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Samstag. l7. Mai 1950

Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

Nr. 115 viertes Blatt

Wirtschaft.

Wochenbericht

vom $ranffurfer Effektenmarkt.

3n der neuen Woche bot die Börse ein ziemlich trostloses Bild. Don Umsätzen konnte nur in einzelnen Fällen gesprochen wer­den, da auch das Interesie für Pfandbriefe und Renten nachgelassen hat. Dor allem aber ver­stimmte der anhaltende Ordermangel. Aber dessenungeachtet war die Grundstimmung zumeist nicht unfreundlich, obwohl Anregungen kaum Vorgelegen haben. Rur vereinzelte Spezial­märkte machten eine Ausnahme und hatten zeit­weise eine etwas lebhaftere Umsatztätiakeit auf­zuweisen. Dor allem waren dies die Kali- und Schifwhrtsaktien, letztere waren auf die bevor- stehende endgültige letzte Freigabe gesucht. Auch die wieder höheren Kupferpreise gaben der Dorse und besonders den Rletallaktien eine Anregung. Die Reuyorker Börse war schwankend, doch konnte von einem stärkeren Einfluß von dieser Seite nicht mehr gesprochen werden. Die Tendenz wurde im Lause der Woche ausgesprochen freundlich, und es traten wesentliche Kursbesserungen ein. 3n einigen Wer­ten zeigte das Ausland, aber auch verschiedent­lich die Privatkundschaft Interesse. Man scheint sich jetzt wieder mehr den Aktienmärkten zu­wenden zu wollen Doch war die zwischendurch eingctretene Geschästsbelebung von nicht langer Dauer. Bei der Kulisse machte sich erneut eine starke Zurückhaltung bemerkbar, die vor allem mit dem geringen Auftragseingang be­gründet wurde. Aber auch der Mangel an An­regungen und die bevorstehende Auslegung der Boung-Anleihe in den einzelnen Staaten wurde al- Geschäftshemmung empfunden. Auch die nicht vorgenommene Einberufung des Zentralaus­schusses der Reichsbank trug einen wesentlichen Teil zur Derstimmung bei. Das Geschäft kam f ast vollkommen zum Stillstand und die Anfangs der Woche erzielten Gewinne gingen fast durchweg verloren. Rur einige Werte machten wieder eine Ausnahme und nahmen anhalten­des Interesse für sich in Anspruch. Hiervon aus­gehend wurde zum Wochcnschluß die Stimmung wieder sreundlicher, zumal einige Anregungen Vorlagen. Dor allem gab der günstige Geschäfts­bericht der Mannesmannwerke dem Montanmarkt einen Ansporn, so daß gegenüber der vergange­nen Woche zumeist Besserungen bis zu 2 Proz. zu verzeichnen waren. Rur Ilse Bergbau waren etwas gedrückt Rheinische Braunkohlen lagen 4 Proz. schwächer. Für den Elektromarkt kamen Fusionsanslrcbungen mit Poge und Sachsenwerk in Betracht. Aber nur AEG. lagen etwas fester und hatten etwas lebhafteres Geschäft, wäh­rend die übrigen Spitzenwerte, wie Schuckert und Siemens, kaum verändert lagen. Don Metall­aktien waren Mansfelder und Otavi ebenso dürsten auch Hirsch-Kupfer hiervon etwas be­rührt worden sein auf das Anziehen der Kupferpreise angeregt. Hirsch Küpser waren auf Versionen hin haussierend und zirka 20 Proz. ge­steigert. Als an diesem Markt von einer größe­ren Transaktion nicht mehr zu sprechen war, ging wieder ein Teil des Gewinnes verloren. Es war nur eine Verschiebung eines größeren Aktien­paketes vorgenommen worden. Zellstoff-Waldhos büßten 3 Proz. ein. Lebhasteres Interesse be­stand aus den schon bekannten Gründen für Schiff- sahrtsaktien. Auch Banken lagen fester. Ebenso konnten sich Kunstseidewerte erholen. Die anfangs ungünstig beurteilten Faktoren konnten jetzt an­regend wirken. Renten lagen schwächer. Reubesitz blieben gehalten. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 3 Proz. leicht, doch wurde der Sah in Anbe­tracht des Medios auf 4V2 Proz. erhöht. Am Devisenmarkt änderte sich wenig. Das Pfund lag international etwas fester.

Wochenbericht

vom Frankfurter Produktenmarkt.

Auch in dieser Woche eröffnete der Frank­furter Produktenmarkt in flauer Haltung, wobei die schon bekannten Gründe' und der Mangel von Anregungen jeglicher Art die Hauptmotive hierfür waren. Die Umsahtätigkeit bewegte sich in den aller engsten Grenzen. Das Angebot in allen Artikeln war reichlich und wurde selbst zu nachgebenden Preisen kaum aus

dem Markt genommen. Auch der Wochenschluh war weiterhin sehr still, und die Preise gczben infolge der Geschäftslosigkeit meist weiter leicht nach. Stärker gedrückt war nach wie vor der Futtermittelmarkt.

Inlandweizen kam in großen Posten an den Markt und war bei der großen Zurückhal­tung der Mühlen zu den Preisen der vergange­nen Woche nicht abzusehen. Auslandweizen ohne Interesse.

Roggen war ebenfalls stärker angeboten, ohne daß irgendwelche Abschlüsse zustande kamen. Auch hier gab der Preis weiter nach.

Hafer war zu stark nachgebenden Preisen ziemlich angeboten. Braugerste, worin kaum noch Angebot bestanden haben dürste, konnte den Preis zunächst gut behaupten, war aber im Einklang mit der allgemein abgeschwächten Hal­tung gegen Wochenschluh ebenfalls niedriger.

Weizenmehl unverändert. Für Roggen­mehl waren die Offerten gegenüber der Vor­woche weiter etwas ermäßigt. Das Geschäft war aber in beiden Mehlarten sehr gering.

Am Futtermittelmarkt war die Stim­mung weiter ausgesprochen schwach und wurde gegen Wochenschluh vollkommen unterbunden, da die Stützungsstelle des Reiches Posten des Rog­gens, den sie früher zur Preisstützung aufgenom­men hat, mit Eosin gefärbt damit er nur für Futterzwecke verwendbar ist zu 13.50 Mk. ab Frankfurt anbietet. Hülsenfrüchte, Kartoffeln und Rauhfuttermittel bei sehr kleinem Geschäft un­verändert. Von sonstigen Kraftfuttermitteln ga­ben Treber unter den Einwirkungen des Futter­mittelmarktes ebenfalls stärker nach.

3m Vergleich mit den Preisen der vergangenen Woche gaben Weizen, Roggen und Gerste je 2,50 Mark, Hafer 8,50 Mk. nach. Weizenmehl unver­ändert. Roggenmehl minus 0,50 Mk., Kleie bis zu 1,25 Mk. niedriger. Die Woche fchloh zu fol­genden Rotierungen: Weizen 302,50, Roggen 182,50, Gerste 205, Hafer 180 bis 182,50, Roggen- [leie 8, Weizenmehl, füdd. 44 bis 45.25, Weizen­mehl, niederrhein. 43,75 bis 45, Roggenmehl 26 25 bis 27,50, Weizenkleie 7,25, Kartoffeln per Zentner 3 bis 3,10, Erbsen 26 bis 35, Linsen 38 bis 80, Heu 8,50, Weizen- und Roggenstroh (drahtgepreßt) 5, (gebündelt) 5,25, Treber 10,75 bis 11. Die Preise verstehen sich für Getreide per Tonne, für alles übrige per 100 Kilo Frachtver­rechnung Frankfurt a. M.

Wochenbericht vom Frankfurter Schtachtviebmarkt. Trotz des überwiegend größeren Auftriebs ver­zeichnete der Frankfurter Schlachtviehmarkt in fast allen Viehgattungen recht reges Ge­schäft bei weiter kleinen Besserungen. Schweine, die in letzter Zeit meist ziemlich flaues Geschäft hatten, wurden etwas lebhafter gehandelt, wobei sich namentlich der Export sehr start beteiligte. Der Abtrieb nach auswärts war namentlich nach Frankreich sehr groß. Man hörte allerdings, daß diese Käufe durch die Stühungs- ftelle des Reiches über Reparationskonto ausge­führt wurden. Fette Schweine waren wieder fast unverkäuflich. Bei leicht anziehenden Preisen wurde ausverkauft. Auf dem R i n d e r m a r k t war der Auftrieb stärker, als in der Vorwoche. Gute Qualität war reichlich vorhanden. Der Handel fetzte zunächst ruhig ein, belebte sich später aber ziemlich. Die Preise konnten sich bet durchschnittlich mäßig regem Geschäst behaupten, nur Ochsen gaben gering nach. Der Markt wurde geräumt. Etwa 45 Proz. des Austriebs gingen wieder nach auswärts, hauptsächlich nach Hessen, Hessen-Rassau und dem Rheinland. Kalber wurden bei regem Geschäft und leicht anziehenden Preisen ausverkauft. Schafe wurden wegen des geringen Auftriebs nicht notiert. Der Gesamtauf­trieb bestand aus 1499 Rindern, darunter be­fanden sich 355 Ochsen, 94 Bullen, 511 Kühe und 375 Färsen, ferner aus 1592 Kälbern, 129 Schafen und 6017 Schweinen. Verglichen mit dem Auf­trieb der letzten Woche standen 65 Rinder, 129 Kälber, 17 Schafe und 350 Schweine mehr zum Verkauf. .

Bezahlt wurden pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 58 bis 60, a2) 53 bts 57, bl i 47 bis 52. Dullen a) 54 bis 57, b) 49 bis 53. Kühe a) 47 bis 50, b) 43 bis 46, c) 38 bts 42,

dj 32 biS 37. Färsen a) 58 bi« 61, b) 54 bts 57, c) 48 bis 53. Kälber b) 82 bis 86, c) 76 bis 81, d> 70 bis 75. Schweine b) 63 bis 65, c) 64 bi« 66, d) 64 bis 66, e) 63 bis 65. 3m Vergleich mit den Preisen der vergangenen Woche lagen Käl­ber und Schweine je 1 Mark höher, während Ochsen 1 Mark nachgaben. Dullen, Kühe und Färsen unverändert.

* Ermäßigung der Zinssätze der Seehandlung. Sie Lage des Geldmark­tes gibt der Preußischen Staatsbank (Seehand­lung) die Möglichkeit, ab 17. Mai erneut eine Ermäßigung der Zinssätze vorzunehmen. Der Satz für täglich fällige Einlagen ist von 3,5 auf 3 Prozent gefenft worden, für den Fall, daß sie über Ultimo bei der Staatsbank stehen bleiben, von 4,88 auf 4,50. Für Einlagen auf einen bis 3 Monate fest werden jetzt 3.5 (bisher 5) Pro­zent vergütet. Auf KontoH werden Darlehen auf einen Monat fest zum Satze von 5,50 (5,88) Prozent gewährt, für Einzahlungen darauf 4,25 (4,64) Prozent Habenzinsen gezahlt. Aus Konto J Darlehen im Monatsverkauf werden 4,75 (5,25) Prozent Zinsen berechnet, für Ein­zahlungen darauf 3,5 (4) Prozent Habenzinfen.

Absatz st ockung auf der Erzgrube Königszug im Scheldetal. Wie bei den Erzgruben im Siegerland, ist auch auf der staat­lichen Erzgrube Königszug im Scheldetal, die mit einer Belegschaft von 300 Bergleuten betrieben wird, eine immer stärker Erscheinung tre­tende Absatzstockung eingetreten. Eine Einschrän­kung der Förderung und in Verbindung damit eine Detriebseinschränkung ist noch nicht bestimmt worden, sie steht jedvch in Aussicht, wenn nicht in Kürze eine Besserung der Verhältnisse ein­tritt. 3m Berichtsjahr 1929 hat die staatliche Grube Königszug rund 105 000 Tonnen Eisen­erze gefördert, die jedoch nicht restlos zum Ver­sand gelangt sind, sondern Ausnahme auf den Halden finden mußten.

AG. für Zellstoff- und Papiers a- brifation, Aschaffenburg. Die Gesell­schaft erzielte 1929 einen Detriebsgewinn von 8,82 (7,74) und an Effekten-Erträgnissen 0,37 (0,02) Mill. Mk. Davon erforderten Unkosten 2 05 (1,88), Aussichtsratstantiemen 0,23 (0,18). Steuern 1,54 (1,67), Zinsen und Provisionen 1,11 (1,05) und Abschreibungen 1,53 (1,25) Miß Mark. Aus dem einschl. 0,301 (0,284) Mill. Mk. Vortrag sich ergebenden Reingewinn von 3,028 (2,028) Mill. Mk. werden wieder 12 Prozent Dividende auf das erhöhte Stammkapital von 23 (14 4) Mill. Mk. vorgeschlagen- Zum Vortrag verbleiben 0,300 (0,301) Mill. Mk. Rach dem Bericht war das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr voll beschäftigt, gegen Jahresende traten jedvch Absatzschwierigkeiten ein. Damit im Zusammenhang seien nach einer kleinen Besse­rung auch die Preise wieder zurückgegangen. Für das laufende Iahr konnten infolge der noch zu unübersichtlichen Aussichten keine näheren An­gaben gemacht werden. 3n Anbetracht der De­pression auf dem Weltmarkt hätten fich die Ab­satzschwierigkeiten verstärkt. (GV. 11. 3uni.)

Concordia Bergbau A G., Ober­hausen. Der in der gestrigen Aussichtsrats- sihung vorgelegte Abschluß für das Geschäfts­jahr 1929 ergibt einen auf 7,32 (6,08) Millionen Mark erhöhten Rohüberschuß. Rach Verrechnung der Steuern und Lasten von 3,61 (3,56) Mill. Mark, der Zinsen imb Provisionen von 0,98 (1,01) und der Abschreibungen von 1,55 (1,52) verbleibt ein Reingewinn, einschließlich des mit 65 117 Mk. aus dem Vorjahr übernommenen Ge­winns von 1 253 125 Mk. Der Aufsichtsrat schlägt der auf den 26.3uni einberufenen Generalver­sammlung hieraus die Verteilung einer Divi­dende von 6 (0) Prozent auf das 20 Millionen Mark betragende Aktienkapital vor.

Dividendenerhöhung bei Rhein­stahl. 3n der gestrigen Aufsichtsratsfihung wurde beschlossen, der auf den 1. Iuni einzuberu­fenden Generalversammlung die Verteilung einer Dividende von 7,5 (im Vorjahre 6) v. H. vorzu- schlagen.

* Wieder 15 Prozent Dividende t m Linoleum-Konzern. Die Derwaltungs- gremien des Linoleum-Konzerns haben die Bi­lanzen der in der Interessengemeinschaft zusam­mengeschlossenen Gesellschaften genehmigt und bringen eine Dividende von wieder 15 Prozent auf deren Aktienumlauf, der sich auf insgesamt nom. 60 665 000 Mk. erhöht hat, in Vorschlag. Die Umsätze der im Konzern zusammengefaßten Fa­

briken haben sich 1929 gegenüber dem Vorjahr« gehoben.

Frankfurter Börse.

Frankfurt, 17. Mai. Tendenz freundlich. Zum Wochenschluß war die Stimmung im heutigen Vor­mittagsverkehr freundlich. Die evtl. Einführung einiger deutscher Werte an der Pariser Börse regte weiter etwas an. Dem Farbenmarkt wandle sich mehr Interesse zu, da Farben von der Einführung betroffen werden sollen. Zu Beginn des offiziellen Marktes machte sich jedoch wieder, von der Kulisse ausgehend, eine stärkere Zurückhaltung bemerkbar, wozu der geringe Ordereingang in erster Linie An­laß bot. Die höheren Vormittagskurse konnten nicht gehalten werden. Auslandinteresse fehlt fast vollkom- mm. Eine Anregung gaben dem Montanmarkt der günstige Oberkoksabschluß und die Verteilung einer höheren Dividende. Im allgemeinen wurde die Börse aber wenig davon berührt, und die Stimmung war trotz des freundlichen Beginns später zurückhaltend. Das @cfd)äft war sehr bescheiden. Nur für einige Spezialaktien erhielt sich Nachfrage bei leicht ge- bessertem Kurse gegenüber der gestrigen Abendbörse. Im großen und ganzen war die Kursgestaltung nicht einheitlich. Verschiedentlich kam Material an den Markt, und bei der geringen Aufnahmelust ergaben sich Abschwächungen bis zu 1 v. H Am Elektromarkt gaben AEG. und Schuckert bis zu 1 v. H. nach. Am Chemiemarkt waren Farben leicht erhöht. Mehr her­vortreten konnten von Kaliaktien Aschersleben. Don Schiffahrtsaktien lagen Norddeutscher Lloyd 1 v. H. abgeschwächt. Bankwerte waren uneinheitlich. Ren­ten zumeist gehalten. Auch im Verlaufe trat keine Geschäftsbelebung ein, die Kurse waren im allgemeinen unverändert und die Tendenz wider- st a n d s f ä h i g. Salzdetfurth waren lebhafter ge­handelt und 7 v. H. gegen Anfang gesteigert. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 4,5 v. H. unverändert. Am Devisenmarkt war die Lage unverändert. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1917, gegen Pfund 20,37, London gegen Kabel 4,8600, gegen Poris 123,86, gegen Mailand 92,69, gegen Madrid 39,75, gegen Schweiz 25,13, gegen Holland 12,0850.

Berliner Börse.

Berlin, 17. Mai. Die in den letzten Tagen zu beobachtende innere Widerstandsfähigkeit der Börse bewirkte aud) im heutigen Vormittagsverkehr und an der Vorbörse, daß man höhere Eröffnungskurse taxierte. Neben Zeitungsmeldungen über Dividenden- erhöhungen bei Oberkoks (8 nach 7 v. H.) und Kon­kordia Bergbau (6 nach 0 v. H.) und die Umsatzftei- gcrung im Linoleumkonzern, der wieder eine 15pro- zentige Dividende zur Ausschüttung bringt, und end­lich die sich erhaltenden Gerüchte über eine bevor­stehende Farbeneinführung in Paris regten an. Die bisher noch ergebnislosen Baseler Verhandlungen, die noch zu keinem Eraebnis hinsichtlich des Aus- gabekurfes der B. I. Z.-Anleihe geführt hab.n, mahnten etwas zur Zurückhaltung. Infolge der an Samstagen stets verspätet eintreffenden Orders ent­täuschte das Anfangsniveau etwas, doch hatten nur RWE., Ostwerke und Schultheis Verluste von über 1 bis 2 v. H. zu verzeichnen. Auch Schiffahrtswerte tendierten schwächer. Demgegenüber waren vielfach Besserungen im gleichen Ausmaße zu beobachten. Hirsch Kupfer, Karstadt, Eisenbahnverkehrsmittel und Kaliwerte gewannen bis zu 3 v. H. Den bedeu­tendsten Gewinn hatten Berger plus 3,25 v. H. trotz des Dementis der Verwaltung. Auch festverzinsliche Werte waren in Erwartung einer Regelung der Auf­wertungsfrage heute gesuchter. Deutsche Anlechen waren uneinheitlich. Neubesitz plus 0,20 v. H., Altbe­sitz minus 0,10 v. H. Ausländer weiter geschäftslos. Pfandbriefe freundlicher. Der Geldmarkt war unver- ändert leicht. Unmittelbar nach den ersten Kursen steigerten sich Salzdetfurth und Berger um etwa 6 d. Sy, eine Tatsache, die der übrigen Börse einen kräftigen Stimulus gab. Während bei ersteren die Käufe zweier Großbanken zu beobachten waren vielleicht hängt dieses Interesse mit dem Ausfall der Preußag-Produktion in Vienenburg zusammen, erhielt sich bei letzteren die Hoffnung auf Aufträge aus dem Ostprogramm. Bei den übrigen Werten baten Besserungen von zirka 1 bis 2 v. H. ein. Hotelbetrieb und Karstadt gaben etwas nach.

Bücheriisch.

Goethes Familie in Bad Fran­ken haus en. Mit bisher unveröffentlichten Briefen und Tagebuchblättern von Ottilie und Walther von Goethe. Herausgegeben von Leon­hard Schrickel. Verlag: C.Werneburg, Bad Frankenhausen (Kyffh.), 1930.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die Dinier den Papieren angelührien Zillern geben die Sjöl)e der »uietzi Md>l°[|enen Dividende an - ReichebanMeiani S>. fr. Lambardzm-suß 6 °fr

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b% Deutsche MetdjSanltlüe von 1927

7% Deutsche Reichkonkeihe von 1929

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DeSgL ohne AuSlol^Rechte .

Hell. BolkSstaai von 1929 (nhtiahlb. 102%)

Oberhellen Provinz - Anleihe mit Auslol.-Reckten

Deutsche Romm. Saminelatl.

Anleide Serie 1

9% fitanfl Hyv.-Bant «oldpse. XJ1I unkündbar bte 1934

7% yrankl Hnp.-Bank Sowvle unkündbar bU 1939

«betnilcbr Hyv.-Bank

Stau. Sowpsr.

9% Pr. Landeivsandbrtesanlkakt, Pfandbriefe R. 17

5% Pr LandeSvsandbrtefanüaU, Romm.-Cbl. R. 16

;% Pr LandeSpsandbriefanlkaU, Pfandbriefe R. 10

abg. Porkrieao-Obligatio­nen. rückzahlbar 1932

4% OeiterrrMMSe «oldrrnre 4,20% Oefterreicknlche Silberrenie 4% Oeüerreickillbe tttnbdUitht

Rente

1% Ungarische Goldrente

4% Nngarilcke Staalsrente v. 1910

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4% UngarW Kronenrente

4% lürfW Zollanleihe von 1911

4% Türkisch? Bagdadbabn-Anl Serie 1

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Bereinigte Stahlwerke Ltavi Minen ... 16*/,

Kaliwerke Aschersleben ... tu

Kaliwerke Westeregeln ... 10

Kaliwerke 6aUbetfurtb ... 15

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Tonamit Nobel.......6

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Goldschmidt ....... .5

Rütgerswerke ........ 6

Metallgeielllchakk. ...... 8

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Zementwerk Heidelberg . . 10

Lementwerk Karlüadl. ... K

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Schultheis Payenhofer ... 15

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Zellstoff Daldbo» .... 12'/»

Zellstoff «schassenburg ... 12

Charlottenburger Wasser . . . b

Dessauer Gas ..... 9

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Maschinenbau 2L-®. . . c 9?aL Automobil . . ®

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58.415

112.00

112.03

112.28

10,542 21.96

'0.347 4,187

'6,42 30.567

51,13 2.06t

1.4975

:9,135 12.411

7,391

73,13 3,035

18,79 31,33 1,785

5,42: 4,181

3,846 20.87

1bä,73 1,605

58,5-5 112,22 111,25

112,50 10,5» 2

'2,00 20.387

4,195 16,46 81,125

51,23 2,072 9,4995

59,155 12.431

7,405 73,2, 3,041 18,81 81.49 1,789 5,43: 4,189 3,854

20,91

168.37

1.603

58.425 112,01 112.04 112,35

10 545

21,95

20.35

4.1875 16,4 80,97 51,17

2,06t 9,4975

59,04- 12,414

7,395 73,15 3,03: 18,81

31.36 1,784

5,435

4,181

3,846

20,875

168.71 1,607

58,545 112.23 112,26

112,57 10,564

21,99

20.39

4,1955 16,46

81.13 51.27

2.072 9,4995

59,165 12 434

7,409

73.29 3,041

18.85 81,52

1,788 5,445

4,189

3,854

20,915