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Vergebung
über die
Ausführung eines Kriegerdenkmals.
Die Gemeinde Inheiden beabsichtigt ein Kriegerdenkmal zu errichten, wozu die Ausführungsunterlagen bei uns einge- sehen werden können. 3092V
Angebote sind bis spätestens 1. Mai ein- zureichen. Freie Auswahl ausdrücklich Vorbehalten.
Inheiden, den 15. April 1930.
Bürgermeisterei Inheiden.
Reitz.
Donnerstag, 17. April 1930, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im „Löwen", Neuenweg, dahier, zwangsweise gegen Barzahlung: 3099V
zwei Teppiche, vier Büfetts, eine Kredenz, zwei Tische, neun Stühle, einen Bücherschrank, ein Klavier, drei Wanduhren, vier Schreibtische, eine elektrische Ständerlampe, drei Sofas, eine Vitrine, fünf Nähmaschinen, zwei Vertikos, einen Gasherd, einen Eisschrank, zwei Schreibmaschinen, einen Spiegelschrank, einen Ofen, einen Sekretär, drei Kassenschränke, einen Diwan, vier Betten, einen Küchenschrank, vier Nachtschränkchen, eine Friseurtoilette, eine Haarschneidemaschine, ein Grammophon, einen Waschtisch, einen Rauchtisch, einen Lederklubsessel, einen Schreibmaschinentisch, eine Truhe, einen Sessel, einen Warenschrank, eine Ladeneinrichtung, zwei Ladentheken, einen Einspännerwagen, einen Horch-Personenwagen, eine Rotationsmaschine, 34 Fruchtsäcke, 20 Feldstühle, 40 Fahrleinen, fünf Waschleinen, zwei Roßhaarbesen, 100 Kokosbesen, fünf Klappstühle, 100 Kartons Christbaumschmuck, 500 Scheuertücher.
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Daten für Donnerstag 17. April.
Sonnenaufgang 5.03 ilf>r, Sonnenuntergang 18.58 älhr. — Mondaufgang 0 Uhr, Monduntergang 6.45 Llhr.
1774: der Erfinder der Buchdruckerschnellpresse F. Koenig in Eisleben geboren: — 1790: der nordamerikanische Staatsmann B. Franklin gestorben: — 1852: die Schriftstellerin Ida Boy-Ed in Dergedorf geboren.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
K. D. In W. 1. Unseres Dafürhaltens ist die Forderung der Stadt F. in Berücksichtigung 2hrer Einkommens- und Bermögensverhältnisse unbegründet und aussichtslos. Lehnen Sie deshalb das Ansinnen ab, da Ihnen das Existenzminimum gelassen werden muß. — 2. Die Forderung verjährt frühestens am 31. Dezember 1932. Schicken Sie uns aber einmal die Schuldurkunde zur Prüfung ein.
Berliner Börse.
Berlin, 16. April. (WTB. Funkspruch.) 3m Hinblick auf die viertägige Unterbrechung des! Börsenverkehrs zu Ostern lag der heutige Frühverkehr völlig beschäftslos. Eine Tendenz ließ sich bei der starken Zurückhaltung der Spekulation noch nicht erkennen, doch glaubt man nicht, daß es schwächer werden wird. Da sich die verschiedenen an der gestrigen Börse umlaufenden Gerüchte nicht bestätigt haben.
Große Strafkammer Gießen.
• Gießen, 15. April. Ein sechsundzwanzigjähriger Einwohner von Glauberg war vom Erweiterten Schöffengericht Gießen wegen Sittlichkeitsverbrechens an seiner dreizehnjährigen Schwester zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr drei Monaten verurteilt worden und verfolgte dagegen Berufung. Diese wurde zurückgewiesen, nachdem die Verhandlung heute das gleiche De Weisergebnis gehabt hatte. Die Öffentlichkeit war ausgeschlossen.
Ein Schuhpolizeiwachtmeister von Friedberg verfolgte Berufung gegen ein Urteil des Erweiterten Schöffengerichts Gießen, durch das er wegen Einbruchsdiebstahls und wegen versuchten Diebstahls zu einer Gesamtstrafe von vier Monaten Gefängnis verurteilt worden war. Er hatte den Erfolg, daß er nur wegen Lebensmitteldiebstahls in einem Fall zu einer Geldstrafe von fünfzig Mark verurteilt wurde: im anderen Fall erfolgte Freisprechung, da der Versuch der Lebensmittelentwendung (älebertretung) nicht strafbar ist.
Abschluß eines Wildererprozesses.
WER. Hanau, 13. April. 3n der Schoffen- gerichtssihung vom 12. November vorigen Jahres war der 28jährige Maurer Karl Kipper aus Oberseemen (Kreis Schotten) wegen Wilderns und bewaffneten Wider st andes gegen einen Forstbeamten zu insgesamt einem Jahr neun Monaten Gefängnis verurteilt worden. Der von einer unheilvollen Jagdleidenschaft befallene junge Mensch hatte sich im 3uli vorigen Jahres, nachdem er eben erst eine Gefängnisstrafe von zwei 3ahren acht Monaten wegen des gleichen Deliktes verbüßt hatte, seines übermächtigen Dranges nicht erwehren können und war von neuem in die dichten Forste bei Dirstein und Wächtersbach gezogen. Bereits 14 Tage lang hatte er sich dort wildernd umhergetrieben, als er am 25. 3uli im Wald bei Weyher, unweit von Wächtersbach, von einem Fhrster angetroffen wurde, wie er gerade im Begriffe stand, sich mit angeschlagenem Gewehre auf einen Bock anzupirschen. Auf den Anruf des Försters hin ging der Wilderer auf den Beamten in Anschlag, der nun seinerseits schoß. Die Schrotladung ging dem Angeklagten in die linke Brustfelle. Auf die Berufung des Angeklagten und der Staatsanwaltschaft hin hatte sich die Große Strafkammer am 3. Januar erneut mit der Angelegenheit zu befassen, um zu einer Erhöhung der vom Schöffengericht ausgesprochenen Gesamtstrafe von zwei Jahren zu gelangen, indem sie es für den bewaffneten Widerstand bei der erstinstanzlichen Strafe von anderthalb Jahren beließ, aber für das Wildern die Höchststrafe von sechs Monaten und für das unbefugte Waffenführen eine solche von drei Monaten einsetzte. Auf die Revision des Angeklagten hin hob das Reichsgericht den Schuldspruch der Strafkammer Hanau hinsichtlich des Wilderns und der unbefugten Waffenführung dahingehend auf. daß bei beiden Delikten eine Tateinheit als vorliegend zu erachten sei. Gestern hatte sich die Große Strafkammer erneut mit der Angelegenheit zu befassen, um schließlich zum erstinstanzlichen Urteil von einem 3ahr neun Monaten Gefängnis unter voller Anrechnung der zehn Monate währenden Untersuchungshaft zu gelangen.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
cP Krofdorf, 15. April. Wie empfindlich Fische bei Verunreinigung des Wassers sind, konnte man gestern im Fohn- bach beobachten. Eine auswärtige Firma, die hier ihre Gefäße, deren 3nhalt wohl giftiger Art gewesen sein wird, reinigte, brachte das Wasser in einen derartigen Zustand, daß eine Menge Forellen in kurzer Zeit verendeten. Wie verlautet, ist bei der Polizei Anzeige erstattet
cP Gleiberg, 15. April. Am gestrigen Montag besuchten Gäste aus dem Osten unseres Vaterlandes unsere Burg. Es waren ungefähr 30 Damen und Herren, die unter Leitung von Professor Dr. Bock von der Technischen Hochschule Berlin eine Studienfahrt durch Hessen unternehmen, die von der staatlichen Stelle für Raturdenkmalpflege veranlaßt ist. Die Führung an die interessanten Orte, besonders der Raturschutzgebiete im Kreise Wetzlar, hatte Lehrer Watz, Ehringshausen, übernommen.
I Groß-Rechtenbach, 13. April. Gestern nachmittag brach auf einer abgeholzten Fläche im Distrikt Krainsäcker des hiesigen Gemeinde- w a l d e s ein Brand aus, der sehr schnell um sich griff. Die sofort alarmierten Ortseinwohner eilten mit Hacken an die Brandstelle und zogen Gräben um diese, um das Uebergreifen des Feuers auf den' angrenzenden Hochwald sowie eine Fichtendickung zu verhindern. Trotzdem dies gelang, konnte nicht verhindert werden, daß mehrere Haufen Fichtenstangen und Fichtenreiser verbrannten und eine größere Anzahl Fichtenstämme angebrannt wurden. Die Entstehungsursache des Brandes konnte bis jetzt nicht festgestellt werden.
$ Hörnsheim, 14. April. Das Verschwinden ihres vierjährigen Kindes setzte dieser Tage die Familie des Landwirts Schneider von hier sowie die ganze Ortsbevölkerung in Aufregung. Die Nachforschungen, die mit Hilfe der Po» lizeiorgane erfolgten, ergaben, daß das Kind ganz allein den Weg in den entfernt liegenden Wald angetreten hatte, wo es wohlbehalten wiedergefunden wurde.
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Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinden.
Gründonnerstag, den 17. April.
Stadtkirche. 19.45 Uhr: Pfarrer Becker: Deichte und hl. Abendmahl für Matthäus, und Markus- gemeinde. — Johanneskirche. 19.45: Pfarrer Aus. feld; Beichte und hl. Abendmahl -für Lukas, und Johannesgemeinde. — Kapelle des Allen Fried. Hofs. 18: Pfarrer Lenz: Beichte und hl. Abendmahl für die Luthergemeinde. — ElisabelhSleinkinder- schule. 20: Pfarrer Lic. Waas: Beichte und hü Abendmahl für die Petrusgemeinde. — wieseck. 9: Beichte. — Kirchberg. 10: Kirchberg: Passionskindergottesdienst, Opfer für das syrische Waisenhaus. — Alten-Buseck. 9: Beichte. — Watzenborn- Steinberg. 20.15: Passionsandacht. — Lich. 20: Pfarrvikar Draudt, Beichte und hl. Abendmahl.
katholische Gemeinde.
Mittwoch, den 16. April.
Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte.
Donnerstag, den 17. April. Gründonnerstag.
Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 6.30, 7, 7.30 und 8: Kommunion; 9: Hochamt, darauf Anbetungsstunden bis l^Uhr; 18: Andacht.
Senhms - Gasherde


