Aus -er provinziafhauptstadt.
Gießen, den 25. Januar 1930.
3d, habe keine Zeit.
Wie uns das so leicht über die Lippen geht: Ich habe keine Zeit!" 3ch kann mir nicht helfen, diesem Wort gegenüber habe ich ein unbestimmtes Mißtrauen. Dor allem: so ganz ernst brauchen wir es nicht immer zu nehmen. Ohne allzu boshaft zu sein, können wir wohl in vielen Fällen dieses: „Ich habe keine -Zeit!" stillschweigend durch ein: „Ich habe leine Lust!" ersehen. Oder sollte es wirklich Zufall sein, daß wir shets zu dem leine Zeit finden können, das uns nicht liegt, das wir nicht gerne tun? Wenn der Vater gebeten wird, dem Jungen, der in der Schule nicht vorwärts kommt, ein wenig bei den Hausarbeiten zu helfen, hat er — von Ausnahmen abgesehen — bestimmt — „keine Zeit". Oder — du hast ein Buch gelesen, öcß dich begeistert hat, und du bittest deine Frau, es auch zu lesen, um Gedanken darüber austauschen zu können. Aber das Buch interessiert sie gar nicht. Bietet nun dieses „Ich habe keine Zeit!" nicht die bequemste Ausrede für sie, um ein paar langweiligen Stunden zu entgehen?
Zudem gelingt es uns vielleicht gar, mit diesem Wort anderen zu imponieren. Klingt es nicht ein wenig nach Tüchtigkeit? Sieht man nicht unwillkürlich den Bielbeschäftigten, Immertätigen dahinter stehen?
Aber ich will gerecht sein. Es ist wirklich nicht immer Ausrede oder Wichttgtuerei, wenn wir behaupten, keine Zeit zu haben. Es entspricht leider nur allzuoft der Wahrheit. Unö wir möchten doch so gerne Zeit, recht viel Zeit haben. Mit neidähnlichrn Gefühlen sehen wir nach denen, die nicht weniger arbeiten als wir und trotzdem immer ein Stündchen für sich und andere übrig haben. Ja, findet man nicht, daß oft gerade die Menschen, die am meisten leisten, frei sind von der Gehetzthrit, mit der Wir uns so leicht von Stunde zu Stunde treiben lassen? Wenn wir näher zusehen, werden wir entdecken, daß diese Menschen über eine wunderbare Gabe der Zeiteinteilung verfügen. Darin, glaube ich, liegt das ganze Geheimnis der schweren Kunst, Zeit zu haben. Wenn wir bei unserem Tun nach einem praktischen Arbeitsplan Vorgehen, ohne uns dauernd ablenken zu lassen, können wir wirklich Zeit gewinnen. Könnten wir am Ende unseres Lebens alle die Stunden zusammenzählen, die wir durch planloses, unkonzentriertes Arbeiten vertrödelt haben, es käme sicher ein ganz hübsches Sümmchen zusammen. Dicht vergessen dürften wir dabci die „zehn Minuten", die wir morgens so gern im Bett verträumen und dadurch oft unfern ganzen Tagesplan ins Wanken bringen.
Aber — so sonderbar es klingt — es gibt nicht nur Menschen, die gern freie Zeit haben, es gibt auich solche, in deren Augen es fast als Schande gilt, ein Stündchen für sich zu verwenden. Zum Teil sind es jene, die durch ein hartes, arbeitsreiches Leben dazu erzogen wurden, die Arbeit als einzigen Lebensinhalt anzusehen. Striche man sie aus ihrem Leben, ihre Tage würden öde und inhaltsleer. Oder es sind Menschen, die durch übergroße Gewissenhaftigkeit und Aengstlichkeit nicht zur Ruhe kommen, die nach beendeter Arbeit nicht einen energischen Strich ziehen können in dem Bewußtsein: „Ich habe mein Bestes getan", sondern immer noch etwas zu bessern versuchen.
Andere räumen dem Ehrgeiz eine solche Macht über sich ein, daß er wie ein Tyrann hinter all ihrem Tun steht und ihnen keine Ruhe und kein Ausspannen gönnt. Es sind die Menschen, die von einer ständigen Angst besessen sind, andere könnten mehr erreichen als sie.
Bei aller Achtung vor der Leistung dürfen wir aber nicht vergessen, daß wir Geist und Seele haben, die auch nach anderer Nahrung als der des Alltags verlangen und die bei zu dürftiger Kost allmählich verkümmern. Wir dürfen nicht vergessen, daß wir es nötig haben, uns von Zeit zu Zeit vom Alltag zu befreien, um in Stunden der Ausspannung und Selbstbesinnung neue Kraft zur Arbeit zu finden. Goethe sagte einmal: „Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören und ein gutes Gedicht lesen." Gedichte sind nun allerdings nicht jedermanns Sache. So wörtlich brauchen wir den Ausspruch ja auch nicht zu nehmen. Ich glaube aber, es wäre nicht zu unserem Schaden, wenn wir es fertig brächten, uns jeden Tag ein Stündchen zu schaffen, in dem wir Streben, Sorgen und Kleinkram vergessen, um ganz einfach Mensch zu sein. Sei es, daß wir ein Plauderstündchen im Kreis der Familie oder guter Freunde halten, sei es, daß wir ein schönes Buch lesen, ein Lied singen, musizieren oder auch nur einmal still vor uns hinsinnen, Erinnerungen nachhängen, oder in uns hineinhorchen. Ach, es gibt ja so viele Arten, sich vom Alltag abzuwenden, es
muh nur jeder seine eigene finden. Die Hauptsache ist: Zeit haben, zu sich selbst zu kommen.
J.
Gicbcncr Wochenmarktprcise.
Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 140 bis 180 Pfennig, Matte 30 bis 35, Käse (10 Stück) 60 bis 140, Spinat 25 bis 35, Wirsing 15 bis 20 (pro Zentner 10 bis 12 Mk.), Weißkraut 10 bis 15 (pro Zentrner 7 bis 8 Mk.), Rotkraut 15 bis 20 (pro Zentner 10 bis 12 Mk.), gelbe Rüben 12 bis 15, rote Rüben 12 bis 15, Änterkohlrabi 8 bis 10, Grünkohl 20 bis 25, Rosenkohl 30 bis 35. Feldsalat 100 bis 120, Tomaten 70 bis 90, Zwiebeln 10 bis 15, Meerrettich 50 bis 80, Schwarzwurzeln 40 bis 60, Kartoffeln 4,5 bis 5 (pro Zentner 3,80 bis 4 Mk.), Aepfel 10 bis 15 (pro Zentner 10 bis 12 Mk.), Birnen 10 bis 15 (pro Zentner 8 bis 10 Mk.), Endivien 80 bis 100, Dörrobst 30 bis 35, Rüsse 50 bis 80, Honig 40 bis 50, junge Hähne 120 bis 130, Suppenhühner 100 bis 120 pro Pfund; Tauben 70 bis 90, frische Landeier sowie Kisteneier 14 bis 16, Blumenkohl 50 bis 100, Salat 30 his 40. Oberkohlrabi 10 bis 15, Lauch, 5 bis 15, Rettich 10 bis 20, Sellerie 10 bis 40 Pfennig pro Stück.
Bornotizen.
— Tageskalender für Samstag. Evangelische Volksgemeinschaft: Vortrag über das Thema: „Was will der Christliche soziale Dolksdienst?", 20 Ufjr, in der Herberge zur Heimat. — Reichsverband der Zivildienstberechtigten: Jahreshauptversammlung, 20,30 ilbr, in der „Stadt Lich". — Gesangverein „Heiterkeit": Generalversammlung, 20 Uhr, im Dereinslokal. y-1 Gießener Freiw. Feuerwehr: Winterfest (74. Stiftungsfest), 20 Llhr, Turnhalle Am Oswadsgarten. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Aufruhr im Iunggesellenheim" und „Die Siegerin", 23 Uhr: Rachtvorstellung „Bunter Abend"; 16 Ufjr: Märchenvorstellung „Schneewittchen".
— Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: „Kyrih-Pyrih", 15 bis 17,30 Uhr; und 18,30 bis 21 Ufjr. — Volkshochschule: Volkskunstabend, 20 Uhr, im Großen Hörsaal der Universität. — Liebigshöhe: Militär-Streich- konzert. 14,30 Uhr. — Verein für Sterbeunter- stühung: Generalversammlung, 15 Uhr, im „Post- keller". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Aufruhr im Iunggesellenheim" und „Die Siegerin"; 11,15 Uhr: Frühvorstellung: „Der Orient" und „Nordischer Sommer".
— Aus dem Stadttheaterbureau wird un8 geschrieben: Morgen 18.30 Uhr: Fremdenvorstellung „Kyrih-Pyrih". — Dienstag, 28. Januar, erste Wiederholung von Sheriffs „Die andere Seite". Dieses Stück hatte bei seiner Premiere einen unerhörten Erfolg und hinterließ einen erschütternden Eindruck. — Die Premiere der kommenden Woche findet am Mittwoch, 29. Januar statt. Es wird, um wieder einen ganz andern Farbton im Spielplan zu haben, das reizvolle französische Lustspiel „Du wirst mich heiraten" von Verneuil herausgebracht. Spielleitung hat Oberspielleiter Hans Tanner t. — Am Donnerstag, Einmaliges Gastspiel Paul Wegener (30. Januar). — Freitag, 31. Januar, erste Wiederholung des Ver- neuilschen Lustspiels. - - Sonntag, 2. Februar, 15 Uhr, „Katharina Knie" (Volksvorstellung); 18.30 Uhr, Fremdenvorstellung, „Katharina Knie".
— Orient und Nordland im Film. Auf die am Sonntag, 26. Januar, vormittags 11.15 Uhr im Lichtspielhaus Bahnhof st raße statt- findends Vorführung der beiden neuen Reise- und Kulturfilme der Hamburg-Amerika-Linie mit Vortrag von Redakteur Adrian Mayer machen wir nochmals aufmerksam. (Siehe Anzeige.)
— Der Goethe-Bund b.ttet uns, an dieser Stelle nochmals auf den am nächsten Montag stattfindenden Dichterabend von A. Neumann hinzuweisen. (Siehe heutige Anzeige.)
*
** Das diesjährige Bühnenfest „Ga° gita" (Ganz Gießen tanzt) findet als Kostümball in den Räumen des Klubs statt. Es find — so schreibt man uns — alle Kostüme erwünscht, aber es besteht kein Kostümzwang. Als besondere Attraktionen werden die Vorführungen des „Gagita- Nacht-Kabaretts, Tombola und sonstige Ueberra- schnngen geboten. Es ist dem Festausschuß gelungen, ab 1 Uhr die Kapelle chnsemeyer zu verpflichten.
*• Sie Jahresleistungen nach d em Aufbringungsgeseh. Vom Finanzamt Gießen wird mitgeteilt: Die Reichsregierung hat soeben eine Derordnrmg über die Jahresleistungen nach dem Aufbringungsgeseh für das Kalenderjahr 1930 veröffentlicht. Danach haben die aufbringungspflichtigen Unternehmer die Hälfte der Aufbringungsleistungen für 1930, d. h. 3,25 v. T. des aufbringungspflichtigen Betriebsvermögens, auf Grund neuer Bescheide, die ihnen in nächster Zeit zugehen werden, biszum2 0. Februar 1 9 3 0, an die Finanzämter zu entrichten. Das Umlegungsverfahren ist auch in diesem
Jahre geboten, weil die auf Grund des geltenden Rechts zum 1. April 1930 fälligen Zins» und Tilgungsbeträge aus der Industriebelaftung rechtzeitig bereitgestellt werden müssen. Ob die Erhebung des zweiten Teilbetrags der Jahresleistungen noch erforderlich werden wird, läßt sich aus den allgemein bekannten Gründen noch nicht übersehen.
** Ein Kamin- und Balkenbrand entstand gestern abend gegen 19.30 Uhr im Parterrestock des Hauses Sandgafse 18 (Arresthaus). Die Feuerwache war auf Anruf sogleich zur Stelle und konnte die Flammen mit der kleinen Spritze in kurzer Zeit löschen. Der Schaden ist nicht allzu bedeutend.
' Oberhessischer Kun st verein. Ausgenommen wurde in die derzeitige Ausstellung im Turmhaus am Drandplah noch ein genealogischer Wandteppich mit der Ahnentafel Justus von Liebigs, eine Stiftung des an= fertigenden Künstlers Dr. Adolf von der Velden in Weimar an das Liebigmuseum in Gießen, von dessen Vorsitzendem dem Verein in dankenswerter Weise zwecks Ausstellung zur Verfügung gestellt. Cs ist zu hoffen, daß dieses inhaltlich und künstlerisch interefsante Werk erneut zum Besuch der jetzigen Veranstaltung anregen wird, deren vielseitiger Inhalt in diesen Spalten bereits eine empfehlende Besprechung gefunden hat.
** D ie Museen sind am Sonntag zu gewöhnlichen Preisen geöffnet.
** Das Dekanatsfest der evangelischen K ir chengesangvereine des Dekanats Gießen. Die Vorsitzenden und die Dirigenten der evangelischen Kirchengesangvereine des evangelischen Dekanates Gießen waren am Mittwochnachmittag im Gasthof „Hindenburg" zu einer Besprechung über das diesjährige Dekanatsfest der evangelischen Kir- chengefangvereine versammelt. Man einigte sich dahin, dieses Fest mit Rücksicht auf das am Sonntag Cxaudi, 1. Juni, in Darmstadt stattfindende 46. Iahresfest des Landesvereins am Sonntag Rogate, 25. Mai, in Kloster Arnsburg abzuhallen. Bei ungünstiger Witterung wird die Kirche in Lich in Aussicht genommen. Außer den 13 Dekanatsvereinen wirken auch grauen- und Mädchenchöre mit. Die zu singenden Lieder und Chöre wurden nach Vorschlag der Musikkommission festgesetzt.
*’ Der Ortsausschuß der Vertrauensmänner der Angestellten- versicherung in Gießen veranstaltete am Donnerstagabend im Cafä Leib einen öffentlichen Lichtbildervortrag über „Die Berechnung und Zahlung der Renten nach dem Angcstellten- versichcrungsgesetz und das Rechtsmittelver- verfahren". Nach einer kurzen Begrüßung durch Stadtratsmitglied W. Horn gab der Referent des Abends, Inspektor Walter Busse, Revisor bei der Reichsversicherungsanstalt für Angestellte, zunächst einen Lleberblick über die Ausgaben der Angestelltenversicherung. Er erläuterte in diesem Zusammenhang die Versicherungspflicht, die freiwillige Versicherung, sowie die Leistungen der Versicherung, um sich dann mit den Voraussetzungen für diese Leistungen zu beschäftigen. Zu dem eigentlichen Thema übergehend, besprach der Redner unter Vorführung von Lichtbildern zunächst die Entwicklung der Rentenberechnungen seit Inkrafttreten des Gesetzes, und zeigte an Beispielen die Deitragsleistungen und Renten, je nach den einzelnen Deitragsklassen. Eine Reihe weiterer Lichtbilder brachte statistische Angaben über die Zahl der Rentenempfänger und die Hohe der einzelnen Leistungen. Weiter beschäftigte sich der Redner mit dem Rentenbescheid- und Rechtsmittelverfahren, erläuterte die Organisationen der Spruchbehörden, sowie den technischen Betrieb der Rentenauszahlung. Schriftführer M o h a u p t dankte dem Redner für seine interessanten Ausführungen, worauf Bezirksleiter F r i s ch m a n n in der Aussprache darauf hinwies, daß sich die Leistungen der Angestelltenversicherung in den letzten Jahren wohl gebessert hätten, aber nicht ausreichend seien. Er kritisierte den neuesten Vorschlag der Reichsversicherungsanstalt für Angestellte und vertrat die Auffassung, daß eine Erhöhung der Leistungen bei den vorhandenen Mitteln wohl möglich sei. Zum Schluß gab der Redner unter Hinweis auf den vorliegenden Entwurf zur Aen- derung der Angestelltenversicherung der Hoffnung Ausdruck, daß die maßgebenden Stellen eine weitgehende Verwendung der Mittel für die jetzige Generation ermöglichen
Berliner Börse.
Berlin, 25. Ian. kWTB. Funkspruch.) Der heutige Effektenfrühverkehr lag geschäftslos, doch war die Grundstimmung durchaus freundlich zu nennen. Die Spekulation hält sich jedoch zurück und in den Bankbureaus waren zuverlässige Kurse bisher nicht zu hören. Unter anderen Siemens zirka 285 und Farben zirka 172. Am Devisenmarkt nannte man London gegen Paris
123,90 bis 123,91; London gegen Mailand 92,97 bis 92,99; London gegen Spanien 36,90 zu 37; London gegen Kabel 4,8660; London gegen Berlin 20,3640 zu 20,3650 und Kabel gegen Berlin 4,1850 zu 4,1855.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
X Dutenhofen, 23. Ian. Heute sand im „Iagdschlößchen" dahier die zwangsweise Versteigerung des Anwesens der in Konkurs geratenen Firma Iohs. LohIII. statt. Zum Verkauf standen zirka 51 Ar Gelände mit Lager- und Werkplähen einschl. Maschinen- und Lagerhallen, den feststehenden Holzbearbeitungsmaschinen verschiedener Art, alles in einem Los. Meistbietender blieb das Bankhaus Kellner in Wetzlar mit dem sehr geringen Gebot von 10 070 Mk. Der Zuschlag wurde nicht erteilt und soll evtl, am 15. Februar bei dem Amtsgericht Wetzlar erfolgen. Durch den Konkurs sind etwa 30 Zimmerleute arbeitslos geworden. — An Stelle des verstorbenen Haupt- lehrers Caelius wurde Lehrer Hamel zum Hauptlehrer ernannt, während die hierdurch freigewordene Lehrerstelle dem Lehrer Reu vom 1. Februar ab definitiv übertragen wurde.
F Groß-Rechtenbach, 22. 3an. Bei der dieser Tage hier stattgehabten ersten diesjährigen Brenn holz Versteigerung wurden folgende Preise erzielt: Buchenscheitholz 27 bis 30 Mk., Buchenknüppel 20 bis 25 Mk. je 2 Raummeter, Buchenreiser 11 bis 14 Mk. je Haufen (10 Raummeter), Kiefern- und Fichtenknüppel 9 bis 12 Mk., Gichenknüppel 12 bis 14 Mk. je 2 Raummeter, Fichtenreiser 2 bis 5 Mk., Kie- fernreifer 2 bis 4 Mk. je Haufen (10 Raummeter), Fichtenstangen 2. Klasse 1,20 bis 1,30 Mk., 3. Klasse 0,80 bis 1 Mk. je Stück, Kiefemnutz- scheit (2 Meter lang) 11 bis 13 Mk. je 2 Raummeter, Kiefern- und Fichtennutzschüt (3 Meter lang) durchschnittlich 25 Mk. je 3 Raummeter.
— Niederkleen, 22. 3 an. Bei der im hiesigen Gemeindewald stattgehabten Brenn- holzversteigerung wurden folgende Preise erzielt: Duchenscheitholz 15 bis 17 Mk., Buchenknüppel 11 bis 12 Mk. je Raummeter. Buchen- wellen 20 bis 24 Mk je 100 Stück, Eichenscheitbolz 9 bis 10 Mk., Eichenknüppel 7 bis 8 Mk. je Raummeter, Eichenwellen 10 bis 12 Mk. je 100 Stück, Kiesernknüppel 5 bis 6 Mk. je Raummeter und Kiefernwellen 8 bis 10 Mk. je 100 Stück. Trotzdem sich zahlreiche Käufer eingefunben hatten, blieben die Preise hinter den vorjährigen zurück.
~ Hörnsheim, 21. 3an. Dieser Tage sand im hiesigen Gemeindewald die erste diesjährige Brenn Holzversteigerung statt, zu der sich zahlreiche Käufer eingefunden hatten. Es wurden folgende Preise erzielt: Duchenscheitholz 36 bis 40 Mk., Duchenknüppel 30 bis 35 Mk. je 2 Raummeter, Duchenwellen 12 bis 15 Mk. je 50 Stück, Kiefernlnüppel 8 bis 10 Mk. je Raummeter, Kiesernreiscr (in Haufen zu 6 Raummeter) 5 bis 8 Mk., Fichtenstangen 1. Klasse 2 Mk., 2. Klasse 1,10 bis 1,20 Mk., 3. Klasse 1,30 bis 1,40 Mk. je Stück, Eichennuhscheit (2 Meter lang- 28 bis 30 Mk. je 2 Raummeter.
O Hochelheim. 20. Jan. Bei der dieser Tage im hiesigen Gemeindewald stattgehabten Holzdersteigerung wurden folgende Preise erzielt: Buchenscheitholz 32 bis 36 Mk., Buchenknüppel 22 bis 28 Mk., Eichenscheit 8 bis 14 Mk.. Eichenknüppel 6 bis 8 Mk. je zwei Raummeter. Buchenwellen 14 bis 18 Mk., Eichenreiser 7 bis 8 Mk. je fünf Raummeter, Fichtenknüppel 4 bis 6 Mk. je Raummeter. Eine Anzahl Fichtenstämme der geringeren Klassen wurde zum Durchschnittspreise von 18 Mk. je Festmeter an hiesig« Handwerker verkauft.
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