Nr. 25 Drittes Blatt
Dienstag, 28. Zanuar 1950
Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesten)
Wirtschaft.
Hekoga.
Der Vorstand soll weiter verhandeln.
D a r m st a d t, 27. Jan. (1BIB.) Die heutige Generalversammlung der hekoga ist, wie vorauszusehen war. ohne positives Ergebnis geblieben. Das dürfte zum Teil darin begründet (ein, daß die Vertreter von Worms und Mainz ohne klare Richtlinie »gekommen waren. Neber den Verlauf der mehrstündigen Sitzung war Roheres nicht zu erfahren. Ls wurde folgender Bericht ausgegeben:
Die Generalversammlung hat von dem gegenwärtigen Stand der Verhandlungen Kenntnis genommen. Sie beauftragt den Vorstand und 21us- sichlsrat, alle noch bestehenden Zweifel und Bedenken zu klären und demnächst der Generalversammlung die neu zu sormulie- renden Vertragsentwürfe zur endgültigen Verabschiedung vorzulegen.
*
• Französische Außenhandels st ati- st j k. Die französische Außenhandelsstatistik für 1929 zeigt nach den Veröffentlichungen der Zollverwaltung folgende Ziffern gegenüber dem Vorjahre: Die Einfuhr belief sich auf 58 284 625 000 Frs. für 59 447 195 To. Das bedeutet gegenüber 1928 eine Erhöhung der Einfuhr um 4 849 072 000 Frs. oder 107 788 To. Die Ausfuhr betrug 50 072 348 000 Frs. oder 39 888 775 To., was gegenüber 1928 einen Rückgang von 1 302 381 000 Frs. oder 1 237 185 To. bedeutet.
• Mitteldeutsche Stahlwerke A. - G., Berlin. Der Betriebsüberschuh nach Deckung sämtlicher Zinsen, Verwaltungs- und Handlungsunkosten stellt sich einschließlich 200 000 Mk. Vor- trag auf 13 070 000 (im Vorjahr 12 3 30 000) Mk. Aach Abschreibungen von 3 730 000 (3 660 000) Mk. und nach Abzug der Steuern und sozialen Lasten mit 4 920 000 (4 850 000) Mk. verbleibt ein Reingewinn von 4 360 000 (3 790 000) Mk., woraus 8 (7) Prozent Dividende verteilt werden sollen. Aach dc.n Geschäftsbericht für 1928/29 betrugen Produktion und Umsatz im Berichtsjahr: Förderung an Rohkohle 1 843 308 (1 5.7 080) Tonnen, Rohstahlerzeugung 538 1(7 (477 511) Tonnen. Umsatz an Fremde 107 521 510 (92 307 721) Mk.
• Oberschles. Cisenbahn-Bedarfs- A. - G., G l e i w i tz. Der Aufsichtsrat beschloß, nach angemessenen Abschreibungen die Verteilung einer Dividende von 6 (im Vorjahr 5) Prozent vorzuschlagen.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a.M., 28. Ian. Tendenz untiefer. — Im Dormittagsverkehr war die Tendenz f e st e r , ausgehend von einer besseren Beurteilung der innerpolitischen Lage und des sehr leichten Geldstandes, da letzterer für einen reibungslosen Ultimoverlauf verbürmm dürfte. Anschließend hieran rechnet man auch mit weiteren Deckungen zum heutigen Liquidationstage, so daß die Stimmung recht zuversicht- I i ch war. Doch trat zu Beginn des offiziellen Marktes plötzlich ein Tendenzumfchwung ein. Die Kulisse schritt zu Abgaben, und vom Farbenmarkt ausgehend, war die Haltung schwächer. Angeblich soll eine Teilumstellung bei der I.-G. - Farben hinsichtlich der Benzolherstellung vorgenommen werden, wobei gemutmaßt wurde, daß das bisherige Verfahren nicht rentabel genug gewesen sei. Dies bildete heute den hauptsächlichsten Unficherheits- faktor. Alle übrigen Märkte standen ebenfalls unter Druck. Sonst lagen nachteilige Momente eigentlich nicht vor, doch ergaben sich gegen die höheren Vormittagskurse recht erhebliche Verluste. Auch am Siemensmarkt war die Lage noch nicht geklärt. Man war immer noch unsicher hinsichtlich der geplanten Transaktion. Die Baissepartei war immer noch in Angriffsstellung und dieses Papier büßte bis 3 v. H. ein. Don sonstigen Elektroaktien gaben AEG.. Chade und Schuckert von 1 bis 2,5 v. H. bzw. Mark nach. Am Chemiemarkt verloren Farben aus den erwähnten Gründen 3 v. H. Deutsche Erdöl lagen im Zusammenhang hiermit 2 v. H. obgeschwächt. Der Montanmarkt wurde von der veränderten Situation im allgemeinen nur wenig
berührt. Besonders Rheinstahl waren nur geringfügig niedriger. Die Deränderungen gingen an diesem Markt kaum über 1 v. H. nach der Minus- eite hinaus. Das Geschäft war bei der geringen Aufnahmelust und dem schlechten Ordereingang nur gering. Deutsche Linoleum verloren 2,5 v. H. Am Bankenmarkt gaben Reichsbank 2.5 v. H. nach. Gut behauptet lagen Dedibank, während Barmer Dank bis 1 Prozent anziehen konnten. Auch für Zellstoff Waldhof bestand einiges Interesse, bei einer geringfügigen Besserung. Gut gehalten eröffneten noch Harpener und Klöcknertberie. Renten still. Deutsche Anleihen leicht gedrückt. Im Derlaufe gaben die meisten Werte, verursacht durch den Druck, der vom Farbenmarkt ausging, .weiter bis 1.5 Prozent nach. Rur für Montan- werte bestand einiges Interesse, die bei etwas lebhafterem Geschäft bis etwa 1 Prozent gegen Anfang gewinnen konnten. Der Geldmarkt war mit einem Sah für Tagesgeld von 5,5 Prozent unverändert; Geld über Ultimo war mit 7,25 bis 8,25 Prozent notiert. Am Devisenmarkt war die Mark fester, Madrid schwach. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1833, gegen Pfund 20 359, London gegen Kabel 4 8650, gegen Paris 123,8850, gegen Mailand 92,88, gegen Madrid 37,90, gegen Holland 12,11, gegen Schweiz 25,1850.
Berliner Börse.
Berlin, 28. Ian. Aachdem schon im heutigen Dormittagsverkehr stärkere Zurückhaltung bei der Spekulation bemerkt wurde, die ihre Begründung in den gestrigen Ausführungen des Reichsfinanzministers über die Ka.sen- lage des Reiches fand, war auch vorbörslich die Tatsache, daß nun vorläufig keine Steuersenkungen zu erwarten seien, das Hauptgesprächsthema. Hinzu kam der heutige Liquidationstag, der neue Käufer fehlen ließ. Ausgesprochen schwach lagen I.-G.-Farben, da die gestern gemeldeten Erfolge der Ruhr-Chemie- A.-G. in der Benzolherstellung für Farven Konkurrenzbefürchtungen auslösten, und die aus dem Auslande gemeldeten Hehversuche gegen Farben verstimmten. Dom Farbenmarkt ausgehend, enttäuschte die Börse durchweg und eröffnete überwiegend 1 bis 3 v. H. schwächer. Svenska verloren 6,5 v. H., Polyphon 3,5 v. H., was um so auffallender ist, als die Londoner Börse angeblich fester eröffnete. Auch Chade- aktien minus 4 MaR. Siemens minus 4,25 v. H. Salzdetfurth minus 5,5 v. H. Deutsche Anleihen lagen nicht ganz einheitlich. Don Ausländern notierten die vierprozentigen Mexikaner mit Minus-Minus-Zeichen. Der Pfandbriefmarkt war uneinheitlich. Der Geldmarkt war trotz des Ultimos unverändert leicht. Tagesgeld 4,5 bis 6,5 x>. Sy; Monatsgeld 7,5 bis 9 v. H.: Warenwechsel etwa 6,5 v. H. Aach den ersten Kursen war die Tendenz uneinheitlich. Am Montanmarkt war das Geschäft, besonders in Rheinstahl und Rheinischen Braunkohlen, bei höheren Kursen etwas lebhafter. Da aber Farben weiter schwach lagen, konnte sich eine aufkommende freundliche Stimmung nicht behaupten. Man verwies auf die Meldung eines Mittagsblattes, wonach das Leunawerk ein neues Derfahren in der Benzolherstellung versuche, und kombinierte, daß die I.-G.-Farben bei der bisherigen Herstellung anscheinend nicht den gewünschten Erfolg gehabt habe.
1. Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Friedberg.
* Friedberg, 26. 3 an. Die Industrie- und Handelstarnmer Friedberg hi:lt dieser Tage in ihren neuen Räumen ihre erste Iahressihung ab, die vom Präsidenten der Kammer, Kommerzienrat Langsdorf, eröffnet wurde. Aachdem der Syndikus der Kammer, Dr. Göbel, einen Rückblick auf das Wirtschaftsjahr 1929 gegeben hatte, wurde das Präsidium der Kammer einstimmig w'.edergewählt. Als Aachfolger für den verstorbenen Aotar Stahl wurde Dr. Hans Göbel, der feit 1. März 1925 in den Diensten der Kammer steht, einstimmig zum Syndikus der Kammer ernannt Der Tätigkeitsbericht für das abgelaufene Iahr ergab, daß die Kammer auf den verschiedensten Gebieten der Wirtschafts- und Finanzpolitik um
fangreiche Arbeiten zu leisten hatte. Aus dem Tätigkeitsbericht ist besonders hervorzuheben, daß ich die Oeffentliche Handelslehr- anstalt Friedberg, deren Träger die Kammer ist, in einer günstigen Entwicklung befindet. Es wurden verschiedene Derkehrsfragen behandelt und u. a. bekanntgegeben, daß die Kammer bei der Reichsbahnhauptverwaltung in Berlin beantragt hat, die FD-3üge 191 192 mit Inkrasttreten des neuen Fahrplans in Bad- Aauheim wieder halten zu lassen. Die übrigen Punkte der Tagesordnung betrafen u. a. die Gasfernversorgung, die Derg'eichsord- nung, die Jnsolvenzstatlstik, das Zündholz- monopolgcseh und die Sachlieferungen auf Reparationskonto.
Behördenangcstellten Gautag.
Die Behördenangestellten im Gewerkschastsbund der Angestellten des Gaues Hessen fanden sich — wie man uns berichtet — in Gießen zu einer Gautagung zusammen. Die Tagung war außerordentlich stark besucht. Unter den Anwesenden befand sich auch Stadtverordneter G e ß n e r (Frankfurt a. M.).
Aach der Begrüßung durch den Dorsitzenden, Regierungsangestellter Baußmann, wurde von ihm, den einzelnen Gruppen und vomGau- sachgruppenlritrr Br au he (Franisurt a. M.) Bericht erstattet über die geleistete Arbeit. Alle Teilnehmer kamen zu der Ueberzeugung, daß im vergangenen Iahre fruchtbringende Arbeit durch den Gewerkschaftsbund der Angestellten für die Behördenangestellten des Gaues geleistet worden ist.
Der Führer der Behördenangestellten im Ge- wercschacksbund d:r Angestellten Schimpf (Berlin) sprach dann über die Bedeutung und Der- ankcmng des Berufsstandes der Beyördenange- stellten in der Derwaltung. Er zeigte die große Aufgabe, die den Behördenangestellten im deutschen Dellsstaat zufällt, die sie im Verein mit ihren Siandeskollegen der Wirtschaft zu lofen haben. In seinen weiteren Ausführungen erörterte er die Stellung und Aufgaben der Beamten und Angestellten in der Verwaltung. Am Schlüsse seiner Ausführungen zeigte er den Weg, den der GDA. einschlagen will, um den Behördenangestellten die Geltung zu verschaffen, die sie durch ihre Arbeitsleistung verdienen. Er forderte die Anwesenden zur Kritik an seinen Vorschlägen auf und bat um weitere Mitarbeit. Der überaus starke Beifall und die Zustimmung der Teilnehmer zu den Ausführungen ließ erkennen, daß die Mitarbeiter auch fernerhin ihre ganze Kraft in den Dienst dieser Forderungen stellen. Die anschließende Aussprache gab neuen fruchtbaren Boden für die Weiterarbeit. Eine Reihe von Ortsgruppen hatte Anregungen gegeben, über die im weiteren Verlauf der Tagung beraten und beschlossen wurde.
Dann nahm Regicrungsangestellter Fischer aus Wiesbaden das Wort zu seinen Ausführungen über „Ethik des DetriebSräterechts in der Verwaltung". Dabei wurden auch die Fragen über das Mitbestimmung (recht der Behörden- angeftellten aufgerollt, die Tätigkeit des Betriebsrates, wie sie sein soll, klar herausgestellt und die Bedeutung der Person als Betriebsrat ausführlich besprochen.
Der Gaufachgruppenvorfitzende Baußmann (Wiesbaden) dankte dann den Kollegen für die Mitarbeit und sprach seine Freude darüber aus, daß diese Tagung eine Arbeits*" >ng gewesen sei, die von d:r Kraft und dem Willen der Be- hördenangestelll.en, ihre Stellung au-yUuauen und zu festigen, zeuge.
Das Bauwesen in der Stadt Alsfeld im Jahre 1929.
« Alsfeld, 25. Ian. Ein Rückblick auf die im Iahr 1929 geleisteten Arbeiten beweist, daß auch im abgelaufenen Iahre in unserer Stadt eine rege Bautätigkeit im Hochbau wie im Tiefbau herrschte, die trotz der Schwere der Zeit Zeugnis ablegt von dem festen Willen einer aufstrebenden kleinen Stadt, sich im Existenzkampf zu behaupten und vorwärts zu kommen. Insgesamt wurden 34 neue Wohnungen erstellt, davon entfallen auf Wohnungsneubauten 24 Wohnungen, auf durch Umbauten geschaffene neue Wohnungen 6. Durch Errichtung öffentlicher Gebäude wurden 4 neue Wohnungen geschaffen. In Gewerbebetrieben wurden 10 neue Baulichkeiten errichtet, darunter ein Fabrikerweiterungsbau. An Wohnungsneubauten wurden 14 Häuser
errichtet: an öffentlichen Gebäuden wurden von der Stadt das neue Postgebäude im Werte von 211000 Mark, sowie von der Bezirkssparkasse Alsseld der An- und Umbau des alten Post- gebäudes geschaffen. An Tiefbauarbeiten wurde die von ber Stadt seit Wiederherstellung der festen Währung in Angriff genommene Durchführung der allgemeinenKanalisation tatkräftig fortgesetzt. Cs wurden neu kanalisiert: der vordere Teil des Schwabenröderweges, Straße im Grund, Ludwigsplah, Akicenstraße, in Der Hohl, Forsthof, Schausuhgasse, sowie der noch ausstehende Rest der unteren Fuldergasse, zusammen runb'2000 lausende Meter Kanalisation. An Aeupslasterung der Straßen mit Kupferschlackensteinen wurde der Doßmarkt und der Ludwigsplah, zusammen 1580 Quadratmeter ausgeführt. Mit neuem Mosaikpflaster wurden 700 Quadratmeter Bürgersteige versehen, mit Basaltinplatten etwa 3000 Quadratmeter Bürgersteige. An Strahenn^u bauten wurden in 1929 ausgeführt: Bürgermeister-Haas-Straße, Sandweg, Mellenbergstraße (Fortsetzung), Weg entlang der Bleiche, In der Hohl, Ludwigsplatz und Schellengasse, zusammen 5500 Quadratmeter Chaussierung Zur Zeit läßt die Stadtverwaltung Aotstandsarbciten ausführen zur Beschäftigung von Wohlfahrtsempfängern und ausgesteuerten Arbeitslosen, wodurch es möglich wird, den Winter über einer größeren Anzahl von Personen wieder Arbeitsgelegenheit zu schaffen. Trotz der in den letzten Jahren auf dem Gebiete der allgemeinen Kanalisation und des damit zusammenhängenden Straßenbaues von der Stadt aufgewendeten erheblichen Kapitalmittel ist es bis jetzt gelungen, den städtischenVoranschlag seit dem Rechnungsjahr 1927 ohne Steuer- erhöhunq zu balancieren. Auch für das Rechnungsjahr 113) dürfte infolge des günstiger Rechnungsabschlusses von 1923 eine Steuererhöhung voraussichtlich nicht zu erwarten fein.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber 'einerlei Verantwortung.) Geheizte Straßenbahnwagen.
Wer öfters, ober gar täglich mit der Straßenbahn fährt, wirb schon bie angebrachten Heizkörper unter ben Sitzen in einzelnen Wagen gesehen haben. Man freut sich wirklich, baß auch mir in unserer Stabt enblich so weit gekommen finb. Es scheint aber so, baß mit der Anbringung allein auch alles erledigt ist, denn vom Heizen der bereits mit Heizkörpern versehenen Wagen habe ich bis heute noch nichts gemerkt, unb- ich fahre täglich mit einem der ersten Wagen. Auf mein Befragen bei oerschiebenen Schaffnern, warum sie bie Heiz ng nicht einschalten, würbe mir erklärt, baß die Sicher rungen herausgeschraubt wären unb erst höheren Ortes bestimmt werben müsse, wenn die Heizung eingeschaltet wirb. Demgegenüber stehe ich aus dem Stanbpunkt, baß man es doch ben Schaffnern überlassen müßte, von Fall zu Fall selbst bie H-eizung einzuschalten. Es würbe jedenfalls beim Publikum alle Anerkennung finden, wenn wenigstens die ersten Wagen morgens unb bie letzten a b enbs geheizt würben, zumal bie Fahrgäste am Margen aus ber warmen Wohnung unb abends meist aus überhitzten Eisenbahnwagen herauskom- men unb sich bann in die kalte Elektrische setzen müssen, was ohne Zweifel für Empfindliche zu Erkältungen führt. Gerade bei naßkaltem, ungesunden Wetter wäre die Heizung an bestimmten Stunden am Platze. Und nicht zuletzt tut es auch den Schaffnern gut, wenn sie beim jeweiligen Fertigmacken ihres Wagens sich einmal beim Durchgehen die Hände wärmen können. Ich hoffe bestimmt, d'ß diese Zeilen zur Abstellung dieses Uebelstande^ genügen werden. K. S-
Letzte Nachrichten.
Auslieferung d 6 Frankfurter Betrügers Sauerbrey.
Prag, 28. Januar. (WTB. Funkspruch.) Der Millionenbetrüger Sauerbrey aus Frankfurt a.2R., der wegen falscher Anmeldung zu drei Monaten Gefängnis verurteilt worden war, hat seine Strafe verbüßt und wird heute den reichsdeutschen Behörden übergeben werden. Er wird an die Grenze gebracht werden, wo ihn die bereits verständigte deutsche Polizei über- nehmen wird.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 6,5 v. H., Lombardzinsfuß 7,5 v. H.
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Dries
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4,183
Belgische Noten ......
58,13
58,37
Dänische Roten .......
111,55
111,99
Englische Noten . .......
20,33
20,41
französische Noten .......
16,44
16,50
Holländische Roteu .......
167,71
168,39
Italienische Noten........
21,86
21,94
Norwegische Noten.......
111,38
H1.82
Deurich-Oelterreich, 4 100 Schilling
58,70
58,94
Rumänische Noten ......
2,466
2,485
Schwedische Noten.......
11,88
■12,32
schweizer Noten . ......
80,89
81,21
Spanische Noten .......
54 29
54,51
T'chechoilowakilchr Noten.....
12,32
12,38
Ungarische Noten .....
72.90
73,20
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
27. Januar
28- Januar
Amtliche Notierung
timUidtr Not > rung
Weir
Brie,
<4>elr
Art I
Amil--Ron
68,00
168,34
167.95
178,29
Buen.-Aireö
1,680
1,684
1.669
1.673
«rff.-Anrw
58.215
58,335
58,215
58.335
ChriMania
111,67
111.89
111.66
111,88
Kopenhagen
111,84
112,06
111,87
112,09
Stoddolm .
112,20
112,42
112,24
112,46
Helsingtors, Italien. .
London. . .
10,508
21.88
10,528
21,92
10 508
21,875
10,528
21,915
20,339
20.379
20,339
20,379
Reuvork . .
4,1805
4,1883
4,1815
4,1895
Paris. . . .
16.41
16,45
16,415
16,455
Schweiz . .
80.76
80.92
80,76
80,92
Spanien .
54,45
54,55
53,90
54,00
Japan . . .
2,057
2,061
2,057
2,061
Rio de Jan
Wien in D..
0,475
0,477
0,477
0.479
Cefl. abgest
58,835
58,955
58.83
58.95
Prag . Belirad •
12,37
12.39
12.37
12.39
7,376
7,390
7,375
7,389
Budapest. .
73,10
73.24
73,105
73,245
Bul arten
3,027
3,033
3,027
3 033
Lissabon
18,71
18,75
18,78
18,82
Danzig. flonft .nrin-
81,33
81,49
81,335
81,495
1,968
1,972
1,163
1,967
Athen. .
5,445
5,455
5,435
5,445
Lanoda
4,134
4.142
4,134
4.142
Um uay
3,826
3.834
3.796
3,804
6ano . .
20,86
20,86
20,86
20,90


