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Aus aller Welt.

Sein studentischer Ordnungsdienst an der Berliner Universität.

Die von dem Tteltor derBerliner Universität, Professor Deitzm ann, in die Weae geleiteten Besprechungen mit den Vertretern der verschie­denen Studentengruppen, bei denen es sich um die Gründung eines studentischen Ordnungs­dienstes handelte, haben zu keinem Ergeb- n i s geführt. Es ergaben sich unüberbrückbare Meinungsverschiedenheiten über die zahlen- mätzige Vertretung der einzelnen Studenten­gruppen.

Rücktritt des Rektor» der Universität Königsberg.

Der Vektor der Altertus-älniversität, Pro­fessor Dr. Andree, hat, um die notwendige Neuregelung der Universitätsverhältnisse nicht durch seine Person zu erschweren, sein Dektorarnt mit sofortiger Wirkung niedergelegt.

Streik der Gastwirte in Breslau.

Gegen die Einführung der Gemeinde-Getränke­steuer und die Erhöhung der Tiersieuer protestier­ten sämtliche Vrcslauer Gastwirtsbetriebe durch Schließung ihrer Lokale. Kein Restau­rant. Cafe, keine Konditorei oder Frühstücksstute war geöffnet.

Schwerer Unfall beim Bau einer Förderbrücke.

3n Klelnleipisch bei Lauchhammer sind bei der Montage einer Förderbrücke durch die Mittel­deutschen Stahlwerke infolge des Abstürzens eines Drückenteiles sieben Monteure tödlich verunglückt, sechs weitere Arbeiter wur­den schwer verletzt.

Aus der Prvvinzialbauptstadt

G i e tz e n. den 25. November 1930.

Oie polizeiliche Derkehrskontrolle in Gießen.

3n der jüngsten Dorstandssihung des Ver­kehrs- und Ver s chö nerungsve r ei nS G i e tz e n beschäftigte man sich u. a. eingehend mit mancherlei Klagen, die in letzter Zeit über Mißstände imDerkehrswesen inGie- 6en zutage getreten sind. Der Chef der Giehener Polizei, Regierungsrat Wolf, der im Hinblick auf die vielfachen Zusammenhänge zwischen der Arbeit des Verkehrs- und Verschönerungsvereins und der Ätigkeit der Polizeibehörde dem Vor­stände des Vereins angehört, teilte zu diesen Beschwerden u. a. mit, das; die Polizeibehörde alles tue, was in ihren Kräften stehe, um Aus­wüchse im Verkehrswesen zu bekämpfen. Ins­besondere sei die Polizei bemüht, das Rasen mit Kraftfahrzeugen zu unterbin­den. Zu diesem Zwecke kontrolliere sie öfters

an verschiedenen Stellen der Stadt durch Beamte, die mit Stoppuhren ausgerüstet seien und eine vorher genau abgemessene Strecke als Matz- stab für die Fahrzeuageschwindigkeit besetzt gel­ten, das Tempo der Kraftfahrer. Dabei habe sich bisher gezeigt, daß eine ganze Anzahl von Kraftfahrern, aber auch ein Teil von Autolenkern die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 30 Kilometer im Stadtbezirk überschri tten habe. Gegen diese Kraftfahr- zeuglenker sei Anzeige erstattet worden. Die Kontrolle bezwecke, den berechtigten Anforde­rungen der Fußgänger auf größtmögliche Sicher­heit im Verkehr gerecht zu werden. Dabei denke die Polizei aber nicht daran, den Kraftfcchr- zeugverkehr über Gebühr zu beeinträchtigen, es solle nur darauf gesehen werden, daß die unerläßlichen S i che r h e i t s v o r schr i f- ten von allen Fahrern beachtet würden. Be­sonders zu wünschen sei, daß jugendliche Motorradfahrer zur Beobachtung der Fahr­geschwindigkeitsvorschrift angehalten tourten, denn gerate solche jugendliche Leute, die sührerschein- und steuerfreie Motorräder fah­ren, seien oft als Verkehrssünder festgestellt toor- den. Daraus sei auch die Forderung herzuleiten, daß die sührerscheinfreien Motorräder wieder sührerschein pflichtig würden. Wenn die Polizei darauf sehe, daß die Kraftfahrer sich unbedingt im Rahmen ter gesetzlichen Vorschriften halten, so sei anderseits vom Fußgänger- Publikum zu verlangen, daß es sich nicht unnötig auf den Fahr st raßen aufhalte, sondern diese möglichst meide, oder beim Passieren in ter kürze st en Wegrichtung überquere. Weiter sei es erforderlich, daß man sich auch mehr als bisher des Rechts- gehens befleißige, insbesondere In den Haupt­verkehrsstraßen.

Wie uns hierzu von anderer Seite mitgeteilt wird, hat das Polszeiamt im Sinne der vorstehen­den Erklärungen ein Rundschreiben an die Orga­nisationen der Kraftfahrer gerichtet mit dem Ersuchen, ihre Mitglieder mit ter Stellung­nahme der Polizeibehörde zu ter Abwicklung des Kraftfahrverkehrs bekanntzumachen. Aus den Kreisen der Kraftfahrer wird hierzu erklärt, daß man gern alles tun werte, um die Derkehrsvor- schriften einzuhalten, auf der andern Seite ater den dringenden Wunsch hege, daß die Polizei­behörde ihr besonderes Augenmerk auf die Kraftradfahrer richte, die mit ihren Fahr­zeugen in ungebührlicher Weise Spektakel machen, und ferner auch die Radfahrer ohne Rückstrahler am Fahrrad scharf im Auge behalte.

Gießener Wochenmarktpreise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochrnrnarkt: Butter 150 bis 160, Kochbutter von 130 an, Matte

30 bi« 35, Weißkraut 5 bi« 6, Wirsing. Rotkraut, gelte und rote 'Rüben 8 bi« 10, Spinat 15 bis 20, Ilnter-Kohlrabi 5 bi« 6. Grünkohl 10 bis 15, Rosenkohl 25 bis 30. Feldsalat 80 bis 100. To­maten 50 bis 70, Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 30 bis 50, Kürbis 8 bis 10, Kartoffeln 3,5 bis 4, Aepfel 25 bis 40. Birnen 20 bis 30. Dörrobst 30 bis 35, Nüsse 40 bis 60, Honig 40 bis 50, junge Hähne und Suppen­hühner 90 bis 100, Gänse 80 bis 100 Pf. daS Pfund: Käse (10 Stück) 60 bis 140 Pf.: Tauben 50 bis 70. Sier 16 biS 18, Blumenkohl 30 biS 70, Ealat 10 bi« 15, Endivien 10 bi« 15, Ober- Kohlrabi 6 bi« 10, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 15, Sellerie 10 bis 50 Pf. bai Stück: Ra­dieschen 15 bis 20 Pf. das Bund: Kartoffeln 2,20 bis 2,50, Weißkraut 3, Wirsing 4, Rotkraut 5 Mk. der Zentner.

** Eine öffentliche Stadtrotssitzung wird am kommenden Freitagnachmittag Im Sitzungs­saals des Stadthauses, Bergstraße, stattfinden. Die Tagesordnung, die in ihren Einzelheiten noch nicht abschließend festgelegt ist, wird u. a. eine Reihe sehr bedeutsamer Vorlagen der Stadtverwaltung ent­halten.

* Die GießenerBeoölkerungsziffer. Rach dem nunmehr ermittelten Ergebnis der Per- sonenstandsaufnahme vom 10. Oktober d. I. belief sich die Gesamtbevölkerungszahl der Stadt Gießen am 10. Oktober auf 37 141 Personen bei 8990 Haus­haltungen. Rach dem Volkszahlungsergebnis vom 16. Juni 1925 waren ohne das damals abwesende Militär 33 590 Personen als Einwohner unserer Stadt ermittelt worden.

D i e diamantene Hochzeit des Ehe­paares Johs. Nickel, wohnhaft Großer Stein­weg 11, findet nicht am 29., sondern am 2 7. N o - o e m b e r statt.

* Stadttheater-Abonnement. Die Einlösung des dritten Abschnitts der Abonnements für Dienstag, Mittwoch und Freitag hat in den nächsten Tagen zu erfolgen. Näheres in der heuti­gen Bekanntmachung.

* Einbruch bei der Justiz. In der letzten Nacht drangen Einbrecher in das Amtsgerichts­gebäude in Vilbel ein. Der oder die Täter er- brachen den Kassenschrank und stahlen daraus Bar­geld sowie Gerichtskostenmarken. Weitere Einzel- beiten über die Tat sind zur Stunde noch nicht bekannt. Die polizeilichen Nachforschungen wurden heute früh sofort ausgenommen.

**EinAutoverbrannt. Gestern nachmittag geriet auf der Landstraße GießenHausen in der Gemarkung Schiffenberg ein Personenauto der hie­sigen Firma H a n ft e i n infolge Dergaserbrandes vlötzlich in Flammen. Der Kraftwagen, der eben erst in einer Reparaturwerkstatt gewesen war und sich

auf einer Werkstättenfahrl befand, verbrannte völlig bis auf die Eisenteile.

Weitere Cofalnadjridjten im 2 Blatt (Schluß de» redaktionellen Idle.)

Worauf eS beim Kochen ankommt, ist wenigerwas" man kocht, sondernwomit" man kocht. Auf die Frage, welche Zutat am stärksten Geschmack, Nährwert und Bekömmlich­keit des Essens beeinflußt, wird man wohl nicht anders antworten können als: das Fett. ES ist daher durchaus angebracht, wenn die Haus­frau der Wahl des Fettes ihre ganze Aufmerk­samkeit zuwendct und bei dem Fett bleibt, da« sie für gut befunden hat. 5522V

Es ist somit kein Zufall, wenn heut« in ui>» zähligen Haushaltungen mit der Margarine Clcverstolz gekocht, gebraten und gebacken wirkt

Brasilianer entgiften ihre Nahrung.

Niemand würde cs wagen, Maniok, eines der wichtigsten Nahrungsmittel, zu verwenden, wenn der giftige Bestandteil, den die Maniokknolle ent- hllt, nicht entfernt wlrc. Audi die Caju-Maron«, eine beliebte brasilianische Frucht, enthalt ein Gift, das sich aber durch die Röstung dieser Frucht ent­fernen läßt

Wie ist's nun beim Bohnenkaffee ? Das Coffein, von dem ein Kilo Kaffee rund 12 g enthalt, kann durch den Röstprozeß nicht aus der Kaffeebohne entfernt werden.

Es gibt viele Menschen, die das Coffein nicht ver­tragen oder Schlafstörungen danach haben. Diese Menschen brauchen deshalb nicht auf den Genuß des liebgewordenen Bohnenkaffees zu verzichten. Der coffcinfreic, vollkommen unschädliche Kaffee Hag Ist feinster echter Bohnenkaffee, der an Ge­schmack und Aroma nicht zu übertreffen Ist Mehr Genuß und gute Gesundheit durch Kaffee Hag.

BiW NIMM

Babnbofstr. 27, Fcrnivr. 3631

3d W 3IW

Für Mittwoch. Donnerstag und Freitag empfehle ich:

Pa. Schellfische o.K. 3-4pfündig........Mund 38

im ÄuSichnitt......Pfund 42tz

ff bliitcnbcllen Kabeljau o. SL

58pfünbin.........Pfund 38

tm Aufschnitt......Pfund 42 tz

«Vriidtc Goldbarscheo.K^Pf. 40 tz

Bratsch «fische ?->i8A

ff Nordsee..........Pfund 40 tz

(tirünc Heringe.....Pfund 30 tz

Seehecht......... Pfund 70 tz

Frische Fischfilets

ofannenfettiß enigrätet und ab­gewogen .....Pfund 60 u. 70 tz

Frische Bücklinge Mittwoch und

Donnerstag eintreff., das Pfund 50 4 die 5-Piund-Kifte Mk.2.20

Frische Sprotten dte 3-Psd.-Kiste 2.20,Psd. 25 tz eingemachtes Sauerkraut 10 Pfund Mk. 1.50, das Pfd. 20 tz

Stadtiheater-Abonnement

Die Einlösung des dritten Abschnitts der Abonnements für Dienstag, Mittwoch und Freitag hat an der Theaterkasse, Johannes, straße 3, zu erfolgen, und zwar:

Freitag, den 28. November für die Frei­lags-Abonnenten:

Montag, den 1. Dezember, für die Diens­tags-Abonnenten:

Dienstag, den 2. Dezember, für die Mitt­wochs-Abonnenten

in der Zeit von 10 bis 13 Uhr und 16 bis

18 Uhr. 7912C

Nach Einzahlung auf Postscheckkonto Frankfurt a. M. Nr. 37210 Kasse des Stadt, theaters Gießen erfolgt Uebersendung der Abonnementskarten.

Die zu zahlende drille Rate beträgt für: Proszeniumsloge, Rangloge und RM.

1. Rang (Reihe 1 und 2) 20

1. Rang (Reihe 3 und 4), Sperrsitz

(Reihe 1 bis 11) 15

Logenrückplatz, 1. Rang (Reihe 5 l -n

und 6), Sperrsitz (Reihe 12 bis 14) | 1 Sperrsitz (Reihe 15 bis 18), 2. Rang

(Reihe 1) 8

2. Rang (Reihe 2 und 3) 6

2. Rang (Reihe 4 und 5) 5

Die Einlösung muß vor der 9. Abonne­mentsvorstellung erfolgt sein.

Gießen, den 24. November 1930.

Der Oberbürgermeister. I. D.: Klingspor.

Donnerstag, den 27. November 1930, vormittags 11 Uhr, soll am Faselstall, da­hier, ein 7943V

fetter Bulle

sowie ein Ziegenbock öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Bedingungen wer­den vor der Versteigerung bekanntgegeben. Laubach, den 24. November 1930.

Högy, Bürgermeister.

Bekanntmachung.

Betr.: Wahlen zur Industrie- und Han­delskammer Gießen.

Bei den am 20. November d. I. vorge- nommenen Ergänzungs- und Ersatzwahlen find die nachstehenden Herren zu Mitglie­dern der Industrie- und Handelskammer Gießen gewählt worden: 7947V

1. für den Wahlbezirk Gießen-Stadt: Kaufmann Rudolf Nowack Bankdirektor Ludwig Grießbauer Fabrikant Dr. jur. Georg Gall Fabrikant Wilhelm Poppe

sämtlich zu Gießen:

2. für den Wahlbezirk Gießen-Landr Kaufmann Wilhelm L. Rühl

in Großen-Buseck.

Es wird dies mit dem Anfügen bekannt- gemacht, daß die Wahlprotokolle nebst An­lagen für die Wahlbezirke Gießen-Stadt und Gießen-Land vom 26.28. November 1930 in der Zeit von 1012 Uhr vor­mittags und 35 Uhr nachmittags, auf dem Bureau der Industrie, und Handels- kammer Gießen (Lonyftraße 7) zur Ein­sicht der Wahlberechtigten offenliegen. Ein. Wendungen gegen die Wahlen ober die Gewählten sind innerhalb dreier Tage bei der unterzeichneten Kammer vorzubringen.

Gießen, den 24. November 1930. Industrie- und Handelskammer Gießen.

Schirmer, Kommerzienrat.

Mittwoch, den 26. Aov. 1930, nachm. 2 Ahr, versteigere ich dahierÄeuenweg 28, imLöwen zwangsw. gegen Varzahlung: 1. eine Schreibmaschine (Deutschland, Nr. 150) eine größere Partie Schreib­materialien, und zwar Noti)-, Register-, Folio-, Lohn- und Bestellbücher, Quart- bücher (gebunden), Hauptbücher, Ring­bücher, Unterschristsmappen. Kohle­papier, Stahlfedern, Reißzeuge, Füll- sederhalter, Bleistifte, Radiergummi, einen Schreibmaschinensluhl, eine La- denlheke mit Glasaufsahkasten, Rechen­schieber, einen großen Aleischwolf, einen Tischwolf, zehn Kisten Konservensalz, Gußkroppen, Wärmkrüge, emaillierte Schüsseln Wasserkessel, Kaffeekannen, Rodelschlitten. Durchschläge, Sägen- blälter, Hobeleisen, ein vollständiges Zazzschlagzeug.

Vetfieigerung zu 1. bestimmt.

2. Bücherschränke, Schreibtische, eine Re­gistrierkasse, Kleiderschränke, eine Leder- walze, eine Schuhmacher-Nähmaschine, Warenschränke, Zimmerteppiche, Näh. maschinen, Sofas, Büfetts, Chaise, longues, Gummibälle, Vertikos, ein Ladenregal, einen Oelbehälter mit Meß- apparat, einen Eisschrank, eine Laden-' theke einen Kassenschrank, Tortenplat. ten, Markttaschen-, Künstlermappen, ein komplettes Eßzimmer, einen Bilder- schrank mit Bildern, einen Dauer- wellenapparat, einen Warenschrank und verschiedenes andere. 7949V

Junker,

Gerichtsvollzieher in Gießen Wiefecker Weg 16 Telephon 3383

Wissenschaftliche Werke

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Jede gute Hausfrau weiß es Cleverstolz, die immer frische Margarine, wird oft nachgeahmt, doch nie erreicht Achten Sie daher beim Einkauf auf den Namen, und verlangen Sie stets nur diese bewährte Qualitätsmarke. Jede Wanne trägt die Marke deutlich erkennbar.

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