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Nr. 161 vierter Blatt

Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

Samstag. 12. Jun 1050

Wirtschaft.

Zur deutschen Wirtschaftskrise.

Die Reichs - Kredit - Gesellschaft A G. legt auch in diesem Jahre mit gewohnter Pünktlichkeit ihren Konjunkturbericht über das erste Halbjahr 1 9 3 0 vor. Der Bericht enchält umfassendes statistisches Ma­terial und bringt im einzelnen ausführliche Zah­lenangaben nebst textlichen Erläuterungen über die Produktion auf den wichtigsten Gebieten, Ab­satz und Verbrauch, über Preise, Beschäftigung, Löhne, Geld- und Kapitalmarkt, wobei auch die Wirtschaftslage in den wichtigsten Ländern der Welt eingehend geschildert wird. Die Arbeit der Reichs-Kredit-Gesellschast, di« in ihrem letzten Halbjahrsbericht, also Ansang Januar, einen nicht gerade ungünstigen Ausblick gegeben hatte, war ganz und gar darauf abgestellt, die Gründe der gegenwärtigen Konjunkturdepression bzw. Wirtschaftskrise festzustellen. Sie sieht in der gegenwärtigen Krise im wesentlichen eine. Der- trauenskrise, die durch den Sturz mancher $um Teil angesehener Unternehmungen noch verstärkt worden ift

Hinzu kommt, daß die Wirtschaft, die in frü­heren Zeiten des Konjunkturrückganges wichtige Stütze, die ihr die Unversehrtheit des öffent­lichen Ansehens und des öffentlichen Kredits gewährt hatte, verloren hat. Zu dieser Sonder­lage Deutschlands sind die weltwirtschaft­lichen Erschütterungen hinzugetreten, die nach dem Bericht der Reichs - Kredit - Gesell­schaft im wesentlichen auf veränderten Produk­tionsverhältnissen beruhen Di« industrielle Pro- uktion geht schneller zurück als der Lebens- iltungsaufwand, der Ausfall an Kaufkraft. -t dadurch entsteht, hat zur Folge, daß entfpre- <v«nb weniger dauerhafte, durch Generationen zu nützende Güter hergestellt werden können, wie z. B. Häuser oder Derkehrsanlagen.

Ueber die Exportmöglichkeiten wird u. a. gesagt, es könne bei aller Anerkennung der Fortschritte in der Weltbewerbsfä^igleit d.r d.u - chen Waren nicht erwartet werden, daß gegen­über einem so starken über die ganze Welt ich erstreckenden Absahrückgang der deutsche Ab- itz ins Ausland in voller Höh« aufrechterhalten leibe. Für die Preissenkung seht sich auch üie Aeichs-Krcdit-Gesellschaft ein, da sie in der gegenwärtigen Lage zu den wichtigsten Mitteln gehört, um neue Anregungen zu geben.

Zusammensassend wird festgestellt, daß die Dauer der gegenwärtigen Depression nicht zu bestimmen sei. Sie hänge in Deutschland zu einem erheblichen Teil von der Entschlossenheit ab, das Vertrauen wicderherzustellen, das im Verlauf und im Verfolg der Reparationsverhandlungen und der Auseinandersehung«n über die öffent­lichen Finanzen gelitten hat. Vertrauen kann nicht künstlich geschaffen werden, sondern beruht auf der Fähigkeit und Entschlossenheit des Schuldners, seinen Verpflichtungen in jedem Falle na< zukommen. Geordnete Finanzen, öffent­liche wie private, sind die besten Dertrauens- werber. Die Besserung, die Deutschlands Stellung in der Welt im Laufe der letzten fünf Jahre er­fahren hat, und die gerade jetzt in der endgül­tigen Aushebung der Besetzung des Rheinlandes ihren Ausdruck findet, die Fortschritte, die die allgemeine Befriedung der Welt selbst gemacht hat. find der Anlage fremden Ka- pitals in der deutschen Wirtschaft wie überhaupt in den mitteleuroväi'chen Ländern günstig.

Herabsetzung öe* Ilominalnns u es für t stv zmsUche Werte.

3m Reic' s vir s :a,Lminifterium fanden dieser Tage, wie wir hören. Verhandlungen mit dem Zentralverband desDeutschen Bank- und Bankiergewerbes (Sondcraus- schuh für Hypothckenbankwesen), dem Verband öffentlich - rechtlicher K r e d i t i n st i - tute und dein Deutschen Sparkassen- und Giroverband über die gegenwärtige Lage des Kapitalmarktes, insbesondere über die Zinsgestaltung der fe st verzinslichen Werte statt. Aach läng rer Aussprache konnte die einmütige Auffassung sestgestellt werden, daß der Uebergang zum 7proz. Nominal- zinsfuß mit allen Mitteln gefördert werden muh. Zu diesem Zweck wird der Verband auf die Mitgliedsinstitute dahin einwirken, daß das

künftige Neugeschäft möglichst nur noch auf der Grundlage des 7proz. Typs vorgcnommen wird und daß insbesondere jede öffentlich« Werbung für den Absatz 8proz. Werte unterbleibt. Ferner foll die Kurspflege, der schon in letzter Zeit von verschiedenen Stellen eine erhöhte Aufmerksam­keit zugewendet wurde, jetzt mit Nachdruck ge­fördert werden, und zwar in erster Linie zu­gunsten der im Kurs hinter den Pfandbriefen zurückgebliebenen Werte. Schließlich hat sich der Verband im Interesse der Darlehenskassen bereit­erklärt, eine Senkung der Emissionskosten, ins­besondere auch eine Beschränkung der Bonifika­tionen und der sonstigen Vermittlungsgebühren herbeizusühren. Das Reichswirlschaftsministerium hat die baldige Fortsetzung der Verhandlungen in Aussicht genommen.

Wochenbericht

vom Frankfurter Effektenmarkt.

Auch in dieser Woche hielt die Stagnation an der Börse an und die Tendenz war anfangs der Woche infolge mangelnder Anregungen zu­meist zur Schwäche neigend. Der Auftragsein­gang war immer noch gering, so daß die Kulisse im allgemeinen aus sich selbst angewiesen war und in Der Mehrzahl im Zusammenhang mit der nicht günstigen Beurteilung der i n n e r p o li­tt sch en Lage zu Abgaben schritt, wodurch das Kursnioeau tci.weise eine beträchtliche Sen­kung er uhr. Eine wesentliche Verstimmung ging immer noch vom Schiffahrtsmarkt aus, obwohl eine Erklärung von Derwaltungsseite ausgegeben wurde, wonach von einer Verschlech­terung der Geschäftslage nicht zu sprechen sei. Auch war die Neuyorker Börse zumeist zur Schwäche neigend und vor allem drückte noch das Anwachsen des Reichsdesizits auf die Stimmung und unterband jede Geschäfts- entwicklung. Dann kam noch die Angelegenheit der M i a g -Gesellschaft hinzu, die einen plötz­lichen Kurseinbruch von zirka 9 Prozent hin- nehmen muhte. L)as Ausscheiden des Direk­tors G r e f f e n i u s aus dem Vorstand dieser Gesellscha't wurde ungünstig ausgenommen, da man befürchtet, daß hierdurch den übrigen Ak­tionären ein Schaden erwachsen könne. Die Börse wurde selbstverständlich allgemein mit» gerissen. Die ungünstigen Momente beherrsch­ten die Börse und trugen weiter zur Verschlech­terung der Situation bei. Doch machte sich spä­ter eine Beruhigung bemerkbar. 3n der Miag- Angelegenheit scheint man sich jetzt lerufjigt zu haben, auch die Übrigen Vorkommnisse wur­den etwas ruhiger beurteilt. Es wurde ange­nommen, daß die Tesirchtungen hinsichtlich der Einbußen der Aktionäre des Konzerns als zu stark übertrieben angesehen wurden. Miag konn­ten sich geringfügig erholen.

Am Bankenmarkt hatten nachträglich Danatbank parallel mit der Miag-Angele- genheit das Ernislionshaus stärker zu leiden und waren stark angeboten, ohne da') Au'nahme- lust bestanden hätte. Zum Wcch^nschluß kam jedoch eine festere Stimmung zum Durchbruch. Vor allem wurde die wieder gc eiferte Neuyor­ker Börse und die Hosfnung auf eine baldige Bereinigung der innerpo.ilischen Lage günstig ausgenommen. Die nachteiligen Momente tra­ten jetzt ganz in den Hintergrund. Die Speku­lation schritt in stärkerem Ausmaße zu Deckun­gen, zuma. die Schweiz mit Au'trägcn an den Markt g.kommen war. An der Spitze standen Clektrowerte und K a I i a f t i e n. Das ©e- schä't konnte sich in Spezia ak.ien lebhafter ent- alten, und die in dieser Woche eingetretenen Verluste wurden restlos ausgeglichen; es erga­ben sich sogar in fast allen Fällen noch mehr- prozentige Kurserhöhungen. Das Publikum hielt sich dem Markte aber noch fast vollkommen fern.

Die schlechte Arbeitsmarktlage, das Grubenunglück in Schlesien und Di­videndenausfälle einiger Ge'e lfchaften wurden nicht mehr beachtet. Vor allem war die bessere Beurteilung der innerpolitischen Lage und neuerlichen Arbeitsbeschas- fungsbestrebungen für diesen Tendenz­umschwung ausschlaggebend. Bei einem Vergleich der Kurse mit dem der vergangenen Woche waren Schuck er t mit plus 8 Prozent füh­

rend. Dann folgten: Rhein. Braunkoh­len. Aku. Westeregeln, Salzdet­furth. Siemens, Licht & Kraft, Ges - fürcl und Zellstoff Waldhof, die bi« zu 5 Prozent gewannen. Auch Lhadeaktien waren auf die Festigkeit der Peseta im Zusam­menhang mit den Stabilisierungsbestrebungen ge­sucht und 5 Mk. fester. Danken lagen über­wiegend etwas niedriger. Don Verkehrs­aktien waren AG. für Verkehrswesen beachtet und 3 Prozent höher. H a p a g und Lloyd lagen dagegen etwas nichtiger. Am Rentenmarkt traten Deutsche Anlei­hen stärker hervor, besonders Schutzgebiete, auf die Meldung hin, daß die Inhaber biefer Werte mit ben übrigen Anleihebesitzern gleich­gestellt werden sollen. Nach dem Ultimo war Tagesgeld wieder mit 2,5 Prozent sehr flüssig, doch machte sich am lohten Dörsentag mit 3,5 Prozent eine Versteifung bemerkbar. Am De­visenmarkt war die Mark wieder gebessert und auf ihren alten Stand erholt. Die Peseta lag fest. Das Pfund lag etwas schwächer.

Wochenbericht

vom Frankfurter Produktenmarkt.

Der Frankfurter Produktenmarkt eröffnete die neue Woche in sehr ruhiger Haltung. Die 11m- sahtätigkeit war gleich nul'L Lediglich für K l e i e konnte sich weiteres Interesse erhalten. Getreide vollkommen vernachlässigt, ebenso Mehle.

Weizen, Roggen und Hafer hatten bei kleinem Geschäft unveränderte Preise. Am Lieferungsmarkt waren für die Herbstsichten einige Abschlüsse zu verzeichnen.

Das Mehlgeschäft konnte sich trotz Er­mäßigung der Preise nicht beleben. Gleichzeitig offerierten die Mühlen erstmals Weizenmehl für Lieferung der neuen Ernte Septem­ber-Oktober, und zwar 2 Mk. unter dem Konventionspreis für Lieferung JuliAugust. Weizenmehl Sondermahlung wurde mit 40,75 Mk. per 100 Kilogramm ab Mühlenstation angeboten. Dei der Sondermahlung handelt es sich um Weizenmehl, das bisher als zweite Qua­lität geführt wurde und hauptsächlich aus In- landweizen hcrgestellt ist. Wie bereits berich­tet, wurde der Deimahlungszwang von Inland- weizen für den Monat Juli von 50 auf 30 Pro­zent ermäßigt, doch wird in Fachkreisen damit gerechnet, daß im September mit einer Er­höhung auf 60 Prozent gerechnet werden müsse. Die Sondermahlung müßte also zwischen 60 und 100 Prozent Inlandweizen enthalten. Die Müh­len erho fen von der jetzt eingeführten Preis­stellung eine Anregung des Mehlgeschäfts. Roggenmehl unverändert.

Am Kleiemarkt konnte sich die feste Hal­tung der Vorwoche zu (Beginn der neuen Woche noch durchsetzen, doch wurde das Geschäft zum Wochenschlutz wieder recht still. Für ölhaltige Futtermittel bestand kaum Nachfrage.

Hülsenfrüchte unverändert. Von Rauh- futtcrmitteln lag Heu neuer Ernte etwas fester, Weizen st roh schwächer.

2m Vergleich mit den Preisen der vergange­nen Woche lag Weizen 2,5 Mark niedriger, Kleie dagegen je 1 Mark fester, sonst unverän­dert.

Die Woche schloß zu folgenden Notierungen: Weizen 305, Roggen 165166, Hafer 167,50 bis 170, Weizenkleie 8,258.50; Weizenmehl, südd., 43,5044,25, Weizenmehl, Niederrhein., 43,25 bis 44,00, Roggenmehl 25 0025 50. Roggenkleie 8 25 bis 8,50. Erbsen je nach Qualität 2635, Linsen desgl. 3880, Heu neuer Ernte 5,005,50, Wei­zen- und Roggenstroh drahtgepreßt 4,00, Treber ge r cknet 10,2511,25.

Die Preise verstehen sich für Getreide je Tonne, für alle übrigen Waren je 100 Kilogramm Frachtverrechnung Frank urt a. M.

Wochenbericht

oom Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Das weitere Ansteigen der Arbeitslosen- z i s f e r n und die allgemein schlechte Wirt­schaftslage waren in dieser Woche die Hauptmotive des sehr ruhigen Geschäfts. Dazu kam noch das Nachlassen der Export­käufe und die schwache Konsun kaufkraft, so daß die Metzger nur zu kleinen Käu'en schrit­ten. Etwas mehr beachtet waren, wohl a.ch in­folge des geringen Auftriebs, Schweine, die bei anfangs ziemlich lebhaftem Geschäft bis zu 4 Mark anziehen konnten. Gegen Schluß des

Marktes flaute das Geschäft jedoch meist wie­der stark ab. Fe11schweine waren wieder­um so gut wie unverkäuflich und verfielen meist dem Lieberstand. Am Ri ndermarkt war der Auftrieb etwa der gleiche der Vorwoche. Gute Qualität war wieder reichlich vorhanden, was jedoch keine Anregung bracht«. Nach ziemlich ruhigem Geschäft verblieb Uederstand. Der Ex­port beteiligte sich nur mit zirka 40 Prozent des Auftriebs. Kälber und Schafe hatten langsames Geschäft zu verzeichnen, doch wur­den die Märkte ausverkauft. Der ® e f a mi­au f t r i e b bestand aus 1362 Rindern, darun­ter 314 Ochsen, 120 Dullen, 500 Kühe und 315 Färsen, ferner au« 1386 Kälbern. 178 Schafen und 4874 Schweinen. 3m Vergleich mit dem Auftrieb der vergangenen Woche waren 10 Rin­der, 145 Kälber und 885 Schweine weniger an­getrieben, während 30 Schaf« mehr zum Ver­kauf standen. Dezahlt wurde pro Zentner Le­bendgewicht in Mark: Ochsen al) 5861, a2) 54 bis 57, bl) 4853. Dullen a) 5256, b) 48 bis 51. Kühe a) 46-49, b) 42-45, c) 36-41. d) 30-35. Färsen a) 59-62, b) 54- 58, c) 50- 53. Kälber b) 7074, c) 6569, d) 5064. Schafe al) Weidemast 4952, b) mittlere Mastlämmer 44-48. Schweine b) 60-64, c) 66-68, d) 66 bis 68, e) 6265. 3m Vergleich mit den No­tierungen der letzten Woche lagen Schweine vier Mark höher, während alle übrigen Gattungen unverändert waren.

* Di« Zahl der Wohlfahrtserwerbs- l ol e n (Ausgesteuerten) hat nach den Ermittlungen der Städte mit mehr als 25 000 Einwohner im Juni 1930 weiter um 6,3 v. H. zugenommen und betrug Ende Juni 373 000. Seit Jahresbeginn beträgt die Zunahme 55 o. H.

' Die Preis.indexziffer derMetall­wirtschaft" stellte sich am 9. Juli auf 89,5 gegen 89,3 am 2. Juli (Durchschnitt 1909 13 = 100), flieg also um 0,2 v. f). Für die einzelnen Metalle wur­den folgende Indexziffern errechnet: Kupfer 86 186), Blei 112,5 (110,9), Zink 66,2 (65,7), Zinn 73,5 (75,1), Aluminium 132 (132). Nickel 107,7 (107,7), Antimon 73,2 (74,7).

* Die deutsche Baumwollspinnerei im Juni. Die unbefriedigend« Lage der deutschen Baumwollspinnerei hat auch im Juni keine Besse­rung erfahren. Unter dem Einfluß des Rückgangs der Baumwollnotierungen kamen nur vereinzelt größere Meinungskäufe und auch diese nur unter größten Preisopfern für die Borkäufer zustande; im allgemeinen übte die Abnehmerfchaft weiter die bis» herige Zurückhaltung und deckte nur kurzfristig ben notwendigsten Bedarf ein. Die umfangreichen Be­trieb seinfchränkungen muhten infolgedessen bestehen­bleiben und vielfach noch weiter verschärft werden.

* Gemeinschaft der Freunde st en- rot. Wie man uns mitteilt, teilte die Bausparkasse Gemeinschaft der Freunde Wüstenrot in Ludwigs- bürg wiederum mehr als 10% Millionen Reichs­mark an 691 deutsche und österreichische Bausparer zu. Hiermit sind von der Gemeinschaft der Freunde im Laufe von 5% Jahren an insgesamt 9412 Bau­sparer Gesamtbeträge in Höhe von 141,8 Millionen Reichsmark zum Bau oder Erwerb eines Eigen- heims, sowie zur Hypothekenablösung bereitgeftcllt worden. Die Gemeinschaft der Freunde gibt unkünd­bare Darlehen zu 4 v. H. Zins mit Lebensversiche- rungsschutz.

* Rheinische A G. für Braunkohlen- bergbau und Brikettfabrikation fri Köln. In der Bilanzsitzung wurde oom Vorstand der Geschäftsbericht für "929/30 oorgelegt. Trotz den Absatzstockungen seit Beginn des Kalenderjahres 1930 hat das Berichtsjahr nicht nur in der Produk­tion, sondern auch im Absatz von Briketts, Rohkohle und Strom das Vorjahr etwas übertroffen. Hier­durch und wößen der günstigen Auswirkungen der Rationalisierungsmaßnahmen ist der Rohüberfchuß von 13,62 auf 16,70 Millionen RM. gestiegen, fo daß neben der durch Neubauten bedingten Erhöhung der Abschreibungen auf 7,02 (6,04) Millionen RM. auch ein höherer Reingewinn ausgewiesen und dar­aus auf das erhöhte Aktienkapital von 81 Mill. RM. wieder 10 o. H. Dividende ausgeschüttet werden können. Die Zufammenlegur der Grubenbetriebe der Gesellschaft schreitet fort.

Zellstosfabrik Waldhvf. Die Ge­sellschaft veröffentlicht nunmehr die von der Dör- senbehörde verlangten Ergänzungen zu ihrer Di- lanz per 31. Dezember 1929. Danach teilen sich die Voräte und Waldungen von 34,43 Mill. Mk. in 4,61 Fertig- und Halbfabrikate, 7,51 Rohstoffe

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlostenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o.H., Lornbardzinsfuß 5 o H

e

Srontlun ü.2)L

Berlin

Frankfurt a. Ul.

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6% X,tunaK »leiajoanieiyi vpn 1927 .......

7% Deutsche Reichsanleihe von 1929 ..........

Deutsche etn!..Äbldl.-6<f)uIb mti Äuelof.-Scdjien.......

Deifll. ohne 5lutiof.-8ie<6tt . . 8% Hell. SolKftaat von 1929 (&ablb. 102%)......

Oberbtffcn Provinz > Anleihe mi Luslol.-Rechten......

Deutsch« Komm. SammclabL Anleihe Serie 1......

6% Franks. Hyp.-Vank «oldpse XIII unkündbar dir 1934 . .

7% Franks. Hvv -Bank Soldpse unkündbar bi« 1932 ....

Rbelnische Hop.-v-nk Liau. Solhplc........

8% Pr. LandeSpfandbriesanstalt, Pfandbriefe R. 17 .... 7 .

8% Pr. LandeSpiandbriefanstall. ffomm^Cbl.«. 20......

7% Pr. LandeSpsandbriefanstalt, Pfandbriesr R. 10......

8.6®. abfl. BorkriegS-Obllgatto »en, rückzahlbar 1932 .....

4% Oesterretcht.che Soldrenke . . 4,20% Oefterreichische Silberrentr 4% Leiterrrichiichc Einheitliche Rente...........

<% Ungarische Soldrente .... 4% Ungarische StaatSrenke v. 1910 4V,% deSgl. von 1913.....

4% Ungarische kronenrrntr . . . 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anl

Serie 1...........

4% de«gl. Serie II.......

6% Rumänische vereinh. Rente von 1903 .........

*%% Rumänische Verein-. Rente von 1913 .........

t% Rumänische vereinh. Rente

88.25

103,5

60

8.9

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57

59

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5 5

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103,5

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1.8

5,25

5,2

5,2

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58.75

101,5

37,5

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20,9

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5,13

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16,1

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103,5

60

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97

59,5

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96,5

26,8

2,9

1,8

5,2

5,2

16,25

7,65

pamhurg-flmentü Patei .

k-amburg-Südam. Dampfschiff. 8

Hansa Dampfschiff.....10

Norddeutscher Lloyd.....8

Allgemeine Deutsche Creditanst. 10

Barmer Bankverein ... 10

Berliner Handelsgesellschaft . 12 kommen- und Privot-Bank . 11 Darmstädter uno Rationalbank 12 Deutsche Bank und

TiSconto-Gesellschast, ... 10

Dresdner Bank......10

Reichsbank........12

S.S.S...........6

Bergmann.........9

Slektr. LieferungSgelellschast. 10

Licht und Kraft......10

Felten & Guilleaume ...7)4 «esellschast für Elektrische

Ünternehmungen .... 10

Hamburger Elektrizität»-Werke 10

Rheiniicke Elektrizität .... 9

Schlesische Elektrizität. ... 10

Schurken L Co.......H

Siemens & HalSke.....ie

Dransradio . . ....... 8

LahmeyerLEo.......io

Buderus........ . t

Deutsche Erdöl.......6

Essener Steinkohle......8

Gelsenkirchener.......5

Harpen er..... 0

Hocick Eisen........6%

Fise Bergbau.......10

«löcknerwerke........7

Köin-Neuessen ....... 7

Mannesmann-Röhren .... 7

Mansselder Bergbau.....7

O be rschles. Eisende darf .... 6

Lberschles. Äolstwrfe.....7

Phönix Bergbau......6%

Rheinische Braunkohlen . . 10

Rheinstahl.........6

Riebeck Montan......7,2

98.25

98

111

120,5

156,5

139,75

201,25

132

132

257,5

151,5

140

149,25

109,5

149,5

133

172,75

216

160,5

72,5

125,25

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36,25

101,5

97.25

97,75

111

120

157

138

200,5

131,25

131,5

255,75

150,5 179

147

-

-

Z

160

125

119

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94,5

86

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156,5 139.75 202,25

131,5

131,5

257,5

151,4

180

140,5

148.5

110

149 133,75

133

146 172

214,5

160,13

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85.5

127,5

125.65

119,4

95

240

96

92,25

94

65,5

93,25

86,5 221,75

101,5

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157.25 138 200

131

131,5 256

150,75

179

150,5 146.75 107,65

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134

132,5

143.75

170,5

215,4

116

160

73,25

85,25

125 119

95,5

96,25

93 95

65,5

93

86

220,5 101,75

Bereinig le Stahlwerke .

L tavi Minen......

Kaliwerke ÄscherSleben . . Kaliwerke Westeregeln . . Kaliwerke Salzdetfurth . .

F. ®. Farben-Industrie . . Tonamit Nobel.....

Scheide anstatt......

(Goldschmidt ...... RsttgerSwerke......

Metallgeielllchaft.....

Philipp Hol,mann .... Zementwerk Heidelberg . Lernennverk Karlstadt. . . Wahh ä Freutag ....

SchulcheiL Patzenhofer . . Lstwerke...... .

3 tu..........

Bemberg........

Zellstoff Datdbof . . . . Zellstoss Aschaffenburg . . Charlottenburger Wasser . Dessauer ®<K ...... Daimler Motoren . . . . Deutsche Linoleum . . . Maschinenbau 9L>@. ... Rat. Automobil ..... Lrenftein« Koppel . . . Leonhard Tieg.....

Svens ka........

Frankfurter Maschine» . . Griyner........

Hevllgenstaedt ..... FunghanS. ....... Lechwerke........

Mainkrafttverke Höchst a. M. Mag..........

Gebt. Roeder ...... Voigt S Haeffner .... Süddeutsche Zucker . . .

167. 1( r

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. 4 . 6 . 0

. 6 . 8 . 8

10 10

. 9 10

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59,5 58,25

113

86 109 125

76

100 100 144.5 107,5

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-

25

37 93

80

96

103 148 157

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360

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144 59,75 57,65 113,5

86,5 109

125 77,5

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31,5 198,5

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25 31,13

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94

103 148 157

86.25

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207.5

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60,5

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114,25

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96

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159.5 75,25

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57,9 114,75

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285,75 234.25

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68,5 139,5 310,5

23,75

-

36,13 z

93,25

147,5 156

Banknoten

Serlin, 11. Juli

Seid

-2)rW "

Amerikanische Noteu ......

4,17

4,19

Belgische Noten ......

58,50

58,74

Dänische Noten .......

111,95

112,39

Englische Noten ........

20,33

20,41

Französische Noten.......

16,455

16.515

Holländische Noten .......

168,02

168,70

Italienische Noten........

22,00

22,08

9?orwegische Noten.......

111,93

112,37

Deutsch-cesterreich, 1 100 Schilling

Rumänische Noten ......

59,20

2,475

59.44

) '95

Schwedische Noten .......

112,23

112.67

Schweizer Noten .......

81,33

81 65

Spanische Noten ........

48.97

Tschechoslowakische Noten.....

12,4 2

19 48

llngariiche Roten ......

73,10

73^40

Deoistcimarll Berlin Frankfurt a. Hl.

10. 3uli

1L3uh

Amtliche llouerung

Selb ! »rtt

Amtliche Notierung

«elv

»rie

«mit.« Rott.

168,37

163,71

168,37

168.71

Buen.-AireS

1,505

1,509

1,507

1,511

Brff-'Antw-

58,465

58,585

58,46

58,58

ffbrifrianta.

112,17

112,31

112,14

112,33

Kopenhagen

112,19

112,41

112,15

112,37

Stockholm -

112,51

112,73

112,41

112,71

HelstngforS.

10,54

10,56

10,536

10,556

Italien. . .

21,935

21,975

21,93

21,97

London. . .

20,37

20,41

20,365

20,405

Nennork . .

4,188

4,196

4,186

4,196

Paris. . . .

16,465

16,505

16,465

16,505

Schweiz . .

81,32

81,48

81,32

81.48

Spanien .

49,25

49,35

49,10

49.20

Japan . . . «io d: Jan-

2,071

2,075

2,071

2,075

0.454

0,456

0,454

0,456

Wien in T-» Ceft abgest

59,16

59,28

59,14

59,29 12,441

Prag . . . . Belgrad . .

12,426

12,446

12,421

7,423

7,437

7,423

7,442

Budapest. .

73,32

73,46

73,30

73,44

Bulaariert.

3,037

3,043

3,029

3,035

Lissabon .

18,78

18,82

18,80

18,84

Tanzig. . .

81,42

81,58

81,42

81,58

Konstantin.

1,784

1,789

1,784

1,739

Athen. . .

5,425

5,435

5,425

5,435

Tanada

4.186

4,194

4,186

4,194

UrncnaD. .

3,576

3,584

4,576

3,584

latio . . .

20,82

20,89

20,88

20,92