer Bankverein .... 10

100

100

100,13

DeSgl. ohne AuSIol.-Rechie . . .

5,6

6

5,6

5,75

Berliner Handelsgesellschaft . 12

124,5

124,75

8% Hell. Bolkvstaat von 1929

88,5

Commerz- und Privat-Bank. 11

109,5

110

109,5

110

irückzohlb. 102%)......

88,25

Darmstädter und Nattonalbank 12

145,5

145,5

146,5

Lberhessen Provinz Anleihe mit

Deutsche Bank und

Auslos.Rechten.......

Deutlckre Komm. Sammelabl.

50

Lisconto-Gelellschast, ... 10

Dresdner Bank......10

107,25 107

108,25

107,4

107,4

108,13

109

Anleihe Serie 1 ....

8% Franks. Hnp.-Bank Goldpfe

49,25

49,6

Reichebank........12

212

212

214

XIII unkündbar bis 1934 . . . 7% Franks. Hnp.-Bank Goldpse unkündbar bU 1932 .....

Rheinische Hyp.-Bank Ciqu. Goldpse.........

98,5

92,5

85,3

1 I

I 1

I I

AEG............o

Bergmann.........9

Elektr. Lieferungrgelellschaft. 10

Licht und Kraft......10

Felten & Guilleaume . . . 7 y, Gesellschast für Elektrische

103

106,5

117,25

106,25

123

119,5

103

121

106,5

117,5

87,25

105

118,25

8% Pr. Londespicmdbriesanstall,

Psondbriese. 19.....

8% Pr Landesplansbriefanstalt,

100

100

Unternehmungen .... 10

Hamburger Elektrizilätt-Werke 10

109,5

-

109

102,9

110,5

102,75

Komm.-Lbl. R. SO......

7% Pr. Lander-ptandbriesanstaU,

97

97

Rbcmilche Elektrizität .... 9

Schlesische Elektrizität. ... 10

114

106.5

108

Pfandbriefe 81......

A S B. dbg. Bor>rregS-ObIigatio- nen. rückzahlbar 1932

97

95

f 1

97

1 1

Echucken & (Io.......11

Siemens & Halske.....16

Dransradto ......... t

117,5 157

161

118,25

157

120

119

159,25

Labmeper & Co....... 1<

121

121

4% Oesterretchtlchc iSolvrrnle . .

26

26

49,5

49,75

4,20% Oesterreichische SUberrenle

Buderus........ 6

<% Oesterreichische Einheitliche

Deutsche Erdöl ...... 6

Essener Steinkohle ...... 8

58,5

<% Ungarische Goldrente .... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4%% desgl. von 1913 ....

4% Ungarische Kronenrenle . . <°9 Türkische Zollanleibe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anl

Serie 1.....

4% desgl. Serie N.......

6% Rumänische vereinb. Rente von 1903 .......

<H% Rumänische vereinh. Rente von 1913 ..........

4% Rumänische vereinh. Rente .

22,8 17,5

19 1,55 ä,15

3,2 3,2

7,9

111111 :

22,75

17,75

19

1,5

3,05

22,7

17,9

18,75

3,05

Gelsenkirchener ....... 8

Hocsch Eilen........634

Ilse Bergbau ....... 10 Klöcknerwerke

Köln-Neuesten ....... 7

MonNcrmann.Nöhren . . . '

82,75

75,5

64,5

66,75

82,9

75,5

68

156

65,75

76

64,5

83 76,25

69

158

67 77.75 65,75

4,Z

3,2

3,2

3,1

Marisfelder Bergbau . .... 7

Cberldilel. Eisenoedarf .... 6

Qberschlcs. Kokswerke.....'

I I 1

I I 1

37

37

66,5

37,25

67

8

8

Pbönir Bergbau .... 6Vi

Rheinische Braunkohlen . . 10

59,5 151

_

59 150,75

59.13

151,75

6,4

12,75 6,4

12,75

6,4

Riebt d Mo ata» ...... 7,2

69

72

68,25

70,25

Berlin, 27. November

Gelb

Bries

Amerikanische Noten......

4,182

4.202

Belgische Noten. .......

58,25

58,49

Länijche Noten . .......

111,84

112,28

Eng'ische Noten ........

20,32

20,40

Französische Noten.......

16,442

16,502

Holländische Noten.......

168,36

169,04

Italienische Noten........

21,88

21,96

Norwegische Noten.......

111,83

112,27

Deutsch-Oesterreich, tz 1OO Schilling

58.85

59 09

fliuniaiiild)» Noten.......

2,472

2.49?

Schwedische Noten.......

112,30

112.74

Schweiler Noten ........

81,02

81 24

Spanische Noten........

46,61

Dchechoslowokische Roten.....

12,39

Ungariiche Roten .....

73,10

7340

DcDifenmarfl Berlin

- Sranffurl

a. M.