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SJt.-'fpoit

Schatte wieder im WSV.

Der kürzlich von der Spruchkammer deS West­deutschen Verbandes verfügte Ausschluß von Schalke 04 aus dem Westdeutschen Spielverband ist zurückgenommen worden, so daß Schalke wie­der dem WSV. angehört. Hiermit ist natürlich nicht die zu Berufsspielern erklärte Meisterelf, sondern der Gesamtverein Schalke 04 gemeint.

Kronfeldö Rekord-Gegelflug anerkannt.

Die Segelflugleistung von Robert Kronfeld beim Streckenflug mit einer Entfernung von 164,510 Kilometer wurde von der Federation Aeronauti- que Internationale als internationaler Rekord anerkannt.

Dritter Platz ...

Oblt. Hasse konnte am Dienstag in Toronto auf Elan in einem Armee-Jagdspringen nur den dritten Platz belegen hinter Kanada und Ame­rika. Die deutschen Reiter treten am 4. Dezember von Reuyork aus auf dem DampferHamburg" die Heimreise an und werden am 11. in der Hei­mat erwartet.

Englische Rugbyspieler in Deutschland.

Zum ersten Male werden Anfang Januar eng­lische Rugbyspieler Deutschland besuchen. Die Har- row Argonauts treffen zunächst am 4. Januar in Leipzig auf den Akademischen Sport-Club; über

die weiteren Spielabschlüsse schweben zur Zeit noch Verhandlungen.

Kurze Sportnotizen.

Schwedens Tennisspieler werden sich 1931 nicht an den Spielen um den Davis-Cup be­teiligen, da den Schweden die nötigen Llebungs- gelegenheiten fehlen.

Oberleutnant Hasse belegte beim inter­nationalen Reitturnier in Toronto in einem Ar­mee-Jagdspringen aufElan" den dritten Platz. AmerikanischeEishvckeyspieler wer­den sich im Februar an den Europameisterschaften in Krynica beteiligen.

Der Wiener AC. unterniimnt am Jahres­ende eine Süddeutschlandreise und spielt in Mün­chen, Augsburg und Nürnberg.

Franz Doja, der in Amerika weilend« Dort­munder Mittelgewichtler, kämpfte am Mittwoch in Reuyork gegen den unbekannten Amerikaner Dattley unentschieden.

Mit 80 Siegen ist der Trainer S. G. Dutzke nach Ablauf der Flachrennsaison der erfolgreichste Trainer.

Startverbot für Kämpfe in Polen er­hielten die Amateurboxer deS Südostdeutschen Verbandes wegen der Unterdrückung der deut­schen Minderheit in Polen.

Prinz Aga Khan, der erfolgreiche eng­lisch-indische Rennstallbesitzer, gewann in der letzten Rennsaison den stattlichen Betrag von einer Million.

Wer hat recht?

Zu dem in der Samstagnummer ver­öffentlichten ArtikelWer hat recht?" geben wir im Rachstehenden eine Erklärung des Gescha tsführers des Gaues G ehen-Wetzlar berichtigend wieder. (D. Red.)

... Sie nicht, Herr Rabe! Ist Ihnen bei Ab­fassung dieses Artikels nicht die Erkenntnis ge­kommen daß durch dessen Veröffentlichung unserer Sportbewegung ungemein geschadet ist? Haben Sie nicht einen Moment an die Herren gedacht, welche zum Aufbau unseres Sportes ihr Ganzes einsehen? Denken Sie hierbei doch nur einmal an unseren Gau-Jugendobmann, mit welcher Selbstlosigkeit sich dieser Herr für die Jugend einsetzt. Glauben Sie wirklich, daß durch Ihre Aeuherung die Eltern überzeugt würden, ihre Kinder in gute Hände zu geben? Sollten Sie davon überzeugt sein, so rate ich Ihnen, sich bei mir einen guten Rat zu holen, welchen ich nicht in die Tagespreise setzen will.

Herr Rabe, Sie scheinen wirklich noch nicht allzulange in der Sportbewegung zu stehen, sonst mühten Sie wissen, dah wir Schupo nicht auf unseren Sportplätzen brauchen und eS nie dazu kommen lassen, dah diese benötigt wird. Sollte dies aber Ihr Wunsch sein, darin nehmen Sie lieber nie mehr eine Schiripfeife zur Hand.

Die Behauptung, dah sich die BerbandS- inftanzen gegenseitig in die Arme fallen, ist

unzutreffend. Wenn Sie nun gerade einen Fall herausgreifen, bei welchem die höhere Instanz ein Urteil geändert hat, so geschah dies nach Anhören der in Frage kommenden Partei und des Schiri. Ich kann nur versichern, dah bei den Berbandsorganen ein gutes Zusammenarbeiten besteht.

Die Bemerkungnicht mit dem sportlichen An­stand" vereinbaren zu können, dah herausgestellte und noch nicht für Derbandsspiele spielberechtigte Spieler in Privatspielen mitwirken, mutet jedem mit den Bestimmungen des WSV. Vertrauten komisch an. Ich würde Ihnen deshalb in Zukunft dringend raten, sich erst mit den Satzungen ver­traut zu machen, bevor Sie an die Oeffentlichkeit treten.

Inwieweit sich die Presse an einer Aufklä­rungsarbeit beteiligen soll, kann ich Ihnen nicht sagen, wohl auch nie können, da mir dies un­verständlich ist.

Hiermit schließe ich meine Ausführungen.

Wir aber werden weiterarbeiten anderErziehungundsportlichenEr- tüchtigung unserer Jugend, auch ohne Schupo, zum Wohle unserer Jugend selbst und unseres edlen deutschen Sports.

Friedrich Bötz, Geschäftsführer im Gau Giehen-Wetzlar.

Bei Zungfliegern zu Gast.

Erste Eindrücke eines angehenden Gießener Segelfliegers.

Mit großem Interesse hab« ich immer die Groh- taten in der Luftfahrt verfolgt. Ich erwähne nur den Weltslug des Grafen Zeppelin und die letzten glänzenden Leistungen des Do X. Auch hatte ich als Giehener des öfteren Gelegenheit, das Lan­den und Starten derMotorflugzeuge zu beob­achten. Schon das Knattern des Motors war für mich immer das Symbol der Gewalt und der alles überwindenden Kraft. Der Zeppelin gm Rachthimmel hatte aber für mich etwas äleber- rrdisches an sich.

Dagegen konnte ich mir nie viel unter der Segel­fliegerei vorstellen. Große Reisen kann man mit solch einem Segelflugzeug nicht machen, es fliegt auch nur bei dem nötigen Wind ob man da­mit überhaupt hochkoimnen kann? ohne Mo­tor? Schon bei der bloßen Vorstellung, so frei in der Luft zu schweben, wird einem ja schwindlig. Ein Absturz... nicht auszudenkenl Bei Zeppelin und Motorflugzeug hat man wenigstens einen oder mehrere Motorre, zu deren HS-Zahl man doch Vertrauen haben kann! Aber der Segelflug? Wel­chen Zweck hat der Segelflug überhaupt?

Mit solchen und ähnlichen Gedanken nahm ich eines Tages eine Einladung zu einem Segelflug- tag an. Um 8 Ufjr fuhr der Jungfliegertrupp per Rad los (einige fuhren mit der Bahn) nach dem in der Nähe gelegenen Flugplatz. Allmählich wurde die Welt immer buckliger und nach drei­viertelstündiger strammer Fahrt die Segler hielten ein flottes Tempo kam der Flugplatz,

di« Höhe 283, halbrechts in Sicht, die ich mir zu­erst ziemlich gleichgültig, dann aber mit immer größer werdendem Respekt betrachtete. In schneller Fahrt fuhren wir in das am Fuße deS Berges gelogene Dorf ein, und aus dem Halloh, mit dem wir begrüßt wurden, erkannte ich, daß hier wei­tere Jungflieger beheimatet waren. Auch das Segelflugzeug,

Der Zögling"

war hier in einem Schuppen untergebracht.

Rach kurzer Rast ging es an die Arbeit: an das Zusammensehen derKiste", die in einer Viertelstunde montiert und auf das Fahrgestell gehoben war. Der Trupp bewegte sich sodann als kleines Verkehrshindernis durch das Dorf. Die Ausmaße des Flugzeuges 10 Meter breit und 5,5 Meter lang fielen mir jetzt erst besonders auf. In praller Sonne führte der Weg die Höhe hinauf. Obgleich man im Schatten unter den gro­ßen Tragflächen gehen konnte, haben wir doch manchen Tropfen Schweiß vergossen. Oben ange­kommen, belohnte uns ein herrlicher Rundblick! Unö ein prächtiger stetiger Wind, so kräftig, dah immer ein Jungflieger auf dem Führersitz Platz nehmen mußte, damit dieKiste" nicht vorzeitig davongeweht wurde.

Der starke Wind war übrigens sehr günstig, denn es sollte eine B-Prüfung geflogen werden! Der Flugkandidat mußte auch jeden Augenblick aus dem Tale erscheinen. Aber vorerst sahen wir

nur einige Landlcute aufs Feld gehen, dann er­schienen einige Kurgäste, darunter auch einige junge Damen, die sich vor einigen Tagen bereits glänzend als Startleute bewährt hatten und ent­sprechend herzlichst begrüßt wurden. Inzwischen hatte sich auch der

Held des Tages elngefunden. Er nahm den Führersitz ein, ließ sich anschnallen und erhielt von dem Flugleiter noch einige Ermahnungen:Du nimmst dir vor­erst einen festen Richtungspunkt, den Steuerknüp­pel ruhig; erst Richtung geradeaus, dann über dem grünen Felo gehst du in Linkskurve über und hältst auf den Baum im Hintergelände zu, kurz vor dem Baum seht du zur Rechtskurve an, fliegst sie aus und landest auf dem abgeernteten Acker in der Wegegabel dort hinten."

Ich hatte inzwischen mich zu der Startmann­schaft aufgestellt. Schon ertönten die Kommandos: Ausziehen!" Die Startmannschaft setzte sich in BewegungLaufen!" Wir Start- leute rannten wie besessen.Los!" Das Flug­zeug wurde von den Halteleuten freigegeben, und als ich aufsah, sauste es schon in 5 bis 6 Meter Höhe Über unsere Köpfe weg, ging ruhig und sicher in Linkskurve, drehte zur Rechtskurve, saust« in Augenhöhe am Hang vorbei, drehte bei, und landete in langsamem Ausgleiten an der Wege­gabel. Genau wurde der Flug von allen, beson­ders dem Flugleiter und den Sportzeugen mit der Stoppuhr in der Hand verfolgt. Der Flug war mustergültig und hatte weit über die vor- geschriebene Zeit gedauert. Und so erhob sich ein lebhaftes Winken, um den im Tale Angekomme­nen von dem Erfolg seines Fluges in Kenntnis zu sehen. Dann rannte alles zu Tal, um zu gratu­lieren und das Flugzeug wieder heraufzuholen. Während der weiteren Starts, die von denal­ten" Fliegern geflogen wurden, gelang es mir, mich an den neuen FI leger heranzumachen! Ich drückte ihm meine Bewunderung aus und be­nutzte die Gelegenheit, ihn Über all das auszu­fragen, was für mich als Reuling des Wissens wert war und das war sehr viel!

Im Laufe der Unterhaltung erfuhr ich fol­gendes: Für die meisten, dem Flugbetrieb Fern­stehenden, ist das Besteigen eines Flugzeugs oder gar eines Segelflugzeugs ein Wagnis. Auch der Jungflieger besteigt dieKiste" beim ersten Start mit einem gewissen Gefühl der Unsicherheit. Das ist selbstverständlich aber das legt sich. Auch

das sogenannteFracksausen", ein komisches Gesühl im Magen, verliert sich. Es kommt daher, daß der Flieger beim Start sich eben noch im Zustand der Ruhe befand und schon in wenigen Augenblicken eine bedeutende Geschwin­digkeit erreicht haben muß. Die Beschleunigung beim Start ist der Anlaß zu jenem eigenartigen Empfinden. Im Übrigen haben die Anfänger bei den e r st e n B o de n r u t s che n, die sie machen, nur darauf zu achten, daß sie ruhig sitzen und den Richtungspunkt im Auge behalten. Alles andere macht die Maschine: Sie hebt sich bis etwa l/2 Meter über den Boden, senkt sich allmählich und kommt dann nach einigen Metern Doden- rutsch zur Ruhe. Wenn sich das nötige Sicher­heitsgefühl eingestellt hat, werden Flüge an klei­neren Hängen ausgeführt und erst allmählich wird der Jungflieger an größere Hänge und freiere Flüge gewohnt.

Ja, und dann wird einem schwtndlichl" unter­brach ich ihn.Und außerdem ist man ange- schnallt und kann nicht mal runter, wenn oie Sache brenzlich wird!"

Das ist derselbe Unsinn, den man immer wie­der zu hören bekommt", sagte der Flieger,denn es ist noch nie jemand beim Fliegen schwind- lich geworden. Du kannst ja bei denen umfragen, die schon mal eine Luftreife gemacht haben. Ge­nau so wenig stellt sich das G^ühl des Schwin­dels beim Segelfliegen ein. Denn dadurch, daß man srei schwebt, fehlt jeder Vergleichsmahstab. Sieht man an einem Turm herunter, kann sich Schwindel einstellen, ebenso, wenn man an dem Haltetau des Fesselballons herabsieht.

was das Angeschnalltseln anlangl, so ist ev ein wahres Glück, daß man laut Vorschrift angeschnallt fein muh.

Was würde pasfleren, wenn einer in 10 Meter Höhe abspringen wollte! Was würde aus ihm, und was aus dem Flugzeug? Rehmen wir an, das Flugzeug tarne, was selten oder nie passiert, durch widrigen Wind oder durch Hängenbleiben in Bäumen oder durch Anrennen an Boden- Unebenheiten insAbschmieren" oder Ueber- schlagen, so kann der Flieger nirgends sicherer sein als angeschnallt auf seinem Sih. Denn der Sitz ist so eingebaut, dah erst das Flugzeug in Trümmer gehen mühte, bevor der Mann auf dem Sitz beschädigt würde; die Derflcherungsstatistik zeigt, dah, von wenigen Seltenen Ausnahme­fällen abgesehen, die Versicherung nicht in An­spruch genommen worden ist. Wenn man von Unglücksfällen liest, dann hcnidelt es sich fast immer um Flüge, die für uns Jungflieger nicht in Frage kommen: Rekordflüge, Höhenflüge, Fern- und Dauerflüge, Flüge über unbekanntem Gelände oder um Probeflüge auf neuen, noch nichtabgenommenen" Maschinen.

Alle Flugzeuge auch unsere beiden find von einer besonderen Kommissionabgenommen" und zum Fliegen zugelassen. Von uns allen hat noch kein einziger einen Pfennig aus der Ver­sicherung hu beanspruchen brauchen."

Unter diesen Gesprächen waren weitere Starts gemacht worden, da aber der Wind inzwischen nachgelassen hatte, wurde das Fliegen abgebro­chen, das Flugzeug zu Tal gebracht und ein­gestellt. Rach kurzer Erfrischungspause fuhr ich mit einigen Jungfliegern mit unserm Tretmotvr (Rad) nach Hause.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem

Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) werkwürdig, sehr merkwürdig!

Die Leser der angesehensten Zeitung in einer Gegend, in der die Tabakindustrie seit über einem Jahrhundert heimisch und groß ist, dürfte es inter» essieren, zu erfahren, daß Reichsfinanzminister Dietrich in einer Versammlung der Deutschen Staatspartei in Bielefeld neuerdings "geäußert hat, die Gemeinden sollen sparen. Steuererhöhun­gen hätten keinen Zweck. Man wisse noch nicht, ob die Tabak st euer höhere Einnahmen bringen werde.

Das wagt derselbe Minister zu saaen, der mit Wirkung vom 1. Januar 1931 ein Gesetz einführen will, das den Tabakzoll um 250 d. j) erhöht, so daß um auch dem Laien verständlich zu wer­den hierdurch, in Verbindung mit der gleichzeitig erhöhten Banderolensteuer, der Preis der seitherigen 15-Pf.°Zigarre in gleicher Qualität auf 23 Pf. pro Stück erhöht werden muß.

Daß dadurch der Konsum enorm zurückgeht und zahlreiche Arbeiter, Angestellte und Fabrikanten brotlos werden, scheint die Herren von der Regie- rung ebensowenig zu kümmern wie der Umstand, daß man noch nicht weiß, ob die Tabak st euer höhere Einnahmen bringen wird. Denkt man denn gar nicht an den Spiritus, dessen'Ver­brauch durch die hohe Steuerbelastung auf z des früheren Verbrauches zurückgegangen ist?Und darum Räuber und Mörder!", sagt Franz Moor.

H. S.

Dringende Anfrage

an die Provinflal-Straßenbau-Verwaltnng.

Watzenborn-Steinberg, 24. Rov. Arv scheinend hat man den an dieser Stelle schon östers besprochenen schlechten Zustand der P r v - vinzia Ist raße Gießen Steinberg wieder ganz vergessen. Man hört und sieht nichts von der sehr notwendigen Verbreiterung dieser Straß«, noch viel weniger von einer von Grund auf neuen Befestigung. Warum wurde die Straß« GießenDaubrinaen dieser hier vorge^gen? Der Zustand der Daubringer Straße war lange nicht so schlecht, wie dieser hier, trotzdem stellte man- dort auch noch 1500 Meter Betonstraße her. Dah man diese Arbeitsausführung der hier so drin­gend notwendigen Verbreiterung der Straße vor­gezogen hat, ist uns unverständlich. In der heu­tigen Zeit mühten doch solche dringend notwen­digen Arbeiten, wie sie die Straße Gießen Steinberg verlangt, unbedingt vorgenommen wer­den. Es würde hierdurch Beschäftigung für aus­gesteuerte Arbeitslose geschaffen. Dah auf dieser viel zu schmalen Straße noch keine ernsthaften Unfälle vorgekommen sind, ist einesteils ein Glück für die Provinzial-Straßenbauverwaltung, an­derseits sehr verwunderlich. Wir wollen hoflen, daß diese Zeilen dazu beitragen, dah sich endlich die Provinz-Strahenbauverwaltung einmal ernst­lich für die Straße GießenSteinberg inter­essiert und sich die Sache genau ansieht.

Gin Watzenborn-Steinberger.

Die Wasserversorgung der Gemeinde Garbenteich

Aus dem Eingesandt vom 21. Rovember geht hervor, dah der Gemeinderat von Garbenteich an­scheinend nicht mit dem Widerstand jener Kreise gerechnet hat, die sich als Steuerzahler dessen be­wußt sind, dah man ohne Geld nicht bauen kann. Der Gemeinderat war sich in seiner Mehrheit darüber klar, daß es bei der Finanzierung der Arbeiten nicht so schnell gehen würde, wie es vielleicht von einem großen Teil der Bevölkerung gedacht war. Die Arbeiten waren deshalb so schnell in Angriff genommen, um die große Ar­beitslosigkeit in der Gemeinde zu beheben. Dem Widerstand verschiedener Steuerzahler liegen aber ganz andere Motive zugrunde (Brunnenbesiher). Leider hat der alte Gemeinderat es unterlassen, bei seinem Beschluß vor zwei Jahren gleich einen Schritt für ein verbilligtes Darlehen durch das Deich zu unternehmen. Wahrscheinlich war der Äßterzeichner des vorigen EingesandtsEiner für Alle" auch interessiert an dem Beschluß des alten Gemeinderats.

____________________Ein Gemeinderatsmitglied.

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