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zur Beschaffung 6. Itorcmb« 1923

"Brann twein-

ühlhausen geboren.

der Komponist A. Dvorak

Lichtspielhaus Gießen

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und Einwohner- und Seschästsverzeichnissen von 7 Städten und 74

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it ändern wollen, weil lachteile herausstellten.

Dienstag, den 9. September 1930, nach, mittags 2 Uhr, versteigere Ich Im Gasthaus »Zum Löwen", Tleuenroeg 2d, zwang».

Ein tönender Ufa-GroBfllm mit Gesangseinlagen nach der NovelleHadschi Murat" von Leo Tolstoi

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aus reinem Roggenschrot. Es ist schmackhaft und be­kömmlich. AerxtLempf.

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Vereinfachtes Gnteignun gSver- fahren zur B cfchassungvonArbeit S- geleacnbeit Der hessische Minister deS In­nern 6al für Arbeiten, zu deren Durchführung daS Ministerium dem Unternehmer (Gemeinden und Gemeindeverbände) eine Zinsverbilligung xugcfagt haL daS vereinfachte GntctgnungSoer- fobren nach der Verordnung über ein verein­

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werd.Generalvertretun- gen und (kristenzen ange- bot« die viel verbrechen, jedoch nichts hatten.

Aber nur in dieser

einen Annonce wird ein erstklassiger autorisierter Generalvertreter für Hessen-Darmstadt ge­sucht. IMoroz. kleine tech- niiche Gebrauchsart. des täglich. Bedarfs, D.R.B« DR. G. M« Auslands, patente, tagt. Kaste.

Seltne (toftrnifleiegeaöeU ohne iedes Ristko Kem tSarentaul kein Abschluß keine L'izenSge-

Adreßbuch Lr.r^

Bornotizen

Tageskalender für Montag. Reichs- Partei des deutschen Mittelstandes Wahlversamm­lung, 20 Uhr, CasS Leib. Lichtspielhaus, Bahn- hofstraße: TonfilmDer weiße Teufel".

Stadttheater Diesten. Man schreibt unS Arn morgigen Dienstag wird dieommer- spielzeit deS Diestener Stadttheaters mit der einmaligen Ausführung deS Lustspiels .Deine Majestät daS Publikum" beschlossen werden. Sine besondere Lleberraschung bereitet die In­tendanz den Besuchern an diesem Abend da­durch. dast ein Freislug auSgelost wird. In dem Lustspiel wirken unter der Regie Walter DäuerleS mit die Damen: Doering, Koch, MeweS und die Herren: Druck, Hauer, Wese- ncr, Linkmann, Zingel. Marianne MeweS, die auS dem Ensemble auSscheidet, um ihr En­gagement in Aachen anzutreten, wird in dieser Dorstellung daS letztemal in Diesten spielen.

Zentrumspartei Gießen. Kommenden Mittwoch abend im Katholischen Dereinshaus- Wäh-

gehen, die sie nicht ändern können und die sie schließ- sich im Ernstfall auch gar nicht sich dann gleich wieder neue 9<i die möglicherweise noch schlimmer sind, als die gegen- roärtig bekrittelten. Wie kann man auf seiner rin-

.Der w

I vom Atlantischen Ozean her verhältniSmästig kühle und seuchte ßuftmafkn nach dem Festlande gelangen. Unter ihrer Einwirkung wird daS Setter vorerst noch etwas unbeständig bleiben. Del wechfelnd bewölktem Himmel, der sich vor­übergehend auch aufbeitem kann, sind weiterhin einzelne Regenschauer zu erwarten. Die Tempe­raturen bewegen sich habet in mäßigen Grenzen.

Aussichten sür DienStag: Unbe­ständiges. wechselnd wolkiges Detter mit vor­übergebender Aufheiterung, kühl, einzelne Re- genschauer.

Lufttemperaturen am 7. September: mittags 18,5 Grad Celsius, abends 13,S Grad, am 8 September: morgens 13L Grad Maximum 19,3 Grad, Minimum 12,6 Grad Erdtemperaturen in 10 cm Tiese am 7. September: abends 19 Grad: am 8. Septem» der: morgens 153 Grad. Sonnenfchemdauer 3K Stunden. Niederschläge 4,2 mm.

Oie Wetterlage.

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ftogen die beiden dhfgrr Bellonte und Coste von Paris nach Reuyork. Bei solchen Rekordslugen sind der Motor des Flugzeuges und sein Betriebsstoff von ausschlaggebender Bedeutung. Deshalb mußten die beiden Flieger einen Betriebsstoff verwenden, dem sie unbedingt vertrauen konnten. Sie wählten Stanavo, den Spezialkraftstoff für Flugmotoren. Ebenso wie mit ihren übrigen Produkten hat die Dapolin-Gesellschast mit Stanavo einen Kraftstoff für Flugzeuge herausgebracht, der in unendlicher Arbeit im Laboratorium und in praktischer Er­probung In Motoren entwickelt worden ist. 2525v

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Aus der Prvvinzialhaupistadi.

Diesten, den 8. September 1930.

Scheuklappen.

Wir wollen uns nichts oormachen: Ein wenig sind wir alle mit Scheuklappen ausgestattet, die oer- Bindern, daß unser Umbhrf einen wirklich großen reis umfaßt. Natürlich gestehen wir uns das nicht gern zu, und noch weniger oft merken wir diese scheuklappen. Aber da sind sie gewiß. Allerdings haben wir andere Namen dafür. Wir nennen es: Vorurteil. Dazu gehört aber schon ein bedenklich Maß von Einsicht und Selbstkritik, denn auch Ber­ti rt eile sehen wir nur bei andern, und wenn wir knietief durch Vorurteile waten, die unsere Schritte in bedenklichster Weise hemmen, wir selbst fühlen uns frei davon. Dir nennen es: Mangel an Einsicht Auch bei den andern, denn unsere Einsicht ist groß und zweifelfrei. Wir nennen es: Borein- «enommenbeit, schiefe Beurteilung, parteimäßige linbung, Hemmung und sonst etwas Nur wir selbst sind Immer frei davon. Wenigstens bis auf die par­teimäßige Bindung. Wenn es darauf ankommt, kön­nen wir diese Scheuklappen sogar als einen ungeheu­ren Vorzug bewerten und anpreisen, obwohl sie doch im Grunde auch nichts anderes sind als das was wir bei anderen sozusagen als sträslichen llnhig ansprechen.

auSschank in Preußen. Der preußische Mi­nister deS Innern hat eine Bekanntmachung über das Verbot des AuSschankS von Vranntwein und deS Kleinhandels mit Trinkbranntwein am Sonn­tag. 14 September 1930, dem Tage der AeichA- tag-wahl. erlassen. Auch die Abgabe in verschlos­senen und versiegelten Flaschen ift nicht gestattet. Die Polizei beamten sind angewiesen, die Inne­haltung dieser Vorschriften auf daS strengste zu überwachen. Polizei stunden Verlängerungen sur den 13. und 14. September können im allgemeinen nicht bewilligt werden. Sine gleichartige Anord­nung für Hessen ist bi- jetzt noch nicht ergangen.

Gießens alte Straßen und (9 a f f e n." Der Allgemeine Deutsche Frauenoerem (Staatsbürgerinnenverband) hatte seine Mitglieder zur Septemberoersammlung nach der Liebig-Höhe eingeladen. Die Vorsitzende rotes nach der Begrü­nung eindringlich auf die Wichtigkeit der Reichstags- roah' und besonders auf die Wahlpflicht der Frauen hin Amtsgertchtsrat (Bros hatte es in liebens- würdiger Weife übernommen, durch feinen Vortrag Gießens alte Straßen und Gasten" den Anwesenden ein anschauliches Bild der Entstehung und Entwick­lung unserer Stadt zu entwerfen Der Redner führte . seine Zuhörer auf einem Spaziergang von der Lie- bigshode ausgehend durch Gießen um die Zeit von 1880 bi» 1890. Er verstand es ganz meisterlich, liebe, alte (Erinnerungen wachzurufen und durch all die köstlichen Anekdoten und Schilderungen alter Gieße­ner Originale, mit denen fein Vortrag gewürzt war, die Zuhörer au fesseln. (Eine große Zahl von Zeich- nungen, Stichen und alten Bildern, die Herr Gros mit vieler Mühe zusammengetragen hatte, illustrier­ten die Ausführungen. Die sehr gut besuchte Der- fammlung folgte dem humorvollen und lehrreichen Vortrag mit großem Interesse und herzlicher Dank- barfeit. Die Vorsitzende brachte dies in ihrem Schlußwort zum Ausdruck.

Berliner Börte.

Berlin, 8. Sept. (WTB. Funkspruch.) Der erste Frühverkehr der neuen Woche lag wieder geschäfts­los und abwartend. Der feste Schluß der Neuyorker Samstagbörse schien keinen größeren Einfluß zu haben, zumal man darauf hinroies, daß Karstadt- Aktien drüben weiter rückgängige Tendenz gezeigt hatten. Kurse waren aber Dortaufig nicht zu hören.

Wettervoraussage.

Da- Zentrum de- sich quer über Mitteleuropa erstreckenden Störung-gebiete- bewegt sich immer noch über der Rordse« und dem deutschen Küsten- gcbict ES ist an seiner Südseite in Deutschland eine Westwindströmung aufgekommen, wodurch

Bücherschränke, Schreibtische, Vitrinen, Kredenzen, vollständige Schlafzimmer, Büfett», Tische, verschiedene Sessel, Flur- garberoben, Stühle, Tepmche, Diwan», Gasherde, Regulatoren, Warenschränke, Rcgistrierkassen, Herrenmantel, Kassen- schränke, Schreibmaschinen, einen Spie- aelschrank, einen Aktenrollschrank, eine Furnier presse, eine Kreissäge mit Bohr- maschine, eine Küchenanrichte, einen Klappschrank, zwei Bettstellen, eine Ab- richtemaschine mit Elektromotor, ein Motorrad, eine Chaiselongue, einen Spiegel mit Goldrahmen, eine Tisch- decke, eine Diwandecke, eine Bügel­maschine, eine Otabioanlape mit Laut- sprechet:, ein Fahrrad, eine Ballbahn und Dampfmaschine für Kinder, eine Schreibladenkafse, ein Grammophon mit 25 Platten, ein Vertiko, eine Näh­maschine, ein Sofa, einen Eiskonser- oator, eine Kaffeemaschine, ein Har­monium, einen Staubsauger, ein Kla­vier, einen Rauchtisch, einen Eisschrank, eine Ladentheke und einen Viersitzer- Opelwagen.

Gießen, den 8. September 1930.

Hebbel

Gerichtsvollzieher in Gießen Dammstrahe 24 Fernruf 4099.

Im Grunde ist es manchmal ein ganz ergötzliches Spiel für den sich zur Sachlichkeit und kühler Be­obachtung zwingenden Beurteiler. Wie können sich die Gemüter erhitzen, wie können sie aneinander- geraten um Dinge, die sie im Grunde nichts an-

Ich halte mich nm 8esatag,<en 14. lepleeber, la fließen, Betel Tlelerta, auf. um 6196V künstliche Augen < direkt nach der Na tur aneufortlgen u. elniupaeeen. Liefe­rant aller Kassen und Behörden.

Mäßige Preise.

Carl Müller, Jena

Amren-Künstler.

dem verlorenen Krieg und feinen Folgen '2kr- faifler Diktat, DaweSplan und Doungplan) fei die 3nflation eine wesentliche Ursache deS 3u- fammenbruchS der Wirtschaft und der Derringe- runa der Kaufkraft- Sr schilderte bann die Aus­wirkungen deS wirtschaftlichen Riedergang- und erwähnte dabei, daß Deutschland austcrerdentl.ch unter dem hohen Z.nssystem leide. Weiter ver­trat der Redner die Auffattung. daß die (3tn- fehung der Sparer in ihre alten Rechte wesentlich zur Hebung der Wirtschaft und zur Derringerung der ArbeitSlosiakeit beitragen. Gr wandte sich gegen einen Abbau der Sozialver­sicherung. wünschte jedoch die Beseitigung von Mißständen und die Derringerung der Derwal- tungSkosten in der Sozialgesetzgebung. Weiter behandelte der Redner die FrageCBarum haben untere Reparationen eine solche Höhe er­reichte, übte Kritik an dem parlamentarischen System und forderte eine schärfere Kontrolle der DewiUigungen deS Reichstag-, Weiter hält der Redner eine Finanz-, Steuer- und DerwaltungS- refonn für dringend erforderlich. In eingebenber Weise beschäftigte er sich mit den Kosten der Staatsverwaltung und forderte einfchneidende Sparmaßnahmen. Sodann nahm er zu der Frage der Aufwertung Stellung, die in völlig unzu­reichender Weise gelöst sei, und betonte, daß eS im eigenen Interesse der Gemeinden liege, sich für eine bessere Versorgung der Rentner einzu­setzen, die eine wesentuche Entlastung der Ge­meinde zur Folge habe. Weiter beschäftigte sich der Redner in längeren Ausführungen mit der Rotwendigkeit der DolkSrechtpartei, kritisierte die Stellung der übrigen Parteien zur Aufwertungs­frage, um zum Schluß die Ursachen der Derbin- dung der DolkSrechtpartei mit der Ehristlich- fozialen Reich-Partei zu erläutern.

An die Ausführungen deS Redner- schloß sich eine Aussprache an.

Taten für Montag, 8 September.

Sonnenaufgang 5.23 Uhr, Sonnenuntergang 18.32 Uhr: Mondausgang 5.25 Uhr, Monduntergang 18.56 Uhr. 1767: Der Dichter A. W. v. Schlegel in Hannover geboren. 1778: Clemens Brentano in Ehrenbreitstein geboren. 1804: Der Dichter E.- rite in Ludwigsburg geboren. 1831: Der Dichter Wilhelm Raabe in Eschershausen geboren. 1841:

sicht beharren! Und schon am nächsten Tage ergibt sich zweifelsfrei, daß sie falsch war. Wie verbohrt man sich In Verurteilungen, ohne nur einigermaßen die Grundlagen von dem zu erkennen, was man verwirft! Wie aber kann man auch sür eine Sache mit Feuereifer eintreten, die keineswegs so sicher ist, daß man einen Eid darauf leisten könnte!

Die Sache hätte im Grunde nicht viel auf sich, wenn e» nicht sehr viele gäbe, die solche Scheu­klappen besonder» anlegen, um für sich leibst eine ganze Menge Vorteile herauszulchlagen. Die Kosten gehen selbstverständlich zu Lasten derer, die sich willig solche Scheuklappen anlegen lassen, ober sie sogar selbst anlegen.

In einer gärenden und aufgeregten Heil gedeiht so etwas begreiflicherweise besonder» üppig, und unsere Zelt beweist da» ja deutlich genug, denn wäre da» nicht der Fall, c» wäre manche» von dem nicht möglich, was heute gewlsiermahen selbstver­ständlich ist. Es könnte vieles besser sein und gün­stiger, wenn man nicht infolge der Scheuklappen manche» niedertrampelte, was nicht Unkraut ist. Aber es scheint da» Verhängnis ausgewühlter Zeiten zu sein, daß sie viel mehr Rücksicht auf da» Unkraut nehmen, als auf da» reifende Korn. 8.

Oie Volksrechipartei vor den Wählern

Am Sonntagabend fand Im Eas6 Leib eine Wählerversammlung der DolkSrechtpartei statt. Pros. Afft. M. d. L. Darmstadt, übte zunächst Kritik an der Tätigkeit deS ausgelösten Reichs­tag-. um sich dann eingehend mit der Rot deS deutschen DolkcS und den Ursachen unsere- toirt- fchaftlichen Riedergange- zu beschäfttgen. Reben

Von der Reise zurück

Dr. phil. Neumann

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