Nr. 155 Drittes Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberheffen)
Samstag, 5. Zull (950
Wirtschaft.
Arbeitsmarkt und Konjunktur.
Werm in den nächsten Tagen, was toum anders zu erwarten ist, das Kabinett Brüning sein sogenanntes Deckungsprv- g r a m m unter Dach unb Fach haben wird, soll eS zur Ankurbelung der Wirtschaft kommen. Es liegen nach dieser Richtung hin eine ganje Reihe von Plänen des Reichswirtschaftsministeriums vor, doch läßt sich noch keinesfalls überblicken, in welcher Form sie sich verwirklichen lassen, da in gewissen Punkten mit Widerständen des Reichsarbeitsministeriums zu rechnen ist, das alS die umfassende Arbeitsbehörde naturnotwendig zu einer Taktik gezwungen ist, die nicht immer nur vom wirtschaftlichen Gesichtspunkte aus beurteilt werden kaum Andererseits können Wirtschaftsankurbelungspläne doch auch nur im Rahmen der vorhandenen Mittel zur Durchführung kommen, wenn auch in Anbetracht der Billigkeit des Geldes gerade in diesen Tagen der Anleihemarkt besvnd^s zugänglich ist.
tim die Situation zu begreifen, in ter wir rrns gegenwärtig befinden, muh man sich einmal die Lage in ihren Einzelheiten vor Augen führen. Rach wie vor müssen wir mit einer Arbeitslosenziffer rechnen, die nicht viel unter dem Höchststände des vergangenen Winters liegt. Die Durchschnittszahl ist sogar in den letzten Monaten immer weiter angestiegen, so daß wir jetzt bereite mit 1,9 Millionen rechnen, während wir im Mai noch mit 1,7 Millionen rechnen konnten. DaS bedeutet also, daß der Baumarkt so gut wie gar keine Entlastung gebracht hat, was wohl darauf zurückzuführen ift, daß der Reubau zur Zeit ganz besonders unter den hohen Preisen leidet. Gewiß wird in den nächsten Wochen die Landwirtschaft weitere Arbeitskräfte benötigen, doch wäre es verfehlt, nach dieser Richtung hin mit einer wesentlichen Besserung auf dem Baumarkte zu rechnen.
Somit gehen wir einem Winter entgegen, dessen Arbeitslosenziffern bald die Dreimillionengrenze überschreiten dürste, vorausgesetzt, daß es nicht schon jetzt gelingt, irgendwie eine regere Tätigkeit in der Wirtschaft zu ermöglichen. Was bis- her von der Reichsregierung geplant ist, bewegt sich in der Hauptsache in den Grenzen des Etats.
Man will die gesamten Aufträge der Reichsbahn und der Reichspost, die über das ganze Iahr verteilt sind, möglichst schon jetzt zur Ausführung bringen, in der Hoffnung, daß durch diese Auftragssteigerung auch nach anderen Richtungen hin eine Belebung in der Wirtschaft eintritt. Hier handelt es sich um Brückenbau, um den Wegebau, um Ausbesserungsarbeiten und in geringerem Umfange um eine Erneuerung des Maschinen- und Wagenparks der Reichsbahn. Da die Reichsbahn selbst unter einem starken Defizit zu leiden hat, wird hier in erster Linie die Aufnahme eines Kredites erforderlich fein, weshalb ja schon feit einiger Zeit in diesem Zusammenhänge Verhandlungen geführt werden, deren positiver Ausgang kaum zu bezweifeln ist.
Damit ist aber zunächst das Ankurbelungsprogramm erschöpft. Denn man darf nicht vergessen, daß der Reichsfinanzminister u. a. im Etat zahlreiche Reubauten streichen muhte, um überhaupt zu einer Balancierung zu kommen. Aus diesem Grunde müssen unbedingt Mittel und Wege gefunden werden, um die Preissenkungsaktion auch weiterhin zu fördern. Denn es ist doch ein offenes Geheimnis, daß unsere 3n- dustrie durch ihre hohen Preise, die zum Teil fraglos durch die hohen Gestehungskosten verursacht sind, nicht mehr konkurrenzfähig ist. Die De r h a n d l u n gen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern sind leider vorläufig zu keinem Ergebnis gelangt und konnten wohl kaum zu sinem Ergebnis kommen, weil die Arbeitnehmer durch zahlreiche Umstände, wie die Erhöhung der Verkehrstarife, der Mieten und der Schulgelder im Hinblick auf eine Senkung der Lebenshaltungspreise skeptisch wurden. Es hat also nach dieser Richtung hin an einer Regie gefehlt.
Die Wendung in der Konjunktur ist leider immer noch ein Traum der Optimisten. Die Weltwirtschaftskrise wirkt sich auch bei uns in Deutschland aus, und es wird der größten Anstrengungen bedürfen, um wenigstens einigermaßen bie beutsche Wirtschaft über bem Wasser zu
halten. Konjunktur unb Arbeitsmarkt sind aber eng miteinander verbunden Unb so erscheint es doch angebracht, bei der praktischen Durchführung der Eanierungsaktion auch einmal von dieser innigen Verbindung auszugehen.
Wochenbericht
vom Frankfurter Effektenmarkt.
Zu Beginn des neuen Wochenabschnittes war die Tendenz freundlich und die Kurse konnten sich weiter befestigen. DaS Geschäft war aber im allgemeinen ziemlich gering, da der Order- eingang noch keine Vermehrung erfahren hatte. Rur in den Spitzenwerten machte sich eine regere Umsahtätigkeit bemerkbar, da die Kulisse vereinzelt im Zusammenhang mit der besseren Beurteilung der innerpolitischen Lage und deS bevorstehenden Ultimos zu Deckungen schritt. Anregungen von wirtschaftlicher Bedeutung waren nicht vorhanden, aber es waren auch keine nachteiligen Momente in Erscheinung getreten. Die wirtschaftliche Zukunft wurde wieder etwas optimistischer beurteilt, da man große Hoffnungen auf die Wirtschaftsankur- b e l u n g s v e r f u ch e seht. Cs ergaben sich teilweise ganz beträchtliche Kursbesserungen. Das Publikum blieb tem Markte aber nach wie vor fern, nur vereinzelt waren wieber Aufträge von Auslanbsfeite eingetroffen. In verschiedenen Aktienpapieren wurden von dieser Seite, hauptsächlich am Elektromarkt, Abgaben vor- genommen. was aber nicht mehr so stark ins Gewicht fiel; sonst hatten die QH>gaben ganz nachgelassen. Auch am 1. Iuli, am Tage terRhein- landsbesreiung, war die Tendenz noch freundlich, obwohl das Geschäft nur sehr lang- fam in Gang kam; es war an diesem Tage eine Verzögerung der Kursfestung zu verzeichnen, was aber auf eine vorhergehende Feier in Anbetracht der Rheinlandbefreiung, die einen- schlichten und würdigen Verlauf nahm, zurückzuführen war. Die Kurse konnten sich weiter erholen, so daß trotz des plötzlichen Tendenzumschwunges am nächsten Tage bei einem Vergleich mit den Kursen gegenüber der vergangenen Woche überwiegend noch mehrprozentige Kursgewinne übrigblieben. Verstimmend wirkten die wieder schwache Reuhorker Börse, die sich immer mehr ausprägende Orderlvsigkeit, der Teil streik im Rord-We st deutschen In dustrierevier, die immer noch nicht beseitigten innerpolitischen Reibereien und der zur Tatsache gewordene Zwangsetat für die Stadt Berlin. Das Geschäft stagnierte von diesem Augenblick an fast vollkommen. Die Alebertoinbung bes Ultimos Haie keine Schwierigkeiten bereitet, blieb aber trohbem ohne Wirkung. Auch konnte man von ben erhofften Reu- engagernents nichts bemerken. Die Kulisse war in jebem Fall auf sich selbst angewiesen. Zum Wochenschluh war die Tendenz erneut schwächer, zumal 'Gerüchte auftauchten, wonach der Geschäftsgang der Schiffahrtsgeiellschaf- ten im laufenden Geschäftsjahr so schlecht sei. daß in diesem Iahr mit einer Dividendenverteilung nicht gerechnet werden könne. Aber gleichzeitig wurde babei erwähnt, daß ein Bonus auf der Basis der lehtjährigen Dividende als Entschädigung gezahlt würde. Rach diesen Aeu- ßerungen war die Zukunftsbeurteilung der Schisfahrtsgefellschaften sehr pessimistisch, und die Börse wurde hiervon ausgehend ungünstig beeinflußt und trug einen deprimierenden Charakter. Die Kulisse schritt in größerem Umfange, in der Hauptsache am Schiffahrtsmarkt, zu W- gaben, die an diesem einen Tag bis zu 6 Prozent einbüßten.
Ein von der Verwaltung verbreitetes Dementi machte kaum Eindruck und führte zu keiner Besserung. Trotzdem gingen gegenüber der vergangenen Woche die Dergleichsverluste nicht über zwei Prozent hinaus, da anfangs Schiffahrtsaktien ziemlich Interesse auf sich lenken konnten. Rur Kali werte waren bis zu 5 Prozent, und Zellstoff W a l d h o f bis zu 9 Prozent niedriger. Sonst ergaben sich im allgemeinen Besserungen bis zu 2Prozent. Chadeaktien waren auf die Stabilisierungsbestrebungen der spanischen Valuta gesucht und 10 Mk. fester. — Am Devisenmarkt war die Mark wieder befestigt. Renten hatten nur kleines Geschäft; deutsche Anleihen lagen höher. Don Ausländern
waren Russen und Mexikaner gefragter. Am^ Geldmarkt war Tagesgeld nach einer vorübergehenden Anspannung infolge des Ultimo« (5 Prozent) wieder leichter (4 Prozent) unb ziemlich an geboten. Monatsgelb erfuhr kaum eine Dersteifung.
Wochenbericht
vom Frankfurter Produktenmarkt.
Trotz bet festeren Ueberfcetnelbungen eröffnete bie neue Woche allgemein in ruhiger Haltung. Das Geschäft war weiter sehr klein. Das Angebot war nur in Weizen neuer Ernte etwas größer, fanb jeboch kaum Interesse. Weizen alter Ernte war nur wenig verändert. Die Grundstimmung des Marktes war jedoch allgemein etwas fester gestinnnt, was auf die anhaltende Trockenheit der letzten Tage zurückzuführen war, und somit die Landwirtschaft zur Dorsicht bei Herausgabe von Offerten veranlaßte. Die Käufer und Derkäufer stehen sich weiterhin abwartend gegenüber. Gegen Wochen- fchluß konnte sich für Futtermittel verstärktes Interesse geltend machen, was mit den ungünstigeren Ernteaussichten für Futtergetreide in Zusammenhang gebracht wurde. Auch Ha- f e r war infolgedessen stärker gefragt und höher.
2lm Weizenmarkt war wie schon erwähnt, die Umsatztätigkeit klein und die Preise kaum verändert. Roggen konnte sich etwas befestigen, doch war auch hier das Geschäft äußerst gering. Hafer auf Befürchtungen wegen des Ernteausfalls weiter etwas fester, jedoch ebenfalls ohne besondere Umsätze. Für Gerste wurde die Rotiz wiederum infolge des kleinen Angebots ausgesetzt.
Für Mehle bestand weiterhin große Zurückhaltung. Roggenmehl war für spätere Termine etwas beachtet. Weizenmehle wurden für nahe Sichten mehr beachtet, während für fernere Sichten nur mit großer Dorsicht gekauft wurde. Roggenmehl war unverändert, während für Weizenmehle die Konventivnspreise um 25 Pf. je 100 Kilo erhöht wurden.
Am Futtermittelmarkt war die Tendenz, wie schon erwähnt, fest. Weizen- und Roggenkleie lagen je 1 Mark hoher. Auch für Rachmehle machte sich größere Rachfrage bemerkbar, da die Mühlen durch die eingeschränkte Mahltätigkeit wenig Anfall haben. Hülsenfrüchte unverändert. Rauhfut- t e r m i 11 e I gleichfalls fester.
Im Vergleich mit den Preisen der vergangenen Woche konnte Hafer 5 Mark und Roggen 1 Mark anziehen, während Weizen unverändert lag.
Die Woche schloß zu folgenden Rotierungen: Weizen 305—307,50, Rogen 164—166, Hafer 167,50—170, Weizenkleie 7,50—7,75; Weizenmehl, südd., 43,50—44,50, Weizenmehl, nieber- rhein., 43,25—44,25, Roggenmehl 24,50—25,50, Roggenkleie 7,50.
Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmarkt. Der Frankfurter Schlachtviehmarkt verzeichnete in biefer Woche trotz des zumeist geringeren Auftriebs wieder ziemlich schleppendes Geschäft, doch wurden die Märkte fast ausverkauft. Einen ziemlich empfindlichen Verlust hatten wiederum K ä l * b e r, die bis zu 4 Mark nachgaben, was auf bie weitere Verringerung ber Rachfrage zu- rückgesührt würbe. Auf bem Rinber markt war ber Austrieb geringer als in ber Vorwoche, genügte jedoch ber Nachfrage. Das angetriebene Vieh war von mittlerer Qualität. Bei mäßig regem Geschäft wurde ausverkauft. O ch - s en unb Fä rsen hatten etwas lebhaftere Nachfrage, so daß hier bie Preise etwas anzogen, währenb Kühe einen kleinen Verlust zu. verzeichnen hatten. Etwa 50 Prozent des Auftriebs wurden wieder in bie bekannten Versorgungsgebiete ausgesührt. Am Auftrieb bes Schwei- nemarltes hat sich gegenüber ber vergangenen Woche nur wenig geänbert. Das Geschäft verlief am Haupt- sowie Nebenmarkte fchlep- penb. Bei weiter weichenden Preisen verblieb Heberftanb, der aber von der Reichsstühungs- ftelle nach Frankreich ausgeführt wurde. Fett- s ch w e i n e waren wiederum nahezu unverkäuf- lich. Der Auftrieb des Schafmarktes war in dieser Woche erheblich großer, doch wurde keine Notiz hergestellt. Der G e s a m t a u f - trieb bestand aus 1372 Rindern, darunter befanden sich 295 Ochsen, 98 Dullen, 562 Kühe
-unb 305 Färsen, ferner auS 1531 Kälbern, 148 Schafen unb 5759 Schweinen. Im Vergleich mit bem Auftrieb ber vergangenen Woche waren 166 Rinber, 54 Kälber und 75 Schweine weniger am Markt, dagegen standen 70 Schafe mehr zum Verkauf. Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 58—61, a2) 54 bis 57, bl) 48—53. Dullen a) 52—56, b) 48—51. Kühe a) 46-49, b) 42-45, c) 36-41, d) 30—35. Färsen a) 59—62, b) 54-58, c) 50-53. Schaf« nicht notiert. Kälber b) 70—74, c) 65—69, d) 55 bis 64. Schweine b) 57—60, c) 61—64. d) 61—64, e) 60—62. Im Vergleich mit den Notierungen der vergangenen Woche waren Ocbfen und Färsen bis zu 2 Mark teurer, während Kühe 1 Mk^ Kälber 4 Mk. und Schweine 2 Mk. billiger waren. Dullen blieben behauptet.
• Die Preisindexziffer ber „M e« tallwirtschaf t". Die Preisindexziffer bei „Metallwirtschaft" stellte sich am 2. Iuli auf 89,3 gegen 89,5 am 25.3uni (Durchschnitt 1909 13 gleich 100), fiel also um 0,2 Prozent. Für big einzelnen Metalle würben nach dem Preisstand vom 2. Iuli 1930 folgenbe Einzelinbexziffern er« rechnet: Kupfer 86,0 (86,0), Blei 110,9 (110.2), Zink 65.7 (66,7), Zinn 75,1 (76,4), Aluminium 132.0 (132,0), Nickel 107,7 (107.7), Antimon 74,7 (74,7).
* Der Einzelhande 1 im Frankfurter Bezirk. Im zweiten Dierteljahr 1930 fetzte sich im Einzelhandel, wie die Frankfurter Handelskammer berichtet, die rückläufige Konjunktur fast allgemein weiter fort. Die Hmsäya lassen, in den meisten Branchen zu wünschen übrig. Die große Arbeitslosigkeit die ungünstig« Lage der Landwirtschaft, die Nichtbelebung deS Baumarktes machen sich immer stärker bemerkbar. Nach wie vor werden nur die allernotwendigsten Artikel gekauft. Don einer ©aifonbele- bung konnte nicht gesprochen werden; der Absatz an den wenigen guten Tagen formte die Ausfälle nicht wettmachen.
' Adlerwerke vorm. HeinrichKleher AG., Frankfurt a.M. In der Aufsichtsratssitzung der Adlerwerke vorm. Heinrich Kleyer AG. wurden die Rechnungsabschlüsse per 31. Oktober und per 31. Dezember 1929 vorgelegt. Es wurde beschlossen, der Generalversammlung vorzuschla- gen: Ein Betrag von 2 750 000 Mk. soll für Abschreibungen und darüber hinaus für Wertberichtigungen Verwendung finden. 270 000 Mk. werden dem gesetzlichen Reservefonds zugeführt. 65 000 Mk. sollen vorgetragen werden. Diese Ergebnisse stammen lediglich aus Betriebs- Überschüssen, die es auch ermöglichten, die bei ber Sanierung geschaffenen stillen Reserven weiter zu erhöhen. Der Almsah in Automobilen stieg im Geschäftsjahr 1928/29 gegen baS Vorjahr stückmäßig um 35 Prozent unb wertmäßig um 25 Prozent. Der Gesamtumsatz betrug in bet Zeit vom 1. Oktober 1928 bis 31. Dezember 1929 runb 80 Millionen Mark. Im ersten Halbjahr 1930 ist gegen bas erste Halbjahr 1929 eine weitere stückmäßige Almsahsteigerung von 25 Prozent in Automobilen erreicht worben.
Frankfurter Abcndbörse.
Frankfurt a. M., 4. Iuli. Tendenz: geschäftslos. An der Abendbörse war die Haltung im allgemeinen behauptet. Die Almfaßtätigfeit hielt sich mangels Anregungen in ben engsten Grenzen. I.-G.-Farben lagen zunächst etwas schwächer, konnten aber später wieder anziehen. Banken und Schiffahrtswerte blieben gut gehalten, während Miag ihre Abwärtsbewegung um 1 Prozent fortfehten. Im freien Markt trat nach Chadeaktien zu 4 Mark höherem Kurs Nachfrage hervor. Anleihen geschäftslos. Neu- befitzanleihe 8,75, Altbefitzanleihe 59,80, Barmer Bank 122, Commerzbank 140,50, Danatbank 205, Dresdner Dank 133, Reichsbank 256,50, Gelsenkirchen 126, Salzdetfurth 360, Klocknerwerke 96, Phönix 86, Rhein. Braunkohlen 221,50, Ahein- stahl 102, Stahlverein 85,50, Aku 93,25, AEG. 149,50, Dem berg 97, Chade 318, Daimler 32,50, Dt. Linoleum 201,50, Licht u. Kraft 144,50, I.-G - Srarben 158,25, Felten 107, Gesfürel 145, Hokz- mann 88, Rheag 142, Schuckert 164,50, Zettstoff Waldhof 141, Hapag 99,50, Lloyd 99,25.
Berliner Produktenmarkt.
Berlin, 4. Iuli. Die Preisgestaltung am Produktenmarkt war heute nicht ganz einheitlich. Das Inlandangebot von Weizen alter Ernte bleibt zwar gering, da aber die Belebung deS
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Frankfurt a.M.
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Äerlin, 4. Juli
Selb
Dries
Amerikanische Noten......
Belgische Noten. .......
Dänische Noten ........
Englische Noten ........ ssranzusische Noten.......
Holländische Noten.......
Italienische Noten........
Norwegische Noten.......
Deutsch-Oesterreich, ä 100 Schilling Rumänische Noten.......
Schwedische Noten ....... Schwei,« Noten........
Spanische Noten........
Tschechoslowakische Noten.....
Ungarische Noten........
Devisenmarkt Berlin
4,173
58,58
112,03
20,35
16,457
168,21
22,04
112 03
59,27
2,475
112,35
81,44
48,30
12,45
73,13
- Frankfurt
4,193
58,82
112,47
20,43
16,517
168,89
22,12
112,47
59,51
2,495
112,79
81,76
48,50
12,51
73,43
a. M
Datum
6% S>eunO)t neiajaatueiQc
7% Deutsche Reichsanleihe von 1929 ..........
Deutsche Anl.-AblSs.-Schuld mit
Auslos. Rechten.......
De-gl. ohne Ausios.-Rechte . . 8% Heil. BolMaat von 192» krückzablb. 102%)......
Oberhessen Provinz - Anleihe nri: Sluslos.-Rechten......
Deutsche Komm. Sammelabl.
Anleihe Serie 1.......
8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe
XIII unkündbar bi« 1934 . . . 7% ffrankf. Hyp.-Bank Soldpfe unkündbar bis 1932 .....
<WX» Rheinische Hyp.-Bank
Liou. Goldpse.........
8% $t. L an deSpsandbriefanstall, Pfandbriefe R. 17......
8% Pr. LandeSpiandbriefanstall, Komm.-Lbl. R. 20......
7% Pr. Landespsandbriefanstalt, Dfandbriese R. 10......
V E-S. ab0. BorkriegS-Obligatio nen, rückzahlbar 1932 .....
4% Destorretchtsche Golbrente . . 4,20% Oesterrrichische Silberrenke 4% Oesterreich»che Einheitlich.
Rente...........
«% Ungarische Soldrente .... 4% Ungarische StaatSrente v. 1910 4ft% desgl. von 1913.....
4% Ungarische Kronenrente . . . 4% Türkische Zollanlethe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anl
Serie I...........
4% desgl. Serie 11.......
6% Rumänische vereinh. Rente von 1903 ..........
ty*% Rumänische vereinh. Rente von 1913 ..........
8% Rumänische vereinh. Rente .
3 7
87,5
103,25
59,65
8,95
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101,5
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T,65
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103,75
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58
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97,5
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2,85
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20,75
1,95
5
5,1
5,1
9,65
16,2
7,7
Datum
Hamdurg-Amerika Pate, ...» Hamburg-Südam. Dampfschiff. 8 Hansa Tampsschtss.....10
Norddeutscher Lloyd.....8
Allgemeine Deutsche Eredttanst. 10 Barmer Bankverein .... 10 Berliner Handelsgesellschaft . 12 Commerz und Prrvat-Bank . 11 Darmstädter und Nationalbank 12 Deutsche Bank und
DiSconlo-Gesellschaft, ... 10
Dresdner Bank......10
Retchsbank....... 12
A.S.S............8
Bergmann.........9
Elektr. LteserungSgesellschast. 10
Licht und Kraft......10
Felten & Guilleaume . . . 7 yt Gesellschaft für Elektrische
Unternehmungen .... 10 Hamburger ElektrizitätS-Werke 10 Rheinische Elektrizität .... 9 Schlesische Elektrizität. ... 10 Schuckert & Co. ...... n Siemens & Halske.....16
Transradio.........8
Lahmeyer L Eo.. ..... io
Buderus....... 6
Deutsche Erdöl.......6
Essener Steinkohle......8
Gelsenkirchener.......8
Harpener..... 0
Hoesch Eisen........6y,
I.se Bergbau..... . 10
Llöcknerwerke..... 7
Köln-Neuessen........7
Mannesmann-Röhren .... 7 Mansfelder Bergbau.....7
Lberschles. Eiienbedars .... 6 Lberschle!. Kokswerke.
Phönii Bergbau......6%
Rheinische Braunkohlen . . 10 Rhein stahl ......... 6 Riebeck Montan......7,2
3 7
99,5
99,5
411,75
122,25
141
204,5
132,25
133,5 255
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145,5
165,5 212
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75
126
121
96,5
93,4
87
219
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4 7
99,5
99,25
111,75
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140,5
205
132
133
256,5
149,5
144,5
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120,5
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99.75 160,5
132
100 112,5
122 158,5
141 203,65
132,25
133 256,5
150,4
178 139,25
144
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144,5
142
146 163,25 212,5
160
75 85,5
127 121,5
96 238,5 96,13 93,25
94,4 65,75
61 93,75
87
219
103
4 7.
99
131
99
112
122 157,25 140.65 204,5
132
133
258
150,9
178 139,75 142.9
108
145,4
141,5 146,25 164,74
210,5
160
74 86,25
125,75 120,65
95
96,25
92,5 93,75 65,25 59,75
93,5
86
222 101,75
Datum
Bereinigte Slahiwerle.....
Claoi Minen......16'/,
Kaliwerke Aschersleben ... 10 Kaliwerke Westeregeln ... 1V Kaliwerke Salzdetfurth . . . 15
1.0. Farben Industrie ... 12 Dynamit Nobel.......6
Scheide anstalt........9
Goldschmidt........5
Rütgerswerke........6
Metallgelellschaft.......8
Dhilipp Hol;mann......7
Zementwerk Heidelberg . . 10 Eementwerk Karlstadt. ... 10 Wavb & Freytag......8
SchuliheiS Patzenhofer ... 15 Cftrotrfe.........12
Aku...........18
Bemberg.........14
Zellstoff Daldbof .... 13*/, Zellstoff Aschaffenburg ... 12 Charlottenburger Wasser ... 8 Dessauer GaS ........ 9 Daimler Motoren......v
Deutsche Linoleum ...... Maschinenbau A^G. ..... V
Rat. Automobil.......0
Orenstein & Koppel.....6
Leonhard Tietz......10
Svenska...........
Frankfurter Maschinen . . . . 4
Griyner....... 6
Heyl>genst«ht.......0
Iunghane...........6
Lcchwerke..........e
Mmnkraftw«re Höchst a. M.. .8 Miag...........io
Gebr. Roeder ...... io Boigt & Haeffner ...... 9 Süddeutsche Zucker .... 10
3 7
86,5
203
207
362
159,4
144
58
58
113
89
111
135
75
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57,75
113,5
89
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76
286
233,5
93,9
96,5
140
104
100
148,9
32
201
46,5
68,25
147
309,5
38
104
147
155
Amst.-Nokt. Bnen.-AireS Brss. Antw Christian ia. Kopenhagen Stockholm . HeMngforS. Italien. . . London. . . Weunorf . . Poris.... Schwei; .. Spanien. Japan . . . 'Kto de Ian Wien in T.- Lest. abgest Hetjrab ‘ Budapest. . Bulgarien. Lissabon . . Tanüg. . . Konstantin. Athen. . . Tanada . . Uru uay. . Cairo . . .
3. 3uli
4.2ul>
Amtliche Geld
168,48 1,517
58,50
112,20
112,19
112,56
10,544
21,95
20,376
4,1885
-16,46
81,30
47.50
2,072
0,471
59,15
12,431
7,415
73,29
3,037
18,80
81,50
1,784
5,43
4,186
3,521
20,79
J,o'itrung ZMr
168,82 1,521 58,62
112,42 112,41 112,78 10,564
21,99 20,416 4,1965
16,50 81,46
47,60 2,076
0,473
59,27 12,451
7,429 73,43
3,043 18,84
81,66 1,789
5,44 4,194 3,534
20,93
Bmlhche Selb
168,48 1,496
58.52
112,20
112,20
112,56
10,547
21,94
20,378
4,190 16,47
81,30 48,40
2,075
0,64
59,16
12,43
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3,037
18,82
81,46 1,785
5,425
4,186
3,566
20,089
Notierung I 23riet
168.82 1,500
58.64
112.42
112.42 112,73
10,567
21,98 20,418
4,198
16,51
81,46 48,50
2,079 0.66
59,28 12,45
7,432
73,4«
3,043
18,86
81,62 1,789
5,435
4,194 3,574
20,09


