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Wirtschaft.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a.M., 10.Nov. Tendenz etwas ge­bessert. 3u Beginn der neuen Woche war die Slim- ch.mung bei Eröffnung des offiziellen Marktes im Gegensatz zum Bormittagsverlchr eher etwas freundlicher. Ansangs verstimmten die schwache Neuyorker Börse vom Samstag und der Schieds­spruch im Metallarbeiterkanflikt. lieber den ruhigen und günstigen Ausgong der Wahlen in Oesterreich war man dagegen befriedigt, und die Börse erhielt hiervon ausgehend ihre Hauptstütze. Auch spater war man hinsichtlich des Berliner -Schiedsspruchs noch ge­teilter Meinung, da man sich eine Besserung der allgemeinen Lage erst dann versoricht. wenn von Unternehmerseite in allen Industriezweigen eine merkliche Preisreduktion vorgenommcn wird. Das Geschäst war im allgemeinen wieder nicht u nx fangrctch. Vereinzelt zeigte jedoch das Publikum etwas Interesse. Gegenüber den Schlußkursen vom Samstag ergaben sich, auch auf einige Rückdeckungen der Kulisse aus säst allen Marktgebieten Kurserholungen um bis zu 1 v. H. Etwas mehr in den Vordergrund traten am Kalimarkt Salzdetfurth plus 2,5 v. Sy, Westeregeln lagen 1 v. H. höher. Am Farbenmarkt gewannen I.-Ä.-Farben 1,75 d. Sy, Metallgesellschaft eröffneten unverändert. Wie an allen Märkten, so war auch am Elektromarkt das Geschäft nicht allzu groß. AEG., Schuckert und Siemens gewannen 0,5 bis 1,25 v. Sy Kunstseide- Sapiere gewannen bis 1,40 v. Sy Im Gegensah zur llgemcintendenz standen Zellstosfwerte, die bis zu 1 n. Sy cinbühtcn. Bankwerte waren meist (eicht bc- fcstigt. Am Rentenmarkt lagen Deutsche Anleihen leicht gedrückt. Von Ausländern waren Bosnier gut gehalten, während Ungarische Goldrente etwas höher eröffneten. Pfandbriese hatten kaum Geschäst. Reichs- lchuldbuchsorderungen lagen etwas niedriger. Auch im Verlaufe war die «Stimmung freundlich, doch kamen Umsätze kaum mehr zustande. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 3,5 v Sy unverändert. Am De­visenmarkt war der französische Franken mit 123,53 recht fest. Man nannte im übrigen Markt gegen Dollar 4,1964, gegen Pfund 20,38, London gegen Kabel 4,8575, gegen Madrid 42,75, gegen Mailand 92,78, gegen Schweiz 25,03, gegen Holland 12,0690.

Berliner Börse.

Berlin, 10. Nov. Nachdem im heutigen Dor- mittagsverkehr und auch an der Vorbörse keine zu­verlässige Tendenz zu erkennen und die Ansichten über die Entwicklung der ersten Notierungen stark geteilt waren, lag die Börseneröffnung bemerkens- wert w i d e r st a n d s f ä h i g. Im allgemeinen traten yegen die Schlußnotierungen voux -samstag nur geringe Veränderungen ein, die Grundstimmung konnte sogar als eherfreundlicher bezeichnet werden. Weder das schwache Neux;ork und die nied­rigeren Schweizer und Amsterdamer Anfanaskurs- Meldungen von heute, noch die anhaltenden Pariser Schwierigkeitexx und der nicht allgemein befriedigende Metall Schiedsspruch, über dessen innerpolitische Folgen man sich noch nicht klar ist, wirkten sich aus. Das Deckungsbedürfnis war stärker, zumal sich die Vankkundschast wider Erlvarten nicht als Verkäufer einstellte. Größere Abweichungen hatten nur Reichs- bankanteile mit minus 2,5 v. Sy, Feldmühle minus 2 v. H., Chadeaktien mit minus 2 Mark, anderseits Schubert & Salzer mit plus 3,5 v. Sy aufzuweisen. In Erwartung höherer Kupferpreise zogen Otavi- nxinen um 1,40 Mark an. Deutsche Anleihen lagen ziemlich behauptet. Heute wird die Pounganleihe erstmalig zur amtlichen Notiz gebracht werden. Von Ausländern konnten sich Bosnier um 0,25 u. Sy bessern, Anatolier neigten zur Schwäche. Der Pfand- briefmarkt war sehr still. Neichsschuldbuchforderun- gen etwas fester. Am Geldmarkt erfuhr der Satz für Tagesgeld eine weitere Erleichterung, ermäßigte sich auf 5 bis 7 v. Sy und war vereinzelt auch fchon mit 4,75 d. Sy zu haben: die übrigen Sätze blieben jedoch unverändert. Auch im Verlaufe blieb hie Stimmung freundlich : weitere Deckungen führten allgemein zu 1. bis 2-d. Sy. und bei einigen Spezialwerten (Salzdetfurth und Polyphon) bis zu 3-u. Sy* Kurs­gewinnen, zumal der Reichsbankausweis für die erste Novemberwoche einen guten Eindruck machte. Die Gesamtentlastung betrug in dieser Woche 362 Mille, wobei die Lombardbestände allgemein um 216 Millionen abgenommen haben. Die Deckungen konnten sich um 3 bis 4 v. Sy bessern. Später lieh das Geschäft wieder etwas nach, die im Verlaufe erreichten Höchslkurse konnten sich nicht immer voll behaupten.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a.M., 10. Nov. Am Frank­furter Produktenmarkt war die Stimmung heute freundlicher. Das mangelnde Angebot veranlahte

3'h Millionen Arbeitslose im Reiche.

Berlin, 8. Aov. (WTB.) Aach dem Bericht der Aeichsanstalt für Arbeitsvermittelung und Arbeitslosenversicherung für die Zeit vom 16. bis 31. Oktober hat die zweite Hälfte des Monats Oktober die Arbeitslosenversicherung, wie im Vor­jahre, mit einem Zustrom neuer Haupt­unter st ützungSempfänger belastet. Der Zugang um rund 70 000 (im Vorjahre 106 000), zu dem noch ein Mehr von rund 22 000 (7000) Krisenunterstühten hinzu kommt, brachte

die Gesamtzahl der Unterstützten in beiden

Einrichtungen auf zusammen rund 2 072 000, wovon 1 561000 aus die Arbeitslosenversiche­rung, 511000 auf die Krisenunterstützung ent­fallen. Die Meldungen von Arbeitsuchen­den bei den Arbeitsämtern beliefen sich am 31 Oktober auf nmfr 3 323 000. Seht inan von dieser Zahl diejenigen ab, die noch in gekündigter oder ungekündigter Stellung oder In AotstandS- arbeit beschäftigt sind, so verbleiben etwa

3 253 000, oder rund 136 000 mehr ab am vorigen Stichtage,

die als arbeitslos angesehen werden müssen. Axxch diesmal ist ein Teil der Zunahme auf die fortschreitend bessere Erfassung der WohlsahrlS- erwerbslosen zurückzusühren.

die Händler zu Abschlüssen. Besonders Weizen trat hervor, und bei lebhafterem Geschäft ergab sich ein Gewinn von 18 Mk. Auch Roggen lag mit pluS 7,50 Mk. etwas bevorzugter. In Sommergerste machte sich Angebot bemerkbar, bei einem geringen Preisverlust. Hafer hatte kaum Geschäft, war jedoch gut gehalten. Auch für Futtermittel bestand Interesse, bei festeren Preisen. Die Preise verstehen sich für Getreide je Tonne, für die übrigen Waren je Doppel­zentner. ES wurden notiert: Weiten (Hessen und Provinz Hessen-Aassau) Hektolxtergewicht von 75 Kilogramm 275 bis 276,50 Mk., Roggen (Hessen, Provinz Hessen-Aassau und ilnterfranlcn) 172,50, Sommergerste (für Brauzwecke) 200 biS 210, Hafer linländischer) 152,50 bis 157.50, Weizenmehl (süddeutsches. Spezial 0) 41,75 bis 42,75, Roggenmehl 26.75 bis 27,50. Weizenkleie 7. Roggenkleie 7,25, Erbsen (je nach Qualität für Speisezwecke) 28 bis 35. Linsen (je nach Qualität für Speisezwecke) 32 bis 60. Heu, süddeutsches, gut, gesund, trocken 5.50 bis 6, Weizen- und Roggenstroh (drahtgepreht) 2.50 bis 3, Weizen- und Roggenstroh (gebündelt) 2 bis 2.50, Treber (getrocknet) 9,75 bis 10,25 Mk. Tendenz: an­ziehend.

Frankfurter Lchlachtviclzmarkt.

F r a n f f u r t a. M , 10. Nov. Austrieb: 1366 Rin- der, darunter 277 Ochsen, 142 Bullen, 490 Kühe, 390 Färsen: 482 Kälber: 47 Schafe; 5749 Schweine. Es notierten: Rinder: Ochsen: vollfleischige, aus- gemästete, höchsten Schlachtwerts: jüngere 55 bis 58 Mark, ältere 50 bis 54 Mark; sonstige voll­fleischige jüngere 44 bis 49; Bullen, jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 50 bis 54, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 45 bis 49; Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 44 bis 48, sonstige, vollsleischige oder ausgemästete 39 bis 43, fleischige 35 bis 38, gering genährte 30 bis 34 Mark; Färsen (Kalbinnen, Iungrinder): voll- fleischige, nuogcnxnftete, höchsten Schlachtwerts 55 bis 58, vollfleischige 50 bis 54, fleischige 44 bis 49. Kälber: beste Mast- und Saugkälber 75 bis 79, mittlere Mast- und Saugkälber 70 bis 74; geringe Kälber 60 bis 69. Schweine: Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 63 bis 65, vollsleischige von etwa 240 bis 300 Pfund 63 bis 65, von etwa 200 bis 240 Pfund 64 bis 66, von etwa 160 bis 200 Pfund 64 bis 66, fleischige von etwa 120 bis 160 Pund 63 bis 65, Sauen 50 bis 55 Mark. Marltverlaus: Rinder ruhig, geringer Ueberstand; Kälber und Schafe ruhig, geräumt; Schweine schleppend, großer Ueberstand.

Frankfurter Eiermarkt.

Frankfurt a.M., 8.Aov. Die Tendenz des hiesigen Marktes ist unverändert fest, doch kam die Aufwärtsbewegung der Preise zum Still­stand. Die llmsahtätigkeit konnte sich etwas steigern. wobei auch frische Ware mehr Beachtung sand. Es notierten in Pfennig per Stück ab loco Frankfurt: Bulgaren 13,5 bis 14,5, Jugoslawen 13,5 bis 14,5. Rumänen 13,25 bis 14, Polen 12,5 bis 13, Chinesen 10 bis 12, Holländer 16 liiS 19, Dänen 15.5 bis 18,5, Belgier 18 bis 19, Nord­deutsche 14 bis 16.

Oie Arbeitsmarltiage in Neffen und HestenNaffau.

Frankfurt a.M., 8. Nov. Uebcr die A r - beitsnxorrtlagc in Hessen und Hessen- N a s s a xi berichtet das Landesarbeitsamt Hessen in Frankfurt:

Die Zahl der Arbeitsuchenden stieg in der zweiten Oktoberhätste um weitere 7296 auf 220 944.

Die Beschäftigung flaute wiederum besonders ab in der Metallindustrie (Zunahme 1835 Arbeitssuchende), im Baugewerbe (plus 1991) und in der Lohnarbeit wechselnder Art (plus 1091). Auch Holzgewerbe (plus 525) und Gast wirtsaewcrbe (plus 475) wur­den empfindlich belastet. Die Lage in den Beklei­dungsgewerben, in denen feit Mitte August eine leichte Entspannung zu beobachten war, hat sich wieder verschlechtert. Nennenswerte Unterbringung^- Möglichkeiten bestanden nur in her Forstwirtsckxxst durch den Beginn des Holzeinschlags und in den Zuckerfabriken.

Ende Oktober wurden insgesamt 132 225 Hcxupl- unterstützxingvemp^änger gezählt

(Arbeitslosenunterstützung 99131, Krisenunterstützung 33 094) gegen 126 071 (94 642 und 31 492) zu Be­ginn der Berichtszeit.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem

Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Kampf um den Ulilchprel».

Zu denx Eingesandt des MilchexzeugerverbandS e. V., Friedberg, vom 4. November 1930 haben wir zu bemerken:

Wenn man die Erklärungen deS Milchexzeuger- verbands über den M'lchpreiS liest, so möchte man als Verbraucher fast glauben, daß der E.zeuger- verband dexx ...Kampf um den AlilchpreiS' der- aufbefchworen hat, um Gießen mit billiger Milch zu beliefern.

Führt man aber die Ergebnisse der Verhand­lungen zwiicheix dem Milcherzeugexverband und dem Milchhändlervereixx an, so kaixn man sich überzeugen, daß der Milcherzeugcrverband über­haupt fein Interesse an der Belieferung GießenS mit billige r.Milch besitzt.

Vergleicht man daS Eingesandt vom 25. Oktober 1930 mit dem vom 4. November 1930 inxGiesxener Anzeiger" erschienenen, so kanxx man sich über­zeugen, daß beide Artikel im krassen Widerspruch stehen. Scheitern doch sämtliche IkrbanMungcxx der beidexx Gruppen um einen billigeren Verkaufs­preis an dem starren Standpunkt einiger führen­der Herren deS Erzeugerverbandes Friedberg, die immer für die Erhöhung, aber niemals für eine Herabsetzung der Milchpreise eintraten.

Um nun den Angeboten neuer Händler ent­gegenzutreten, sahen sich die Milchhändler Gie­ßens ohne Einwilligung deS Grzeugerverban- deS Friedberg gezwungen, den AlilchpreiS von 32 Pf. auf 28 Pf. berabzusetzen.

Weiterhin ist die Behauptung deS <3rxeuger- verbandeS Friedberg, daß die neuen Händler den Beweis erbracht hätten, bei gleichbleibenden Ein- kausSpreisen dexx BerkausSpreiS in Gießen um 4 Pf. zu senken, unrichtig. Hat doch einer der neuen Milchhändler erklärt, daß ihn nur seine LlnkenntniS im Milchhandel, d. h. die ^lnkenntniS über die Unkosten, sowie den Arbeitsaufwand, der für dexx Berkaus von Alilch erforderlich sei, verführt habe, dexx Verkaufspreis zu ermäßigen bei gleichem Einkaufspreis.

Auch behauptet der Erzeugerr>erband in einem Schreiben an dexx Milchhändlerverein Gießen daS Gegenteil von dem, was er in seinem letzten Ein­gesandt den Leserxx bekanntgab. und zwar schreibt er folgendes: Die Preisunterbietung von 22 auf 28 Pf. per Liter Milch fei -»urückzuführexx auf daS Nichtvorhandenfein besonderer Derarbei- tungSeinrichtung der betreffenden neuen Händler.

Rechnet man mit einer Verdiexxstfpanne von 8 bis 9 Ps., wie sie in Wahrheit bei dexx ein­zelnen Händlern bei dem Verkaufspreis von 28 Pf. per Liter bestand, so kanxx sich jeder vernüns- tig denkende Mensch errechnen, daß der Milch- handel nicht dexx Gewinxx abwirst, wie behauptet wird. Wir sind jederzeit bereit, dexx von unS an* geführten Wahrheitsbeweis durch unsere, bei ein­zelnen Händlerxx geführte Buchführung anzutreten.

Weiterhin möchten wir einmal die Wahrheit gegenüber den Behauptungen deS Milcherzeuger- verbandeS bekanntgeben.

Unrichtig ist eS, daß die Milchhändler von Gießen an dexx Mtlcherzexigerx^rbaixd Friedberg mit dem Vorschlag, die Milch in Albach und A3t en.Buseck autzukausen, berangetreten sind. Richtig ist. daß dieser Vorschlag voxx einem bei der Verhandlung anwesenden Herrn deS Milch« erzeugerverbandeS gemacht und auch iix Erwä­gung gezogen wurde, die dadurch entstehexxde PrexSdxfserenz beiderseitig zu tragen.

Unrichtig ist, daß der Handel den Abschlag von 4 Ps. auf die Landwirtschaft abwälzte, mit Ausnahme voxx Wieseck, dort erhielten die Land­wirte bei einem Verkaufspreis von 32 Pf. per Liter 24 Pf. StaUprciS. so daß die Wiesecker vorher schon eine wesentlich geringere Spanne hatten. Richtig ist. daß alle Händler angewiesen waren, dexx Abschlag voxx 4 Ps. mit den Land- wirtexx zu teilen und dieS auch besolgt wurde, mit Ausnahme voxx Wieseck Mit der Termin- fr crung der Spanne bei Senkung deS VerkaupS-e Preises hat der Milchhandel voxx selbst begonnen.

Aachdexxx in FriedenSzelteix dexx Milchdändlerxx bereits eine Verkaufsspanne mit Samxnellohn voxx 6 fräs 8 Ps zustaixd. ist daS Ergebnis heute folgendes: Die Alilch kostete ixn Verkauf 28 Pf., Verdienstspanne 9 Ps. per Liter. Kommt ein weiterer Preisabbau auf 26 Ps.. so wird wieder geteilt, die Verdienstspanne ist fraiv.x 8 Pf per Liter Bei einem nochmaligen Mschlag auf 24 Pf. ist die Verdienstspanne 7 Ps. Kommt nun frlc Milch wieder auf den FrledenSwrkaufSprelS von 22 Pf., so ist die VerdienstsPanne 6 Pf., also der Einkaufspreis 16 Pf.

An Hand dieser kurzen Ausstellung betoelfen wir denx Verbraucher, daß daS von dexx Milch- händlcrxx ongeftrebte Verhältnis nur daS Rich­tige fein kann und den normalen VerkaufSver- bällniffeix entspricht. Unrichtig ist. daß der Streit mit den Milchhändlern und 6cm OrAcugerbcr- band durch frlc Ablehnung der nachstehenden Bedingungen berooraerufen wurde, und jeder erteile, ob solche Bedingungen mit der Gc- werbesreiheit zxx vereinbaren find.

Bedingungen:

1. Der Milchhändler sollte sich verpflichten, nur von den Landwirten, welche dem Erzeuger­verband angefchlosfexx sind, Milch abzu- nehmen.

2. Der Milchhändler sollte die Auszahlung deS Milchgeldes an die Landwirte nicht mehr selbst vorxxehxnen. sondern dies sollte durch eine vom Erzeugerverband bestimmte Person geschehen.

3. Inx Falle einer MilchprelSerhöbuixg wollte der Erzeugerverband Friedlx'rg dieselbe voll und ganz für sich in Anspruch nehmen.

Schon daraus geht hervor, daß der Erzeuger- verbaxxd eine Machtstellung erstrebt und niemals gewillt ist. dem Verbraucher billige Milch zu liefern. Selbstverständlich lehnten die bereinigten Milchhändler diese Bedingungen ab.

Um nun die Milchhändler zu diesen Bedin- gmxgeix gefügig zu machen, gab der Drzeuger- verband die Parole heraus, sämtliche Milch zx» einem Preis voxx 20 Pf. gegen dexx Handel zu, verschleudern.

Bedenkt man, daß eine einzelne Person bei dexx heutigen, finanziellen schweren Verhältnissen ungefähr 80 Liter Milch verkauft, wobei der Ver­dienst voxx 9 Pf 7.20 Mk. ausmacht, so ist der­selbe gewiß nicht zu hoch Wird ein größeres Geschäft betrieben, z. B. wie Inx Eingesandt an­gegeben. so braucht man zum Vertreiben voxx etwa 250 Liter Milch dementsprechend mehr Ar­beitskräfte. wozu noch das Fuhrwerk, Kannen, Reparaturen. Reinigen usw. und sonstige lln- kostexx hinzukommexx. Jeder, ob Arbeiter, An­gestellter. Beamter oder Gewerbetreibender kanxx aus Grund dieser Ausstellung einmal den Ver­dienst eines Milchhändlers errechnen, der bei Wind und Wetter, ob es regnet, stürmt, friert oder schneit, genau wie die Eisenbahxx, zu jeder Stunde ohne Sonntagsruhe 365 Tage vom Jahre auf seinem Posten fein muß.

Wir geben gleichzeitig bekannt, daß hiermit zuxxx letztexx Male auf die Artikel im Eingesandt geantwortet wird.

Milchhändlerverein für Gießen und 11 m g e g c n fr.

Letzte Nachrichten.

Do X* nach England gestartet.

Amsterdam, 10. Nov. (wlv. vrahtrneldung) Vas F l u g f d) I f fDo X" ist um 10.05 Uhr aus­gestiegen und hat Amsterdam verlassen, siurz vor 10.30 Uhr kreuzte e» in majestätischem Jluge die Zuidersee.

Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe fror zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichvbcxnkdlokont 5 v H., Lombardzlnofuß 6 o. Sy

Frankfurt a. M

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59,035 12,436 7.425

73.345

3,037 18,80

81.44

1,784

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4,196

3,57

20,915

169,06 1,449 58,58

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73,485

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81,60

1,789

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3,63 20,955

168.68 1,444

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21.94

20,357 4,192

16,469

81,33 47,95

2,081 0,424

59,03

12,432

7,428

73,440

3,037 18,80

81,44 1,784

5,43 4,1945

20,885

169,02 1.448 58.57

112.34

112.34 112,60 10,57

20.397

4.200

16,509 81,49 48.05 2.085 0,426

59,11

12,452 7,442

73,485 3.043 18,84 81.60 1,789

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