Nr. 231 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheften)Zreitag, 3. Oktober (950
Wirtschaft.
Ausreichende Notendeckung der ^eichsbank.
3n einer Untersuchung über die Deckungs- reserven der Reichsbank kommt das Institut für Konjunkturforschung zu dem Ergebnis, daß die Deckung der gegenwärtig umlaufenden Roten, sowie die Deckung des für die nächsten Monate zu erwartenden Zahlungsmittelbedarfs selbst dann gesichert wäre, wenn die Gold- und Devisenabgaben der Reichsbank noch erheblich größeren Umfang annehmen sollten. Trotz der Abgaben an'Gold und Devisen, die in den letzten Wochen erfolgten, sind die Deckungsreserven der Reichsbank gegenwärtig so groß, daß sie eine Ausweitung des Rotenumlaufs gegenüber dem Stande von Ende August (6,3 Milliarden Marks um etwa 3,2 Milliarden Mark erlauben würden. Unter Zugrundelegung der gesetzlichen Mindestdeckung für Reichsbanknoten von 40 Prozent wäre die Reichsbank in der Lage, noch für fast 1300 Rkill. Mark Devisen oder Gold abzugeben, ohne daß die Geldversorgung in ihrem gegenwärtigen Umfang und ihrer normalen Saisonbewegung, geschweige denn die Währungsdeckung, gefährdet würde.
Handel und Gewerbe im (September-
Rach den Berichten der preußischen Industrie- und Handelskammern und des deutschen Handwerks- und Gewerbekammertags an das preußische Ministerium für Handel und Gewerbe zeigte die internationale Wirtschaftslage im September keine Besserung. Auch die deutsche Wirtschaft konnte ihren Tiefstand noch nicht überwinden. Der Ausfall der Wahlen führte ihr vielmehr ei" neues Beunruhigungselement zu, das sich vor <u*.m an den Börsen und in einer verstärkten Flucht aus dem deutschen Anlagemarkt auswirkte. 3m Bergbau Oberschlesiens, in der Kali- unö Cdelstahlindustrie und teilweise in der Textilindustrie trat eine leich'.e Besserung ein, die nicht ausschließlich konjunkturrnähig war. Der Arbeitsmarkt blieb weiter schlecht. Er war besonders ungünstig in Berlin, Südwestfalen und dem Lande Sachsen! aber auch in Hessen und Schlesien war der Prozentsatz der Arbeitsuchenden im Vergleich zur Gesymtzahl der Arbeitnehmer sehr hoch.
Oie Wirtschaftslage des Handwerks stark gedrückt.
Rach den Berichten der deutschen Handwerksund Gewerbekammern war entsprechend der wirtschaftlichen Depression auch die Wirtschaftslage des Handwerks im September stark gedrückt. Richt einmal in den Gewerben, für welche die Saison im Berichtsmonat beginnt, war eine merkbare Belebung zu spüren. So wird vom Herrnschneiderhandwerk berichtet, daß die Mehrzahl der vorhandenen Betriebe noch durchaus ungenügend beschäftigt war. Auch in den übrigen Beklcidungshandwerken hat unter dem Druck der geringen Kaufkraft der Bevölkerung, verstärkt durch die ungünstige Witterung, das Herbstgeschäft bisher nur zögernd eingesetzt. Die sonst um diese Jahreszeit übliche Belebung im Duchdruckerhandwerk ist vollkommen ausgeblieben. Das gleiche gilt für das Tapeziererhandwerk. Sogar die Rahrungsmittelhandwerke, die in geringerem Maße Absahschwankungen unterworfen sind, haben unter der großen Arbeitslosigkeit, durch die die Kaufkraft der Kundschaft stark beschränkt wird, zu leiden. 3m Fleischerhandwerk ist, wie stets um diese Zeit, mit dem Schluß der Ferien und dem Einsetzen der kühlen Witterung eine leichte Steigerung des Absatzes eingetreten, jedoch hielt sich die Belebung in engeren Grenzen als sonst. Besonders stark war die Depression im Baugewerbe, sowie in den Baunebengewerben. Die Bautätigkeit hat auch im Berichtsmonat keineswegs befriedigt. 3n der Hauptsache gaben die Fertigstellung früher begonnener Bauten, sowie Aufträge für Umbauten etwas Beschäftigung. Die Förderung des Kleinwohnungsbaues durch Kredite des Reichs hat sich bislang praktisch nur wenig ausgewirkt. Auch die Hoffnungen, die an das Arbeitsbeschaf- fungsprogromm der Reichsbahn und der Reichs- Post geknüpft worden waren, haben sich im allgemeinen nicht erfüllt. Dagegen hat die von der Regierung geforderte Preisabbauaktion verschie
dentlich zur Stockung der Bautätigkeit geführt, da unter dem Eindruck dieser Meldungen häufig von Bauvorhaben Abstand genommen wurde. Der Arbeitsmarkt des Handwerks hat sich in der Hauptsache verschlechtert, da zahlreiche Betriebe zur Entlassung von Arbeitskräften schreiten mußten.
Amerika für internationalen Rohstoffaustausch.
Die „Times" bringt an ausfallender Stelle eine stark verklausulierte Rachricht, nach der sich die amtlichen Stellen in Washington eingehend mit angeblich aus dem Ausland vorliegenden Angeboten beschäftigten, die darauf hinauslaufen, angesichts der gegenwärtigen internationalen Preisentwickelung einen internationalen Austausch von Rohstoffen in die Wege zu leiten. So svlt beispielsweise aus England der Vorschlag gemacht worden sein, Gummi für Baumwolle auszutauschen, und aus Japan Seide für Baumwolle einzutaulchen. Dabei wird auf dos Beispiel amerikanischer Fabrikanten von landwirtschaftlichen Maschinen verwiesen, die bereits jetzt Weizen in Zahlung nähmen.
•
* DerSaatenstand in Preußen. Die Getreideernte ist beendet. Grummeternte und zweiter Kleeschnitt wurden teils trocken, teils mit erheblichen Verlusten eingebracht. Die Spätkartoffelernte machte gute Fortschritte. Zuckerrüben zeigen ein befriedigendes Wachstum. Man rechnet infolge der wenigen September-Sonnentage mit geringerem Zuckergehalt der Rüben als im Borjahr. Futterrüben, Mohrrüben, Zwiebeln, Weißkohl und andere Kohlarten stehen besser als zur gleichen Zeit der beiden letzten Jahre. Das Grünland zeigt ein erfreuliches Wachstum. Mit den Herbstbestellungsarbeiten ist begonnen worden. Wintergerste ist fast durchweg gesät, ein nicht unbeträchtlicher Teil des Winterroggens wurde schon bestellt. Mit der Aussaat des Winterweizens wird begonnen. Es ergeben sich folgende Begutachtungsziffern (2 - gut, 3 = mittel, 4 = gering): Spätkartoffeln 2,4 (September 1930: 2,7, Oktober 1929: 3,1), Zuckerrüben 2,4 (2,5 bzw. 3,4), Futterrüben 2,5 (2,6 bzw. 3,2).
• Sprechstunden über den Handelsverkehr mit Rußland. Legationsrat H i l- g e r von der deutschen Botschaft in Moskau hält am Montag, 13. Oktober, bei der Auhen- handelsstelle für das Rhein-Maingebiet Sprechstunden für die Firmen ab, die am Handelsverkehr mit der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken beteiligt sind. Firmen, die an den Sprechstunden teilnehmen wollen, werden gebeten, dies der Außenhandelsstelle für das DHein- Maingebiet, Frankfurt a. M., Börse (Telephon 20 361- bis zum 9. d. M. mitzuteilen, damit eine Verteilung der Besucher auf die zur Verfügung stehende Zeit stattfinden kann.
* Weitere Betriebseinschränkungen im Ruhrbergbau. Wegen dauernden Absatzmangels der Zechen beabsichtigt die Firma Krupp, zum 1. November den Grubenbetrieb der Zeche „Amalie" in Essen stark einzuschränken und den Tagesbetrieb und die Kokerei dieser Anlage ganz stillzulegen. Infolge dieser Einschränkung kommen zum 1. November etwa 900 Bergleute zur Entlassung. Ferner ist 57 Angestellten gekündigt worden. Dafür sind die auf den Kruppschen Zechen „Han- nooer-channibal" in etwa gleichem Umfange ausgesprochenen Kündigungen bis auf etwa 100 zurück- genommen worden.
* Weitere Abnahme der Konkurse im September. Nach Mitteilungen des Statistischen Reichsamts wurden im September durch den Reichsanzeiger 759 neue Konkurse und 508 eröffnete Bergleichsverfahren bekanntgegeben. Die entsprechenden Zahlen für August stellten sich auf 810 bzw. 591.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 3. Oft. Tendenz: schwach. Zu Beginn der heutigen Börse erfuhr die Tendenz einen Rückgang. Die Unsicherheit über das Schicksal des Finanzprogramms der Reichsregierung hatte sich verstärkt, daneben verstimmten die neuen Kursrückgänge an der Reuyorker Börse, die Zuspitzung im Arbeitskonflikt in der Metallindustrie usw. Die Umsatz- tatigfeit war im allgemeinen gering; doch genügten bei der mangelnden Aufnahmelust der
Danken schon relativ kleine Abgaben des Publikums und der Spekulation, um beträchtliche Kursrückgänge herbeizuführen. Große Abgaben wurden am Chemiemarkt vorgenommen, an dem 3.-G.-Farben 4,60 Proz. nachgaben. Außerdem erfuhren Elektrowerte stärkere Kursrückgänge, angeblich auf ausländische Verkäufe. AEG. büßten 3.60. Schuck^rt 4 und Siemens 5 Proz. ein. Lahmeyer konnten sich behaupten. Kalialtien wurden am stärksten in M tleibcn- schaft gezogen. So waren Salzdetfurth 11 Prozent abgefchwächt. Am Montanmarkt lagen Rheinische Braunkohlen mit minus 6 Proz. besonders schwach, während Buderus 3, Mannesmann 1,5 Prozent und Rheinstahl 3,25 Proz. verloren. Am Banken« markt waren Reichsbank mit minus 4,5 Proz. angeboten. Barmer Bank, Commerz- und D:esdner Bank gaben bis 1,5 Proz. nach. An den übrigen Märkten waren durchschnittlich Kursrückgänge von 1 bis 2 Proz. zu verzeichnen. Lediglich für Süddeutsch» Zucker bestand Interesse. Deutsche Anleihen lagen umsatzlos. Von Ausländern Mexikaner schwächer. 3m Verlaufe neigte die Tendenz zunächst weiter zur Schwäche, später kauen Umsätze kaum noch zustande; die Kurse blieben auf dem stark ermäßigten Riveau meist behauptet. Am Pfandbriefmarkt war die Stimmung ebenfalls nervöser als bisher. Reichs- schuldbuchforderurrgen gaben bis etwa 5 Proz. nach. Am Geldmarkt machte die Erleichterung für Tagesgeld (4,5 Proz.) zögernd, Fortschritte. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4J2010, gegen Pfund 20,4160, London gegen Kabel 4,8595. gegen Paris 123,8150, gegen Mailand 92,79, gegen Madrid 47,10, gegen Schweiz 25,0360, gegen Holland 12,0475.
Berliner Börse.
Berlin, 3. Oft. Rachdem die parteipolitischen Betrachtungen des neuen Finanzprogramms ergeben haben, daß sich die Aussichten der Regierung für eine verfassungsmäßige Durchdringung der S a ni e r u n g s v o r- lagen verschlechtert haben und auch die Verhandlungen des Reichskanzlers mit den Parteiführern bisher noch zu keinem Ergebnis führten, erfuhr die Stimmung schon vorbörslich eine Abschwächung. Da aber zu dieser Zeit das Angebot außenstehender Kreise noch minimal war, taxierte man Kurse, die nur unwesentlich unter den gestrigen Schlußnotierungen lagen. Zu Beginn der offiziellen Börse stellte sich dann aber heraus, daß doch mehr Material, als erwartet, an die Märkte kam. Sowohl das Ausland, als auch die Provinz trat mit Abgaben auf, wobei außer der überwiegend schwächeren Reuyorker Börse von gestern ein zurückhaltender gestimmter Bericht der DD.- Tank, die Ausführungen Dr. Schachts in Reu- York über die Boung-Zahlungen und die drohende Verschärfung der Berliner Metallindustriestreitigkeiten mitgewirft haben dürsten. Die ersten Kurse erfuhren durchschnittlich Rückgänge von 1 b i s 3 P r o z e n t. Darüber hinaus verloren Schubert & Salzer 4,25 Prozent, 3ulius Berger 6 Prozent, Schultheis 5 Prozent, Rheinische Braunkohlen 4,5 Prozent, Kaliwerte ebenfalls bis zu 4,5 Prozent, Farben 3,13 Prozent und die meisten Elektropapiere 2 bis 3,75 Prozent. Rur Gebrüder Körttng und Thüringer Gas konnten sich unbedeutend bessern. Deutsche Anleihen lagen vernachlässigt. Altbesitzanleihe wurden wegen des Zeichnungstemrins nicht zur Rotiz gebracht. Von Ausländern lagen Mexikaner zirka 0,5 Proz. niedriger. Am Pfandbriefmartt war die Tendenz allgemein unregelmäßig, doch p>ar auch hier etwas Angebot, und man taxierte eher schwächere Kurse. Der Geldmarkt war unverändert. Tagesgeld stellte sich auf 5 bis 7 Proz., vereinzelt auf 4,90 Proz., Monatsgeld 5 bis 6 Proz. Auch nach den ersten Kursen waren Rückgänge bis zu 1 Proz. zirka festzustellen. Schlesische Zement eröffneten auf herabgeminderte Dividendeerwartungen mit Minus-Minus-Zeichen und wurden mit zirka 110 Proz. zur RoNerung gebracht. Gegen 1 21 älhr kam die Abwärtsbewegung zum Stillstand. Die kleinen Deckungen der Spekulation reichten aus, um die Mehrzahl der Kurse wieder auf Anfangsniveau zu heben.
Frankfurter Lchlachtvichrnarkt.
Frank'furt a. TEL, 3. Oft. Auftrieb: 143 Rinder, 796 Kälber, 412 Schafe, 330 Schweine. Cs wurden notiert: Kälber: beste Mast- und Saugfälber 78 bis 81 Mk., mittlere Mast- und Saugkälber 73 bis 77, geringe Kälber 66 bis 72.
— Schafe: Mastlämmer und jüngere Mast« Hammel (Weidemast) 49 bis 53, mittlere Mast» lämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 43 bis 48. — Schweine: nicht notiert. — Marltverlauf: Kälber mäßig-rege, zum Schluß abflauend, ausverkauft. Schafe rege, geräumt. Schweine ruhig, ausverkauft.
Oie alte Oorflinde in Blofeld.
Eine sehenswerte alte, vom Zahne der Zeit arg benagte Linde, besitzt das Dors Blofeld im Kreise Büdingen. Sie gehört wohl zu den ältesten Linden Hessens und mißt weit über zwei Meter im Umfange. Rur noch vier Aeste sind dem altersschwachen Baume geblieben, die übrigen hat der Wind abgebrochen; der ganze mächtige Stamm ist hohl bis zu den Wurzeln. Sie ist eine sog. „Steinlinde" und war bis vor etwa zehn 3ahren zur Blütezeit ein unerschöpflicher Honigspender für die Bienen des Dorfes, besonders im trockenen 3ahre 1893, wie Bienenvater Sauer, Reichelsheim (Wetteraul, zu berichten weiß. Die Linde steht unter Denkmalschutz.
D.
Taten für Larnstag, 4. Lktobcr.
1515: der Maler Lukas Cranach d. I. in Wittenberg geboren; 1669: der Maler Rembrandt in Amsterdam gestorben; — 1797: der schweizerische Schrift- steller Jeremias Gotthelf in Murten geboren; — 1814: der französische Maler Jean Francois Millet in Cruchy geboren; — 1819: der italienische Staatsmann Francesco Crispi in Ribera geboren.
Aus aller Wett.
Philipp fjalsmann begnadigt.
Bei den alljährlichen Begnadigungen unterzeichnete der österreichische Bundespräsident u. a. die Begnadigung des Studenten Philipp Hals- mann, der auf Grund eines Indizienbeweises wegen Totschlags an seinem Vater vom 3nns- bruder Schwurgericht zu vier 3ahren schweren Kerkers verurteilt worden war.
Das Todesurteil gegen den Zahnarzt Dr. Gutmann rechtskräftig.
Ter zweite Strafsenat des Reichsgerichts bestätigte durch Verwerfung der Revision das Todesurteil des Schwurgerichts Prenzlau gegen den Zahnarzt Dr. Gutmann aus Schwedt wegen Gattenmordes.
Der älteste Westfale f.
Am Sonntag starb der im 3ahre 1825 geborene 3ohann Hei st erkämpf, genannt „ cer alte Pannemann", in der Bauernschaft Lovik bei Bocholt infolge Altersschwäche Anläßlich seines letzten Geburtstages, am 11. August, besuchten ihn 49 über 80 3 ahre alte Bürger der Stadt Bocholt.
Bootsunglück auf dem Lago Maggiore.
Auf dem Lago Maggiore hat sich ein schweres Unglück ereignet. Während eines Sturmes geriet ein Motorboot des Mailänder Industriellen Kria- nelli in Brand. Der Sohn Grianellis, ein Vetter und der Mechaniker wollten sich durch Schwimmen retten, ertranken aber infolge des hohen Wellenganges in der Dunkelheit. Die anderen Bootsinfaffen konnten den Brand löschen und wurden später geborgen.
Bei einem hauseinstur; verschüttet.
3n Reuyork stürzte ein vierstöckiges Mietshaus ein. Zwei Leichen und fünf Verletzte konnten bisher geborgen werden. Sechs Personen werden noch vermißt, und man befürchtet, daß sie unter den Trümmern liegen. Tie Feuerwehr ist damit beschäftigt, den Schutt wegzuräumen, da man hofft, einige der Verschütteten noch lebend bergen zu können.
Kirchliche Nachrichten.
Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfeier den 4 Oktober. Freitag abend 5.30 Uhr; Samstag vormittag 8; nachmittags 4: Sabbatousgang 6 45. — Dienstag, 7. Oktober, und Mittwoch, den 8. Oktober: Hütten fest. 1. Tag: Vorabend 5.40; morgens 8; Predigt; nachmittags 4. 2. Tag: Vorabend 6.40; morgens 8; nachmittags 4; Festesausgang 6.40. — Woa-engottesdienst: morgens 6.30; abends 5.30 Uhr.
Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchlossenen Dividende an. — Reichsbonkdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Sranffurt a. Dl.
Serlln
Frankfurt a. Dl. |
Berlin
Schluß-1 turs |
t-Uhr- Kurs
Schluß-> fur< |
Anfang« Kurs
«chluß-! lurS |
1-Uhr- Kurs
Schluß-!
turs 1
tänfai.g« Kurs
Dalum
2 10
3 10
2 10
3. 10
Datum
2 10
3 10
2 10
3 10
6% Deutsche Reichsanleihe
Hamvurg-AmerUa Palet . . . <
Hamburg-Südam. Dampfschiff. 8
81,25
—
80,5
78,5
von 1927 .........
87,5
—
88
——
—
—
164
—
7% Deutsche Relchsanlelhe
Hanta Tampsschiss .... 10
—
—
—
—
von 1929 ..........
99
99,5
—
Norddeutscher Lloyd.....8
81,5
——
81,25
79
DeuIsche Aul.-Abiöl.-Schuld mit
Allgemeine DeutscheCredltanst. 10
102,5
—
102,4
—
Auslol.-Rechten.......
60,2
—
60
—
Barmer Bantverein .... 10
110
109
109,5
108.5
Desgi. ohne AuSlos.-Rechte . .
—
—
6.9
6,6
Berliner Handelsgesellschaft . 12
—
131
132,75
132,13
8% Helt. Boikostaat von 1929
Commerz- und Privat-Ban! . 11
120,5
119
120,25
119
trückzahlb. 102%)......
Oberhellen Provinz - Anleihe mit
89,25
—
89,75
—
Darmstädter und Rattonalbant 12 Deutsche Bant und
165
118,75
—
165,25
118,75
162,5
118
AuSlol.-Rechten......
—
—
—
—
Disconto Gesellschaft, ... 10
—
Deutsche fiomm. Sammelabi.
Dresdner Bant......10
117
116,5
117,5
117
Anleihe Serie 1 . ......
8% irranls. Hnv.-Bank Goldpse
—
—
56,8
—
Reichsban ......12
125,5
221,5
226, ‘
223,5
122
XIII unlünhbar bis 1934 . . .
99,75
—
—
—
AEG. ........t>
121,9
124,13
7% tzranks. Hnp-Bank Goldpse
Bergmann.........9
—
—
152,5
152,5
unkündbar bis 1932 .....
94,5
—
—
—
Elettr. Lieserungsgesellichaft. 10
121,9
—
121,25
118
W*% Rbciniiche Htw. Bank
Licht und Kraft.....10
128
126,75
127,75
125.25
Liqu. Goldpse........
86,25
—
—
—
gelten & Gullleaume . iyt
101
101
101,5
99.13
8% Pr. Lanbesp»'n''briesanstalt,
Geseltlkdast für Elettrische
Pfandbriefe R. ’ 9 .....
102
—
102
—
Unternehmungen .... 10
—
—
128,65
125,5
s% Pr Landesp an. briesanstall,
Hamburger Elettrizitäts-Derfe 1°
—
—
131,5
130
fiomm.-Cbl.8l. 20......
98
—
98
—
Rbciniiche 6-eftrUität .... 9
125
—
—
—
7% Pr. Sanbf11 aiobriefanfialt,
Lchlcniche I5!etm$ität. ... 10
—
—
123,75
122
Psanvbriese R 21 .....
97,5
——
97,5
_
edtudert & üo. .....11
.42
138
141
137.75
?l E.G. abfl. Bor.^egS-Obllgatio-
etemens & Halst«.....16
185
180
183,75
180
nen rürfiahlbar 1932
94,5
—
—
_
Iransradto ........ b
—
—
—
—
tbmener L Co..... . 1<-
147
146,5
146,75
—
1% Oesterrcichiiche Gvtorente .
27,4
—
_
27,4
Buderus..........6
55
52*
54,75
1,20% Oesterreichische Silberrente
—
—
,3
Deutsche Erdöl.......6
3,25
—
68
66,5
1% Oestcrreichilche Einheitliche
Eilener Sieintohle ...... 8
—
—
—
—
—
.,95
—
Gclscnfirchcner.......8
0.75
100,5
99,5
i% Ungarische Goldrenle . . . .
24,13
—
24.4
—
Harpcner. ....... 0
91
—
91
86.5
4% Ungarische CtaatSrente v. 1910
—
—
19,5
19,5
Hocsch Eisen. . ...... 6%
—
—
81,25
78.9
4%% besgl. von 1913.....
—
—
——
20,3
Hilf Bergbau.......10
02
—
203
201
4% Ungarische fironenrente . .
—
——
2
—
filöcknerivcrke ........ 7
73
—
74
72.5
1% Türtilche Zollanlcihe von 1911
4,75
—
4.9
4,8
fiöln-Neucssen..... 7
—
—
82,5
81
4% Türtische Bagbabbahn-Anl
Mannermunn-Röbren .... 7
4.5
73
75,13
73,75
Serie 1...........
4,8
—
4,9
—
ManSIeldcr Bergbau ..... 7
—
48.75
48,25
4% beSgi. Serie II.......
1,8
—
—
—
Lberlchlcl. GHenbebatf .... 6
—
—
—
—
5% Rumänische vereinh. Rente
Obcrschlcl. fiofsroerle.....7
—
76.65
74.75
von 1903 ..........
9,2
—
9,5
—
Phvnir Bergbau......6%
69,75
—
—-
69.5
4H% Rumänische vereinh. Rente
Rheinische Brauntohlen . . 10
185
179
184,5
180
von 1913 ..........
15,25
—
15,25
—
Rheinstadl . . ....... 6
79,25
76
78,5
76,75
*% Rumänische vereinh. Rente .
7,25
—
7,2
7,1
Sliebeck Montau......7,2
—
—
—
—
Frankfurt a. Dl.
Srrlin
Sch.uß»!
1-Uhr-
Schluß-
Anfang-
kurS 1
K rs
kurS !
Kurs
Datum
2 10
3 10
2 10
3 10
Bereinigte Stahlwerte .
. . .
72,5
—
72
71
Ltavi Minen.....
. 16'/,
29
—
29,65.
29,5
fialirocrte Aschersleben .
. . 10
199
—
200
195.5
fialiroerte Westeregeln .
. . 10
200
—
201
197
Kaliwerte Salzdetfurth .
. . 15
290
279
285
281.75
t
I. ®. Garden Industrie .
. . 12
141.75
137,13
140,13
137
Dvnamit Rodel ....
. . . 6
65
63,75
Scheide anstatt.....
. . . 9
133,5
—
Goldschmidt.....
. . . 5
44
——
45
43.6
RütgerSwerte.....
. . . 6
3,5
—
52,13
51
Metallgeiellschaft. . . .
. . . 8
98
—
98
Philipp Holzmann . . .
•5
77
_
_
76
Zementwert Heidelberg
. . 10
49,75
98
—
Cemeniwerk fiarlftabt. .
. . 10
—
—
Wayp & Rteatag . .
... 8
51
50
.51,75
—
Schuithe« Patzenhofer .
. . 15
_
200
195
Cftroetle.......
. . 12
—
—
158,6:
155
Atu.........
. . 18
—
66,25
64
Bemberg.......
. . 14
77
—
76,5
74.5
Zellstoff Waldbof . . .
. 13V,
.-.75
—
123,25
121
Zellstoff Aichasienbura .
. . 12
89
87
86.75
Charlottenburger Wasser
... 8
—
—
84,5
84
Dessauer Ga-.....
... 9
—
—
120
117.5
Daimler Motoren . . .
. . . O
26
—
26,25
26,13
Deutsche Linoleum . .
■ * • .
63
—
161,5
159
—
—
35.5
Rat. Automobil ....
. . . 0
—
—
—
12,13
CtNiftein & fioppel . .
... 6
—
—
51,65
49.25
Leonhard Tietz ....
. . 10
121
—
121,5
120.25
Evensta . .
....
296
—
296
294
frankfurter Maichineu .
... 4
20,5
20
20
-
Gritzner.......
... 6
—
—
30
_
Heyligenstaedt . . . .
. . . 0
—
—
—
Zunghans......
Lechwerke.......
... 6 ... 8
30
93,5
29
30,5
—
Mainlrastwerke Höchst a. M.. . 8
?7,5
—
—
Miag.........
. . IC
—
—
Gebr. Roeder.....
. . 10
95
——
_
Boigt & Haeffner . . .
• . . 9
150
•—
150
Süddeutsche Zuck» . .
• . 10
128,5
-—
128
Banknoten.
Berlin, 2. Oktober
Seid
»rief '
Amerikanische Roten.....
4,205
4.225
Belgische Roten. .......
58,34
58.58
Dänische Roten .......
112,12
112,56
Eugsische Roten ........
20,379
20,459
französische Roten..... .
16,442
16.502
Holländische Roten .......
169,06
169,74
Italienische Roten........
Norwegische Noten.......
21.92
22,00
111,98
112,42
Deutsch-Oesterreich, L 100 Schilling
59,08
59,32
Rumänische Roten.......
2,476
2,496
Schwedische Noten .......
112,55
112.99
Schweizer Noten........
81,49
81,81
Spanische Noten ........
43,26
43.44
Tichechoslowatilche Noten.....
12,425
12,485
Ungaiiidje Noten .....
73,22
73,52
DeoiK.iraarft Berlin
- Frankfurt a M
2 Oktober
3 Oktober
Amtlich.
Mo ieruntz
Amti.chi
Mauerung
Geld
tfrir
Selb
Brie
«mft.-Wott.
169,15
169,49
169,17
169.71
Bu n-Aires
1,476
4,478
1,479
1,481
Brss-'lntw
58,49
58,61
58,525
58.645
Christiania -
112,24
112,46
112,29
112,51
flop:ntiaq:n
112,26
112,48
112,31
112,53
Stockholm -
112,66
112,82
112,72
112.94
Hcli'ingsors.
10,557
10,577
10,56
10.58
Italien. . .
21,975
22,015
21,975
22,015
London. . .
20.383
20,423
20,395
20,435
Neunork . .
4,1955
4,2035
4,1970
4.2050
Paris. . . .
16,46
16,50
16,465
16.505
Schwei; ..
81,42
81,58
81.46
81,62
Spa i:n .
43.42
43,50
43,41
43,49
Japan . . .
2,075
2,079
2,078
2,082
•Mio de Jan
.4395
1.4415
0,443
0,445
Wien in D--
Ceft. abgest
59,215 •
59,335
59,235
59.351
Prag - . . .
12,448
12,468
12,457
12.477
Belirad .
7,436
7,450
7,436
7,450
Budapest.
73,40
73,54
73,43
73,57
Bul arten
3,042
3,048
3,042
3,048
Lissabon .
18,84
18,88
18,84
18,88
T anzig. .
81,52
81,68
81.54
81,70
Konst ntin.
1,784
1,789
1.784
1,789
Athen. .
5,44
5,45
5,44
5.45
Tanada .
4,197
4,205
4,199
4,207
lltu nach.
3,337
3,343
3,357
3,363
Cairo . .
20,895
20,935
20,905
20,925


