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Schweres Unglück auf der Saalburgbahn

Bad Homburg, 18. Mai. (WSN.) Auf der Saalburg st recke ereignete sich heute nachmit­tag ein folgenschwerer Z u s a in m e n st o ß zwi­schen zwei Wagen. Während des heftigen Ge­witters fuhr ein von der Saalburg kommender Wagen über ein Ausweichgleis hinaus und stieß mit einem von Homburg kommenden anderen Wagen zusammen. Dabei wurden dem auf dem Vorder­perron stehenden 45jährigen Kaufmann Ferdinand Fleischer aus Frankfurt a. M. beide Füße ab gequetscht. Der Verletzte st a r b , noch be­vor ärztliche Hilfe zur Stelle war. Der Wagenführer erlitt Beinverletzungen, die aber nicht schwerer Na­tur sind. Außerdem wurden einige Fahrgäste durch Glassplitter verlegt. Der Wagenführer des von Homburg kommenden Wagens konnte sich noch recht­zeitig durch Abspringen retten. Der Betrieb auf der Saalburgstrecke konnte nach zwei Stunden wieder ausgenommen werden.

Schweres paddelbooiunglück auf dem Main.

Frankfurt a. M., 18. Mai. (WSN.) Leider hat das heutige schwere Gewitter auch zwei Menschen leb en gefordert. Ein junges Ehe­paar namens Baumann, das sich mit einem Paddelboot auf dem Main befand, wollte sich vor dem plöglich hereinbrechenden Gewittersturm in Sicherheit bringen. Dabei kenterte das Boot gegenüber der Gerbermühle und beide In­sassen fielen ins Wasser. Trotz verzweifelter An­strengungen sich zu retten, gingen die beiden jungen Leute unter und ertranken. Bis jetzt konnten ihre Leichen noch nicht geborgen werden.

Oderheffen.

Kreis Friedberg.

* Butzbach, 18. Mai. Am gestrigen Samstag­mittag erschoß sich in der Nähe der Schützen­halle im Walde ein Kaufmann von hier. Schwere geschäftliche Sorgen sind die Ursachen zu der verzweifelten Tat des bedauernswerten Mannes gewesen. Als man den Unglücklichen auffand, lebte er noch, jedoch verstarb er im Laufe des Nachmit­

tags im Iohanniterhospital, wohin man ihn schleu­nigst verbracht hatte.

O B u tz b a ch , 16. Mai. Der Butzbacher Ge­schichtsverein veranstaltete imDeutschen Haus" einen Vortragsabend in Verbindung mit seiner diesjährigen Hauptversammlung. Der Ver­einsvorsitzende, Professor H o r st, hielt einen fesselnden Vortrag über die Hexenprozesse in Vuhbach in den Jahren 1652, 1673 und 1675. Die Darlegungen des Redners wurden mit großem Interesse entgegengenommen und fanden den lebhaften Beifall der Versammlung. In der anschließenden Hauptversammlung gab der Vor­sitzende den Jahresbericht für 1929 be­kannt. Danach steht im Vordergründe des Ver­einsinteresses die Erweiterung des Mu­seums, dessen gegenwärtige Räume unzu­reichend für eine geeignete und übersichtliche Aufstellung des wertvollen Bestandes sind. Das Maßsche Häuschen, die seitherige Kirchendiener­wohnung, wäre hierzu gut geeignet. Der evange­lische Kirchenvorstand möchte es aber auch dem neuen Kirchendiener als Wohnung zur Verfü­gung stellen. Die wichtigste Erwerbung besteht in einer Anzahl von Münzen, die in der Kipper­und Wipperzeit (1621/24) von Philipp Reinhard in Butzbach geprägt wurden. Eine Aufgabe des Geschichtsvereins ist die Herausgabe des Kunst­historischen Heftes zu den Butzbacher Festschriften von Rauch. Rach einem Voranschlag kommen 500 Hefte auf 1200 Mk., ohne Honorar an Prof. Rauch. Es besteht eine weitere Anregung, näm­lich die Herausgabe der Butzbacher Regesten, deren Kostenpunkt sich etwa auf 1500 Mk. be­laufen wird. Der Historische Verein für Hessen ist zur Herausgabe bereit, wenn sich auch die Stadt an den Kosten beteiligt. Die Butzbacher Geschichtsblätter finden großen Anklang. Es müssen noch mehr Mitarbeiter gewonnen werden, die nicht nur Arbeiten, sondern auch Material und Anregung liefern. Als weiterer Punkt der Tagesordnung folgte die Rechnungsablage durch Reallehrer Weide. Die Ennahmen be­trugen im vergangenen Jahre 1388,70 Mk., die Ausgaben 1348,05 Mk., so daß ein ^leberschuß von 40,65 Mk. verbleibt. An Kassen- und Bank- guthaben sind rund 2000 Mk. vorhanden. Die

Vorstanöswahl wickelte sich rasch ab, da niemand gegen die Wiederwahl der alten Vor­standsmitglieder Einspruch erhob. Reu wurde noch Herr Braubach als Beisitzer gewählt.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

3 Kinzenbach, 18. Mai. Hier hat sich gestern nachmittag ein schwerer LlnglucksfaN er­eignet. Das 45jährige Frl. Fink beschäftigte sich in Abwesenheit ihres Vaters, dem sie den Haushalt führte, mit dem Düngen des Gartens, indem sie mit einem Eimer Jauche aus der Gru be des Gehöftes trug. Sie ist bei dieser Arbeit, wohl infolge eines plötzlichen Unwohl­seins, in die Grube gefallen, und da niemand zur Hilfeleistung in der Rähe war, ertrunken. Erst als der alte Vater nach einiger Zeit heimkehrte und seine Tochter vermißte, wurde er durch die aufgedeckte Jauchegrube und den danebenstehenden Eimer auf die Möglichkeit eines Llnglücksfalles aufmerksam, die man bei weiterem Rachsorschen leider auch bestätigt fand.

vezirksschöffengericht Gießen.

* Gießen, 16. Mai. Wegen Wechselfäl­schung erhielt ein Weißbinder aus einem Nachbar­dorfe eine Woche Gefängnis. Er hatte, um ein Darlehn zu erhalten, einen von ihm fälschlich mit dem Namen seines Schwagers akzeptierten Wechsel als Sicherheit gegeben. Seine Unbescholten­heit und der geringe Schaden wurden strafmildernd berücksichtigt.

Ein alter, wegen Eigentumsvergehens oft be­strafter Bettler hat bei einem Zahnarzt, hier, im Flur, vor dem er bettelte, in einem unbewachten Augenblick einen neuen teuren H u t entwendet und feinen eigenen Hut an die Stelle gehängt. Strafe: drei Monate Gefängnis.

Ein noch junger Arbeiter, wiederholt wegen Dieb­stahls bestraft, ist in Ober-Eschbach bei einem Gast­wirt eingestiegen und hat für über 100 Mark Zigaretten und einen kleinen Geldbetrag g e - st o h k e n. Seine Behauptung, er sei nur eingestie­gen, um Nahrungsmittel in kleinen Mengen zum alsbaldigen Gebrauch zu entwenden, und er habe

sich erst nachträglich zum weiteren Diebstahl ent« schlossen, war nicht zu widerlegen: es brauchte des­halb nicht roegen schweren Diebstahls im Rückfall, bei dem die Strafe mindestens ein Fahr gewesen wäre, verurteilt zu werden. Die Strafe lautete auf vier Monate Gefängnis.

Ein Hüttenarbeiter in vorgerücktem Alter hat sich unter dem Einfluß des Alkohols an einem kleinen Kind vergangen. Er erhielt wegen Sittlichkeitsver­brechens die Mindeststrafe von sechs Monaten Gefängnis. Die Verhandlung fand unter Aus­schluß der Öffentlichkeit statt.

Kleine Strafkammer Gießen.

* Gießen, 16. Mai. Vor der Kleinen Straf­kammer stand nur eine Offizialsache zur Ver­handlung. Zwei Burschen aus Eckartsborn waren von dem Amtsgericht Ortenberg wegen gefähr­licher Körperverletzung ju höheren Geldstrafen verurteilt, drei weitereAngeklagte freigesprochen worden. Die Verurteilten hatten Berufung gegen die Verurteilung eingelegt und außerdem als Rebenkläger die Verurteilung der drei Freigesprochenen verlangt. Ihre Berufung wurde verworfen, das Urteil erster Instanz in vollem Umfang aufrechterhalten. Die Beweis­aufnahme in der Berufungsinstanz ergab, daß die beiden Angeklagten in einer Wirtschaft eines benachbarten Dorfes, in welcher ein Tanzver­gnügen stattfand, eine Schlägerei angezettelt hatten, in die schließlich auch der Wirt verwickelt wurde. Der eine der Angeklagten schlug einem; anderen ein Bierglas auf den Kops, der andere, Angeklagte warf den Wirt die Treppe herunter, so daß er erheblich verletzt wurde. Es waren des­halb nach Ansicht des Gerichts die in erster In­stanz ausgesprochenen empfindlichen Geldstrafen! durchaus angebracht.

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2.

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Wegen des zu erwartenden Andrangs zu den Abendvorstellungen, bitten wir, nach Möglichkeit die Nachmittags-Vorstellungen besuchen zu wollen.

Mit Gültigkeit vom 1. Juni 1930 tritt zum Binnentarif der Biebertalbahn der Nachtrag 35 in Kraft. 3840v

Nähere Auskunft erteilen die Dienst­stellen.

Frankfurt (Main), den 16. Mai 1930. vereinigte Kleinbahnen Aktiengesellschaft.

Bekanntmachung.

Die Gemeinde Lollar verkauft einen ab­gängigen fetten Vogelsberger Zuchtbullen.

Angebote find pro Zentner Lebend­gewicht bis zum 22. Mai 1930, nachmittags um 6% Uhr. auf der Bürgermeisterei ein­zureichen, woselbst die Oeffnung der An-

Oberhess. Geschichtsverein

1. Donnerstag, den 22. Mal 1930, abends 8 Uhr, im Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen Instituts (Ludwigstraße)

Vortrag des Herrn Ünlversltttts-Prof. Dr. Koloff

Zn den Wirkungen des MMiMn Krieges anl Deutschland

Versteigerung.

Wegen Zahlungseinstellung versteir ere ich tm Auftrage am Donnerstag, dem 22. Mai 1930, beginnend vormittags um 9V, Uhr. in Frankfurt a. M.. Kostheimer Straße 10 (an der Galluswartej ca. 400 Werkzeugmaschinen und zwar:

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an der diesjährigen TaM des Verbandes der hess. Gesdnchts- ond Alterimnsvereine am 24. und 25. Mai in Alsfeld

Wir bitten unsere Mitglieder und Freunde um recht zahl­reiche Beteiligung an dieser in Oberhessen stattfindenden, Tagung. Wegen Uebernachtung und Mittagessen wende man sich an den Alsfelder Geschichtsverein (Herrn

Zirkus Lorch

Lieh

Erönnongs-Vorstellung Montag, den 19. Mai, abends 8.30 Uhr. Weitere Vorstellun­gen Dienstag, den 20. Mai, nachm. 3.30 u, abends 8.30 Uhr sowie Mittwoch, den 21. Mai. abends 8.30 Uhr. Ein Ereignis für Lieh und Umgebung.

__________________________ 3850D

Arbeiter-Samariter Bund

Kolonne Gießen.

Auf diesem Wege sagen wir allen unseren Spendern für die Geldspenden während derSam- melwoche in Stadt und Land

unseren besten Dank.

Der Vorstand.

3852D

Die Bedingungen sind vorher einzu­sehen.

Zuschlagsfrist drei Tage.

Lollar, den 17. Mai 1930.

Hess. Bürgermeisterei Lollar: Schmidt.

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Vergleichsverfahren.

lieber das Vermögen der Firma M. 23i- ringer Rachf., Inhaber Friedrich holz. Heimer in Gießen, ist am 17. Mai 1930, vormittags 10% Uhr, das Vergleichsver­fahren zur Abwendung des Konkurses er» öffnet worden. 38471)

Der Dr. jur. Ruckeishausen in Gießen, ^Zoethestraße, ist zur Vertrauensperson er­nannt.

Termin zur Verhandlung über den Ver­gleichsoorschlag ist auf

Donnerstag, den 12. Juni 1930 vormittags 9 Uhr

vor dem Hessischen Amtsgericht in Gießen, Zimmer Nr. 204, anberaumt.

Der Antrag auf Eröffnung des Ver­fahrens nebst seinen Anlagen und das Ergebnis der weiteren Ermittlungen sind auf der Geschäftsstelle zur Einsicht der Beteiligten niedergelegt.

Gießen, den 17. Mai 1930.

Geschäftsstelle Hessischen Amtsgerichts.

Dienstag, den 20. Mai 1930, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich imLöwen", Neuen­weg 28, dahier, zwangsweise gegen sofor­tige Barzahlung:

1. sechs Diwane, zwei Schreibmaschinen, fünf Sofas, sechs Stühle, neun Sessel, einen elektrischen Schrankapparat mit 120 Platten, elf Büfetts, einen Waren- schrank, eine Partie Bettwäsche, eine Partie silberne Bestecke, zwei Auszieh­tische, fünf Bücherschränke, zwei Flur­garderoben, ein altes Fahrrad, drei Nähmaschinen, neun Schreibtische, zwei Klaviere, zehn Kredenzen, drei Vertikos, ein komplettes Speisezimmer, eine Ladentheke, einen Pritschenwagen, ein elektrisches Karussell (Märklin-Modell), eine Brehmer-Heftmaschine, einen Klei­derschrank, einen Küchenschrank, zwei Bettbezüge und vier Kopfkissen, vier komplette Schlafzimmer, sechs Polster­sessel, zehn Teppiche, ein Küchenbüfett mit Anrichte, zwei Dielengarnituren, zwei Chaiselongues, acht Tische, drei Salonschränke^ einen Flügel, eine Vi­trine, eine Zupfmaschine, eine Fur­nierpresse, eine Kreissäge mit Bohr­maschine, eine elektrische Hobelmaschine, eine Fräsmaschine. 3838D

2. voraussichtlich bestimmt: eine Reise- Schreibmaschine (Merz Nr. 3), ein Bild (Abendmayl).

fjebbd, Gerichtsvollzieher in Gießen Dammstraße 24 I Telephon 4039

Der Voranschlag der Gemeinde Treis a. d. Lda. für 1930 liegt vom 20. d. M. ab eine Woche auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters zur Einsicht offen. Ein­wendungen können während dieser Zeit schriftlich oder zu Protokoll erhoben wer­den. Es wird eine Umlage erhoben zu der auch die Ausmärker beizutragen haben.

Treis a. d.Lda., den 19. Mai 1930. Bürgermeisterei Treis a. d. Lda _____________Michel.

____ 03338

Bekanntmachung.

Der Voranschlag der Gemeinde Dorf-Güll für das Rj. 1930 liegt vom 20. Mai ab eine Woche auf der Bürgermeisterei offen. Innerhalb dieser Zeit können Einwen­dungen hiergegen vorgebracht werden.

Es ist die Erhebung einer Umlage be­schlossen, wozu auch die Ausmärker bei­zutragen haben. 3839D

Dorf-Güll, den 17. Mai 1930.

Hessische Bürgermeisterei. Schmidt.

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Vor dem majestätischen Gebirgsmassiv der Alpen entrollt sich die ebenso lustige wie zu Herzen gehende Geschichte vomUnsterblichen Lump. Es ist ein mitreißendes Werk, echtes, un­mittelbarstes Leben und Erleben, durchwoben von schönsten Volksliedern, einschmeichelnden Melodien, von den Klängen jauchzender Jodler, von Spiel, Gesang und Tanz. Liane Haid und Gustav Fröhlich, diese überaus sympathischen Darsteller, lassen die freud- und leidvolle Liebe des Annerl, eines prächtigen Alpenmädels, zu Hans Ritter - demUnsterblichen Lump einem Erlebnis werden.

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