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Mittwoch, 12. März 1950

Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen)

!lr. 60 Drittes Blatt

Aus Natur und Technik

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die Untersuchung der Fixstern-Konstitution wenden, wobei es sich herausstellte, daß Spettrallinien bei Sternen nicht nur mit Temperatur, sondern auch mit dem Druck

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en. diesem Beispiel erkennen, welche ungeheure, He" Betriebssicherheit erhöhende und Menschen­leben rettende Bedeutung diese Forschungen Ha­ien: Denn wenn man erst die Ursache dieser

aus ihrer Lichtintensität zu bestimmen und sogar direkt nach einer neuen Jnterserenzmethode. D nach stellte man fest, daß z. B. der Helle rote Stern imOrion, Beteigeuze, und noch mehr der hellste Stern imSkorpion", Antares, Aie-

(von den Zwisthenrerjfärkern Q Sind nur die Hauptpunkte genannt)

(Die an der Firn tagung in/nehmen ' den Orte sind unterstrichen)

aus gleicher Materie aufgebaut sind, die sich nur in Abhängigkeit von Temperatur und Druck verschieden äußert. Endlich gelang es sogar bei einigen Fixsternen, ihre Durchmesser indirekt

s e n st e r n e sind mit Dimensionen, die diejenigen unserer Sonne um mehr als das -Zweihundert- bis Dreihundertfache Übertressen.

zeigt, daß es zweckmäßig war. dem Institut die Erforschung aller Schwingungsvorgänge, sowohl u'dui3 jnv usöuniHvjiD o;q . ji'Lx, 2 diq jr.v d; *u3ß da auf diese Weise die ©.laprungen auf einem Gebiete ohne weiteres für die anderen Gebiete nutzbar gemacht werden können. Jeder Funkgast hat ja wohl schon in feinem Empfänger Fern- sichten gehört und weiß also, daß man Bilder auch hören kann. 3m Hcinrich-Herh-Institut kann man auch Töne mit dem Fernseher untersuchen, wobei ganz eigenartige Bilder, sich nach der einen oder der anderen Richtung bewegende Gitter der verschiedensten Gestalt auftreten. Dies ist aber nur ein Beispiel für die vielen Arten, mit denen man den Tönen zu Leibe geht.

Auch sonst ist das Institut mit allen neuzeit­lichen Hilfsmitteln au.gestattet, z. B. mit einer Personensuchanlage mit Glühlampen und selbstverständlich mit einer umfangreichen, selbst­tätigen Fernsprcchanlage.

Das Heinrich-5-,ertz-3nstitut für Schwingungs- sorschung ist nach unserer festen Heberzeugung nur ein ganz kleiner Anfang auf einem ungeheuer wichtigen Gebiete, das die Technik noch in un­geahnter Weise befruchten wird. Die ganze Schwingungsforschung ist ja erst durch die Fun- kerei ins Leben gerufen worden, also nur we­nige Jahre alt. Man braucht nur an die Fort­schritte des Rundfunks und an das Fern­sehen zu erinnern, um zu erkennen, was sie schon geleistet hat. Sie wird sich zweifellos auch noch andere Gebiete erobern und uns Dinge bescheren, die wir heute noch nicht einmal ahnen.

wird, ohne kostspielige Derstärkerlampen arbeitet und durch seinen starken Laut,prccher die Mög­lichkeit bietet, sich ohne Kopfhörer telephonisch zu unterhalten. Der Direktor kann auf diese Wei.c Zuordnungen erteilen, Briefe diktieren oder Kon­ferenzen abhalten, ohne sich in die entfernt lie­genden einzelnen Abteilungen des Betriebes zu begeben oder seine Mitarbeiter von ihrer Arbeit fortzuholen. Bisher haben freilich nur verhältnis- mäßig wenige Großbetriebe von dieser Erleichte­rung Gebrauch gemacht, und der Apparat wurde überdies meist lediglich dazu benutzt, kleinere Ent­fernungen auszuschalten. Schon im vergangenen Jahr hat man einmal das Experiment im Grotten angestellt und die Elektrotechniker Verbände Hol­lands, Oesterreichs und Hngarms an dem Kon­greß deutscher Elektrotechniker in Aachen teilneh­men lassen: die Redner der befreundeten Organi­sationen hatten es dabei nicht nötig, zu dienert Tagung weite Reisen zu unternehmen und große Reisespesen zu machen. Daß man im Haag, In Wien und in Budapest die Reden hören konnte, die in Aachen gehalten wurden, wird im Zeitalter des Radios niemand in Erstaunen sehen: daß aber die ausländischen Elektrotechniker zu diesen Reden Zwischenrufe machen, ihren Beifall äußern und Gegenreden halten konnten, also tatsächlich in großer Zahl an dem Kongreß teilnahmen. obwohl sie viele hundert Kilometer entfernt weil en, war das große Erlebnis, die Sensation, die unge­ahnte Perspektiven eröfsnet.

Dem Kongreß der Elektrotechniker folgte so­eben eine Tagung des Vereins deut­scher Ingenieure, die gleichzeitig in Ber­lin, Breslau, Eibing, Frankfurt a. O., Hinden­burg und Königsberg stattfand. Am 7. Marz versammelte man sich in Berlin im prunkvollen Vortragssaal des Ingenieurhauses zu einem Dis­kussionsabend. Durch das Entgegenkommen der Reichspost und großer Clektrizitätsunternehmen waren Fernsprechverbindungen mit den Städten in Ost-Deutschland hergestellt, wobei auch ein Hnterfeetabel bei Pillau benutzt wurde. Die Ber­liner Zentrale stand nun in dauernder Verbin­dung mit den östlichen Städten, deren Bezirks­vereine sich ebenfalls in Vortragssälen versam­melt hatten, in denen Lautsprecher, Mikrophon und eine Leinwand zu sehen waren. Hm die Ferntagung durchzuführen, wurden 4800 Kilo­meter Leitungen und über 80 Verstärker in Anspruch genommen. Wie bei Kongressen, die in einem Raum stattfinden, gab es einen Vor­sitzenden, der das Wort erteilte, nur daß die Redner bis zu 1000 Kilometer entfernt waren. Der Vorsitzende amtierte in Berlin, als erster Redner sprach Direktor Knoop vom Reichs­ausschuß für Arbeitszeitermittlung, dann kamen die Diskussionsredner der anderen Städte zu Wort, der Vortragende in Berlin erwiderte auf die Einwendungen, und zum Schluß hörte man noch aus Elbing das Deutschlandlied, mit großer Klarheit auf der Orgel gespielt. So waren fast dieselben Bedingungen hergestellt, als wenn alle 1400 Beteiligten in einem Saal beieinander gesessen hätten. Sogar die Person des jewei­ligen Redners war zu sehen. So oft sich einer der fremden Orte zum Wort meldete, erschien an den übrigen Orten auf der Leinwand des Dortragssaales das Bild des Redners und so­gar das Bild des Gebäudes, in dem der Dis­kutierende sprach. Wie bei anderen Kongressen, setzte der Vorsitzende bestimmte Redezeiten fest, befragte, wenn es notwendig war. die über ganz Deutschland verstreute Versammlung und er­brachte auf diese Weise den Beweis, daß es nicht unumgänglich notwendig ist, viele Stunden auf der Eisenbahn zu verbringen, um an einem Kongreß teilzunehmen.

Das Thema, oas zur Erörterung stand, war so gewählt, daß es in der Tat die verschiedensten Städte im Reich interessieren mußte. Man sprach über den Wert oder den Unwert der Rationalisierung, die ja zu einem er­heblichen Teil für die Arbeitslosigkeit mit ver­antwortlich gemacht wird. Direktor Knoop ver­teidigte die Rationalisierung, ohne sich darüber unklar zu sein, daß Fehler begangen wurden und manche Rachteile sogar unvermeidlich sind. Aber die Diskussionsredner waren meist entgegenge­setzter Meinung. Am Schluß war man über­zeugt, daß die kritiklose Hebertragung amerika­nischer Methoden auf deutsche Verhältnisse Scha­den anrichten muß und auch Schaden angerich­tet hat. Die Tatsache der Rationalisierung ist ja nicht so neu wie das erst seit einigen 3ah-

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Lautsprecher

Berlin

drahtlos über den Ozean gesandt werden. Den­noch berührt es sogar den blasiert gewordenen Zeitgenossen eigentümlich, wenn er in das Bureau eines Großindustriellen tritt und dort den Direktor eines Unternehmens in angeregter Unterhaltung mit einem unsichtbaren Partner findet, ohne daß ein Telephon im Zimmer zu er­blicken ist. Man könnte glauben, er unterhielte sich mit einer Person, die unter einer Tarnkappe versteckt im Raum weile. Dieses Wunder wird durch ein kleines Kästchen vollbracht, einen Appa­rat, der einfach an die Lichtleitung angeschlossen

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Moderne Himmelskunde

Von Or. Adolf Marcuse, Professor an der Uniüerjifät Äerlin.

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Übertragener Frequenzbereich 300 bis 3000Hertz

Polstermöbel

nomie geht aber noch erheblich weiter. Aus Messungen von Linienverschiebungen im photo­graphisch aufgenommenen Spektrum der Fixsterne hat man jetzt für etwa 3000 Sterne auch die Radialgeschwindigkeit oder die Bewegungen in Richtung der Gesichtslinie finden können.

Die neuere Stellurastronomie ist in der Hauptsache als ein Kind der letzten Jahre zu bezeichnen und stellt vielleicht das größte Pro­blem der Himmelskunde dar, das hier auch nur . angedeutet werden kann. Cs handelt sich dabei um Entfernungen und Bewegungen der Fixsterne, Sternhaufen und Rebelgebilde im Weltall, um ihre Beschaffenheit und um ihre Entwicklungs­geschichte. Die unser Sonnensystem unmittelbar umgebende Welt von Fixsternen im Milchstraßen­system ist im Vergleich zu den fernsten Rebel- aebilden mit Entfernungen von etwa einer Mil­lion Lichtjahre (ungefähr 10 Quadrillionen Kilo­meter) eine verhältnismäßig kleine Stemwolk.

_ ihre

Intensität ändern. Sv fand man, daß alle Sterne

Ferner konntö man in allerneuesten Zeit sogar die Ergebnisse der modernen Atomtheorie

Kongreßreden auf der Welle!

Sernfaguna der Ingenieure. - Diskussionsredner in 1OOO km Entfernung. Reisen und Reisespesen überflüssig! -1400 Delegierte in 6 verschiedenen Städten.

Von Dr. (Siegfried Kurth.

eine wirklich wissenschaftliche Hohe erreichen, nach­dem Photographie, Photometrie und Spektralanalyse gesunden und in die Astronomie eingeführt waren.

Das Studium der Oberflächen von Himmels­körpern bleibt allerdings bisher zumeist noch beschränkt auf die Bestandteile unseres Sonnen­systems und konnte neuerdings nur auf die Welt­systeme der Rebelgebilde erweitert werden. Die Fixsterne selbst, also die Sonnen fernster Welten, erscheinen sogar in den größten Linsenfernrohren von über einem Meter Oessnung und in den gewaltigsten Spiegelteleskopen mit 21/? Meter Oessnung nur als Punkte, ohne die Möglichkeit, irgendwelche Einzelheiten zu erkennen.

Die Aufschlüsse über den physikalischen Zustand und die chemische Zusammensetzung der Gestirne gelangen der modernen Astronomie vollständig und in geradezu bewundernswerter Weise durch die geschickte Anwendung der Spektralanalyse. Auf astronomische Probleme angewandt, läßt sich aus dieser Lehre von der Lichtzerlegung fol­gendes herleiten. Besteht das Spektrum eines Gestirns nur aus Hellen Linien ohne Farben­schattierung, so ist es eine leuchtende Gasmasse, wie z. D. die Rebelflecken. Treten im Spektrum eines Himmelskörpers alle Farben von Rot bis Violett und zugleich dunkle Linien auf, so hat der lichtsendende Körper einen dichten, selbst­leuchtenden Kem, von einer gasförmigen, glühen­den Hülle umgeben, wie z. D. die Fixsterne und auch unsere Sonne. Das Spektrum eines Sterns gibt aber nicht nur über die stoffliche Zusammen- ^tzung Aufschluß, sondern nach den neueren llnteittuchungsmethoden auch über Temperatur und Farbenindex des betreffenden Himmelskör­pers. So fand man, daß die heißesten Sterne etwa 22000 Grad Celsius und die kühlsten nur unge­fähr 3000 Grad Celsius Temperatur haben. Die Anwendung der Spektralanalyse in der Astro-

gerichtet sind. Schaltkanäle in den Fluren ge­statten es, beliebige Laboratorien miteinander zu verbinden, und Fenster in den Zwischenwänden erlauben Versuche mit langen Lichtstrahlen. Ein Raum ist so gebaut, daß er einen möglichst großen Rachhall liefert, und zwar dauert dieser ei manchen Tönen bis zu 8 Sekunden. Man versteht darin sein eigenes Wort nicht. Einen Kilometer weit sausen die Schallwellen in diesem Raum herum, ehe sie von den Wänden auf­gezehrt sind. Legt man in diesen Raum schall­dämpfende Platten, so kann man messen, wie sich dadurch der Rachhall verkürzt, und daraus kann man Schlüsse auf die Güte der Platten ziehen. Zur Prüfung der Schalldurchlässigkeit von Baust offen wird mit diesen ein Fenster zwischen zwei Räumen ausgefüllt, und es wird zu beiden Seiten des zu prüfenden Stoffes je ein Mikrophon angebracht. In einem der Räume werden dann Töne erzeugt, so daß man durch Vergleichung der beiden Mikrophonströ.ne die Durchlässigkeit ermitteln kann. Ein anderer Raum wieder ist so gebaut, daß er einen möglichst ge­ringen Rachhall hat. Er istunit schalldämpfenden Wänden versehen, in die zum Einfangen der tiefen Töne zahllose, etwa fingerdicke Löcher ge­bohrt sind.

Die Messung mechanischer Schwin­gungen geschieht vielfach elektrischen Mitteln, zum Beispiel dadurch, daß man sie eine Belegung eines Schiebekonden­sators am schwingenden Gegenstand befestigt, während die andere feststeht. Schon diese Tatsache

Der Verein Deutscher Ingenieure hat so­eben eine Tagung abgehalten, deren Teil- nehmer sich in sechs versch'edenen Städten befanden. Rach einem in Berlin gehaltenen Vortrag sprachen Dislu.fionsredner in Breslau, Elbing, Frankfurt a. O., Hinden­burg und Königsberg.

Untere Generation hat das Wundern verlernt. Sie findet es selbstverständllch, daß räumliche Entfernungen spielend überwunden, Gespräche mit Blitzeseile durch die Welt gefunkt, Bilder

treffe sich dokumentiert an jenem Wissenszweige, fcc Exaktheit der Raturwis.enschaft mit Idealls- iiti einer höheren Weltanschauung vereinigt.

Zs dürfte daher von allgemeinem Interesse liin, einen kurzen Heberblick über dieHaupt - Probleme der modernen Astronomie zu geben, in.tr Wissenschaft, deren Entwicklung nunmehr l:it etwa fünf Jahrtausenden eine fontinuier- Ifx und durchaus stetige gewesen ist.

Sie Bestimmung der scheinbaren Lage und Bewegung eines Gestirns am Firmament nit Hilfe von Meßinstrumenten ist eine Auf- (a6e, die seit Jahrtausenden die Astronomie clkr Völker beschäftigt. Die Festlegung von Ireinbaren Bewegungen im Bereich fernster Äeltsysteme gelang erst in den letzten Jahr- xhoten, die unsere Kenntnis vom Weltall ent- Ihebenb erweiterten. Wie man aus den schein- facm Bewegungen der Gestirne auf ihre wahren ?a}ncn im Hnwerfum schließen kann, das lehrt

Schema der Fernleitungen derFerntagung Ost" des Vereins Deutscher Ingenieure, bei der die Bezirksoeceine in Berlin, Breslau, Elbing, Frankfurt a. O., Hindenburg und Königsberg untereinander durch behelfsmäßige Kabel verbunden waren. Jeder der Sitzungssäle war mit Mikrophon und Lautsprecher aus­gerüstet, die es gestatteten, vom Sprechen auf Hören umzuschalten.

uns die Himmelsmechanik, die vielleicht einen der größten Triumphe menschlichen Geistes darstellt. Vor Kopernikus, also bis etwa zur Mitte des 16. Jahrhunderts, lag die Mechanik des Himmels noch in ihren ersten, recht un­bedeutenden Anfängern Erst das Dreigestirn Kopernikus, Kepler und R e w t o n hat dieses schwierige Gebiet der theoretischen Astro­nomie auf eine höhere Stufe der Entwicklung gebracht. Ja, man kann ohne Hebertreibung sogar behaupten, daß das von R e w t o n gegen Ende des 17. Jahrhunderts gefundene Gesetz der allgemeinen Massenanziehung die Zauberformel zur Lösung der Probleme in der Himmelsmecha­nik bildet. Aber das Rewtonsche Gesetz ebenso wie die In demselben enthaltenen Keplerschen Regeln entwickelten sich aus dem ^genannten Zweikörperproblem, bei dem nur je ein Planet um die Sonne bewegt, angenommen wird. Dies trifft in Wirklichkeit nicht zu, da viele Planeten die Sonne umlaufen. Erst das 19. und 20. Jahr­hundert brachte für dieses Mehrkörperproblem die mathematisch-mechanische Lösung in den sog. Storungs- Rechnungen, deren an und für sich ziemlich komplizierte Formeln dadurch ver­einfacht werden können, daß die Anziehung der Sonne allein wegen ihrer großen Masse die Anziehungswirkungen der Planeten aufeinander wesentlich überragt. In den letzten Jahrzehnten ist diese Störungstheorie noch wesentlich vervoll­kommnet und verfeinert worden. So entstanden neue Methoden zur Bahnbestimmung auch außer­halb unseres Sonnensystems in den fernen Welten der Doppelsterne, sogar innerhalb der Stern­haufen.

Die Hntersuchungen übet Aussehen, Beschaffen­heit und Veränderungen der Himmelskörper be­gannen mit der Erfindung des Fern­rohrs am Anfang des 17. Jahrhunderts, konn­ten aber erst im Laufe des 19. Jahrhunderts

1 -'Mängel kennt, fo ist die heutige Technik natürlich n der Lage, sie abzustellen. Jede Schwingung A lein er Maschine ist schädlich, und wenn sie nur QualltätS^" lie Lager von Wellen ausschlägt und Geräusche verursacht.

j Das Institut ist zur Vornahme dieser Prüfun- geradezu mustergültig eingerichtet. Der Dor- wrgssaal ist das reine Zauberkabinett, in dem Geisterhände die Fenster verdunkeln, wenn Licht- lili'er vorgeführt werden sollen, und Heinzel- - ninnd)cn die riesigen Wandtafeln auf- und ab-

»aK i?Lrt8 bewegen. Daß dort die Elektrizität in

^Vl* ilbtn nur denkbaren Formen und Spannungen

. n Mr 362' aic Verfügung steht, ist fast eine Selbstverständ- elepnon j77|D kHkit. Dies ist auch in allen andern Räumen tec Fall, die auch sonst aufs zweckmäßigste ein-

3n einer Zelt wie der unserigen, wo neben tz'valligen Fortschritten in Raturwissenschaft und .cchnik auch frühe Mystik ihre Wunderblüten treibt, ist es immer lehrreich, sich über die Gven- lar und Erfolge eines Wissensgebietes volle KI arbeit zu verschaffen, das wie kaum ein anderes kl Menschheit Innerstes packt und bewegt.

dies in der Tat bei der Astronomie ki Fall Ist, erkennt man am besten, wenn man, di« der Verfasser, eine Reihe von Radio-Vor- träten über Ergebnisse der Himmelskunde hält, totiei aus einem größtmöglichen und ganz ver- K ieben gearteten Hörerkreise durch briefliche linbgc6ungcn ein geradezu verblüffendes 3n-

Hindenburq ^==^r~ _.Gleiwitz 2-. id l.----J

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Leitungsnetz 'für die Fern tagung des V.D;J. jfni sb

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zj ßerhn -Königsberg 9 Ferst-650km jZ y*.

Stettin Königs bg

Berlin - Elbing lOVerst 750km

n u/ali> euch bereits gezeigt infolge dringender Ar- DOStOn Wdi« k-ten wird im Institut für Schwingungssorschung ItjDix seit einigen Monaten gearbeitet. daß [usik-wBuchhanil: Den glugAcugmuftem, bei denen die meisten

Maschinenschäden eingetreten sind, Schwingungen Hebeltäter waren, und man kann gerade

ttöffiung des Seinrich-Serh-Znflituts für Schwingungssorschung.

Don Max Fischer.

Dieser Tage ist das Heinrich-Hertz-3n- Uut s ü r Schwingungssorschung in ? < r l i n feierlichst eröffnet worden. Man hat int ein schönes Heim auf dem Erweiterungs- runbe der Technischen Hochschule, auf dem ©e- inbe ber ehemaligen Freunbschen pHafdjtncn- hbrlf errichtet unb zu feinem Leiter einen Mann rnannt, ber bie Gewähr für ein ersprießliches -Icbeiten bieses Instituts bietet: Professor Dr. 1-icl Willi Wagner, ber frühere Praßbent Reichspostzentralamtes, vereinigt in glück- Her aber seltener Weise die Gründlichkeit I'llenschaftllcher Forschung mit praktischem Ein­hlag, ber schon bei seinem früheren Arbeiten nzu geführt hat, die werwollen Ergebnisse seiner jsrschertätigkelt schneller, als es sonst geschieht, er Technik dienstbar zu machen. In seiner Er- istnungsrede wies er denn, dieser Einstellung mklprechend, darauf hin, wie ungeheuer fich die dl gemeine Lebenshaltung nicht nur des Ge- iH>eten und Wohlhabenden als Beispiel zeigte r den bei Kerzenlicht arbeitenden Goethe ordern auch insbesondere die des Arbeiters ge- oben hat. Er führte weiter aus, wie bet neu- e tuchen aus bem Handwerk geborenen Technik ie Verfahren nicht mehr genügen können, die cm Handwerk den Fortschritt brachten, sondern jR heute zur Erzielung von Fortschritten in ber itcbnil alle Mittel gut genug sind, bie die Disfenschaft bietet, ein Gebaute, bessen hervor- .ugendster Vertreter bekanntlich Werner Sie- nen s war. Diese C.k nntnis ist in Ane.i'a schon iGemeingut, und es sind dort insbesondere die Gewerkschaften, die bie Förderung der Technik tureb die Wissenschaft verlangen, weil sie von c Ueberzeugung durchdrungen sind, daß dadurch iic Lebenshaltung der Arbeiter verbessert wird.

Dieser sich auch bei uns Bahn brechenden 1!c berzeugung verdankt das Heinrich-Hertz-Insti- für Schwingungssorschung seine Entstehung. bearbeitet ein Gebiet, in dem die Erkenntnis tnt> die Technik noch in den Kinderschuhen fcclcn, unb muß sich vielfach die Grundlagen »jac seine Arbeiten selbst schassen. 3n fein Ar­beitsgebiet gehören nicht nur die mit bem Rund- jkiml zusammenhängenben elektrischen Fragen, wie jllebermittlung der Sprache, Fern - Zsehen, W e 11 e n a u & b r e i t u n g, namentlich bei kurzen Wellen, sondern auch alle Fra - wen des Schalles, also insbesondere For- Mchungen über das Wesen der Töne und der Mciltöne, aus denen sie zusammengesetzt sind, <s°wohl bei der Sprache als auch bei der Musik; ferner Arbeiten über Schallsicherheit unb ,somit die Prüfung von schallmindernden Stossen, iber die Akustik von Räumen usw. Ein scheinbar teil abliegendes Gebiet ist die Hntersuchung ter mechanischen Schwingungen, die ja vielfach .«ju Zerstörungen von Maschinen führen. 3n fri- ! . (Hein Gedächtnis ist es ja noch, wie vier von den fiiitf Zeppellnmotoren auf der abgebrochenen " linerilafaijrt durch Schwingungen der Kurbel- tcllen unbrauchbar geworden sind. Es hat sich

Berlin -Breslau 6Ferst-360 z, l!_. - ... km=^p=.

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Berlin -Hindenburg 9Ferst550kmf

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