„Das Kälberbrüten". Der überaus starke Beifall, den die zahlreichen Zuschauer während der Ausführung und am Schlüsse den Mitwirkenden spendeten, war ein Beweis dafür, daß man gute deutsche Geselligkeit mit einfachen Mitteln pflegen kann.
Die Beisetzung -es Bischoffs von Limburg.
WER. Limburg, 4. Rov. Unter großer An
teilnahme der Diözese Limburg und des ganzen Aassauer Landes wurde heute Bischof Dr. A u g u st i n u s Kilian zur letzten Ruhe geleitet. Um 9.15 Uhr wurde die Bahre mit der sterblichen Hülle des Bischofs vom Domkapitel in die Stcätkirche geleitet, um dort für das
Totenofsiziurn aufgebahrt zu werden, das unter großer Beteiligung der Geistlichkeit aus der ganzen Diözese Bischof Dr. H i l f f r i ch hielt. Anschließend folgte der Trauerzug durch die Straßen der Staht. E.wa 3000 Menschen, darunter 600 bis 700 Geistliche, mögen an dem Zuge teilgenommen haben. Tausende umstanden zu beiden Seiten die Straßen. Dor dem Leichenwagen schritten acht Bischöfe und drei Aebte, und zwar Bischof Dr. Damian Schmidt, Fulda; Bischof Dr. Hugo, Mainz; Bischof Dr. Borne- wafser, Trier; Weihbischof Dr. Hamels, Köln; Bischof Dr. S p r o l l, Rottenburg; Weihbischof Dr. ©trätet, Aachen; Missionsbischof Hennemann, Bischof Dr. H i l f f r i ch, Abt Dr. Ildefons von Herwegen, Maria- laach; Abt Dr. Hoffmann, Marienstatt, und Abt Münz, Himmerode. Reben dem Leichenwagen schritten - Alumnen des Priesterseminars mit brennenden Ketzert. Hinter
dem Leichenwagen folgten die Verwandten des Bischofs und die Vertreter der Behörden, die in großer Zahl an der Beisetzung teilnahmen. Als Vertreier des preußischen Staatsministeriums war Ministerialrat Schlüter erschienen. Ferner sah man im Leichenzug Regie- rungsvizeprasident Gommer, Wiesbaden, den Vizepräsidenten des Oberpräsidiums Kassel, V o l ck e r t, den Vizepräsidenten des Provinzialschulkollegiums Kassel, S o n d a g, Postrat Dauer von der Oberpostdirektion Frankfurt, Dr. Lammers, Generaldirektor der Rassauischrn Landes
bank Wiesbaden, Professor Dr. Heimberger, Prorektor der Universität Frankfurt. Dr. H e m -
pen, Oberlandesgerichtspräsident in Frankfurt, Dr. Lutsch, Landeshauptmann von Rassau, sowie als Vertreter der Ev. Landeskirche Rassau und des Landesbischofs Dekan Dr. E r n st. Idstein. Vor dem Dom bildeten die Schulkinder Spalier. Etwa 4000 Personen nahmen an der Trauerfeier im Dom teil. Um 11.30 Uhr fand das feier
liche Requiem statt, das von Bischof Dr. H i l f f - rich zelebriert wurde. Der Domchor sang das Requiem von Perosi, dem letzten Kapellmeister der Sixtinischen Kapelle. Die Gedächtnisrede hielt Bischot Dr. Hugo, Mainz. Dann erfolgte die bei Bischöfen übliche fünffache Absolution und die Ueberführung des Sarges in die Gruft am Sakramentsaltar, in der auch Bischof Dominikus seit 17 Jahren ruht.
Oberheffen.
Landkreis Gietzen.
T Allendorf a. d. Lahn, 4. Rov. Am Montagnachmittag fand unter großer Anteilnahme dex Einwohnerschaft die Beerdigung des am Samstag verstorbenen Lehrers Heinrich Jäger statt. Der Kirchengesanqverein sang das Grablied, Pfarrer Germer schil)erte den Entschlafenen als einen treuen Erzieher und Führer der Jugend. Kreisschulrat Fischer widmete dem Verewigten Worte des Dankes für seine fruchtbringende Arbeit. Zahlreiche Kränze wurden am Grabe des beliebten Lehrers niedergelegt.
* Steinbach, 4. Rov. Am Samstag fanden sich in der Gastwirtschaft Deuker die Schul- kameradenvonSteinbach undAlbach aus dem Jahre 1880 zu einer gemeinsamen Feier des 5 0. Geburtstages kameradschaftlich zusammen. 34 Altersgenossen nahmen an der Feier mit ihren Angehörigen teil. Der Saal war prächtig mit Tannengrün geschmückt. Herr Ludwig W a l b begrüßte als Vorsitzender der Altersvereinigung die Kameraden, wies in einer kurzen Rede auf die heutigen schweren Zeitläufte hin und erinnerte an jene Tage, da man zum Teil gemeinsam die Schulbank drückte. Der Redner gedachte weiter in ernsten Worten der im Weltkrieg gefallenen Kameraden, sowie der anderen Verstorbenen. Das Lied „Ich hatt' einen
Kameraden" rief die Erinnerung an die Toten wach. 2m weiteren Verlaufe des Abends gab der Vorsitzende noch eine Reihe ernster und heiterer Erlebnisse aus vergangenen Tagen zum Besten und beschwor damit im Geiste eine andere Zeit herauf, die noch nichts wußte von der Unrast der gegenwärtigen Tage. Eine Kapelle füllte und umrahmte den übrigen Abend mit flotter Musik, und die 50jährigen huldigten eifrig dem Tanze. Herzliche Dankesworte galten dem Veranstalter des Abends mit dem Wunsche, alljährlich eine solche kameradschaftliche Zusammenkunft zu veranstalten.
*Alten-Duseck,4. Rv). Di.'ser Tage könnt? der Landwirt Wilh. Wagner von hier in toller körperlicher und geistiger Rüstigkeit seinen 8 6. Geburtstag feiern. Der Jubilar ist seit 1888 Mitglied dcs Kirchenvorstandes. Gr ist der einzige hier noch lebende Veteran von 1870/71 und der älteste Mann unserer Gemeinde. Trotz seiner 86 Jahre versieht er immer noch seine Feldarbeit.
>. Ruttershausen, 4. Rov. 2n unserer Gemeinde, wie auch in den benachbarten Gemeinden Staufenberg und Mainzlar, hielt Diplom-Landwirt Dr. Klingelhöfer (Gießen) gutbesuchte und beifällig ausgenommene Vorträge über die „Bedeutung der natürlichen und künstlichen Düngemittel für die Ernährung der Pflanzen".
f T r e i s a. d. L d a., 4. Rov. Der Turnverein „Gut Heil" hatte am Sonntagabend im Der- einslokal bei Wirt Will seinen 58 diesjährigen Siegern auf den verschiedensten Turnfesten dieses Jahres einen Ehrenabend veranstaltet, der zahlreich besucht war. Rach einer Ansprache des 1. Vorsitzenden, Lehrer Walter, wurden die Ramen sämtlicher Sieger verlesen, worauf dann in bunter Abwechselung die Turner ihr Können an Barren und Pferd zeigten; Schülerinnen und Zöglinge führten Stabübungen, Keulenschwingen,Freiübungen und Volkstänze vor.
)( L i ch, 4. Rov. Am Sonntag feierte das Ehepaar Forstwart i. R. Johann Philipp Findt und Frau Katharina geb. Eise in voller geistiger und körperlicher Frische das Fest der goldenen Hochzeit. Dem Jubelpaar, das
sich in weiten Kreisen der Bevölkerung der gröfp ten Wertschätzung erfreut, wurden zahlreiche Glückwünsche und Geschenke, u. a. vom Landeskirchenamt, der Kirchengemeinde, dem Ministerium, dem Kreisamt und der Stadtverwaltung zuteil. — Am Sonntagabend fand im Gemeindehaus ein Mission svortrag statt. Missionar B t u m e r von der Leipziger Mission hielt an Hand von 50 schönen Lichtbildern einen anschaulichen Vortrag über Ostafrika. Gemeinsam gesungene Lieder und Vorträge des Posaunenchores umrahmten Öen Abend.
Nrcis Schotten.
)—( Rupper t sburg, 4. Rov. Bei der Treibjagd, die im westlichen und nordwestlichen Teile unterer Gemarkung stattfand, wurden 12 Rehe, 53 Hasen und ein Fuchs zur Strecke gebracht. Fasanen, die man vielfach auch antraf, sollten nicht geschossen werden. — Von Privatbesitzern werden hier in diesem Herbste größere Reupflanzungen von Ob st bäumen gemacht. Ungefähr 150 Bäume, darunter 40 Kirschbäume, kommen zur Anpflanzung, und zwar fast ausschließlich die Standardsorten.
Kreis Alsfclv.
O-fr Alsfeld, 3. Rov. Am Sonntag gastierte hier das Gießener Stadttheater mit dem Volksschaufpiel „Schinderhannes von Zuck- mayer. Für die Vorstellung, die nahezu ausverkauft war, machte sich reges Interest bemerkbar, auch durch zahlreichen Besuch aus den benachbarten Ortschaften trotz ungünstigsten Wetters. Die Vorstellung bedeutete in jeder Hinsicht einen vollen Erfolg Die schauspielerischen Leistungen standen auf voller Höhe und verdienen vollste Anerkennung. Eine hervorragende Leistung war insbesondere der „Schinderhannes" des Jochen Hauer. Das Publikum war begeistert und der Beifall reichlich. Die von Gießen mitgebrachten Bühnenbilder schufen von vornherein für die Vorstellung einen stimmungsvollen Rahmen. Es ist festzustellen, daß das Interesse an dem Gießener Stadttheater hier in den letzten Jahren ständig gestiegen ist.
Wirtschaft.
Gekündigtes Lohnabkommen,
Der Metallarbeiter-Lohntarif für Lahn-Oberhefsen, unter den 8500 Metallarbeiter fallen, ist von dem Arbeitgeberverband zum 3 0. Rovember gekündigt worden. Zweck der Kündigung ist, die Lohnsätze einer Reuordnung zu unterziehen.
Günstige Auswirkung des Vermahlungszwanges.
Seit der Einführung des Vermahlungs- Zwanges zeigt sich in der Entwicklung des deutschen Außenhandels für Weizen ein starker Rückgang der Einfuhr von ausländischem Weiten und ein außerordentliches Sinken der Ausfuhr deutschen Weizens. Anderseits kann man in diesem Zusammenhänge feststellen, dah sich die innerdeutsche Preisbewegung von dev Preisentwicklung auf den Weltmärkten derart abgelöst hat, dah zunächst eine Beeinflussung des deutschen Weizenmarktes nicht zu befürchten ist. Im Wirtschaftsjahr 1929/30, dem ersten Jahre, in welchem der Dermahlungszwang voll in Kraft war, ist die Einfuhr von Weizen auf 56 Prozent des Vorjahres gesunken. Die Einfuhrminderung beträgt rund 11 Millionen Doppelzentner, d. s. etwa 1,1 Millionen Tonnen. Dabei muh man beachten, daß im Juli 1929 noch eine ungewöhnlich hohe Einfuhr vorhanden war, die vor dem Inkrafttreten des Vermahlungszwanges stattfand. Die Ausfuhr ist, trotzdem nach wie vor erhöhte Cinfichrscheinwerte zur Verfügung standen, auherordentlich stark gesunken. Das hat seinen Grund darin, daß die Pveis- bildung für Weizen auf den Weltmärkten ungewöhnlich schlecht ist, anderseits aber auch darin, daß der Vermahlungszwang auf die Preisbildung für Inlandweizen in einer Weise einwirkte, die auch dem größten Teil des Ostens ermöglichte, im Laufe des Jahres einigermaßen rentable Weizenpreise zu erzielen, so dah Verlustverkäufe an das Ausland mehr und mehr vermindert werden konnten. Die Tonne Inlandweizen notierte in Berlin Ende Oktober nur noch 220 Mk., während fie im Juni d. I. den Rekordsah von 300 Mark erzielte. Die Auslandsnotierungen sanken ungefähr um 30 Prozent.
* Der Aktienindex. Der vom Statistischen Reichsamt errechnete Aktienindex (1924/26 = 100) stellt sich für die Woche vom 27. Oktober bis 1. Rovember auf 95,7 gegenüber 97,4 in der Vorwoche, und zwar in der Gruppe Bergbau und Schwerindustrie auf 91,6 (94,0), Gruppe verarbeitende Industrie auf 84,7 (86,2) und Gruppe Handel und Verkehr auf 118,6 (119,8). Für den Durchschnitt des Monats Oktober ist der Index mit 96,4 gegenüber 102,3 im September ermittelt, und zwar in der Gruppe Bergbau und Schwerindustrie mit 92,2 (98,7), Gruppe verarbeitende Industrie mit 84,4 (90,8) und Gruppe Handel und Verkehr mit 118,7 (125,3).
* Der fiebenprozentige Zinsfuß der Hypothekenbanken. Gestern fand im Reichswirtschaftsministerium zwischen den beteiligten Ressorts, der Reichsbank und den Spitzenverbänden der Boden- und Kommunal-Kredit- institute eine Aussprache über die Zinspolitik statt. Hierbei wurde Einverständnis darüber erzielt, daß bis auf weiteres bei Reuemissionen von Schuldverschreibungen an dem siebenprozentigen Zins festzuhalten ist.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 5. Rov. Tendenz: uneinheitlich. — Die Regierungserklärung im Reichsrat hatte eine festere Tendenz an der gestrigen Abendbörse zur Folge, die sich auch im Vormittagsverkehr fortsetzen konnte. Da aber Aufträge kaum eingetroffen waren, das Publikumsinter- effe sich nur in Ausnahmefällen auf einzelne Werte beschränkte und die gestrige Pariser Börse nach fester Eröffnung schwach geschlossen hatte, war man zu Beginn des offiziellen Marktes enttäuscht und ein Kursrückgang konnte nicht ausbleiben. Die ®runi)ftimmung zeigte jedoch eine nicht zu verkennende Widerstandskraft, und vereinzelt gab die Kulisse Material an den Markt. Es ergaben sich gegenüber der gestrigen Abendbörse meist Kursabschläge, die aber größeres Ausmaß in keinem Falle an- nafjmen. Wenige Papiere machten jedoch eine Ausnahme und lagen erneut um Bruchteile eines Prozentes fester. 3m großen und ganzen muhte die Kursentwicklung als nicht einheitlich bezeichnet werden. Der Chemiemarkt eröffnete durchweg bis 0,5 Prozent höher. Am Elektro
markt zogen Licht und Kraft 1,5 Prozent und Schuckert 1 Prozent an, während AEG. 0,75 Prozent und Siemens 1,75 Prozent einbüßten. Von Warenhausaktien besserten sich Karstadt um 1 Prozent. Der Montanmarkt zeichnete sich durch fast vollkommene Llmsahlosigkeit aus. Phönix und Rheinstahl lagen jedoch bis l"Proz. höher. Etwas mehr Interesse bestand für Bauunternehmungen. Wayß & Frey tag erholten sich um 2. Holzmann und Zement Heidelberg um je 1,25 Prozent. Gedrückt eröffneten am Schijfahrts.narkt Ha- paa minus 1 Proz., Rordd. Lloyd blieben unverändert. Am Bankenmarkt traten im allgemeinen Besserungen bis zu 1 Proz. ein. Am Rentenmarkt waren Deutsche Anleihen leicht erhöht. In Türken Hatten die Abgaben etwas nachgelassen. Vereinzelt stellte sich Rachfrage nach Anatoliern ein, Die fast 1 Prozent gewinnen konnten. Pfandbriefe waren bei stillem Geschäft kaum verändert. Im Verlaufe wurde das Geschäft, vom Farbenmartt ausgehend, etwas lebhafter. Die Tendenz war wieder freundlicher. Auch für Elektrowerte bestand Interesse. Gegen Anfang traten Besserungen um bis zu 2 Prozent ein. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 4,5 Proz. erneut etwas-leichter. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1998, gegen Pfund 20,395, London gegen Kabel 4,8560, gegen Paris 123,78, gegen Mailand 92,81
Berliner Börse.
Berlin, 5. Rov. Bei ruhigem, kleinem Geschäft eröffnete die heutige Börse in freundlicher Haltung. Die höheren Taxen des Vormittagsverkehrs wurden zwar nicht immer erreicht, die ersten offiziellen Rotierungen entsprachen aber etwa den gestrigen Frankfurter Abendbörsenkursen und lagen 1 bis 3 Prozent über dem gestrigen Mittagsschluh. Bei den Banken war der Ordereingang sehr gering. Das Geschäft setzte sich in der Hauptsache aus Deckungen der Spekulation und kleinen Interessenkäufen für die Börse zusammen. Die freundliche Stimmung wurde noch verstärkt, als man merkte, dah die [eintägigen Abgaben am Kalimarkt, die angeblich mit der Pariser Dankinsolvenz zusam- menhingen, ausgehört haben. Auch blieben die günstige Regierungserklärung im Reichsrat und die Reden im Langnam-Verein nicht ohne günstige Wirkung, zumal aus letzteren erkennbar war, daß sich die Wirtschaft hinter das Regierungs- Programm stellt. Der Ausgang der amerikanischen Wahlen wurde zwar für drüben eher ungünstig, für Deutschland aber günstig kommentiert. Größere Kursveränderungen wiesen Salzdetfurth mit plus 5,75 Prozent, Schubert & Salzer mit plus 3,75 Prozent, Wiking-Zement mit plus 4,75 Proz., Schultheiß mit 4,25 Proz. usw. auf. Dagegen waren Chadeaktien minus 2,50 Mark und Akkumulatoren minus 3,25 Prozent bei der Eröffnung bemerkenswert schwach. Im Zusammenhang mit der gestrigen Aufsichtsratssiyung der I.°G.-Farben war das Geschäft am Farbenmarkt ziemlich lebhaft. Deutsche Anleihen waren uneinheitlich. Von Ausländern neigten Bosnier zur Schwäche, dagegen waren Anatolier etwa 1 Prozent höher. Der Pfandbriefmarkt war weiter still und kaum verändert. Reichsschuldbuchforderungen etwa gehalten. Der Geldmarkt war immer noch ziemlich angespannt; Tagesgeld stellte sich auf 6 bis 8 Prozent, Monatsgeld auf 6 bis 7,5 Prozent, Warenwechsel auf etwa 5,5 Prozent. Rach den ersten Kursen war eine schwäch ere Welle festzustellen, die zu Rückgängen bis zu 2 Prozent führte. Später fetzten wieder kleine Bankkäufe ein, die die meisten Kurse wieder auf Anfangsniveau und teilweise noch darüber hinaus hoben. Lebhafteres Geschäft hatten aber nur hoben.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 5. Rov. Tendenz: ruhig. — Am heutigen Produktenmarkt war das" Geschäft sehr ruhig. Das Angebot von Inland- ware hatte wieder etwas zugenommen. Für Weizen machte sich vereinzelt etwas Kaufneigung gellend, bei leicht anziehendem Preise. Roggen war unverändert notiert. Sommergerste weiterhin stark vernachlässigt, doch im Preise unverändert, da das Angebot kein größeres Ausmaß annahm. Auch der Mehlmarkt war sehr ruhig. Preisveränderungen waren nicht eingetreten. Für Futtermittel hielt die Rachfrage bei unveränderten Preisen an. Es wurden notiert: Weizen (Hessen und Provinz Hessen-Rassau) Hektolitergewicht von 75 Kilogramm 257,50 bis 258,50; Roggen (Hessen, Provinz Hessen-Rassau und älnterf ranken) 165; Sommergerste für Brauzwecke 200 bis 215; Hafer, inländischer 152,50 bis 157,50; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 40,75 bis 41,75; Roggen mehl 25,60 bis 26,50; Weizenkleie 6,25; Roggenkleie 6,50.
Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 v. H., Lombardzinsfuß 6 o. H.
Frankfurt a. Ul
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Votum
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T'iniiche Noten ...» eitg!i|d)c Noten ....
« . -
111,88
20,355
112,32
20,435
6% Deutsche Reichsanlelhe
Hamvurg-Amertka Pakei . . Hamburg-Südam. Dampfschiff Hansa Dompsschifs.....
Norddeutscher Lloyd .... Allgemeine Deutsche Creditanst. Barmer Bankverein .... Berliner Handelsgesellschaft . Commen- und Privat-Bank. Darmstädter und Nattonalbanl Deutsche Bank und
Dtsconw-Gesellschast, . . . Dresdner Bank ...... Neichsbank........
i
75,5
74,75
73,25
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Bereinigte Stahlwerke .
68,5
—
68,5
68,6
Französische Noten . . .
16,433
16,493
von 1927 ..........
7% Deutlche Reichsanleihe von 1929 ........
Deutlche Anl^M>Iü1.-Schuld mit
Auslol.-Rechten .....
Desgl. ohne AuSlos.-Rechte . . .
8% Hell. VolkSstoa« von 1929 (rtdiabib. 102%)......
Lberhessen Provinz • Anleihe mit Auswi.-Rechten.......
Deutsche Komm. Sammelabl.
Anleihe Serie 1 ....
8% Tranis. Hyp.-Bank Goldpse.
XIII unlünbbar hi? 1934 . .
7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse unkündbar bis 1932 ....
4%% Rheinilche Hyp.'Bank
1 1 1 1 $ 1 1
6,75
87,1
98,4
54,25
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89
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97,13
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147
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111,5
229,5
Otavt Mlncn.....
Kaliwerke Aschersleben . Kaliwerke Westeregeln . Kaliwerke Salzdetfurth .
I. G. Farben-Industrte. Dynamit Nobel .... Scheldeanstalt..... Goldschmidt ..... RütgerSwerke ..... Metallgeselllchast. . . .
•
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264,75
143
42,13
50
Holländische Noten ....... Italienische Noten
Norwegische Noten ....".. Deutsch-Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten.......
Schwedische Noten.......
Schweizer Noten ......
Spanische Noten ........ Tschechoslowakische Noten.....
Ungariiche Noten ......
Deoifenmartl Berlin
lbö,51 21,88
111,88
58,95
2,47
112,33
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103,13
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73,50
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98,25
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—
—
AEG...........
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Philipp Hvlzmann . . .
77
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5 November
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Bergmann........
Elektr. Lieferungsgefellfchast. Licht und Kraft......
Felten & Guilleaume . . .
Gesellschaft für Elektrische
Unternehmungen ....
Hamburger Elellriziläts-Werke Rheinische Elektrizität . , . Schlesische Elektrizität. . . . Schuckert & Eo. . ..... Siemens & Halske ..... Transradto ........ Lobmeyer L Co.. ... . .
Buderus...... • . •
Deutsche Erdöl ......
Gelsenkirchener ......
Harpcner . ......
Hocich Elfen. . ...... Fi!e Bergbau.......
Klöckuerwerke ■ ...... Köln-Ncueilen..... •
Manncrmunn-Röhreu . . .
Mansselder Bergbau . . .
Obcrichlel Eilenbedarf ... | Lberschlef. Kokewerke . .
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10
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136 114,25
122,5 92,65
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1 —
Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt. . Wayß & Frey tag . . .
Schultheis Patzenhoser . Ostwerke.......
Aku.........
Bemberg.......
Zellstoff Waldkws . . . Zellstoss Aschaffenburg . Charlottenburger Wasser Dessauer GaS.....
Daimler Motoren . . . Deutsche Linoleum . .
Orenstein & Koppel • • Leonhard Tietz . . • • Svenöko ......
Frankfurter Maschinen . Grihner.......
Heuligenstaedt . . . . Zunghans. .....
Lechwerle.......
Moinkrastwerke Höchst a. Miag ......
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Botgi & Haeffner . . . Süddeutsche Zucker . .
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—
Amtlich, Geld
Notierung Nrie
AmMchr Geld
Notierung Sric
Ltqu. Goldpse.........
8% Pr. LandeSpiandbriefanstalt, Pfandbriefe R. i 9
8% Pr Landespian^briesanstaU, ftomm^Cbl. R. 20......
7% Pr Landecwiandbrtesanstalt, Psandbriese 81 21 .....
A.E.G abg. VorrnegS-Obltgatto- neu. rückzahlbar 1932 ....
4% Oesterretchtsche Goldrente . 4,20% Oesterreichijche Silberrente 4% Oesterreichtsche Einheitliche
Rente -.....
4% UngarlldK Goldrente . . . 4% Ungariiche StaatLrente v. 191C <y.% desgl. von 1913 4% Ungariiche Kronenrente . .
4% Türkische ZoUanleihe von 191 4% Türkische Bagbadbabn-Anl
Serie 1 . •
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6% Rumänische veretrch. Reute von 1903 . .
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7,423
73,38
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