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man kam mir von allen Seiten mit so viel Begei­sterung. mit so grober Hilfsbereitschaft entgegen, das; ich beinahe in meinem Material erfiidt wäre. Ich lernte Bankiers kennen. Künstler, Athleten, Arbeiter, Schauspielerinnen, Ein­brecher, Reger. Millionäre, Hehler. Um 4 Uhr morgens schleifte man mich noch herum. Bei meiner Rückkehr nach Paris habe ich ohne Unter­brechung eine ganze Woche geschlafen... Jetzt aber glaube ich, Rew Vor! zu kennen. Rach zwei Büchern mit Impressionen und Reifenotizen schrieb ich jetzt ein einheitliches Werk. Wie man das Leben eines Helden beschreibt von der Ge­burt bis zum Alter der Reife, so habe ich ver­sucht, die größte Stadt der Welt darzustellen, als einen Fall menschlicher Geographie, als Phy­siologie einer Stadt. Es erfüllt mich mit stolzer Freude, daß ich sehen konnte, wie Rew Bork lebt, und daß sein rasendes Tempo mich nicht er- schredte. Der Trunkenheit der ersten Augenblide,

dem Erstaunen, dem Ueberraschtsein, folgte Be­ruhigung: jetzt erst habe ich mich dazu durchge­rungen. wirklich zu sehen und zu verstehen und diese Stadt zu beurteilen, die nicht das Er­gebnis einer langsamen und harmonischen Ent­wicklung ist, sondern eines gefahrvollen Aben­teuers, mehr geheimnisvoll als glaubhaft, we­niger erdgeboren als dämonisch, voll kraftvollen Wollens und unglaublicher Zufälle..

Paul Cohen-Portheim: England, die unbekannte Insel. VerlagKlinlhard& Diermann, Berlin XV 10. Preis kart. 5Mk. (399) Die Cnglandliteratur von der Art des vor­liegenden Buches wächst lawinenartig und doch fällt dieses aus der Reihe, weil es sich mit Erfolg müht, uns den Engländer als Menschen näher­zubringen aus einer Darstellung von Landschaft und Geschichte, wirtschaftlichen und sozialen Be­dingtheiten seines Landes.

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Ein hessischer Turnerführer t-

Im Alter von 74 Iahren ist in Dad-Rauheim am Dienstag der Kaufmann C. W. A. Müller gestorben, einer der bekanntesten hessischen Turnerführer. Er begann seine turnerische Lauf­bahn 1874, turnte in angesehenen Vereinen zu Frankfurt, Mainz und Straßburg, trat 1889 in die Turngemeinde Friedberg ein, wurde bald deren 2. Sprecher und 1898 deren 1. Vorsitzender. Dieses Amt bekleidete Müller bis zu seiner älebersiedlung nach Bad-Rauheim im Iahre 1911. Der Verstorbene, der bis vor einem Iahre noch eifriges Mitglied einer Altersriege war, wurde um seiner Verdienste um die Turnsache verschie­dentlich geehrt. Er ist Ehrenmitglied der Turn- gemeinöc Friedberg und des Turnvereins 1860 Bad-Rauheim, ferner ist er Inhaber des Ghren- briefes des Mittelrheinkreises und des D T. - Ehrenbriefes. Zu seinem 70. Geburtstag lieh ihm auch der Gau Hessen besondere Glück­wünsche überbringen.

Handball im Gau Hessen (O.T.)

Tgm. Jtiebberg I Mio. Giehen I 1:2 (1:0).

Am Sonntag kam auf dem Mtpc-Plahe ein Handball-Verbandsspiel, zugleich ein vorbildliches Werbespiel zum Austrag. Die erste Mannschaft des Viännerturnvereins hatte die gleiche der Friedberger Turngemeinde zu Gast. Man hatte im allgemeinen den Gästen einen knappen Sieg zuerkannt, zumal die Männerturner das Spiel ohne ihren besten Innenstürmer bestreiten muhten. In der ersten Halbzeit war das Spiel ziemlich ausgeglichen, die oorgetragenen Angriffe endigten auf beiden Seiten jeweils bei der Hintermann­schaft. Etwa drei Minuten vor dem Halbzeitpfiff erzielten jedoch die Gäste durch einen Strafwurf den ersten Treffer. In der zweiten Halbzeit spielten die Männerturner mit dem Winde und steigerten zugleich ihre Leistungen. Die Fried­berger wurden zurückgedrängt und der Ausgleich ließ feine Viertelstunde auf sich warten. Rach diesem Erfolge gingen die Einheimischen noch mehr aus sich heraus und die Anstrengungen der Mannschaft wurden durch einen zweiten Treffer

belohnt. Da die Gästemannschaft jetzt um ein Unentschieden kämpfte, wurde das Spiel wieder etwas verteilter, doch war keiner der beiden Mannschaften noch ein Erfolg befchieden.

Tv. Heuchelheim I Mio. Giehen II 6:3 (2:2).

Dor dem Spiele der Meisterklasse trug die erste Mannschaft des Turnvereins Heuchelheims gegen die zweite des Männerturnvereins eben­falls das festgesetzte Verbandsspiel aus. Die Gast­geber muhten sich mit 6:3 geschlagen bekennen. To. eich 1. Jugend 2Hfo. Giehen 1. Jugend 1:6.

Die 1. Jugend des Männerturnvereins trug in Lich das fällige Pflichtspiel aus. Da die Licher Mannschaft am vorletzten Sonntag überraschender­weise den Tabellenersten, Turnverein Wetzlar, schla­gen konnte, erwartete man auch jetzt ein knappes Resultat. Die Gießener traten deshalb in kompletter Aufstellung an und konnten bei starker Ueberlegen- heit einen 6:l°Sieg mit nach Hause bringen.

Grohen-Vufeck I Vad-Rauheim I 1:5.

Die bisher ungeschlagenen Großen-Buse cke r muhten in Dad-Rauheim eine hohe Riederlage, die erste in dieser Saison, hinnehmen. Das Er­gebnis kommt in Anbetracht der bisher gezeigten Form etwas überraschend. Die zweite Mann­schaft des Turnvereins Grohen-Buseck, die sich zum großen Teil aus Iugendlichen zusammen­setzte, konnte sich gegen die stark auf Verteidi­gung spielenden Treiscr nicht behaupten und verlor 1:2.

To. Münchholzhausen I Grohen-Linden I 3:5.

Unter sehr unzulänglichen Bodenverhältnissen trugen die beiden Mannschaften in Münchholz­hausen ein Spiel aus, das der Plahbesitzer mit 3:5 verlor.

Tv. Lich I To. Krofdorf I 3:3.

Die 1. Mannschaft des Turnvereins Lich trat am Sonntag gegen die 1. von Krofdorf an und konnte trotz teilweise überlegen geführtem Spiel nur ein Tknentschieden erringen.

Handball im Lahn - Oünsberg Gau.

Tv. Erda To. Dorlar 1:8.

Die Mannschaft des Turnvereins Erda stand vor der schwierigen Aufgabe, gegen den Be­

zirksmeister kämpfen zu müssen. Lleberraschend | ging Erda in der ersten Halbzeit in Führung und hielt mit einem Tor Vorsprung die erste Spielhälfte durch. Im zweiten Spielabschnitt do­minierte jedoch das bessere Können der Dor- larer Mannschaft und schuf ein hohes End­ergebnis.

Tv. Launsbach Tv. Ahbach 4:4 (1:4).

Der Gast hctt in der ersten Hälfte den Wind zum Dundesgenö|,cn und spielt überlegen. Rach der Pause tarn Launsbach mehr auf und erreichte mit vier Erfolgen den Gleichstand. Bei diesem Stand muhte das Spiel, das fair und äußerst schnell durchgeführt war, infolge schlechter Bodenverhält­nisse abgebrochen werden.

Tv. Garbenheim Tv. Garbenteich 5:11 (4:5).

Der Tabellenführer des 1. Bezirks spielte mit nur neun Mann und Ersah in Garbenheim, führte trotzdem ein schönes Spiel vor und gewann jeder­zeit sicher.

To. hausen Tv. Beuern 4:1 (3:1).

In einem harten Kampf trafen sich die zwei Tabellenletzten des 1. Bezirks, den überraschender­weise der Gastgeber klar für sich entscheiden konnte. Hausen führte bereits vor der Pause mit 3:1.

Weitere Ergebniss e : Turnv. Londorf I gegen Tvgg. Ruttershausen i 7:1; Tv. Allendorf I gegen Tv. Staufenberg 1 4:4 (1:4); Tv. Allen­dorf II gegen Tv. Londorf II 1:1. Iugend : Tv. Allendorf gegen Tv. Lollar 4:1; Tv. Kesselbach gegen Tv. Staufenberg 1:0; Tv. Hausen Turnv. Garbenteich 1:3.

Sportverein 1928 Garbenteich.

Spv. Garbenleich I Bieber bei Rodheim I 5:1.

Am Sonntag weilte die 1. Mannschaft des Sportvereins Bieber in Garbenteich zu Gast. Die Platzmannschaft trat mit vier Mann Ersah an und konnte das Spiel trotzdem mit 5:1 für sich entscheiden.

Fußballklub 1926 Großen-Buseck.

Fußballklub Großen-Buseck Iugend gegen Tv. Dutenhofen Jugend 4:2.

Die 1. Mannschaft des Fußballklubs Grohen- Buseck war am Sonntag spielfrei. Die erste Iugend trug auf dem Platze in Dutenhofen ein Freunds chastsspiel gegen die Turner aus und gewann verdient mit 4:2.

Arbeiter Turn- und Sportbund.

Gießen Ib Lollar I 0:2.

Beide Mannschaften standen sich am Sonntag auf dem Trieb im fälligen Serienspiel gegenüber. Gie­ßen, in veränderter Aufstellung, lieferte den Gästen, die ihr ganzes Können einsetzten, ein schönes Spiel. Der überaus starke Wind beeinträchtigte das Spiel allerdings wesentlich. Den Gästen gelang es, zwei­mal Zu Erfolg zu kommen. Den Einheimischen blieb aber trotz manchen gefährlichen Angriffs jeder Er­folg versagt.

Vorher standen sich Gießen II und Hachborn I gegenüber. Die flinken Gäste waren dem Platzbe­sitzer stark überlegen, der seinerseits die gute Hinter­mannschaft der Gäste nicht überwinden konnte. Fünfmal mußte der Hüter der Einheimischen das Leder aus dem Netz holen. Die Jugendmannfchaft Gießens konnte in einem überlegenen Spiele ihre Gäste, die Jugend Wetzlars, mit einer ^-Nieder­lage nach Hause senden.

wiefeck I Burkhardsfelden 1 3:2.

Das Spiel stieg in Wiefeck. Die Gäste legten vom Anstoß ab ein schnelles Spiel vor. Aber erst all­mählich schält sich eine klare Überlegenheit der Ein« heimischen heraus, die bis Halbzeit mit 2:0 in Füh­rung lagen. Nach Seitenwechsel gelang es den Gästen, ein Tor aufzuholen. Dann lag Wiefeck wie­derum stetig im Angriff, konnte jedoch nur noch einmal erfolgreich fein. In der Schlußminute kamen dann die Gäste zu einem billigen zweiten Erfolg.

Vorher kämpften Wiefecks Ib Heuchelheims I. Heuchelheim gelang es bis Halbzeit, bereits ein Er­gebnis von 5:0 herauszuholen, während das Schluß­ergebnis mit 6:2 Toren dem Spielverlauf entspricht.

Der zweiten Jugend von Wieseck gelang es, die erste Jugend von Hausen in Hausen mit 2:1 Toren ins Hintertreffen zu drängen.

Raunheim Ib Rodhcim I 5:2.

In einem flotten fairen Spiele gelang es den Naunheimern, über die Gäste mit obigem Ergebnis überraschend Sieger zu bleiben. Die Jugend Naunheims entließ die 3. Jugend Wiefecks mit einer 6:0-Niederlage.

Oppenrod I Dcmbringen I 4:2.

In Oppenrod entwickelte sich zwischen diesen bei­den Mannschaften ein flottes, scharfes Spiel. Nach einem Halbzeitergebnis von 1:1 erwiesen sich die Einheimischen als die Ueberlegenen und schufen einen Schlußstand von 4:2.

Watzenborn I Grünberg I 7:0.

Die einheimischen Watzenborner waren im ganzen Spiele den Gästen überlegen und konnten einen sicheren Sieg landen.

Beuern I Lich I 1:0.

In Beuern lieferten sich die beiden Gegner ein ausgeglichenes Spiel. Bis Halbzeit gelang es keiner der Parteien erfolgreich zu fein. Nach Seitenwechsel tarn Beuern mit viel Glück zum einzigen Tor des Tages.

Wanderführerlehrgang der Studentenschaft.

11 m das Wandern mehr als bisher in di« Reihen der Studenten hineinzutragen, hatte der Reichsverband für deutsche Jugendherbergen die nordwestdeutschen Hochschulen zu einem Wan­derführerlehrgang euf der Freusburg an der Sieg eingeladen. Erfreulicherweise ent­sandten alle Hochschulen interessierte Vertreter. Insgesamt waren 40 Studenten und Studentinnen, etwa je zur Hälfte, zu gemeinsamer Arbeit ver­sammelt. Auch die Gießener Universität hatte vier Vertreter entsandt. Durch Vorträge ver­schiedener Art, durch fruchtbringende Aussprachen und praktisches Wandern selbst wurden die vielen Fragen dieses Zweiges der Leibesübungen be­handelt. Es wurden weiter Mittel und Wege be­sprochen, um das Wandern in den Kreisen der Studenten auf eine breitere Basis zu bringen. Mit vielen Anregungen kehrten die Teilnehmer zurück.

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