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Das Kälberbrüten". Der überaus starke Beifall, den die zahlreichen Zuschauer während der Aus­führung und am Schlüsse den Mitwirkenden spen­deten, war ein Beweis dafür, daß man gute deut­sche Geselligkeit mit einfachen Mitteln pflegen kann.

Die Beisetzung -es Bischoffs von Limburg.

WER. Limburg, 4. Rov. Unter großer An­

teilnahme der Diözese Limburg und des ganzen Aassauer Landes wurde heute Bischof Dr. A u g u st i n u s Kilian zur letzten Ruhe ge­leitet. Um 9.15 Uhr wurde die Bahre mit der sterblichen Hülle des Bischofs vom Domkapitel in die Stcätkirche geleitet, um dort für das

Totenofsiziurn aufgebahrt zu werden, das unter großer Beteiligung der Geistlichkeit aus der ganzen Diözese Bischof Dr. H i l f f r i ch hielt. Anschließend folgte der Trauerzug durch die Straßen der Staht. E.wa 3000 Menschen, dar­unter 600 bis 700 Geistliche, mögen an dem Zuge teilgenommen haben. Tausende umstanden zu beiden Seiten die Straßen. Dor dem Leichen­wagen schritten acht Bischöfe und drei Aebte, und zwar Bischof Dr. Damian Schmidt, Fulda; Bischof Dr. Hugo, Mainz; Bischof Dr. Borne- wafser, Trier; Weihbischof Dr. Hamels, Köln; Bischof Dr. S p r o l l, Rottenburg; Weih­bischof Dr. ©trätet, Aachen; Missionsbischof Hennemann, Bischof Dr. H i l f f r i ch, Abt Dr. Ildefons von Herwegen, Maria- laach; Abt Dr. Hoffmann, Marienstatt, und Abt Münz, Himmerode. Reben dem Leichen­wagen schritten - Alumnen des Priester­seminars mit brennenden Ketzert. Hinter

dem Leichenwagen folgten die Verwandten des Bischofs und die Vertreter der Be­hörden, die in großer Zahl an der Beisetzung teilnahmen. Als Vertreier des preußischen Staats­ministeriums war Ministerialrat Schlüter er­schienen. Ferner sah man im Leichenzug Regie- rungsvizeprasident Gommer, Wiesbaden, den Vizepräsidenten des Oberpräsidiums Kassel, V o l ck e r t, den Vizepräsidenten des Provinzial­schulkollegiums Kassel, S o n d a g, Postrat Dauer von der Oberpostdirektion Frankfurt, Dr. Lam­mers, Generaldirektor der Rassauischrn Landes­

bank Wiesbaden, Professor Dr. Heimberger, Prorektor der Universität Frankfurt. Dr. H e m -

pen, Oberlandesgerichtspräsident in Frankfurt, Dr. Lutsch, Landeshauptmann von Rassau, so­wie als Vertreter der Ev. Landeskirche Rassau und des Landesbischofs Dekan Dr. E r n st. Id­stein. Vor dem Dom bildeten die Schulkinder Spa­lier. Etwa 4000 Personen nahmen an der Trauer­feier im Dom teil. Um 11.30 Uhr fand das feier­

liche Requiem statt, das von Bischof Dr. H i l f f - rich zelebriert wurde. Der Domchor sang das Requiem von Perosi, dem letzten Kapellmeister der Sixtinischen Kapelle. Die Gedächtnisrede hielt Bischot Dr. Hugo, Mainz. Dann erfolgte die bei Bischöfen übliche fünffache Absolution und die Ueberführung des Sarges in die Gruft am Sakra­mentsaltar, in der auch Bischof Dominikus seit 17 Jahren ruht.

Oberheffen.

Landkreis Gietzen.

T Allendorf a. d. Lahn, 4. Rov. Am Mon­tagnachmittag fand unter großer Anteilnahme dex Einwohnerschaft die Beerdigung des am Samstag verstorbenen Lehrers Heinrich Jä­ger statt. Der Kirchengesanqverein sang das Grablied, Pfarrer Germer schil)erte den Ent­schlafenen als einen treuen Erzieher und Führer der Jugend. Kreisschulrat Fischer widmete dem Verewigten Worte des Dankes für seine fruchtbringende Arbeit. Zahlreiche Kränze wurden am Grabe des beliebten Lehrers niedergelegt.

* Steinbach, 4. Rov. Am Samstag fanden sich in der Gastwirtschaft Deuker die Schul- kameradenvonSteinbach undAlbach aus dem Jahre 1880 zu einer gemein­samen Feier des 5 0. Geburtstages ka­meradschaftlich zusammen. 34 Altersgenossen nah­men an der Feier mit ihren Angehörigen teil. Der Saal war prächtig mit Tannengrün geschmückt. Herr Ludwig W a l b begrüßte als Vorsitzender der Altersvereinigung die Kameraden, wies in einer kurzen Rede auf die heutigen schweren Zeit­läufte hin und erinnerte an jene Tage, da man zum Teil gemeinsam die Schulbank drückte. Der Redner gedachte weiter in ernsten Worten der im Weltkrieg gefallenen Kameraden, sowie der anderen Verstorbenen. Das LiedIch hatt' einen

Kameraden" rief die Erinnerung an die Toten wach. 2m weiteren Verlaufe des Abends gab der Vorsitzende noch eine Reihe ernster und heiterer Erlebnisse aus vergangenen Tagen zum Besten und beschwor damit im Geiste eine andere Zeit herauf, die noch nichts wußte von der Unrast der gegenwärtigen Tage. Eine Kapelle füllte und umrahmte den übrigen Abend mit flotter Musik, und die 50jährigen huldigten eifrig dem Tanze. Herzliche Dankesworte galten dem Veranstalter des Abends mit dem Wunsche, alljährlich eine solche kameradschaftliche Zusammenkunft zu veranstalten.

*Alten-Duseck,4. Rv). Di.'ser Tage könnt? der Landwirt Wilh. Wagner von hier in toller körperlicher und geistiger Rüstigkeit seinen 8 6. Geburtstag feiern. Der Jubilar ist seit 1888 Mitglied dcs Kirchenvorstandes. Gr ist der einzige hier noch lebende Veteran von 1870/71 und der älteste Mann unserer Ge­meinde. Trotz seiner 86 Jahre versieht er immer noch seine Feldarbeit.

>. Ruttershausen, 4. Rov. 2n unserer Ge­meinde, wie auch in den benachbarten Gemeinden Staufenberg und Mainzlar, hielt Diplom-Land­wirt Dr. Klingelhöfer (Gießen) gutbesuchte und beifällig ausgenommene Vorträge über die Bedeutung der natürlichen und künstlichen Düngemittel für die Ernährung der Pflanzen".

f T r e i s a. d. L d a., 4. Rov. Der Turnverein Gut Heil" hatte am Sonntagabend im Der- einslokal bei Wirt Will seinen 58 diesjäh­rigen Siegern auf den verschiedensten Turnfesten dieses Jahres einen Ehrenabend veranstaltet, der zahlreich besucht war. Rach einer Ansprache des 1. Vorsitzenden, Lehrer Walter, wurden die Ramen sämtlicher Sieger verlesen, worauf dann in bunter Abwechselung die Turner ihr Können an Barren und Pferd zeigten; Schülerinnen und Zöglinge führten Stabübungen, Keulenschwingen,Freiübungen und Volkstänze vor.

)( L i ch, 4. Rov. Am Sonntag feierte das Ehe­paar Forstwart i. R. Johann Philipp Findt und Frau Katharina geb. Eise in voller geistiger und körperlicher Frische das Fest der goldenen Hochzeit. Dem Jubelpaar, das

sich in weiten Kreisen der Bevölkerung der gröfp ten Wertschätzung erfreut, wurden zahlreiche Glückwünsche und Geschenke, u. a. vom Landes­kirchenamt, der Kirchengemeinde, dem Ministe­rium, dem Kreisamt und der Stadtverwaltung zuteil. Am Sonntagabend fand im Gemeinde­haus ein Mission svortrag statt. Missio­nar B t u m e r von der Leipziger Mission hielt an Hand von 50 schönen Lichtbildern einen an­schaulichen Vortrag über Ostafrika. Gemeinsam gesungene Lieder und Vorträge des Posaunen­chores umrahmten Öen Abend.

Nrcis Schotten.

)( Rupper t sburg, 4. Rov. Bei der Treibjagd, die im westlichen und nordwest­lichen Teile unterer Gemarkung stattfand, wurden 12 Rehe, 53 Hasen und ein Fuchs zur Strecke ge­bracht. Fasanen, die man vielfach auch antraf, sollten nicht geschossen werden. Von Privat­besitzern werden hier in diesem Herbste größere Reupflanzungen von Ob st bäumen ge­macht. Ungefähr 150 Bäume, darunter 40 Kirsch­bäume, kommen zur Anpflanzung, und zwar fast ausschließlich die Standardsorten.

Kreis Alsfclv.

O-fr Alsfeld, 3. Rov. Am Sonntag gastierte hier das Gießener Stadttheater mit dem VolksschaufpielSchinderhannes von Zuck- mayer. Für die Vorstellung, die nahezu ausver­kauft war, machte sich reges Interest bemerkbar, auch durch zahlreichen Besuch aus den benach­barten Ortschaften trotz ungünstigsten Wetters. Die Vorstellung bedeutete in jeder Hinsicht einen vol­len Erfolg Die schauspielerischen Leistungen stan­den auf voller Höhe und verdienen vollste Aner­kennung. Eine hervorragende Leistung war ins­besondere derSchinderhannes" des Jochen Hauer. Das Publikum war begeistert und der Beifall reichlich. Die von Gießen mitgebrachten Bühnenbilder schufen von vornherein für die Vor­stellung einen stimmungsvollen Rahmen. Es ist festzustellen, daß das Interesse an dem Gießener Stadttheater hier in den letzten Jahren ständig gestiegen ist.

Wirtschaft.

Gekündigtes Lohnabkommen,

Der Metallarbeiter-Lohntarif für Lahn-Oberhefsen, unter den 8500 Me­tallarbeiter fallen, ist von dem Arbeitgeberver­band zum 3 0. Rovember gekündigt wor­den. Zweck der Kündigung ist, die Lohnsätze einer Reuordnung zu unterziehen.

Günstige Auswirkung des Vermahlungszwanges.

Seit der Einführung des Vermahlungs- Zwanges zeigt sich in der Entwicklung des deutschen Außenhandels für Weizen ein starker Rückgang der Einfuhr von aus­ländischem Weiten und ein außerordentliches Sin­ken der Ausfuhr deutschen Weizens. Anderseits kann man in diesem Zusammenhänge feststellen, dah sich die innerdeutsche Preisbewegung von dev Preisentwicklung auf den Weltmärkten derart ab­gelöst hat, dah zunächst eine Beeinflussung des deutschen Weizenmarktes nicht zu befürchten ist. Im Wirtschaftsjahr 1929/30, dem ersten Jahre, in welchem der Dermahlungszwang voll in Kraft war, ist die Einfuhr von Weizen auf 56 Prozent des Vorjahres gesunken. Die Einfuhrminderung beträgt rund 11 Millionen Doppelzentner, d. s. etwa 1,1 Millionen Tonnen. Dabei muh man beachten, daß im Juli 1929 noch eine ungewöhnlich hohe Einfuhr vorhanden war, die vor dem Inkrafttreten des Vermahlungszwan­ges stattfand. Die Ausfuhr ist, trotzdem nach wie vor erhöhte Cinfichrscheinwerte zur Verfü­gung standen, auherordentlich stark gesunken. Das hat seinen Grund darin, daß die Pveis- bildung für Weizen auf den Weltmärkten un­gewöhnlich schlecht ist, anderseits aber auch darin, daß der Vermahlungszwang auf die Preisbildung für Inlandweizen in einer Weise einwirkte, die auch dem größten Teil des Ostens ermöglichte, im Laufe des Jahres einigermaßen rentable Wei­zenpreise zu erzielen, so dah Verlustverkäufe an das Ausland mehr und mehr vermindert werden konnten. Die Tonne Inlandweizen notierte in Berlin Ende Oktober nur noch 220 Mk., wäh­rend fie im Juni d. I. den Rekordsah von 300 Mark erzielte. Die Auslandsnotierungen sanken ungefähr um 30 Prozent.

* Der Aktienindex. Der vom Statisti­schen Reichsamt errechnete Aktienindex (1924/26 = 100) stellt sich für die Woche vom 27. Okto­ber bis 1. Rovember auf 95,7 gegenüber 97,4 in der Vorwoche, und zwar in der Gruppe Bergbau und Schwerindustrie auf 91,6 (94,0), Gruppe ver­arbeitende Industrie auf 84,7 (86,2) und Gruppe Handel und Verkehr auf 118,6 (119,8). Für den Durchschnitt des Monats Oktober ist der Index mit 96,4 gegenüber 102,3 im September ermittelt, und zwar in der Gruppe Bergbau und Schwer­industrie mit 92,2 (98,7), Gruppe verarbeitende Industrie mit 84,4 (90,8) und Gruppe Handel und Verkehr mit 118,7 (125,3).

* Der fiebenprozentige Zinsfuß der Hypothekenbanken. Gestern fand im Reichswirtschaftsministerium zwischen den be­teiligten Ressorts, der Reichsbank und den Spit­zenverbänden der Boden- und Kommunal-Kredit- institute eine Aussprache über die Zinspolitik statt. Hierbei wurde Einverständnis darüber er­zielt, daß bis auf weiteres bei Reuemissionen von Schuldverschreibungen an dem siebenprozen­tigen Zins festzuhalten ist.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 5. Rov. Tendenz: unein­heitlich. Die Regierungserklärung im Reichs­rat hatte eine festere Tendenz an der gestrigen Abendbörse zur Folge, die sich auch im Vormit­tagsverkehr fortsetzen konnte. Da aber Aufträge kaum eingetroffen waren, das Publikumsinter- effe sich nur in Ausnahmefällen auf einzelne Werte beschränkte und die gestrige Pariser Börse nach fester Eröffnung schwach geschlossen hatte, war man zu Beginn des offiziellen Marktes enttäuscht und ein Kursrückgang konnte nicht ausbleiben. Die ®runi)ftimmung zeigte jedoch eine nicht zu verkennende Widerstands­kraft, und vereinzelt gab die Kulisse Material an den Markt. Es ergaben sich gegenüber der gestrigen Abendbörse meist Kursabschläge, die aber größeres Ausmaß in keinem Falle an- nafjmen. Wenige Papiere machten jedoch eine Ausnahme und lagen erneut um Bruchteile eines Prozentes fester. 3m großen und ganzen muhte die Kursentwicklung als nicht einheitlich bezeichnet werden. Der Chemiemarkt eröffnete durchweg bis 0,5 Prozent höher. Am Elektro­

markt zogen Licht und Kraft 1,5 Prozent und Schuckert 1 Prozent an, während AEG. 0,75 Pro­zent und Siemens 1,75 Prozent einbüßten. Von Warenhausaktien besserten sich Karstadt um 1 Prozent. Der Montanmarkt zeichnete sich durch fast vollkommene Llmsahlosigkeit aus. Phönix und Rheinstahl lagen jedoch bis l"Proz. höher. Etwas mehr Interesse bestand für Bauunterneh­mungen. Wayß & Frey tag erholten sich um 2. Holzmann und Zement Heidelberg um je 1,25 Pro­zent. Gedrückt eröffneten am Schijfahrts.narkt Ha- paa minus 1 Proz., Rordd. Lloyd blieben unver­ändert. Am Bankenmarkt traten im allgemeinen Besserungen bis zu 1 Proz. ein. Am Rentenmarkt waren Deutsche Anleihen leicht erhöht. In Türken Hatten die Abgaben etwas nachgelassen. Vereinzelt stellte sich Rachfrage nach Anatoliern ein, Die fast 1 Prozent gewinnen konnten. Pfandbriefe wa­ren bei stillem Geschäft kaum verändert. Im Ver­laufe wurde das Geschäft, vom Farbenmartt aus­gehend, etwas lebhafter. Die Tendenz war wieder freundlicher. Auch für Elektrowerte bestand Interesse. Gegen Anfang traten Besserungen um bis zu 2 Prozent ein. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 4,5 Proz. erneut etwas-leichter. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1998, gegen Pfund 20,395, London gegen Kabel 4,8560, gegen Paris 123,78, gegen Mailand 92,81

Berliner Börse.

Berlin, 5. Rov. Bei ruhigem, kleinem Ge­schäft eröffnete die heutige Börse in freund­licher Haltung. Die höheren Taxen des Vormittagsverkehrs wurden zwar nicht immer erreicht, die ersten offiziellen Rotierungen ent­sprachen aber etwa den gestrigen Frankfurter Abendbörsenkursen und lagen 1 bis 3 Prozent über dem gestrigen Mittagsschluh. Bei den Ban­ken war der Ordereingang sehr gering. Das Ge­schäft setzte sich in der Hauptsache aus Deckungen der Spekulation und kleinen Interessenkäufen für die Börse zusammen. Die freundliche Stim­mung wurde noch verstärkt, als man merkte, dah die [eintägigen Abgaben am Kalimarkt, die angeblich mit der Pariser Dankinsolvenz zusam- menhingen, ausgehört haben. Auch blieben die günstige Regierungserklärung im Reichsrat und die Reden im Langnam-Verein nicht ohne gün­stige Wirkung, zumal aus letzteren erkennbar war, daß sich die Wirtschaft hinter das Regierungs- Programm stellt. Der Ausgang der amerikani­schen Wahlen wurde zwar für drüben eher un­günstig, für Deutschland aber günstig kommentiert. Größere Kursveränderungen wiesen Salzdetfurth mit plus 5,75 Prozent, Schubert & Salzer mit plus 3,75 Prozent, Wiking-Zement mit plus 4,75 Proz., Schultheiß mit 4,25 Proz. usw. auf. Dagegen waren Chadeaktien minus 2,50 Mark und Akkumulatoren minus 3,25 Prozent bei der Eröffnung bemerkenswert schwach. Im Zusam­menhang mit der gestrigen Aufsichtsratssiyung der I.°G.-Farben war das Geschäft am Farben­markt ziemlich lebhaft. Deutsche Anleihen waren uneinheitlich. Von Ausländern neigten Bosnier zur Schwäche, dagegen waren Anatolier etwa 1 Prozent höher. Der Pfandbriefmarkt war weiter still und kaum verändert. Reichsschuldbuchforde­rungen etwa gehalten. Der Geldmarkt war immer noch ziemlich angespannt; Tagesgeld stellte sich auf 6 bis 8 Prozent, Monatsgeld auf 6 bis 7,5 Prozent, Warenwechsel auf etwa 5,5 Prozent. Rach den ersten Kursen war eine schwäch ere Welle festzustellen, die zu Rückgängen bis zu 2 Prozent führte. Später fetzten wieder kleine Bankkäufe ein, die die meisten Kurse wieder auf Anfangsniveau und teilweise noch darüber hinaus hoben. Lebhafteres Geschäft hatten aber nur hoben.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 5. Rov. Tendenz: ruhig. Am heutigen Produktenmarkt war das" Ge­schäft sehr ruhig. Das Angebot von Inland- ware hatte wieder etwas zugenommen. Für Wei­zen machte sich vereinzelt etwas Kaufneigung gellend, bei leicht anziehendem Preise. Roggen war unverändert notiert. Sommergerste weiter­hin stark vernachlässigt, doch im Preise unver­ändert, da das Angebot kein größeres Ausmaß annahm. Auch der Mehlmarkt war sehr ruhig. Preisveränderungen waren nicht eingetreten. Für Futtermittel hielt die Rachfrage bei unverän­derten Preisen an. Es wurden notiert: Weizen (Hessen und Provinz Hessen-Rassau) Hektoliter­gewicht von 75 Kilogramm 257,50 bis 258,50; Roggen (Hessen, Provinz Hessen-Rassau und älnterf ranken) 165; Sommergerste für Brauzwecke 200 bis 215; Hafer, inländischer 152,50 bis 157,50; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 40,75 bis 41,75; Roggen mehl 25,60 bis 26,50; Weizenkleie 6,25; Roggenkleie 6,50.

Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 v. H., Lombardzinsfuß 6 o. H.

Frankfurt a. Ul

Berlin

Frankfurt a. Dl.

Berlin

Frankfurt a. Dl.

Strfin

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t-Uhr- Kurs

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Anfang- Kurs

Aerlin, 4. November

(Selb

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kurs I

KurS

Amerikanische

Noten......

4,19

4,21

Oaium

58,25

58,49

4 11

5 11

4 11

5. 11

Votum

1 11

5 II

4 11. i

5. 11

Datum

4 11

5 11

4 11

5 11

T'iniiche Noten ...» eitg!i|d)c Noten ....

« . -

111,88

20,355

112,32

20,435

6% Deutsche Reichsanlelhe

Hamvurg-Amertka Pakei . . Hamburg-Südam. Dampfschiff Hansa Dompsschifs.....

Norddeutscher Lloyd .... Allgemeine Deutsche Creditanst. Barmer Bankverein .... Berliner Handelsgesellschaft . Commen- und Privat-Bank. Darmstädter und Nattonalbanl Deutsche Bank und

Dtsconw-Gesellschast, . . . Dresdner Bank ...... Neichsbank........

i

75,5

74,75

73,25

74,25

Bereinigte Stahlwerke .

68,5

68,5

68,6

Französische Noten . . .

16,433

16,493

von 1927 ..........

7% Deutlche Reichsanleihe von 1929 ........

Deutlche Anl^M>Iü1.-Schuld mit

Auslol.-Rechten .....

Desgl. ohne AuSlos.-Rechte . . .

8% Hell. VolkSstoa« von 1929 (rtdiabib. 102%)......

Lberhessen Provinz Anleihe mit Auswi.-Rechten.......

Deutsche Komm. Sammelabl.

Anleihe Serie 1 ....

8% Tranis. Hyp.-Bank Goldpse.

XIII unlünbbar hi? 1934 . .

7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse unkündbar bis 1932 ....

4%% Rheinilche Hyp.'Bank

1 1 1 1 $ 1 1

6,75

87,1

98,4

54,25

6,65

89

51,25

54,25

6,7

8

1"

8

10

10

12

11

12

10

10

12

75

102,5

128,5

112,25 143

111 m

75

102,25

114,75

112

111,5

228,4

159

122

73,9

97,13

102,5

129

113,5 145,75

111

110,5

228

160

74,75

97,75

102,13

103,5

114,25

147

111,5

111,5

229,5

Otavt Mlncn.....

Kaliwerke Aschersleben . Kaliwerke Westeregeln . Kaliwerke Salzdetfurth .

I. G. Farben-Industrte. Dynamit Nobel .... Scheldeanstalt..... Goldschmidt ..... RütgerSwerke ..... Metallgeselllchast. . . .

16'/, . 10 . 10 . 15

. 12 . . 6 . . 9 . . 5 . . 6 . . 8

34

191,5

193,5

263

142,5

134

43,5

49,5

87

142,4

50

50

32,5

191,5

193

259

140,5

42,4

49,25

87

33,25

191,5

193

264,75

143

42,13

50

Holländische Noten ....... Italienische Noten

Norwegische Noten ....".. Deutsch-Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten.......

Schwedische Noten.......

Schweizer Noten ......

Spanische Noten ........ Tschechoslowakische Noten.....

Ungariiche Noten ......

Deoifenmartl Berlin

lbö,51 21,88

111,88

58,95

2,47

112,33

81,17

46,81

12,395

73,20

- Jranffurl

103,13

21,96

112,32

59,19

2,49

112,77

81,49

46,99

12,455

73,50

a. rn.

98,25

AEG...........

0

117,9

116,5

116

116,75

Philipp Hvlzmann . . .

77

78,25

78

78

4 November

5 November

93,25

Bergmann........

Elektr. Lieferungsgefellfchast. Licht und Kraft......

Felten & Guilleaume . . .

Gesellschaft für Elektrische

Unternehmungen ....

Hamburger Elellriziläts-Werke Rheinische Elektrizität . , . Schlesische Elektrizität. . . . Schuckert & Eo. . ..... Siemens & Halske ..... Transradto ........ Lobmeyer L Co.. ... . .

Buderus...... .

Deutsche Erdöl ......

Gelsenkirchener ......

Harpcner . ......

Hocich Elfen. . ...... Fi!e Bergbau.......

Klöckuerwerke ...... Köln-Ncueilen.....

Manncrmunn-Röhreu . . .

Mansselder Bergbau . . .

Obcrichlel Eilenbedarf ... | Lberschlef. Kokewerke . .

1 Phönir Bergbau ...

I Rheinische Braunkohlen . .

Rbeinstohl ..... .

1 RiebrcI Mont« ......

v

10

।11owiiiiSw।Sw T।।L।L vinII

114

125

93,6

123

135,5

179,25

67,13

67,5

80,5

136 114,25

122,5 92,65

121,75

115,75 133,25 179,13

144

53,75

67

84,5

85

72,5

222 69,75 76,2k /2,25

39 40,25 75,25

66,5 173,23 78,65

125 94,25

123,5 1I4J>

135

180

145

54,5 67,9

86,5

87 73,25

70

72,9

40 | 75,75 1 67,25 176,13

80

1

Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt. . Wayß & Frey tag . . .

Schultheis Patzenhoser . Ostwerke.......

Aku.........

Bemberg.......

Zellstoff Waldkws . . . Zellstoss Aschaffenburg . Charlottenburger Wasser Dessauer GaS.....

Daimler Motoren . . . Deutsche Linoleum . .

Orenstein & Koppel Leonhard Tietz . . Svenöko ......

Frankfurter Maschinen . Grihner.......

Heuligenstaedt . . . . Zunghans. .....

Lechwerle.......

Moinkrastwerke Höchst a. Miag ......

fflebr. Roeder .

Botgi & Haeffner . . . Süddeutsche Zucker . .

. 10

. 10

1 1 1

1 | | | | | | I | | 1 1 1 1 1 1 1 1 1121 1 L 18

53

172,5

138

67,75

68,5

108,9

80

83

108,75

25

126,5

47,5

116,5 281

17,5

29

'5,5

70,25

149,75

133,25

Amtlich, Geld

Notierung Nrie

AmMchr Geld

Notierung Sric

Ltqu. Goldpse.........

8% Pr. LandeSpiandbriefanstalt, Pfandbriefe R. i 9

8% Pr Landespian^briesanstaU, ftomm^Cbl. R. 20......

7% Pr Landecwiandbrtesanstalt, Psandbriese 81 21 .....

A.E.G abg. VorrnegS-Obltgatto- neu. rückzahlbar 1932 ....

4% Oesterretchtsche Goldrente . 4,20% Oesterreichijche Silberrente 4% Oesterreichtsche Einheitliche

Rente -.....

4% UngarlldK Goldrente . . . 4% Ungariiche StaatLrente v. 191C <y.% desgl. von 1913 4% Ungariiche Kronenrente . .

4% Türkische ZoUanleihe von 191 4% Türkische Bagbadbabn-Anl

Serie 1 .

4% desgl. Serie II......

6% Rumänische veretrch. Reute von 1903 . .

M4% Rumänische vereinh. Renü von 1913 .........

1% Rumänische vereinh. Rente

85,65

100

97

97

26,55

23,5 _

1,85

1,05

14,13

I | | | | II MIHI II 1 1

100

97

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139

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111,25

25

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47,75

284

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Amst.«Rott. Bucn-Aires Brss.-Antw- Christiania. Kopenhagen Stockholm . Helsingfors. Italien. . . London. . . Neuyork . . Paris Schweiz .. Spanten.

Japan . . . -rJo de Jan Wien in D-- Oest. abgeft Prag . . . . Belgrad . Budapest. Pul arten Lissabon Tanztg. .

Konst mit». VI tben. .

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112,16

112,16

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