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V

122 000 Mark, aus Entnahmen aus dem Was - serwerkserweiterungsfonds 152 020 Mark und aus dem Rückkaufsfonds des Elektrizitätswerkes 1750C0 Mark, wäh­rend an Einsparungen 136 000 Mark er­zielt werden. Mit der Annahme dieses Deckungs- planes ist auch eine vierprozentige Mietssteigerung verbunden, für die die Zustimmung des Innenministeriums einzuholen ist. Ein Deckungsvorschlag der Volksvarlei, der die Gewerbesteuererhöhung vermieden sehen wollte, verfiel der Ablehnung.

Strafkammer Gießen.

Zwei junge Leute von Hanau fuhren im April 1930 nach Gießen, um in der Llmgegcnd angeb­lich Mottenkugeln zu verkaufen. Da ihnen das Geld ausgegangen war, verabredeten sie einen Diebstahl. Der eine stieg in ein Haus ein und entwendete dort verschiedene Sachen: der an­dere stand Schmiere. Mit Rücksicht auf ihre Vorstrafen erhielten sie 1 Iahr bzw. 6 M o - nate Gefän gnis.

Ein wegen Diebstahls schon erheblich vor­bestrafter Melker leugnete die Entwendung eines Fahrrads. Auf Grund eingehender Beweisauf­nahme hielt ihn das Gericht für überführt und verurteilte ihn zu 1 Iahr 6 Monaten Zuchthaus.

Ein Hausdiener war im Ianuar 1930 von dem Schöffengericht wegen Llrkundenfälschung, Diebstahls usw. zu einigen Wochen Gefängnis verurteilt worden. Seine in der Verhandlung behauptete Reue und sein angebliches Streben zur Besserung bewies er damit, daß er am Abend in einem Vereinshaus einen Herrenman­tel stahl. Strafe: 6 Monate Gefängnis.

Daten für Samstag, 28. Juni.

Sonnenaufgang 3.46 Uhr, Sonnenuntergang 20.20 Uhr. Mondaufgang 5.23 Uhr, Monduntergang 22.33 Uhr.

1865: der Dichter Otto Julius Bierbaum zu Grün- berg (Schlesien) geboren: 1914: Erzherzog-Thron­folger Franz Ferdinand von Oesterreich-Este und seine Gemahlin in Sarajevo ermordet.

Wirtschaft.

produkiionsverbilligung, ZinSabbau und Umschuldung.

Wenn auch das Moldenhauersche Fi­nanzprogramm aus taktischen Gründen ab­gelehnt werden muhte, scheint jetzt doch der Augenblick gekommen, wo das schon seit langem angekündigte Rotprogramm der deutschen Regie­rung zur Belebung der Wirtschaft zur Durchführung gelangen wird. Die Wirtschaft selbst hat bekanntlich von sich aus in letzter Zeit wiederholt Maßnahmen zur Durchführung ge­bracht oder vorbereitet, die zu einer Gesundung des Gemeinwesens geeignet erscheinen. Sieht man von den privatwirtschaftlichen Versuchen er­innert sei an die Annahme eines relativ starken Lohnabbaues zur Inganghaltung des Betriebes beim Stahlwerk Decker ab, so war das Signal für die generelle Verbilligung der Pro­duktion der Oeynhausener Schieds­spruch mit seiner 7,5prozentigen Lohnkürzung und der gleichzeitigen Ermäßigung der Eisenpreise um rund vier Prozent. Dieser Schritt hat dann auch bald Rachfolger gefunden, wie z. D. in der Glasindustrie. Aber nicht nur von der industriellen Produktion her muh eine Senkung der Kostenfaktoren angestrebt werden, in erster Linie ist hierzu das Kreditgewerbe mit berufen.

Diesen Wink haben denn auch die Spihen- ver bände der Danken, Sparkassen und Genossen­schaften wahrgenommen. In einer am Ende der letzten Woche abgehaltenen gemeinsamen Be­sprechung hat man sich im Interesse der Förde­rung der Produktion in Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft für eine Senkung des all­gemeinen Zinsniveaus ausgesprochen. In den Verhandlungen herrschte jedoch auch Klarheit darüber, dah neben einer Senkung des Sollzinses eine Ermäßigung des Habenzinssahes sowohl im langfristigen wie im kurz­fristigen Einlagegeschäft Platz greifen müsse. Vor­aussetzung hierfür ist eine Beschränkung in der Zinsreklame mit dem Ziele gegenseitiger Wett- bckwerbsabkommen.

Allerdings muß man dabei berücksichtigen, daß die deutsck^n Danken bei der Kreditgewährung nicht aus Eigenem schöpfen, sondern größtenteils auf den Kapitalüberschuh des Auslandes zurück­greifen müssen. Die günstigere Entwicklung, die das deutsche Geschäft in festverzinslichen Werten, veranlaßt durch die anhaltende Geldflüssig­keit, seit Deginn dieses Iahres genommen hat, wobei immer noch der achtprozentige Pfandbrief- thp das Standardpapier war, hat auch bei den Emissionsinstituten dieser Effektengattung endlich den Mut erweckt, es auch einmal mit einem niedriger verzinslichen Papier zu wagen. Dahn- brechend war hier das kürzlich neu geschaffene große Hhpothekeninstitut, die Preußische Eentral- boden- und Pfandbriefbank AG., die soeben eine 7,5prozentige Emission ankündigte. Dieser Schritt der wohl zunächst nur als Versuch zu werten ist, wird bei Destehen der Feuerprobe auch dem Realkredit zugute kommen können. Die Um* schuldungsaktien für die Landwirt­schaft. die durch den Abschluß einer neuen 25-Mill.-Schweizer-Franken-Anleihe derDeutschrn Rentenbank-Kreoit-Anstalt einen Erfolg buchen konnte, wird hierdurch die zur Dehebung der

dem Volksganzen schädlichen Agrarkrise beitragen können.

*

Reichs st euereinnahmen im Mai. Rach Mitteilung des Reichsfinanzministeriums betragen die Einnahmen an Steuern, Zöllen und Abgaben bei den Desitz- und Verkehrs- steuern 423,9 Mill. Mk., bei den Zöllen und Verbrauchsabgaben 205,7, Int ganzen 629,6 Mill. Mark. Gegenüber dem vergleichbaren Monat Februar ergibt sich bei der veranlagten^ Ein­kommensteuer ein Wehr von 4,5, bei der Körper­schaftssteuer von 4,6 und bei der Umsatzsteuer von 2,7 Mill. Mk. Dagegen erbrachte die Ver­mögenssteuer gegenüber Februar eine Minder­einnahme von 36,5 Mill. Mk. Die Lohnsteuer erbrachte im Mai 110,1 gegenüber 104,9 Mill. Mark in dem vergleichbaren Monat Aprll, das Aufkommen aus der Kapitalertragssteuer war dagegen um 16,3 Mill. Mk. niedriger als im April. Die Einnahmen der übrigen Desitz- und Verkchrssteuern im Mai weichen nur wenig von den Aprileinnahmen ab.

* Ueberzeichnung der Bodenkredit- Pfandbriefe. Die Zeichnung auf die 7,5-v. H- Goldpfandbriefe der Preußischen Zentral-Boden- kredit- und Pfandbries-Bank AG., Berlin, ist wegen Ueberzeichnung des aufgelegten Betrages geschloffen worden.

* Besitzwechsel von Schäffer Hof-Bin- d i n g - A k t i e n. LautFranks. Ztg." ist ein grö­ßerer Posten Aktien der Schösferhof-Binding-Bür- gerbräu AG. in Frankfurt a. M. aus privatem Be- sitz an die Gruppe Braubank-Gebrüder Arnhold, die an dem Unternehmen bisher schon großes Aktien- interesse hatte, Übergebungen. Bei dem jetzt neu er- roorbenen Posten handelt es sich um etwa 10 v. H. des Aktienkapitals von 6,06 Millionen RM. Es wird dafür ein Kurs von 250 v. S). bezahlt, der etwa dem Tageskurs entspricht.

* Uebergang von Mont Cenis auf den Farbenkonzern. Wie wir erfahren, ist die Stickstoffanlage der Zeche Mont Cenis in das Interessengebiet der J.-G.-Farbenindustrie überge­gangen. Da unter den gegenwärtigen Umständen ein wirtschaftliches Arbeiten der Anlage allein nicht gegeben ist, hat man zunächst ein Zusammenarbeiten mit den Chemischen WerkenLothringen" GmbH., Gerthe i. W., in Aussicht Genommen. Einer Ver­ständigung über die Erledigung des seit Jahren schwebenden Prozesses dürfte damit nichts mehr im Wege stehen. Aufgetauchte Kombinationen über die Verwendung des Besitzes an Rheinstahl-Aktien bei diesem Geschäft sind unzutreffend. Der Besitz der J.-G.-Farbenindustrie an Rheinstahl-Aktien bleibt davon unberührt. .

* Süddeutsche Form- und Stab-i etsenhändler-Dereinigung. Die Mit­glieder der Vereinigung haben nach längeren Verhandlungen die Verlängerung des Verbandes auf 2V2 Iahre vom 1. Iuli ab beschlossen. Ueber die Quotenfrage und die Reufestsetzung der Preise sind Beschlüsse noch nicht gefaßt worden.

* Portland - Zement Heidelberg- Mannheim - Stuttgart AG. Von der Ver­waltung geht uns folgende Mitteilung zu: Die be­reits in der außerordentlichen Generalversammlung vom 12. Juni 1929 beschlossenen Erhöhung des Grundkapitals um 5,1 Millionen Mark Stamm­aktien gelangt auf Grund eines Beschlusses des

Aufsichtsrats jetzt zur Durchführung. Das gesamte Kapital beträgt damit 30,1 Millionen Mark, ein­gerechnet 100 000 Mark Vorzugsaktien. Die neuen Aktien werden von der befreundeten Bayerischen Portland-Zementwerke Marienstein AG., die neben dcr Zementfabrikation auch ein Kohlenbergwerk betreibt, übernommen. Die Gesellschaft hat sich ver­pflichtet, die Aktien auf beschränkte Zeit für An­gliederungszwecke zur Verfügung zu halten.

* Rheinisch-Westfalische Spreng­st o f f - A G., Köln. Die Generalversammlung genehmigte debattelos den Abschluß mit 4,8 v. H. Dividende sowie 0,8 v. H. Donus auf Grund des Interessengemeinschaftsvertrages mit der I.-G.- Farbenindustrie. Reu in den Aufsichtsrat gewählt wurden Geheimrat Duisberg-Leverkusen und Kommerzienrat Denzinger, Mannheim. In der anschließenden Generalversammlung der AG. Siegener Dhnamitfabrik Köln wurde die Der- teilung von ebenfalls 4,8 v.H. Dividende zuzüg­lich 0,8 v.H. Donus beschlossen.

* Schuhs abrik Confluentia AG., Ko­blenz. Dividendenerhöhung. Der Aufsichtsrat beschloß, aus dem nach Abschrei­bungen von 65 000 (L D. 94 000) Mark verbleiben­den Reingewinn von 45 000 (40 000) Mark eine Dividende von 8 (i.D.7) v.H. in Vorschlag zu bringen. Die Generalversammlung findet am 23. Iuli statt.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 27. Juni. Tendenz: ruhig. Durch die inner politische Entspannung und die kleinen Erhöhungen an der gestrigen N e u- yorker Börse wurde die Börse im Vormittags» oerkehr etwas angeregt, und die Kurse wurden all­gemein bis 1,5 o. H. fester taxiert. Da aber der Auf­tragseingang weiterhin minimal blieb, trat zu Be­ginn des offiziellen Verkehrtem erneuterRück. gang ein. Die Kulisse zeigte keine Neigung, Neu- engagements vorzunehinen, schritt vielmehr zu Ab­gaben, so daß die höheren Vormittagskurse nicht ge­halten werden konnten. Obwohl der Ultimo als reibungslos überwunden galt, konnte auch hiervon keine Anregung ausgehen. Das Geschäft bewegte sich auf allen Märkten in kleinstem Rahmen. Gegenüber der gestrigen Abendbörse traten überwiegend größere Abschläge ein. Der R e p o r t a b s ch l a g war zu- meist schon wieder verloren. Am Elektromarkt eröffneten Siemens leicht gebessert, gaben aber gleich nach Festsetzung der ersten Kurse infolge des geringen Interesses für dieses Papier 2 v. H. nach. AEG. lagen knapp gehalten. Am Chemiemarkt büßten J.-G.- Farben fast 1 v. H. ein. Stärker ge­drückt waren von Autoaktien Daimler minus 1,75 v. H. Am Momtanmarkt lagen R h e i n st a h l gut behauptet. Phönix besserten sich leicht, während Ma nnesmann leicht nachgaben. Schiffahrts­papiere waren wenig verändert. Von Bank­aktien konnten Berliner Handelsgesell- schäft etwas anziehen. Reichsbankanteile wurden bis zu 2,5 v. S). schwächer taxiert. Am Ren- tenmarkt konnten Alt besitz etwas anziehen, N e u b e s i tz waren dagegen vernachlässigt. Von ausländischen Renten bestand für Mexikaner auf die günstigen Derständigungsaussichten hinsicht­lich der Schulden Mexikos weiter Interesse. Auch Rumänen waren leicht erholt. Im Verlaufe war das Geschäft unverändert still, die Kurse blieben gegen Anfang jedoch zumeist behauptet. Am Geld­markt war Tagesgeld mit 3,5 v. $). etwas ver­steift. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1957, gegen Pfund 20,391, London gegen Kabel 4,8605, gegen Paris 123,77, gegen Mai­land 92,76, gegen Madrid 42,80 (schwächer), gegen Schweiz 25,0660 (leicht erhöht), gegen Holland 1 o HQ1 3

Berliner Börse.

Derlin , 27. Iuni. Die Stimmung im heuti­gen Vormittagsverkehr war etwas freund­licher. da der feste Schluß der gestrigen Reuyorker Dörse, die steigende För­derung und die abnehmenden Feier­schichten im Ruhrbergbau, die durch die Er­nennung des Ministers Dietrich ~ zum Reichsfin anzm inister etwas geklärtere innerpolitische Lage und die Stellungnahme der Arbeitgeber zur Preissenkungsaktion eine Anregung boten. Auf der anderen Seite mußte jedoch die anhaltendeOrderlosigkeit und der für Derlin drohende Zwangsetat zur Zurückhaltung mahnen. Die Vorbörse zeigte ein ruhiges und abwartendes Aussehen: die Er­öffnung des offiziellen Verkehrs brachte, bei Berücksichtigung des Reports, nur geringe Ver­änderungen. Das Kursniveau lag etwa behaup­tet. Lediglich Polyphon, Svenska, Ilse Bergbau, RWE. und Kaliwerte waren leicht gebessert. Andererseits gaben Reichs- bank und Klöcknerwerke zirka 2,5 bis

3 Prozent nach, während S a r o t t i sogar 5 Pro­zent verloren. Auch Kanada. Schlesische Zement und Miag büßten 1 bis 1,5 Pro­zent ein. ohne dah bei dieser Differenz der Re­port berücksichtigt ist. Deutsche Eisen- bahnverkeh rsmittel und Deutsche Erdöl notierten exklusive 7 Prozent Divi­dende. das heißt mit 6.3 Prozent Abschlag. Bei R ü t g e r s w e r k e ist ein Abschlag von 4,5 Prozent zu berücksichtigen. Deutsche An­leihen waren gut behauptet. Ausländer notierten eher etwas leichter. Der Pfand­brief m a r k t war unentwickelt. Beachtung fand die Reuausgabe der 7prozentigen Pfand­briefe durch die Preußische Pfandbrief- anstalt. Der Geldmarkt war zum Ultimo versteift. Tagesgeld 3,5 bis 5,5 Prozent: Mo­natsgeld und Geld über Ultimo 4 bis 5 Pro­zent: Warenwechsel zirka 3,90 Prozent. Im Ver­laufe kam eine schwächere Tendenz z«m.L)urch- bruch. Die Angestelltenabbaumah­nahmen in der oberschlesischen Schwerindustrie verstimmten. Die Rückzahlung einer amerikani­schen Anleihe der AEG. wurde ohne Kommen­tar zur Kenntnis genommen. Siemens lagen trotz der gemeldeten Expansion einer Gesell- schaft in der Tschechoslowakei 3 Prozent schwächer. Wiking Zement und RAG. hatten Son­derbewegungen nach oben.

Berliner Vrovnktenmarkt.

B e r l i n. 26. Iuni. Die Stimmung des Mark­tes ist weiterhin in der Hauptsache von den Wetternachrichten beherrscht, und die Meldun­gen über weitere Riederschläge hatten wiederum eine Abschwächung zur Folge. Das Hauptmerk­mal des Marktes bleibt aber stärkste Zurück­haltung von Verkäufer und Käufer, so dah Um­sätze in nur sehr geringem Ausmaße getätigt werden können. Weizen zur prompten Verla­dung liegt wiederum schwächer, die Abgeber zeigen sich hier gegenüber Geboten zu größeren Konzessionen bereit. Alter Roggen wird weiter gestützt, viel Beachtung fand die Tatsache, daß eine andere Firma als bisher mit der Durch­führung der Stützungskäufe beauftragt worden ist. In Brotgetreide neuer Ernte ist das Angebot auf Basis 6er hier erzielbaren Preise nach wie vor recht gering, aber auch die Rachfrage ist im all­gemeinen sehr vorsichtig. Am Lieferungsmarkt lag Weizen, mit Ausnahme von Iuliweizen stetig, Roggen dagegen schwächer. Weizenmehl bei geforderten Preisen lebhafteres Geschäft. Hafer wiederum eher schwächer, Gerste ruhig. Es notierten (1000 Kilo): Weizen, märkischer, 287 bis 292 (fest). Iuli 285 bis 286 (Geld), Sept. 255,50 bis 257, Oft. 257 bis 259; Roggen, märt. 172 bis 177 (fest), Iuli 166 bis 169, Sept. 170,50 bis 173, Oft. 172,75 bis 175,50; Gerste 170 bis 186 (stetig); Hafer, märkischer, 148 bis 157 (schwächer). Iuli 160,50 bis 161,50, Sept. 163,50 bis 164,50, Oft. 167 bis 168,50.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem

Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Ruhestörender Lärm.

Cs wäre nicht verwunderlich, wenn es hier in Gießen Menschen gäbe, die versucht wären, dem Beispiel von Grohstadtbewohnern folgend, einen Anti-Lärm-Verein zu bilden. Im allgemeinen stehe ich solchem Vorhaben durchaus fern, denn ich wohne in der Löberstrahe, die wenigstens meist nachts Ruhe hat. Eine ausgleichende Ge­rechtigkeit hat aber auch den Bewohnern die­ser Straße ein gewisses Maß von nächtlichem Lärm zugedacht, der sich in Abständen in hef­tiger Weise wiederholt. Ein solcher Lärmstrom floh wieder einmal in der Rächt vom vergange­nen Sonntag auf Montag von der Garten- zur Löberstrahe hin. Altbekannt als Lärmerzeuger sind ja in unserer Stadt die Iünger der alma mater. Diese betätigten auch in dieser Rächt die für den Besitzer erfreuliche, dem Zuhörer aber allen nächtlichen Schlaf raubende Eigen­schaft in vollem Maße. Fast ununterbrochen von 23.30 bis 4 IHjr zogen in bunter Reihe laut lärmende Studentengruppen, hörbar angeregt von beträchtlich genossenen Alkohölmengen. durch die Gartenstrahe. Peinlich wirkt es, wenn die Be­treffenden es für nötig halten, sich der Oeffent- lichkeit vorzustsllen, indem einige laut Vorschlä­gen:Ieht gehn mer aufs ......Haus!" Bei solchem Lärm kann natürlich kein Mensch schla­fen. Es ist hygienisch sehr bedauerlich, wenn am Tage angespannt geistig oder körperlich tätigen Menschen auf solche Weise die nötige Schlaf­menge geraubt wird. L. D.

Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frankfurt a. Ul.

Serkin

Frankfurt a. 271.

Derlin

Schluß«! kurs |

1-Uhr- Kurs

Schluß- kurs

Anfang- Kurs

Gchluß- kurs

1-ilhr« Kurs

Schluß­kurs

Anfang- Kurs.

Datum

26 6.

27. 6.

26 6.

27. 6

Dalum

26 6.

27 6

26 6

27. 6

6% Deuyche Reuysamerye voll 1927 .........

7% Deutsche ReichSrmleihe

87,75

103,95

58,2

8,75

96

57

57,13

100,75

95,5

90

101

96,5

95,5

97

26,8

2,8

23

2

5,4

9,5

7,65

|| | || | | | | | | || | | | | 1 1 | 1 1 1 Sa. 1 1

87,9

103,65

58,4

8,75

95,9

57,4

101,25

26,8

2

23,13

20,75

1,95

5,3

5,25 5,3

9,5

16,5

7,65

'mb £ II 1 1 1 1 1 *o II | 1 1 1 1 1 1 1 1 I

Hamburg-Amerika Baler . . . '<

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 8

Hansa Dampfschiff.....10

Norddeutscher Lloyd.....8

Allgemeine Deutsche Credttanst. 10

Barmer Bankverein .... 10

Berliner Handelsgesellschaft . 12

Commerz- und Prtvat-Bank . 11

Darmstädter und Nationalbank 12

Deutsche Bank und

Disconto-Gesellschaf^ ... 10

Dresdner Bank......10

RetchSbank........12

A.E.G............8

Bergmann .........9

Clektr. Lteferungsgesellschaft. 10

Licht und Kraft......10

Felten & Guilleaume . . . 7%

Gesellschaft für Elektrische

Untemehmungen .... 10

Hamburger ElektrizitätS-Wetcke 10

Rheinische Elektrizität .... 9

Schlesische Elektrizität. ... 10

Schlickert L Co. ...... 11

TranSradio ......... 8

Lahmeyer L Co.. ..... 10

Buderus..........J

Deutsche Erdöl ..... 6

Essener Steinkohle......6

Gelsenkirchener ....... 8

Harpener.........- °

Hoesch Eisen. 6%

102,5

112,75

159,5

142

209

133,5

133,5

148,1

137,5

143,5

112

142,5

163,5

213,5

160

72

127

121

240

93,5

94,25

87,5

110

102,5

123 159,75 141,25

133,75

147,75

214

93,75

87,75

110

102

164

138

102,13

112,9

123

158,5

141,13

207,5

133

133

258,5

148,5

178

137

141,9

112

141,4

132

141,5

146,5

163

213,5

114,5

158,5

71,25

91,9

127

121

95,5

239

100

93,5

93,9

66,65

64

100,65

87

214

109,5

102,13 163,5

102,13

113,5

123 159,25 141,25 208,25

133,5

133,5

256

148,5

144

111,5

143

132,5

164

213

72,75 86,75

127,5

241,5

97 93,75 94,25

66,5

102

87,5

216 110,25

Deutsche AiU.-Wlbs^SchuId mit Q(p«In| .M-chten.......

Detgl. ohne Aurlos ^Rechte . . . 8% Hess. BoWstaat von 1929 (tudiahlb 102%)......

Oberhessen Provinz Anleihe mtl

Deutsche Komin. Smnmelabl.

8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse.

XIII unkündbar bi» 1934 . . . 7% Franks. Hyp^Bank Goldpse

4U% Rheinische Hyp^Ballk

8% Pr. Landespfandbriefanfialt,

8%^$r. Limderpsandbriefallstalt,

7% Pr. LandeSpsandbriesanstalt, Pfandbriefe R. 10......

8.6.®. aßg. Borkrtegr-Obligatio. nen, rückzahlbar 1982 .....

4% Oesterretchifche Goldrente . . 4,80% Leslerreichische Silberrente 4%^ Oetzerreichische einheitliche

<% Ungarische Goldrente .... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4%% deSgl. von 1913.....

4% Ungarische Kronenrentt . . - 4% Türkische Zollarlleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anl.

Klöcknerwerke ........ 7

Köln-Neuessen........7

Mannesmann-Rühren .... 7

Oberschles. Eisenbcdarf .... 6

Oberschles. KokSwerke.....7

Phönix Bergbau......6%

Rheinische Braunkohlen . . 10

Rhetnslahl...... 6

Riebeck Montan......7,2

6% Rumänische veretnh. Rente von 1908 ... .......

4%% Rumänisch« veretnh. Rente

4% Rumänische vereinh. Mente -

Frankfurt a. M. 1

Derlin

Gchluß- kurs

l-Uhr- |

Kurs 1

Schluß- kurs

Anfang- Kurs

Datum

26. 6

27. 6

26 6

27. 6

Berelnlgie Stahlwerke .

87,25

86,75

87

Olavi Minen.....

16'/.

45,25

45,75

Kaliwerke Aschersleben .

10

198,5

198,5

201

Kaliwerke Westeregeln .

e

10

202

202

Kaliwerke Salzdetfurth .

»

16

368

367

369,5

I. G. Farben-Industrie .

« -

12

157,9

157,13

157

157,75

Dynamit Nobel ....

6

Scheideanstalt.....

ti

143,5

Goldschmidt.....

b

57

56,9

56,75

RütgerSwerke.....

6

61,25

61,25

47,5

Metallgesellschaft. . . .

8

*

113,25

Philipp Hohmann . . . Zementwerk Heidelberg

7

10

92,5

91

Zementwerk Karlstadt. .

e

10

Wayb & Freytag . . .

. 8

73,5

73,5

Schultheis Pahenhofer .

e e

15

287

289

Ostwerke.......

32

235

236

QI tu.........

18

86

85

86

Bemberg.......

e e

14

91

87

87,25

Zellstoss Waldhos . . .

. 18'/.

154

1?4

Zellstofs Aschafsenburg .

e e

12

118

Charlottenburger Wasser

e e

. 8

97

98,5

Dessauer Gas.....

e e

. 8

-

150

150,75

Daimler Motoren . . .

e e

. o

32,5

31,4

30.5

32

Deutsche Linoleum . .

199

197,5

199

Maschinenbau A.-G- . .

e e

. V

45,5

47

Rat. Dutomobll . . . .

. 0

14

Orenstetn & Koppel . .

e e

. 6

67,5

Leonhard Tietz . . .

10

146

147,25

SvenSka.......

302

300

304

Frankfurter Maschinen .

* -

. 4

25,13

Grihner.......

. 6

3Ü/5

Heyligenstaedt . . .

. 0

FunghanS.......

. 6

38

36,5

Lechwerke.......

. f

*

Mainlraftwerke Höchst a. M..

. 8

Miag.........

10

112

110,5

Gebr. Roeder . . . . .

10

Voigt & Haesfner . . .

Süddeutsche Hücker . .

.

. s 10

150

150

156,5

Banknoten.

Derlin, 26. 3unl

Geld

Dries

Amerikanische Noten......

4,174

4,194

Belgische Noten. .......

58,43

58,67

Dänische Noten ........

111,93

112,37

20,332

20,412

Französische Noten .......

16,43

16,49

Holländische Noten .

168,16

168,84

Italienische Noten........

22,04

22,12

Norwegische Noten

111,98

112,42

DeutscL-Oesterreich, i 100 Schilling

59,15

59,39

Rumänische Noren.......

2,47

2,49

Schwedische Noten ......

112,33

112,77

Schweizer Noten ........

81,21

81,53

Spanische Noten........

47,80

48,00

Tschechoslowakische Noten.....

12,42

12,48

Ungarische Noten........

73,10

73,40

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

26 Iuni

27- Iuni

Amtliche Geld

Notierung

Srlel

Amtliche Geld

Dotierung

23rlc|

Amst-- Rott.

168,48

168,82

168,53

168.87

Buen.-AireS

1,509

1,513

1,593

1,597

Brss.-Antw.

58,475

58,595

58,51

58,63

Christtania.

112,21

112,43

112,24

112,46

Kopenhagen

112,20

112,42

112,22

112,44

Stockholm .

112,59

112,81

112,61

112,83

Helsingfors.

10,551

10,571

10,545

10,572

Italien. . .

21,97

22,01

21,97

22,01

London. . .

20,37

20,41

20,374

20,414

Reuhork ..

4,1915

4,1995

4,192

4,200

Paris....

16,445

16,495

16,46

16,50

Schweiz *.

81,20

81,39

81,25

81.41

Spanien. .

48,10

48.25

46,90

47,00

Japan . . .

2,043

2,070

2,073

2,077

$Ho de Jan-

0,471

0,473

0,469

0,471

Wien in D.«

Oest. abgest-

49,175

49,295

59,165

59,285

Prag . . . .

12,44

12,46

12,44

12,46

Belgrad . .

7,416

7,430

7,416

7,430

Budapest. .

73,29

73,43

73,33

73,47

Bulgarien.

3,037

3,043

3,037

3,043

Lissabon .

18,80

18,84

18,80

18,84

Danzig. .

31,44

81,60

81,50

81,66

Konstantin.

1,784

1,789

1,785

1,789

Athen. .

5,425

5,435

5,425

5,435

Canada . .

4,191

4,199

4,191

4,199

Uruguay.

3,636

3,644

3,606

3,614

Cairo -

20,88

20,92

20,885

20,925

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