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sidenten vermutlich am Mittwoch abschlie­ßenden Dortrag über das Ergebnis seiner politischen Besprechungen erstatten. Zunächst wer­den jetzt die Fraktionen chre Stellungnahme klären müssen. Die Reichstagsfraktion der Deutschen Dolkspartei tritt am Frei­tag. die de- Zentrums am Montag zusammen. Die in Aussicht genommene gemeinsame Be­sprechung des Kanzlers mit den Führern der hinter der Regierung stehenden Parteien dürfte also erst im Laufe der nächsten Woche statt- finden.

Oie Vorgänge in der Gtaatspartei.

Zungdeutsche und Demokraten

Berlin. ö.Okt. (5.11.) Für Dienstag ist eine Sitzung des Hauptaktionsausschusses der Stoatspartci vorgesehen, der allgemein große Bedeutung deigcmcssen wird. Das .B. T." be­merkt dazu, daß diese Sitzung voraussichtlich ein entscheidendes Wort über die Existenz dieses übereilt ins Leben gerufenen politischen Gebil­des" sprechen werde. Auster den fortgesetzten Zwistigkeiten und der offensichtlichen ilnluft der jungdeutschen Elemente in der Staatspartei, mit den Demokraten zusammenzuarbeiten .oder gar zu einer Einheit zusammcnzuwachsen, sei eS neuerdings auch ein Dorstost der Zeitung Der Jungbeutsche zugunsten des Austritts Deutschlands aus dem Völkerbund gewesen, der Mißstimmung hervorgerufen habe. Man weöd« sich vielleicht bemühen, den offenen Bruch noch zu vermeiden. Doch dürfe man kaum mehr als etwa die Aufrechterhaltung einer F r a k t i o n s g e m e i n f ch a f t der auf die Liste der Staatspartei gewählten Abgeordneten für die nächste Zeit wenigstens erreichen. Wie lange sich auch nur diese lose Verbindung er­halten könne, sei äußerst unsicher

In parlamentarischen Kreisen wird, offensichtlich jedoch verfrüht, bereits die Frage erörtert, wie sich die Abgeordneten der in der Staatspartei zusam­mengefaßten Truppen bei einer etwaigen Auf­lösung der Staatspartei verhalten würden. Man nimmt an. daß die drei gewerkschaftlichen Abge­ordneten der Staatspartei zu den Christlich- Sozialen stoßen würden, die damit Fraktlons- stärke erhielten, während die jungdeutschen Abgeord- neten s e l b st ä n d i g bleiben wollen. Der Rest von 15 Demokraten würde dann unter Umständen eine engere Zusammenarbeit mit der Volks­partei ins Auge fassen. Der bisherige Redakteur am .jungdeutschen", Sommerfeld, ist bereits zurTäglichen Rundschau", dem -neuen Organ der Christlich-Sozialen, übergegangen. Von jungdeutscher Seite wird erklärt, man hoffe bestimmt in der Sitzung des Großen Aktionsausschusses die Mei­nungsverschiedenheiten mit den Demokraten aus­zugleichen. Jedenfalls dächten die dem Jung- deutschen Orden angehörenden Reichstagsabgeordne- tcn der Staatspartei bei der gegenwärtigen Lage der Dinge noch nicht daran, Anlehnung bei den Christlich-Sozialen zu suchen. Sie erstrebten vielmehr die Aufrechterhaltung der bis­herigen Fraktionsgemeinschaft in der Deutschen Staatspartei

Eine Entschließung des Jungdeutschen Ordens. Rendsburg, 6. Oft. (TU.) Das hier ver­sammelte Meisterkapitel des Jung­deutschen Ordens hat folgende Entschlie­ßung angenommen:

Von dem Willen beseelt, die Zusammen­fassung des Volkes rechts und links, die Volksgemeinschaft des deutschen Staatsbürger- tum6 mit zu gestalten, eröffneten der Jungdeutsche Orden und die Dolksnationale Reichsvereinigung den letzten Wahlkampf im Rahmen der neu ge­gründeten Deutschen Staatspartei. Rach den Wahlen hat sich herausgestellt, daß Herren wie Dr. Stolper. Reinhold und Höpker- Aschoff die Sammlung des verantwortungs­bewußten deutschen Staatsbürgertums gefähr­den. Wesensfremde plutotratische und parteibüreaukratische Elemente dür­fen in einer staatsbürgerlichen Bewegung kei­nen Einfluß gewinnen. Die Deutsche Staats­partei ist weder eine Fortsetzung der Demo­kratischen Partei, noch eine Linkspartei. Solange ein klares Abrücken von den genannten Herren nicht erfolgt ist, ist nur die Volks- nationale Reichsvereinigung in der Lage, den Kan,Pf um die staatsbürgerliche Akti­vierung vorwärts zu treiben

Slaalvparm und Regierungspiogramm.

Berlin, 7. Ott. (VDZ.) Die Reichstagsfrak- tion der Staatspartei hielt am Montagvormittag eine Sitzung ab. in der sie sich mit dem Sanie­rungsprogramm beschäftigte. Rach längerer De­batte faßte die Staatspartei folgende Ent­schließung: Die Fraktion der Deutschen Staatspartei erblickt in dem Programm der Reichsregierung einen energischen Versuch zur Erhaltung verdeutschen Finanz­wirtschaft auf parlamentarischem Wege. Sie wird sich dafür einsetzen, daß dieser Versuch zum Erfolge führt. Die Fraktion der Deutschen Staatspartei wird Abänderungs- und Ergän­zungsanträge zu gegebener Zeit dem Reichstag unterbreiten.

belastung fei eine der wichtigsten Ursachen unserer übergroßen wirtschaftlichen und sozialen Rotlage zu sehen und chre Milderung mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zu erstreben. Die Kommunalbeamtenschaft gehe an der augenblick­lichen Rot nicht vorüber, sie sei bereit, an ihrer Lleberwindung aktiv mitzuarbeiten.

Aus aller Welt.

Der erste Schnee im Schwarzwald.

Der stetige Temperaturrückgang der letzten Tage hat in den Höhen über 1000 Meter im Schwarzwalde zum ersten Male Tempera­turen unter Rull gebracht. Auf dem Feld- berg hielt sich die Temperatur um den Rull- Punkt herum. Zum ersten Male fielen Rieder­schläge in Form von Schnee und schufen eine Schneedecke von 10 Zentimeter, di« infolge der Verwehung an manchen Stellen stärker ist. Das stürmische Wetter der letzten Tage hält unvermindert an. Auch heute morgen setzten sich die Schneefälle fort. Im Fernsprechverkehr sind in den über die Höhen führenden Leitungen umfangreiche Störun­gen eingetreten. Auch der Schaden in den Wäldern ist erheblich. Der Sturm ist von starken Regen­böen begleitet, so daß ein beträchtliches An- schwellen der Schwarzwaldslüsse und des Oberrheins zu erwarten ist. Ebenso kommen vom Bodensee Sturmmeldungen. Der Schiffsverkehr erlitt zeitweise Unterbrechungen. Unfälle sind nicht gemeldet worden.

Stürmische Heimfahrt des..Graf Zeppelin".

Rach Schilderungen der Teilnehmer an der letzten Fahrt desGraf Zeppelin" über Leipzig nach Schlesien hatte das Luftschiff auf seiner Rückfahrt von Görlitz über Hof und Rürnberg nach Friedrichshafen einen äußer st schweren Sturm zu bestehen. Trotz heftigster Gegenwinde und Regenböen fuhr das Luftschiff jedoch ruhig und sicher und traf gegen 4 älhr früh erstmals über Friedrichshafen bei heftigem Weststurm ein. Rach dreistündiger Kre*uzfahrt über dem Bodensee erfolgte dann um 7.03 Uhr die Landung.

G 38 in Bukarest

Montag mittag landete das Junkers-Groß­flugzeugG 38", nachdem es die 450 Kilometer lange Strecke BelgradBukarest in etwas mehr als zwei Stunden zurückgelegt hatte, auf dem Flugfelde von Bukarest Zum Empfang hatten sich einige hundert Personen, darunter Kronprinz Michael und der Kriegsminister eingefunden. Nachmittags fanden Rundflüge des Flugzeuges in Ge­genwart der Königin und einer zahlreichen Men­schenmenge statt, die bis zum Einbruch der Dunkel­heit dauerten An den Rundflügen nahmen der Kriegsminister und verschiedene Generäle teil. Am Dienstagvormittag startet das Flugzeug zum Wei­terflug nach Konstanza. Es verdient erwähnt aii werden, daß dieG 38" das erste deutsche Flugzeug ist, das nach dem Kriege entlang der Küste des schwarzen Meeres fliegt

Die Prager Demonstrationen vor Gericht.

Vor dem Prager Strafgericht kamen zwei Fälle öffentlicher Gewalttätigkeit anläßlich der Prager Demonstrationen zur Verhandlung. Bei beiden Angeklagten waren bei der Verhaftung in den Taschen Stein« gefunden worden. Einer von ihnen hatte die Demonstranten vor dem KinoPassage" dazu ermuntert, gegen die Häuser der deutschen Einwohner vorzugehen. Er wurde zu drei Monaten schweren Kerkers mit drei­jähriger Bewährungsfrist verurteilt Der zweite Fall wurde vertagt.

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owolkenlos o neiter. ® halb Oedeckt » wolkig. ® BedecktKegea. * Sehnet o> Graupeln e Nebel X 6rwit»«r.(§) Windstille. «O-. sehr leicht»' Osi -nassiger Südsüdwest Q stürmische- -tordwcsl Ole Piene fliegen mit dem wmdt Die beiden Stationen jienenoen Zah­len geben die Temperatur gn. Die Linien verbinden Orte mit gleichen.

M.rresniveau umgerechneten Luftdruck

Kommunalbeamte und Kegierungsprogramm. Dresden, 6.Okt. (TU.) Der Vorstand des Reichsbundes der Kommunalbeomten und -Ange­stellten Deutschlands beschäftigte sich mit der durch die Vorlage des Regierungsprogramms geschaffenen beamtenpolitischen Lage. Der Vorstand kam zu völ­liger Einigkeit darüber, daß von der Kommunal- beamtenschaft der Plan der Gehaltskürzung a b ge­lehnt werden müsse, ebenso auch der Plan einer Wiederbelebung sperrgesetzlicher Maßnahmen. Man vermißt in den Regierungsmaßnahmen wiederum eint der Rot unserer Zeit und unseres Volkes ent­sprechende Heranziehung aller leistungs- fähigen Volksschichten zu einem allge­meinen Opfer. Bei den der Beamtenschaft zuge­muteten Opfern machten sich stark unsoziale Ten- denzen geltend, wie zum Beispiel die viel zu niedrig gesetzte untere Grenze. Vor irgendwelchen ge- Halts- oder lohnpolitischen Maßnahmen müsse eine wirksam« Bekämpfung des überhöhten Preisniveaus erfolgen. Auch fehle ein ent­schiedener Versuch, die Kapitalflucht mit direkten Eingriffen zu bekämpfen. In der dem deutschen Volke auferlegten Reparation-»

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Der Hauptkern des umfangreichen nördlichen $to= rungsgebietes bewegt sich noch immer über der Ostsee. Dadurch wird die Zufuhr kühler O^eanluft nach dem Festlande hin weiter befördert, so daß das ver­änderliche Wetter anhält. Bewölkung wird mit Auf­heiterung öfters wechseln, und zeitweise treten noch Regenschauer auf. Die Temperaturen bewegen sich dabei in verhältnismäßig niedrigen Grenzen.

Aussichten für Mittwoch: Noch wechsel­haftes Wetter mit einzelnen Regenschauern, dabei zei«weise Aufklaren, kühl.

Aussichten für Donnerstag: Leichte Besserung, aber noch kein beständiges Wetter.

Lufttemperaturen am 6. Oktober: mittags 11 Grad Celsius, abends 7,6 Grad; am 7. Oktober: morgens 8,4 Grad Maximum 11,3 Grad, Minimum 7,1 Grad Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe: am 6 Oktober: abends 11 Grad; am 7. Oktober: morgens 9,4 Grad. Niederschläge 3,9 mm Sonnenscheindauer eine Stunde.

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