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Wirtschaft.

Sie Lage des Geldmarktes.

Die Erhöhung des Reichsbankdiskonts nuf 5 Prozent hatte eine Erhöhung der Satze am freien Geldmärkte zur Folge. Die Maßnahme der Reichsbank hat jedoch die erhoffte Wirkung ein starkes Nachlassen der D e v i s e n Nach­frage noch nicht gehabt. Es muß abgewartet werden, ob die Diskonterhöhung ein wirksames Mittel war, um die Kapitalflucht wesentlich hemmen zu können. Bis jetzt machte sich, wie man cs erwartet hatte, zwar von feiten des Auslandes, das sich über den Schritt der Reichsbank keines­wegs überrascht zeigte, verstärkte Neigung zu neuen Geldofferten und Anlagen in Deutschland bemerk­bar, und das Arbitragegeschäft der Devisenspeku­lation dürfte durch die Verteuerung der Finanzie­rung erheblich erschwert worden sein. Aus öen; Inlands blieb die Nachfrage nach De­visen jedoch weiter lebhaft. Die Reichsbank mußte wieder täglich Devisen in Millionenbe- trägen a b g e b e n , außerdem nahm sie neue G o l d ü b e r w c i s u il g e n an die Bank von Frankreich und erstmals auch nach Amsterdam vor. Die Gold- und Deviscnabgaben der Reichsbank müssen nunmehr auf insgesamt etwa 800 Millionen Mark geschätzt werden.

Am Geldmarkt tart als Auswirkung der Er­höhung des Reichsbankdiskontes ein außerordentlich starkes Angebot in Privatdiskonten hervor. Man hatte anscheinend vielfach angenom­men, daß der Privatdiskont nicht sogleich dem er­höhten Reichsbankdiskontsatz angepaßt werde. Es wurde jedoch sofort eine Erhöhung des Satzes um % Prozent auf 4} Prozent vorgenommen. Als trotzdem das Angebot anhielt, sah man sich zu einer weiteren Heraufsetzung auf 5 Prozent, dem neuen Stand des Reichsbankdiskontes, genötigt. Tagesgeld war infolge der bevorstehenden Steuer­zahlungstermine stärker verlangt und befestigt. Monatsgeld blieb stark gesucht, war jedoch nur ZU erhöhten Sätzen erhältlich.

In der Woche vom 6. bis 11. Oktober nahmen die Geldsätze am Frankfurter Platz folgende Entwicklung: Tagesgeld 3£4343i 4445 Prozent, Monatsgeld erste Adressen 554 Prozent, zweite Adressen 66i64 Prozent, Warenwechsel 4435 Prozent.

Neue Erhöhung des Reichsbankdiskonis?

Berlin. 11. Oft (CNV.) Im Zusammenhang mit der Erhöhung des Privatdiskon» te-s von 47,s auf 5 Prozent in Angleichung an den neuen Reichsbankdiskont berichten die Blätter von der Möglichkeit einer weiteren Er­höhung des Reichsbankdiskontes. Sie folgern diese Möglichkeit aus der erwähnten Erhöhung des Privatdiskontes, der anhaltenden Anspannung auf dem Geldmarkt und der Tat­sache, daß die Devisennachfrage nicht zurückge- gangen zu sein scheine.

Oie Verhandlungen in Basel.

Basel, 11. Oft. (TU.) Die Borbesprechun­gen zwischen den Vertretern der Notenbanken, der Morgangruppe und der Federal-Reserve- bank, sowie der übrigen in Basel eingetroffenen Mitglieder des Berwaltungsrats der Inter­nationalen Zahlungsbank mit dem Di­rektorium derselben nahmen den ganzen Sams­tag in Anspruch. Es wurden die verschiedenen banktechnischen Fragen weiter erörtert, wobei natürlich auch die deutsche Finanzlage und die Diskonterhöhung in Deutschland, Währungsprobleme usw. eingehend zur Sprache kamen.

In der am Montag beginnenden vierten Vcr- waltungsratssihung, in der Deutschland durch Dr. Luther und Bankier Melchior ver­treten ist, wird der Berwaltungsrat den Schluhbericht über die Verteilung des Erlöses der Vounganleihe mit den von dem Bücherrevisor gebilligten Konten entgegenneh­men. Die Verteilung des Resterlöses der Vounganleihe an die beteiligten Regierungen ist in der ersten Hälfte des September vorgenommen worden.

Die Verhandlungen über den Deutschland zu gewährenden Auslandkrcdit von 500 Millionen Mark tragen dagegen rein Pri­vaten Charakter. Sie SIZ. hat als solche damit nichts zu tun. Selbstverständlich ist bei ihr, sowie bei Deutschland der Wunsch vorhanden, daß diese Anleihe möglichst auf einer breiten internationalen Basis zustande kommt.

Bis jetzt haben aber, wie verlautet. England und Frankreich ihre Zustimmung zur Beteili­gung noch nicht gegeben. Die Rückwirkungen, welche dieser Kredit auf den internationalen Geldmarkt haben wird, sind im Laufe des Sams­tags geprüft worden.

Oie Durchführung des Maizena-Abkommens.

Auf Grund des im Iuli zustandegekommenen sog. Maizena-Abkommens sollten sich die beiden Gruppen der Mais- und Kartoffelstärke­industrie bis zum 28. September über den Preis für die 180 000 Doppelzentner Kartoffel­stärke verständigen, die die Deutsche Maizena- Gesellschaft im lausenden Wirtschaftsjahr (4. Ok­tober 1930 bis 13. September 1931) zu übernehmen hat. Da eine unmittelbare Einigung nicht erzielt wurde, hat der Verwaltungsrat am 10. Oktober den Preis für diese Kartoffelstärke auf 29 Mk. ab Fabrik und 1,50 Mk. Frachtausgleich für einen Doppelzentner festgesetzt. Im Zusammenhang hiermit ist die Gesamtmenge an Kartoffelstärke, die die Deutsche Maizena-Gesellschaft im laufen­den Wirtschaftsjahr abzunehmen hat, um 42 000 Doppelzentner auf 222 000 Doppelzentner er­höht worden: anderseits darf die Deutsche Mai­zena-Gesellschaft mit Wirkung bis zum 30. Sep­tember 1931 in jedem Monat bis zu 6000 Tonnen (bisher 5000 Tonnen) Mais zum ermäßigten Verkaufspreis von der Reichsmaisstelle beziehen. Im übrigen ist Vorsorge getroffen, daß der Ruhen des Maizena-Abkommens auf dem Wege über die Kartoffelstärkeindustrie der kartoffel­bauenden Landwirtschaft zugute kommt.

Der Großhandelsindex. Die auf den Stichtag des 8. Oktober berechnete Großhandels­inderziffer des Statistischen Reichsamtes hat mit 120,4 gegenüber der Vorwoche (120,6) leicht nach­gegeben. Von den Hauptgruppcn lag die In- derziffcr für Agrarstoffe auf 109,3 (109,1). Die Indexziffern für industrielle Rohstoffe und Halbwaren und für industrielle Fertigwaren sind um 0,3 Prozent auf 114,7 (115,1) und auf 147,3 (147,8) zurückgegangen.

* Vereinheitlichung int ländlichen Genossenschaftswesen. Am Samstag tag­ten in Frankfurt a. M. gleichzeitig die Verbände und Zentralgeschäftsanstalten der ländlichen Ge- nossenschaftsorganisotionen Frankfurt a. M. und Wiesbaden. Die vorgelegten Rationalisierungs­und Verschmelzungsverträge, sowie die Satzungen wurden beiderseits einstimmig angenommen. Durch diese Beschlüsse ist bereits eine Teilrationalisie- rung im rhein-mainischen Wirtschaftsgebiet er­folgt. Cs vereinigen sich die beiden Verbände (Raiffeisen-Verband Frankfurt a. M. und Ver­band der nassauischen landwirtschaftlichen Ge­nossenschaften Wiesbaden) mit der FirmaLänd­licher Genossenschaftsverband-Raiffeisen e. V." unter der Führung des Verbandspräsidenten Dr. R olden. Die Genossenschaftsbank für Hessen- Rassau bildet zusammen mit der Genvssenschafts- bank-Raiffeisen dieGenossenschaftliche Zentral­kasse" eGmbH., während die Raiffeisen-Hauptge­nossenschaft und die Landwirtschaftliche Zentral­genossenschaft Wiesbaden sich zusammenschließen zurLandwirtschaftlichen Hauptgenossenschaft" eGmbH. Alle drei Institute haben ihren Sih in Frankfurt a. M. Die gesamte Organisation umfaßt nunmehr rund 950 Genossenschaften.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M, 13. Oft. Tendenz: be­hauptet. Zu Beginn der neuen Woche war die Stimmung zum offiziellen Beginn wieder etwas zuversichtlicher, nachdem das Zu- standefommen des Aeberbrückungskredites Tat­sache geworden war. Das Geschäft nahm aber kein größeres Ausmaß an, da von Pro- vinzfeite immer noch in kleinem Umfange Ma­terial an den Markt kam, so daß sich eher kleine Kursabschwächungen ergaben. Die schwache Reuyorker Börse vom Samstag legte der Spekulation starke Zurückhaltung auf. Hinsichtlich des Konfliktes in der Berliner Me­tallindustrie war man etwas optimistischer, da man annimmt, daß ein Streik vermieden werden kann. Etwas mehr Interesse machte sich für Farben bemerkbar, die gegen die Schlußbörse vom Samstag 1,25 Prozent gewannen, nachdem man im Freiverkehr einen etwa 3 Prvz. schwäche­ren Kurs genannt hatte. Am Elektromarkt war

die Umsahtätigkeit sehr gering, Nur Siemens und AEG. traten bei geringen Besserungen etwas hervor. Schuckert büßten 1 Prozent ein. Stark angeboten waren am Montanmarkt Harpener, die 3 Proz. verloren. Für Rheinstahl bestand etwas Interesse mit plus 1,5 Proz. Kaliwerte verloren bis zu 2,5 Proz. Schiffahrtsaktien zu­meist etwas höher. Am Bankenmarkt waren Commerzbank 2 Proz. abgeschwächt, während die übrigen Werte dieses Marktes ziemlich- unver­ändert lagen. Auch am Rentenmarkt war das Ge­schäft äußerst klein. Deutsche Anleihen blieben gehalten, während von Ausländern Zolltürken und Rumänen bis 1 Proz. niedriger lagen. Im Verlaufe schritt die Kulisse vereinzelt zu Deckun­gen, so daß bei etwas freundlicherer Stimmung dieKursegegenAnfangbiszu2 Proz. anziehen konnten. Mehr Beachtung fanden Clektrowerte und Zellstoff Waldhof. Aku lagen stärker abgeschwächt. Am Geldmarkt war Tages­geld mit 4,5 Proz. unverändert. Am Devisen­markt hielt die Rachfrage nach De­visen an. Man nannte Mark gegen Dollar 4,2080, gegen Pfund 20,4450, London gegen Kabel 4.8580, gegen Paris 123,93, gegen Mailand 92.80, gegen Madrid 49,15 (schwächer), gegen Schweiz 25, gegen Holland 12.05.

Berliner Börse.

Berlin, 13. Oft. Rach einem abwartenden Vormittagsverkehr und schwächer taxierten Vor­börsenkursen eröffnete die heutige Montags­börse wider Erwarten recht widerstands­fähig. Die Kursentwickelung war zwar nicht ganz einheitlich und verschiedentlich konnte man auch noch mehrprozentige Abschwächungen fest­stellen: im, allgemeinen lag aber doch etwas stärkere Aufnahmeneigung seitens der Börse refp. von den Banken vor, so daß das herauskommende Material ziemlich glatt und oP ohne große Verluste Aufnahme fand. Die un­günstigen Momente des Vormittagsverkehrs spiel­ten nicht mehr die Hauptrolle: das matte Reu- york vom Samstag, die unsichere innerpolitische Lage, weitere Goldabgaben der Reichsbank in Höhe von 70 Millionen nach Paris und 17,5 Millionen nach Holland, der unentschiedene Aus­gang der Verhandlungen über den Metallarbei­terkonflikt traten etwas in den Hintergrund, zu­mal bei letzterem nach den neuesten Meldungen durch das Eingreifen des Reichsarbeitsministers der Versuch gemacht werden soll, eine Einigung herbeizuführen. Ferner fanden höhere Kursmel­dungen aus dem Auslande für die Voung-An° leihe Beachtung (in der Schweiz wurde sie heute mit 74 bis 75 Prozent gehandelt). Wie schon gesagt, lagen die ersten Kurse nicht ganz ein­heitlich. Papiere wie Buderus, Iulius Ber­ger, Schantung-Bahn eröffneten mit Minus-Mi- mis-Zeichen. Andere Werte, wie Kaliaktien, AEG., Schlesische Gas, Aku waren bis zu 3 Pro­zent schwächer. Hotelbetrieb verloren 4 Prozent, Thüringer Gas 4,25 Prozent. Anderseits waren Rheinstahl, Schubert & Salzer und Schuckert um je 3 Prozent gebessert. Sehr schwach läge» ic Zusammenhang mit der Valuta Chadeaktien mit minus 10 Mark. Ebenso waren die sog. Aus- landwerte, mit Ausnahme von Svenska, auffal­lend schwach, sogar auch die Auslandrenten hat­ten Minus-Minus-Zeichen aufzuweisen. Beson­ders Bosnier, Rumänen und Türken lagen schwach und bis zu 1 Prozent niedriger. Am Pfandbriefmarrt hatte das Angebot weiter et­was nachgegeben. Die Tendenz war aber auch heute überwiegend schwächer. Der Geldmarkt blieb unverändert. Rach den ersten Kursen wurde es auf Deckungen allgemein bis zu 2Prozent fest er. Man wollte wissen, daß das Ausland für den Kassamarkt Kauf- intcreffc hätte und mit niedrigen Kauflimiten vertreten sei. Später konnten sich die Kurse auf dem erhöhten Niveau unter Schwankungen etwa behauptet.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 13. Oft. Auftrieb: 1736 Rinder, darunter 385 Ochsen, 207 Dullen,, 499 Kühe, 471 Färsen, ferner 474 Kälber, 198 Schafe, 5604 Schweine. Es wurden notiert: Rinder: Ochsen: vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 56 bis 58 Mk., (ältere) 52 bis 55, sonstige vollfleischige 47 bis 51; Bullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlacht­werts 52 bis 54, sonstige vollfleischige oder aus­gemästete 47 bis 51; Kühe: jüngere, voll- fleischige, höchsten Schlachtwerts 46 bis 48, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 40 bis 45, fleischige 35 bis 39, gering genährte 30 bis 34; Färsen (Kalbinnen, Iungrinder): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 57 bis 60, vollfleischige 53 bis 56, fleischige 47 bis 52.

Kälber: beste Mast- und Saugkälber 76 bis 82, mittlere Mast- und Saugkälber 73 bis 77, geringe Kälber 66 bis 72. Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthämmel <Weidemast) 49 bis 53, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 42 bis 48. Schweine: Fett­schweine über 300 Pfund Lebendgewicht 56 bis 58. vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300« Pfund 57 bis 59, von etwa 160 bis 240 Pfund! 57 bis 60, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 56 bis 58, Sauen 45 bis 52 Mk. Marktverlauf: Rinder schleppend, groheq Ueberstand. Kälber ruhig: Schafe mittelmäßig, ausverkauft. Schweine mäßig-rege, zum Schluß abflauend, etwas Ueberstand. '

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M, 13. Oft. Am Produkten- markt herrschte weiterhin Zurückhaltung. Das An­gebot war ziemlich reichlich, doch blieben dis Preise gegenüber denen vom letzten Mittwoch int allgemeinen gut behauptet. Das Geschäft bewegte sich in kleinstem Rahmen. Es wurden notiert: Weizen 250, Roggen 165, Hafer, inländ. 157,50 bis 162,50,Weizenmehl, südd. Spezial 0 39,75 bis 40,50, Roggenmehl 26 bis 27, Weizenkleie 6,50, Roggenkleie 6,75 bis 7, Erbsen 28 bis 35, Linsen 32 bis 60, Heu 5,50 bis 6, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt 2,25 bis 2,50, gebün­delt 2, Treber, getrocknet 10 bis 10,75. Tendenz ruhig.

Mehr Krankenpflege auf dem Lande.

Das Deutsche Rote Kreuz teilt mit: Die Ges sundheitsfürsorge wird in den kleineren Gemeinden und auf dem flachen Lande noch ziem- ' lich stiefmütterlich behandelt. Die Schwester auf dem. Lande hat gewissermaßen die Frontarbeit in der Gesundheitsfürsorge zu leisten. Sie findet vielfach noch Aberglauben, Vorurteile und Kurpfuscherei, gegen die sie ankämpfen muß. Anderseits erhält ihrs Tätigkeit dadurch besondere Wichtigkeit und Be­friedigung, daß sie der Mittelpunkt der Wohlfahrts­ämter ist, um deren Wirksamkeit sich der größte Teil der ländlichen Wohlfahrtspflege dreht. Es entspricht durchaus dem Grundsatz der Sparsamkeit tmrd) Vorbeugung und Verhütung gesund­heitlicher Schäden, wenn die ländlichen Be­zirke durch Krankenpflege st ationen eine organisierte Krankenpflege in den Gemei nden einsetzen. Das Deutsche Rote Kreuz hat in der Werner-Schule vom Roten Kreuz in Berlin-Lankwitz jetzt eine eigene Ausbildungsstätte für Gemeindekrankenpflege errichtet. Der neue Kur­sus beginnt am 15. November und dauert oiereint halb Monate. Er umfaßt den vollständigen theo­retischen und praktischen Iknterricht für die Tätigkeit in einer Gemeindepflegestation. Vorbedingung zur Aufnahme ist die staatliche Anerkennung als Kran­kenpflegerin. Die Werner-Schule vom Roten Kreuz erteilt jede Auskunft; Adresse: Berlin-Lankwitz, Fro- benstraße 75. Ihr Lehrplan unterrichtet gleichzeitig über andere, kürzere Fortbildungslehrgänge für Schwestern, von denen in diesem Jahre dreizehn verschiedene vorgesehen sind.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

h. $f. A. Ihre Ehefrau hat die Bestellung der Ware in Ausübung ihrer Schlüsselgewalt unter­schrieben (8 1357 des BGB.). Das Geschäft gilt dennoch als im Namen des Mannes abgeschlos­sen, wenn nicht aus den Umständen sich ein anderes ergibt. Der Mann kann diese Schlüsselgewalt be­schränken, oder ausschließen. Liegt, wie Sie angeben, der Fall aber so, daß Ihre Willensschwäche Frau durch den redegewandten Reisenden zur Her­gabe der Unterschrift beschwätzt worden ist, so kann ein Verstoß gegen die guten Sitten vorliegen, der den Reisenden zum Schadensersatz verpflichtet. Der Beweis dieses Sachverhaltes ist aber schwierig und der Prozeßausgang für Sie deshalb ungewiß.

6. 23. in £. Ihre Ehefrau kann ohne Ihre gleich­zeitige Anwesenheit in Ihrem Pachtrevier die Jagd nicht ausüben, zumal die Ausstellung von Jagd­erlaubnisscheinen im Freistaat Hessen unzulässig ist. Der Pächter einer Gemeinde jagd kann die Er­laubnis zur selbständigen Jagdausübung nachGe­setz oder den Pachtbedingungen nur qualifi­zierten Eltern, Kindern und in seinem Brote stehenden Personen" erteilen. Die Ehefrau ist also hier nicht genannt. Bekanntlich sind nur drei Jagd­pächter zulässig. Afteroerpachtungen, oder die An­nahme weiterer Teilnehmer innerhalb der Dreizahl ist ohne Genehmigung des Ortsvorstandes nicht ge­stattet und berechtigen diesen, den Pachtvertrag auf­zuheben. Jeder Jagdausübende muß im Besitze eines Jagdwaffenpaffes fein.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 d. Sy, Lombardzinsfuß 6 v. H.

Frankfurt a. Dl. |

Berlin

Schluß.! kure |

l.Uhr. Kurs

Schluß-! kurs |

Anfang» Kurs

Datum

ii. io ;

13 10

11. 10. |

13 10

6% Deutsche RetchSanlethe

von 1927 ..........

89,5

87,5

7% Deutsche Reichsanleihe

von 1929 ..........

Deutsche AnI.-Ablös^Schuld mit

98,3

98,75

Auslos.-Rechtcn.......

54,1

54,13

54.25

54,25

Desgi. ohne Auslos.-Rechte . . . 8% Hess. BolkSstaat von 1929

5/75

5,75

5,45

5,6

(rüdgatjlb. 102%)......

Oberhesscn Provinz»Anleihe mit

88

88

AuSlos.-Rechten.......

Deutsche Komm. Sammelabl.

57,5

Anleihe Serie 1.......

8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse.

XIII unkündbar bis 1934 . . . 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse

99

94

4%% Rheinische Hyp.-Bank

84,13

8% Pr. LandeSpsandbries anstatt.

101

101

8% Pr Landespsandbriesanstatt,

Komm.-Obl. R. 20......

7% Pr. Landeeptandbriesanstall,

98

98

97

97

A.E.G. ebg.' Bortrtegs-Obligatio-

94

27

4% Oeslerreichische Goldrente . .

26,7

2,9

4,20% Oeslerreichische Stlberrente

4% Oeslerreichische Einheitliche

Rente...........

_

1 fi

4% Ungarische Goldrente . . . .

-

_

234

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

__

18,9

18,5

4N% desgl.von 1913.....

19,7

4% Ungarische Kronenrente . . .

1,65

_

4% Türkische Zollanleihe von 1911

4% Türkische Bagdadbahn-Anl

4,45

4,5

4,25

4,5

Serie I...........

4,8

4% deSgl. Serie II . . ... . - 5% Rumänische vereinh. Rente

4,4

8,25

I

von 1903 ...... z. .

8,25

7,75

4%% Rumänische vereinh. Rente

von 1913 ..........

13

12,5

4% Rumänische vereinh. Rente

6,65

6,6

6,5

Frankfurt a. Dl.

Berlin

Schluß»!

knrs 1

l-tthr. Kurs

Schluß­kurs

Anfang- Kurs

Datum

11 10.

13 10

11. 10

13 10

Hamburg-Amerika Paket . . .

72,75

71,9

71

71

Hamburg-Südam.Dampsschtss. 8

153

Hansa Dampsschifs.....10

119

117

Norddeutscher Lloyd.....8

72,65

72

72

72

Allgemeine DeutscheCreditanst. 10

100,75

100,5

100,13

Barmer Bankverein .... 10

102,25

103,5

102

103,5

Berliner Handelsgesellschaft . 12

126,5

126

126.5

Commerz- und Privat-Bank. 11

115

113

113

113

Darmstädter und Nalionalbank 12

154

152

151,25

151

Deutsche Bank und

Disconto-Gesellschaft, ... 10

. 111

110,25

110,5

Dresdner Bank......10

110,75

109,25

109,5

109

Reichsbank........12

204,5

201,5

200

AEG...........

. b

107,25

108,5

106,251

106,4

Bergmann........

. 9

135

132

Elektr. Lteserungsgesellschast.

10

-

102,5

109,75

102

Licht und Kraft......

10

111,75

109,5

109,13

Fellen L Guilleaume . . . Gesellschaft sür Elektrische

"Vi

89

88,5

87,6

Unternehmungen .... Hamburger Elektrizitäts-Werke Rheinische Elektrizität . . .

10

110,5

109.25

109

10

108

105

. 9

122

120

120,25

Schlesische Elektrizität. . . .

10

106

103,25

Schuckert L Co.......

11

125,5

124,5

121

124

Siemens & Halske.....

16

169

169,5

168,75

168,75

TranSradio........

. 8

118,9

119,5

Lahmeyer & Go.......

10

134

134

130

Buderus.........

. 6

49

48,4

46.25

Deutsche Erdöl......

. 6

56,25

55,25

55

Essener Steinkohle

. 8

.

Gelsenkirchener

. 8

90

89,25

Harpener.....

. 0

86

83

84,5

83,5

Hoesch Eisen. ......

6V1

69

70,4

Ilse Bergbau.......

10

207

208

208

Klöckncrwerke .......

e *

63.65

61

60,25

69,5

70,5

ManncSmunn-Röhren . . .

. 7

64,25

65,13

64,75

Mansselder Bergbau . . . .

. 7

34,5

37

35,25

Oberschles. Eisenbedarf . . .

. d

41

40

Obcrjchlcs. KokSwerkc....

. 7

65

66

Phönix Bergbau......

Rheinische Braunkohlen . .

6V?

60,75

60

59,5

59,5

10

171

169,5

167,4

Rheinslah!........

. 6

66,5

68

65

68

Riebeck Montan......

7,2

75

Frankfurt a. Dl.

Berlin

Schluß- turs

1-Uhr- Kurs

Echluß- kurs

Anfang- Kurs

Datum

11- 10.

13 10.

11. 10.

13. 10

Bereinigte Stahlwerke

61,25

61

61,25

Olavi Minen ....

e

16'/.

28,5

28,13

18,25

Kaliwerke Aschersleben

. 10

184

181,5

184

182,25

Kaliwerke Westeregeln

e

e

. 10

186,5

186

183,25

Kaliwerke Salzdetfurth

. 15

247

245,5

245,5

243

I. G. Faiben-Industrie

-

. 12

126,5

127,75

126,25

126

Dynamit Nobel . . .

. . 6

58,5

58,25

. . 9

125,13

.

Goldschmidt ....

. . 5

39,3

39

39

Nütgerswerke ....

. . 6

45,5

43,5

43,25

Metällgesellschaft. . .

. . 8

91

89

90

89

Philipp Holzmann . .

. . 7

68

67

66,5

Zementwerk Heidelberg

. 10

83,5

58,5

Ecmentwerk Karlstadt.

e

e

. 10

Wayß & Frey tag . .

. . 8

44,25

43,25

42,75

Schultheis Pahenhoser

. 15

_

171,9

170

Ostwerke......

. 12

134

134,25

Aku........

. 18

53

50,5

52,5

50,25

Bemberg......

e

. 14

62

57,75

57

Zcllstoss Waldhof . .

e

13'/.

113

109,25

108,25

107,4

Zellstoff Aschaffenburg

e

e

. 12

74

71,5

73,25

Charlottenburger Wasser

e

. . 8

17

75,5

. . 9

103,25

102,75

Daimler Motoren . .

. . 0

21,75

21

20,5

Deutsche Linoleum .

143.5

143,25

143

141,25

Maschinenbau A.-G. .

c,

e

. . 0

29

29,25

Nat. Automobil . . .

. . o

10,75

1 10,4

Orenslein & Koppel .

e

M

. 6

42

42

Leonhard Tietz . . .

. 10

-

105,5

105

-

292,5

1 292

Frankfurter Maschiney

M

. .

. .

29

28

Heyligenstaedt . . .

. . 0

Iunghans. . . . .

. . 6

29

27

Lechwerke......

. . b

92

Mainkrastwerke Höchst a. M.. .8

Miag........

. 10

69,5

Gebr. Roeder . . .

. 1(

r

Botgt & Haefsner . .

. . 9

150

150

Süddeutsche Zucker .

c

. 10

126

126,25

Banknoten.

Berlin, 11. Oktober

Geld

Bries

Amerikanische Noten . .

4,24

4,26

Belgische Noten. ...

.

58,50

58,74

Dänische Noten ....

112,22

112,66

Englische Noten ....

20,417

20,497

Französische Noten ...

16,454

16,514

Holländische Noten ...

169,56

170,24

Italienische Noten....

22,00

22,08

Norwegische Noten . . .

.

112,22

112,66

Deutsch-Oesterreich, 1 100 Schilling

59,12

59,36

Rumänische Noten . . .

2,475

2,495

Schwedische Noten . . .

112,88

113,32

Schweizer Noten ....

81,89

82,21

Spanische Noten ....

42,32

42,48

Tschechoslowakische Notca.

« «

12,425

12,485

Ungarische Noten . . .

73,32

73,62

Devi

enmarkt Berlin

- Frankfurt

i. Bl.

11. Oktober

13 Oktober

Amtliche Kollerung

Amiliche Notierung

Geld

Lriel

Geld

Bries

Ämft.- Rott.

169,38

169,72

169,38

169,72

Buen.-Aires

1,455

1,457

1,395

1,397

Brss.-Antw.

58,57

58,69

58,60

58.72

Christiania.

112,33

112,55

112,39

112,61

Kopenhagen

112,35

112,57

112,46

112,68

Stockholm .

112,78

113,00

112,86

113,08

Helnngfors.

10,57

10,59

10,576

10,596

Italien. . .

21,985

22,025

22,01

22,05

London. . .

20,41

20,45

20,415

20,455

Neuyork . .

4,201

4,209

4,2025

4,2105

Paris....

16,468

16,508

16.468

16,508

Schweiz ..

81,62

81,78

81,69

81,77

Spanten. .

42,01

42.09

41,36

41,44

Japan . . .

2,083

2,087

2,083

2,087

Vito de San.

-

Wien in D--

Oest. abgest

59,28

59,40

59,30

59,42

Prag . . . .

12,467

12,487

12,471

12,491

Belgrad . .

7,453

7,467

7,455

7,469

Budapest. .

73,535

73,675

73,58

73,72

Bulgarien.

3,043

3,049

3,047

3,053

Lissabon .

18,825

18,865

18,825

18,865

Danstg. .

81,58

81,74

81,61

81,77

Konstantin.

1,784

1,789

1,784

1,789

Athen. .

5,435

5,445

5,443

5,453

Canada .

4,203

4,211

4,20o

4,213

Uruguay.

3,247

3.253

3,227

3,233

Cairo ..

20,925

20,965

20,93

20,97