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Das Wahlergebnis in Sesfen-Aasfau
1930: Soz. 6934. DL natl. 888. Z. 86. Som 566. DDP. 678. D. StP. 778, Wirtp. 677. Olat. Svz. 7412, Landv. 3198, D. Dauernp. 33, Kon. 75, Chr. 603. 4575, sonstige 286, gültige Stimmen 26186.
Frankfurt <l IN. Soz. 97 619, Dt. natl. 24 608, Z. 31 997, DBP. 34 56s, Som. 36 005, Dem. 23 699, Birtp. 14 336, Not. Soz. 12 882, Dt. Bauernp. 112, Chr nat. Bp. 1263, Dolksrechtp. 3749.
1930: Soz. 89 647, Dl. natl. 7117. 3-35 602, Som. 79 441, DDP. 28 800, D. StP. 19 001, Wirtp. 15 645, Nat. Soz. 68 480. D Landvp. 1646 D. Bauernp. 64. Sons. Dpt. 2176, Ehr. Soz. Dolksd. 10 383, Splitterparteien 2103. Wahlbeteiligung 84,5 Prozent.
Wiesbaden. Soz. 22 360, Dt. natl. 4409, Z. 8694, DBP. 12 144, Som. 8513, Dem. 5628, Wirtp. 5530, Nat. Soz. 6972, Dt. Bauernp. 49, Chr. nat. Bp. 1169, Dolksrechtp. 2179.
1930; Soz. 29 224, Dt. natl. 2873. Z. 9756, Som. 12 449 DBP. 10 327. D. Stp. 4328, Wirtp. 4469, Nat. Soz. 26 927, Landvolk 1051, Dolksrechtp. 362, Bauernp. 31, Sons. 777, Christl. Soz. 1977, Sonstige 362. Stimmberechtigt 119 500. 90 Prozent.
S timmber. 119 500. 90 Proz.
Kr. Wetzlar. Soz. 13 497, Dt. natl. 3156, Z. 696, DBP. 2880, Som. 1137, Dem. 1443, Wirtp. 753, Nat. Soz. 365, Dt. Bauernp. 73. Chr. nat. Bp. 7472, Dolksrechtp. 362.
1930: Soz. 13 893, Dt. natl. 2249, Z. 692, Som. 2049. DDP. 2006, D. StP. 2031, Wirtp. 1129, Nat. Soz. 5600. Landvpt. 5299, Dolksrechtp. 163. Dt. Dauernp. 81. Sons. 1874, Chr. Soz. 64. an- dere 137. Wahlberechtigt 11098, abg. 10 005, 89 Prozent.
Wehlar. Soz. 3869, Dt. natl. 1030, Z. 568, DBP. 1543, Som. 228, Dem. 742, Wirtp. 385, Nat. Soz. 119, Chr. nat. Bp. 134, Dolksrechtp. 181.
1930: Soz. 3779. Dt. natl. 811, Z. 573, Som. 451, DDP. 1073, D. StP. 928, Wirtp. 461, Nat. Soz. 1368, Landvpt. 116, Chr. Soz. 300.
Wahlkreis 19, Heffen-Naffau.
1930; Soz. 353 393, DL natl. 44 451, Z. 192 669, Som 137 178, DDP. 76183, Staatspartei 54 664, Wirtschaftspartei 43 978, Nationalsoz. 284 810, Landvolk 85 770, DL Bauernpartei 1779, Son,. 8003, Ehr.-foz. Dolksd. 60 390, Chr Soz Dolksgem. 3724, Dolksrechtpartei 8001, Sriegsbeschödigtenparte, 3072 UTP 728
1928: Soz. 377 205, Dt. natl. 393 Z. 173 031, Som. 93 093, DDP. 119 402, Dem. 66 448, W.rlp 47 995, Nat. Soz. 42 457, Chr. nat. Bp 89 470, Dolksrechtp. 13 238, Dt. Bauernp. 4581.
ftaiiel. Soz. 38 785, DL natl. 12 627, Z. 4170, DDP 1*7 552, Som. 6939, Dem. 7667, Wirtp. 2039, Nat. Soz. 3174, Dolksrechtp. 1021.
1930" Soz. 34 224, Dt. natl. 6321, 3- 4183, Som. 9725 DDP. 6608, D. Stp. 5606, Wirtp. 3461, Natl. Soz^ 27 062, Landv. 187, Dt. Danernp. 22 Kvni. 1095, Chr. Soz. 5416. sonstige 604.
Marburg. Soz. 1838, Dt. not. 2917, Z. 715, DBP 2807, Som. 296, Dem. 1011, Wirtp. 852, Nat. Saz. 650.
1930: Soz. 1792, Dt. natl. 1353, 3. 645, Som 640 DDP. 1304, D. Stp. 890, Wirtp. 495, Na Soz. 3516, Landv. 18, Dolksrechtp. 26, Dauernp. 10, Sons. 573, Chr -So; Dolksd. 744, Chr.-Soz. DoltSgem. 51, sonstige 30. 75 Proz.
Kr. Marburg-Land. Soz. 4475, Dt. natl. 1759, Z. 700> DDP. 826, Som. 431, Dem. 798, Wirtp. 200, Nat So,). 1376, Dt. Bauernp. 172, Landv. 3469, Dolksrechtp. 44.
1930: Soz. 4453. Dt. natl. 1045. 3. 727, Som. 938 DDP. 448, D. Stp. 552, Wirtp. 154, Natl. 6oä. 6045, Landvolk 1929, Dolksrechtp. 11, Dauernp. 98, Sons. 88, Chr. Soz. Dolksd. 1601, Dolksgem 57, sonstige 76. ungültig 60. 75 Proz.
Kr. Biedenkopf. Soz. 6967, Dt. natl. 2177, 3 83, DDP. 1451, Som. 375, Dem. 720, Wirtp. 431, Nat. Soz. 700, Dl. Bauernp. 83, Chr. nat. Bp. 5608, Dolksrechtp. 141.
zialdemokraten und Sommunisten ist aussichtslos. (Er wurde mit 168 Stimmen in der Minderheit bleiben. Luch dürften die Sozialdemokraten keineswegs geneigt lein, eine derartige Verbindung einzugehen. Tin Sozialistenblock unter Duldung von Staatspartei und Zentrum wurde eine Mehrheit haben, doch kann es ebenfalls als ausgeschlossen gelten, daß diese beiden Parteien bereit sind, eine kommunistisch- sozialistische Regierung zu stützen. Dagegen würde eine Rechtsregierung mit Zentrum, aber ohne Staatspartei möglich (ein und eine Mehrheit von 91 Stimmen haben. Eine solche Rechtsregierung würde sogar ohne Deutsche Staatspartei und Bauernbund noch über mehr als 320 Stimmen von 574 verfügen. Allerdings muh betont werden, daß eine solche Regierung nicht ohne Nationalsozia- listen möglich wäre, und es erscheint unwahrscheinlich, dah das Zentrum eine solche Sombination mitmacht. Die stattionelle Zusammensetzung des neuen Reichstages.
Die Folgerungen
aus den Listcnvcrbindungcn.
Parteiführer zum Wahlausgang.
(Berlin, 15.Sept. (WTB. FunlsPruchZ Das WTB bat führenden Persönlichkeiten unseres Parteilebens die Frage vorgelegt, wie sie das Ergebnis der Wahlen beurteilen. Disher haben sich dazu geäußert:
DerZührer der Deutschen Dollspartei, Reichsminister a. D. Dr. Scholz:
DaS Ergebnis der Reichstagswahl beweist wohl am stärksten wie notwendig der Zus ammen- schluh derMitte war, den ich seit Monaten angestrebt habe. Es bestätigt die ernsten Bc- sü«htunaen. denen ich bereit- auf dem Mannheimer Parteitag Ausdruck gab, als ich voraussagte, dah die staatserhaltenden 'Parteien der Mitte bei NeichStagswahlen ein schmnmeres Ergebnis zu erwarten haben würden, als bei der großen Enttäuschung der letzten Berliner Stadtverordnetenwahlen. 3m Wahlkampf habe ich aber auch bereits erklärt, daß die Sammlungsaktion nach dem 14. September fortgesetzt werden müsse. Das muß nun mit aller Entschiedenheit geschehen.
Die Frage nach der Soalitionsbildung unter den verschobenen Mehrheitsverhältnissen ist nicht ohne weiteres zu beantworten, weil ich es natürlich vermeiden möchte, der Entscheidung des Reichspräsidenten irgendwie vor- zugreisen. 3ch möchte aber die Öffentlichkeit vor einem Gedanken warnen, den man gerade . in den Sreisen der Mitte schon jetzt hören kann: daß nun bie Nationalsozialisten an die Negierung müßten, damit man erkennt, welchen praktischen Wert ihr Agitationsprogramm hat. Die Durchführung eines solchen Erperimentes wäre die Begünstigung einer Satastrophenpolitik, die wir uns gerade jetzt unter gar keinen Umständen leisten können.
Der Vorsitzende der GozialdemolratischenparteiOtioWelS
Niemand wird leugnen wollen, daß sich die Sozialdemokratie flut geschlagen hat. Wir haben in Anbetracht unserer vorzüglichen Organisation niemals daran gezweifelt. Auch der plötzliche Ausstieg der Nationalsozialisten beunruhigt mich nicht. Diese Partei, ohne jedes Programm
und ohne jeden Grundsatz, dürfte ebenso schnell wieder vergehen, wie sie aus- geschwemmt worden ist. Wenn sich das Zentrum diesmal zum ersten Male als Negierungspartei aus einen Wahlerfolg berufen kann, so muh demgegenüber daraus hingewiesen werden, dah es lediglich aufgeholt hat, was es bei den letzten Wahlen einbühte. Die Verantwortung für das, was kommen wird, liegt in erster Linie bei den bürgerlichen Parteien der Mitte und nicht bei der Sozialdemokratie.
Frakiionsarithmetik.
Welche Mehrheiten bieten sich einer parlamentarischen Regierung?
Berlin ,15. Sept. (TU.) Welche Bedeutung haben die Neuwahlen für eine Regierungsbildung auf parlamentarischer Grundlage? Diese Frage wird auf Grund des Ergebnisses allgemein erörtert werden. Wenn man die einzelnen Kombinationen heute ziffernmäßig betrachtet, so ergibt sich, daß bie R e - ?lieruna Brüning einwandfrei in eine tarfe Minderheit geraten ist. Auch die Weimarer Koalition, selbst wenn man die Bayerische Dolkspartei hinzurechnet, und die G roße Koalition haben keine Mehrheit. Eine Mehrheit für die Große Koalition wäre nur zu erzielen, wenn die W i r t s ch a f t s p a r t e i in die Große Koalition hineinginge. Das muß aber als unwahrscheinlich gelten. Es käme wohl höchstens eine Duldung der Großen Koalition durch die Wirt- fchaftspartei in Frage. Auch dann würde die Regierung nur eine unsichere Mehrheit haben, da Bayerische Dolkspartei und Wirtfchaftspartei oer- mutlich in ständige Konflikte mit den Sozialdemo, traten geraten würden. Hingegen hätte die Regierung Brüning unter Umständen die Möglichkeit, m i t Unterstützung d e r S P D. zu regieren. Sic würde in diesem Falle über eine sichere Mehrheit von 163 Stimmen verfügen, während die Regierung der Großen Koalition, selbst unter Einbeziehung der Wirtschaftspartei, immer nur über eine Mehrheit von höchstens 21 Stimmen verfügen würde. Eine Unterstützung der Regierung Brüning durch bie Deutschnationalen würbe bagegen ber Regierung keine Mehrheit geben. Auch ein Sozialistenblock, b. h. ein Zusammengehen von S o -
Berlin, 15. Sept. (WTB. Funkspruch.) Die Mandatsbercchnung des Reichswahlleiters berücksichtigt lediglich die Anfchlußerklärungen ber Wahlkreis- listen an bie Reichswahlvorschläge. Tatsächlich ergibt sich für bie fraktionelle Zusammensetzung bcs Reichstages dadurch eine Korrektur, daß einige Kreiswahlvorschläge auf Grund von gemeinsamen Listen verschiedener Parteien aufgestellt waren. So bestand im Wahlkreis Pfalz eine gemeinsame Liste des Zentrums und der Bayerischen Dolkspartei, die dem Reichswahlvorschlag des Zentrums angeschlossen war. Der dort gewählte Abgeordnete gehört aber der Bayerischen Dolkspartei an, die Bayerische Dolkspartei erhält damit also 19 (nicht 18) Mandate und das Zentrum erhält 68 (nicht 69) Mandate. Die mürttem- bergische und badische Einheitsliste ber Deutschen Dolkspartei und Deut- schen Staatspartcl waren im Reichswahlvor- schlag der Staatspartei angeschlossen. Zwei ber dort gewählten Abgeordneten gehören aber der Deutschen Dolkspartei an, die damit 29 (nicht 27) Abgeordnete erhält. Die Mandatsziffer ber Staatspartei beträgt 20 (nicht 22), wie anfangs gemeldet.
Wer kommt in den Reichstag?
Wir geben eine Reihe von Namen prominenter Reichstagskanbidaten verschiedener Parteien, die u. a. ein Mandat im neuen Reichstag erhalten haben:
Sozialdemokraten: der preußische Ministerpräsident Braun, Hilserding, Dr. Breit- scheib, Frau 3uchacz, Ebert (der Sohn des Reichspräsidenten), Wels, Heimann, Lobe, Severing. Dr David. Dcheidemann, Sollmann, Hermann Müller, Wissell.
Deutschnationale: Dr. Hugenberg, Sam- merherr von Oldenburg-3anuschau, Quaatz. Dr. Martin Spahn, Laverrenz, Professor Freytagh- Loringhoven, Obersohren, Exz. Hergt, Dang.
Deutsche Dolkspartei: Geh Rat Dr. Sahl, v. Sardorff, v. Raumer, Gouverneur Dr. Schnee, Dr. Scholz, Prof. Moldenhauer, Generaloberst v. Seeckt, Dr. Cremer, Dr. Dingeldey, Außenminister Dr. Curtius.
Etaatspartei: Minister Dietrich, Koch- Weser, Dornemann (3ungt>o), Dr. Stolper, Minister Höpker-Aschoff, Dr. Reinhold, Dr. Sülz, Abel (Jungdo).
Zentrum: Dr. Perlitius, der ehemalige Reichskanzler Marx, Imbusch, Reichskanzler Dr. Brüning, Prälat Ulihka (Ratibvr), Minister Dr. Wirth. Dr. Saas, Joos, Minister a. D. Dr. Brauns, Minister Stegerwald
Wirtschaftspartei: Iustizminrster Bredt, Drewitz, Colosser.
Nationalsozialisten: Dr. Goebbels, Graf v. Reventlow, Freiherr v. Wangenheim, Minister Frick, Gregor Straßer, General v. Epp, Sude, Münchmeher, Ringshausen.
Landvolkpartei: Minister Schiele, Hepp, (Sende.
Ehristlich-Soziale: Hartwig.
Baheris che Dolkspartei: Leicht, Minister -a. D. Emminger.
Deutscher B auernbund: Prof. Fehr.
Sonservative Dolkspartei: Graf Westarp, Minister Treviranus.
Seine Mandate erhielten u. a.: Lettow-Dorbeck, Lejeune-Iung, Rademacher.
©er Eindruck
in Negierungskreisen.
Vorerst kein Rücktritt dctz Rcichökabinetts.
6e braucht wohl kaum betont zu werden, daß angesichts der teilweise erheblichen Verluste der Mittelparteien bzw. des Anschwellcn» der äußersten Flügetparteien in Regierungskreisen unverhohlene Enttäuschung herrscht. Wenn auch eine gewisse Verschiebung der parlamentarischen Situation allgemein erwartet wurde, so Hot das mißliche Ergebnis doch die schlimmsten vesürch- langen der Regierung noch übertroffen. Nachdem die Statistik fertig ist. wird die Regierung nunmehr ihre parlamentarischen Schlußfolgerungen ziehen. Wie sich die Dinge gestalten werden. läßt sich heute noch gar nicht übersehen. Reichskanzler Dr. Brüning, der entgegen seiner ur- sprünglichen Absicht In, Berlin geblieben ist. dürfe sich zunächst mit seinen Ministerkollegen über die ein» Zuschlägen de Taktik verständigen. Line Unter- rebung m i 1 dem Reichspräsidenten ist zunächst noch nicht vorgesehen, wird aber voraussichtlich schon in nächster Zeit erfolgen. Jedenfalls scheint ein Rücktritt de» Re i ch s k a b i n e 11», der In Anbetracht de» In diesem Ausmaß überraschenden Ergebnisses immerhin wahrscheinlich sein könnte — wenn überhaupt — vorerst noch nicht geplant zu sein.
Erstes Echo.
Die Meinung ber ProvinzPrefse.
Hamburg. 15. Sept. (TU.) Zum Ergebnis der Reichstagswahl schreibt das demokratische Hamburger Frembenblatt: Niemand hatte erwartet, dah d'aS Anwachsen ber Nationalsozialisten solche Ausmaße annehmen würbe. Der Nationalsozialismus ist in erster Linie der Rückgang, um nicht zu sagen N i e - bergang ber beutschcn Wirtschaft. Die jetzt in Frankreich, nicht zu sprechen von England unb Amerika zugegebene Unmöglichkeit bet Dcrsailler Verträge trägt bie Haupt- schulb an ber Stimmung, die in ber nationalsozialistischen Hochflut zum Ausbruck gekommen ist. Wären bie Feinbftaaten ben Ratschlägen einsichtiger Männer gefolgt, so hätte ben Nationalsozialisten bic Anregung gefehlt, bie sie zu solcher Größe gebracht hat.
Die beutschnationalen Hamburger Nachrichten urteilen unter ber Ueberschrift „Niederlage ber Mitte": Allein regieren kann Weber rechts noch links, aber erst recht bie Mitte nicht. Eine Koalition von Hitler bis Brüning scheint uns zur Stunbe noch nicht in greifbare Nähe gerückt zu (ein. Wie sich bie Dinge bisher barstellen, liegt bie Entscheibung einzig unb allein beim Neichspräsiben- ten, dessen historische Stunbe jetzt gekommen ist. Darüber bürste Klarheit herrschen: Läßt man ben Dingen ihren Lauf, so treiben wir in ben Entscheibungskampf zwisch en Nationalismus unb Bolschewismus hinein. Dieser Kamps kann nicht mehr mit dem Wahlzettel, sonbern mit ber Wasse in bet Hand ausgetragen werben.
Die .^kölnische Zeitung" bezeichnet den Ausgang ber Wahl als niederschmetternd, nicht nur für die liberale Mitte, sondern auch für das ganze deutsche Volk überhaupt. Das Blatt erinnert nur noch einmal an die Auflösung des Reichstages, die ein Fehler von geradezu tragischem Aus- maß gewesen sei. Jetzt habe die wirtschaftliche Not und skrupellose Verhetzung der Radikalen einen par- lamentarischen Zustand geschaffen, von dem kein Mensch sagen kann, wie er sich auswirken wird. Eins sei jedoch sicher, an diesem 14. September 1930 wird wirklich ein Blatt in der deutschen Innenpolitik umgeschlagen.
Die „Kölnische Volkszeitung", das rheinische Zentrumsblatt, schreibt u.a.: Dieses für ben politischen Wirklichkeitssinn ber Deutschen blamable Wahlergebnis hat bas beutsche Volk Herrn Hugen- berg unb ben Sozialdemokraten zu verdanken. Dieses Schauspiel, über dessen außenpolitische Wirkung jetzt nicht gesprochen zu werden braucht, ist ein Trauer- spiel und eine Komödie zugleich. Die Frage der Regierungsbildung ist mehr als jemals eine offene Frage. Das Zentrumsoolk wird mit vollkommenster Sympathie diejenigen Handlungen bekleiden. die der Festigung der Autorität dienen.
*9uf diesem Steifen fahren
macht Freude!
Zu sehen, wie hervorragend gut und zweckmäßig Material und Form des neuen Peters Union* Reife ns ist und wie sich daraus ein Höchstmaß an Dauerhaftigkeit, Gleitwiderstand und Elastizität ergibt —
zu fühlen, wie weich und sicher der neue „Peters Union" den Wagen in jedem Fahr• tempo über jede Straße trägt —
zu wissen, daß die Marke ,,Peters Union'* unbedingtes Vertrauen bei ungezählten Kraftfahrern genießt —
das gibt das Gefühl der Sicherheit, und das Fahren macht Freudei
DER DEUTSCHE QUtiLITÄTSREIFEN


