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Oer Gießener Voranschlag für *1930.

II.

Aei der Durchsicht derDermöaensrechnuna des städtiscyen Voranschlags für 1930 muß man wiederum bedauerliche Feststellungen machen. Für dringende Ausgaben, über deren Not­wendigkeit schon längst auf keiner Seite mehr ein Zweifel besieht, sind auch in diesem Voranschlag wie im vorjährigen durchaus unaenügende ober aar keine neue Mittel vorgesehen. Anscheinend sind hierfür zwei Erwägungen maßgebend gewesen: einerseits wollte man die Betriebsrechnung nicht mit einem neuen Zinsenaufwand be­lasten, der sich natürlich bei der Bemessung der k o m- munden Steuer sätze bemerkbar gemacht haben wurde, da Ersparnismöglichkeiten im Voran­schlag wohl kaum noch vorhanden sein dürften, an- derseit» wird man wohl auch an die jüngste Stel­lungnahme der Spitzenorganisationen der Städte, des Deutschen Städtetages, zur An- l e i h e f r a g e gedacht haben. Der Deutsche Städte- tag hat nämlich erst vor einigen Wochen wieder eine Mitteilung an seine Mitgliedsstädte, zu denen auch Gießen gehört, erlassen, in der er ermahnt, aus Gründen der allgemeinen Finanzpolitik und zur Schonung des inländischen Kapitalmarktes der ousländisthe Kapitalmarkt ist ja bekanntlich durch die Haltung der Anleihegenehmigungsitelle den Städ­ten zur Zeit so gut wie ganz verschlossenbis auf weiteres noch von der Aufnahme von Anleihen ab- zuschen. Allein vom finanzpolitischen Gesichts- punkt gesehen mag diese Empfehlung des Deutschen Städtetages viel für sich haben, vielleicht auch richtig sein. Die Sache hat aber auch noch eine Kehr­seite, auf der bann bie Einschränkung oder gar Stillegung b e r kommunalen Dau- tätigtest wegen Gelbmangels mit ihren weitreichenben Auswirkungen auf bie ganze hei­mische Wirtschaft sichtbar wirb. Welche große Be- beutung bie Bautätigkeit ber öffentlichen Hand im kommunalen Wirtschaftsleben hat, war ziffernmäßig aus unserer Mitteilung in ber vorgestrigen Sams- tagausgabe über bie Betätigung ber öffentlichen j)anb beim Wohnungsbau in Gießen in den Jahren 1928 und 1929 ersichtlich, konnte jedermann aber auch schon vorher an den Folgen der im Vorjahre leider notwendig gewordenen Stillegung der kom­munalen Bautätigkeit sehen. Es wäre doch ernstlich zu erwägen, ob eine Stadt mit so gesunder wirt­schaftlicher Grundlage und mit so solider Finanz- aebarung wie unser Gemeinwesen, trotz der Emp­fehlung des Deutschen Städtetages, auch unter den jetzigen Verhältnissen sich nicht doch für den An- leiheweg entscheiden sollte, damit mehr als bisher die Möglichkeit der Arbeitsbeschaffung durch die Wiederbelebung der Bautätigkeit erschlossen würde. Dabei dürfte auch eine vorsichtig abgemessene Rückwirkung auf die Betriebsrechnung nicht hemmend (ein, denn neue Arbeits - und Verdien st Möglichkeiten schaffen auch eine v e r st ä r k t e L e i st u n g s k r a f t. Und jedenfalls ist es richtiger, man schafft ausge­dehnte Arbeitsgelegenheiten für die Tausende von Erwerbslosen und die ständig anwach, sende Zahl der ausgesteuerten Arbeitslosen, als daß man zu beachten ist in diesem Zusammenhang der AufsatzDie lausende öffentliche Fürsorge in Gießen" in der vorgestrigen Samstagnummer mit seinen eindringlichen Schlußfolgerungen die Be­lastung des Etats des Wohlfahrtsamtes immer stärker werden läßt und dabei das Geld unproduktiv ousgibt. Daß es sich für uns bei einer solchen Politik immer nur um wirklich pro­duktive und notwendige Arbeiten handeln kann, nicht aber um sog. Prestige- ober Wettrennenbauten in Konkurrenz mit anberen Stabten, ist selbstver- stündlich

Für den Straßenbau sinb in der Vermögens- rechnung für 1930 nur 223 879 Mk. als Resteüber- trag aus den Jahren 1927 bis 1929 verfügbar, neue Mittel sind hier nicht vorgesehen. Wer über bie Kosten des Straßenbaues unterrichtet ist weiß, daß mit diesem Betrage leider nicht viel anzufangen ist. Unb gerabe beim Straßenbau wäre allerlei Arbeits- Gelegenheit zu schaffen, auch könnte hier für die Baulanderschließung mancherlei Fortschritt erzielt werben. Nebenbei sei bei biefer Gelegenheit bemerkt, bah uns in der Betriebsrechnung auch ber Ansatz für bie Strahenunterhaltung viel zu niebrig er- scheint angesichts bes Zustanbes einer Reihe von Straßen unb ber bringenb notwendigen Verhelfe» rung. Mit 146 500 Mark einfchl. Fährlöhne wirb man auch nicht allzu viel leisten können, unb boch bestehen nach biefer Richtung hin sehr bringenbe unb berechtigte Wünsche ber Bürgerschaft.___________

Der ebenfalls burch Restübertrag aus den Jahren 1927 bis 1929 für ftanaHjationsbauten im neuen Wirtschaftsjahr verfügbare Betrag von 329098 Mark bürste wohl als ausreichenb anzu- sehen sein.

Das Diehhosprojekt stehl nach ber neuen Dermögensrechnung noch aus bem alten Stand. Im Sommer 1927 hat ber Stadtrat für diesen Zweck eine Million Mark bewilligt, im Jahre 1928 wur­den davon 400 000 Mark bercitgeftellt, die abge­sehen von kleineren Beträgen für die Projektbear­beitung heute noch verfügbar sind und auf den neuen Haushalt übertragen werden sollen. Wenn also auch, vom Finanzftandpunkt aus gesehen, bem Baubeginn nichts im Wege stehen wirb, so ist boch zu bedauern, daß bie weiteren Mittel im neuen Haushalt bis jetzt noch nicht vorgesehen sinb. An- scheinenb sinb bie vor einigen Wochen eingeleiteten Verhandlungen zur weiteren Finanzierung bes Pro­jektes unter tätiger Jnteresienahme bes Diehhanbels bis jetzt noch nicht soweit gekommen, daß ein aktives Ergebnis in Erscheinung treten könnte. Hoffentlich wirb nach dieser Richtung recht bald ein befriedi­gender Abschluß erzielt, damit die weitere Summe für diese notwendige Einrichtung zur Förderung unserer Märkte nachträglich noch in den Haushalts­plan für 1930 ausgenommen werden kann.

Zur Beschasfung von S ch u l r a u m hat ber ßtabtrat in den Jahren 1927 unb 1929 Insgesamt 1,5 Millionen Mark bewilligt. Davon sind bisher 886 669 Mark verbraucht worden, so daß noch 613 331 Mark zur Verfügung stehen, die auf 1930 übertragen werden sollen. Da die Schulhaus­bauten mit 1,5 Millionen Mark veranschlagt sind, dürfte der Restbetrag wohl ausreichen, sobald man ihn erst zur Verfügung hat. Bislang ist es der Stadtverwaltung leider noch nicht ge­lungen, diese- Kapital auf dem Wege einer lang­fristigen Begebung zu beschaffen, und für eine kurzfristige Geldaufnahme zur Finanzierung dieses Projektes kann sich die Verwaltung mit Recht nicht entscheiden. Man darf nur hoffen und wünschen, daß es der Stadtverwaltung recht bald gelingen möge, diese Finanzierungsfrage in ge­deihlicher Weise zu lösen, damit die Bautätigkeit auch von dieser Seite her wieder einen Antrieb erfährt und unsere Schulraumschwierigkeiten baldmöglichst behoben werden.

Für den Wohnungsbau ist in der Der- mögensrechnung des neuen Voranschlags auf dem Papier ersreulicherweise allerlei vorgesehen, aber mit der Finanzierung in der Praxis hapert es auch hier wieder in sehr bedauerlicher Weise. Zur Gewährung von Daudarlehen an Private, Bau­genossenschaften usw., sowie zu stadteigenem Wohnungsbau sind auf der Ausgabenseite des Wohnungsbaukontos 724 645,99 Mk. eingestellt Zur (Erfüllung von Verpflichtungen aus den Wohnnngsbaukonten 1928 und 1929 ist jedoch schon über einen Betrag von 530 000 Mk. auf dem Papier verfügt. Die Deckung dieses An­satzes ist bis heute leider nur insoweit ge­sichert das) ein Betrag von 194 645,99 Mk. aus Sondersteuermitteln des hessischen Staates und 51 500 Mi. aus Tilgungsbeträgen auf frühere Daudarlehen greifbar zur Verfügung sein wer­den. Aus Anleihemitteln soll eine Deckung von 478 500 Mk. kommen, wenn es gelingt, dafür auf dem Kapitalmarkt Unterkommen zu schaffen. 3n der Praxis werden sich die Dinge, wenn die Aus­nahme der vorgesehenen Anleihe nicht gelingt, so entwickeln, daß eine Wohnungs-Reu- bautätigkeit seitens der Stadt oder die Zuschußleistung der Stadt zu privaten Woh­nungsbauten im neuen Wirtschaftsjahre über­haupt n icht in Betracht kommen, wird, da natürlich beim Richtgelingen der Anleihe die als tatsächliche Einnahme zur Verfügung stehenden Mittel aus der staatlichen Sonder­steuer und aus den Daudarlehenstilgungen ver­wandt werden müssen, zunächst einmal bie äl­teren Verpflichtungen aus den Woh- nungsbaukonten 1928 und 1929 a b z u.d e ck en. Aus diese Schwierigkeit der Situation ifr es wohl auch zurückzuführen, daß bisher noch fein Woh­nungsbauprogramm für das neue Jahr ausgear­beitet wurde. Man kann also auch bei diesem Kapitel unserer Stadt nur wünschen, daß ihr zu dem Vertrauen der Geldgeber, auf welches sie wohlbcgründeten Anspruch erheben kann, noch viel Glück beschieden sein möge, um die erhoff­ten Anleihen zu bekommen.

In der Gesamtheit gesehen ist mithin auch die Dermögensrechnung des Doranschlags 1930 we­

nig geeignet, besondere Befriedigung bei ber Bürgerschaft hervorzurufen. Ein Rotetat also in des Wortes ernstester Bedeutung k

Aus der Provinzialhouptstadt.

Gießen, den 19. Mai 1930.

Kulturgiste und Milchdiät.

Äon Dr. mcb. Waich, Berlin

Mit den erhöhten Anforderungen des modernen Lebens an den Menschen wachsen die Schädigun­gen, denen sein Organismus ausgesetzt ist. Die sitzende Lebensweise, die unregelmäßigen und hastigen Wahlzeiten rufen zahlreiche DerÄuungs- störungen hervor, insbesondere hartnäckige Der- stopfungen und eine hiermit verbundene, chronische Selbstvergiftung des Körpers. Andere Schädigun­gen treten hinzu. Alm einerseits die Leistungs­fähigkeit zu steigern, andererseits um ein gewisses psychisches Gleichgewicht zu erlangen und das aufreibende Leben erträglicher zu gestalten, führt der moderne Mensch sich oft Genuhmittel zu, die zu den mannigfaltigsten Erlrankungen wich­tiger Organe, wie der des Magens, der Leber und bei Rieren, Veranlassung geben.

Es gilt deshalb, neben einer geregelten Le­bensweise, die heute oft nur schwer durchführbar ist, eine möglichst durchgreifende Entgiftung des Körpers anzustreben. Ein vorzügliches Mittel hierfür stellt die Milch dar, nicht nur infolge ihrer hohen säuretilgenden Fähigkeit, sondern vor allem auch durch die ganz besondere Art ihrer Zusammensetzung. So enthalten die Milch­eiweißkörper alle zum Aufbau der Zellsubstanz notwendigen Bestandteile. Auch das Milchfett, das sich in feinster Verteilung in Form kleinster Küselchen in der Milch vorfindet, ist besonders gut ausnuhbar, da es bereits bei Körpertempe­ratur flüssig ist. Reben dem Milchzucker, der bei dem Ablauf der Verdauungsvorgänge eine ge­wisse Rolle spielt, enthält die Milch noch reich­liche Mengen von Salzen, insbesondere Kalk und phosphorsaure Salze, die für den Aufbau des Knochengerüstes besonders wichtig sind. Auch die lebenswichtigen Vitamine sind in ihr, besonders beim Weidegang der Tiere, in ausreichender Menge enthalten. Infolge ihrer Zusammen­setzung stellt die Milch ein hochwertiges, leicht verdauliches Rahrungsmittel dar, das im Körper zu etwa 97 Prozent ausnutzbar ist.

Um eine weitgehende Entgiftung des Körpers zu erreichen, empfehlen sich vornehmlich Trink­kuren. Wasser eignet sich hierzu nicht, da _ es quellend und salzentziehend wirkt und verhält­nismäßig nur langsam vom Organismus aus­genommen werden kann. Die in der Milch ent­haltenen Salze und der Zucker hingegen regen die Rieren zur Ausscheidung an und sorgen zu­gleich dafür, daß die mit der Milch aufgenom­mene Flüssigkeit ihren Weg nicht durch Haut und Lungen, sondern durch die Rieren nimmt Hierdurch erfolgt eine ausgiebige Durchspülung des Körpers.

2m Darm wirkt die Milch durch Milchsäure­gärung, zumal als saure Milch und Joghurt, stark fjemmenö auf die Fäulnisprozesse und beugt so der Selbstvergiftung vor.

Daten für Dienstag, 20. Mai.

Sonnenaufgang 4.03 Uhr, Sonnenuntergang 19.51 Uhr. Mondaufgang 1.37 Uhr. Monduntergang 10.39 Uhr

1799: der Schriftsteller Honors de Balzac in Tours geboren; 1806: der Philosoph John Stuart Mill in London geboren.

Gießener BZochenmarktpreise.

Es kosteten auf dem Wochenmarkt am Samstag: Butter 140 bis 160, Matte 30 bis 35, Käse (10 Stück/ 60 bis 140, Wirsing 35 bis 40, Weiß- traut 8 bis 10, Rotkraut 15 bis 20, gelbe Rüben 10 bis 12, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 10 bis 15, Römischkohl 15, Spargel 45 bis 110, Erbsen 35 bis 40, Mischgemüse 10 bis 15, Toma­ten 70 bis 80, Zwiebeln 8 bis 12, Meerrettich 50 bis 70, Schwarzwurzeln 40 bis 60, Rhabarber 10 bis 15, Kartoffeln 4V8 bis 5 (der Zentner 3,80 bis 4 Mk.), Aepfel 10 bis 15, Dörrobst 30 bis 35. Kirschen 150 bis 160, Honig 40 bis 50, junge Hähne 120 bis 130, Suppenhühner 100 bis 120, Rüsse 50 bis 70 Ps. das Pfund; Tauben (Stück) 70 bis 80, Eier 10, Blumenkohl 50 bis 100, Salat 10 bis 20, Salatgurken 60 bis 80, Ober-Kohlrabi 25 bis 30, Lauch 5 bis 10, Rettich 25 bis 30, Sellerie 10 bis 40 Pf. das Stück; Radieschen Bd. 10 bis 15 Pf.

Vornotizen.

Tageskalender für Montag. Be­zirksverein Rord-Ost Gießen: Generalversamm­lung. 20.30 Uhr, tm Cafe Leib. Gießen« Freiw. Feuerwehr: Hauptübung. 20 Uhr. Lichtspielhaus Bahnhofstraße: Sprech- und Ton­film »Der unsterbliche Lump".

Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Moraen, Dienstag, 20. Mai, findet die Premiere des Lustspiels ..Meine liebe, du nun« Mama" von Ludwia Nerz und Louise Maria Mayer statt. In dieser Vorstellung wird sich Inge Sche­rer. die mit Ablauf der Spielzeit aus dem Ver­band des (Siebener Stadttheaters ausscheidet, in der Hauptrolle verabschieden Die Spielleitung hat Hans Tannert, der selbst die männliche Bonoi- oantrolle des Leo spielt. Es wirken ferner mit Ma­ria Koch und die Herren Dommisch, Hub, Tannert, Dolck, Wahlen, Zingel.

* Straßensperrung, mitgeteilt vorn Ober­hessischen Automobilklub e. V. (A. v. D.): Die Pro- vinzialstrahen-Ortsdurchfahrt Rohrbach im Kreis Büdingen wird ab 19. Mai für jeglichen Verkehr gesperrt. , . m

* * E1 n Gewitter mit starkem Regen zog gestern in den vorgerückten Nachmittagsstunden über unsere Stadt hinweg und zog in der Richtung Grimberg-Alsfeld weiter. Wie hier, so gingen auch auf dem ganzen Wege des Gewitters reichliche Re­genmengen nieder. In Krofdorf schlug der Blitz in den Kirchturm ein, glücklicherweise entstand ober kein großer Schoden, nur ein Teil der Beschiessung . bis zu den Schallöchern wurde zerstört. Von weiteren Schäden ist erfreulicherweise bis letzt nichts bekannt geworden. ,

Inge Scherer, Mitglied des Gießener Stadttheaters, Hot für die nächste Spielzeit an das Stadttheater in Landsberg (Warthe) als jugendliche Salondome und Charakterspielerin Engagement ab- G Polizeipersonalie. In den Ruhestand versetzt wurde der Polizeihauptwachtmeister Adolf Al cd ter von hier mit Wirkung vom 1. Juli ab.

Oberhessischer G e s ch i ck t s v e r e i n. Am 24 und 25. Moi findet in Alsfeld die dies- jährige Tagung des Verbandes der Hessischen Ge- schichts- und Altertumsoereine statt. Am Abend des 24. wird Prof. Dr. E. E. B e ck e r (Darmstadt) einen Vortrag halten über das Thema:Aus dsr kirch­lichen Geschichte von Alsfeld im Mittelalter", dem ein zwangloses Zusammensein mit musikalischen Dar­bietungen folgt Am Sonntagvormittag findet im Rathaussaal die Geschäftssitzung der Vereinsver- treter statt, während für olle übrigen Teilnehmer eine Führung durch Stadt und Museum vorgesehen ist. Um 12 Uhr hält Prälat D. Dr. Diehl (Darm- stodt) im Saale besDeutschen Hauses" einen Vor- trag über:Aus der Geschichte des Deutschen Schul- mcifterftanbes in Oberhessen"; barem anschließenb ge- meinsames Mittagessen imDeutschen Haus" (2Mk). Nachmittags soll ein Spaziergang nach einem noch zu beftimmenben Ort unternommen werben. In ber heutigen Anzeige weist ber Oberhessische Ge- schichtsverein auf biefe Tagung hin und bittet seine Mitglieder um zahlreiche Beteiligung.

* Ein Bolkenbrand entstand gestern vor­mittag in einem House der Walltorstraße. Die sosort alarmierte Feuerwache war schnell zur Stelle und beseitigte in etwa einstündiger Arbeit alle Gefahr. Der Schaden soll nicht allzu beträchtlich sein.

Starkenburger Provinzialtag unb Gasfernversorgung.

Darmstadt. 18. Mai. 3n der gestrigen Sit­zung des Starkenburger Provinzial­tages wurde nach einer Herabsetzung deS Tage­geldes der Voranschlag für 1930 geneh­migt. der mit 4,7 Millionen Mark m Einnahme und Ausgabe balanciert. Der interessanteste Punkt der Tagesordnung, die GaSfernver- s o rg u n g , wurde zurückgesteUt. Die Beratung soll in der nächsten Sitzung stattfinden.

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