Einzelbild herunterladen

Nr. 155 Drittes Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberheffen)

Samstag, 5. Zull (950

Wirtschaft.

Arbeitsmarkt und Konjunktur.

Werm in den nächsten Tagen, was toum anders zu erwarten ist, das Kabinett Brü­ning sein sogenanntes Deckungsprv- g r a m m unter Dach unb Fach haben wird, soll eS zur Ankurbelung der Wirtschaft kommen. Es liegen nach dieser Richtung hin eine ganje Reihe von Plänen des Reichswirtschaftsministe­riums vor, doch läßt sich noch keinesfalls über­blicken, in welcher Form sie sich verwirklichen lassen, da in gewissen Punkten mit Widerständen des Reichsarbeitsministeriums zu rechnen ist, das alS die umfassende Arbeitsbehörde naturnot­wendig zu einer Taktik gezwungen ist, die nicht immer nur vom wirtschaftlichen Gesichtspunkte aus beurteilt werden kaum Andererseits kön­nen Wirtschaftsankurbelungspläne doch auch nur im Rahmen der vorhandenen Mittel zur Durch­führung kommen, wenn auch in Anbetracht der Billigkeit des Geldes gerade in diesen Tagen der Anleihemarkt besvnd^s zugänglich ist.

tim die Situation zu begreifen, in ter wir rrns gegenwärtig befinden, muh man sich ein­mal die Lage in ihren Einzelheiten vor Augen führen. Rach wie vor müssen wir mit einer Arbeitslosenziffer rechnen, die nicht viel unter dem Höchststände des vergangenen Win­ters liegt. Die Durchschnittszahl ist sogar in den letzten Monaten immer weiter angestiegen, so daß wir jetzt bereite mit 1,9 Millionen rechnen, während wir im Mai noch mit 1,7 Millionen rechnen konnten. DaS bedeutet also, daß der Baumarkt so gut wie gar keine Entlastung gebracht hat, was wohl darauf zurückzuführen ift, daß der Reubau zur Zeit ganz besonders unter den hohen Preisen leidet. Gewiß wird in den nächsten Wochen die Landwirtschaft weitere Ar­beitskräfte benötigen, doch wäre es verfehlt, nach dieser Richtung hin mit einer wesentlichen Besserung auf dem Baumarkte zu rechnen.

Somit gehen wir einem Winter entgegen, dessen Arbeitslosenziffern bald die Dreimillionengrenze überschreiten dürste, vorausgesetzt, daß es nicht schon jetzt gelingt, irgendwie eine regere Tätig­keit in der Wirtschaft zu ermöglichen. Was bis- her von der Reichsregierung geplant ist, bewegt sich in der Hauptsache in den Grenzen des Etats.

Man will die gesamten Aufträge der Reichsbahn und der Reichspost, die über das ganze Iahr verteilt sind, möglichst schon jetzt zur Ausführung bringen, in der Hoff­nung, daß durch diese Auftragssteigerung auch nach anderen Richtungen hin eine Belebung in der Wirtschaft eintritt. Hier handelt es sich um Brückenbau, um den Wegebau, um Ausbesse­rungsarbeiten und in geringerem Umfange um eine Erneuerung des Maschinen- und Wagen­parks der Reichsbahn. Da die Reichsbahn selbst unter einem starken Defizit zu leiden hat, wird hier in erster Linie die Aufnahme eines Kredites erforderlich fein, weshalb ja schon feit einiger Zeit in diesem Zusammenhänge Ver­handlungen geführt werden, deren positiver Aus­gang kaum zu bezweifeln ist.

Damit ist aber zunächst das Ankurbe­lungsprogramm erschöpft. Denn man darf nicht vergessen, daß der Reichsfinanzminister u. a. im Etat zahlreiche Reubauten streichen muhte, um überhaupt zu einer Balancierung zu kom­men. Aus diesem Grunde müssen unbedingt Mittel und Wege gefunden werden, um die Preissen­kungsaktion auch weiterhin zu fördern. Denn es ist doch ein offenes Geheimnis, daß unsere 3n- dustrie durch ihre hohen Preise, die zum Teil fraglos durch die hohen Gestehungskosten ver­ursacht sind, nicht mehr konkurrenzfähig ist. Die De r h a n d l u n gen zwischen Arbeitge­bern und Arbeitnehmern sind leider vorläufig zu keinem Ergebnis gelangt und konn­ten wohl kaum zu sinem Ergebnis kommen, weil die Arbeitnehmer durch zahlreiche Um­stände, wie die Erhöhung der Verkehrstarife, der Mieten und der Schulgelder im Hinblick auf eine Senkung der Lebenshaltungspreise skeptisch wurden. Es hat also nach dieser Richtung hin an einer Regie gefehlt.

Die Wendung in der Konjunktur ist leider immer noch ein Traum der Optimisten. Die Welt­wirtschaftskrise wirkt sich auch bei uns in Deutsch­land aus, und es wird der größten Anstren­gungen bedürfen, um wenigstens einigermaßen bie beutsche Wirtschaft über bem Wasser zu

halten. Konjunktur unb Arbeitsmarkt sind aber eng miteinander verbunden Unb so erscheint es doch angebracht, bei der praktischen Durch­führung der Eanierungsaktion auch einmal von dieser innigen Verbindung auszugehen.

Wochenbericht

vom Frankfurter Effektenmarkt.

Zu Beginn des neuen Wochenabschnittes war die Tendenz freundlich und die Kurse konnten sich weiter befestigen. DaS Geschäft war aber im allgemeinen ziemlich gering, da der Order- eingang noch keine Vermehrung erfahren hatte. Rur in den Spitzenwerten machte sich eine re­gere Umsahtätigkeit bemerkbar, da die Kulisse vereinzelt im Zusammenhang mit der besseren Beurteilung der innerpolitischen Lage und deS bevorstehenden Ultimos zu Deckungen schritt. Anregungen von wirtschaftlicher Bedeu­tung waren nicht vorhanden, aber es waren auch keine nachteiligen Momente in Erscheinung getreten. Die wirtschaftliche Zukunft wurde wie­der etwas optimistischer beurteilt, da man große Hoffnungen auf die Wirtschaftsankur- b e l u n g s v e r f u ch e seht. Cs ergaben sich teil­weise ganz beträchtliche Kursbesserungen. Das Publikum blieb tem Markte aber nach wie vor fern, nur vereinzelt waren wieber Aufträge von Auslanbsfeite eingetroffen. In verschiedenen Aktienpapieren wurden von dieser Seite, haupt­sächlich am Elektromarkt, Abgaben vor- genommen. was aber nicht mehr so stark ins Ge­wicht fiel; sonst hatten die QH>gaben ganz nach­gelassen. Auch am 1. Iuli, am Tage terRhein- landsbesreiung, war die Tendenz noch freundlich, obwohl das Geschäft nur sehr lang- fam in Gang kam; es war an diesem Tage eine Verzögerung der Kursfestung zu verzeichnen, was aber auf eine vorhergehende Feier in Anbe­tracht der Rheinlandbefreiung, die einen- schlich­ten und würdigen Verlauf nahm, zurückzuführen war. Die Kurse konnten sich weiter erholen, so daß trotz des plötzlichen Tendenzumschwunges am nächsten Tage bei einem Vergleich mit den Kursen gegenüber der vergangenen Woche über­wiegend noch mehrprozentige Kursgewinne übrig­blieben. Verstimmend wirkten die wieder schwache Reuhorker Börse, die sich immer mehr ausprägende Orderlvsigkeit, der Teil streik im Rord-We st deutschen In dustrierevier, die immer noch nicht be­seitigten innerpolitischen Reibereien und der zur Tatsache gewordene Zwangsetat für die Stadt Berlin. Das Geschäft stagnierte von diesem Augenblick an fast vollkommen. Die Alebertoinbung bes Ultimos Haie keine Schwie­rigkeiten bereitet, blieb aber trohbem ohne Wir­kung. Auch konnte man von ben erhofften Reu- engagernents nichts bemerken. Die Kulisse war in jebem Fall auf sich selbst angewiesen. Zum Wochenschluh war die Tendenz erneut schwächer, zumal 'Gerüchte auftauchten, wonach der Ge­schäftsgang der Schiffahrtsgeiellschaf- ten im laufenden Geschäftsjahr so schlecht sei. daß in diesem Iahr mit einer Dividendenvertei­lung nicht gerechnet werden könne. Aber gleich­zeitig wurde babei erwähnt, daß ein Bonus auf der Basis der lehtjährigen Dividende als Entschädigung gezahlt würde. Rach diesen Aeu- ßerungen war die Zukunftsbeurteilung der Schisfahrtsgefellschaften sehr pessimistisch, und die Börse wurde hiervon ausgehend ungünstig be­einflußt und trug einen deprimierenden Charak­ter. Die Kulisse schritt in größerem Umfange, in der Hauptsache am Schiffahrtsmarkt, zu W- gaben, die an diesem einen Tag bis zu 6 Pro­zent einbüßten.

Ein von der Verwaltung verbreitetes Dementi machte kaum Eindruck und führte zu keiner Besse­rung. Trotzdem gingen gegenüber der vergange­nen Woche die Dergleichsverluste nicht über zwei Prozent hinaus, da anfangs Schiffahrtsaktien ziemlich Interesse auf sich lenken konnten. Rur Kali werte waren bis zu 5 Prozent, und Zellstoff W a l d h o f bis zu 9 Prozent nie­driger. Sonst ergaben sich im allgemeinen Besse­rungen bis zu 2Prozent. Chadeaktien wa­ren auf die Stabilisierungsbestrebungen der spa­nischen Valuta gesucht und 10 Mk. fester. Am Devisenmarkt war die Mark wieder be­festigt. Renten hatten nur kleines Geschäft; deutsche Anleihen lagen höher. Don Ausländern

waren Russen und Mexikaner gefragter. Am^ Geldmarkt war Tagesgeld nach einer vorübergehenden Anspannung infolge des Ulti­mo« (5 Prozent) wieder leichter (4 Prozent) unb ziemlich an geboten. Monatsgelb erfuhr kaum eine Dersteifung.

Wochenbericht

vom Frankfurter Produktenmarkt.

Trotz bet festeren Ueberfcetnelbungen eröff­nete bie neue Woche allgemein in ruhiger Hal­tung. Das Geschäft war weiter sehr klein. Das Angebot war nur in Weizen neuer Ernte etwas größer, fanb jeboch kaum Interesse. Wei­zen alter Ernte war nur wenig verändert. Die Grundstimmung des Marktes war jedoch allge­mein etwas fester gestinnnt, was auf die an­haltende Trockenheit der letzten Tage zurückzu­führen war, und somit die Landwirtschaft zur Dorsicht bei Herausgabe von Offerten veran­laßte. Die Käufer und Derkäufer stehen sich weiterhin abwartend gegenüber. Gegen Wochen- fchluß konnte sich für Futtermittel ver­stärktes Interesse geltend machen, was mit den ungünstigeren Ernteaussichten für Futtergetreide in Zusammenhang gebracht wurde. Auch Ha- f e r war infolgedessen stärker gefragt und höher.

2lm Weizenmarkt war wie schon er­wähnt, die Umsatztätigkeit klein und die Preise kaum verändert. Roggen konnte sich etwas befestigen, doch war auch hier das Geschäft äußerst gering. Hafer auf Befürchtungen we­gen des Ernteausfalls weiter etwas fester, je­doch ebenfalls ohne besondere Umsätze. Für Gerste wurde die Rotiz wiederum infolge des kleinen Angebots ausgesetzt.

Für Mehle bestand weiterhin große Zurück­haltung. Roggenmehl war für spätere Ter­mine etwas beachtet. Weizenmehle wur­den für nahe Sichten mehr beachtet, während für fernere Sichten nur mit großer Dorsicht ge­kauft wurde. Roggenmehl war unverändert, wäh­rend für Weizenmehle die Konventivnspreise um 25 Pf. je 100 Kilo erhöht wurden.

Am Futtermittelmarkt war die Ten­denz, wie schon erwähnt, fest. Weizen- und Roggenkleie lagen je 1 Mark hoher. Auch für Rachmehle machte sich größere Rachfrage bemerkbar, da die Mühlen durch die ein­geschränkte Mahltätigkeit wenig Anfall haben. Hülsenfrüchte unverändert. Rauhfut- t e r m i 11 e I gleichfalls fester.

Im Vergleich mit den Preisen der vergange­nen Woche konnte Hafer 5 Mark und Roggen 1 Mark anziehen, während Weizen unverändert lag.

Die Woche schloß zu folgenden Rotierungen: Weizen 305307,50, Rogen 164166, Hafer 167,50170, Weizenkleie 7,507,75; Weizen­mehl, südd., 43,5044,50, Weizenmehl, nieber- rhein., 43,2544,25, Roggenmehl 24,5025,50, Roggenkleie 7,50.

Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmarkt. Der Frankfurter Schlachtviehmarkt verzeichnete in biefer Woche trotz des zumeist geringeren Auf­triebs wieder ziemlich schleppendes Geschäft, doch wurden die Märkte fast ausverkauft. Einen ziem­lich empfindlichen Verlust hatten wiederum K ä l * b e r, die bis zu 4 Mark nachgaben, was auf bie weitere Verringerung ber Rachfrage zu- rückgesührt würbe. Auf bem Rinber markt war ber Austrieb geringer als in ber Vorwoche, genügte jedoch ber Nachfrage. Das angetrie­bene Vieh war von mittlerer Qualität. Bei mäßig regem Geschäft wurde ausverkauft. O ch - s en unb rsen hatten etwas lebhaftere Nach­frage, so daß hier bie Preise etwas anzogen, währenb Kühe einen kleinen Verlust zu. ver­zeichnen hatten. Etwa 50 Prozent des Auftriebs wurden wieder in bie bekannten Versorgungsge­biete ausgesührt. Am Auftrieb bes Schwei- nemarltes hat sich gegenüber ber vergange­nen Woche nur wenig geänbert. Das Geschäft verlief am Haupt- sowie Nebenmarkte fchlep- penb. Bei weiter weichenden Preisen verblieb Heberftanb, der aber von der Reichsstühungs- ftelle nach Frankreich ausgeführt wurde. Fett- s ch w e i n e waren wiederum nahezu unverkäuf- lich. Der Auftrieb des Schafmarktes war in dieser Woche erheblich großer, doch wurde keine Notiz hergestellt. Der G e s a m t a u f - trieb bestand aus 1372 Rindern, darunter be­fanden sich 295 Ochsen, 98 Dullen, 562 Kühe

-unb 305 Färsen, ferner auS 1531 Kälbern, 148 Schafen unb 5759 Schweinen. Im Vergleich mit bem Auftrieb ber vergangenen Woche waren 166 Rinber, 54 Kälber und 75 Schweine weni­ger am Markt, dagegen standen 70 Schafe mehr zum Verkauf. Bezahlt wurde pro Zentner Le­bendgewicht in Mark: Ochsen al) 5861, a2) 54 bis 57, bl) 4853. Dullen a) 5256, b) 4851. Kühe a) 46-49, b) 42-45, c) 36-41, d) 3035. Färsen a) 5962, b) 54-58, c) 50-53. Schaf« nicht notiert. Kälber b) 7074, c) 6569, d) 55 bis 64. Schweine b) 5760, c) 6164. d) 6164, e) 6062. Im Vergleich mit den Notierungen der vergangenen Woche waren Ocbfen und Fär­sen bis zu 2 Mark teurer, während Kühe 1 Mk^ Kälber 4 Mk. und Schweine 2 Mk. billiger wa­ren. Dullen blieben behauptet.

Die Preisindexziffer berM e« tallwirtschaf t". Die Preisindexziffer bei Metallwirtschaft" stellte sich am 2. Iuli auf 89,3 gegen 89,5 am 25.3uni (Durchschnitt 1909 13 gleich 100), fiel also um 0,2 Prozent. Für big einzelnen Metalle würben nach dem Preisstand vom 2. Iuli 1930 folgenbe Einzelinbexziffern er« rechnet: Kupfer 86,0 (86,0), Blei 110,9 (110.2), Zink 65.7 (66,7), Zinn 75,1 (76,4), Aluminium 132.0 (132,0), Nickel 107,7 (107.7), Antimon 74,7 (74,7).

* Der Einzelhande 1 im Frankfur­ter Bezirk. Im zweiten Dierteljahr 1930 fetzte sich im Einzelhandel, wie die Frankfurter Handelskammer berichtet, die rückläufige Kon­junktur fast allgemein weiter fort. Die Hmsäya lassen, in den meisten Branchen zu wünschen übrig. Die große Arbeitslosigkeit die ungünstig« Lage der Landwirtschaft, die Nichtbelebung deS Baumarktes machen sich immer stärker bemerk­bar. Nach wie vor werden nur die allernotwen­digsten Artikel gekauft. Don einer ©aifonbele- bung konnte nicht gesprochen werden; der Ab­satz an den wenigen guten Tagen formte die Aus­fälle nicht wettmachen.

' Adlerwerke vorm. HeinrichKleher AG., Frankfurt a.M. In der Aufsichtsrats­sitzung der Adlerwerke vorm. Heinrich Kleyer AG. wurden die Rechnungsabschlüsse per 31. Oktober und per 31. Dezember 1929 vorgelegt. Es wurde beschlossen, der Generalversammlung vorzuschla- gen: Ein Betrag von 2 750 000 Mk. soll für Ab­schreibungen und darüber hinaus für Wert­berichtigungen Verwendung finden. 270 000 Mk. werden dem gesetzlichen Reservefonds zugeführt. 65 000 Mk. sollen vorgetragen werden. Diese Ergebnisse stammen lediglich aus Betriebs- Überschüssen, die es auch ermöglichten, die bei ber Sanierung geschaffenen stillen Reserven wei­ter zu erhöhen. Der Almsah in Automobilen stieg im Geschäftsjahr 1928/29 gegen baS Vor­jahr stückmäßig um 35 Prozent unb wertmäßig um 25 Prozent. Der Gesamtumsatz betrug in bet Zeit vom 1. Oktober 1928 bis 31. Dezember 1929 runb 80 Millionen Mark. Im ersten Halbjahr 1930 ist gegen bas erste Halbjahr 1929 eine wei­tere stückmäßige Almsahsteigerung von 25 Prozent in Automobilen erreicht worben.

Frankfurter Abcndbörse.

Frankfurt a. M., 4. Iuli. Tendenz: ge­schäftslos. An der Abendbörse war die Haltung im allgemeinen behauptet. Die Almfaßtätigfeit hielt sich mangels Anregungen in ben engsten Grenzen. I.-G.-Farben lagen zunächst etwas schwächer, konnten aber später wieder anziehen. Banken und Schiffahrtswerte blieben gut ge­halten, während Miag ihre Abwärtsbewegung um 1 Prozent fortfehten. Im freien Markt trat nach Chadeaktien zu 4 Mark höherem Kurs Nachfrage hervor. Anleihen geschäftslos. Neu- befitzanleihe 8,75, Altbefitzanleihe 59,80, Barmer Bank 122, Commerzbank 140,50, Danatbank 205, Dresdner Dank 133, Reichsbank 256,50, Gelsen­kirchen 126, Salzdetfurth 360, Klocknerwerke 96, Phönix 86, Rhein. Braunkohlen 221,50, Ahein- stahl 102, Stahlverein 85,50, Aku 93,25, AEG. 149,50, Dem berg 97, Chade 318, Daimler 32,50, Dt. Linoleum 201,50, Licht u. Kraft 144,50, I.-G - Srarben 158,25, Felten 107, Gesfürel 145, Hokz- mann 88, Rheag 142, Schuckert 164,50, Zettstoff Waldhof 141, Hapag 99,50, Lloyd 99,25.

Berliner Produktenmarkt.

Berlin, 4. Iuli. Die Preisgestaltung am Produktenmarkt war heute nicht ganz einheit­lich. Das Inlandangebot von Weizen alter Ernte bleibt zwar gering, da aber die Belebung deS

Die hinter

Frankfurt a.M.

)en Papieren

Berlin

Kurszettel

^geführten Ziffern geben

der B

die Höhe ber

Aranksurt a.M

erliner

zuletzt beschlo

Berlin

und Franks

Jenen Dividende an. R

nrter' eichsbankdisk

Frankfurt a. M.

Börse.

ont 4 d. 5)., L

Berlin

rrnbarbzinsfuß 5 o. H.

Banknoten.

Schluß« hir<

SchiuM Abenb- börfe

Schluß­kurs

Schlußk.

Miiiaq- bSrse

Schluß­kurs

Schluß!. Abend- börse

Schluß­kurs

Scklußk. JJliHay börse

Schluß­kurs

Schluß!. Abmd­börse

Schlüß­en«

Schlußk. mittag» borfe"

Äerlin, 4. Juli

Selb

Dries

Amerikanische Noten......

Belgische Noten. .......

Dänische Noten ........

Englische Noten ........ ssranzusische Noten.......

Holländische Noten.......

Italienische Noten........

Norwegische Noten.......

Deutsch-Oesterreich, ä 100 Schilling Rumänische Noten.......

Schwedische Noten ....... Schwei,« Noten........

Spanische Noten........

Tschechoslowakische Noten.....

Ungarische Noten........

Devisenmarkt Berlin

4,173

58,58

112,03

20,35

16,457

168,21

22,04

112 03

59,27

2,475

112,35

81,44

48,30

12,45

73,13

- Frankfurt

4,193

58,82

112,47

20,43

16,517

168,89

22,12

112,47

59,51

2,495

112,79

81,76

48,50

12,51

73,43

a. M

Datum

6% S>eunO)t neiajaatueiQc

7% Deutsche Reichsanleihe von 1929 ..........

Deutsche Anl.-AblSs.-Schuld mit

Auslos. Rechten.......

De-gl. ohne Ausios.-Rechte . . 8% Heil. BolMaat von 192» krückzablb. 102%)......

Oberhessen Provinz - Anleihe nri: Sluslos.-Rechten......

Deutsche Komm. Sammelabl.

Anleihe Serie 1.......

8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe

XIII unkündbar bi« 1934 . . . 7% ffrankf. Hyp.-Bank Soldpfe unkündbar bis 1932 .....

<WX» Rheinische Hyp.-Bank

Liou. Goldpse.........

8% $t. L an deSpsandbriefanstall, Pfandbriefe R. 17......

8% Pr. LandeSpiandbriefanstall, Komm.-Lbl. R. 20......

7% Pr. Landespsandbriefanstalt, Dfandbriese R. 10......

V E-S. ab0. BorkriegS-Obligatio nen, rückzahlbar 1932 .....

4% Destorretchtsche Golbrente . . 4,20% Oesterrrichische Silberrenke 4% Oesterreich»che Einheitlich.

Rente...........

«% Ungarische Soldrente .... 4% Ungarische StaatSrente v. 1910 4ft% desgl. von 1913.....

4% Ungarische Kronenrente . . . 4% Türkische Zollanlethe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anl

Serie I...........

4% desgl. Serie 11.......

6% Rumänische vereinh. Rente von 1903 ..........

ty*% Rumänische vereinh. Rente von 1913 ..........

8% Rumänische vereinh. Rente .

3 7

87,5

103,25

59,65

8,95

96,25

101,5

- 96

91

101

97,5

96

94

26,75

2,75

2

23,65

1,95

5.13

5,2

9,65

T,65

4 7

87,5

103,25

59,8

8,75

57

58,25

101,5

96,25

91

101

97,5

96

94

26,9

2,75

2

23,4

1,9 5

9,65

16

7,7

3 7

88

103,75

59,4 8,9

96,75

57,9

101

97,5

95,5

1,9

23,5

20,25

1.95

5

3,1

5,05

9,6

16,4

7,75

4 7.

103,75

59,75 8,7

95

58

101

97,5

96

26,8

2,85

23,4

19,9

20,75

1,95

5

5,1

5,1

9,65

16,2

7,7

Datum

Hamdurg-Amerika Pate, ...» Hamburg-Südam. Dampfschiff. 8 Hansa Tampsschtss.....10

Norddeutscher Lloyd.....8

Allgemeine Deutsche Eredttanst. 10 Barmer Bankverein .... 10 Berliner Handelsgesellschaft . 12 Commerz und Prrvat-Bank . 11 Darmstädter und Nationalbank 12 Deutsche Bank und

DiSconlo-Gesellschaft, ... 10

Dresdner Bank......10

Retchsbank....... 12

A.S.S............8

Bergmann.........9

Elektr. LteserungSgesellschast. 10

Licht und Kraft......10

Felten & Guilleaume . . . 7 yt Gesellschaft für Elektrische

Unternehmungen .... 10 Hamburger ElektrizitätS-Werke 10 Rheinische Elektrizität .... 9 Schlesische Elektrizität. ... 10 Schuckert & Co. ...... n Siemens & Halske.....16

Transradio.........8

Lahmeyer L Eo.. ..... io

Buderus....... 6

Deutsche Erdöl.......6

Essener Steinkohle......8

Gelsenkirchener.......8

Harpener..... 0

Hoesch Eisen........6y,

I.se Bergbau..... . 10

Llöcknerwerke..... 7

Köln-Neuessen........7

Mannesmann-Röhren .... 7 Mansfelder Bergbau.....7

Lberschles. Eiienbedars .... 6 Lberschle!. Kokswerke.

Phönii Bergbau......6%

Rheinische Braunkohlen . . 10 Rhein stahl ......... 6 Riebeck Montan......7,2

3 7

99,5

99,5

411,75

122,25

141

204,5

132,25

133,5 255

150

144

108

145,5

165,5 212

160

75

126

121

96,5

93,4

87

219

103

4 7

99,5

99,25

111,75

122

158

140,5

205

132

133

256,5

149,5

144,5

107

145

142

164,5

160

74

126

120,5

96

93,1

86

221,5

102

3 7

99.75 160,5

132

100 112,5

122 158,5

141 203,65

132,25

133 256,5

150,4

178 139,25

144

108

144,5

142

146 163,25 212,5

160

75 85,5

127 121,5

96 238,5 96,13 93,25

94,4 65,75

61 93,75

87

219

103

4 7.

99

131

99

112

122 157,25 140.65 204,5

132

133

258

150,9

178 139,75 142.9

108

145,4

141,5 146,25 164,74

210,5

160

74 86,25

125,75 120,65

95

96,25

92,5 93,75 65,25 59,75

93,5

86

222 101,75

Datum

Bereinigte Slahiwerle.....

Claoi Minen......16'/,

Kaliwerke Aschersleben ... 10 Kaliwerke Westeregeln ... 1V Kaliwerke Salzdetfurth . . . 15

1.0. Farben Industrie ... 12 Dynamit Nobel.......6

Scheide anstalt........9

Goldschmidt........5

Rütgerswerke........6

Metallgelellschaft.......8

Dhilipp Hol;mann......7

Zementwerk Heidelberg . . 10 Eementwerk Karlstadt. ... 10 Wavb & Freytag......8

SchuliheiS Patzenhofer ... 15 Cftrotrfe.........12

Aku...........18

Bemberg.........14

Zellstoff Daldbof .... 13*/, Zellstoff Aschaffenburg ... 12 Charlottenburger Wasser ... 8 Dessauer GaS ........ 9 Daimler Motoren......v

Deutsche Linoleum ...... Maschinenbau A^G. ..... V

Rat. Automobil.......0

Orenstein & Koppel.....6

Leonhard Tietz......10

Svenska...........

Frankfurter Maschinen . . . . 4

Griyner....... 6

Heyl>genst«ht.......0

Iunghane...........6

Lcchwerke..........e

Mmnkraftw«re Höchst a. M.. .8 Miag...........io

Gebr. Roeder ...... io Boigt & Haeffner ...... 9 Süddeutsche Zucker .... 10

3 7

86,5

203

207

362

159,4

144

58

58

113

89

111

135

75

I

-

93

143

108,5

32,5 201

1481

24

3'

ai

80

110

105

156

4 7

85,5

203

360

158,25

143

57,5

57,5

113

88 110,5

75,75

I

93,25

97

141

106

32,5

201,5

146

309

1

37,5

96

1 80

104

105

l 147

1 156

3 7

87

42,4

202,5

207

363

158,5

75

58

57,75

113,5

89

76

286

233

88

91,5

142,5

106,5

101

148,9

32,75

200

L6

68

149

309,5

23,5

31,65

38

110

150

154,75

4 7.

86

42,25

200

205

362,25

158,75

58,25

57,9

113

88,25

76

286

233,5

93,9

96,5

140

104

100

148,9

32

201

46,5

68,25

147

309,5

38

104

147

155

Amst.-Nokt. Bnen.-AireS Brss. Antw Christian ia. Kopenhagen Stockholm . HeMngforS. Italien. . . London. . . Weunorf . . Poris.... Schwei; .. Spanien. Japan . . . 'Kto de Ian Wien in T.- Lest. abgest Hetjrab Budapest. . Bulgarien. Lissabon . . Tanüg. . . Konstantin. Athen. . . Tanada . . Uru uay. . Cairo . . .

3. 3uli

4.2ul>

Amtliche Geld

168,48 1,517

58,50

112,20

112,19

112,56

10,544

21,95

20,376

4,1885

-16,46

81,30

47.50

2,072

0,471

59,15

12,431

7,415

73,29

3,037

18,80

81,50

1,784

5,43

4,186

3,521

20,79

J,o'itrung ZMr

168,82 1,521 58,62

112,42 112,41 112,78 10,564

21,99 20,416 4,1965

16,50 81,46

47,60 2,076

0,473

59,27 12,451

7,429 73,43

3,043 18,84

81,66 1,789

5,44 4,194 3,534

20,93

Bmlhche Selb

168,48 1,496

58.52

112,20

112,20

112,56

10,547

21,94

20,378

4,190 16,47

81,30 48,40

2,075

0,64

59,16

12,43

7,418

73,32

3,037

18,82

81,46 1,785

5,425

4,186

3,566

20,089

Notierung I 23riet

168.82 1,500

58.64

112.42

112.42 112,73

10,567

21,98 20,418

4,198

16,51

81,46 48,50

2,079 0.66

59,28 12,45

7,432

73,4«

3,043

18,86

81,62 1,789

5,435

4,194 3,574

20,09